DE4417380A1 - Karosserievorderbau sowie Verfahren zur Montage einer Haubenscharniere aufweisenden Motorhaube eines Kraftfahrzeugs - Google Patents
Karosserievorderbau sowie Verfahren zur Montage einer Haubenscharniere aufweisenden Motorhaube eines KraftfahrzeugsInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Karosserievorderbau mit je
weils einer A-Säule vor jeder Türöffnung, von der jeweils
eine Radeinbaustrebe nach vorn führt und bei dem die Rad
einbaustreben an der Fahrzeugvorderseite durch einen
Querträger miteinander verbunden sind. Weiterhin betrifft
die Erfindung ein Verfahren zur Montage einer Hauben
scharniere aufweisenden Motorhaube eines Kraftfahrzeugs.
Bei der Gestaltung des Karosserievorderbaus gewinnen Fra
gen der passiven Sicherheit zunehmend an Bedeutung. Be
sonders kritisch für den Erhalt der Fahrgastzelle ist ein
Aufprall auf eine Barriere mit nur teilweiser Überdeckung.
Die Erfüllung heutiger Sicherheitsanforderungen be
reitet insbesondere bei Kleinwagen Schwierigkeiten, da
bei ihnen infolge kurzer Motorräume der maximal mögliche
Deformationsweg bis zur Fahrgastzelle klein ist.
Um die bei einem Frontalaufprall mit nur einer Fahrzeug
seite auftretenden Kräfte möglichst gleichmäßig in den
gesamten Fahrzeugvorderbau zu verteilen, sieht man heute
beim Karosserievorderbau allgemein drei Lastpfade vor.
Ein unterer Lastpfad wird durch die Motorträger, ein
mittlerer Lastpfad durch die beiden Vorderrahmen und ein
oberer Lastpfad durch die zu den A-Säulen führenden Rad
einbaustreben gebildet. Wenn sich ein solcher Karosse
rievorderbau als nicht ausreichend stabil erweist, dann
besteht die Möglichkeit, die genannten Karosseriebereiche
zu verstärken, was jedoch nicht zwangsläufig zu einer
Verbesserung des Crashverhaltens führt, da dann die Ver
formungsarbeit im Karosserievorderbau abnimmt und mehr
Kräfte in die Fahrgastzelle eingeleitet werden können.
Motorhauben werden bisher an die fertig geschweißte Roh
karosserie montiert. Hierzu wird die Motorhaube nach den
bereits montierten Kotflügeln ausgerichtet und danach ih
re Haubenscharniere mit der Rohkarosserie verbunden.
Diese Art der Montage ist zeitaufwendig und erfordert für
den Monteur eine unbequeme Arbeitshaltung.
Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, einen Karosse
rievorderbau der eingangs genannten Art so zu gestalten,
daß sich mit möglichst geringem Aufwand eine hohe passive
Sicherheit für einen seitlich versetzten Frontalaufprall
ergibt. Weiterhin soll ein Verfahren zur Montage der Mo
torhaube bei einem solchen Karosserievorderbau gefunden
werden.
Die erstgenannte Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch ge
löst, daß die A-Säulen zusätzlich durch ein auf den Rad
einbaustreben angeordnetes, den Karosserievorderbau U-
förmig umschließendes Rahmenprofil miteinander verbunden
sind.
Durch ein solches U-förmig verlaufendes Rahmenprofil ent
steht für den Frontalaufprall ein zusätzlicher Lastpfad.
Bei einem seitlich versetzten Aufprall wird durch das
Rahmenprofil ein Teil der Kräfte auf die nicht betroffene
Seite des Kraftfahrzeugs verteilt. Da das Rahmenprofil
die A-Säulen miteinander brückenartig verbindet, erhöht
sich insgesamt die Festigkeit der Kraftfahrzeugkarosse
rie.
Besonders gut vermag das Rahmenprofil seine Schutzwirkung
zu erfüllen, wenn es einteilig und geschlossen ausgebil
det ist.
Die Montagekosten sind besonders gering, wenn das Rahmen
profil durch Schraubverbindungen mit den Radeinbaustreben
verbunden ist.
Die Befestigung der Motorhaube erfolgt besonders einfach
und bedingt keine Verstärkung von Karosserieteilen, wenn
gemäß einer anderen Weiterbildung der Erfindung an dem
Rahmenprofil Haubenscharniere einer Motorhaube angelenkt
sind.
Die zweitgenannte Aufgabe, nämlich die Schaffung eines
Verfahrens zur Montage einer Haubenscharniere aufweisen
den Motorhaube eines Kraftfahrzeugs, wird erfindungsgemäß
dadurch gelöst, daß die Motorhaube außerhalb des Kraft
fahrzeugs mit ihren Haubenscharnieren an einem U-förmigen
Rahmenprofil angelenkt und dieses Rahmenprofil anschlie
ßend in den Karosserievorderbau eingesetzt und mit den
Radeinbaustreben verschraubt wird. Ein solches Montage
verfahren ist wesentlich einfacher durchzuführen als das
bisherige Montageverfahren, da die Motorhaubenmontage au
ßerhalb der fertigen Rohkarosserie neben der Linie in op
timaler Arbeitshöhe erfolgen kann und erst die aus dem
Gerippe und der Motorhaubenhaut, den Haubenscharnieren
sowie dem Rahmenprofil gebildete Motorhaube als Ganzes in
das Kraftfahrzeug eingebaut werden muß. Hierbei kann die
Verschraubung von oben erfolgen, was eine automatische
Montage begünstigt. Auch ist die Ausrichtung einer sol
chen Motorhaube nach den angrenzenden Bauteilen der
Kraftfahrzeugkarosserie leichter als bisher. Bei der er
findungsgemäßen Verfahrensweise wird das für das Crash
verhalten des Kraftfahrzeugs vorteilhafte Rahmenprofil
als Lehrenwerkzeug für die Montage der Motorhaube be
nutzt. Hierdurch entsteht ein als separate Baueinheit zu
erstellendes Motorhaubenmodul.
Die Motorhaube ist besonders leicht in Bezug auf die an
grenzenden Bauteile auszurichten, wenn gemäß einer Wei
terbildung des Verfahrens das Rahmenprofil in Bezug auf
die Vordertüren des Kraftfahrzeugs positioniert und mit
der Rohkarosserie verschraubt wird und wenn erst an
schließend die Kotflügel nach dem Rahmenprofil ausgerich
tet und befestigt werden.
Die Erfindung läßt zahlreiche Ausführungsformen zu. Zur
weiteren Verdeutlichung ihres Grundprinzips ist eine da
von in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend be
schrieben. Diese zeigt in
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines erfindungs
gemäß gestalteten Karosserievorderbaus,
Fig. 2 eine schematische, perspektivische Darstellung
eines erfindungsgemäßen Rahmenprofils mit mon
tierter Motorhaube,
Fig. 3 einen senkrechten Schnitt durch einen Teil des
Karosserievorderbaus im Bereich eines Hauben
scharniers der Motorhaube,
Fig. 4 eine Draufsicht auf die linke Hälfte eines Ka
rosserievorderbaus.
Die Fig. 1 zeigt einen Karosserievorderbau 1, welcher
sich von zwei A-Säulen 2, 3 nach vorn erstreckt und einen
Motorraum 4 bildet. Von den beiden A-Säulen 2, 3 führt
jeweils eine Radeinbaustrebe 5, 6 nach vorn, wo sie durch
einen Querträger 7 miteinander verbunden sind. Tiefer als
die Radeinbaustreben 5, 6 verläuft an jeder Seite des Ka
rosserievorderbaus ein Vorderrahmen 8, 9. Im unteren Be
reich des Motorraums 4 ist ein U-förmig verlaufender Mo
torträger 10 angeordnet.
Wichtig für die Erfindung ist ein U-förmig von einer A-
Säule 2 zur anderen A-Säule verlaufendes Rahmenprofil 11,
welches auf der Oberseite der Radeinbaustreben 5, 6 ver
läuft, mit diesen verschraubt ist und an der Fahrzeugvor
derseite eine Querverbindung bildet. Dieses Rahmenprofil
11 stellt für den Fall eines Frontalaufpralls zusätzlich
zu den Vorderrahmen 8, 9, dem Motorträger 10 und den Rad
einbaustreben 5, 6 einen weiteren Lastpfad dar. Das Rah
menprofil 11 kann durch ein hydraulisches Aufblasverfah
ren (hydroforming) aus einem nur grob vorgebogenen Rohr
rohling mit sehr hohen Drücken (bis 6000 bar) erzeugt
werden.
An beiden Seiten des Rahmenprofils 11 ist jeweils ein
Haubenscharnier 12, 13 zur Befestigung einer in Fig. 2
gezeigten Motorhaube 14 befestigt. Diese Motorhaube 14
wird schon vor der Montage des Rahmenprofils 11 mit die
sem verbunden und wurde lediglich aus Gründen der Über
sichtlichkeit in Fig. 1 nicht dargestellt.
Die Fig. 2 zeigt das Rahmenprofil 11 mit der durch die
Haubenscharniere 12, 13 mit ihm verbundenen Motorhaube
14. Dieses Rahmenprofil 11 ist einteilig und als ge
schlossenes Hohlprofil ausgebildet.
Die Fig. 3 läßt erkennen, daß die Motorhaube 14 aus ei
ner Motorhaubenhaut 15 und einem Gerippe 16 besteht. Wei
terhin erkennt man das Haubenscharnier 13 und Schrauben
17, 18, welche das Haubenscharnier 13 mit dem Rahmenpro
fil 11 verbinden. Schraubverbindungen 19 verbinden das
Rahmenprofil 11 mit der Radeinbaustrebe 5. Seitlich der
Motorhaube 14 ist teilweise ein Kotflügel 22 dargestellt,
welcher erst nach dem Einbau des Rahmenprofils 11 mit der
Motorhaube 14 montiert wird, so daß er nach der Motor
haube 14 ausgerichtet werden kann.
Die Fig. 4 dient der zusätzlichen Verdeutlichung der Er
findung. Zu sehen ist der halbe Teil des Rahmenprofils
11, welches oberhalb der Radeinbaustrebe 5 verläuft. Zu
sehen sind in Fig. 4 auch ein Stoßdämpferdom 20 und eine
Frontscheibenausnehmung 21.
Claims (6)
1. Karosserievorderbau mit jeweils einer A-Säule vor
jeder Türöffnung, von der jeweils eine Radeinbau
strebe nach vorn führt und bei dem die Radeinbau
streben an der Fahrzeugvorderseite durch einen Quer
träger miteinander verbunden sind, dadurch gekenn
zeichnet, daß die A-Säulen (2, 3) zusätzlich durch
ein auf den Radeinbaustreben (5, 6) angeordnetes,
den Karosserievorderbau (1) U-förmig umschließendes
Rahmenprofil (11) miteinander verbunden sind.
2. Karosserievorderbau nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Rahmenprofil (11) einteilig und
geschlossen ausgebildet ist.
3. Karosserievorderbau nach den Ansprüchen 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß das Rahmenprofil (11)
durch Schraubverbindungen (19) mit den Radeinbau
streben (5, 6) verbunden ist.
4. Karosserievorderbau nach zumindest einem der voran
gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an
dem Rahmenprofil (11) Haubenscharniere (12, 13) ei
ner Motorhaube (14) angelenkt sind.
5. Verfahren zur Montage einer Haubenscharniere aufwei
senden Motorhaube eines Kraftfahrzeugs, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Motorhaube außerhalb des
Kraftfahrzeugs mit ihren Haubenscharnieren an einem
U-förmigen Rahmenprofil angelenkt und dieses Rah
menprofil anschließend in den Karosserievorderbau
eingesetzt und mit den Radeinbaustreben verschraubt
wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß das Rahmenprofil in Bezug auf die Vordertüren
des Kraftfahrzeugs positioniert und mit der Rohka
rosserie verschraubt wird und daß erst anschließend
die Kotflügel nach dem Rahmenprofil ausgerichtet und
befestigt werden.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19944417380 DE4417380C2 (de) | 1994-05-18 | 1994-05-18 | Karosserievorderbau sowie Verfahren zur Montage einer Haubenscharniere aufweisenden Motorhaube eines Kraftfahrzeugs |
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