DE1962323A1 - Verfahren und Vorrichtung zur Ventilsteuerung einer Kolbenmaschine - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Ventilsteuerung einer KolbenmaschineInfo
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Description
1 ο .?■ 9 τ· τ ^
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Daimler-Benz Aktiengesellschaft
Stuttgart-Untertürkheim Daim 8186/M-
8.12.1969 SLa
Verfahren und Vorrichtung zur Ventilsteuerung einer Kolbenmaschine
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Ventilsteuerung einer Kolbenmaschine, insbesondere
Brennkraftmaschine, deren Ventile durch je eine Schließfeder in ihre Schließstellung vorgespannt sind.
Zur Ventilsteuerung von Brennkraftmaschinen sind heute noch rein mechanische Vorrichtungen üblich. Eine über einen
Zahnradsatz von der Kurbelwelle der Brennkraftmaschine angetriebene Nockenwelle betätigt von ihren Nocken her Stößelstangen,
die über Kipphebel die Ventile entgegen der Kraft ihrer Schließfedern öffnen. Nachteilig ist bei dieser mechanischen
Steuerung jedoch nicht nur, daß die genannten metallischen Betätigungsmittel beträchtlichen hin- und hergehenden
Massenkräften ausgesetzt sind, die mit höher werdender Maschinendrehzahl zunehmend stören, sondern auch noch,
daß die Zusammenwirkung des Stößels bzw. der Nockenrolle mit dem Nocken der Nockenwelle lediglich verhältnismäßig schwach
gekrümmte Erhebungskurven und damit verhältnismäßig kleine sogenannte Zeitquerschnitte der Ventileröffnung zuläßt.
Der Erfindung liegt zunächst die Aufgabe zugrunde, den vorgenannten Mangel zu beheben und zur Ventilsteuerung ein
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neues Verfahren zu schaffen, welches die vorgenannten Mangel
vermeidet und insbesondere zu einer Verringerung der während der Ventilbetätigung hin- und herzubewegenden Massen führt.
Die gestellte Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst,
daß zur Ventileröffnung Drucköl verwendet und dessen Einwirkung auf die Ventile zeitlich in Abhängigkeit von der Kurbel"
wellenstellung gesteuert wird.
Das als Druckmittel für die Ventileröffnung vorgeschlagene
Drucköl eignet sich vorzüglich zu jeder gewünschten Steuerung mit geeigneten Steuerungsmitteln. Insbesondere läßt sich das
Druckmittel ohne weiteres derart plötzlich in ausreichender Menge so steuern, daß das zu steuernde Ventil schneller als
bisher vollständig eröffnet und damit der Zeitquerschnitt der-Eröffnung entsprechend vergrößert werden kann. Zudem können
die hin- und herzubewegenden ölmassen leicht kleiner als
die bisher bei mechanischen Ventilsteuerungen hin- und herzubewegenden metallischen Massen gehalten werden.
Ein weiterer wesentlicher Mangel der bekannten mechanischen Ventilsteuerungsverfahren liegt darin, daß nach Auslegung
der Nockenflanken die Ventileröffnung über der Zeit in ° KW (Drehwinkel der Kurbelwelle) festliegt und beispielsweise
während des Motorbetriebes nicht mehr- geändert werden kann, wie es an sich zur Erzielung einer optimalen
Spülung und maximalen Füllung der Arbeitszylinder der Brennkraftmaschine
wünschenswert wäre. Eine bevorzugte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens, gemäß der die Zeitdauer
der hydraulischen Ventilbeaufsshlagung je Ventiieröffnung
in Abhängigkeit einer geeigneten Betriebsgröße, z.B, der Drehzahl und/oder der Aufladung, der Maschine geregelt
wird, kann auch den vorgenannten Mangel beheben,
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was ebenfalls auf die günstige Steuerbarkeit des Druckmittels zurückzuführen ist. Es ist damit beispielsweise ohne weiteres
möglich, mit zunehmender Drehzahl und/oder mit zunehmender Aufladung der Maschine die Zeitdauer der der Spülung dienenden
Ventilüberschneidung und überhaupt die Öffnungszeiten der Ventile in einer aufgrund von Versuchen ermittelten Weise so
zu vergrößern, daß in allen Drehzahlbereichen und bei allen Aufladungen der Maschine stets maximale Füllungen erzielt
werden.
Eine zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens
geeignete Steuervorrichtung ist erfindungsgemäß durch einen hydraulisch betätigbaren Ventil-Betätigungskolben, eine vom
Druckraum des zugeordneten Betätigungszylinders zu einer zugeordneten Anschlußstelle eines Steuerventils führende Anschlußleitung,
einen von der Maschxnenkurbelwelle her rotierend angetriebenen Drehschieber des Steuerventils, dessen
ihn diametral durchsetzende Steuerbohrung die genannte Anschlußstelle abwechselnd mit einer Druckölanschlußstelle und
mit einer Abflußstelle des Steuerventils verbindet, sowie durch einen in der Öruckölzuleitung zum Steuerventil angeordneten
Öldruckspeicher gekennzeichnet.
Ein solches Drehschieberventil ist für die erfindungsgemäße
Steuerung besonders vorteilhaft, weil es lediglich rotierend angetrieben wird und keine hin- und hergehend
angetriebenen metallischen Massen aufweist. Die Steuerquerschnitte lassen sich leicht so bemessen, daß die gewünschte
Steuerung und insbesondere ein schnelles Aufsteuern der Ventile erreicht wird.
Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der vorgenannten Vorrichtung, die zum Durchführen des vorgenannten Regelver-'
fahrens dient, weisen Steuerausnehmungen einer den Drehschieber
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aufnehmenden Steuerbuchse des Steuerventils für den Druckölzuund
den ölabfluß den Querschnitt der Steuerbohrung oder des Steuerkanals des Drehschiebers in axialer Richtung übersteigende
und schräg zu dessen Achsrichtung verlaufende Steuerkanten auf, wobei der Steuerschieber entsprechend längsverschiebbar
ist.
Gemäß einer weiteren, ebenfalls bevorzugten konstruktiven Ausgestaltung der Erfindung weisen der Drehschieber und die
Steuerbuchse des Steuerventils axial nebeneinander mehrere, insbesondere eine der Anzahl zu verschiedenen Zeitpunkten
gleichartig zu steuernder Ventile der Brennkraftmaschine entsprechende Zahl von Steuerkanalgruppen auf, die alle
an eine Anschlußleitung angeschlossen sind.
Andere Ausgestaltungen der Erfindung betreffen weitere, insbesondere eine bestimmte Dämpfung der hydraulischen Ventilsteuerung
betreffende konstruktive Einzelheiten der erfindungsgemäßen Steuervorrichtung.
In der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise veranschaulicht;
es zeigen:
Fig. 1 eine SchemadarStellung der hydraulischen Ventilsteuervorrichtung;
Fig. 2 ein Drehschieberventil der Steuervorrichtung gemäß
Fig. 1 in einem vergrößert dargestellten Querschnitt;
Fig. 3 eine Abwicklung der Steuerbuchse des Drehschieberventils gemäß Fig. 2 in einer Ansicht von innen her;
Fig. M- ein Steuererhebungsdiagramm eines Ventils, welches
die unterschiedlichen Steuerungsmöglichkeiten der Steuervorrichtung veranschaulicht;
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Fig. 5 einen gegenüber Fig. 1 abgewandelten, mit einer zusätzlichen Dämpfungskammer versehenen Betätigungszylinder
für die Ventilbetätigung in einem schematisch gehaltenen Längsschnitt.
Die in Fig. 1 dargestellte Steuervorrichtung dient zur jeweiligen Aufsteuerung eines üblichen und deshalb im einzelnen
nicht näher dargestellten Ventiles 1 in einem Arbeitszylinder einer ebenfalls nicht dargestellten üblichen Viertaktbrennkraftmaschine.
Der Schaft des Ventils 1 trägt kurz vor seinem äußeren Ende einen Federteller 2, an dem eine das
Ventil in seine Schließstellung vorspannende, anderseits am Zylindergehäuse bzw. Zylinderkopf der Brennkraftmaschine
abgestützte Schließfeder 3 abgestützt ist.
Die Öffnungsbetätigung des Zylinders 1 erfolgt mittels eines in einem Betätigungszylinder 4· axial zum Ventil 1 geführten
Betätigungskolbens 5, dessen Kolbenstange 6 mit ihrem äußeren Ende gegen das freie Ende des Ventilschaftes
des Ventils 1 bewegt werden kann* Der der Kolbenstange 6
abgelegene Zylinderraum ist nahe der inneren Endstellung des Betätigungskolbens 5 von einer Stirn- oder Seitenwandsteile
aus an eine Druckleitung 7 angeschlossen. Der kolbenstangenseitige
Zylinderraum ist in entsprechender Weise an der Seitenwand des Betätigungszylinders H nahe der äußeren
Endetellung des Betätigungskolbens 5 mit einer Entlüftungsöffnung 8 versehen, an die eine Leckölleitung 9 anschließt.
Die Leckölleitung 9 führt in einen Vorratsbehälter 10 · mit öl, der gegebenenfalls auch der ölsumpf der Brennkraftmaschine
sein kann. Aus dem Vorratsbehälter 10 saugt eine Hochdruckpumpe 11 öl in einer ausreichenden venge und mit
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einem entsprechend hohen Druck, damit der Betätigungskolben
in nachstehend noch näher beschriebener Weise in einer bestimmten gewünschten Zeit im Betätigungszylinder H nach außen bewegt
werden kann. Das von der Hochdruckpumpe 11 geförderte und gegebenenfalls in nicht besonders dargestellter Weise
gefilterte Drucköl wird über einen Druckausgleichsbehälter 12 einem einstellbaren Oberdruckventil 13 zugeführt, mittels
welchen der Arbeitsdruck des dem Betätigungszylinder H zugeführten
Drucköles eingestellt werden kann. Eine Überlauföffnung
dieses an sich bekannten und deshalb nicht näher dargestellten Überdruckventils ist ebenfalls an die Leckölleitung 9 angeschlossen. Vom Überdruckventil 13 aus wird
mit dem in seinem Druck eingestellten Druckdl ein Druckspeicher IH beliefert, der dazu dient, in der anschließenden,
über ein nachstehend noch näher beschriebenes Drehschieberventil 15 zum Betätigungszylinder H führenden Druckleitung
etwa vorhandene Schwingungen aufgrund der Elastizität des im Speicher befindlichen Öles zu dämpfen· Um die etwaigen
Schwingungen ausgesetzten ölmengen möglichst klein zu halten, sind der Druckspeicher IH und das Drehschieber ventil
15 so nahe wie konstruktiv möglich am zugeordneten Betätigungszylinder H angeordnet.
Das in den Fig. 2 und 3 näher dargestellte Drehschieberventil besteht im wesentlichen aus einer an der Brennkraftmaschine
feststehend angeordneten Steuerbüchse 16 und einem darin drehbaren und zugleich axial hin- und herbewegbaren
Drehschieber 17. Der Drehschieber 17 ist in nicht besonders dargestellter Weise von der Kurbelwelle
der Brennkraftmaschine hea? mit einer l/H der Kurbelwellendrehzahl
betragenden Drehzahl in Richtung des Pfeiles 18 der Fig.. 2 rotierend aiitreibbar und sssist swei ihn diametral
durchquerende Steuerbofeungen 19 tmi 20 auf 9 von
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bzw. unter denen die letztgenannte axial dicht hinter/der erstgenannten
verläuft und deshalb in Fig. 2 nicht sichtbar ist.
Die Steuerbüchse 16 weist an einer Stelle ihres Umfanges
eine Anschlußstelle 21 für die zum Betätigungszylinder 4
führende Druckleitung 7 und diametral etwa gegenüberliegend zwei weitere Anschlußstellen 22 und 23 auf, von denen die
erstgenannte Über die Fortsetzung der Druckleitung 7 an den Öldruckspeicher 14 und die zweitgenannte über eine in Fig.
dargestellte Abflußleitung 91 an die Leckölleitung 9 angeschlossen
ist. Die beiden Anschlußstellen 22 und 23 weisen im übrigen einen gegenseitigen Winkelabstand von etwa 42
auf. Das innere Ende der Anschlußstelle 21 führt zu einer kreisbogenförmigen teilzylindrischen inneren Steuerausnehmung
24, während die beiden Anschlußstellen 22 und 23 ebenfalls
zu je einer kreisbogenförmigen teilzylindrischen inneren Steuerausnehmung 25 bzw. 26 führen. Wie aus Fig. 3 hervorgeht,
bildet die Steuerausnehmung 24 in der Abwicklung eine Rechteckfläche, wogegen die beiden Steuerausnehmungen 25
und 26 in der Abwicklung jeweils eine trapezförmige Fläche bilden, von der eine Seitenkante gegenüber einer im übrigen
rechteckigen Form schräggestellt ist.
Gemäß Fig. 3 sind von den beiden Steuerausnehmungen 25 und 26 jeweils die von den Steuerbohrungen 19 und 20 beim
Rotieren des Drehschiebers 17 in Richtung des Pfeiles 18 der Fig. 2 zuerst übersteuerten Seitenkanten gegenüber der axialen
Richtung des Drehschiebers 17 schräggestellt, und zwar die
als Steuerkante 27 dienende Seitenkante der Steuerausnehmung
25 schräg nach unten links und die als Steuerkante 28 dienende Seitenkante der Steuerausnehmung 26 nach unten rechts.
Weiterhin ist in Fig. 3 der von den Steuerbohrungen 19 und,2C
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durchlaufene Winkelweg J und die dem Winkel 0° entsprechende Umfangsstelle in Fig. 2 eingezeichnet. Schließlich sind am
Innenumfang der Steuerbüchse 16 beiderseits der Steuerausnehmung 24 noch je eine ebenfalls rechteckige Druckausgleichstasche
29 und 30 vorgesehen, die in nicht besonders dargestellter Weise ständig mit von der Hochdruckpumpe 11 geliefertem
Drucköl beaufschlagt sind.
Aus der Formgebung und Anordnung der Steuerausnehmungen
24, 25 und 26 ergibt sich, daß die Steuerausnehmung 24 und
damit der Betätigungskolben S der Steuervorrichtung bei einem halben Umlauf der St euer bohrungen 19 und 20 im gemäß Fig. 3
oberen Endbereich der Steuerausnehmungen nur über einen
Drehwinkelbereich des Drehschiebers 17 von etwa 35° druckbeaufschlagt ist, wogegen derselbe Drehwinkelbereich bei
einem Umlauf der Steuerbohrungen 19 und 20 im gemäß Fig. 3 unteren Endbereich der Steuerausnehmungen 24, 25 und 26 etwa
55° beträgt; vgl. auch die in Fig. 2 gestrichelt angedeutete Stellung 19' der Steuerbohrung 19, bei der die Steuerausnehmung
24 und damit der Druckraum des Betätigungszylinders 4 an die Abflußleitung 9* angeschlossen sind und das Ventil
1 aufgrund der Kraft seiner Schließfeder 3 geschlossen werden kann.
Hieraue resultieren ganz unterschiedliche, in Fig. 4
gestrichelt Über der Zeit aufgetragene Ventilerhebungskurven 31 und 32, von denen die erstgenannte der kürzesten und die
zweitgenannte der längsten Beaufschlagung entspricht. Die in Fig* 4 ausgezogen dargestellte Ventilerhebungskurve 33
ergibt einen für einen normalen Vollastbetrieb geeigneten optimalen Zeitquerschnitt der Ventileröffnung.
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Bereits nach 180° Drehung des Drehschiebers 17 hat die
Steuerbohrung 19 bezüglich der Steuerausnehmungen 2k, 25 und
26 wieder dieselbe Stellung erreicht, so daß jedes Ventil bei einem Umlauf des Drehschiebers 17 zweimal geöffnet wird.
Dies bringt den Vorteil mit sich, daß die Bogenlängen der einzelnen Steuerausnehmungen klein gehalten und leicht auf dem
inneren Umfang der Steuerbüchse 16 untergebracht werden können.
Der in Fig. 5 dargestellte Betätigungszylinder 34 unterscheidet
sich vom Betätigungszylinder 4 des ersten Ausführungsbeispiels vor allem dadurch, daß die Kolbenstange 6' des dortigen
Betätigungskolbens 51 noch einen Dämpfungsraum 35
durchsetzt, bevor sie außen zum Ventil 1 führt. Dabei besitzt die Kolbenstange 6' im Dämpfungsraum 35 noch einen
Dämpfungskolben 36. Der Dämpfungsraum ist an seinen gemäß Fig. 5 oberen und unteren Ende über je einen Verbindungskanal
37 ständig mit Öl beaufschlagt. Dabei ergibt sich im Bereich der Endstellungen des Dämpfungskolbens 36 eine zusätzliche
Dämpfung dadurch, daß der Dämpfungskolben die Verbindungskanäle 37 nach seiner jeweiligen Endstellung hin zunehmend
absperrt und den dortigen ölabfluß entsprechend drosselt.
Aus Fig. 5 geht weiterhin hervor, daß dort die Kolbenstange 6* im Gegensatz zur Kolbenstange 6 des ersten Ausführungsbeispiels
mit dem Ventilschaft des Ventils 1 ständig über einen starren Bügel 38 verbunden ist. Hierdurch wird
vermieden, daß die Schließfeder 3 am Ende der sehr schnellen Öffnungsbewegung des Ventile 1 durch die entsprechend großen
Massenkräfte des Ventile nebst Federteller 2 jedesmal vollständig, d.h. in der Fachsprache "auf Block" zusammengedrückt
wird, was zu einer baldigen Zerstörung der Feder führen könnte. Dabei durchsetzt die Kolbenstange 6* den einen
Schenkel 38a des Bügels 38 bis in dessen Innenraum hinein
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und ist mit dem Bügel 38 starr verbunden. Das freie Ende des Ventilschaftes des. Ventils 1 durchsetzt den anderen Schenkel
38b des Bügels 38 axial zur Kolbenstange 6* ebenfalls nach innen bis an die Kolbenstange 61 heran, ist aber am Schenkel
38b mit einem kleinen axialen Spiel 39 geführt, so daß sichergestellt bleibt, daß die Kraftübertragung während des
Öffnungshubes des Ventils 1 stets unmittelbar von der Kolbenstange 6' auf den Schaft des Ventils 1 erfolgt.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Drehschieber 17 in seinen Längsbewegungen in Abhängigkeit von der Drehzahl und/
oder der Aufladung der mit der beschriebenen Ventilsteuerung versehenen Brennkraftmaschine so gesteuert wird, daß sich
bei kleiner Drehzahl bzw. kleinem Aufladedruck ein kleiner Öffnunge-Zeitquerschnitt und bei großer Drehzahl bzw. großem
Aufladedruck ein großer Öffnungs-Zeitquerschnitt der Ventile
ergibt. Auch lassen sich die mittleren Eröffnungszeitpunkte in gleicher Weise gesteuerter Einlaß™ und Auslaßventile
durch eine entsprechende Schräglegung der Steuerkanten 27
und 28 leicht so in Abhängigkeit von der Drehzahl und/oder der Aufladung einer Brennkraftmaschine ändern, daß sich
bei kleiner Drehzahl kleine und bei großer Drehzahl wesentlich größer werdende Ventilüberschneidangen ergeben. Auch
kann auf gleiche Weise der Überschneidungszeitraum in Abhängigkeit von der Drehzahl zeitlich (in ° KW) verschoben
werden, wenn dies zur Erzielung einer besseren Füllung vorteilhaft sein sollte. Die seitliche Verschiebung des
Öffnungsintervalls eines Ventils in Abhängigkeit von der Drehzahl ergibt sich beispielsweise dann, wenn die beiden
Steuerkanten 27 und 28 grundsätzlich in gleicher Richtung geneigt angeordnet werden* Zur drehzahlabhängiger» Änderung
des Zeitquerechnittes der öffnung weiten d&nr* die beiden
Steuerkanten 27 und 28 lediglich entsprechend unterschiedliche
Neigungen auf.
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Weiterhin könnte bei einer Ausbildung des Drehschiebers mit mehreren, einer Ventilsteuerung zugeordneten Steuerbohrungen eine derselben auch im Winkel zu den anderen etwas
versetzt angeordnet sein, um dadurch den Winkelbereich der Ventileröffnung trotz Beibehaltung eines bestimmten Bohrungsdurchmessers zu vergrößern. Statt Steuerbohrungen könnten auch
im Querschnitt anders als rund, insbesondere rechteckig ausgebildete Steuerkanäle vorgesehen sein. Im Falle der Ausrüstung
einer Mehrzylinder-Brennkraftmaschine mit der erfindungsgemäßen
Ventilsteuervorrichtung können der Drehschieber und die Steuerbuchse des Steuerventils axial nebeneinander
mehrere, insbesondere eine der Anzahl zu verschiedenen Zeitpunkten gleichartig zu steuernder Ventile der Brennkraftmaschine
entsprechende Zahl von Steuerkanalgruppen aufweisen, die alle an eine Anschlußleitung angeschlossen sind. Statt
mehrerer, axial nebeneinander angeordneter einzelner Steuerbohrungen könnte der Drehschieber auch eine schlitzförmige
Durchbrechung aufweisen. Schließlich könnten in den Verbindungskanälen 37 des BetätigungsZylinders 3H auch noch
einstellbare Drosselventile vorgesehen sein und das Druckölbelieferungssystem gemäß Fig. 1 könnte auch noch Abwandlungen
oder Ausgestaltungen erfahren, ohne daß dadurch der in den nachstehenden Ansprüchen niedergelegte Schutzbereich
der Erfindung verlassen wird.
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Claims (1)
- -V- Daim 8186A1.^Verfahren zur Ventilsteuerung einer Kolbenmaschine, insbesondere Brennkraftmaschine, deren Ventile durch je eine Schließfeder in ihre Schließstellung vorgespannt sind, dadurch gekennzeichnet, daß zur Ventileröffnung Drucköl verwendet und dessen Einwirkung auf die Ventile (1) zeitlich in Abhängigkeit von der Kurbenwellenstellung gesteuert wird.2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zeitdauer der hydraulischen Ventilbeaufschlagung je Ventileröffnung in Abhängigkeit einer geeigneten Betriebsgröße, z.B. der Drehzahl und/oder der Aufladung, der Maschine geregelt wird.3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer hydraulischen Steuerung von Ein- und Auslaßventilen einer Viertakt-Brennkraftmaschine die mittleren ErÖffnungsZeitpunkte dieser Ventile in Abhängigkeit von der Maschinendrehzahl und/oder der Aufladung im Sinne einer Vergrößerung der Überschneidung - und damit der Spülung bei größerer Drehzahl und/oder größerer Aufladung und umgekehrt geregelt werden.H. Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen hydraulisch betätigbaren Ventil-Betätigungskolben (6 bzw. 6·), eine vom Druckraum des züge- ' ordneten BetatigungsZylinders (1O zu einer zugeordneten Anschlußstelle (21) eines Steuerventils (Drehschieberventil 15) führende Anschlußleitung (7), einen von der109825/1065- .ft.- Daim 8186/4Maschinenkurbelwelle her rotierend angetriebenen Drehschieber (17) des Steuerventils, dessen ihn diametral durchsetzende Steuerbohrung (19) die genannte Anschlußstelle (21) abwechselnd mit einer Druckölanschlußstelle (22) und mit einer Abflußstelle (23) des Steuerventils (Drehschieberventil 15) verbindet, sowie durch einen in der Druckölzuleitung zum Steuerventil angeordneten Öldruckspeicher5, Vorrichtung nach Anspruch H zum Durchführen des Verfahrens nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß Steuerausnehmungen (25 und 26) einer den Drehschieber (17) aufnehmenden Steuerbüchse (16) des Steuerventils (Drehschieberventil 15) für den Druckölzu- und den ölabfluß den Querschnitt der Steuerbohrung (19) oder des Steuerkanals des Drehschiebers (17) in axialer Richtung übersteigende und schräg zu dessen Achsrichtung verlaufende Steuerkanten (27 und 28) aufweisen und der Steuerschieber (17) entsprechend längsverschiebbar ist.6, Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die axiale Steuerschieberstellung in Abhängigkeit einer Betriebsgröße der Maschine, beispielsweise der Drehzahl und/oder der Aufladung, selbsttätig steuerbar ist.7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehschieber (17) neben seiner Steuerbohrung (19) noch eine gegebenenfalls gegenüber dieser um einen kleinen Winkel geschwenkt angeordnete Zusatzsteuerbohrung aufweist.8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerbuch·β (16) beiderseits der der Anschlußstelle (21) zum Betätigungszylinder (H) zugeordneten Steuerausnehmung (24) noch je eine Druckausgleichetasche (29 bzw. 30) aufweist.109825/1005Daim 8186A9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche f bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehschieber (17) und die Steuerbüchse (16) axial nebeneinander mehrere, insbesondere eine der Anzahl zu verschiedenen Zeitpunkten gleichartig zu steuernder Ventile der Brennkraftmaschine entsprechende Zahl von Steuerkanalgruppen aufweisen, die alle an eine Druckölzuführungsleitung angeschlossen sind.10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche H bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuerventil (Drehschieberventil IS) so nahe wie konstruktiv möglich an dem bzw. den zugeordneten Betätigungszylindern (H bzw. 3H) angeordnet ist.11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche U bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß dem Öldruckspeicher (I1O in der Druckölzuleitung noch ein einstellbares Drucksteuerglied (Oberdruckventil 13) vorgeschaltet ist.12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß dem Drucksteuerglied (Überdruckventil 13) in der Druckölzuleitung noch ein Druckausgleichsbehälter (12) vorgeschaltet ist,13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche h bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Betätigungszylinder (U) eine Druckölanschlußstelle (Druckleitung 7) noch im inneren, dem Ventil (1) abgelegenen Endbereich des Kolbenweges aufweist,IU. Vorrichtung nach einem der Ansprüche H bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß eine im Betätigungssylinder (H) ventilseitig des Betätigungskolbens (5) vorgesehene Entlüftungsöffnung (8) noch im äußeren Endbereich des Kolbanweges angeordnet ist.109825/1065Daim 8186/«+15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche k bis Hf, dadurch gekennzeichnet, daß an der Kolbenstange (61) des Betätigungskolbens (51) noch ein in einem besonderen Dämpfungsraum (35) des Betätigungszylinders (3U) vorgesehener Dämpfungskolben (36) angeordnet ist; Fig. 5.16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche *i bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Kolbenstange (6f) des Betätigungskolbens (51) mit dem zugeordneten Ventil (1) verbunden ist; Fig. 5.17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Kolbenstange (6*) mit ihrem freien Ende den einen Schenkel (38a) eines starren Bügels (38) bis in dessen Innenraum hinein durchsetzt und der Bügel (38) an der Kolbenstange (61) festgelegt ist, und daß der axial zur Kolbenstange anschließende Schaft des Ventils (1) mit seinem freien Ende den anderen Schenkel (38b) des Bügels (38) ebenfalls in dessen Innenraum hinein bis an die Kolbenstange (61) heran durchsetzt und am anderen Schenkel (38b) mit einem geringen axialen Spiel (39) festgehalten ist.109825/1065Leerseife
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Applications Claiming Priority (1)
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| DE19691962323 DE1962323A1 (de) | 1969-12-12 | 1969-12-12 | Verfahren und Vorrichtung zur Ventilsteuerung einer Kolbenmaschine |
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| Publication Number | Publication Date |
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| DE1962323A1 true DE1962323A1 (de) | 1971-06-16 |
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1969
- 1969-12-12 DE DE19691962323 patent/DE1962323A1/de active Pending
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