DE4401589A1 - Siliziumnitridkeramik und Verfahren zur Herstellung der Nitridkeramik - Google Patents
Siliziumnitridkeramik und Verfahren zur Herstellung der NitridkeramikInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Silizium
nitridkeramik mit hoher Festigkeit und insbesondere auf eine
Siliziumnitridkeramik mit hoher Festigkeit auf ihrer Oberflä
che, die nach dem Brennen nicht bearbeitet wurde, und das Her
stellungsverfahren der Siliziumnitridkeramik.
Eine Siliziumnitridkeramik hat herkömmlicherweise aufgrund ih
rer hohen Festigkeit bei hohen Temperaturen, chemischen Stabi
lität usw. Aufmerksamkeit auf sich gezogen, und daher wurden
verschiedene Forschungsarbeiten für die Anwendung einer
Siliziumnitridkeramik auf Materialien zur Verwendung für Ver
brennungsmotoren wie Dieselmotoren und Gasturbinen unternom
men.
Da Siliziumnitrid im allgemeinen eine niedrige Sinterfähigkeit
hat, wird ein Seltenerdoxid wie Y2O3 zuerst als ein Sinter
hilfsmittel zu Siliziumnitridpulver hinzugefügt. Dann wird das
Pulver unter Herstellung eines Preßlings mit der gewünschten
Form geformt. Schließlich wird der Preßling unter Gasdruck ge
brannt, wobei eine Siliziumnitridkeramik erhalten wird.
Als ein Rohstoffpulver aus Siliziumnitrid zur Herstellung
solch einer Keramik ist unter Berücksichtigung der Sinter
fähigkeit usw. ein Rohstoff verwendet worden, der zu 90% oder
mehr α-Si3N4 enthält. Es ist bekannt, daß Brennen einen Pha
senübergang von α-Si3N4 zu β-Si3N4 und die Bildung säulenför
miger Kristalle verursacht.
Das Brennen des Preßlings, der solch eine große Menge α-Si3N4
enthält, bewirkt jedoch die Rauheit der Kristallbildung und
dergleichen beim Phasenübergang und ergibt keine fein gesin
terte Keramik, was zu einer Beeinträchtigung der Festigkeit
und dergleichen führt. Von solch einem Standpunkt beschreiben
die Japanische Offenlegungsschrift 62-297269, die Japanische
Patent-Veröffentlichung 2-50076 und die Japanische Offenle
gungsschrift 2-255573 ein Verfahren zur Herstellung einer
Siliziumnitridkeramik, in dem eine große Menge β-Si3N4 dem
Rohstoffpulver zugefügt wird.
Eine durch eines dieser Verfahren (d. h. ein Verfahren, in dem
der Rohstoff hauptsächlich α-Si3N4 enthält, und ein Verfahren,
in dem eine große Menge β-Si3N4 dem Rohstoff hinzugefügt wird)
erhaltene Siliziumnitridkeramik besitzt große Poren auf der
Oberfläche der Keramik direkt nach dem Brennen (ohne Bearbei
ten). (Die Oberfläche ohne Bearbeitung nach dem Brennen wird
nachstehend als "gebrannte Oberfläche" bezeichnet.) Das Pro
blem besteht darin, daß solch eine Keramik eine unzureichende
Festigkeit auf der gebrannten Oberfläche besitzt, da sich die
Belastung in den Randteilen der großen Poren konzentriert.
Daher benötigt jede der Siliziumnitridkeramiken, die durch ei
nes dieser zwei Arten von Verfahren erhalten wurde, eine Bear
beitung auf der gebrannten Oberfläche, um Endprodukte mit der
Oberfläche mit gewünschter Festigkeit herzustellen. Der Bear
beitungsschritt ist mühselig, zeitaufwendig und kostenvermeh
rend.
Darüber hinaus besitzt eine Keramik, die durch eines der her
kömmlichen Verfahren erhalten wurde, keine befriedigende, von
der Dicke der Keramik unabhängige Festigkeit auf der gebrann
ten Oberfläche.
Somit löst die vorliegende Erfindung die vorstehend erwähnten
Probleme. Gemäß der vorliegenden Erfindung wird sowohl eine
dünne Siliziumnitridkeramik als auch eine dicke Silizium
nitridkeramik zur Verfügung gestellt, von denen jede ausge
zeichnete Festigkeit der gebrannten Oberfläche aufweist und
die Kosten zur Herstellung des Endprodukts verringert. Gemäß
der vorliegenden Erfindung wird auch ein Verfahren zur Her
stellung solch einer Siliziumnitridkeramik bereitgestellt.
Bei der vorliegenden Erfindung wurde ernsthaft untersucht, un
ter Beobachtung der Eigenschaften einer Siliziumnitridkeramik
wie die Porengröße und Festigkeit der gebrannten Oberfläche,
und gefunden, daß die vorstehend beschriebenen Aufgaben gelöst
werden können durch genaue Angabe des Mischungsverhältnisses
von β-Si3N4 im Rohstoffpulver, was zur Vervollständigung der
vorliegenden Erfindung führte.
Demgemäß ist die Siliziumnitridkeramik gemäß der vorliegenden
Erfindung, die im wesentlichen aus einem Siliziumnitrid und
einer Seltenerdoxidverbindung zusammengesetzt ist, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Verhältnis von transversaler Reißfestig
keit bei Zimmertemperatur der gebrannten Oberfläche, die als
eine dehnbare Oberfläche verwendet wird, zu der transversalen
Reißfestigkeit bei Zimmertemperatur der bearbeiteten Oberflä
che, die als eine dehnbare Oberfläche verwendet wird, und die
so bearbeitet wurde, daß sie die Oberflächenrauheit von
Rmax = 0,8 µm oder weniger hat, 0,7 oder mehr ist, und daß das
Festigkeitsverhältnis selbst dann erfüllt ist, wenn ein
Bereich außer der gebrannten Oberfläche als die dehnbare
Oberfläche verwendet wird, die zu bearbeiten ist, daß sie die
Oberflächenrauheit von Rmax = 0,8 µm oder weniger hat.
Rmax ist ein Parameter zur Messung der Oberflächenrauheit, de
finiert durch JIS B 0601, der die Differenz der Höhe zwischen
dem höchsten Punkt und dem niedrigsten Punkt in einem vorher
festgelegten Teil der gekrümmten Linie, die von dem Quer
schnitt durch die Oberfläche gemacht wird, angibt. Außerdem
kann das Verhältnis zwischen Rmax und Ra, der ein weiterer Pa
rameter zur Messung der Oberflächenrauheit ist, durch die For
mel Rmax = 4 Ra ausgedrückt werden.
Das Verfahren zur Herstellung einer Siliziumnitridkeramik ge
mäß der vorliegenden Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß
α-Si3N4-Pulver und β-Si3N4-Pulver vermischt werden, wobei ein
Rohstoffpulver erhalten wird, das der folgenden Formel genügt:
0,05 β/α + β 0,50
(α bezeichnet das Gewicht des α-Si3N4-Pulvers, und ß bezeich
net das Gewicht des β-Si3N4-Pulvers.)
Ein Sinterhilfsmittel wird hinzugefügt und mit dem Rohstoff
pulver vermischt. Dann wird das Pulver geformt, so daß sich
ein Preßling ergibt. Danach wird der Preßling bei einer Tempe
ratur in einem Bereich von 1800 bis 2000°C unter einer
Stickstoff-Atmosphäre mit einem Atmosphärendruck von minde
stens 0,101325 MPa (1 atm) gebrannt.
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird eine Si3N4-Keramik er
halten, in der der Unterschied der Oberflächenfestigkeit zwi
schen der gebrannten Oberfläche und der Oberfläche, die einer
Bearbeitung unterzogen wurde (nachstehend als eine bearbeitete
Oberfläche bezeichnet) klein ist, durch Kontrolle des Verbin
dungsverhältnisses zwischen α-Si3N4-Pulver und β-Si3N4-Pulver.
Daher besitzt die erhaltene Keramik bereits ausreichende Fe
stigkeit, die erforderlich ist, um als ein Produkt verwendet
zu werden, bevor es dem Bearbeiten unterworfen wird, anders
als eine Siliziumnitridkeramik, die durch ein herkömmliches
Verfahren erhalten wurde. Wenn der Preßling geformt wird, so
daß er eine nahezu netzartige Form hat, was ausschließt, daß
ein Rand durch Bearbeiten nach dem Brennen entfernt werden
muß, braucht die erhaltene Keramik keiner Bearbeitung unterzo
gen zu werden.
So ist die Festigkeit auf der gebrannten Oberfläche verbes
sert, da eine Porengröße in der Keramik klein wird durch Kon
trolle des Mischverhältnisses von β-Si3N4-Pulver. Obwohl der
Grund gegenwärtig nicht klar ist, kann er wie folgt vermutet
werden:
Als der Sintermechanismus einer Si3N4-Keramik werden zuerst
SiO2-Teilchen und ein Sinterhilfsmittel wie Y2O3-Teilchen, die
auf der Oberfläche der Si3N4-Pulverteilchen vorliegen, ge
schmolzen und umgesetzt, wobei sie im Brennschritt in einer
Flüssigkeitsphase vorliegen, und bei Fortschreiten der Reak
tion werden α-Si3N4-Teilchen und β-Si3N4-Teilchen, die vor dem
Brennen zufällig verstreut umherlagen, gleichmäßig angeordnet.
Dann schmelzen alle α-Si3N4-Teilchen und einige der β-Si3N4-
Teilchen, bilden einen Niederschlag und wachsen als säulenför
mige β-Si3N4-Kristalle rund um die verbleibenden β-Si3N4-Teil
chen (relativ große β-Si3N4-Teilchen), wobei jedes von ihnen
als ein Kern für das Kristallwachstum dient. Es scheint, daß
auf diese Weise die Si3N4-Keramik erhalten wird.
Bei solch einem Sintermechanismus ist, wenn eine große Menge
α-Si3N4-Pulver in dem Rohstoffpulver enthalten ist, die Menge
an α-Si3N4-Teilchen, die in β-Si3N4-Teilchen übergehen, groß,
und die Menge an verbleibenden β-Si3N4-Teilchen, von denen je
des als ein Kern für das Kristallwachstum dient, ist klein. In
diesem Fall ist die Festigkeit der gebrannten Oberfläche der
erhaltenen Keramik erniedrigt, da die Verteilung der β-Si3N4-
Kristalle ungleichmäßig wird, was die Porengröße sehr groß
macht.
Im Gegensatz ist, wenn eine große Menge an β-Si3N4-Pulver in
dem Rohstoffpulver enthalten ist, die Menge an α-Si3N4-Teil
chen, die in β-Si3N4-Teilchen übergehen, klein, und die Menge
an verbleibenden β-Si3N4-Teilchen, von denen jedes als ein
Kern für das Kristallwachstum dient, ist groß. In diesem Fall
wird die Größe der Poren, die auf der Oberfläche des Preßlings
vor dem Brennen vorliegen, nicht kleiner, ebenso wie die
Durchmesser der β-Si3N4-Teilchen nach dem Sintern zu klein
werden, und als ein Ergebnis werden die Poren sehr groß, was
denselben Nachteil mit sich bringt.
Demgemäß wird vermutet, daß die Festigkeit der gebrannten
Oberfläche verbessert werden kann durch Kontrolle der Menge an
β-Si3N4-Pulver, das in dem Rohstoffpulver innerhalb des durch
die vorliegende Erfindung gegebenen Bereichs enthalten ist, da
sie den vorstehend erwähnten Übergang von α-Si3N4 zu β-Si3N4
angemessen und die Porengröße kleiner macht.
Als nächstes wird eine Beschreibung der Siliziumnitridkeramik
gemäß der vorliegenden Erfindung vorgenommen.
Eine Siliziumnitridkeramik gemäß der vorliegenden Erfindung ist
dadurch gekennzeichnet, daß der Unterschied zwischen der Fe
stigkeit der gebrannten Oberfläche und der Festigkeit der be
arbeiteten Oberfläche klein ist. Zum Beispiel, wenn die Ober
fläche der Keramik gemäß der vorliegenden Erfindung mit
Schleifkörnern mit einer Größe von #800 bearbeitet wird, wird
die Oberflächenrauheit, mit Rmax bezeichnet, ungefähr 0,8 µm
oder weniger. Das Verhältnis- von Vierpunkt-Biegefestigkeit
(transversale Reißfestigkeit) bei Zimmertemperatur der ge
brannten Oberfläche, die als die dehnbare Oberfläche verwendet
wird, zur Vierpunkt-Biegefestigkeit bei Zimmertemperatur der
bearbeiteten Oberfläche, die als die dehnbare Oberfläche ver
wendet wird, beträgt mindestens 0,7.
Ferner ist dieses Festigkeitsverhältnis selbst dann erfüllt,
wenn ein Bereich außer der gebrannten Oberfläche für die zu
bearbeitende dehnbare Oberfläche verwendet wird. Das heißt,
daß sogar, wenn ein Bereich in der Nähe der gebrannten Ober
fläche oder in der Nähe der Mitte der Keramik für die zu bear
beitende dehnbare Oberfläche verwendet wird, das vorstehend
beschriebene Verhältnis erfüllt ist.
Wenn das Festigkeitsverhältnis niedriger als 0,7 ist, dann ist
die Festigkeit der gebrannten Oberfläche nicht zufriedenstel
lend, und es ist aus praktischen Gesichtspunkten nicht bevor
zugt, solch eine gebrannte Oberfläche als eine Oberfläche des
Endprodukts zu verwenden. Ferner ist die Festigkeit der ge
brannten Oberfläche selbst bei Zimmertemperatur bevorzugt grö
ßer als 650 MPa, noch bevorzugter 700 MPa.
Darüber hinaus ist eine Porengröße auf der gebrannten Oberflä
che der Keramik gemäß der vorliegenden Erfindung bevorzugt
nicht größer als 50 × 50 µm. "Porengröße" ist die Größe von
Poren, die in dem Querschnitt vorliegen, der durch einen
transversalen Riß der Siliziumnitridkeramik erzeugt wird. Wenn
eine Pore oval ist, dann wird die Porengröße durch "a × b"
ausgedrückt, wobei die längere Achse als a und die kürzere
Achse als b bezeichnet wird.
Wenn eine Pore auf der dehnbaren Oberfläche der Silizium
nitridkeramik vorliegt, dann wird die Porengröße durch "a × b"
ausgedrückt, wobei die Länge der längeren Achse auf der Ober
fläche mit a und die Porentiefe als b bezeichnet wird.
Die Bedeutung dieser Messung beruht auf der Tatsache, daß
solch ein Riß an solch einer Pore beginnt, wenn eine Keramik,
in der die gebrannte Oberfläche als die dehnbare Oberfläche
verwendet wird, reißt.
Eine Pore größer als 50 × 50 µm ist nicht bevorzugt, da nicht
nur die Festigkeit sondern auch die Oxidationsbeständigkeit
der Keramik beeinträchtigt werden.
Ferner beträgt Rmax der gebrannten Oberfläche bevorzugt 15 µm
oder weniger. Wenn Rmax größer als 15 µm ist, ist es nicht be
vorzugt, da die Festigkeit der Keramik beeinträchtigt wird.
Unter Betrachtung der Größe der säulenförmigen Silizium
nitridteilchen, die auf der gebrannten Oberfläche der Keramik
vorliegen, ist es bevorzugt, daß die Länge senkrecht zur Achse
4 µm oder kleiner ist, und daß die Längsachse 50 µm oder klei
ner ist. Wenn die Größe größer als 4 µm × 50 µm ist, dann ist
es nicht bevorzugt, da die Festigkeit der Keramik erniedrigt
ist, da die säulenförmigen Teilchen den Riß der Keramik verur
sachen.
Darüber hinaus besitzt, bei einer gesinterten Siliziumnitrid
keramik gemäß der vorliegenden Erfindung, selbst eine dicke
Keramik mit einer Dicke von, beispielsweise 20 bis 150 mm,
ebenso wie eine dünne Keramik, ausgezeichnete Eigenschaften.
Daher kann eine Siliziumnitridkeramik gemäß der vorliegenden
Erfindung für mehrere Verwendungen angewendet werden.
Als nächstes wird das Verfahren zur Herstellung einer
Siliziumnitridkeramik gemäß der vorliegenden Erfindung be
schrieben.
Zunächst werden α-Si3N4-Pulver und β-Si3N4-Pulver vermischt,
so daß sie die folgende Formel erfüllen:
0,05 β/α + β 0,50
(α bezeichnet das Gewicht an α-Si3N4-Pulver, β bezeichnet das
Gewicht an β-Si3N4-Pulver.) Es ist bevorzugt, daß der durch
schnittliche Durchmesser der α-Si3N4-Pulverteilchen 0,3 bis
1,0 µm beträgt und daß der durchschnittliche Durchmesser der
β-Si3N4-Pulverteilchen 0,3 bis 3 µm beträgt. Wenn der durch
schnittliche Durchmesser der α-Si3N4-Pulverteilchen größer als
1,0 µm ist, dann verschlechtert sich die Sinterfähigkeit. Wenn
der durchschnittliche Durchmesser der β-Si3N4-Pulverteilchen
größer als 3 µm ist, dann wird die Länge senkrecht zur Achse
der durch Sintern erhaltenen, säulenförmigen Kristalle von
β-Si3N4 mindestens 3 µm, was nicht bevorzugt ist.
Die Menge des in α-Si3N4-Rohstoffpulver enthaltenen Sauer
stoffs kann vergrößert werden durch solch ein Verfahren, daß
α-Si3N4-Rohstoffpulver in einem Nachwärm- bzw. Wärmeofen
fluidisiert wird, dessen Temperatur so gesteuert ist, daß sie
beispielsweise 1 bis 20 Stunden lang 300°C bis 800°C be
trägt, und ein Verfahren, bei dem α-Si3N4-Rohstoffpulver in
einer Aufschlämmung gerührt wird, die eine Temperatur von 30
bis 80°C hat und in der die Wassermenge gesteuert wird.
Das α-Si3N4 wird bevorzugt durch solch ein Verfahren behan
delt, da solch ein Verfahren ferner die Festigkeit und der
gleichen der zu erhaltenden Si3N4-Keramik verstärkt.
Der erhaltenen Pulvermischung werden 3 bis 25 Gew.-% eines
Sinterhilfsmittels im Verhältnis zur Summe der Pulvermischung
und des Sinterhilfsmittels hinzugefügt. Das Sinterhilfsmittel
ist nicht besonders eingeschränkt, und, beispielsweise, ein
Seltenerdoxid wie Y2O3, Yb2O3 und Er2O3 und ein Metallcarbid
wie MoC2 und SiC und dergleichen können verwendet werden. Mehr
als ein Sinterhilfsmittel kann verwendet werden.
Dann wird die Mischung einem Mischmahlen unterzogen unter Ver
wendung von beispielsweise Siliziumnitridkugeln, nachfolgend
getrocknet, wobei ein Pulver zur Bildung eines Preßlings er
halten wird.
Dann wird das erhaltene Pulver einer Formgebung unterzogen,
wie Preßformen, Strangpressen und Schlickergießen, wobei ein
Preßling mit der gewünschten Form erhalten wird.
Der erhaltene Preßling wird dann bei einer Temperatur von un
gefähr 1800 bis 2000°C unter einer Stickstoffatmosphäre mit
einem Atmosphärendruck von mindestens 0,101325 MPa (1 atm) un
gefähr 2 bis 8 Stunden lang gebrannt, wobei eine gesinterte
Si3N4-Keramik erhalten wird.
Der Atmosphärendruck und die Brenntemperatur werden vorzugs
weise so gesteuert, daß das Siliziumnitrid während des Bren
nens nicht zersetzt wird. Ferner kann die gebrannte Keramik,
wenn erwünscht, ungefähr 0,5 bis 10 Stunden lang bei einer
Temperatur von ungefähr 1000 bis 1500°C unter einer Umge
bungsatmosphäre einer Wärmebehandlung unterzogen werden.
Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend in größerem Detail
durch Beispiele und Vergleichsbeispiele beschrieben. Die vor
liegende Erfindung ist jedoch nicht durch die folgenden Bei
spiele eingeschränkt.
α-Si3N4-Pulver mit einer Reinheit von 97 Gew.-%, einem Sauer
stoff-Gehalt von 1,40 Gew.-% und einer nach dem BET-Verfahren
spezifischen Oberfläche von 12,0 m2/g und β-Si3N4-Pulver mit
einer Reinheit von 98 Gew.-%, einem Sauerstoff-Gehalt von
0,8 Gew.-% und einer nach dem BET-Verfahren spezifischen
Oberfläche von 9,0 m2/g werden in dem in Tabelle 1 gezeigten
Verhältnis vermischt.
Der Mischung wurden drei Arten von Sinterhilfsmitteln hinzuge
fügt, Y2O3 mit einem durchschnittlichen Teilchendurchmesser
von 0,7 im und einer nach dem BET-Verfahren spezifischen Ober
fläche von 10,0 m2/g, MoC2 mit einem durchschnittlichen Teil
chendurchmesser von 1,5 µm und einer nach dem BET-Verfahren
spezifischen Oberfläche von 2,0 m2/g und SiC mit einem durch
schnittlichen Teilchendurchmesser von 0,2 µm und einer nach
dem BET-Verfahren spezifischen Oberfläche von 20,0 m2/g.
Das Mischungsverhältnis von jedem der Sinterhilfsmittel (das
heißt Y2O3, MoC2 und SiC) beträgt jeweils 8 Gew.-%, 2 Gew.-%
und 1 Gew.-% im Verhältnis zur Summe der Pulvermischung und
der Sinterhilfsmittel.
20 kg der erhaltenen Mischung und 40 g Siliziumnitrid-Kugeln,
die als ein Mittel zum Rühren wirken, und Wasser wurden in
eine Mühle mit einem Innenvolumen von 100 Litern zum Rühren
gebracht, und die Mischung wurde 3 Stunden lang einem Mahlvor
gang unterzogen. Darauffolgend wurde die Mischung unter Ver
dampfen des Wassers getrocknet, und so wurden granulierte Pul
verteilchen mit einem durchschnittlichen Durchmesser von 50 µm
zur Bildung eines Preßlings erhalten.
Dann wurde das Pulver einem Preßformvorgang unterzogen unter
dem Druck von 19,62 MPa (200 kg/cm2), nachfolgend isostatisch
gepreßt unter 490,5 Mpa (5 Tonnen/cm2), wobei ein Preßling mit
der Größe von 80 mm × 80 mm × 6 mm (Dicke) erhalten wurde.
Dieser Preßling wurde 3 Stunden bei einer Temperatur von
1900°C in einer Stickstoff-Atmosphäre unter einem
Atmosphärendruck von 0,963 MPa (9,5 atm) gebrannt, wobei eine
Siliziumnitridkeramik mit der Größe von ungefähr 67 mm × 67 mm
× 5 mm (Dicke) erhalten wurde.
Die gebrannte Oberfläche der Siliziumnitridkeramik wurde kei
ner Bearbeitung ausgesetzt und als eine dehnbare Oberfläche
verwendet. Die Vierpunkt-Biegefestigkeit (transversale Reißfe
stigkeit) der Keramik wurde auf der Grundlage von JIS R 1601,
außer der dehnbaren Oberflächenrauheit, bei Zimmertemperatur
und bei 1400°C gemessen. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1
gezeigt.
Die gerissenen Bereiche des Teststücks, bei dem die Festigkeit
der gebrannten Oberfläche gemessen wurde, wurden mit einem
Rasterelektronenmikroskop beobachtet. Bei mindestens fünf
Proben wurde die Größe jeder Pore gemessen, die in solchen Be
reichen vorlagen. Die durchschnittlichen Größen der untersuch
ten Poren sind in Tabelle 1 gezeigt.
Die gebrannte Oberfläche der Siliziumnitridkeramik wurde mit
einem Rasterelektronenmikroskop ausgemessen. 100 säulenförmige
Kristalle auf der gebrannten Oberfläche wurden zufällig ausge
wählt. Die durchschnittlichen Längen parallel zur Achse der
Kristalle und senkrecht zur Achse der Kristalle sind in Ta
belle 1 gezeigt.
Die gebrannte Oberfläche der Keramik wurde für die Messung der
Oberflächenrauheit (Rmax) instrumentell untersucht. Die Ergeb
nisse sind in Tabelle 1 gezeigt.
Die gebrannte Oberfläche der Keramik wurde einer Bearbeitung
unter Verwendung von Körnern mit einer Größe von #800 unterzo
gen, so daß die Oberflächenrauheit, mit Rmax bezeichnet,
0,8 µm oder kleiner wird. Die Vierpunkt-Biegefestigkeit der
Keramik wurde bei Zimmertemperatur und bei 1400°C gemessen.
Dieses Mal wurde die dehnbare Oberfläche aus der Nähe des
Mittelpunkts der Keramik mit einer Dicke von 5 mm genommen.
Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 gezeigt. Zusätzlich ist auch
das Verhältnis der Festigkeit der gebrannten Oberfläche zu der
Festigkeit der bearbeiteten Oberfläche bei Zimmertemperatur
(σas/σ# 800) in Tabelle 1 gezeigt.
Die Siliziumnitridkeramiken wurden in derselben Weise wie in
den Beispielen 1 bis 6 erhalten, außer, daß das Vermischungs
verhältnis von α-Si3N4-Pulver zu β-Si3N4-Pulver, wie in Ta
belle 1 gezeigt, verändert wurde. Die Keramiken wurden für die
selben Leistungsfähigkeitsbewertungen, wie vorstehend be
schrieben, gemessen. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 gezeigt.
Die Siliziumnitridkeramiken wurden in derselben Weise wie in
den Beispielen 1 bis 6 erhalten, außer, daß das Vermischungs
verhältnis von α-Si3N4-Pulver und β-Si3N4-Pulver, die Art und
die Menge der Sinterhilfsmittel und die Brennbedingungen, wie
in Tabelle 2 gezeigt, verändert wurden. Die Keramiken wurden
für dieselbe Leistungsfähigkeitsbewertung gemessen. Die Ergeb
nisse sind in Tabelle 3 gezeigt.
Die Bedingungen für die verwendeten Sinterhilfsmittel waren
wie folgt:
Zu α-Si3N4-Pulver wurde Wasser zu 50 Gew.-% im Verhältnis zur
Summe des Gewichts von Pulver und Wasser hinzugefügt. Die Mi
schung wurde 5 Stunden unter Verwendung einer Reibungsmühle
einer Rührbehandlung unterzogen, so daß die Sauerstoffmenge im
α-Si3N4-Pulver von 1,40 Gew.-% auf 1,50 Gew.-% vergrößert
wurde. Die Keramiken wurden in derselben Weise wie in den
Beispielen 1 bis 6 erhalten, außer der Art und der Menge der
Sinterhilfsmittel, die in Tabelle 4 gezeigt sind. Die Kerami
ken wurden für dieselben Leistungsfähigkeitsbewertungen unter
sucht, und die Ergebnisse sind in Tabelle 5 gezeigt. Die Be
dingungen für die verwendeten Sinterhilfsmittel sind dieselben
wie die vorstehend beschriebenen Bedingungen.
Die Keramiken wurden in derselben Weise wie in den Beispielen
1 bis 6 erhalten, außer, daß die Sauerstoffmenge in α-Si3N4-
Pulver von 1,40 Gew.-% auf 1,55 Gew.-% durch 5 Stunden Behand
lung bei 500°C in einem elektrischen Ofen erhöht wurde. Die
Keramiken wurden für dieselben Leistungsfähigkeitsbewertungen
untersucht, und die Ergebnisse sind in Tabelle 4 und 5 ge
zeigt. Die Bedingungen der verwendeten Sinterhilfsmittel sind
dieselben wie die vorstehend beschriebenen Bedingungen.
Die Keramiken wurden in derselben Weise wie in den Beispielen
1 bis 6 erhalten, außer, daß α-Si3N4-Pulver mit einer Reinheit
von 97 Gew.-%, einem durchschnittlichen Teilchendurchmesser
von 0,6 µm, einem Sauerstoff-Gehalt von 1,3 Gew.-% und einer
nach dem BET-Verfahren spezifischen Oberfläche von 12 m2/g
(α-Si3N4-Gehalt von 98%) und β-Si3N4-Pulver mit einer
Reinheit von 98 Gew.-%, einem durchschnittlichen
Teilchendurchmesser von 0,8 µm, einem Sauerstoff-Gehalt von
1,0 Gew.-% und einer nach dem BET-Verfahren spezifischen
Oberfläche von 9 m2/g (β-Si3N4-Gehalt von 95%) verwendet
wurden, und daß das Vermischungsverhältnis und die
Brennbedingungen, wie in Tabelle 6 gezeigt, kontrolliert
wurden.
Die Preßlinge mit der Größe von 80 mm × 80 mm × 24 mm (Dicke),
100 mm × 100 mm × 60 mm (Dicke) und 150 mm × 150 mm × 120 mm
(Dicke) wurden der Behandlung unterzogen, wobei dicke Kerami
ken mit jeweils einer Dicke von 20 mm, 50 mm, 100 mm unter den
in Tabelle 6 gezeigten Bedingungen erhalten wurden. Die Fe
stigkeit der gebrannten Oberfläche und der bearbeiteten
Oberfläche jeder der erhaltenen Keramiken wurde gemessen, und
die Ergebnisse sind in Tabelle 7 gezeigt.
Bei der Messung der Festigkeit wurden zwei Arten von dehnbaren
Oberflächen gemessen, d. h. (1) eine bearbeitete Oberfläche,
erhalten durch Abrieb unter Entfernung der Dicke von 500 µm
von der gebrannten Oberfläche (äußerer Bereich der Keramik),
und (2) ein Bereich, gerade in der Mitte der Dicke der Keramik
(innerer Bereich der Keramik). Das Verhältnis der Festigkeit
der gebrannten Oberfläche zur Festigkeit der dehnbaren Ober
fläche im äußeren Teil (σas/σout) und innerem Teil (σas/σin)
sind auch in Tabelle 7 gezeigt.
Wie in den Tabellen 1 bis 5 gezeigt, haben die Siliziumnitrid
keramiken in den Beispielen 1 bis 20, die im Anwendungsbereich
der vorliegenden Erfindung liegen, einen kleinen Unterschied
zwischen der Festigkeit der bearbeiteten Oberfläche und der
der gebrannten Oberfläche und haben kleine Porengrößen.
Darüber hinaus verbessert die Behandlung zur Erhöhung der
Sauerstoffmenge im α-Si3N4-Pulver die Eigenschaften der zu
erhaltenden Keramik, wie in Tabelle 5 gezeigt.
Ferner erhält eine Keramik gemäß der vorliegenden Erfindung
die vorstehend beschriebene Festigkeit sowohl in den inneren
als auch den äußeren Bereichen und zeigt ausgezeichnete Eigen
schaften bei Betrachtung der Festigkeit.
Wie bis zu diesem Punkt beschrieben, wird gemäß der vorliegen
den Erfindung eine Siliziumnitridkeramik zur Verfügung ge
stellt, die ausgezeichnet in der Festigkeit der gebrannten
Oberfläche ist, und die die Kosten zur Herstellung des Endpro
dukts senkt, indem sie das Mischungsverhältnis von β-Si3N4 im
Rohstoff genau angibt. Gemäß der vorliegenden Erfindung wird
auch ein Verfahren zur Herstellung solch einer Siliziumnitrid
keramik zur Verfügung gestellt.
Daher benötigt die Keramik gemäß der vorliegenden Erfindung
keine Bearbeitung nach dem Sintern zur Erlangung einer zufrie
denstellenden Festigkeit. Wenn die Keramik hergestellt wird,
daß sie eine nahezu netzartige Form ohne Rand, der durch Bear
beiten entfernt werden muß, hat, benötigt die Keramik keine
Bearbeitung.
Ferner entfaltet sogar eine dicke Keramik eine ausgezeichnete
Festigkeit und die Anwendung der Keramik kann erweitert wer
den.
Zusammenfassend besitzt eine Siliziumnitridkeramik gemäß der
vorliegenden Erfindung ausgezeichnete Festigkeit der Oberflä
che, sie enthält ein Siliziumnitrid und eine
Seltenerdoxidverbindung und ist dadurch gekennzeichnet, daß
das Verhältnis von transversaler Reißfestigkeit bei Zimmertem
peratur der gebrannten Oberfläche, die als eine dehnbare Ober
fläche verwendet wird, zur transversalen Reißfestigkeit, bei
Zimmertemperatur, der bearbeiteten Oberfläche, die als eine
dehnbare Oberfläche verwendet wird, und die der Bearbeitung
unterzogen wurde, so daß sie die Oberflächenrauheit von
Rmax = 0,8 µm oder weniger hat, 0,7 oder größer ist, und daß
das Festigkeitsverhältnis selbst dann erfüllt ist, wenn ein
Bereich außer der gebrannten Oberfläche als die dehnbare
Oberfläche verwendet wird, die so zu bearbeiten ist, daß die
Oberflächenrauheit Rmax = 0,8 µm oder weniger ist. Gemäß der
vorliegenden Erfindung wird auch ein Verfahren zur Herstellung
einer Siliziumnitridkeramik zur Verfügung gestellt, das die
folgenden Schritte umfaßt: (1) Vermischen von α-Si3N4-Pulver
und β-Si3N4-Pulver, wobei ein Rohstoffpulver erhalten wird,
das die Formel erfüllt, die durch 0,05 β/α + β 0,50
angegeben ist, in der α das Gewicht von α-Si3N4-Pulver und β
das Gewicht von β-Si3N4-Pulver bezeichnet; (2) Einmischen von
mindestens einem Sinterhilfsmittel in das Rohstoffpulver; (3)
Formen der Pulvermischung, so daß sich ein Preßling ergibt;
und (4) Brennen des Preßlings bei einer Temperatur im Bereich
von 1800 bis 2000°C unter einer Stickstoffatmosphäre mit
einem Atmosphärendruck von mindestens 0,101325 MPa (1 atm).
Claims (11)
1. Siliziumnitridkeramik umfassend Siliziumnitrid und eine
Seltenerdverbindung, dadurch gekennzeichnet, daß:
das Verhältnis der transversalen Reißfestigkeit bei Zimmertem peratur der gebrannten Oberfläche, die als eine dehnbare Ober fläche verwendet wird, zu der transversalen Reißfestigkeit bei Zimmertemperatur einer bearbeiteten Oberfläche, die als eine dehnbare Oberfläche verwendet wird und die der Bearbeitung un terzogen wird, so daß sie eine Oberflächenrauheit von Rmax = 0,8 µm oder kleiner hat, 0,7 oder größer ist, und daß das Ver hältnis selbst dann erfüllt ist, wenn ein Bereich außer der gebrannten Oberfläche als eine dehnbare Oberfläche verwendet wird, die so zu bearbeiten ist, daß sie die Oberflächenrauheit von Rmax = 0,8 µm oder kleiner hat.
das Verhältnis der transversalen Reißfestigkeit bei Zimmertem peratur der gebrannten Oberfläche, die als eine dehnbare Ober fläche verwendet wird, zu der transversalen Reißfestigkeit bei Zimmertemperatur einer bearbeiteten Oberfläche, die als eine dehnbare Oberfläche verwendet wird und die der Bearbeitung un terzogen wird, so daß sie eine Oberflächenrauheit von Rmax = 0,8 µm oder kleiner hat, 0,7 oder größer ist, und daß das Ver hältnis selbst dann erfüllt ist, wenn ein Bereich außer der gebrannten Oberfläche als eine dehnbare Oberfläche verwendet wird, die so zu bearbeiten ist, daß sie die Oberflächenrauheit von Rmax = 0,8 µm oder kleiner hat.
2. Siliziumnitridkeramik nach Anspruch 1, wobei die Größe ei
ner Pore auf der gebrannten Oberfläche 50 µm × 50 µm oder
kleiner ist und die transversale Reißfestigkeit bei Zimmertem
peratur 650 MPa oder größer ist.
3. Siliziumnitridkeramik nach Anspruch 2, wobei die transver
sale Reißfestigkeit der gebrannten Oberfläche 700 MPa oder
größer ist.
4. Siliziumnitridkeramik nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wo
bei die Oberflächenrauheit (Rmax) der gebrannten Oberfläche 15
µm oder weniger ist.
5. Siliziumnitridkeramik nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wo
bei die Größe von jedem säulenförmigen Siliziumnitrid-Kri
stall, der auf der gebrannten Oberfläche vorliegt, 4 µm oder
weniger lang senkrecht zur Achse des Kristalls und 50 µm oder
weniger lang parallel zur Achse des Kristalls ist.
6. Siliziumnitridkeramik nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wo
bei die Keramik eine Dicke von 20 bis 150 mm hat.
7. Verfahren zur Herstellung einer Siliziumnitridkeramik, um
fassend die folgenden Schritte:
Vermischen von α-Si3N4-Pulver und β-Si3N4-Pulver, wobei ein Rohstoffpulver erhalten wird, das die Formel: 0,05 β/α + β 0,5 (α bezeichnet das Gewicht von α-Si3N4-Pulver, β bezeichnet das Gewicht von β-Si3N4-Pulver) erfüllt;
Formen des Rohstoffpulvers, so daß sich ein Preßling ergibt; und
Brennen des Preßlings bei einer Temperatur im Bereich von 1800 bis 2000°C unter einer Stickstoffatmosphäre mit einem Atmo sphärendruck von mindestens 0,101325 MPa (1 atm).
Vermischen von α-Si3N4-Pulver und β-Si3N4-Pulver, wobei ein Rohstoffpulver erhalten wird, das die Formel: 0,05 β/α + β 0,5 (α bezeichnet das Gewicht von α-Si3N4-Pulver, β bezeichnet das Gewicht von β-Si3N4-Pulver) erfüllt;
Formen des Rohstoffpulvers, so daß sich ein Preßling ergibt; und
Brennen des Preßlings bei einer Temperatur im Bereich von 1800 bis 2000°C unter einer Stickstoffatmosphäre mit einem Atmo sphärendruck von mindestens 0,101325 MPa (1 atm).
8. Verfahren nach Anspruch 7 zur Herstellung einer Silizium
nitridkeramik, wobei der Sauerstoffgehalt des α-Si3N4-Pulvers
in einer Menge im Bereich von 1,40 bis 1,70 Gew.-% vergrößert
wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8 zur Herstellung einer Silizium
nitridkeramik, wobei der Sauerstoffgehalt vergrößert wird
durch 1- bis 20stündiges Fluidisieren von α-Si3N4-Pulver in
einem Wärmeofen, dessen Temperatur auf 300°C bis 800°C kon
trolliert wird.
10. Verfahren nach Anspruch 8 zur Herstellung einer Silizium
nitridkeramik, wobei der Sauerstoffgehalt durch Rühren von α-
Si3N4 in einer Aufschlämmung, die eine Temperatur von 30 bis
80°C hat, und in der der Wassergehalt kontrolliert wird, er
höht wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 10 zur Herstel
lung einer Siliziumnitridkeramik, wobei die Keramik 0,5 bis 10
Stunden lang bei einer Temperatur von 1000 bis 1500°C unter
einer Umgebungsatmosphäre einer Wärmebehandlung unterzogen
wird.
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