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DE502246C - Belastungsspule fuer Fernmeldeleitungen - Google Patents

Belastungsspule fuer Fernmeldeleitungen

Info

Publication number
DE502246C
DE502246C DEA57942D DEA0057942D DE502246C DE 502246 C DE502246 C DE 502246C DE A57942 D DEA57942 D DE A57942D DE A0057942 D DEA0057942 D DE A0057942D DE 502246 C DE502246 C DE 502246C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
capacitance
winding
coil according
self
loading coil
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEA57942D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
AEG AG
Original Assignee
AEG AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by AEG AG filed Critical AEG AG
Priority to DEA57942D priority Critical patent/DE502246C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE502246C publication Critical patent/DE502246C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01BCABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
    • H01B11/00Communication cables or conductors
    • H01B11/02Cables with twisted pairs or quads
    • H01B11/12Arrangements for exhibiting specific transmission characteristics
    • H01B11/16Cables, e.g. submarine cables, with coils or other devices incorporated during cable manufacture

Landscapes

  • Coils Or Transformers For Communication (AREA)

Description

Die üblichen Pupinspulen für Fernmeldeleitungen enthalten meistens zwei Wicklungen, von denen je eine in die Hin- und Rückleitung eines Stromkreises geschaltet wird. Dabei werden an die Symmetrie der Spulen, d. h. an die genaue Gleichheit der elektrischen Eigenschaften der beiden Wicklungen, außerordentlich hohe Anforderungen gestellt.
Von anderen Apparaten, z. B. Fernsprech-Übertragern, her ist ein einfaches Mittel bekannt, eine solche Symmetrie in sehr hohem Maße zu erreichen. Man stellt dazu die beiden Wicklungen in der Weise her, daß man zwei Drähte bifilar miteinander aufwickelt. Dieses Mittel ist jedoch bisher für Pupinspulen nicht verwendet worden, und zwar deshalb nicht, weil die unmittelbar benachbarte Führung der beiden Drähte auf ihrer ganzen Länge eine sehr hohe Kapazität der beiden Wicklungen gegeneinander zur Folge hat. Man hat eine solche Kapazität bei Pupinspulen bisher als einen großen Übelstand angesehen, weil es ja bekanntlich der Sinn der Einschaltung von Pupinspulen ist, den schädlichen Einfluß der
«5 Kapazität auf die Fortleitung der Sprachströme zu kompensieren, und weil main infolgedessen durch eine hohe Eigenkapazität der Spulen die Größe, deren Einfluß man verringern will, noch erhöhen würde.
Gegenstand der Erfindung ist eine Pupinspule, deren beide Halbwicklungen trotz der oben dargestellten Bedenken aus zwei bifilar miteinander aufgewickelten Drähten gebildet sind. Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, daß eine mit derartigen Spulen ausgerüstete Leitung trotz der oben geschilderten Nachteile, die durch entsprechend größere Be- ■ messung der Spulen oder Verringerung des Spulenabstandes behoben werden können, einen erheblichen Vorteil besitzt, nämlich den, daß die Frequenzabhängikeit der Phasenlaufzeit verringert wird.
Es ist bekannt, daß die Einschwingvorgänge in Fernsprechleitungen zu einer »Phasenverzerrung« führen, die bei langen Leitungen eine erhebliche Verzerrung der Sprache zur Folge hat, und man ist deshalb bei langen Fernkabelleitungen gezwungen, entweder eine besonders schwache Pupinisierung anzuwenden oder die Phasenverzerrung durch besondere Kunstschaltungen (»Phasenausgleich«) zu beseitigen. Es ist weiter bekannt, daß man dies unter anderem dadurch erreichen kann, daß man zu den Pupinspulen in bestimmter Weise Kondensatoren zuschaltet. Wesentlich für die vorliegende Erfindung ist es nun, daß die Eigenkapazität einer bifilar gewickelten Pupinspule sich bei geeigneter Anordnung gerade so legen ' oder bemessen läßt, wie es für diesen Zweck erforderlich ist, so daß die Einfügung besonderer Kondensatoren überflüssig wird. Dies soll im folgenden näher erläutert werden.
Bei dem bekannten Phasenausgleich an den einzelnen Pupinspulen werden kreuzweise zwischen die beiden Wicklungen einer Pupinringspule (A1B1 und ^2S2 in Abb. 1) zwei Kondensatoren eingeschaltet und die Kapa-
zität C jedes einzelnen Kondensators so be-
messen, daß C: —- « 0,4 bis 0,8 wird, wobei
C0 die Kapazität eines vollständigen Spulenabschnittes ist. Bei dem Verfahren der Erfindung dagegen (vgl. Abb. 2) werden die beiden Wicklungen A1 B1 und A2 B2 in der Weise bifilar geführt, daß die Stromeintrittspunkte A1 und B2 von Hin- und Rückleitung aufeinanderliegen und ebenso die entsprechenden Stromaustrittspunkte B1 und A2. Das so entstehende System von Kapazitäten zwischen den beiden Wicklungen ist schematisch in der Abb. 3 dargestellt, in welcher, wie in Abb. 1, A1 B1 und A2 B2 als die beiden Längszweige eines Vierpols erscheinen. Je zwei in Abb. 2 unmittelbar aufeinanderliegende Punkte werden in Abb. 3 durch je zwei bezüglich des Symmetriezentrums 0 symmetrisch liegende Punkte dargestellt. Solche Punktepaare sind außer A1Bz und B1A2 auch E1F2, D1D2, F1E2. Betrachtet man die zwei Längenelemente (Is1 und ds2 in der unmittelbaren Umgebung von E1 bzw. F2, so liegt zwischen beiden das Kapazitätsdifferential dC. Das gleiche Kapazitätsdifferential liegt zwischen gleich großen Längenelementen in der Umgebung anderer symmetrischer Punktepaare. Daß das System der Kapazitätsdifferentiale von Abb. 3 in bezug auf den Phasenausgleich eine gleichartigie Wirkung ausübt wie die beiden endlichen Kondensatoren C der Abb. 1, läßt sich folgendermaßen zeigen. Eine Kreuzschaltung nach Abb. 1 mit der GesamtinduktivitätL, die aus zwei Spulenhälften je der Induktivität 1J1L und mit der wegen der festen Kopplung ebenso großen Gegeninduktivität Mz=1I^L je Spulenhälfte besteht, ist bekanntlich für alle Frequenzen mit einer H-Schaltung der Gesamtinduktivität L nach Abb. 4 äquivalent, bei welcher quer zur Leitung die Kapazität 2 C liegt und bei welcher, wie bei jeder gewöhnlichen Ringspule, jede der Viertelspulen mit den drei übrigen *5 Viertelspulen fest gekoppelt ist. Die Viertelspulen entstehen dabei infolge Zerlegung der Gesamtspule durch Aufteilung auf Hin- und Rückweg des Stromes und durch die erwähnte Querschaltung. Hat die gesamte Ringspule in Abb. 4 die Induktivität L, so muß bei vollständiger Kopplung jedes Viertel für sich die Induktivität 1^6 L besitzen. Zwischen jedem Spulenviertel und den übrigen drei Vierteln besteht die Gegeninduktivität M = 1J16 L. Bei der Summierung der L- und ili-Werte in Abb. 4 sind also die sechs punktierten Linien, die je M :=1/e L bedeuten, doppelt zu rechnen. Da es hiernach bei einer Ringspule für den technischen Effekt gleichgültig ist, ob man die Kondensatoren an die Enden oder die Mitten der beiden Halbspulen legt, so kann man sie auch an irgendeinen Punkt innerhalb der Spulenviertel legen, vorausgesetzt, daß die Strecken A1E1, A2E2, B1F1, B2F2 (Abb. 3) einander gleich sind, daß also die Punktepaare E1 F2, F1E2 symmetrisch zu O liegen.
Weiterhin ist es dann noch zulässig, statt eines Kondensatorenpaares von zwei Kondensatoren C, η Kondensatorenpaare von je zwei Kondensatoren — zu verwenden, indem man
die Spulenviertel A11D1; B11D1; A21D2; B21D2 in η—ι Abschnitte zerlegt und an den Trennungspunkten der einzelnen Abschnitte die zwei «-Kondensatoren einlaufen läßt.
Läßt man η über alle Grenzen wachsen, so läßt sich das System der zwei η besonders angebrachten Kondensatoren durch die gegenseitige Kapazität der beiden Paare von Spulenvierteln A11D1; B2, D2 sowie D11B1; D2, A2 allein ohne besondere Kondensatoren ersetzen, vorausgesetzt, daß die gesamte Kapazität K = Σ dC der beiden Bifilardrähte gegeneinander gleich 2 C wird.
Die Bifilarwicklung kann z. B. in der Weise ausgeführt werden, daß die verwendeten Drähte in ihrer ganzen Länge parallel zueinander liegen und gemeinsam umhüllt werden, so daß sie äußerlich die Form eines Bandes erhalten.
Richtet man die Bifilarwicklung so ein, daß K zu Co im Verhältnis von 0,4 bis 0,8 steht, was durch geeignete Wahl der Beschaffenheit , und Schichtdicke des Isoliermaterials geschehen kann, so kann die Anordnung zum vollständigen Phasenausgleich dienen. Aber auch wenn man die Eigenkapazität der Spule nicht auf diesen verhältnismäßig hohen Wert bringt, so wird doch die durch die bifilare Wicklung erzielte Kapazität der beiden Spulenhälften gegeneinander die Änderung der Laufzeit mit der Frequenz verringern und in bezug auf die störenden Einschwingvorgänge eine günstige Wirkung ausüben. Auch kann man unter Umständen die Eigenkapazität der Spulenhälften gegeneinander durch besondere kleinere zwischen ihnen angebrachte Kondensatoren auf den günstigsten Wert ergänzen.
Die Bifilarwicklung ist zwar das einfachste no Verfahren, um ohne besondere Kondensatoren in einer Pupinspule nur durch die Wicklungsverhältnisse die zum Phasenausgleich erforderlichen Kapazitätsbeziehungen zu schaffen. Aber der Grundgedanke der Erfindung umfaßt auch jede andere Art der Wicklung, welche dies ohne besonders zugesetzte Kondensatoren erreicht.
Auch braucht die Bifilarwicklung selbst nicht gerade nach dem einfachen Schema der iao Abb. 2 und 3 ausgeführt zu werden. Es wird manchmal von Vorteil sein, die Spulenhälften
A1 B1 und A2 B2 noch zu unterteilen, so daß die Punkte A1 und JS1 nicht mit den Punkten B2 und A2, sondern mit anderen Punkten der anderen Spulenhälfte in unmittelbare Nach-
S barschaft kommen. Man kann dann Spulen gleicher Selbstinduktion je nach der Kapazität des Leitungsabschnittes eine verschiedene wirksame Eigenkapazität erteilen und umgekehrt auch für Spulen abweichender
ίο Selbstinduktion die gleiche wirksame Eigenkapazität erhalten.
Das Verfahren kann sinngemäß auch auf den mehr oder weniger vollständigen Ausgleich bei Viererleitungen ausgedehnt werden.

Claims (6)

Patentansprüche:
1. Belastungsspule für Fernmeldeleitungen, dadurch gekennzeichnet, daß die in Hin- und Rückleitung liegenden Wicklungshälften als Bifilarwicklung ausgebildet sind.
2. Belastungsspule nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß durch geeignete Wahl der Beschaffenheit und
Schichtdicke des Isoliermaterials die Eigenkapazität der Wicklung auf einen solchen Wert gebracht ist, daß ein teilweiser oder vollständiger Phasenausgleich erreicht wird.
3. Belastungsspule nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Eigenkapazität der Wicklung das 0,4- bis 0,8 fache der Kapazität des Leitungsabschnittes zwischen zwei aufeinanderfolgenden Spulen beträgt.
4. Belastungsspule nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß durch Einschalten von Zusatzkondensatoren die Eigenkapazität der Spule auf den zur Erzielung eines günstigsten Phasenausgleichs erforderlichen Wert gebracht ist.
5. Belastungspule nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Bifilarwicklung aus auf ihrer ganzen Länge parallel zueinander liegenden, gemeinsam umhüllten und so äußerlich die Form eines Bandes bildenden Drähten besteht.
6. Belastungsspule nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Bifilarwicklung unterteilt ist.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen
BEBUX. C ,RUCKT IN DEK KKlUiS
DEA57942D 1929-05-28 1929-05-28 Belastungsspule fuer Fernmeldeleitungen Expired DE502246C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEA57942D DE502246C (de) 1929-05-28 1929-05-28 Belastungsspule fuer Fernmeldeleitungen

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DEA57942D DE502246C (de) 1929-05-28 1929-05-28 Belastungsspule fuer Fernmeldeleitungen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE502246C true DE502246C (de) 1930-07-10

Family

ID=6941360

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Application Number Title Priority Date Filing Date
DEA57942D Expired DE502246C (de) 1929-05-28 1929-05-28 Belastungsspule fuer Fernmeldeleitungen

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DE (1) DE502246C (de)

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