DE45853C - Vorrichtung zum Verhindern der Ueberbelastung des Gespanns beim Bremsen zweirädriger Karren und Wagen - Google Patents
Vorrichtung zum Verhindern der Ueberbelastung des Gespanns beim Bremsen zweirädriger Karren und WagenInfo
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- DE45853C DE45853C DENDAT45853D DE45853DA DE45853C DE 45853 C DE45853 C DE 45853C DE NDAT45853 D DENDAT45853 D DE NDAT45853D DE 45853D A DE45853D A DE 45853DA DE 45853 C DE45853 C DE 45853C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B62—LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
- B62C—VEHICLES DRAWN BY ANIMALS
- B62C5/00—Draught assemblies
- B62C5/04—Swingletrees; Mountings thereof; Draught equalisers for a span of draught animals; Mountings for traces
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
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- Mechanical Engineering (AREA)
- Braking Arrangements (AREA)
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 63: Sattlerei und Wagenbau.
und Wagen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 27. Juni 1888 ab.
Die zweirädrigen Karren und Wagen, welche auf abschüssigen Strafsen fahren, sind gewöhnlich
mit einer mechanischen Bremse versehen. Wird diese Bremse stark angezogen, so erzeugt
die Reibung des Bremsschuhes auf dem Radkranz eine Ueberbelastung nach vorn, welche
sich auf das Gespann überträgt. Dieser Uebelstand wirkt um so schädlicher auf das letztere
ein, weil infolge der Neigung der Fahrstrafse der Schwerpunkt der Last so wie so nach
vorn rückt und dadurch ebenfalls das Gespann belastet.
Die Ueberbelastung des Gespannes infolge des Bremsens rührt daher, dafs der fest mit
dem Hinterwagen verbundene Bremsmechanismus beim Anziehen eine Schwingbewegung ausführt und diese Schwingung in umgekehrter
Richtung auf die Deichsel überträgt. Um diesem Uebelstande abzuhelfen, ist ein Hebelsystem angewendet,
welches die Wirkung der Belastung infolge des Bremsens auf die Achse überträgt und so eine Ueberbelastung des Gespannes
beim Bremsen verhindert.
Fig. ι zeigt dieses Hebelsystem in Ansicht und in seiner einfachsten Form. Es besteht
aus einem wagerechten Balken L JV, welcher mit der Achse H verbunden ist; letztere trägt
die Deichselstangen R S des Wagens. An dem Ende des Balkens L N ist ein Hebel K M
drehbar verbunden, dessen Ende K mit den Deichseln R S entweder mit Spielraum befestigt
oder drehbar verbunden ist. Ein anderer Hebel D M ist an dem Ende L mit dem
Balken L N drehbar verbunden. Das eine Ende D stützt sich gegen die Querhölzer,
welche die Bremsschuhe tragen, das andere Ende drückt gegen das Ende M des Hebels
KM. W'enn nun beim fahrenden Wagen die Bremse angespannt wird, so werden die Bremsschuhe
durch die Reibung gehoben, also auch das Ende D des Hebels D M, mit welchem
die Bremsschuhe befestigt sind, gehoben, ohne dafs dadurch die Deichseln am hinteren Ende,
d. h. bei R, gehoben, also am vorderen Ende gesenkt werden, denn infolge des Aufwärtsganges
von D drückt der Hebel D M mit seinem Ende M gegen den Hebel MK, und
da dieser mit den Deichseln verbunden ist, so werden letztere beim Bremsen nicht mehr nach
abwärts geprefst, sondern bleiben in ihrer Lage. Die Hebel DM und M K sind Doppelhebel
mit gleich langen Hebelarmen, so dafs die auf dieselben einwirkende Kraft gleichmäfsig auf
die Achse übertragen wird.
Fig. 2 und 3 zeigen in Ansicht und Schnitt die Vorrichtung in Anwendung an einem Wagen
und Fig. 4 und 5 stellen Einzelheiten der Einrichtung dar. Der Hebel KM ist aus einem einzigen
Stück hergestellt, sein Ende K mit einem Schlitz versehen und durch Bolzen derart an
der Deichsel befestigt, dafs er das nöthige freie Spiel hat. Das Ende M des Hebels KM ist
mit Backen oder Seitenblechen versehen, die das Ende M des Hebels D M, das sich gegen
KM stützt, halten.
Fig. 4 zeigt diese Vereinigungsstelle der beiden Hebel; der Hebel DM besteht aus
zwei Theilen: erstens dem eigentlichen Hebel b
mit umgebogenem linken Ende, welches letztere mit einer Reihe Löcher versehen ist, zweitens
aus der Gabel d d, deren Arme D und Z)1 sich gegen die die Bremsschuhe tragenden · Querhölzer
α α legen. Gabel und Hebel sind bei e durch einen Bolzen mit einander vereinigt, ein
zweiter Schraubenbolzen f bewirkt die starre Verbindung der beiden Theile d und b des
Hebels D M. Die Gabel d d enthält noch eine Schraube g, welche zum Anheben des abgebogenen
Hebeltheiles b dient, wenn der Bolzen f um ein Loch tiefer eingesteckt werden
soll. Damit die Querstücke α α mit den Bremsschuhen
in die Höhe gehen können, sind dieselben in Hängebügeln an dem Deichselhintertheil
so gelagert, dafs sie an den Deichseln nicht anschlagen. Damit ein solches Anschlagen
auch bei der Verbiegung oder Abnutzung der Hebel verhindert werde, kann durch Tieferstecken
des Bolzens f in den abgebogenen Theil von b die Krümmung des Hebels D M
vermehrt werden. Hierbei dient die Schraube g zum genauen Einstellen der beiden Theile b
und d und wird nach erfolgtem Einziehen des Schraubenbolzens zur Schonung des Gewindes
wieder zurückgeschraubt; diese Stellvorrichtung ist in Fig. 5 im Einzelnen (Schnitt A-B, Fig. 3)
zur Anschauung gebracht.
Bei Wagen ohne Federn genügt ein einziges Hebelsystem mit Gabel d d an den Querhölzern
a a.
Um Federwagen nach Fig. 6 mit der Vorrichtung zu versehen, wird das Querstück, an
welchem die Bremsschuhe befestigt sind, mit dem Ende D des Hebels D M gelenkig verbunden,
so dafs das Querstück beim Schleifen der Bremsschuhe auf den vorwärts fahrenden Rädern einen Druck nach oben ausübt. Deshalb wendet man praktisch auf jeder Seite ein
Hebelsystem an.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:ι . Eine Vorrichtung zum Verhindern der Ueberbelastung des Gespannes beim Bremsen zweirädriger Karren und Wagen, gekennzeichnet durch die gleichzeitige Anordnung des mit der Achse verbundenen Langholzes L N, der an demselben drehbaren gleicharmigen Hebel M K und D M, von denen MK bei K mit den Deichselstangen, D M bei D mit den Querhölzern der Bremsschuhe verbunden ist und letzterer Hebel D M sich bei M auf ersteren stützt, so dafs die beim Bremsen auf die Bremsschuhe ausgeübte Tangentialkraft durch die Hebel D M, M K auf die Achse übertragen wird.
- 2. An der unter 1. angegebenen Vorrichtung der getheilte Hebel DM (Fig. 5), dessen Theile db durch Stifte ef stellbar verbunden sind.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE45853C true DE45853C (de) |
Family
ID=320996
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT45853D Expired - Lifetime DE45853C (de) | Vorrichtung zum Verhindern der Ueberbelastung des Gespanns beim Bremsen zweirädriger Karren und Wagen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE45853C (de) |
-
0
- DE DENDAT45853D patent/DE45853C/de not_active Expired - Lifetime
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