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DE478312C - Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von feinkoernigem Kieselsaeuregel - Google Patents

Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von feinkoernigem Kieselsaeuregel

Info

Publication number
DE478312C
DE478312C DEW77210D DEW0077210D DE478312C DE 478312 C DE478312 C DE 478312C DE W77210 D DEW77210 D DE W77210D DE W0077210 D DEW0077210 D DE W0077210D DE 478312 C DE478312 C DE 478312C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
fine
acid
water glass
silica gel
reaction
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEW77210D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
KUNO WOLF DR ING
MAX PRAETORIUS DR
Original Assignee
KUNO WOLF DR ING
MAX PRAETORIUS DR
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by KUNO WOLF DR ING, MAX PRAETORIUS DR filed Critical KUNO WOLF DR ING
Priority to DEW77210D priority Critical patent/DE478312C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE478312C publication Critical patent/DE478312C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B33/00Silicon; Compounds thereof
    • C01B33/113Silicon oxides; Hydrates thereof
    • C01B33/12Silica; Hydrates thereof, e.g. lepidoic silicic acid
    • C01B33/14Colloidal silica, e.g. dispersions, gels, sols
    • C01B33/152Preparation of hydrogels
    • C01B33/154Preparation of hydrogels by acidic treatment of aqueous silicate solutions

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Dispersion Chemistry (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Silicon Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von feinkörnigem Kieselsäuregel .Nach dem Verfahren des Patents .132 418 gelangt man zu einer leicht formbaren Kieselsäure dadurch, daß man eine Mischung von Kieselsäuregallerte mit kolloider Kieselsäurelösung anwendet.
  • Es wurde gefunden, daß man eine Formgebung mittels kolloider Kieselsäurelösung unmittelbar aus den für die Herstellung der Gallerte dienenden Komponenten, Wasserglas und Säure, erzielen kann, wenn man folgendermaßen verfährt.
  • Man läßt Wasserglas von relativ hoher Konzentration und Säure, beispielsweise Schwefelsäure, Salzsäure oder Essigsäure, zusammen mit kolloider Kieselsäurelösung so aufeinander einwirken, daß das fest werdende Reaktionsgemisch gleichzeitig durch Walzen eine Pressung erleidet. Man gibt zu diesem ZweckeWasserglas zusammen mit Säure und kolloider Kieselsäurelösung auf einen Walzenstuhl und läßt die Mischung der Komponenten dadurch zustande kommen, daß die Säure kontinuierlich innerhalb eines Strahles von Wasserglas zur Reaktion gelangt und die Reaktion durch die Einwirkung der Walzen zu Ende geführt wird.
  • Das Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von feinkörnigem Kieselsäuregel besteht somit darin, daß man die Reaktionskomponenten von hoher Konzentration derart einem Walzenstuhl zufließen läßt, daß die Säure innerhalb des Wasserglasstrahles zur Reaktion gelangt, hierauf das fest werdende Reaktionsgemisch durch Walzen preßt und den -erhaltenen feinkörnigen Brei in bekannter Weise auswäscht und trocknet.
  • Es ist hiernach möglich, ein Reaktionsgemisch von hoher Konzentration, bestehend aus Wasserglas, Säure und kolloider Kieselsäurelösung, in einfacher Weise herzustellen, unter Vermeidung der bei Herstellung eines derartigen Gemisches auftretenden Schwierigkeiten, Bildung von Klumpen, die vom Rührwerk nicht genügend erfaßt werden, so daß die Reaktion eine unvollkommene bleibt, Zerstäubung des Reaktionsgemisches in kleinste Teilchen bei starkem Rühren.
  • Für den Walzenstuhl verwendet man vorzugsweise zwei Paar aus einem Stoffe von genügender Resistenz, z. B. Porphyr, gearbeitete Walzen, von denen das untere Paar gegen das obere um einen Winkel, z. B. go °, gedreht ist, wodurch eine bessere Durchmischung erreicht wird.
  • Die für die Reaktion benutzte Düse muß so gearbeitet sein, daß die Säure zwar innerhalb des Wasserglasstrahles, aber außerhalb des Hohlraumes der Düse zur Wirkung gelangt. Eine weitere Reaktionsbeschleunigung wird dadurch erzielt, daß man eine Düse benutzt, die ein gleichzeitiges Einblasen von Luft gestattet.
  • Durch einen verschiedenen Abstand derWalzen voneinander läßt sich die Teilchengröße des Endproduktes regeln. Die Erfindung eignet sich besonders für die Herstellung kleiner Körnungen von etwa o,1 bis 1 mm.
  • Das vorstehend beschriebene Verfahren läßt sich auch ohne besonderen Zusatz von kolloider hieselsäurelösung durchführen, wenn man durch geeignete Wahl der Wasserglas-und Säurekonzentration von Fall zu Fall die Bedingungen schafft, unter denen neben Gel auch kolloidgelöste Kieselsäure in der für die Formbarkeit des Gels und dessen Adsorptionseig enschaften erforderlichen Mengen entsteht.
  • Das Verfahren sei an Hand der Abbildung in nachstehenden Ausführungsbeispielen erläutert. Ausführungsbeispiele i. llan läßt Natronwasserglas von =,3 spezifischem Gewicht mit einem Gehalt von io°/o NaOH und 2g°/0 Si02 aus einem Behälter i vermittels einer Düse z in einem Strahl von 2 cm (p auf einen Walzenstuhl 4 laufen und leitet durch das innere Rohr 2a der Düse 2 einen Strom technischer, etwa 30prozentiger Salzsäure 5 aus dem Behälter 3, wobei man die Ausflußgeschwindigkeiten so regelt, daß auf je 20 kg Wasserglas 3 kg Säure kommen. Dicht neben dem Strahl von Wasserglas und Säure läßt -man 5prozentige kolloide Kieselsäurelösung aus Behälter 6 mit einer Geschwindigkeit zutropfen, daß auf obige Menge Wasserglas o,8 kg kolloider Kieselsäurelösung kommen. Das Reaktionsgemisch, das durch die Schaber 7 und 8 von den Walzen abgenommen wird und als weißer, feinkörniger Brei den Walzenstuhl verläßt, wäscht man durch Schlämmen mit Wasser, saugt auf einem Nutschfilter ab und trocknet.
  • 2. Man läßt eine Lösung von 50o kg Natronwasserglas von i,3 spezifischem Gewicht (und der obigen Zusammensetzung) in 2g0 kg Wasser aus einem Behälter durch zwei Düsen auf einen Walzenstuhl mit zwei Walzenpaaren laufen, dessen unteres Walzenpaar gegen das obere um 9o° gedreht ist. In die Strahlen der Wasserglaslösung läuft eine Lösung von 22 kg kolloider Kieselsäurelösung (io°/o Si0, Gehalt) in ioo kg 30prozentiger technischer Salzsäure.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von feinkörnigem Kieselsäuregel, dadurch gekennzeichnet, daß man die Reaktionskomponenten von hoher Konzentration derart einem Walzenstuhl zulaufen läßt, daß die Säure innerhalb des Wasserglasstrahles zur Reaktion gelangt, hierauf das fest werdende Reaktionsgemisch durch Walzen preßt und den erhaltenen feinkörnigen Brei in bekannter Weise auswäscht und trocknet.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man einen Walzenstuhl mit zwei um einen beliebigen Winkel gegeneinander gedrehte Walzenpaare anwendet.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daB man zum Aufgeben des Reaktionsgemisches auf die Walz en eine Düse benutzt, die ein gleichzeitiges Einblasen von Luft gestattet. q.. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Reaktionssäure aus einem Gemisch von Säure, deren Menge 0,5 bis i,o Äquivalent der im angewendeten Wasserglas enthaltenen Menge Lauge beträgt, und 0,25 bis 4"/, einer i- bis ioprozentigen kolloiden Kieselsäurelösung besteht.
DEW77210D 1927-09-27 1927-09-27 Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von feinkoernigem Kieselsaeuregel Expired DE478312C (de)

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DE (1) DE478312C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1094720B (de) * 1954-03-10 1960-12-15 Columbia Southern Chem Corp Verfahren zur Entfernung von Wasser aus einer Mischung von Wasser mit feinverteiltergefaellter amorpher Kieselsaeure

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1094720B (de) * 1954-03-10 1960-12-15 Columbia Southern Chem Corp Verfahren zur Entfernung von Wasser aus einer Mischung von Wasser mit feinverteiltergefaellter amorpher Kieselsaeure

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