DE4442779C2 - Schwingungsabsorber mit Halterung - Google Patents
Schwingungsabsorber mit HalterungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Schwingungsabsorber mit davon lösbarer
Halterung zur radialen Befestigung des Schwingungsabsorbers an einer
Innenfläche eines Schienenradreifens, wobei mehrere Halterungen
gleichmäßig über den Umfang der Innenfläche verteilt und mit je einer
dem Krümmungsradius der Innenfläche angepaßten Fläche akustisch gut
leitend an dem Schienenradreifen ankoppelbar sind und wobei an jeder
Halterung mindestens ein aus einer in radialer Richtung verlaufender
Schichtfolge von Metall- und Kunststoffplatten bestehender
Schwingungsabsorber über eine Koppelfläche akustisch wirksam ankoppelbar
ist.
Ein derartiger Schwingungsabsorber mit Halterung ist aus der DE 33 16
759 C1 bekannt, wobei die einzelnen Schwingungsabsorber an Segmenten
eines Ringes befestigt sind, welcher in den Innenumfang des Radreifens
eingesetzt ist. Die aus einer Schichtfolge von Metall- und
Kunststoffplatten bestehenden Absorber weisen dabei die gleiche Krümmung
wie die Ringsegmente auf und sind mit diesen vernietet. Die Herstellung
derartiger geschichteter und gekrümmter Schwingungsabsorber ist relativ
problematisch, da schon bei nur geringfügigen Krümmungsunterschieden der
einzelnen Metallplatten die Kraftverteilung auf die dazwischen
liegenden, der Dämpfung dienenden Kunststoffplatten stark ungleichmäßig
wird und somit die vorgegebene spektrale Charakteristik des Absorbers
nicht mehr gewährleistet ist. Folglich muß die Krümmung der einzelnen
Platten sehr sorgfältig geschehen, was vergleichsweise aufwendig und
teuer ist. Außerdem muß für jeden Raddurchmesser sowohl ein angepaßter
Satz aus Halterungen als auch von Absorbern hergestellt werden, was die
Lagerhaltung und die Ersatzteilbeschaffung aufwendig macht.
Aus der DE 31 20 068 C2 ist weiterhin eine Halterung zur Befestigung
eines Schwingungsabsorbers an einem Schienenrad entsprechend dem
Oberbegriff des Patentanspruchs 1 bekannt, bei welcher jedoch die
Koppelflächen zwischen der Innenfläche des Schienenrades und der
Halterung einerseits, sowie zwischen der Halterung und des
Schwingungsabsorbers andererseits senkrecht zueinander stehen. An eine
solche Halterung lassen sich jedoch radial geschichtete, plattenförmige
Schwingungsabsorber nicht montieren. Die bekannte Ausführung verwendet
demzufolge ringförmig aufgebaute Absorber.
Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen radial
geschichteten Schwingungsabsorber mit Halterung für ein Schienenrad zu
schaffen, welcher kostengünstig herstellbar und leicht an Schienenrädern
mit unterschiedlichen Raddurchmessern montierbar ist.
Diese Aufgabe wird durch einen nach Patentanspruch 1 ausgebildeten
Schwingungsabsorber mit Halterung gelöst.
Bei dem erfindungsgemäß vorgesehenen System aus Schwingungsabsorber mit
als Adapter ausgebildeter Halterung kann ein und derselbe Absorbertyp
für die unterschiedlichsten Raddurchmesser verwendet werden, da
lediglich die Halterung an den Raddurchmesser angepaßt sein muß. Dies
vereinfacht die Herstellung der geschichteten Absorber, da nun einfache,
ebene Metall- und Kunststoffplatten für die Zusammensetzung eines
Absorbers verwendet werden können. Auch die Dimensionierung der Platten
wird nicht mehr vom Raddurchmesser beeinflußt, da eine gleichmäßige
Verteilung der Absorber auf den Umfang der Innenfläche des Radreifens
ebenfalls durch die Halterungen vorgegeben werden kann. Am einfachsten
geschieht dies dadurch, daß die Koppelflächen der aneinandergereihten
Halterungen für je ein Schienenrad ein regelmäßiges Polygon bilden. Jede
Halterung kann auch als Polygonsegment mit mehreren nebeneinander
angeordneten Koppelflächen für eine entsprechende Anzahl von
Schwingungsabsorber ausgebildet sein. Die Halterungen können auch als
einteiliger Ring ausgebildet sein, der in die Innenfläche des Radreifens
eingeschrumpft wird; die Innenfläche des Ringes ist dann als Polygon
ausgebildet, dessen Teilung ein ganzzeiliges Vielfaches der Koppelfläche
(Breite) eines Absorbers ist.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der in Figuren teilweise
schematisch dargestellten Ausführungsbeispielen näher beschrieben. Es
zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht bzw. Querschnitt durch einen
Schwingungsabsorber mit Halterung,
Fig. 2 eine Seitenansicht eines Schienenrades mit Schwingungsabsorbern,
Fig. 3 eine Seitenansicht einer Halterung für zwei Schwingungsabsorber
Fig. 4 eine ringförmige Halterung mit polygonaler Innenfläche.
Die in Fig. 1 dargestellte Halterung 1 mit aufschraubbarem
Schwingungsabsorber 2 weist eine zylindrische Außenfläche 1.1 auf,
welche bzgl. ihres Krümmungsradius exakt an den Innenradius des jeweils
vorgesehenen Schienenradreifens angepaßt ist. Über diese Fläche wird die
Halterung mittels zweier nicht dargestellter Schrauben, an den an den
Enden befindlichen, halboffenen Langlöchern 1.3 mit dem Radreifen
kraftschlüssig verbunden, z. B. mittels einer aus der EP 0 047 385 A2
bekannten Befestigung unter Verwendung einer Nut im Radreifen. Dabei
werden mit jeder Schraubverbindung zwei benachbarte Halterungen am
Radreifen befestigt. In die Nut des Radreifens ragen auch zwei Fortsätze
1.4, die zur Ausrichtung und axialen Halterung dienen. Auf der der
zylindrischen fläche 1.1 gegenüberliegenden Fläche 1.2, welche eben ist,
ist ein aus ebenfalls ebenen Kunststoffplatten 2.1 und Metallplatten 2.2
schichtweise aufgebauter Schwingungsabsorber, z. B. nach Art der DE 31 13
268 A1 mittels zweier Schrauben 3 befestigt. Die Ankopplung des
Absorbers 2 an die Halterung 1 geschieht dabei akustisch weich über die
erste Kunststoffplatte 2.11, welche in diesem Fall die Koppelfläche des
Absorbers darstellt.
Wie in Fig. 2 dargestellt ist, werden die Schwingungsabsorber gemäß
Fig. 1 mit ihren Halterungen an den Innenumfang eines Radreifens 4
lückenlos nebeneinander angeordnet. Für ein Schienenrad mit einem
anderen Durchmesser genügt es, lediglich entsprechend angepaßte
Halterungen 1 zu verwenden; die Schwingungsabsorber 2 sind identisch,
lediglich die Anzahl, die auf den Umfang verteilt werden können, ist vom
Raddurchmesser abhängig. Zur Erhöhung der Sicherheit der Befestigung
gegen Folgen eines Bruchs der Schrauben, mit denen der Absorber am Rad
befestigt ist, können Sicherungsbleche jeweils zwischen zwei Absorbern an
den Schrauben 3 der Fig. 1 angebracht werden.
In der Fig. 3 ist eine Halterung 31 dargestellt, die wiederum eine
zylindrisch gekrümmte Außenfläche 31.1 aufweist, und somit ebenfalls ein
Kreissegment bildet. Die gegenüberliegende Fläche weist zwei zueinander
geneigte ebene Flächenstücke 31.21 und 31.22 auf, auf denen identische
Schwingungsabsorber 32.1 und 32.2 aufgeschraubt sind. Die Halterung 31
wird analog zu Fig. 1 an den äußeren Rändern durch zwei nicht
dargestellte Schraubbefestigungen in den halboffenen Langlöchern 31.31
sowie in der Mitte durch eine Bohrung 31.32 mit dem Radreifen befestigt.
Die Fig. 4 zeigt eine ringförmige Halterung 41, die in die Innenfläche
oder in eine Nut einer Innenfläche eines Schienenradreifens
einschrumpfbar ist. Die Innenseite des Ringes weist polygonartig
angeordnete ebene Fläche 41.2 auf, auf die Schwingungsabsorber 42
aufschraubbar sind. Für unterschiedliche Raddurchmesser werden lediglich
unterschiedliche Ringhalterungen 41 verwendet, auf die stets gleiche
Schwingungsabsorber 42 aufschraubbar sind, wobei lediglich die auf dem
Umfang maximal unterzubringende Anzahl unterschiedlich ist. Aufgrund der
fehlenden Befestigungsschrauben ist diese Art von Halterung besonders
gewichtssparend.
Da für die Befestigungen der Halterungen am Schienenrad andere
Schrauben, als für die Befestigung mit den Absorbern verwendet werden,
können unterschiedliche Anzugsmomente für beide Befestigungen eingesetzt
und damit die Absorber, bei konstanter akustischer Ankopplung an das
Schienenrad, individuell abgestimmt werden.
Claims (4)
1. Schwingungsabsorber mit davon lösbarer Halterung zur radialen
Befestigung des Schwingungsabsorbers an einer Innenfläche eines
Schienenradreifens, wobei mehrere Halterungen gleichmäßig über den
Umfang der Innenfläche verteilt und mit je einer dem Krümmungsradius der
Innenfläche angepaßten Fläche akustisch gut leitend an dem
Schienenradreifen ankoppelbar sind und wobei an jeder Halterung
mindestens ein aus einer in radialer Richtung verlaufender Schichtfolge
von Metall- und Kunststoffplatten bestehender Schwingungsabsorber über
eine Koppelfläche akustisch wirksam ankoppelbar ist, dadurch
gekennzeichnet, daß der Schwingungsabsorber (2; 32.1, 32, 2) und die
Halterung (1; 31;) eine stets gleiche, vom Krümmungsradius der
Innenfläche des Schienenradreifens unabhängige Koppelfläche (1.2, 2.11;
31.21, 31.22) mit gleicher Orientierung wie die Innenfläche aufweisen
und daß die Koppelflächen (1.2; 31.21, 31.22) der Halterungen (1; 31)
für ein Schienenrad ein regelmäßiges Polygon bilden.
2. Schwingungsabsorber mit Halterung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Halterung (31; 41) mehrere, ein Polygon oder
ein Polygonsegment bildende Koppelflächen (31.21, 31.22; 41.2) aufweist.
3. Schwingungsabsorber mit Halterung nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Halterung (41) als Schrumpfring ausgebildet ist.
4. Schwingungsabsorber mit Halterung nach einem der Ansprüche 1 bis
3, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwingungsabsorber (2; 32.1,
32.2; 42) über eine elastische und/oder dämpfende Schicht (2.11) an die
Halterung (1, 31, 41) ankoppelbar ist.
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