DE1650487C3 - Absperrvorrichtung für Rohrleitungen - Google Patents
Absperrvorrichtung für RohrleitungenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Absperrvorrichtung für
Rohrleitungen, bestehend aus Gehäuse mit Eintrittsstutzen und davon abgewinkeltem Austrittsstutzen sowie
abgewinkeltem Durchflußkanal, wobei der Eintrittsstutzen innenseitig einen Ventilsitz aufweist, dem ein
Niederschraubventilkörper mit koaxial zum Eintrittsstutzen im Gehäuse mittels Einschraubaggregat geführter Betätigungsspindel zugeordnet k.t.
Bei einer bekannten Absperrvorrichtung dieser Art (DT-Gbm 17 35 929) ist zur Lösung ei jr Aufgabe, einen
Ventileinsatz als Austauscheinheit für ein vorhandenes Ventil vorzusehen, der einfach, stabil, dauerhaft und
wirtschaftlich herstellbar, verhältnismäßig frei von Ermüdungs- oder Abnutzungserscheinungen und anderen mechanischen Schwierigkeiten ist, verhältnismäßig
geräuschlos arbeitet und eine lange Lebensdauer hat, dadurch gelöst, daß der Ventileinsatz aus einem
Gehäuse besteht, das einen Käfig für eine frei bewegliche Ventilkugel bildet, sich dicht an den Sitz des
vorhandenen Ventils anschließt und einen Sitz für die Ventilkugel enthält, an den diese nur durch den Druck
des Fluidums gehalten, zur Freigabe des Durchflusses jedoch mittels von außen betätigbarer Steuermittel
abhebbar ist
In Rohrleitungsanlagen werden als Absperrvorrichtungen je nach der Art des Fluidums und den
Betriebsbedingungen entweder Hähne (Kükenhähne) oder Niederschraubventile verwendet. Hähne haben
gegenüber Niederschraubventilen hauptsächlich den Vorteil, daß sie durch einen Bruchteil einer Umdrehung
(z.B. 90°) des Handgriffs vollständig geöffnet bzw. geschlossen werden können, und daß die Stellung des
Handgriffs ohne weiteres erkennen läßt, ob der Hahn geschlossen oder ganz oder teilweise geöffnet ist
Niederschraubventile haben gegenüber Hähnen hauptsächlich die Vorteile einer leichteren Instandhaltung der
Dichtflächen, einer zuverlässigeren Dichtung und einer geringeren Verschleißgefahr des Sitzes. Deshalb ist je
nach den Betriebsbedingungen und der Art des Fluidums entweder ein Hahn oder ein Niederschraubventil zweckmäßiger. Ein großes Vervendungsgebiet
für AbsperrvQrrichtungen sind chemische Anlagen im
weitesten Sinne, Dabei mußte man sich bisher entweder ·
for Hähne oirter für Niederschraubventile entscheiden.
Bei Verwendung der Anlage unter anderen Betriebsbe
dingungen, z, B, für ein anderes Fluidum, mußte man sich
entweder mit den eingebauten Absperrvorrichtungen der einen Art begnügen, obwohl Absperryorrichtungen
der anderen Art unter den anderen Betriebsbedingungen wesentlich vorteilhafter wären, oder man mußte die
eingebauten Absperrvorrichtungen der einen Art ausbauen und dafür solche der anderen Art einbauen.
Dabei mußte bisher jedes Absperrorgan vollständig ersetzt, (Lhn, von den Leitungen gelöst und das
Absperrorgan der anderen Art an die Leitungen
angeschlossen werden, wobei erforderlichenfalls die
Anschlußleitungen noch gekürzt oder Fittinge hinzugefügt werden mußten. Absperrvorrichtungen, die fest in
ein längeres Rohrstück eingebaut sind, beispielsweise Ständerveniile und -hähne sowie Absperrvorrichtungen
von Standbatterien konnten überhaupt nicht gegen andersartige Absperrorgane ausgetauscht werden. Es
war in solchen Fällen notwendig, das ganze Ständerventil bzw. den ganzen Standhahn oder die ganze
Standbatterie gegen eine andere mit Absperrvorrich-
2s tungen der anderen Art auszuwechseln.
Der Erfindung liegt die neue Aufgabe zugrunde, den
Aufwand an Mühe, Zeit und Material herabzusetzen, der bisher nötig war, um Hähne bzw. Niederschraubventile,
die in eine Rohrleitucgsanlage oder in einen Apparat
eingebaut sind, durch Niederschraubventile bzw. Hähne
ersetzen.
Zur Lösung dieser Aufgabe geht die Erfindung von einer Absperrvorrichtung der eingangs genannten Art
aus. Erfindungsgemäß ist zum Zwecke des Austausches
des Niederschraubventils gegen ein Hahnküken der
Ventilsitz an einem in den Eintrittsstutzen eingeschraubten Ventilsitzring ausgebildet, der nach Entfernen des Einschraubaggregates aus seinem Ventilsitzgewinde ausschraubbar ist, und in das Ventilsitzgewinde ist
ein Hahnkükengehäuse mit einem unteren Gewindering einschraubbar, dessen Hahnküken mit Hilfe einer
Hahnkükenwelle zu betätigen ist, die in einem gegen das erstgenannte Einschraubaggregat austauschbaren Einschraubaggregat nach außen geführt ist
Der durch die Erfindung erzielte technische Fortschritt besteht hauptsächlich darin, daß es zur
Umstellung von einem in einer Rohrleitungsanlage oder in einen Apparat eingebauten Niederschraubventil auf
einen Hahn (oder umgekehrt) nicht mehr nötig ist, das
jo Ventil auszubauen und an seiner Stelle einen Hahn
einzubauen (bzw. umgekehrt) und erforderlichenfalls die Anschlußrohrenden zu verkürzen oder Fittinge zur
Verlängerung einzusetzen. Die erfindungsgemäße Absperrvorrichtung bleibt bei einer solchen Umstellung
unverändert an die Rohrleitung angeschlossen bzw. in den Apparat eingebaut und an diesem angeschlossen,
und es wird lediglich im Gehäuse der Absperrvorrichtung eine Niederschraubventilbaugruppe (Ventilsitz,
Ventilkörper, Betätigungsspindel und Einschraubaggre
gat) durch eine Hahnbaugruppe (Kükengehäuse, Küken,
Kükenwelle und Einschraubaggregat) ausgetauscht Dabei ist dieser Austausch leicht ausführbar, weil er von
der Bedienungsseite des Gehäuses her erfolgt und Absperrvorrichtungen fachgerecht immer so angeord
net werden, daß die Bedienungsseite mit dem Handgriff
bequem zugänglich ist. Die einfache, wenig aufwendige Umstellung ermöglicht es, von den Vorteilen eines
Hahnes gegenüber einem Niederschraubventil (und
umgekehrt) auch in den Fallen Gebrauch zu machen, in denen wegen des bisher großen Aufwandes for eine
solche Umstellung auf die Vorteile verdichtet werden
mußte. Dabei ist der Handgriff des Hahnkflkens in einer
in bezug auf das Küken wählbaren Stellung an dessen s Schaft fixierbar sein. Zu diesem Zweck kann die Spindel
des Kükens Längsrippen haben, die in Längsrillen einer Bohrung des Handgriffes hineingreifen.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt Es zeigt !0
Fig. 1 einen Längsschnitt durch ein Niederschraubventil,
F i g. 2 einen Längsschnitt durch einen Hahn.
Das Niederschraubventil nach Fig. 1 hat einen Sitz 1 mit einem Ansatz 2, der in einem Innengewinde 3 des
Gehäuses 4 sitzt Das Vetschlußstück 5 ist durch eine Spindel 6 drehfest, aber längs verschiebbar mit dem
Handgriff 7 verbunden. Die Spindel 6 und der Handgriff 7 sind in einem Teil 8 geführt, der in das Gehäuse 4
geschraubt ist
Der Hahn nach F i g. 2 hat ein Kükengehäuse 9 mit einem Ansatz 10, der in das Innengewinde 3 des
Gehäuses 4 geschraubt ist Das obere Ende der Spinde!
11 des Kükens 12 hat Längsrippen 13, die in LöJgsrillen
14 des Handgriffes 15 hineingreifen, der durch eine Schraube 16 an der Spindel befestigt ist Der obere Teil
des Hahnes enthält ein Zahngesperre mit einem mit der Spindel 11 verbundenen Glied 17 und einem an der im
Gehäuse festgeschraubten Führung 18 der Spindel angebrachten Gegenglied 19. In der dargestellten Lage
des Gliedes 17 und des Handgriffes 15 ist dieses Gesperre eingerückt Es kann durch einen axialen
Druck auf den Handgriff 15 gegen die Kraft einer Rückholfeder 20 zwecks Betätigung des Hahnes
ausgeröckt werden, In der ausgerückten Stellung ragt
der gebahnte Teil des Gliedes 17 in einen Hohlraum 21 hinein, iDas Glied 17 kann auch mit vertauschter Ober-
und Unterseite eingesetzt werden, Dabei ist das Gespen? e ausgerückt und kann nicht eingerückt werden,
so daß eier Hahn ohne axialen Druck auf den Handgriff
betätigt werden kann,
Das Miederschraubventil nach F i g, 1 und der Hahn nach F i g. 2 haben dasselbe Gehäuse 4, so daß der Sitz 1
und das zugehörige Verschlußstück 5 mit der Spindel 6, deren Führungsteil 8 und dem Handgriff 7 gegen das
Kükengehäuse 9 mit dem Küken 12, dessen Spindel 11, Handgriff 15 und Führung 18 auswechselbar sind.
Dadurch kann das Niederschraubventil durch den Hahn oder umgekehrt der Hahn durch das Niederschraubventil
ersetzt werden, ohne daß es nötig ist, die angeschlossenen Leitungen zu lösen und wieder
anzuschließen. Bei Ständerventilen oder -hähnen und bei Standbatterien, deren Rohre fest mit dem Gehäuse
des Absperrorgans oder der Absperrorgange verbunden sind, ist es überhaupt nur auf diese Weise möglich,
einen Hahn durch ein Ventil c«K" umgekehrt zu
ersetzen und dabei den Ständer bzw. die Standbatterie im übrigen beizubehalten.
Die Längsrippen 13 der Spindel 11 und die Längsrillen 14 des Handgriffes 15 ermöglichen es,
diesen in einer wählbaren Stellung in bezug auf das Küken drehfest zu fixieren, so daß der Handgriff
unabhängig davon, in welcher Stellung das Kükengehäuse 9 im Gehäuse 4 befestigt ist, bei der Montage
derart eingestellt werden kann, daß seine Stellung einen bestimmten Zusammenhang mit der Stellung des
Hahnes hat
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch;Absperrvorrichtung for Rohrleitungen, bestehend 8MS Gehäuse mit Ejntrittsstwöien und davon abgewinkeltem Austrittsstwtzen sowie abgewinkelt tem DwrchflußkanaJ, wobei der Eintrittsstutzen innenseitig einen Ventilsitz aufweist, dem ein Niederschraubventilkörper mit koaxial zum Eintrittsstutzen im Gehäuse mittels Eif ischraubaggregat geführter Betätigungsspindel zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß zum Zwecke des Austauscher« des Niederschniubventils gegen ein Hahnküken der Ventilsitz (1) an einem in den Eintrittsstutzen eingeschraubten Ventilsitzring (2) ausgebildet ist, der nach Entfernen; des Einschraubaggregates (8) aus seinem Ventilsitzgewinde ausschraubbar ist, und daß in das Venülsitzgewinde ein Hahnkükengehäuse (9) mit einem unteren Gewindering einschraubbar ist, dessen Hahnküken (12) mit Hilfe einer Hahnkükenwelle (11) zu betätigen ist, die in einem gegen das erstgenannte Einschraubaggi egat (8) austauschbaren Einschraubaggregat (18) nach außen geführt ist.
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