DE501199C - Abflanschvorrichtung - Google Patents
AbflanschvorrichtungInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F22—STEAM GENERATION
- F22B—METHODS OF STEAM GENERATION; STEAM BOILERS
- F22B37/00—Component parts or details of steam boilers
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Physics & Mathematics (AREA)
- Thermal Sciences (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Lift Valve (AREA)
Description
Dampfkessel, welche zum Zwecke der Reinigung oder Untersuchung befahren werden
sollen, müssen unbedingt sicher gegen dampfführende Leitungen abgesperrt werden,
um die mit diesen Arbeiten beschäftigten Menschen vor der Gefahr des Verbrühtwerdens
zu schützen. Dampfkessel, Dampfturbinen und überhaupt Dampfapparate und Dampfleitungen, die längere Zeit ohne Dampf
stehen, leiden auch schon durch geringe Schwaden, welche durch undichte Absperrvorrichtungen
in sie gelangen, viel mehr, als wenn sie im Betriebe sind. Man muß also auch sie sicher gegen dampfführende Teile
der Anlage abschließen. Außerdem ist es erforderlich, daß abgeflanschte Entnahmeleitungen
des Kessels, der befahren werden soll, mit der Außenluft Verbindung haben. Bisher
wurde das Abflanschen meist durch Einbau von Blindscheiben in die Dampfleitung bewerkstelligt.
Dieser Einbau ist aber sehr lästig, vor allem in denjenigen Fällen, in denen es sich um größere Rohrdurchmesser
handelt. Außerdem kommt noch der Umstand hinzu, daß die Isolierung der Leitungen beschädigt
wird. Ferner ist für diesem Zweck das Abflanschventil für- Kesselspeise-, Dampf- und
Abschlammleitungen (Patentschrift der Firma Allgemeine Rohrleitungs-Aktiengesellschaft in
Düsseldorf) bekannt, das gestattet, die in Betracht kommende Leitung abzuflanschen, ohne
sie trennen zu müssen. Es hat jedoch den Nachteil, daß der in der dampfführenden Leitung
herrschende Dampfdruck gegen die Stopfbuchse des Abflanschventils ansteht.
Eine andere bekannte Bauart hat eine Erweiterung in der Rohrleitung oder in dem verlängerten
Schieber-, Hahn- oder Ventilgehäuse, in die eine Blindscheibe eingesetzt wird, die mit Preßschrauben angedrückt wird.
Ordnet man bei dieser Bauweise die Blindscheibe zwischen dem Kessel und der Absperrvorrichtung
an, dann steht ebenfalls die Stopfbuchse der Absperrvorrichtung unter Dampf, was gerade vermieden werden soll,
und die Kessel, Dampfturbinen usw. sind nicht belüftet. Baut man jedoch die Erweiterung
hinter der Absperrvorrichtung ein, dann werden zwar die genannten Nachteile vermieden,
jedoch bleibt der Nachteil bestehen, daß man für die bekannten Abflanschvorrichtungen
teuere Sondermodelle benötigt.
Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist frei von den angeführten Mängeln. Er hat
den Vorteil, daß man es nicht nötig hat, ein bestehendes und mit Stopfbuchse versehenes
Ventil gegen ein neues auszuwechseln. Will man abflanschen, so braucht man lediglich
den Ventildeckel des vorhandenen Absperrventils nebst Spindel und Kegel auszubauen
und ein Einsatzstück mit Packungsring und einem Deckel einzubauen.
Die Erfindung besteht darin, daß mit Hilfe eines einfachen Einsatzstückes jedes Absperrventil
als Abflanschventil benutzt werden kann.
In der beiliegenden Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
dargestellt, und zwar zeigen:
Abb. ι einen senkrechten Schnitt durch die
Vorrichtung für den Fall Kessel im Betriebe, Vorrichtung für den Fall »Kessel im Betriebe«,
Abb. 2 einen senkrechten Schnitt durch die Vorrichtung für den Fall »Kessel außer Betrieb
durch Abflanschung«,
Abb. β einen senkrechten Schnitt durch den Ventildeckel,
Abb. 4 einen senkrechten Schnitt durch das
ίο Einsatzstück.
Der Gegenstand der Erfindung besteht aus einem Einsatzstück E mit Packungsring C1
einem herausschraubbaren Handgriffe, der nicht dargestellt ist, und zwei Deckeln, von
denen der eine D in der Mitte eine glatte Bohrung hat, während der andere B ein geschlossener
Deckel ist. Alle Teile passen zu einem normalen Ventilgehäuse A. Nach dem
Abflanschen liegt das Einsatzstück E mit einem Packungsringe C auf dem Ventilsitze
und mit seinem anderen Ende gegen den Deckel D an und wird auf diese Weise fest auf den Sitz gepreßt. Ist die Leitung dagegen
in Betrieb, so sind die Packung C1 das Einsatzstück E und der Deckel D entfernt
und statt dessen entweder der geschlossene Deckel B oder der eigentliche Ventildeckel
nebst Spindel und Kegel eingesetzt. Zur bequemen
Handhabung des Einsatzstückes E beim Ein- und Ausbauen ist in seinem oberen
Teile ein Gewindeloch g vorgesehen (Abb. 2 und 4), in welches ein Handgriff mit Gewindezapfen
eingeschraubt werden kann. Dieser Griff wird nach Abnahme des Deckels D zum Ausbau des Einsatzstückes E
eingeschraubt bzw. nach dem Einbau des Einsatzstückes E herausgeschraubt. Der Deckel D
selbst kann mit einem glatten Beiüftungsloche ausgerüstet sein, und dieses Loch b sowie
die Löcher in den Seitenwandungen des Einsatzstückes und das Gewindeloch g dienen
dazu, den abgeflanschten Kessel mit der Außenluft zu verbinden. Soll ein stopfbuchsloses
Abflanschventil zusätzlich hinter einem Absperrventile eingebaut werden, so wird bei
nicht abgeflanschter Leitung, also bei ausgebautem Einsatzstücke E1 das stopfbuchslose
Abflanschventil mit dem Deckel B ohne Loch abgeschlossen.
Ist der Kessel K im Betriebe, so strömt der Dampf durch die Rohrleitung R1 und durch
das mittels des bohrungslosen Deckels oder des Ventildeckels nach außen abgeschlossene
Ventil V in die Rohrleitung R2, wie dies in
Abb. ι durch die Pfeile angegeben ist. Falls aber der Kessel außer Betrieb gesetzt werden
muß, er also nach der Leitung R2 zu abgeflanscht
und mit der Außenluft in Verbindung gesetzt werden soll, wird in den Ventilkörper A das Einsatzstück E mit dem
Packungsringe C mittels des in die Gewindebohrung g eingeschraubten Handgriffes, der
nach dem Einsetzen wieder herausgeschraubt wird, eingesetzt und mit dem Deckel B1 welcher
mit der glatten Bohrung b versehen ist, fest auf den Ventilsitz gepreßt. Nunmehr
kann der etwa in der Rohrleitung R2 vorhandene Dampf nur bis an die Unterfläche des
Einsatzstückes E gelangen. Der Kessel K ist aber abgeflanscht und steht außerdem durch
die seitlichen öffnungen des Einsatzstückes E sowie durch die beiden Bohrungen b und g
mit der Außenluft in Verbindung.
Handelt es sich um große Anlagen, wird man ein besonderes Abflanschventil hinter
dem eigentlichen Absperrventile einbauen und ist alsdann bei abgeflanschtem Kessel in der
Lage, auch das Absperrventil zu überholen. Entweder sind in solchen Anlagen Ringleitungen
vorhanden, dann ist jeder Kessel mit nur einem Ventile angeschlossen, und man benötigt infolgedessen auch nur ein Abflanschventilj
oder maa hat Doppelleitungen, dann hat jeder Kessel zwei Absperrventile und benötigt
natürlich auch zwei Abflanschventile. Sowohl bei Ring- als auch bei Doppelleitungen
ist es jederzeit möglich, die Einsatzstücke in die Abflanschventile einzusetzen, da die in
den Hauptleitungen eingebauten Trennventile es gestatten, die Anschlußleitung zu jedem
Kessel abzusperren. Um den Druckverlust in den Dampfleitungen durch den Einbau des
zusätzlichen Abflanschventils möglichst gering zu halten, wird man in diesem Falle
Ventilgehäuse mit Stromlinienführung verwenden. In kleineren Anlagen, die nachts
regelmäßig stillstehen, sind Doppel- oder Umführ ungs leitungen vielfach nicht vorhanden;
bei ihnen lassen sich bei kalter Leitung die Einsatzstücke ohne weiteres einsetzen. Das
Abflanschventil kann sowohl stehend als auch liegend eingebaut werden.
Claims (1)
- Patentanspruch :Abflanschvorrichtung, insbesondere zur Trennung eines Kessels von der Hauptdampfleitung, gekennzeichnet durch ein zu einem der gebräuchlichen Ventilgehäuse passendes, etwa zylindrisches Abschlußstück (E), das durch einen mit einer Entlüftungsöffnung (&) versehenen Deckel (B) unter Zwischenlegen eines Packungsringes (C) auf den Ventilsitz aufgepreßt wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB136743D DE501199C (de) | 1928-04-03 | 1928-04-03 | Abflanschvorrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB136743D DE501199C (de) | 1928-04-03 | 1928-04-03 | Abflanschvorrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE501199C true DE501199C (de) | 1930-06-28 |
Family
ID=6999054
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB136743D Expired DE501199C (de) | 1928-04-03 | 1928-04-03 | Abflanschvorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE501199C (de) |
-
1928
- 1928-04-03 DE DEB136743D patent/DE501199C/de not_active Expired
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