DE5053C - Neuerungen an der SACK'schen Universalsäemaschine - Google Patents
Neuerungen an der SACK'schen UniversalsäemaschineInfo
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Classifications
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
An der Sack'schen Universal-Säemaschine mit Schöpfrädern sind vom Erfinder folgende
Neuerungen angebracht worden:
1. Zwillings- oder Doppelsäeräder;
2. Absperr- oder Klappenvorrichtung mit Stiften an Diebelrädern zur Erzielung horstweiser
Saat;
3. Zuflufsregulirung aus dem Saatkasten nach dem Schöpfraum; .
4. Ausschütteraum mit Absperrklappe, Theilsattel und Zubehör;
5. einfache und Zwillings- oder Doppelausflufsöffnung;
6. die Universalgelenke mit Befestigungstheilen an .den teleskopischen Samenleitungsröhren
am oberen und unteren Ende;
. 7. die aus entsprechend starkem Eisenblech in Verbindung mit Holz hergestellten Drillschuhe
mit abnehmbaren Hartgufsspitzen;
8. Hebelhalter von Schmiedeisen;
•9. Achsenverbindung und auszuwechselnder Achsschenkel;
10. der Bock des Vorderwagens mit Schlofsnagel
und Markirer;
11. der ausrückbare Wechselhebel am Breitsäeapparat;
12. der Ausschütteraum mit Vertheilsattel
und Absperrklappe am Breitsäeapparat;
13. die Schraubenstellung für < Bergland in Verbindung mit der Gabeldeichsel behufs Verwendung
als Breitsä'emaschine;
14. die Ausrückvorrichtung der Getrieberäder an der Breitsäemaschine;
15. die doppelt durchgerichteten Hackhebel
neben den Fährrädern;
16. der Regulirhebel mit Seitenführung am Hackapparat;
17. die verticale Sicherheitsführung der Hackhebel
im Zusammenhange mit der Verbindungsschiene;
18. stellbare Schutzrollen.
Auf Blatt I bis' IV sind die verschiedenen Theile dargestellt und sollen dieselben in folgendem
näher beschrieben werden.
Zu i. Blatt II, Fig. 9.
Die Zwillings- oder Doppelsäeräder (aus einem Stück gegossen), mit Samenzellen für
verschiedene Fruchtarten gezeichnet, haben den einfachen Säerä'dern gegenüber den Vorzug,
dafs die Anzahl der Schöpfräume am Säekasten bei Anwendung der Doppelsäeräder geringer
sein kann, und bieten gleichzeitig den Vortheil, da sie doppelte Samenströme erzeugen, die
Reihenzahl der Maschine auf einfache Weise vermehren zu können, so dafs z. B. eine 2 m
breite, mit dreizehn Schöpfrädern eingerichtete Drillmaschine bis fünfundzwanzig Reihen säen
kann;
Zu 2. Blatt II, Fig. 11.
Die Diebelräder sind an sich nicht mehr neu, wohl aber die eigenthümliche Sperr- oder Klappeneinrichtung mit den auf dem Diebelrade sitzenden Hebestiften. Mittelst der Klappe a und der Feder b werden die Schöpfzellen der Diebelräder so lange geschlossen bleiben, bis sämmtliche Körner zum Herausfallen bereit
Die Diebelräder sind an sich nicht mehr neu, wohl aber die eigenthümliche Sperr- oder Klappeneinrichtung mit den auf dem Diebelrade sitzenden Hebestiften. Mittelst der Klappe a und der Feder b werden die Schöpfzellen der Diebelräder so lange geschlossen bleiben, bis sämmtliche Körner zum Herausfallen bereit
liegen, indem beim Umdrehen des Diebelrades die Stifte c an den Vorsprung d der Klappe a
stofsen, dieselbe heben und die Samenzelle öffnen, so dafs der Samen in den Abflufstrichter
bezw. möglichst zusammengehalten in die von der Drillschar gezogene Furche fällt.
Der Lagertheil e ist an der Zwischenwand / des Kastens befestigt und, wie aus der Zeichnung
ersichtlich, leicht anzubringen. Die Feder b bringt die Klappe α stets augenblicklich- wieder
in die schliefsende Stellung.
Beim NichtVorhandensein der Klappe mit den Stiften würden durch das allmälige Herausfallen
der Samenkörner aus den Schöpfzellen die Pflanzstellen lang gezogen, wohingegen nur
möglichst kurze Pflanzstellen erforderlich sind. Die ganze Einrichtung ist daher der früheren
Anordnung und den Apparaten an anderen Drillmaschinen zu gleichem Zwecke gegenüber
bedeutend einfacher, sie kann nachträglich an jeder Sack'schen Maschine leicht angebracht
werden, was bei dem früheren Diebelapparate viel kostspieliger und umständlicher war.
Zu 3. Blatt I und III, Fig. 1 und 23.
Die Samenzuflufsregulirung bezweckt, je nach der Gröfse der Samenkörner oder der. Saatmenge
den Zuflufs des Samens aus dem Saatkasten in den Schöpfraum nach Bedarf zu regeln. ,
Bei der früheren Construction sowie an allen anderen Drills ist diese Vorrichtung complicirter
und im Schöpfraum selbst angebracht, während die neue Zuflufsregulirung aus einer einfachen
Flacheisenschiene besteht, welche ebenso wie das Rührzeug β im Samenkasten A, Fig. 1,
liegt, und durch mit Schrauben g versehene Lappen in Schlitzöffnungen der Wand/Führung
hat, um die Schiene h höher oder tiefer und somit die Ausflufsöffnungen i enger oder weiter
stellen zu können.
Zu 4. Blatt II, Fig. 2 und 5.
Der Ausschütteraum K hat in seinem Innern eine Absperrklappe m, die in einem Scharnier drehbar und mit einer Vorrichtung I versehen ist, welche die Absperrklappe in der geschlossenen Stellung festhält; sie dient dazu,- jeden Ausflufs nach Bedarf absperren zu können. Die Klappe m trägt eine Nase w, welche bezweckt, dafs der in den Schöpfraum zurückfliefsende Samen getheilt oder seitlich geführt wird, damit derselbe nicht vom Schöpfrade erfafst und zerquetscht werden kann. Ferner hat die Klappe m an ihrem oberen Ende, Fig. 6, einen Einschnitt, in welchen der Theilsattel o, Fig. 2 und 5, gesteckt wird, damit, wenn die Maschine am Bergabhange entlang geführt wird, die beiden Samenströme der Zwillingssäeräder nicht nach einer Seite des Doppelausflusses fallen können.
Der Ausschütteraum K hat in seinem Innern eine Absperrklappe m, die in einem Scharnier drehbar und mit einer Vorrichtung I versehen ist, welche die Absperrklappe in der geschlossenen Stellung festhält; sie dient dazu,- jeden Ausflufs nach Bedarf absperren zu können. Die Klappe m trägt eine Nase w, welche bezweckt, dafs der in den Schöpfraum zurückfliefsende Samen getheilt oder seitlich geführt wird, damit derselbe nicht vom Schöpfrade erfafst und zerquetscht werden kann. Ferner hat die Klappe m an ihrem oberen Ende, Fig. 6, einen Einschnitt, in welchen der Theilsattel o, Fig. 2 und 5, gesteckt wird, damit, wenn die Maschine am Bergabhange entlang geführt wird, die beiden Samenströme der Zwillingssäeräder nicht nach einer Seite des Doppelausflusses fallen können.
Zu 5. , Blatt II, Fig. 3, 4, 6 und 10.
An beiden Seiten des Ausschütteraumes K sind unterhalb desselben die Falze p, Fig. 2
und 6, angebracht, in welche, je nachdem einfache oder doppelte Säeräder angewendet werden,
einfache oder doppelte Ausschüttetrichter q und ql einzuschieben sind; diese haben hervorstehende
Lappen, welche genau in den Falzj> passen.
Durch die beiden Vorreiber r werden die Ausschüttetrichter gehalten, an welchen die Aufhängevorrichtungen
für die-Samenleitungsröhren angebracht sind; diese bestehen, wie Fig. 6
zeigt j aus den Federn s mit den Aufhängestiften
t, welche letztere in Löcher oberhalb der Samenleitungsröhren greifen, durch die
Feder s stets gegen die Ausfluistrichter gedrückt werden und das Herausfallen der Samenleitungsröhren
verhindern.
Zu 6. Blatt II, Fig. 6 und 10.
Die Samenleitungsröhren haben vielseitige Bedingungen zu erfüllen, indem sie nach allen
Richtungen hin beweglich sein und sich zusammenschieben bezw. verlängern müssen.'
Obwohl in ihrer Form und Anordnung schon länger im Gebrauch, ist die Art der Verbindung
mit den Ausflufstrichtern und den Drillschuhen eigenthümlich und neu. Während früher die
Verbindung mit Ketten und Drahtgelenken hergestellt wurde, ist die neue Verbindung einem
Universalgelenk ähnlich. Die Aufhängestifte t greifen in Löcher des Stückes u am oberen
Theil der Samenleitungsröhren ein, und zwar so, dafs eine Drehung des ganzen Samenleitungsrohres
um die Punkte t stattfinden kann.
Das Stück u ist nun seinerseits wieder mit dem oberen Rohr ν so verbunden, dafs eine
Drehung des ganzen Samenleitungsrohres um die Punkte n>
und t rechtwinklig, gleich einem Universalgelenk, stattfinden kann.
Die untere Verbindung am Drillschuh ist ebenso eingerichtet, dafs eine Doppeldrehung
erreicht wird, indem zunächst am untersten Rohrtheil das Scharnier χ drehbar im Punkty
befestigt ist, während der Stift \ den Drillschuh mit dem unteren Rohrtheil verbindet und gleichzeitig
eine Drehung des Scharnierstückes χ rechtwinklig zu y gestattet, ebenso wie oben
in w und t, so dafs hierdurch eine möglichst
grofse Beweglichkeit der Samenleitungsröhren nach allen Richtungen erzielt, . und infolge
dessen die Entfernung d zweier Drillschuhe, Fig. 10, so grofs wird, dafs, die Hauptschwierigkeit,
enge Reihen zu drillen, vollständig beseitigt ist.
Zu 7. Blatt II, Fig. 6 und 10.
Die Drillschuhe Z sind von entsprechend starkem Eisenblech hergestellt, und . um sie
Die Drillschuhe Z sind von entsprechend starkem Eisenblech hergestellt, und . um sie
möglichst dauerhaft und doch leicht zu machen, sind sie mit Holz ausgefüttert (s. Schnitt g-h).
In Fig. 6 und io ist die Form und die übrige Anordnung ersichtlich'; die frühere Einrichtung
der Drillschaaren an den Sack'sehen
und auch die an anderen Drills sind vorherrschend aus Gufseisen, daher schwer, haben
unebene und breite Flächen, an die sich Erde anhängt, wodurch vermehrte Reibung, Kraftaufwand und Stopfungen veranlafst werden.
Dagegen ist bei der neuen Construction die Form eine möglichst schlanke und schmale,
auch ist die Oberfläche des Schuhes glatt gehalten, so dafs nicht nur die Reibung möglichst
gering, sondern auch das Anhängen von Erde und die Verstopfungen zwischen den einzelnen
Drillschuhen vermieden werden.
Die Entfernung α zweier Drillschuhe, Fig. 16,
ist selbst bei engster Reihenstellung vermöge der Beweglichkeit der Samenleitungsröhren in
Verbindung mit der schlanken und schmalen Form der Schuhe immer noch grofs genug, um
bei einem nicht allzu mangelhaft arbeitenden Acker Erdklumpen und Wurzelreste zwischen
sich hindurchzulassen.
Aufserdem trägt der Drillschuh Z die Hartgufsspitze \\ Fig. io und 15, welche mittelst
Nieten x' an dem Schuh befestigt wird und bei stattgefundener Abnutzung leicht zu ersetzen ist.
Zu 8. Blatt II, Fig. 7 und 8. Die Hebelhalter wurden früher aus Gufseisen
gefertigt, welche verhältnifsmäfsig schwer und zerbrechlich waren, dagegen ist der Hebelhalter
B mit eingeschweißten Bolzen^' ganz aus Schmiedeisen dauerhaft und leicht hergestellt, in
seiner Form vollständig zweckentsprechend, um ihn mittelst Schrauben und des durchgerichteten
Steges α an der Winkeleisenschiene R so zu befestigen, dafs er nicht locker werden kann.
Zu 9. Blatt IV, Fig. 25. . Die Achse der Maschine, auf welcher die Fahrräder
stecken, ist meist ein kräftiger, über die ganze Breite der Maschine gehender Eisenstab,
der an beiden Enden die Achsschenkel trägt. Diese Anordnung ist zwar einfach, macht aber
bei event. Achsbruch eine umständliche Reparatur erforderlich, was bei der neuen Construction
vermieden wird, indem die Achsschenkel c einzeln an jeder Seite des Maschinengestelles befestigt
werden. Die Achsverbindung besteht an den 2 bis 3 m breiten Maschinen aus T- und Flacheisen,
in kurzen Intervallen mittelst Stehbolzen c'" vernietet, infolge dessen dieselben nicht nur sehr
dauerhaft und doch leicht geworden, sondern auch das Auswechseln eines schadhaften Achsschenkels
bequem ist (s. Schnitt a-b).
Zu ιo. Blatt II, Fig. 12 und 13.
Der Steuerwagen ist durch den einfachen Bock, welcher auf der Achsverbindung befestigt
ist; sowie durch den Schlofsnagel D, Fig. 14, gegen die frühere Construction wesentlich vereinfacht
und auch sehr dauerhaft geworden.
Der Schlofsnagel bildet ein in. die Zuglinie eingeschaltetes Universalgelenk, vermöge dessen
der Steuerwagen allen in der Praxis vorkommenden Bewegungen ohne Zwang sich fügt. Aufserdem
wurde der Steuerwagen für breite Maschinen mit dem sogenannten Markirer versehen, welcher
aus T-Eisenschienen E besteht, die an den Streben F und G, wie Fig. 12 bis 13 zeigen,
befestigt sind und an ihrem freien Ende Lederstreifen H tragen. Die Entfernung derselben von
einander ist gleich der Fahrräder-Spurweite; sie werden mittelst der nach hinten stehenden Handhabe
J des Steuerwagens genau auf der Grenze des Ackers oder auf der Radspur des vorigen
Zuges entlang geführt, indem der Steuermann, hinter der Maschine gehend, die Spurlinie vor
sich hat und im Stande ist, mit einer Hand die Maschine sicher und geradlinig zu führen
und mit der anderen Hand die Zugthiere zu lenken.
Der Zweck des Markirens und speciell der beweglichen Lederstreifen ist der, dafs beim
Umlenken der Maschine ein bequemes Untersichgehen der Räder des Steuerwagens stattfinden
kann und die Streifen H beim Berühren des hinteren Theiles der Maschine entsprechend
nachzugeben im Stande sind. Ferner bringt diese Einrichtung den Vortheil, dafs die Zugbäume
oder Gründel an den gröfseren Drillmaschinen von 2 '/2 bis 3 '/2 m Spurweite viel
kürzer sein können, als sie ohne die Markireinrichtung sein müfsten, damit beim Umwenden
auf dem Felde nicht so viel Raum gebraucht wird und die Entfernung von den Zugthieren
bis zum Steuermann auch nicht gröfser ist, als die gewöhnliche Länge der Zügel gestattet.
Die Oesen u', Fig. 12 und 13, haben den
Zweck, eine Transportdeichsel aufzunehmen, welche zur Anwendung kommt, wenn die Maschine
auf bergigen Wegen transportirt wird.
Zu 11. Blatt I und III, Fig. 17 bis 23.
Die Sack'schen Universal - Säemaschinen können mit- einem Breitsäeapparat versehen werden,
um gleichzeitig mit der Drillsaat, z. B. Klee mit■ Grassamen gemischt, breitwürfig säen zu
können. Fig. 1 zeigt die Zusammenstellung der Drillmaschine mit dem Breitsäeapparat K,
welcher leicht abgenommen werden kann. An demselben ist eine neue Ausrückvorrichtung
angebracht, welche ein gleichzeitiges Aufserbetriebsetzen desselben bewirkt, sobald die
Drillmaschine aufser Thätigkeit gebracht wird. Der Hebel /, welcher die Getriebe v' v" v'"
trägt, wird nämlich in die punktirt gezeichnete Stellung gebracht, sobald vermittelst der Hebel
L und L' die Drillschaaren ausgehoben und dadurch der Eingriff des Triebes v' mit dem
auf dem Fahrrade sitzenden Rade w' aufgehoben
wird.
Durch das Zwischenstück t' ist die Verbindung zwischen dem Wechselhebel oder Getriebeträger
J und dem Hebel L so hergestellt,, dafs das Aus- und Einrücken des Breitsäeapparates
gleichzeitig mit dem Drillsäeapparat unfehlbar erfolgen mufs.
Das Stück t' ist, um verschiedene Saatmengen zu erzielen, für kleinere Getrieberäder mit
Schraubenlöchern u" versehen, um den Träger J für den Eingriff stellbar zu machen.
Zu 12. Blatt III, Fig. 17 bis 23.
Dieser Breitsäeapparat kann auch für sich allein bestehend verwendet und mit wenig Mühe
in eine selbstständig functionirende Breitsäemaschine verwandelt werden, mit welcher vermöge
der verschiedenen Schöpfräder alle Fruchtarten gesäet werden können. Zu diesem Zweck
ist der Säekasten nicht nur, wie bereits oben erwähnt, von .der Drillmaschine leicht abnehmbar,
sondern er ist aufserdem noch mit folgenden Einrichtungen versehen:
Auf Blatt III ist der Breitsäeapparat in seiner Zusammenstellung als für sich bestehende Maschine
dargestellt und sind in den Fig. 17 bis 22 die verschiedenen einzelnen Theile desselben
erkenntlich.
Der Ausschütteraum, Fig. 21, mit dem Vertheilungssattel
r', auf welchen der aus den Zellen der Schöpfräder s' entströmende Samen fällt,
bewirkt vermöge seiner rundlichen Form ein gleichmäfsiges Breitstreuen des Samens. In
dem Ausschütteraum ist die Absperrklappe q" mit ganz ähnlichen Einrichtungen ausgerüstet,
wie bei Punkt 4 schon gesagt ist, welche dazu dienen, auf spitz verlaufenden Ackerflächen
einen Samenausflufs nach dem anderen verschliefsen zu können.
Zu 13. Blatt III, Fig. 17, 18 und 19.
Um auf Bergland und bei Zugthieren von verschiedener Gröfse den Samenausflufs immer
gleichmäfsig zu erreichen, mufs der Samenkasten stellbar sein, und deshalb geht die
Schraubenspindel p', Fig. 17 und 18, in einer
Mutter 0', welche letztere am Säekasten fest ist. Aufserdem ist zwischen den Schienen«',
durch welche die Spindel p' festgehalten wird, und der Gabeldeichsel M eine derartige Verbindung
hergestellt, dafs durch Drehung der Spindel p' eine Verstellung des Säekastens K
(s. punktirte Stellung Fig. 17) erreicht wird.
Es unterscheidet sich diese Schraubenstellung durch die Verbindung der Gabeldeichsel mit
der Spindel wesentlich von der an der Drillmaschine angebrachten, da letztere mit der
festen Maschinenachse in Verbindung gebracht ist, wogegen die Gabeldeichsel M beweglich
ist. Letztere wird einfach in die Oesen m' eingehakt und kann mittelst der Mutter t' leicht
in Verbindung mit den Spindelschienen n' gebracht werden.
' Die Schrauben V mit Stegen K' dienen zur Aufnahme von Achsschenkeln, auf welche entweder
die Räder des Vorderwagens, oder aber, weil es öfters vorkommen kann, dafs jede, der
beiden Maschinen für sich gebraucht werden soll, besondere Räder gesteckt werden.
Zu 14. Blatt III, Fig. 17 und 20.
Die Ausrückvorrichtung besteht aus dem Hebel N, Fig. 20. welcher die Getriebe h' h" h'"
trägt. Derselbe ist um den Punkt h'" drehbar, so dafs durch eine Drehung desselben die
Räder h h' aufser Eingriff gebracht werden. Es sind die verschiedenen Stellungen in Fig. 20
dargestellt,· und zwar ist in der punktin gezeichneten Lage der Eingriff der Räder hh'
aufgehoben.
Um den ■ Hebel N genügend festzustellen, trägt er an seinem oberen Ende das Stück 0,
welches mit Einschnitten versehen ist, in die je nach der Stellung der in der Giebelwand des
Kastens befestigte Stift g eingreift, und wird hierdurch ein freiwilliges Auslösen des Hebels
vermieden.
Ferner kann die ganze Stellung des Hebels N verändert werden, sobald ein gröfseres oder
kleineres Getrieberad auf das Fahrrad gesteckt wird. . In diesem Falle wird nämlich das
Stück O entweder im Punkt χ odery mit dem
Hebel iV' verbunden, so dafs hierdurch eine verschieden grofse Achsentfernung der Räder hh'
erzielt wird.
Der Breitsäeapparat ist von vornherein so eingerichtet, dafs die oben besprochenen Vorrichtungen zum Theil an demselben angebracht
sind, wenn der Apparat noch mit der Drillmaschine in Verbindung steht, oder aber ohne
besondere Mühe und Zeitverlust an demselben angebracht werden können.
Zu 15. Blatt IV, Fig. 27.
Um die Universal-Säemaschine auch als Hackmaschine zu verwenden, sind nur die Säeapparate
K und Ά, Fig. 1, Blatt I, und die
Drillschaaren mit der Tragschiene R abzunehmen, so dafs nur das Gestell der Maschine
übrig bleibt, an welches der Hackapparat anzubringen ist. An diesem sind nun folgende
Neuerungen angebracht worden:
Die an beiden Seiten neben den Fahrrädern angebrachten längeren Hackhebel P' sind zweimal
durchgerichtet, um mit den äufseren Schaaren hinter den Rädern hacken und nach Umständen je zwei Schaaren an die Hebel
schrauben, bezw. um das beim Säen und beim Hacken festgefahrene Geleis mit einem besonders
zu diesem Zwecke anzuschraubenden Schaar lockern zu können.
Zu 16. Blatt IV, Fig. 24, 25 und 27.
Um die kleinen Abweichungen der Fahrrichtung der Maschine beim Hacken für die
zu behackende Frucht möglichst unschädlich zu machen, mufs der Arbeiter, welcher den
Hackapparat leitet, den letzteren nach der Pfianzreihenrichtung immerfort corrigiren können,
und deshalb ist der Hackapparat, welcher aus Hebeln P und P'' mit den daran befestigten
Messern oder Schaaren S nebst Schutzrollen Q. besteht, seitlich verschiebbar; dies wird erreicht,
indem die Tragschiene R mit den Hackhebeln P und P' in den gufseisernen Führungen T,
Fig. 24, 25 und 27, Blatt IV, seitlich verschiebbar ist. Diese Bewegung wird bewirkt
durch den Hebel U, welcher in f seinen festen Drehpunkt hat und durch die Zapfen e' mit
der Schiene ν in Verbindung steht.
Beim Hochheben des Hackapparates ist erforderlich, dafs der Regulirhebel U nachgiebt
und ist er deshalb in a' drehbar.
Durch die Schiene ν werden alle Hebel P mit einander verbunden, was mittelst Schraubenklammern
d' geschieht, und die seitliche Bewegung des Hebels U zunächst auf die Stege c'
und somit auf den ganzen Hackapparat übertragen wird.
Zu 17. Blatt IV, Fig. 24, 25 und 27.
Es ist an einer Hackmaschine mit vertical beweglichen Hebeln nothwendig, dafs dieselben, da sie doch immer behufs Correctur der Fahrrichtung bald rechts oder links geschoben werden, eine besondere Führung erhalten, die die seitlichen Stöfse abhält, da die Befestigungsschrauben an der Tragschiene R allein nicht widerstandsfähig genug sein würden; deshalb sind die Stege c' nach hinten verlängert und endigen in einer Gabel b', in welcher die Führungsschiene w des Hackhebels so gleitet, dafs demselben wohl eine Bewegung in, der verticalen Richtung, indem er den Bodenunebenheiten sich fügt, gestattet, aber jede seitliche Abweichung verhindert ist, und nur der ganze Hackapparat nach dem Willen des Führers durch den Hebel U seitlich verschiebbar ist, um die Abweichung der Fahrrichtung zu corrigiren.
Es ist an einer Hackmaschine mit vertical beweglichen Hebeln nothwendig, dafs dieselben, da sie doch immer behufs Correctur der Fahrrichtung bald rechts oder links geschoben werden, eine besondere Führung erhalten, die die seitlichen Stöfse abhält, da die Befestigungsschrauben an der Tragschiene R allein nicht widerstandsfähig genug sein würden; deshalb sind die Stege c' nach hinten verlängert und endigen in einer Gabel b', in welcher die Führungsschiene w des Hackhebels so gleitet, dafs demselben wohl eine Bewegung in, der verticalen Richtung, indem er den Bodenunebenheiten sich fügt, gestattet, aber jede seitliche Abweichung verhindert ist, und nur der ganze Hackapparat nach dem Willen des Führers durch den Hebel U seitlich verschiebbar ist, um die Abweichung der Fahrrichtung zu corrigiren.
Zu 18. Blatt IV, Fig. 26 und 27.
Wenn mit der Maschine das erste Mal in solchen Reihen gehackt werden soll, wo die Pflanzen noch sehr jung und klein sind, müssen sie gegen etwaige Erdüberschüttung möglichst geschützt werden, und dazu bedient man sich der Schutzrollen (Scheiben aus entsprechend starkem Blech). Dieselben sind in ihrer früheren Construction so eingerichtet, dafs jede an einem besonderen Hebel befestigt werden mufste, dagegen wird die neue Schutzrolle direct an den Schaarstiel geschraubt, dient gleichzeitig als Belastung desselben und bedarf keines besonderen Hebels, jedoch können die neuen Schutzrollen ebenso wie die frühere Construction mittelst geeigneter Stäbe an Stelle des Schaarstieles y verwendet werden.
Wenn mit der Maschine das erste Mal in solchen Reihen gehackt werden soll, wo die Pflanzen noch sehr jung und klein sind, müssen sie gegen etwaige Erdüberschüttung möglichst geschützt werden, und dazu bedient man sich der Schutzrollen (Scheiben aus entsprechend starkem Blech). Dieselben sind in ihrer früheren Construction so eingerichtet, dafs jede an einem besonderen Hebel befestigt werden mufste, dagegen wird die neue Schutzrolle direct an den Schaarstiel geschraubt, dient gleichzeitig als Belastung desselben und bedarf keines besonderen Hebels, jedoch können die neuen Schutzrollen ebenso wie die frühere Construction mittelst geeigneter Stäbe an Stelle des Schaarstieles y verwendet werden.
Ferner ist die Stellbarkeit von Werth sowohl in verticaler Richtung mittelst Verschiebens am
Schaarstiely, als auch in horizontaler Richtung durch die Muttern m" und der mit Gewinde
versehenen Achse n". Gleichzeitig kann durch Tief- und Hochstellen der Tiefgang der betreffenden
Messerschaaren genau begrenzt werden, was bei der früheren Construction nicht der Fall war.
Claims (17)
- Patent-Ansprüche:
An der Sack'sehen Universal-Säemaschine:
ι. Die AnwendungvonDoppel- oderZwillingssäerädern für alle Fruchtarten, Fig. 9, Blatt II. - 2. Die Absperr- oder Klappenvorrichtung in Verbindung mit den Stiften auf dem Diebelrade zur Erzielung horstweiser Saat, Fig. 11, Blatt II.
- 3. Die Zuflufsregulirung des Samens vom oberen Kasten nach dem Schöpfraum, Fig. ι und 23, Blatt I und III.
- 4. Der Ausschütteraum mit Absperrklappe, Theilsattel und Zubehör, Fig. 2, 5, 6 und 10, Blatt II.
- 5. Die einfachen und doppelten Ausschüttetrichter, Fig. 3 und 4, Blatt II.
- 6. Die einem Universalgelenk gleiche Verbindung der teleskopischen Samenleitungsröhren oben und unten, Fig. 6, 7 und 10, Blatt II.
- 7. Die aus Eisenblech hergestellten Drillschuhe in Verbindung mit den abnehmbaren Hartgufsspitzen und Holzeinlagen, Fig. 6, 10 und 15, Blatt II.
- 8. Die schmiedeisernen Hebelhalter mit eingeschweifsten Bolzen, Fig. 7 und 8, Blatt II.
- 9. Die Achsverbindung am Maschinengestell mit abnehmbaren Achsschenkeln, Fig. 25, Blatt IV.
- 10. Der an der Achsverbindung befestigte Bock nebst Schlofsnagel, sowie die Anbringung eines Markirers mit beweglichen Streifen am Steuerwagen, Fig. 12, 13 und 14', Blatt II.
- 11. Der Wechselhebel mit Zubehör, durch welchen die ausrückbare Verbindung der Getrieberäder, welche den Breitsäeapparat bewegen, mit der Maschine hergestellt wird, und der für verschiedene Saatmengen bezw. Triebräder stellbar ist, Fig. 1, Blatt I.
- 12. Der Ausschütteraum mit Absperrklappe in Verbindung mit dem Vertheilsattel am : Breitsäeapparate, Fig. 21, Blatt III.
- 13- Bie Stellbarkeit.des Samenkastens an. dem. Breitsä'eappar.ate,. als für sich; verwendete Maschine, in. Verbindung: der Stellschraube mit der Gabeldeichsel,. Fig. 18, Blatt III.
- 1:4. Die Ausrückvorrichtung der Getrieberäder an dem Breitsäeapparate, als für sich verwendete Maschine,. Fig. 20, Blatt III.
- 1.5,. Die doppelt durchgerichteten Seitenhebel, um hinter die. Fahrräder zu reichen,. Fig.. 2.7, Blatt IV.
- e6. Der Regulirhebel mit den Führungen, in welchen die Hackhebeltragschiene von L-Eisen seitlich verschiebbar ist, Fig. 24, 25 und 27, Blatt IV.
- 17. Die verticale Sicherheitsführung der H.ackhebel im Zusammenhange mit dem verlängerten Stege und der Verbindüngsschiene, Fig. 24, 25 und 27, Blatt IV.18, Die Schutzrollen, welche direct an den Scharstielen befestigt werden und, sowohl seitlich für die Pflanzreihenbreite, als in verticaler Richtung behufs Regulirung des Eingriffes oder des Tiefganges der Messerschaaren stellbar sind, Fig. 26, Blatt IV.Hierzu 4 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE5053T | 1878-06-16 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE5053C true DE5053C (de) | 1879-05-19 |
Family
ID=33546377
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE18785053D Expired DE5053C (de) | 1878-06-16 | 1878-06-16 | Neuerungen an der SACK'schen Universalsäemaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE5053C (de) |
-
1878
- 1878-06-16 DE DE18785053D patent/DE5053C/de not_active Expired
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