DE4431600A1 - Jet-Pipe Stufe mit interner Fluidversorgung - Google Patents
Jet-Pipe Stufe mit interner FluidversorgungInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Jet-Pipe- oder
Strahlrohrstufe, insbesondere zur Verwendung als
Vorsteuerstufe eines Servoventils.
Auf dem Gebiet der Proportional- und Servoventile sind
bereits unterschiedliche Antriebsbauformen bekannt. Gemäß
einer Bauform wird eine Düse/Prallplatte-Konstruktion und
gemäß einer anderen Bauform wird eine Jet-Pipe-Konstruk
tion vorgesehen, wobei diese Bauformen unterschiedliche
Eigenschaften und Vorteile besitzen.
Bekanntlich wird bei dem Jet-Pipe- oder Strahlrohrver
stärker, also einem hydraulischen Verstärker, Hilfsener
gie in der Form eines unter Druck stehenden Steueröl
stroms in ein bewegliches Rohr geleitet, welches an sei
nem einen Ende eine Strahldüse trägt. Gegenüber der
Strahldüse befinden sich zwei Auffangdüsen, in denen die
kinetische Energie des mit großer Geschwindigkeit aus der
Strahldüse austretenden Steueröls zurückgewonnen wird.
Die Auffangdüsen sind mit den Steuerräumen der zweiten
oder Hauptstufe eines Servoventils verbunden und
beaufschlagen den Hauptkolben dieser zweiten Stufe. Bei
ruhendem Strahlrohr herrscht in den beiden Auffangdüsen
derselbe Druck, also etwa die Hälfte des Zuführdrucks.
Bei Auslenkung des Strahlrohrs erhält die der Auslenkung
zugewandte Auffangdüse mehr Energie als die andere. Diese
Energie stellt sich entweder in einem Strom zur Fortbewe
gung des Hauptkolbens oder aber in einem Druck zur Über
windung von Kräften oder aber in beidem dar. Eine sehr
gute Ansprechempfindlichkeit ist für Strahlrohrverstärker
kennzeichnend.
Im einzelnen wird beim Strahlrohrverstärker ein Spulen
permanentmagnetantrieb eingesetzt, der im wesentlichen
aus einem Permanentmagneten, einer Steuerspule, Polrohren
und dem Anker mit dem Strahlrohr besteht. Die Lagerung
erfolgt häufig durch ein Biegerohr, welches gleichzeitig
zur Dichtung gegenüber dem Druckmedium dient. Bei Erre
gung der Steuerspule durch ein Stromsignal wird der Anker
entgegen der Federkraft des Biegerohrs ausgelenkt, wobei
die Auslenkrichtung von der Polarität des Eingangsstroms
bestimmt ist. Das auf das Biegerohr ausgeübte Moment und
damit die Auslenkung des Strahlrohrs ist dem Betrag des
Steuerstroms proportional. Die Umsetzung der Auslenkung
des Strahlrohrs, welches über ein Beschickungsrohr mit
Druckmedium versorgt wird, erfolgt also bei dem so gebil
deten hydraulischen Verstärker in der bereits einleitend
erwähnten Art und Weise.
Wie gesagt, erfolgt die Zuführung des Druckmediums zum
Strahlrohr üblicherweise über ein Beschickungsrohr, wel
ches durch den Spulenpermanentmagnetantrieb oder
Steuermotor der Strahlrohrstufe verläuft, um das
Druckmedium dem Ende des Strahlrohrs zuzuführen, das dem
die Strahldüse tragenden Ende des Strahlrohrs gegenüber
liegt. Dabei ist die Verbindung des Biegerohrs mit dem
Anker und Steuermotorblock, sowie des Beschickungsrohrs,
was meist durch Löten erfolgt, aufwendig und macht enge
Toleranzen (Lötspalt) erforderlich, was wiederum hohe Ko
sten bedeutet. Ferner sind das dünnwandige Biegerohr so
wie das Beschickungsrohr häufig der Grund für den Ausfall
der Vorsteuerstufe, bedingt durch die hohen Belastungen.
Diese Belastungen setzen sich zusammen aus Biegespannun
gen durch den Arbeitshub, Längs- und Umfangsspannung
durch Innendruck und Gefügeveränderungen durch Lötvor
gang. Ferner besteht durch den Lötvorgang die Gefahr des
Zusetzens der Versorgungsbohrungen für die Zuführung des
Druckmediums. Die beim Lötvorgang auftretenden Spannungen
und die durch die Erwärmung auftretenden Gefügeverände
rungen des Beschickungsrohres können im Zusammenhang mit
den komplexen schwingenden Belastungen zu Löt- bzw.
Platzbrüchen führen, was den Totalausfall der Vorsteuer
stufe bedeutet. Ferner wirkt das Beschickungsrohr wie ei
ne Bourdonsche Röhre. Dies führt bei unterschiedlichen
Systemdrücken zu ungewollten Positionsänderungen des
Strahlrohrs (P/N-Schift), welche über die Regelelektronik
ständig ausgeglichen werden müssen.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde,
die Strahlrohrstufe, inbesondere zur Verwendung als Vor
steuerstufe eines Servoventils derart auszugestalten, daß
die Nachteile des Standes der Technik vermieden werden.
Insbesondere bezweckt die Erfindung die Strahlrohrstufe
derart vorzusehen, daß die Druckmediumzufuhr zum
Strahlrohr nicht über den Antrieb hinweg erfolgt.
Insbesondere soll im Motorblock der Strahlrohrstufe eine
integrierte Strahlrohr-Höhenversorgung vorgesehen wird,
und welche den aufwendigen und teueren mechanischen Auf
bau des Beschickungsrohrs bzw. des Biegerohrs ersetzt und
gleichzeitig entscheidende Verbesserungen erzielt.
Ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung besteht
darin, einen Strahlrohrverstärker oder die erste Stufe
eines Servoventils oder eines Proportionalventils derart
auszugestalten, daß sich ein einfacher mechanischer Auf
bau bei hoher Funktionssicherheit ergibt. Erfindungsgemäß
wird das Biegerohr wie auch das Beschickungsrohr ersetzt
und es wird eine interne Strömungsmittel- oder Fluidver
sorgung des Strahlrohrs vorgesehen.
Die erfindungsgemäße Jet-Pipe- oder Strahlrohrstufe weist
gemäß der Erfindung folgendes auf:
einen Steuermotor mit stationären durch ein elektrisches Signal erregbaren Wicklungen und einem Anker, der ent sprechend dem elektrischen Signal auslenkbar ist, eine durch den Anker entsprechend dem elektrischen Signal auslenkbare in einem Motorblock des Steuermotors angeordnete Strahldüse,
Zuführmittel, um ein Druckmedium der Strahldüse zuzufüh ren,
mindestens zwei Auffangdüsen benachbart angeordnet zur Strahldüse, um entsprechend dem elektrischen Signal mehr oder weniger Druckmedium aufzunehmen, wobei die Druckmit telzufuhr zur Strahldüse nicht über den Steuermotor, son dern im Bereich des Motorblocks und/oder des Verstärker körpers erfolgt.
einen Steuermotor mit stationären durch ein elektrisches Signal erregbaren Wicklungen und einem Anker, der ent sprechend dem elektrischen Signal auslenkbar ist, eine durch den Anker entsprechend dem elektrischen Signal auslenkbare in einem Motorblock des Steuermotors angeordnete Strahldüse,
Zuführmittel, um ein Druckmedium der Strahldüse zuzufüh ren,
mindestens zwei Auffangdüsen benachbart angeordnet zur Strahldüse, um entsprechend dem elektrischen Signal mehr oder weniger Druckmedium aufzunehmen, wobei die Druckmit telzufuhr zur Strahldüse nicht über den Steuermotor, son dern im Bereich des Motorblocks und/oder des Verstärker körpers erfolgt.
Bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus
den Ansprüchen.
Durch die erfindungsgemäß vorgesehene interne Fluidver
sorgung des Strahlrohrs und insbesondere auch durch die
Dichtung, die vorzugsweise durch O-Ringe vorgesehen wird,
ergeben sich bessere Dämpfungseigenschaften und keine
Nullpunkt-Druckverschiebung. Der erfindungsgemäße Antrieb
zeichnet sich insbesondere durch die geringe Ankermasse
aus, was zu einer hohen Gesamtdynamik des gesamten Ven
tils führt.
Weitere Vorteile, Ziele und Einzelheiten der Erfindung
ergeben sich aus der Beschreibung von Ausführungsbeispie
len anhand der Zeichnung; in der Zeichnung zeigt:
Fig. 1 ein Servoventil gemäß dem Stand der Technik im
Schnitt;
Fig. 2 eine schematische Schnittansicht eines ersten Aus
führungsbeispiels einer Jet-Pipe- oder Strahlrohr
stufe gemäß der Erfindung, und zwar im Schnitt;
Fig. 3 eine Einzelheit der Fig. 2;
Fig. 4 eine Schnittdarstellung eines zweiten Ausführungs
beispiels der Erfindung, welches eine Abwandlung
des ersten Ausführungsbeispiels ist;
Fig. 5 eine Schnittdarstellung eines dritten Ausführungs
beispiels der Erfindung;
Fig. 6 eine Draufsicht auf Fig. 5;
Fig. 7 eine schematische Schnittdarstellung eines vierten
Ausführungsbeispiels der Erfindung.
Fig. 1 zeigt ein zweistufiges Wegeservoventil 1, das ei
nen elektrischen Steuer- oder Torquemotor 3 und einen hy
draulischen Verstärker 4 als erste Stufe sowie ein Wege
ventil 5 als zweite Stufe aufweist. Ein Weggeber 6 ist
mit dem Wegeventil 5 verbunden.
Der Steuermotor 3 weist in bekannter Weise ein Strahlrohr
7 auf, welches mittels eines nicht näher bezeichneten
Biegerohrs angeordnet ist. Ferner ist ein Beschickungs
rohr 8 vorgesehen, welches Fluid- oder Druckmedium zum
oberen Ende des Strahlrohrs 7 transportiert, so daß die
ses durch eine ebenfalls nicht näher bezeichnete am ande
ren Ende vorgesehene Strahldüse austreten kann, und zwar
in Richtung auf zwei nicht näher bezeichnete Auf
fangdüsen, die in einer hydraulischen Verstärkerplatte 15
des hydraulischen Verstärkers 4 ausgebildet sind. Diese
Auffangdüsen stehen über Kanäle 10 und 11 mit den An
schlüssen A′ und B′ des Wegeventils 5 in Verbindung. Ein
Kanal 9 in der Verstärkerplatte 15 führt den mit PX be
zeichneten Steuerdruck zum erwähnten oberen Ende des
Strahlrohrs 7. Ein Kanal 16 führt, wie gezeigt, Druckme
dium zum Kanal 9. Ein Kanal 14 ist mit dem Rückleitungs
anschluß R verbunden und führt zum Tank T und zu einem
Anschluß im Ventilkörper 22.
Das Wegeventil 5 besitzt einen Ventilkörper 22, in dessen
Längsbohrung ein Kolben 19 angeordnet ist, der über das
bei A′ und B′ angelegte Strömungsmittel verschoben werden
kann. Die Strömungsmittelzufuhr erfolgt über die Kanäle
12 und 13, die zu den Steuerkammern 18 bzw. 17 führen, so
daß bei P anstehendes Druckmedium zu den Verbraucheran
schlüssen A, B bzw. zu dem Tankanschluß T entsprechend
einem elektrischen Steuersignal geleitet werden kann. Das
Steuersignal wird an nicht näher bezeichnete Wicklungen
des Steuermotors 3 angelegt.
Die Fig. 2 und 3 zeigen ein erstes Ausführungsbeispiel
eines elektrischen Steuer- oder Torquemotors 23 gemäß der
Erfindung. Der elektrische Steuermotor 23 ist auf der
Oberseite eines hydraulischen Verstärkers 24 befestigt,
und zwar unter Zwischenlage einer als Motorblock 27 be
zeichneten Platte. Zwischen Motorblock 27 und Verstärker
24 ist eine Dichtung 61 vorgesehen. Der hydraulische Ver
stärker 24 kann auf einem Hauptventil in der in Fig. 1
gezeigten Art mit seiner Unterseite 25 angeordnet sein.
Insofern entsprechen die Bezugszeichen C2 und C1 in Fig.
2 den Bezugszeichen A′ und B′ in Fig. 1, PX in Fig. 2
entspricht den PX in Fig. 1. Schließlich bezeichnete R in
Fig. 2 und Fig. 1 einen Rücklaufanschluß zum Tank der in
Fig. 1 über Kanal 14 erfolgt.
Der Steuermotor 23 ist durch Befestigungsmittel in der
Form von Schrauben 28 unter Zuhilfenahme des Motorblocks
27 eines Ventil- oder Verstärkerkörpers 37 befestigt. Im
einzelnen besitzt der Steuermotor 23 seitliche Polschuhe
29, Polschrauben 26 sowie diese umgebende Spulen 31, wie
dies auf dem Gebiet der Steuermotoren bekannt ist. Die
seitlichen Polschuhe 29 sind durch einen oberen Polschuh
30 verbunden, an dem erfindungsgemäß nach unten ragend
ein Permanentmagnet 32 mit zwei Polen befestigt ist. Vor
zugsweise innerhalb des Permanentmagneten 32 läuft eine
ebenfalls an dem oberen Polschuh 30 befestigte Biegefe
der, die im dargestellten Ausführungsbeispiel als
Biegestab 33 ausgebildet ist. Der Biegestab 33 erstreckt
sich über die unteren Enden der Pole des Permanentmagne
ten 32 hinaus und steht vorzugsweise über einen Anker 34
mit einem Strahlrohr 35 in Verbindung.
Der Verstärkerkörper 37 ist von seiner Oberseite 39 zur
Unterseite 25 hin von einer Bohrung 36 durchsetzt, in die
das Stahlrohr 35 hineinragt. Das Stahlrohr 35 besitzt ei
nen Schwenkpunkt 48, der durch das Stahlrohr 35 im Be
reich des Schwenkpunkts 48 umgebende Lager- und Dichtmit
tel 20 gebildet wird.
Vorzugsweise im Bereich der Lager- und Dichtmittel 20 be
steht eine Verbindung zum Inneren des Strahlrohrs 35,
welches - wie in Fig. 3 angedeutet - eine Längsbohrung 46
besitzt, die nach unten hin verläuft und eine Strahldüse
38 bildet.
Obwohl die Fig. 3 eine Einzelheit der Fig. 2 darstellen
soll, ist jedoch in Fig. 3 ein Unterschied insofern vor
gesehen und dargestellt, als die zur Aufnahme der Lager
und Dichtmittel 20 (Fig. 2) und 21 (Fig. 3) vorgesehene
Kammer 40 in Fig. 2 etwas unterschiedlich von der Kammer
40 gemäß Fig. 3 ausgebildet ist. Man erkennt, daß in Fig.
2 die Lagermittel 20 eben mit der Oberseite 39 abschlie
ßen und an ihrem Platz durch einen Vorsprung 62 des Mo
torblocks 27 gehalten werden. Ferner ragt ein Ringvor
sprung 60 des Motorblocks 27 dabei in eine entsprechende
Ausnehmung in der Oberseite 39 hinein und bildet auch ei
ne seitliche Halterung für den oberen Teil der Dichtmit
tel 40. Eine Einschnürung der Bohrung 36 bildende
Tragmittel 47 tragen die Dichtmittel 20 (Fig. 2) und auch
die Dichtmittel 21 (Fig. 3). Die Bohrung 46 ist durch
mindestens eine Querbohrung 45 mit der Kammer 40
verbunden.
Bei der Abwandlung gemäß Fig. 3 ragen die Dichtmittel 21
über die Oberfläche 39 hinaus und der Motorblock 27 bil
det einen Ringvorsprung 65 mit einer Ausnehmung 66, in
der die Dichtmittel 21 sitzen.
Im einzelnen weisen die Dichtmittel 20 (in Fig. 2) und 21
(in Fig. 3) einen ersten O-Ring 41 und einen zweiten
O-Ring 42 auf, wobei zwischen diesen beiden O-Ringen in
Axialrichtung ein vorzugsweise ringförmiges Zwischenstück
43 angeordnet ist, welches eine oder mehrere Querbohrun
gen 44 aufweist. Diese Querbohrungen liegen auf der Höhe
der Mündung eines Kanals 49, der den Anschluß PX mit der
Kammer 40 verbindet.
In der Bohrung 36 ist benachbart zum unteren Ende des
Strahlrohrs 35 und somit benachbart zur Strahldüse 38 ein
Empfänger 50 angeordnet, der zwei Auffangdüsen 51, 52
bildet, die mit Düsenkanälen 58 bzw. 59 im Empfänger 50
in Verbindung stehen, die dann ihrerseits über Kanäle 63
bzw. 64 im Verstärkerkörper 37 mit Anschlüssen C1 bzw. C2
verbunden sind. In einer Ausnehmung an der Unterseite 25
ist im Bereich des Kanals 49 ein Filter 57 vorgesehen.
Die Hubbewegungen des Strahlrohrs 35 sind mit 53, 54 be
zeichnet.
Fig. 4 zeigt schematisch ein abgewandeltes Ausführungs
beispiel der Erfindung, welches ähnlich wie in Fig. 3
ausgebildet ist, wobei aber hier ein spezieller O-Ring 68
vorgesehen ist, der Bohrungen 69 aufweist, von denen die
eine mit dem Kanal 49 ausgerichtet ist, so daß Druckme
dium über Bohrung 45 der Bohrung 46 des Strahlrohrs 35
zugeführt werden kann.
Im einzelnen ist ein oberer 70 und ein unterer 71 Stütz
ring vorgesehen, um die O-Ringdichtung 68 sicher in der
Kammer 40 zu halten. 47 bezeichnet einen Arbeitsspalt für
das Strahlrohr 35.
Ein drittes Ausführungsbeispiel ist in den Fig. 5 und 6
dargestellt. Hier wird der Steuermotor 75 durch zwei pie
zoelektrische Biegewandler 78 gebildet, die in geeigneter
Weise mit einem Motorblock 76 und einer Befestigungsein
richtung (Strahlrohrhalterung) 79 verbunden sind. Der
Verstärkerkörper ist hier mit 77 bezeichnet.
Die piezoelektrischen Biegewandler 78 können sich bei Zu
führung einer Stellspannung verbiegen und somit ein Aus
lenken des Strahlrohrs 35 mit seiner Strahldüse 38 bewir
ken. Um die angeschlossene Masse zu verringern, kann die
Strahlrohrhalterung 79 sowie das Strahlrohr 35 aus
Leichtmetall oder Kunststoff hergestellt sein. Der Fre
quenzgangbereich wird hier direkt von den Biegewandlern
78 bestimmt. Die Dichtung erfolgt auch hier ähnlich wie
in den Fig. 2 und 3 beschrieben. Der Befestigung dienende
Bohrungen sind in Fig. 6 mit 80 bezeichnet. Die Hubbewe
gungen sind mit 81, 82 bezeichnet.
Fig. 7 zeigt den Längsschnitt durch die erste Stufe 83
eines Servo- oder Proportionalventils. Bei diesem vierten
Ausführungsbeispiel ist der Steuermotor 84 wiederum zu
sammen mit einem hydraulischen Verstärker 85 dargestellt,
wobei hier eine im ganzen horizontal aufgebauten Vorsteu
erstufe gebildet wird. Der Vorteil liegt in der flachen
Bauweise und in dem einfachen mechanischen Aufbau. Der
Antrieb erfolgt über den Steuermotor 84 in der Form eines
Zweispalt-Torquemotors, der sich durch eine geringe An
kermasse und eine hohe Eigendynamik auszeichnet. Man er
kennt einen oberen Polschuh 87, einen unteren Polschuh 88
und einen hinteren Polschuh 89. Eine Spule 90 sowie ein
Anker 91 und ein Permanentmagnet 92 sind gezeigt. Am hin
teren Polschuh 89 ist ein Biegestab oder eine Biegefeder
93 befestigt, die mit dem Anker 91 verbunden ist. Der
Steuermotor 84 ist über einen Deckel 94 an dem Verstär
kergehäuse oder Verstärkerkörper 95 befestigt. Ein Emp
fängerkörper 96 bildet Auffangdüsen 97 und 98 und ist in
der Längsbohrung des Körpers 95 befestigt. Ähnlich wie in
Fig. 2 sind Kanäle 58, 59 sowie 63 und 64 vorgesehen. Das
gilt auch für die Kanäle 49 und 56. Ebenfalls sind wie
derum Lager- und Dichtmittel 99 benachbart zum Deckel 96
angeordnet, um das Strahlrohr 35 schwenkbar zu lagern, so
daß es bei Erregung der Spule 90 ausgelenkt wird, und
zwar in der einen oder anderen Richtung je nach der Pola
rität des angelegten elektrischen Steuersignals.
Es sei bemerkt, daß die Aufhängung bzw. Lagerung des
Strahlrohrs statt durch einen auch durch mehrere Biege
stäbe bzw. Biegefedern erfolgen kann, wobei diese mit dem
Anker und dem oberen Polschuh in geeigneter Weise verbun
den sind.
Man erkennt ferner, daß bei den oben beschriebenen Aus
führungsbeispielen der beim Stand der Technik notwendige,
aufwendige Lötvorgang durch ein Steck- bzw. Schraubsystem
ersetzt wird, wodurch eine höhere Funktionssicherheit ge
währleitstet wird.
Erfindungsgemäß ist es ferner möglich durch die Auswahl
der Durchmesser der Biegestäbe bzw. der Dicke der
Biegefedern die Frequenzgangwerte zu bestimmen.
Die Einstellung der Neutralstellung bei den oben genann
ten Ausführungsbeispielen erfolgt vorzugsweise durch Ver
schieben des oberen Polschuhs, wobei aber auch, wenn ge
wünscht, eine Vertrimmung einstellbar ist.
Claims (7)
1. Jet-Pipe- oder Strahlrohrstufe, insbesondere zur Ver
wendung als Vorsteuerstufe eines Servoventils, wobei
folgendes vorgesehen ist:
ein Steuer- oder Torquemotor (23, 75, 84), der ent sprechend einem elektrischen Signal auslenkbar ist,
eine durch den Steuermotor auslenkbare Strahldüse, Zuführmittel (49), um ein Druckmedium der Strahldüse (38) zuzuführen, und
mindestens zwei Auffangdüsen (51, 52; 97, 98) be nachbart angeordnet zu der Strahldüse (35), um ent sprechend dem elektrischen Signal Druckmedium auf zunehmen,
wobei die Druckölzufuhr zur Strahldüse (35) nicht über den Steuermotor, sondern über interne Verbin dungen im Bereich des Motorblocks und/oder eines Verstärkerkörpers erfolgt.
ein Steuer- oder Torquemotor (23, 75, 84), der ent sprechend einem elektrischen Signal auslenkbar ist,
eine durch den Steuermotor auslenkbare Strahldüse, Zuführmittel (49), um ein Druckmedium der Strahldüse (38) zuzuführen, und
mindestens zwei Auffangdüsen (51, 52; 97, 98) be nachbart angeordnet zu der Strahldüse (35), um ent sprechend dem elektrischen Signal Druckmedium auf zunehmen,
wobei die Druckölzufuhr zur Strahldüse (35) nicht über den Steuermotor, sondern über interne Verbin dungen im Bereich des Motorblocks und/oder eines Verstärkerkörpers erfolgt.
2. Strahlrohrstufe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die Druckmittelzufuhr über ein Strahlrohr
(35) erfolgt, an dessen einen Ende die Strahldüse
(38) und an dessen anderen Ende das bewegliche Ele
ment eines Steuermotors direkt oder indirekt ange
ordnet ist.
3. Strahlrohrstufe nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuermotor
eine stationäre durch ein elektrisches Signal er
regbare Wicklung aufweist.
4. Strahlrohrstufe nach einem oder mehreren der vorher
gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
Strahlrohr im Motorblock vorzugswiese schwenkbar
gelagert ist.
5. Strahlrohrstufe nach einem oder mehreren der vorherge
henden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
Strahlrohr im Ventilkörper (37) vorzugsweise
schwenkbar gelagert ist.
6. Strahlrohrstufe nach einem oder mehreren der vorher
gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Mit
tel vorgesehen sind, die das Strahlrohr und damit
die Strahldüse in einer Neutralstellung bezüglich
der Auffangdüsen vorspannen.
7. Strahlrohrstufe nach einem oder mehreren der vorher
gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Mittel zum Vorspannen eine Biegefeder, insbesondere
ein Biegestab, sind.
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