DE4406383A1 - Montagegerät zum manuellen Aufstecken von Metallklammern auf Trägerplatten - Google Patents
Montagegerät zum manuellen Aufstecken von Metallklammern auf TrägerplattenInfo
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Description
Bei der Handmontage von Metallklammern wird die zum Aufstecken der Klammer
benötigte Kraft vom Werker oft als zu hoch empfunden und kann insbesondere in
der Produktion oder am Band, wo der Montagevorgang mehrere Tausendmal pro
Tag ausgeführt werden muß, mit der Zeit zu Schmerzen an den Fingern oder im
Handgelenk führen.
Außerdem ist es sehr mühsam, die Metallklammern einzeln mit der Hand zu greifen,
in die jeweilige Montageposition zu bringen und dann mit dem Finger aufzudrücken
oder gegebenenfalls auch mit einem Hammer aufzuschlagen. Deshalb wurden
bereits Montagegeräte entwickelt, die entsprechend dem Oberbegriff des Anspruchs
I aufgebaut sind und bei denen die Klammern mit einem Stößel quer zur
Stapelrichtung auf die Kante oder den Rand der Trägerplatte aufgedrückt werden.
Aus DE 75 40 304 U ist ein solches Montagegerät bekannt, bei dem der Stößel wie
bei einer Pistole durch einen pneumatisch betätigten Zylinder vorgedrückt und
wieder zurückgezogen wird. Sobald der Stößel zurückfährt, wird die nächste
Metallklammer in Montageposition vor den Stößel gedrückt. Mit dieser
Montagepistole läßt sich zwar die Beanspruchung der Finger reduzieren, doch wird
die Hand durch das ständige Halten der Pistole und den durch das maschinelle
Aufbringen der Stößelkraft verursachten Rückschlag stark beansprucht.
Aus DE 87 05 490 U ist weiterhin ein nach dem Oberbegriff aufgebautes Montage
gerät bekannt, bei dem der Stößel mit seinem rückwärtigen Ende aus dem
Führungsschacht herausragt und mit einem pilzförmigen Druckstück versehen ist,
gegen das der Werker mit dem Handballen drückt, während er mit der anderen
Hand das Gerät in Montageposition hält. Dieses Gerät funktioniert praktisch so wie
die vorgenannte Montagepistole, nur daß die Aufdruckkraft schlagartig mit dem
Handballen aufgebracht werden muß, so daß diese Arbeitsweise auf Dauer
ebenfalls Schmerzen verursacht.
Im Hinblick auf die Humanisierung des Arbeitsplatzes ist es die Aufgabe der
Erfindung, ein Montagegerät zum manuellen Aufstecken von Metallklammern so zu
gestalten, daß die körperliche Belastung für den Werker beim Aufstecken möglichst
klein gehalten wird. Darüberhinaus sollte das Montagegerät kostengünstig
herzustellen und leicht nachzufüllen sein.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird bei dem eingangs erwähnten Montagegerät
vorgeschlagen, das Gehäuse ganz allgemein so zu gestalten, daß es an seinem
offenen Ende eine die Metallklammer in Vorschubrichtung haltende und entgegen
der Aufsteckrichtung abstützende Ausbildung aufweist, welche die Metallklammer
nach Erreichen der Aufsteckposition freigibt.
Die Arbeitsweise mit diesem Montagegerät ist denkbar einfach:
Zunächst müssen die Metallklammern durch die Austrittsöffnung in das Gehäuse eingeführt und gestapelt werden, bis das Gehäuse vollgeladen ist.
Zunächst müssen die Metallklammern durch die Austrittsöffnung in das Gehäuse eingeführt und gestapelt werden, bis das Gehäuse vollgeladen ist.
Sodann nimmt der Werker das geladene Gerät in seine Hand, wobei der Daumen
zweckmäßigerweise in Aufsteckrichtung gegen das Gehäuse andrückt. Das Gerät
wird nun mit dem an der Öffnung freiliegenden Klammermund gegen die Kante der
Trägerplatte angelegt und mit der Hand in Richtung auf die Trägerplatte gedrückt,
bis der Klammerrücken am Blechrand anliegt. Sodann wird das Montagegerät von
der Klammer weggezogen, wobei die aufgesteckte Klammer aus dem Stapel
herausgleitet. Durch die Vorschubmittel wird der Klammerstapel dann
nachgeschoben, so daß die nächste Klammer in der Öffnung aufsteckbereit ist. Der
zum Aufstecken erforderliche Kraftaufwand ist minimal und wird allein von der
Flexibilität der Metallklammer bestimmt.
Die zweckmäßige Ausgestaltung des Montagegeräts ist in Abhängigkeit von der
jeweiligen Aufsteckrichtung in den Unteransprüchen beschrieben und soll anhand
der Zeichnungen nachfolgend näher erläutert werden. Es zeigt
Fig. 1 ein erfindungsgemäßes Montagegerät zum Aufstecken von Klammern
in Richtung quer zur Stapelachse im Längsschnitt,
Fig. 2 einen Querschnitt durch den Kopf des Montagegerätes nach Linie II-II
in Fig. 1 unterhalb der Öffnung,
Fig. 3 das Montagegerät beim Aufstecken der Metallklammer auf die Kante
eines Trägerbleches,
Fig. 4 das gleiche Montagegerät beim Abziehen des Kopfes von der Kante
des Trägerbleches,
Fig. 5 eine für das Montagegerät passende, stapelbare Metallklammer in
Seitenansicht,
Fig. 6 ein weiteres Montagegerät zum Aufstecken einer anderen stapelbaren
Klammer in Richtung der Stapelachse im Längsschnitt,
Fig. 7 einen Querschnitt durch den Kopf des Montagegerätes nach Linie
VII-VII in Fig. 6,
Fig. 8 das gleiche Montagegerät beim Aufstecken der Metallklammer auf die
Kante des Trägerbleches und
Fig. 9 das gleiche Montagegerät beim Abziehen des Kopfes von der Kante
des Trägerbleches.
Das in den Fig. 1-4 dargestellte Montagegerät besteht aus einem länglichen
Gehäuse 1 zur Aufnahme von aufeinanderstapelbaren Metallklammern 2, welche
zum Aufstecken auf Trägerplatten 3 bestimmt sind.
Diese Metallklammern 2 besitzen zu diesem Zweck, wie aus Fig. 5 ersichtlich, zwei
U-förmig miteinander verbundene Klemmschenkel 4 und 5, die in Aufsteckrichtung
V-förmig auseinanderstrebende Einführflächen 6 aufweisen. Im vorliegenden
Ausführungsbeispiel ist der untere Klemmschenkel 5 mit einem Gewindeeindruck 7
für eine sogenannte Blechschraube versehen, während der obere Klemmschenkel 4
ein Durchgangsloch 8 zum Einführen der Blechschraube aufweist.
An der Einführfläche 6 des unteren Klemmschenkels 5 ist ein weiterer Schenkel 9
angeformt und unter dem Gewindeschenkel 5 etwa parallel zu diesem zurückgebo
gen, so daß sich die einzelnen Metallklammern 2 bei der automatischen Stapelung
im Gehäuse 1 gut aufeinanderlegen und leicht seitlich aus dem Gehäuse 1
herausziehen lassen.
Das Gehäuse 1 weist an seinem Kopfende eine Öffnung 10 für den Austritt der
Metallklammern 2 auf und ist an seinem Fußende durch einen Stopfen 11
verschlossen oder aber verschließbar, je nachdem, ob die Metallklammern von
oben oder von unter zugeführt werden. Das Gehäuse 1 ist ferner so ausgebildet,
daß die Metallklammern 2 am Kopfende in Vorschubrichtung gehalten und entgegen
der Aufsteckrichtung "A" abgestützt sind, und zwar derart, daß die Metallklammern 2
nach Erreichen der Aufsteckposition (s. Fig. 5) aus der Öffnung 10 seitlich, d. h. quer
zur Stapelrichtung austreten können, wenn das Gehäuse 1 in Richtung des Pfeiles
"Z" zurückgezogen wird.
Bei dem in den Fig. 1-4 gezeigten Ausführungsbeispiel des Montagegerätes
sind die Metallklammern 2 in einem dem Klammernumfang angepaßten Gehäuse 1
gestapelt. Dieses weist an seinem Kopfende einen an der rückseitigen
Gehäusewand 12 angewinkelten Haltesteg 13 auf, welcher den oberen
Klemmschenkel 4 zumindest teilweise überdeckt, und zwar soweit, daß die Klammer
2 bis zum Aufstecken sicher im Stapel gehalten wird.
Für ein einwandfreies Austreten der Klammer 2 aus der Öffnung 10 ist es wichtig,
daß der Abstand "a" von der unteren Anschlagfläche 14 des Haltestegs 13 bis zum
Öffnungsrand 15 des Gehäuses 1 geringfügig größer ist als die gesamte
Klammernhöhe "h".
Als Vorschubmittel ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel eine Spirale 16
vorgesehen, die zwischen dem Stopfen 11 und einem im Gehäuse 1
längsverschieblichen Stein 17 eingespannt ist. Dieser Stein 17 ist zur Durchdringung
durch eine Führungsstange 18 mittig mit einer Bohrung 19 versehen. Die
Führungsstange 18 ist im Stopfen 11 mittig verankert und dient in erster Linie zur
Stabilisierung der Spiralfeder 16, welche so ausgelegt ist, daß sie den Stein 17 bis
an den Öffnungsrand 15 hochdrücken kann. Das bedeutet, daß die Führungsstange
18 in der untersten gespannten Lage des Steins 17 sämtliche magazinierten
Metallklammern 2 an den für den Verschraubungszweck bereits vorgesehenen
Löchern durchdringt.
In den Fig. 6 bis 9 ist eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Montagegerätes dargestellt, welches zum Aufstecken einer anders aufgebauten
Metallklammer 20 ausgebildet ist, und zwar einer solchen Klammer, die in
Stapelrichtung aufgesteckt und dann quer zur Stapelrichtung aus dem Kopf des
Montagegerätes heraustritt.
Dieses Montagegerät unterscheidet sich von dem vorhergehenden Gerät einmal
dadurch, daß die Klammern 20 in einem im Querschnitt dem Klammerumfang
angepaßten Magazin 21 gestapelt sind, welches - genau wie das Gehäuse des
vorgenannten Gerätes - am Kopfende einen Haltesteg 13 besitzt und nach dem
Auffüllen der Klammern 20 in das Gehäuse 1 von unten einführbar ist.
Ein weiterer Unterschied besteht darin, daß am Gehäuse 1 an der austrittseitigen
Gehäusewand 22 unterhalb der Öffnung 10 Klinken 23 seitlich wegschwenkbar
gelagert sind, die mit ihren Klinkennasen 24 in den Klammerstapel hineinragen und
dabei die im Kopfende befindliche Klammer 20 in Aufsteckrichtung "A" abstützen.
Die Klinkennasen 24 werden hierbei durch eine Feder 25 in Stützposition gehalten,
welche mit dem einen Ende gegen die Klinke 23 drückt und mit dem anderen Ende
an einem von der Gehäusewand 22 abstehenden Bügel 26 befestigt ist.
Sobald die Metallklammer aufgesteckt ist (Fig. 8) und das Montagegerät in Richtung
"Z" zurückgezogen wird (Fig. 9), drückt die Feder 18 den Klammerstapel nach oben
und bringt die nächste Klammer 20 in Aufsteckposition. Dabei schwenkt die Klinke
23 gegen die Kraft der Feder 25 nach außen und schiebt sich mit der Klinkennase
24 wieder unter die oberste Klammer 20, um diese beim Aufdrücken auf das
Trägerblech abzustützen.
Es versteht sich, daß das erfindungsgemäße Montagegerät auch für solche
Metallklammern nutzbar gemacht werden kann, die in Stapelrichtung aufgesteckt
werden und aus dem Gehäuse bzw. Magazin in gleicher Richtung heraustreten. In
diesem Fall muß der Haltesteg lediglich durch eine Haltevorrichtung ersetzt werden,
die die vorderste Metallklammer solange festhält, bis diese in eine entsprechende
Aussparung im Trägerblech eingerastet ist, und die dann beim Wegziehen des
Montagegerätes die Klammer freigibt.
Claims (4)
1. Montagegerät zum manuellen Aufstecken von stapelbaren Metallklammern auf
Trägerplatten, bestehend aus einem länglichen Gehäuse zur Aufnahme der
aufeinandergestapelten Metallklammern, wobei das Gehäuse am Kopfende eine
Öffnung für den Austritt der Metallklammern aufweist und am Fußende durch einen
Stopfen verschlossen beziehungsweise verschließbar ist, und aus einem auf den
Klammerstapel zur Öffnung hin wirkenden Vorschubmittel,
dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (1) an seinem offenen
Ende einen die Metallklammer (2, 20) in Vorschubrichtung haltende und entgegen
der Aufsteckrichtung abstützende Ausbildung aufweist, welche die Metallklammer
(2, 20) nach Erreichen der Aufsteckposition freigibt.
2. Montagegerät nach Anspruch 1, insbesondere zum Aufstecken von Metallklammern
in Richtung quer zur Stapelachse, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (2)
am Kopfende einen an der rückseitigen Gehäusewand (12 ) angewinkelten, den
oberen Klemmschenkel (4) teilweise überdeckenden Haltesteg (13) aufweist,
dessen Abstand "a" von der unteren Anschlagfläche (14) bis zum Öffnungsrand
(15 ) des Gehäuses (12) geringfügig größer ist als die gesamte Klammernhöhe "h".
3. Montagegerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Vorschubmittel
durch eine Spiralfeder (16) gebildet wird, die zwischen Stopfen (11) und einem im
Gehäuse (1) längsverschieblichen Stein (17) eingespannt ist, und daß der Stein
(17) mittig mit einer Bohrung (18) zur Aufnahme einer Führungsstange (19) für
die Spiralfeder (16) versehen ist, wobei die Metallklammern (2) ebenfalls mittig
an gleicher Stelle zum Durchführen der Führungsstange (19) gelocht sind.
4. Montagegerät nach Anspruch 1 , insbesondere zum Aufstecken von Metallklammern
in Richtung der Stapelachse, dadurch gekennzeichnet, daß die Klammern (20) in
einem im Querschnitt dem Klammerumfang angepaßten Magazin (21) gestapelt
sind, welches in das Gehäuse (1) einführbar ist, und daß am Gehäuse (1)
unterhalb der Öffnung (10) an der austrittseitigen Gehäusewand (22) seitlich
wegschwenkbare Klinken (23) gelagert sind, die mit ihren Klinkennasen (24) in
den Klammerstapel hineinragen und dabei die im Kopfende befindliche Klammer
(20) in Aufsteckrichtung abstützen.
Priority Applications (6)
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| DE4406383A DE4406383A1 (de) | 1994-02-26 | 1994-02-26 | Montagegerät zum manuellen Aufstecken von Metallklammern auf Trägerplatten |
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Legal Events
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