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DE487105C - Verfahren zur Darstellung von Monoacylderivaten cyklischer Aminothiophenolcarbon-und-sulfosaeuren - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Monoacylderivaten cyklischer Aminothiophenolcarbon-und-sulfosaeuren

Info

Publication number
DE487105C
DE487105C DEC35203D DEC0035203D DE487105C DE 487105 C DE487105 C DE 487105C DE C35203 D DEC35203 D DE C35203D DE C0035203 D DEC0035203 D DE C0035203D DE 487105 C DE487105 C DE 487105C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sulfonic acids
cyclic
preparation
aminothiophenol
carbon
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEC35203D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Max Gehrke
Dr Walter Schoeller
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Schering Kahlbaum AG
Original Assignee
Schering Kahlbaum AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Schering Kahlbaum AG filed Critical Schering Kahlbaum AG
Priority to DEC35203D priority Critical patent/DE487105C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE487105C publication Critical patent/DE487105C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C319/00Preparation of thiols, sulfides, hydropolysulfides or polysulfides
    • C07C319/02Preparation of thiols, sulfides, hydropolysulfides or polysulfides of thiols
    • C07C319/12Preparation of thiols, sulfides, hydropolysulfides or polysulfides of thiols by reactions not involving the formation of mercapto groups

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Darstellung von 1Vlonoacylderivaten cyklischer Aminothiophenolcarbon-und -sulfosäuren Die Patentschrift 487 104 betrifft die Darstellung von Derivaten cyklischer Aminometallmercaptoverbindungen. Diese Derivate, die einen hohen therapeutischen Wert besitzen, werden in der Weise erhalten, daß man auf cyklische Aminometallmercaptoverbindungen bzw. deren" Salze Acylierungsmittel einwirkeriläßt oder daß man die Aminomercaptoverbindungen zunächst acyliert und dann in die Sulfhydrylgruppe das gewünschte Metall einführt.
  • Es hat sich nun ergeben, daß auch die Monoacylderivate cyklischer Aminothiophenolcarbonünd -sulfosäuren, also nichtmetallhaltiger Verbindungen, sich überraschenderweise durch einen hohen chemotherapeutischen ' Wert auszeichnen und besonders zur Bekämpfung der Spirillosen dienen können.
  • Monoacylierte Aminothiophenole sind zwar schon bekannt (vgl. Ber. d. deutsch. chem. Ges. 39 [igo6] S. 243o und 2434). Die Darstellung erfolgte durch Acylierung der Dithiov erbindungen und nachfolgende Reduktion der acylierten Dithioverbindungen zu den Mercap-.tanen. Dieses Verfahren ist aber nicht wirtschaftlich, da die Ausbeuten sehr gering sind. Durch die Acylierung wird die S-S-Bindung gegenüber den nichtacylierten Körpern fester und durch Reduktionsmittel schwerer angreifbar. Die Schwierigkeit der Reduktion kann man umgehen und die erwähnten Monoacylverbindungen in vorzüglicher Ausbeute (96 bis ioo °/o) erhalten, wenn man von den Aminothiophenolcarbon- bzw. -sulfosäuren oder deren Salzen ausgeht und diese mit Acylierungsmitteln behandelt. -Auch Aminomercaptan ist bereits acyliert worden (vgl. Ber. d. deutsch. chem. Ges. 46 [igi3] S.778). Man erhält hiernach jedoch eine Diacetylverbindung.
  • Überraschenderweise ergab sich nun bei der Acylierung von Aminothiophenolcarbon- oder -sulfosäuren, daß stets nur eine Acylgruppe in das Molekül eintritt, und zwar am Stickstoff, wenn man die Acylierung in wasserhaltigen Medien vornimmt oder das in wasserfreiem Medium entstandene Reaktionsprodukt mit Wasser behandelt. Die Sulfhydrylgruppe wird nicht acyliert, was durch die Einführung eines Schwermetalls, z. B. Gold, bewiesen wird.
  • Die Verbindungen finden zweckmäßig in der Form ihrer Alkalisalze Verwendung, die in Wasser neutral löslich sind.
  • Beispiel i Man erhitzt 9 g 4-Amino-2-thiophenol-i-carbonsäure mit 5 g wasserfreiem Natriumacetat und 30 ccm Essigsäureanhydrid 3 Stunden am Rückflußkühler unter Zusatz von einem Tropfen konzentrierter Schwefelsäure,. Beim Eingießen des Reaktionsgemisches in Wasser erhält man die 4-Acetylamino-2-thiophenol-i-carbonsäure als gelblichweißes Pulver. Sie löst sich in Alkalien, heißem Alkohol und Methylalkohol, schwerer in Aceton. In anderen gebräuchlichen organischen Lösungsmitteln und in Wasser ist sie unlöslich und schmilzt nicht bis 270'.
  • Beispiel.?, Verfährt man wie in Beispiel i unter Verwendung von 4-Amino-2-thiophenol-i-sulfosäure (Berichte 32, S.1152), so gelangt man zur 4-Acetylamino-2-thiophenol-i-sulfosäure. Diese Verbindung, die sich oberhalb 250' zersetzt, ist leicht löslich in Natriumcarbonat und kaustischen Alkalien, unlöslich in den gebräuchlichen organischen Lösungsmitteln und kristallisiert aus heißem Wasser in farblosen Plättchen. Beispiel 3 10 g 4-Amino-2-thiophenol-i-carbonsäure werden in Natriumcarbonatlösung bei 5o bis 8o° so lange mit Phosgen behandelt, bis sich keine Diazoreaktion mehr nachweisen läßt, wobei man durch Turbinieren für gute Bewegung der Flüssigkeit sorgt. Nach Beendigung der Reaktion erhält man durch Ansäuern den symmetrischen Di-(2-thiophenol-i-carbonsäure-)q.-harnstoff als gelatinösen Niederschlag, der nach dem Trocknen ein amorphes, gelblichweißes Pulver bildet, das in Alkalien leicht löslich ist.
  • Beispiel q.
  • 9o g 4-Amino-2-thiophenol-i-carbonsäure, als Natriumsalz in Wasser gelöst, werden mit einer ätherischen Lösung von 105 g m-Nitrobenzoylchlorid geschüttelt. Man erhält die 4.-m-Nitrobenzoylamino-2-thiophenol-i-carbonsäure, aus deren Natriumsalz durch Reduktion mit Zinkstaub die ¢-m-Aminobenzoylamino-2-thiophenoli-carbonsäure als gelblichweiße Verbindung in feinen Nadeln gewonnen wird. Die Verbindung ist löslich in Alkalien, Äthyl- und Methylalkohol und unlöslich in Wasser, Äther, Petroläther, Benzol, Chloroform und Schwefelkohlenstoff. Löst man diese Säure in Natriumcarlionat und leitet unter Rühren Phgsgen bei 5o bis 8o' ein, bis keine Diazoreaktion mehr nachweisbar ist, so erhält man nach Ansäuern des Reaktionsgemisches den symmetrischenDi-(4.-m-aminobenzoylamino - 2 -thiophenol- i - carbonsäure -) harnstoff der Formel als gelbliche amorphe Verbindung, die unlöslich in Wasser und in gebräuchlichen organischen Lösungsmitteln, löslich in Alkalien ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung von Monoacylderivaten cyklischer Aminothiophenolcarbon- und -sulfosäuren, dadurch gekennzeichnet, daß ' man diese Verbindungen oder deren Salze in wasserhaltigen Medien mit Acylierungsmitteln oder die durch Acylierung in wasserfreiem Medium entstandenen Reaktionsprodukte mit Wasser behandelt.
DEC35203D 1924-06-03 1924-06-03 Verfahren zur Darstellung von Monoacylderivaten cyklischer Aminothiophenolcarbon-und-sulfosaeuren Expired DE487105C (de)

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DE487105C true DE487105C (de) 1929-12-09

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