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DE472234C - Photographisches Satzobjektiv - Google Patents

Photographisches Satzobjektiv

Info

Publication number
DE472234C
DE472234C DER66902D DER0066902D DE472234C DE 472234 C DE472234 C DE 472234C DE R66902 D DER66902 D DE R66902D DE R0066902 D DER0066902 D DE R0066902D DE 472234 C DE472234 C DE 472234C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
lens
focal length
original
objective
members
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DER66902D
Other languages
English (en)
Inventor
Friedrich Wilhelm Gehrke
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by IG Farbenindustrie AG filed Critical IG Farbenindustrie AG
Priority to DER66902D priority Critical patent/DE472234C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE472234C publication Critical patent/DE472234C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G02OPTICS
    • G02BOPTICAL ELEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS
    • G02B15/00Optical objectives with means for varying the magnification

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Optics & Photonics (AREA)
  • Lenses (AREA)

Description

  • Photographisches Satzobjektiv Die Erfindung bezieht sich auf ein sphärisch, chromatisch, astigmatisch und komatisch korrigiertes Linsensystem, sogenanntes Triplet, das zum Zwecke einer vielseitigen Verwendung als Satzobjektiv ausgebildet ist.
  • Es ist charakterisiert durch folgende Merkmale r. alle Kombinationen, die durch Auswechseln der Glieder verschiedene Brennweiten haben, enthalten mindestens ein konstantes Hinterglied, das aus einfachen oder verkitteten Linsen bestehen kann; 2. die Schnittweite in allen Kombinationen, also die Entfernung von der letzten Linsenfläche bis zur Bildebene, ist gleich.
  • Diese beiden Voraussetzungen in ihrer gleichzeitigen Anwendung sind grundlegende Unterscheidungsmerkmale gegenüber den bekannten Satzobjektiven; ihre besonderen Vorteile kommen bei der Verwendung einer Rollfilmkamera voll zur Geltung. Bekanntlich gestattet dieser Kameratyp im allgemeinen nicht die Anwendung einer Mattscheibe; die Einstellung auf Unendlich geschieht nach der Einstellskala für eine bestimmte Brennweite.
  • Die unmittelbare Verwendung einer Reihe längerer Brennweiten an derselben Kamera ließe sich infolge der größeren Auszugslängen dieser Objektive nur durch eine Reihe dazugehöriger Einstellskalen ermöglichen, was die Handhabung derFilmkamera aber erschweren würde. In fast allen Fällen ist ein Auswechseln der Objektive überhaupt nicht möglich, da der innerhalb der Kamera offenliegende Film ein Entfernen des Objektivs nicht gestattet.
  • Der nach der Erfindung vorgesehene Austausch der einzelnen Objektivglieder gestattet die Anwendung nur einer Einstellskala; alle Brennweiten sind auf die gleiche Schnittweite gebracht, so daß alle die gleiche Unendlichkeitseinstellung besitzen. Es läßt sich also mit anderen Worten der einfache Balgenauszug einer Rollfilmkamera oder einer Plattenkamera mit kurzem Auszug oder auch eine Kamera mit fester Einstellung mit dem einmal fixierten Unendlichkeitspunkt auch für bedeutend längere Objektivbrennweiten benutzen.
  • In den nachfolgend angegebenen Musterbeispielen bedeuten in Abb. z I das positive Vorderglied, II die negative Linse und III das positive Hinterglied. In Abb. a ist I und Ia das zweilinsige positive Vorderglied, II die negative Linse und III das positive Hinterglied. In Abb. 3 ist I, Ia, Ib das dreilinsige positive Vorderglied, II die negative Linse und III das positive Hinterglied.
  • Je nach Lage der Blende im Ursprungsobjektiv, die sich in 11 oder 1, befinden kann, lassen sich alle vor der Blende liegenden Teile entfernen und durch andere Vorderglieder ersetzen.
  • Liegt also imUrsprungsobjektiv dieBlende in 12 wie in Abb. i, so kann man I und II durch die Glieder I, Ia und II -wie in Abb. 2 ersetzen.
  • Liegt die Blende in 1" so entfernt man Glied I und ersetzt dasselbe durch die Glieder I, Ia und Ib wie in Abb. 3.
  • Es bleiben also hinter der Blende in Beispiel :2 das Glied III, in Beispiel 3 die Glieder II und III bestehen; diese bilden die Grundlage der neuen Objektive mit längerer Brennweite.
  • Es ist als ein wesentliches Merkmal der Erfindung zu betrachten, daß nur vor der Blende befindliche Teile ausgewechselt werden; nur hierdurch läßt sich erreichen, daß die unmittelbar vor der Blende liegenden Verschlußlamellen während des Austausches der Glieder geschlossen bleiben, so daß die Ünversehrtheit des dahinterliegenden lichtempfindlichen Films gewährleistet ist.
  • Die Forderung, daß zwei Objektive mit verschiedenen Brennweiten dieselbe Auszugslänge - also gleiche Schnittweite - haben sollen, läßt sich erfüllen, wenn das eine mit längerer Brennweite Telewirkung besitzt. Es läßt sich in Abb. i aber nur dann vorteilhaft Telewirkung bei gleicher Schnittweite erreichen, wenn die Kraft der Flintlinse II erhöht wird; alle anderen Korrektionsmittel -wie größere Lufträume oder größere Brennweite des Vordergliedes I - sind unzweckmäßig, entweder infolge der auftretenden Vignettierung oder wegen der wachsenden Dimension des Objektivs.
  • Die nachstehende Tabelle zeigt den Einfluß der Flintlinse in bezug auf die Telewirkung bei der Ausführungsform nach Abb. 2.
    f1 f2 S
    . F 1, Telewirkung
    -f- 85 -45,75 +140,50 -I-- 16o,ig 0,10 keine a@
    -I- 120 -45,75 -f- I26,98 -f- 204,63 27,87 etwai,6malvergr. b Fall x
    i- 150 -45,75 -I- 127,00 -i- 255,85 52,I5 - 2 _ - c
    -f- 85 - 40,00 + i26,go -I- 176,39 ii,go - 1,3 - - a,
    -f- 120 -40,00 -j- i26,go +248,98 40,20 - i,8 - - b;(Fal1 2
    150 -40,00 + 126,88 +311,30 64,50 - 2,4- - ei
    -f- 89 - 31,64 -f- 127,20 -j- 252,36 36,95 - 2 - - a1
    -f- 120 -3I,64 -I- 127,20 + 340,3T 55,8o - 2,7- - btFall 3
    +150 -31,64 + 127,20 +425,44 8o,o8 - 3,3 - - c
    Es bedeutet: f 1- Brennweite des positiven Gliedes Ma, f 2 = Brennweite des negativen Gliedes II, S - Schnittweite, F=-Brennweite des Teleobjektivs, 11 -erster Luftraum.
  • Die Brennweite des Gliedes II des Ursprungsobjektivs inAbb. i beträgt-45 # 75mm; mit dieser Brennweite sind im Fall I unter a, b, c drei verschiedene Objektivbrennweiten von 85, 120, 150 mm kombiniert. Der Luftabstand 1, müßte in allen Fällen benutzt werden, um die Schnittweite konstant zu erhalten.
  • Es ergibt nun der Fall Ia überhaupt keine Telewirkung, 1b sehr schwache, und erst Ic läßt doppelte Vergrößerung erkennen.
  • Im Fall II ist die Negativbrennweite f 2 etwa io °f, kürzer gehalten; hier ergibt Ha ebenfalls fast keine Telewirkung, erst IIb und IIc läßt ausreichende Telewirkung erkennen.
  • Im Fall III ist die Negativbrennweite bedeutend verstärkt, und zwar tun etwa 50 °6o; jetzt tritt in allen Kombinationen Telewirkung ein.
  • Nun ist die praktische Verwendung dieser Telekombinationen aber durchaus nicht allein von einer ausreichenden Telewirkung abhängig, es darf auch aus Gründen der Vignettierung der Luftraum 11 gewisse Grenzen nicht überschreiten. Außerdem nimmt der Vorderteil des Teleobjektivs, wenn man die relative Lichtstärke gegenüber dem Ursprungsobjektiv nicht beschränken will, bei der langen Brennweite f, für eine Filmkamera unhandliche Dimensionen an. Es schaltet also aus diesen Gründen der Fall Ia, b, c, dem eine schwach brechende Negativlinse zugrunde liegt, für den praktischen Gebrauch vollkommen aus.
  • Der Fall II mit einer io °/o stärker brechenden Negativlinse erfüllt in der Ausführung b mit normalem Luftraum 1, und mittlerer Brennweite f, gerade noch die Bedingungen eines Teleobjektivs für Handkameras; dieser Fall stellt die untere Grenze dar.
  • Der Fall Ma zeigt die Wirkung der stark brechenden Negativlinse am klarsten. Hier wird Telewirkung bei kurzer Brennweite f1 des Gliedes I-Ia und kleinem Luftraum, der die Vignettierung verhindert, erzielt und dadurch ein für kleine Handkameras geeignetes Instrument geschaffen.
  • Als Aperturblende des Teleobjektivs ist die am Ursprungsobjektiv befindliche Blende des Momentverschlusses nicht zu gebrauchen, da sie für das Teleobjektiv an einer falschen Stelle liegt und bilderzeugende Strahlen abblendet; aus diesem Grunde ist für den auswechselbaren Teil eine besondere Aperturblende im Luftraum l,_ vorgesehen.
  • Aus den nachstehenden Konstanten der Abb. i, 2 und 3 läßt sich der Aufbau und die Wirkungsweise der Objektivsätze- ohne weiteres entnehmen.
    Abb. 1 Abb. 2 Abb: 3
    r, = -I- 48,25 + 28,6 yi = ..E. 46,o
    r:' = 0o r2 =- 62,o y2 =- 38,0
    r.; _ - 52,8 r3 = -f- 73,3 73 = -I- 1400,0
    r4-----1-58,6 r4=- z810 y4=- =08,0
    r; --- ° 00 r5 =- 346o 75 = -i- 120,0
    =-41,8 r6 = 00 y6 =- 52,8
    r7 =- 41,8 r7 = -I- 58,6
    rg - 00
    r9=- 41,8
    di = 3,2 d, = 6,2 di = 14,2
    11 = 7,7 d2 = 2,1 d2 = 237
    d2 = i,o 1, = 37,0 1, - 32,6
    12= 8,7 G13= i10 dg= 2,1
    d. = 3,2 12 = 8,3 12 = 4,0
    d4 = 3,2 d4 = 103
    l3 = 8,7
    d, = 3,2
    nD, = =,6z3 v=-56,3 n °, = 1,57z v = 56,o n D, = 1,569 v = 56,o
    nD2 = 1,605 v = 37,9 nD2 = 1,616 v = 36,6 nD2 = 1,6i6, v -36,6
    nD3 - 1,613 v = 56,3 n D3 - i,605 v = 56,7 nD11 = 1,6o5 v = 37,9
    n D4 = 1,6i3 v - 56,3 nD4 ---_ 1,605 v = 37,9
    In D5 = i,613 v - 56"3
    S -127,4 mm S -127,5 mm S =126,5 mm
    F =135,0 - F ä 245,0 - F - 26I,0 -

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Aus zwei äußeren sammelnden Gliedern, die ein mittleres zerstreuendes Glied einschließen, bestehendes photographisches Satzobjektiv, dessen Brennweite sich durch Auswechseln von Gliedern gegen andere Glieder vergrößern läßt, gekennzeichnet durch eine derartige Ausbildung dieser Ersatzglieder entweder für das erste Glied allein oder für jedes der beiden ersten Glieder, daß der Abstand vom hinteren Scheitel des nichtauswechselbaren, sondern an seiner Stelle im Raume verbleibenden hinteren Gliedes bis zur Brennebene unverändert bleibt oder sich höchstens um 2 °/o der Brennweite des ursprünglichen Objektivs ändert.
  2. 2. Objektiv nach Anspruch i, dessen beide ersten Glieder gleichzeitig auszuwechseln sind, dadurch gekennzeichnet, daß das Ersatzglied des ersten Gliedes sammelt, und daß die Brennweite der das Ersatzglied des zweiten Gliedes bildenden Zerstreuungslinse mindestens um io Ob, kleiner ist als die Brennweite des zerstreuenden Mittelgliedes des ursprünglichen Objektivs.
  3. 3. Objektiv nach Anspruch i, dessen erstes Glied allein auszuwechseln ist, dadurch gekennzeichnet, daß dessen Ersatzglied aus einem vorderen sammelnden Teile und einer davon durch Luft getrennten Zerstreuungslinse besteht, die so bemessen ist, daß die Brennweite des aus dieser Zerstreuungslinse und dem stehengebliebenen zerstreuenden. Gliede gebildeten Mittelgliedes mindestens um io °%o kleiner ist als die, Brennweite des zerstreuenden --Mittelteiles des = ursprünglichen Ob j ektiv s. q.. Objektiv nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Blende des ursprünglichen Objektivs zwischen der neu eingeschalteten Zerstreuungslinse und dem stehengebliebenen Hinterteile steht. 5. Objektiv nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Blende des ursprünglichen Objektivs zwischen der eingeschalteten Zerstreuungslinse und dem stehengebliebenen zerstreuenden Gliede des ursprünglichen Objektivs liegt. 6. Objektiv nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen die beiden ersten Linsen des Gesamtobjektivs eine Aperturblende eingeschaltet ist.
DER66902D 1926-03-05 1926-03-05 Photographisches Satzobjektiv Expired DE472234C (de)

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