[go: up one dir, main page]

DE4329219A1 - Vorrichtung und Verfahren zur Entfeuchtung von Bauwerken - Google Patents

Vorrichtung und Verfahren zur Entfeuchtung von Bauwerken

Info

Publication number
DE4329219A1
DE4329219A1 DE19934329219 DE4329219A DE4329219A1 DE 4329219 A1 DE4329219 A1 DE 4329219A1 DE 19934329219 DE19934329219 DE 19934329219 DE 4329219 A DE4329219 A DE 4329219A DE 4329219 A1 DE4329219 A1 DE 4329219A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
voltage
dehumidifying device
anode
conductive
masonry
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19934329219
Other languages
English (en)
Inventor
Hans Oppitz
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Eltac Nogler und Daum KG
Original Assignee
Eltac Nogler und Daum KG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Eltac Nogler und Daum KG filed Critical Eltac Nogler und Daum KG
Publication of DE4329219A1 publication Critical patent/DE4329219A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E04BUILDING
    • E04BGENERAL BUILDING CONSTRUCTIONS; WALLS, e.g. PARTITIONS; ROOFS; FLOORS; CEILINGS; INSULATION OR OTHER PROTECTION OF BUILDINGS
    • E04B1/00Constructions in general; Structures which are not restricted either to walls, e.g. partitions, or floors or ceilings or roofs
    • E04B1/62Insulation or other protection; Elements or use of specified material therefor
    • E04B1/70Drying or keeping dry, e.g. by air vents
    • E04B1/7007Drying or keeping dry, e.g. by air vents by using electricity, e.g. electro-osmosis

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Electrochemistry (AREA)
  • Water Supply & Treatment (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromagnetism (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Building Environments (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren, wie sie im Oberbegriff der Patentansprüche 1 und 24 beschrieben sind.
Zahlreiche unterschiedliche Vorrichtungen und Verfahren, zur Trockenlegung von Mauern sind heute in Gebrauch. Wie aus einer unter dem Titel "Mauerfeuchtigkeit" erschienenen Forschungsarbeit des Österreichischen Institutes für Bauforschung (Verlag Straßenbau, Chemie und Technik Verlagsgesellschaft mbH, Heidelberg 1967) hervorgeht, werden hiebei nachstehende Möglichkeiten unterschieden: Maßnahmen am Verputz, Belüftungsverfahren, Entfeuchtungskörper, Einbau von Dichtungsschichten, Porenfüllung, elektroosmotische und sonstige Verfahren. Die vorliegende Erfindung gehört zu den elektroosmotischen Verfahren, weshalb kurz auf die theoretischen Grundlagen gemäß der o.a. Veröffentlichung eingegangen wird.
Die elektroosmotischen Verfahren bedienen sich der Erscheinung der Elektro­ osmose, um die in den Kapillaren des Mauerwerks aufsteigende Feuchtigkeit zu bremsen und abwärts zu drücken. An der Grenzfläche zwischen Wasser und einem Feststoff tritt eine Polarisierung auf, wobei sich auf der Oberfläche des Feststoffes eine negative, bei den Flüssigkeitsteilchen eine positive Aufladung ergibt. Diese La­ dung (Polarisierung) tritt normalerweise nicht in Erscheinung, erst in einem elektri­ schen Feld kommt es zur Wanderung, wobei die Feststoffe (soweit sie beweglich sind) zur positiven Anode wandern (auch als Elektrophorese bezeichnet), die Flüs­ sigkeitsteilchen, insbesondere wenn die Feststoffteilchen an der Beweglichkeit ge­ hindert sind, das Bestreben haben, zur negativen Kathode zu wandern.
Da das Wasser z. B. im Mauerwerk auch immer Salze enthält, ergibt sich eine Leitfä­ higkeit, so daß man durch entsprechende Wahl der Elektrodenmaterialien galvani­ sche Elemente hervorrufen kann, die die elektroosmotischen Erscheinungen bewir­ ken. Nachteile sind dabei Korrosionserscheinungen und die begrenzte Lebensdauer der Elektroden. Der Vorteil ist die Wartungsfreiheit der Einrichtung.
Bei den aktiven Methoden wird das elektrische Feld zwischen eingebauten oder an­ gebrachten Elektroden durch Fremdstrom erzeugt. Auch hier können Korrosionser­ scheinungen auftreten, dieses Problem ist aber heute durch Anwendung von Graphit oder elektrisch leitfähige Kunststoffe gelöst.
Es ist bereits eine Vorrichtung - gemäß DE-OS 35 41 656 - desselben Anmelders bekannt, bei der über eine Wechselspannungs-Versorgungsanlage die aufragenden Bauwerksteile eines Bauwerkes an ein positives Potential einer Niederspannungs­ quelle angelegt werden. Das negative Potential der Niederspannungsquelle wird an eine Kathode angelegt, die in das das Bauwerk umgebende Erdmaterial eingebracht wird. Durch die dadurch entstehende elektroosmotische Wirkung wandert die in den Kapillaren des Mauerwerks enthaltene Feuchtigkeit in Richtung der das negative Potential aufweisenden Kathode, und es kommt zu einer Entfeuchtung des Mauer­ werkes. Um dabei eine umfassende Entfeuchtung zu erreichen, werden jedoch um­ fangreiche Maßnahme zur Installation, insbesondere der am positiven Potential an­ liegenden Anode am Mauerwerk erforderlich, wodurch diese Vorrichtung vielfach nur bei der Neukonzeption eines Bauwerkes vorgesehen werden kann und daher für eine Sanierung bestehender Bauwerke zu aufwendig ist.
Es ist aber auch bereits eine Vorrichtung - gemäß EP-OS 0 100 845 - desselben Anmelders bekannt, die durch Anlegen einer elektrischen Spannung zwischen Elek­ troden unter Verwendung von netzförmigen Tragkörpern eines Verstärkungs- bzw. Tragelementes zur elektroosmotischen Bewegung von polaren Flüssigkeiten in porö­ sen Feststoffen, wie Mauerwerk oder dgl. herangezogen wird. Dabei wird der netz­ förmige Tragkörper z. B. als Putzträger eingesetzt und dessen elektrische Leitfähig­ keit dazu genutzt, ein positives Potential indirekt an das Mauerwerk anzulegen und die am negativen Potential anliegende Kathode in dem umgebenden Erdboden ver­ ankert und damit die Wirkung der Elektroosmose herbeigeführt. Dies erfordert je­ doch am Bauwerk großflächige Adaptierungen, die sehr aufwendig sind und darüber­ hinaus vielfach bei schutzwürdigen Gebäuden nicht vorgenommen werden können.
Der vorliegenden Erfindung liegt nunmehr die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung sowie ein dazugehöriges Verfahren zu schaffen, mit der ein intensives elektrisches Feld in trockenzulegenden bzw. trockenzuhaltenden Bauwerken aufgebaut werden kann und bei welchem mit einem geringen Bau- bzw. Umbauaufwand bzw. Installa­ tionsaufwand das Auslangen gefunden werden kann.
Diese Aufgabe der Erfindung wird durch die im Kennzeichenteil des Patentanspru­ ches 1 wiedergegebenen Merkmale gelöst. Der überraschende Vorteil dieser Lösung liegt darin, daß es nunmehr möglich ist, die Anode, die bevorzugt durch die elek­ trisch leitfähige Kunststoffolie gebildet sein kann, in einer schlitzförmigen, in das Mauerwerk eingebrachten Ausnehmung anzuordnen. Diese Ausnehmung bzw. der Schlitz kann im zugänglichen Bereich des Mauerwerkes kostengünstig und ohne we­ sentliche Zerstörung der Bausubstanz und unabhängig von der Beschaffenheit des Mauerwerkes hergestellt werden. Darüber hinaus wird eine großflächige und im üb­ rigen horizontale Anordnung der Anode und ein großflächiges und intensives elek­ trisches Feld im gesamten, über das Erdreich emporragenden Mauerwerk erreicht. Weiters wird dadurch der Trocknungseffekt bzw. der Feuchtigkeitstransport durch Elektroosmose über eine große Fläche gleichmäßig verteilt, und es können bei gerin­ gen Versorgungsspannungen größere Feuchtigkeitsmengen abtransportiert werden.
Vor allem ist es mit dieser erfindungsgemäßen Feuchtigkeitsisolierung nunmehr möglich, die bereits gewonnenen positiven Erkenntnisse bei dieser Art der Sanie­ rung, bei welcher allerdings bisher immer Beton- oder Stahlplatten oder Kunst­ stoffolien eingefügt wurden, auszunutzen. Gleichzeitig können aber auch durch die Möglichkeiten nunmehr leitfähige Verbindungsmaterialien, die eine hohe Tragfestig­ keit aufweisen, einzusetzen, die bisherigen Nachteile der Schwächung des Mauer­ werks durch die physikalische Trennung des Fundaments von dem gesamten Bau­ werksaufbau über den gesamten Querschnitt vermieden werden. So ermöglicht die Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens in Verbindung mit dem dadurch aufgebauten elektrischen Feld einen Aufbau, bei dem das Mauerwerk nicht zur Gänze durchtrennt werden muß bzw. nicht ein durchgehender Schlitz hergestellt werden muß oder unter anderem von den beiden einander gegenüberliegenden Sei­ ten des Mauerwerks her nur einen Teil der Mauerstärke durchdringende Schlitze an­ geordnet werden, die in Höhenrichtung des Bauwerks versetzt sein können, so daß nach wie vor ein tragender Kernbauteil gegenüber seitlichen Verlagerungen zwi­ schen dem Fundament und dem Bauwerksaufbau erreicht werden kann.
Eine weitere Ausführungsvariante beschreibt der Patentanspruch 2, wodurch eine hohe Standfestigkeit des Tragkörpers bei einer ausreichenden Elastizität erreicht wird, die das Einbringen des Tragkörpers zwischen die Bau- bzw. Mauerwerksteile erleichtert.
Von Vorteil ist aber auch eine Ausbildung nach Patentanspruch 3, wodurch zusätz­ lich zu der leitenden Schicht des Trägerkörpers insbesondere eine isolierende bzw. eine einen hohen Diffusionswiderstand aufweisende Folien erreicht wird, die sich auch an Unebenheiten des Schlitzes einfach anpassen kann, ohne zerstört zu wer­ den.
Weiters beschreibt eine besonders vorteilhafte Ausbildung Patentanspruch 4, wo­ durch ein gegenüber mechanischen Beanspruchungen sehr widerstandsfähiger Trag­ körper erreicht wird, der einen hohen Widerstand gegen Durchdringung und damit Zerstörung der Isolationswirkung und der Leitfähigkeit für die elektrische Energie sowie eine hohe Dauerstandfestigkeit aufweist und sich trotzdem Unebenheiten im Mauerwerk zwischen den beiden Mauerwerksteilen anpassen kann.
Von Vorteil ist aber auch eine Ausbildung nach Patentanspruch 5, weil dadurch eine Speicherung der dem Mauerwerk entzogenen Flüssigkeit in der die Anode bzw. die Feuchtigkeitsisolierung bildenden Folie vermieden wird.
Eine vorteilhafte Weiterbildung beschreibt Patentanspruch 6. Dadurch wird eine Zerstörung des Tragkörpers durch chemische Reaktionen der in der Feuchtigkeit enthaltenen chemischen Verbindungen mit dem Kunststoff des Tragkörpers vermie­ den.
Möglich ist aber auch eine Ausbildung nach Patentanspruch 7, wodurch eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen eine Beschädigung der die Anode bildenden Folie durch eine Relativbewegung von den die Folie umgebenden Mauerwerksteilen zu­ einander, wie sie bei Setzungen, Erdbeben etc. auftreten, erreicht wird.
Eine vorteilhafte Weiterbildung beschreibt Patentanspruch 8, wodurch eine beson­ ders wirkungsvolle Verstärkung des Tragkörpers und dessen Dauerstandsfestigkeit erreicht wird.
Möglich ist aber auch eine Ausbildung nach Patentanspruch 9, da dadurch der folienartige Tragkörper sehr einfach einer unebenen Auflagefläche spaltfrei ange­ paßt werden kann und damit kostenintensive Nacharbeiten an den in das Mauerwerk eingebrachten Aufnahmeschlitzen vermieden werden. Darüber hinaus kann der Trag­ körper einfach in die Verbindungsschichten eingebettet werden.
Möglich ist aber auch eine Ausbildung nach Patentanspruch 10, wodurch es möglich ist, das Verbindungsmaterial in Form eines Materialgemenges mit elektrisch leiten­ den Materialpartikeln, z. B. Graphit, zu durchsetzen und dieses Materialgemenge un­ ter Druck einzubringen, so daß der zwischen dem feuchtigkeitsundurchlässigen Trag­ körper und dem Mauerwerk verbleibende Zwischenraum hohlraumfrei ausgefüllt werden kann.
Von Vorteil ist aber auch eine Ausbildung nach Patentanspruch 11, wodurch eine Isolationswirkung in etwa in der Größe des spezifischen Widerstandes, wie er elek­ trischen Leitungen zugrunde liegt, erreicht und eine Kriechstrombildung durch den Tragkörper hindurch wirkungsvoll verhindert wird. Dadurch wird das Entstehen von Sekundärfeldern beispielsweise zwischen dem feuchtigkeitsisolierenden Tragkörper und gegebenenfalls in der der gewünschten Fließrichtung der Feuchtigkeit entgegen­ gesetzten Richtung oberhalb des Tragkörpers angeordneten Leitungen oder dgl. ver­ hindert. Somit wird ein entgegen der gewünschten Entfeuchtungsrichtung entstehen­ der Feuchtigkeitstrom in einem Bauwerk verhindert.
Es ist aber auch eine Ausführung nach Patentanspruch 12 möglich, wodurch eine kostengünstige Sanierung für die zu entfeuchtenden Mauerwerksbereiche erreicht wird, die eine hohlkammerfreie großflächige Kontaktierung der zu sanierenden Mauerwerksteile ermöglicht.
Möglich ist aber auch eine Ausbildung nach Patentanspruch 13, wodurch dauerhafte und alterungsbeständige Zusätze für die Leitfähigkeit des Verbindungsmaterials die des weiteren kostengünstig beigesetzt werden können, erreicht werden.
Es ist aber auch eine Ausbildung nach Patentanspruch 14 vorteilhaft, da dadurch er­ probte und technisch hochwertige Materialien eingesetzt werden, die eine lange Lebensdauer der Anode ermöglichen. Ein weiterer Vorteil dieser Zusatzmaterialien liegt in den hohen Leitwerten, so daß mit einer geringen Menge Zusatzmaterialien eine erhebliche Leitwerterhöhung möglich ist. Dadurch wird auch bei hoher Leitfä­ higkeit des Mörtels dessen Tragfähigkeit nicht nachteilig beeinflußt.
Durch die Anordnung gemäß Patentanspruch 15 kann die Anode durch das Verbin­ dungsmaterial selbst gebildet werden. Weiters kann die Dicke der Ausnehmung in vertikaler Richtung gering gehalten werden, und es ist auch bei dickem Mauerwerk, bei dem eine intensive Kontaktierung erforderlich ist, ein leichtes Einbringen der Verbindungsleitung im Bereich des Tragkörpers möglich.
Eine weitere Ausgestaltung beschreibt Patentanspruch 16, wodurch der Tragkörper ausschließlich in Hinblick auf die Feuchtigkeitsundurchlässigkeit ausgebildet sein muß und daher vorteilhafterweise grundsätzlich auch als Isolator ausgebildet sein kann. Die zum Aufbau des elektrischen Feldes benötigte Anode erstreckt sich dann über die gesamte zu isolierende Querschnittsfläche und steht in inniger Verbindung mit den trocken zu legenden Bau- bzw. Mauerwerksteilen, so daß ein intensiver Feld­ aufbau zwischen dem zu sanierenden Bauwerk und der außerhalb desselben ange­ ordneten Kathode erreicht werden kann.
Eine bevorzugte Weiterbildung beschreibt Patentanspruch 17, wodurch es möglich ist, in festgelegten Zeitabständen eine kurzzeitige Umpolung vorzunehmen. Diese kurzzeitigen Umpolungen ermöglichen eine Depolarisierung der Anode, so daß das Elektroosmosesystem über eine lange Nutzungsdauer einsatzbereit bleibt. Wesent­ lich ist dabei, daß der Zeitraum, über welchen ein positives Potential an der Anode anliegt, größer ist als jener Zeitraum, über welchen ein negatives Potential an der Anode anliegt. Somit überwiegt auch jene Zeitdauer, über welche der gewünschte Flüssigkeitsfluß, also in Richtung Kathode, eintritt, und es kommt dadurch zu einem geordneten Transport der Feuchtigkeit in Richtung der Kathode.
Von Vorteil ist auch eine Ausbildung nach Patentanspruch 18, wodurch der Strom­ fluß gering gehalten wird und auch bereichsweise hohe schädliche Stromdichten ein­ fach zu vermeiden sind.
Eine vorteilhafte Weiterbildung beschreibt Patentanspruch 19, weil dadurch lange Standzeiten und ein wirkungsvoller Dauerbetrieb erreicht und vor allem das Entste­ hen des gefährlichen Knallgases sowie aggressiver chemischer Verbindungen ver­ mieden wird.
Es ist aber auch eine Ausführung nach Patentanspruch 20 möglich, wodurch eine dauerhafte und korrosionsfreie sowie großflächige Kontaktierung der Anode erzielt wird.
Von Vorteil ist aber auch eine Ausbildung nach Patentanspruch 21, weil dadurch ein Teilbereich von in etwa 10 bis 50% der Dicke der Mauerwerksteile nicht mit der Ausnehmung zu versehen ist, wobei eine genügend hohe Reststabilität für das Bauwerk während und nach dem Einbringen der Feuchtigkeitsisolierung gegeben ist.
Eine bevorzugte Weiterbildung beschreibt Patentanspruch 22, wodurch es möglich ist, die Frästiefe zur Herstellung der Ausnehmung gering zu halten, jedoch durch die beidseitige Einbringung der Folie in Querschnittsrichtung eine Überdeckung zu erreichen und damit ein Hochsteigen von Feuchtigkeit weitestgehend zu verhindern.
Mit einer weiteren Ausbildungsvariante, wie sie im Patenanspruch 23 beschrieben ist, wird ein besonders widerstandsfähiger Tragkörper erreicht, welcher eine mecha­ nisch hohe Festigkeit aufweist und chemisch beständig ist, wodurch dieser insbeson­ dere in Verbindung mit nach dem Einbringen in die Ausnehmung in chemisch rea­ gierenden Verbindungsmaterialien, wie z. B. Mörtel, Mehrkomponenten- Kunststoffschaum etc., geeignet ist.
Weiters umfaßt die Erfindung auch ein Verfahren, wie es im Oberbegriff des Patent­ anspruchs 24 beschrieben ist.
Dieses Verfahren ist durch die Merkmale des Patentanspruches 24 gekennzeichnet,wodurch mit erhöhten Spannungen gearbeitet werden kann, da die Zersetzung des Wassers und somit die Bildung von Wasserstoff und Sauerstoff so­ wie die Abscheidung von Schwermetallen, die wiederum zu einer Zerstörung der Baustoffe führen würde, verhindert wird. Durch den negativen Spannungsanteil wer­ den die durch die elektrolytische Zersetzung gebildeten Stoffe, insbesondere die schädlichen Gase, in umgekehrter Reaktion während der Zeiten der Umpolung beseitigt, obwohl durch die Zeitdauer des Anschlusses der Anode am positiven Po­ tential der grundlegende Feuchtigkeitsfluß in Richtung der Kathode aufrechter­ halten wird. Weiters wird durch das Verfahren eine zu starke Durchfeuchtung des Mauerwerkes unterhalb der feuchtigkeitsundurchlässigen Folie bzw. des Trag­ körpers verhindert, da die sich dort ansammelnde Feuchtigkeit aufgrund der Wir­ kung des elektrischen Feldes in Richtung der Kathode abtransportiert wird. Dadurch wird der durch die feuchtigkeitsundurchlässige Folie bzw. den Tragkörper gebildete feuchtigkeitsisolierende Effekt zusätzlich unterstützt. Es können somit auch über die Benutzungsdauer oder bei der Montage auftretende Schäden, die zu einem Feuchtigkeitsdurchtritt durch die Folie bzw. den Tragkörper führen können, ausge­ glichen werden, ohne daß der gesamte Tragkörper nochmals aufgebaut werden muß. Vor allem ist dies besonders wichtig, wenn diese Schäden erst nach einer längeren Nutzungsdauer des erfindungsgemäßen Verfahrens an der Folie bzw. dem Tragkör­ per beispielsweise durch Setzungen oder dgl. auftreten. Andererseits kann mit einer sehr geringen Energie für das elektrische Feld der elektroosmotischen Entfeuchtungs­ anlage das Auslangen gefunden werden, da ein Hauptteil der hoch-steigenden Feuch­ tigkeit durch die Folie bzw. den Tragkörper an einem Hochsteigen in höher liegende Mauerwerksteile gehindert wird. Dadurch wird ein räumlich intensives elektrisches Feld aufgebaut, wobei die Feldstärke durch die räumliche Ausdehnung des Feldes gering gehalten werden kann. Gleichermaßen wird ein geringer Übergangswider­ stand erreicht, wodurch geringe Leistungen an Stromenergie für den wirkungsvollen Betrieb des Verfahrens ausreichen und damit ein wirtschaftliches Verfahren zur Entfeuchtung von Mauerwerksteilen erreicht wird.
Von Vorteil ist aber auch ein Verfahren nach Patentanspruch 25. Durch die Verwen­ dung eines pulsierendes Gleichstromes und der kurzzeitigen Umpolung des Sy­ stems kann der Passivierung der Elektroden noch zusätzlich entgegengewirkt wer­ den.
Vorteilhafte weitere Verfahrensschritte sind im Patentanspruch 26 beschrieben. Da­ durch wird das mittlere Spannungspotential in den positiven Bereich angehoben, ohne daß zusätzliche Schalt-und/oder Regeleinrichtungen erforderlich sind.
Eine weitere vorteilhafte Vorgangsweise beschreibt Patentanspruch 27, weil da­ durch das elektrische Feld über eine größere Fläche verteilt werden kann und ein gleichmäßiger Feldaufbau erreicht wird.
Es ist aber auch ein Verfahren, wie im Patentanspruch 28 beschrieben, von Vorteil, weil dadurch sehr widerstandsfähige und störungsfreie sowie korrosionsfeste An­ schlußelemente erreicht werden.
Zum besseren Verständnis der Erfindung, wird diese im folgenden anhand der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 ein mehrgeschossiges Bauwerk mit einer erfindungsgemäßen Entfeuchtungsvorrichtung in Seitenansicht, geschnitten und stark ver­ einfachter schematischer Darstellung;
Fig. 2 einen Teilbereich eines Bauwerkes mit der erfindungsgemäßen Entfeuch­ tungsvorrichtung in schaubildlicher Darstellung, geschnitten;
Fig. 3 eine andere Ausbildungsvariante der erfindungsgemäßen Entfeuchtungs­ vorrichtung in Seitenansicht, geschnitten;
Fig. 4 eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Entfeuchtungs­ vorrichtung in Seitenansicht, geschnitten;
Fig. 5 eine andere Weiterbildung einer Entfeuchtungsvorrichtung nach der Erfindung in stark vereinfachter, schaubildlicher Darstellung;
Fig. 6 einen Teil des Mauerwerks eines zu entfeuchtenden Bauwerks mit einer zwischen den Mauerwerksteilen angeordneten, erfindungsgemäßen Ent­ feuchtungsvorrichtung in schaubildlicher, stark vereinfachter, schema­ tischer Darstellung;
Fig. 7 eine Ausbildungsvariante der erfindungsgemäßen Entfeuchtungsvorrich­ tung mit einer geänderten Ausbildung der Anode und den dieser zugeord­ neten Stromversorgungsleitungen;
Fig. 8 ein Blockschaltbild einer Spannungsversorgungseinrichtung zum Betrei­ ben der erfindungsgemäßen Entfeuchtungseinrichtung;
Fig. 9 ein Diagramm des Spannungsverlaufes der Spannungsversorgungsvor­ richtung gemäß dem Blockschaltbild in Fig. 8.
In Fig. 1 ist ein Bauwerk 1 dargestellt, beispielsweise ein Wohnhaus, bestehend aus einem Kellergeschoß 2, einem Erdgeschoß 3 und einem Dachboden 4, die durch Decken 5, 6 voneinander getrennt sind. Die äußere Umgrenzung des Bauwerkes 1 und die Abstützung der Decken 5, 6 erfolgt durch die Mauerwerksteile 7, 8. Auf die oberste Decke ist ein Dach 9 aufgesetzt. Die das Kellergeschoß 2 bildenden Bau­ werksteile sind zumindest zu einem Teil ihrer Höhe in den das Bauwerk 1 umgeben­ den Erdboden 10 eingebettet. Somit ist ein Fußbodenniveau 11 des Kellergeschos­ ses 2 gegenüber einer Oberfläche 12 des Erdbodens 10 vertieft angeordnet. Die Mauerwerksteile 8 sind auf die Decke 5 aufgesetzt und tragen die Decke 6.
Das Bauwerk 1 wird beispielsweise über eine Freileitung 13, welche an einem Dach­ ständer 14 befestigt ist, mit elektrischer Energie versorgt. Es ist aber auch eine Einspeisung über ein Erdkabel oder ein Luftkabel möglich. Im Inneren des Bauwer­ kes 1 wird die elektrische Energie über eine Verbindungsleitung 15 zur weiteren Verteilung und Versorgung von Verbrauchern 16 einem Schaltkasten 17 zugeführt, in dem Schalt-, Schutz- und Sicherungseinrichtungen angeordnet sind.
Am Schaltkasten 17 ist über eine Leitung 18 eine Spannungsversorgungseinrichtung 19 einer Entfeuchtungseinrichtung 20 angeschlossen, die unter Ausnützung der elektroosmotischen Wirkung arbeitet. In der Spannungsversorgungseinrichtung 19 wird der Wechselstrom in einen Gleichstrom, insbesondere einen pulsierenden Gleichstrom, umgewandelt, wozu die Spannungsversorgungseinrichtung 19 ein Gleichrichterelement 21 aufweist. An einem Pluspol 22 des Gleichrichterelementes 21 ist über eine Stromversorgungsleitung 23 ein elektrisch leitender, als Anode 24 wirkender Tragkörper 25 angeschlossen. Der Tragkörper 25 ist in einer im Mauer­ werksteil 7 in von einer Außenseite 26 in Richtung einer Innenseite 27 sich erstreckenden und in Längsrichtung des Bauwerkes 1 verlaufenden, schlitzförmigen Ausnehmung 28 angeordnet. Diese Ausnehmung 28 ist bevorzugt etwa in einer hori­ zontalen Ebene angeordnet. Dabei beträgt eine von der Außenseite 26 in Richtung der Innenseite 27 ragende Tiefe 29 in etwa 50%-90% einer Dicke 30 des Mauer­ werkteils 7.
An einem Minuspol 31 des Gleichrichterelementes 21 ist über eine Stromversor­ gungsleitung 32 zumindest eine Kathode 33 angeschlossen, die bevorzugt außer­ halb des Bauwerkes 1 im Erdboden 10 in vertikaler Richtung im Erdboden 10 veran­ kert wird. Die Kathode 33, die üblicherweise aus einem Kohlestab oder z. B. auch aus einem leitenden, aus inerten Kunststoffmaterial bestehenden Netz gebildet sein kann, ist so angeordnet, daß sie sich in senkrechter Richtung unterhalb des Tragkör­ pers 25 befindet, d. h. im Erdboden 10 tiefer angeordnet ist als die im Mauerwerks­ teil 7 angeordnete Ausnehmung 28. Die Kathode 33 ist in einem Anschlußbereich 34 mit der vom Gleichrichterelement 21 kommenden Stromversorgungsleitung 32 verbunden. Zumindest ein Ende 35 der Kathode 33 ist dabei in Richtung des Erdbo­ dens 10 unterhalb der Ausnehmung 28 angeordnet, bevorzugt tiefer in den Erdboden 10 eingebracht.
Anstelle der durch eine Wechselspannung angespeisten Spannungsversorgungs­ einrichtung 19 mit dem Gleichrichterelement 21 kann selbstverständlich auch eine Gleichspannungsquelle 36, z. B. eine Batterie 37, für die Versorgung des elektrisch leitenden Tragkörpers 25 eingesetzt werden, wobei der Tragkörper 25 der die am Pluspol 22 anliegende Anode 24 bildet und die im Erdboden 10 verankerte Kathode 33 am Minuspol 31 der Batterie 37 angeschlossen ist.
Damit ist die Entfeuchtungseinrichtung 20 unabhängig von einer über die Freilei­ tung zugeführten elektrischen Energie wirksam. Auch bei Verwendung einer Gleichspannungsquelle, z. B. einer Batterie, ist es jedoch möglich, die Anode im Gegentaktprinzip zu betreiben, d. h. die Anode für kurze wechselnde Zeitspannen am negativen Potential der Gleichspannungsquelle anzulegen, um eine Depolarisierung derselben zu erreichen. Diese Umpolung kann durch elektronische Schalt- bzw. Steuerglieder oder dgl. bewirkt werden.
Durch die Anordnung des die Anode 24 bildenden Tragkörpers 25 in der in etwa waagrecht verlaufenden Ausnehmung 28 und insbesondere durch die Ausbildung des Tragkörpers 25 aus einem wasserundurchlässigen Kunststoffmaterial wird im Mauerwerksteil 7 eine horizontale Feuchtigkeitsisolierung für das Bauwerk 1 er­ reicht.
Diese verhindert wirkungsvoll das Aufsteigen von Feuchtigkeit infolge der Kapillarwirkung. Durch den Aufbau eines elektrischen Feldes zwischen der Anode 24 und der Kathode 33 werden durch die elektroosmotische Wirkung zusätzlich Flüssigkeitsteilchen von der Anode 24 in Richtung zur Kathode 33 wandern, wo­ durch auch eine Entfeuchtung der Mauerwerksteile 7 in den dem Tragkörper be­ nachbarten Bereichen des Mauerwerks erreicht wird.
Wie weiters der Fig. 1 zu entnehmen, kann die erfindungsgemäße Entfeuchtung noch dadurch verstärkt werden, daß gemäß der EP-B1 0 100 845 z. B. an der In­ nenseite 27 des Mauerwerkteils 7 ein als weitere Anode 38 wirkender elektrisch leitender Tragkörper 39 z. B. als Putzträger für eine Putzschichte 40 angeordnet ist. Diese weitere Anode 38 kann über eine weitere Stromversorgungsleitung 41 eben­ falls mit dem Pluspol 22 des Gleichrichterelementes 21 verbunden sein. Durch die­ se zusätzliche Anode 38, welche großflächig mit dem Mauerwerksteil 7 verbunden ist und zwischen dieser und der Kathode 33 ein weiteres elektrisches Feld ausbildet, kommt es durch die nachfolgend näher beschriebene elektroosmotische Wirkung zu einer zusätzlichen Entfeuchtung des Mauerwerksteils 7 und auch des unmittelbar dem Mauerwerksteils 7 benachbarten Erdbodens 10.
In Fig. 2 ist ein Tragkörper 42 dargestellt, der aus einer feuchtigkeitsisolierenden Folie 43 aus Kunststoff, z. B. aus Acryl, Polyester, Polyurethan, Epoxyharz, gebil­ det ist und aus einer netzförmigen Schichte 44 besteht. Die die netzförmige Schich­ te 44 bildenden, einzelnen Fäden 45, 46 bestehen aus einem Kunststoff. Dieser Kunststoff kann z. B. im wesentlichen ionenfrei und in Art eines Duroplastes mit makromolekularen Aufbau ausgebildet sein. Bevorzugt ist dieser Kunststoff zum Beispiel ein Acrylat mit mindestens zum Teil vernetzten Polymeren, welches eine hohe Oberflächenrauhigkeit sowie einen geringen Weichmacheranteil aufweist. Der Kunststoff kann bevorzugt gemäß der österreichischen Patentschrift 313 588 des gleichen Erfinders ausgebildet sein. Vorteilhaft ist es, wenn der Kunststoff mit sauerstoffreduzierenden Metallen dotiert ist. Beim Einsatz derart dotierter Kunst­ stoffe als leitende Schichte 44 einer Anode 47 wird die Oxydation der Anode 47 und deren Passivierung ausgeschaltet.
Um die Schichte 44 auch gegen mechanische Beanspruchungen entsprechend wider­ standsfähig zu machen bzw. die Leitfähigkeit der Fäden 45, 46 zu erhöhen, können in diesen fadenförmige Verstärkungseinlagen 48 z. B. aus Metall, Karbon eingear­ beitet sein. Dieses Netz bzw. die einzelnen Fäden 45, 46 des Netzes sind mit einer Außenbeschichtung aus leitendem Kunststoff versehen, so daß die gesamte Oberflä­ che des Netzes als Leiter wirkt. Dieses Netz wird über seine Länge und vor allem bei dickeren Mauern auch über die Breite in mehreren über die Oberfläche bevor­ zugt gleichmäßig verteilten Bereichen mit der Stromversorgungsleitung 41 bevor­ zugt über mit leitenden Ummantelungen versehenen Kabeln unter Verwendung von leitenden Oberflächenklemmen kontaktiert, so daß eine großflächige Einspeisung der Versorgungsspannung in die Anode bewirkt wird. Vorteilhaft ist es auch, wenn die Schichte 44 bzw. das Netz mit der Folie 43 über über die Fläche verteilte Klebestel­ len, z. B. mittels einer Kleberschichte 49 verbunden ist. Der durch die Folie 43 und der Schichte 44 gebildete Tragkörper 42 ist in der Ausnehmung 28, die sich in einer etwa waagerechten Ebene von der Außenseite 26 in Richtung der Innenseite 27 des Mauerwerksteils 7 erstreckt, angeordnet, wobei die Tiefe 29 der Ausnehmung 28 ge­ ringer ist als die Dicke 30 des Mauerwerksteils 7. Die Ausnehmung 28 kann aber auch als ein die gesamte Dicke der Mauer durchdringender Schlitz ausgebildet sein.
Eine Gesamtdicke 50 des Tragkörpers 42 ist kleiner als eine Schlitzbreite 51 der Ausnehmung 28, so daß zwischen dem Tragkörper 42 und dem Mauerwerksteil 7 Verbindungsschichten 52, 53, z. B. ein Mörtel, angeordnet werden kann, die als Aus­ gleichsschichten zwischen der Mauer und dem Tragkörper 42 wirken.
Dadurch wird eine dichte Füllung der Ausnehmung 28 erreicht und der Tragkörper 42 in den Mauerwerksteil 7 satt und hohlraumfrei eingebettet. Die netzförmige Ano­ de 47 weist bevorzugt in Längserstreckung der Anode 47 durchlaufende Kontaktelemente 54 auf, welche mit dem Pluspol 22 der Spannungsversorgungseinrichtung 19 verbunden sind, und deren Minuspol 31 mit der Kathode 33, die in Richtung des gewünschten Feuchtigkeitstransportes im Ab­ stand von der Anode 47 angeordnet ist, verbunden ist.
Bevorzugt ist eine Ausbildung, bei der die der netzförmigen Anode 47 zugeordneten Verbindungsschichte 52, z. B. der Mörtel, mit leitenden Zuschlägen z. B. Graphit, Ruß, Korund etc. versetzt ist, wodurch eine gute Kontaktierung und Leitfähigkeit und damit ein großflächiges, elektrisches Feld erreicht wird.
In den Fig. 3 und 4 sind weitere Ausführungen der Anordnung der Entfeuchtungs­ einrichtung 20 gezeigt. Bei diesen nachstehend im Detail beschriebenen Anordnun­ gen werden jeweils in den einander gegenüberliegenden Oberflächen 55 und 56 ei­ nes Mauerwerksteils 7, 8, also z. B. einer Außenmauer eines Gebäudes, horizontal oder auch schräg horizontal verlaufende Schlitze bzw. Ausnehmungen 57, 58 herge­ stellt. Dazu werden die Mauerwerksteile bzw. -wände z. B. mit rotierenden Schneid­ scheiben, wie Diamanträdern oder dgl., eingeschnitten bzw. durchtrennt.
Eine Tiefe 29 dieser Ausnehmungen 57, 58 kann je nach den baulichen Gegebenhei­ ten bzw. der Durchfeuchtung des trocken zu legendes Mauerwerks so bemessen sein, daß sich die Ausnehmungen 57, 58 über eine Dicke 30 der Mauerwerksteile 7, 8 entweder überlappen oder nicht überlappen.
Der Vorteil der in Fig. 3 dargestellten Ausführungsvariante, bei der sich die Ausnehmungen 57, 58 in Richtung der Dicke 30 des Mauerwerksteiles 7 nicht über­ lappen, liegt darin, daß eine Kernzone des Mauerwerksteiles 7 als durchgehender Pfeiler bestehen bleibt, wodurch die statische Festigkeit der mit der erfindungsgemäßen Entfeuchtungseinrichtung ausgestatteten Gebäude nicht allzu stark geschwächt wird. Andererseits ist es aber auch z. B., wie in Fig. 4 gezeigt, möglich, daß die Ausnehmungen 57, 58 eine Tiefe aufweisen, die größer ist als die Hälfte der Dicke 30. Dadurch können sich die in die Ausnehmungen 57, 58 eingesetz­ ten Tragkörper 59, 60 in Richtung der Dicke 30 des Mauerwerksteils 7 überlappen.
Die in die Ausnehmungen 57, 58 eingesetzten Tragkörper 59, 60 weisen jeweils in Richtung des gewünschten Wassertransportes - der durch dünne gewellte Pfeile symbolisch angedeutet ist - eine die Anode 24 bildende leitende Schichte 44 auf. Zwischen dieser Anode 24 und der Kathode 33 wird jeweils ein schematisch durch dünne Feldlinien angedeutetes elektrisches Feld aufbaut, welches bedingt durch die elektroosmotischen Kräfte den durch die gewellten Pfeile schematisch angedeuteten Wasserfluß bewirkt. Üblicherweise werden die Kathoden 33 in jenem Bereich ange­ ordnet, in welchem die Feuchtigkeit aus dem Mauerwerk bzw. den Mauerwerkstei­ len 7, 8 verbracht werden soll. So ist es möglich, die im Mauerwerk befindliche Feuchtigkeit, z. B. bei einer historischen Stadtmauer oder dgl., nach beiden Seiten aus dem Mauerwerksteil abzuleiten, wie dies durch die in Fig. 4 schematisch und durch strichlierte Linien dargestellte Kathode 33 gezeigt ist.
Üblicherweise ist es bei Gebäuden jeweils so, daß die Kathoden 33 nur außerhalb der Außenumgrenzung angeordnet werden, da ansonsten z. B. bei Anordnungen von Kathoden unterhalb des Kellerbodens unterhalb desselben ebenfalls wieder Feuchtig­ keitsansammlungen auftreten würden.
Die Anoden 24 sind, wie bereits bei den vorstehenden Ausführungsbeispielen be­ schrieben, wiederum am Pluspol 22 und die Kathode 33 am Minuspol 31 der Spannungsversorgungseinrichtung 19 angeschlossen.
Nach dem Herstellen der Ausnehmungen 57, 58 und der Positionierung der Tragkör­ per 59, 60 werden die verbleibenden Hohlräume der Ausnehmungen 57, 58 mit dem Material der Verbindungsschichten 52, 53 möglichst fugenlos verfüllt.
Wie weiters in Fig. 4 gezeigt ist, können die Ausnehmungen 57, 58 die mittels ent­ sprechenden Schneidverfahren, z. B. mit rotierenden Diamantscheiben oder Seil­ schneidern, hergestellt werden, zu den Oberflächen 55, 56 unter einem Winkel 61, 62 angeordnet sein. Vorteilhaft ist es hierbei, wenn die Ausnehmungen 57, 58 in Richtung der Kathode 33 geneigt sind, also die Winkel 61, 62 in Richtung der Kathode 33 geöffnet und kleiner sind als 90°. Dadurch bilden die Ausnehmungen 57, 58 in dem Mauerwerksteil 7 einen V-förmigen Einschnitt, dessen Spitze nach un­ ten, also zum Fundament des Bauwerkes bzw. zur Kathode zugerichtet ist, und es wird trotz der Durchtrennung des Mauerwerks bzw. der Mauerwerksteile im Bereich der Ausnehmungen 57, 58 eine bleibende seitliche Zentrierung der nunmehr durch die Tragkörper 59, 60 voneinander getrennten Bauwerksteile erreicht.
In Fig. 5 ist eine weitere Ausführungsvariante des als Anode 24 wirkenden Tragkör­ pers 25 gezeigt. Bei dieser Ausführungsvariante sind auf einer Unterseite 63 einer feuchtigkeitsisolierenden Folie 43 in Richtung ihrer Längserstreckung mehreren in etwa parallel zueinander verlaufend angeordneten Stromversorgungsleitungen 64 angeordnet, die z. B. über eine Kleberschichte 65 mit der Folie 43 verbunden sind. Die Stromversorgungsleitungen 64 umfassen einen in einen leitenden Kunststoff­ mantel 66 eingebetteten Stromleiter 67, der durch einen Kupferdraht oder Kupferli­ zenkohlefasern oder sonstigen hochleitenden Materialien, wie z. B. auch Titan, her­ gestellt sein kann. Wichtig ist, daß der Abstand in der Wertigkeit der elektrochemischen Reihe der Elemente der für die Stromleiter 67 verwendeten Mate­ rialien und dem Kohlenstoff, mit welchen üblicherweise der Kunststoff des Kunst­ stoffmantels 66 versetzt ist, sehr gering ist um Korrosieren zwischen dem Stromlei­ ter und dem Kunststoffmantel 66 zu vermeiden. Der Kohlenstoff im Kunststoffman­ tel dient dazu eine ausreichende Leitfähigkeit der Oberfläche des Kunststoffmantels zu erzielen. Dadurch soll die Kontaktierung der die Stromversorgungsleitungen 64 umgebenden leitenden Mörtelschichten, die die Verbindungsschichten 52 bilden, verbessert und eine gute Leitungsverbindung zu den Stromleitern 67 hergestellt wer­ den.
Zum korrosionsfreien Anschluß der Stromversorgungsleitungen 64 mit dem Pluspol 22 der Spannungsversorgungseinrichtung 19 werden auf die Stromversorgungslei­ tungen 64 Anschlußklemmen 68 aufgeklipst, deren beide Klemmarme 69 unter einer materialbedingten gegeneinander gerichteten Vorspannung stehen. In die Anschluß­ klemme eingeklebt oder eingegossen ist eine Verbindungsleitung, die mit am Plus­ pol 22 der Spannungsversorgungseinrichtung 19 angeschlossen ist. Aus Kostengrün­ den ist es auch möglich, daß in einem gewissen Abstand an einer Versorgungslei­ tung mehrere Anschlußklemmen 68 angeformt bzw. angeschlossen sind. Es ist aber auch gleichfalls möglich, die für die Stromversorgungsleitung 64 verwendeten Kabel mit einem leitenden Kunststoffmantel 66, der aus leitenden inerten Kunst­ stoff besteht und einen hohen Widerstand gegen Korrosionen aufweist zu umgeben und diese jeweils mit der Folie 43 über die Anschlußklemmen 68 in vorbestimmten, der gewünschten Stromdichte entsprechenden Abstand miteinander zu kontaktieren. Dadurch fallen während der Herstellung der Entfeuchtungseinrichtung elektrische Kontaktierungs- und Verbindungsarbeiten, in welchen blanke Leiter in herzu­ stellende Bauteile einzuarbeiten sind, völlig weg und es werden baustellenbedingte Mängel, die zu Korrosionsstellen führen, verhindert.
Selbstverständlich ist es in diesem Zusammenhang auch möglich, die Strom­ versorgungsleitungen 64, entweder durchgehend oder in in deren Längsrichtung voneinander distanzierten Bereichen über Kleberschichten 65 mit der feuchtig­ keitsisolierenden Folie 43 zuverbinden sein kann, oder auch lose und im Abstand diese von der Folie 43 nur in die aus elektrisch leitendem Material bestehende Verbindungsschichte 52, und zwar auf der der Kathode 33 zugewandten Seite der Folie 43, anzuordnen. Die Kathode 33 ist beim vorliegenden Ausführungsbeispiel, wie schon zuvor beschrieben, in Transportrichtung der abzuführenden Feuchtigkeit unterhalb der Folie 43 angeordnet und mit dem Minuspol 31 der Spannungs­ versorgungseinrichtung 19 am Minuspol 31 der Spannungsvorrichtung angeschlos­ sen.
Wesentlich ist bei all den zuvor beschriebenen Ausführungsbeispielen, daß die Folie 43, die also feuchtigkeitsundurchlässig und somit einen Durchtritt der Feuchtigkeit in aufsteigender Richtung des Mauerwerks verhindert, auch isolierend ausgebildet ist.
Durch die isolierende Ausführung der Folie 43, die z. B. auch dadurch erfolgen kann, daß die Folie 43 aus mehreren Lagen, z. B. wie in Fig. 5 angedeutet, einer weiteren isolierenden Lage 70, versehen sein kann, wird eine Stromverschleppung in andere Bereich des Bauwerks 1 und das Aufbauen von störenden elektrischen Fel­ dern verhindert. Vielmehr baut sich, wie in Fig. 1, 3, 4 schematisch angedeutet, je­ weils zwischen der leitenden Schichte 44 bzw. der Stromversorgungsleitung 64, die also jeweils die Anode 24 bilden, und der diesen jeweils zugeordneten Kathode 33 ein durch Feldlinien 71 jeweils schematisch angedeutetes, elektrisches Feld 72, 73, 74 in Fig. 1 bzw. in Fig. 3, 4 auf. In dem elektrischen Feld 72, 73, 74 kommt es durch die elektroosmotische Wirkung zu einem Feuchtigkeitstransport von der Ano­ de 24 in Richtung der Kathode 33, wie dieser in den einzelnen Ausführungsbeispie­ len schematisch durch gewellte Pfeile 75 angedeutet ist. Damit wird eine Ableitung der Feuchtigkeit aus dem Mauerwerksteil 7 bzw. dem Bauwerk 1 in den benachbar­ ten Boden bewirkt.
Durch entsprechende bauliche Maßnahmen, wie das Einbringen einer Rollierung bzw. von Drainageleitungen, kann die Abfuhr der Feuchtigkeit aus dem Bereich des Bauwerkes 1 sichergestellt werden.
Bei der Darstellung in der Fig. 1 ist weiters zu ersehen, daß das sich zwischen Ano­ de 24 und Kathode 33 sich aufbauende elektrische Feld 72, 73, welches gemäß den theoretischen, physikalischen Grundlagen eine Kugelform einnimmt, die Feldlinien 71 des elektrischen Feldes 72, 73 auch jenen verbleibenden Bereich des Mauer­ werks, der durch die Ausnehmung 28 nicht durchtrennt ist, in das elektrische Feld 72, 73 miteinbeziehen, so daß auch in diesen Bereichen die elektroosmotische Ent­ feuchtungswirkung einsetzt bzw. das elektrische Feld 72, 73 als Sperre gegen ein weiteres Aufsteigen der Feuchtigkeit durch die nicht durch die Ausnehmung 28 durchtrennten Mauerwerksteile 7, 8 hindurch verhindert. Erstreckt sich hingegen die Ausnehmung 28, wie in Fig. 1 im Bereich des elektrischen Feldes 72 mit strich­ punktierten Linien gezeigt, über die gesamte Dicke des Mauerwerksteil 7 hindurch, so daß also die gesamte Mauer durchtrennt ist, so wird die grundlegende Sperre ge­ gen ein weiteres Aufsteigen der Feuchtigkeit in Richtung der Höhenerstreckung des Bauwerkes durch den Tragkörper 25 bzw. dessen feuchtigkeitssperrende Lage ver­ hindert und das elektrische Feld 72 nur dazu benötigt, um der Feuchtigkeit eine ge­ zielte Bewegungsrichtung aus dem Bauwerk 1 hinaus aufzudrücken.
Der Vorteil derartiger Lösungen in Verbindung mit einer feuchtigkeitsisolierenden Folie, die zumindest über einen Großteil der Dicke des Mauerwerks ein weiteres Aufsteigen der Folie verhindert, in Verbindung mit einer elektroosmotischen Entfeuchtungsanlage liegt darin, daß auch bei kurzen Störungen des elektrischen Feldes durch Umweltbedingungen bzw. durch Fehlen einer Stromversorgungsanlage und dergleichen in keinem Fall ein Aufsteigen der Feuchtigkeit über die Höhe der eingebrachten Folie 43 bzw. des Tragkörpers 25 erfolgen kann und die gesamte elektromotorische Kraft des elektrischen Feldes 72, 73 dazu genutzt werden kann, um die Feuchtigkeit abzutransportieren. Ein weiterer Vorteil liegt darin, daß bei ei­ nem erhöhten Anfall von Feuchtigkeit, der über der Sperr- bzw. Transportwirkung des elektrischen Feldes 72 bis 74 liegt, ein Aufsteigen der Feuchtigkeit über den Tragkörper 25 bzw. die Folie 43 verhindert wird und die überschüssige Feuchtigkeit dann über längere Zeit durch die ununterbrochene Wirkung des elektroosmotischen Feuchtigkeitstransportes in den elektrischen Feldern wieder abgebaut werden kann. Wäre in einem solchen Fall kein feuchtigkeitsisolierender Tragkörper 25 bzw. keine Folie 43 vorgesehen, so würde aufgrund der Überlastung der Sperrwirkung des elek­ trischen Feldes die Feuchtigkeit über das Niveau der elektroosmotischen Sperre bzw. Entfeuchtungsanlage hochsteigen, und es könnte damit zu einer weiteren Durchfeuchtung des Bauwerkteils bei kurzzeitig erhöhtem Anfall von Nässe und Feuchtigkeit kommen.
Gleichermaßen zeigen die Darstellungen in den Fig. 3, 4, daß durch entsprechende Anordnung von zwei in Höhenrichtung des Mauerwerksteils 7 bzw. entgegen der Fließrichtung der Feuchtigkeit, gemäß den Pfeilen 75, übereinander angeordneten feuchtigkeitsisolierenden Folien 43 mit entsprechend leitenden Schichten oder Stromversorgungsleitungen 64 zwei sich räumlich zum Teil überdeckende elektri­ sche Felder 74 aufgebaut werden, die dann den gesamten Querschnitt bzw. die ge­ samte Dicke des Mauerwerksteils 7 überdecken und so ohne einer vollständigen Durchtrennung des Mauerwerks und dadurch geringerer statischer Schwächung des Bauwerkes über die gesamte Dicke des Mauerwerksteils 7 - insbesondere dann, wenn sich die feuchtigkeitsdichten Sperrschichten in Richtung der Dicke 30 der Mauerwerksteile 7 überlappen oder zumindest über einen Großteil der Dicke 30 des Mauerwerks ein Aufsteigen der Feuchtigkeit unterbinden.
In Fig. 6 ist eine weitere Ausführungsvariante der erfindungsgemäßen Entfeuchtungs­ anlage dargestellt. Aus dieser Darstellung ist zu ersehen, daß der Mauerwerksteil 7 über eine gesamte Dicke 30 durch einen Schlitz völlig durchtrennt ist. Damit ist der Mauerwerksteil 7 in einen Wandteil 76 und einen Wandteil 77 unterteilt. Dieser Schlitz kann z. B. mittels einer Seilsäge oder Diamantschneideblättern oder Ähnli­ chem hergestellt werden. In den Schlitz wird dann eine Trennschichte 78 eingelegt, die z. B. einen Tragkörper 42 aus hochfesten, insbesondere druckfesten Materialien und z. B. einer feuchtigkeitsisolierenden Folie 43 bestehen kann. Der Tragkörper 25 und die Folie 43 können als Sandwichelement gegebenenfalls über eine nicht dar­ gestellte Kleberschichte verbunden oder durch eine Coextrusionsfolie oder ein ande­ res Herstellungsverfahren, z. B. ein Flächenschweißverfahren oder dergleichen, mit­ einander verbunden sein. Vor allem ist es vorteilhaft, wenn für die einzelnen Schich­ ten bzw. Lagen dieser Trennschichte 78 Kunststoffmaterialien mit hoher Dauerstandfestigkeit und niederem Kaltfließverfahren verwendet werden, so daß auch über lange Zeiträume hinweg durch das auf den Folien 43 auflastende Gewicht des Bauwerks die feuchtigkeits­ isolierenden Folien 43 von den Stellen höchster Belastung nicht wegfließen und dann in diesem Bereich die Feuchtigkeit wiederum in Richtung des ober der Sperrfo­ lien angeordneten Bauwerkes 1 vordringen kann. Um zu verhindern, daß es zu star­ ken punktuellen Belastungen dieser Trennschichte 78 kommt, ist beidseits der Trennschichte 78 eine als Füllschichte ausgebildete Verbindungsschichte 52 bzw. 53 angeordnet. Diese Verbindungsschichte 52 hat die Aufgabe, die vom Bauwerk auf die Trennschichte ausgeübte Last gleichmäßig auf diese zu verteilen, und be­ steht meistens aus einem entsprechend hochfesten und schnellbindenden Mörtel. Selbstverständlich ist es aber auch möglich, an Stelle des Mörtels einen Zement mit Wasserglasbindung zu verwenden, der nach der Austrocknung eine hohe Härte und Tragfestigkeit aufweist. Während nun die Verbindungsschichte 52 ausschließlich aus einem derartigen Mörtel besteht, ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel die Verbindungsschichte 53 als leitende Verbindungsschichte ausgebildet, die mit dem Pluspol 22 der Spannungsversorgungseinrichtung 19 kontaktiert ist.
Um eine ausreichenden Leitfähigkeit dieser Verbindungsschichte 53 zu ermög­ lichen, sind in den Grundmaterialien derselben als leitfähige Bestandteile Korund­ teile 79 bzw. Graphitteile 80 eingemischt. Diese Korundteile 79 und Graphitteile 80 werden in so einer ausreichenden Menge der Verbindungsschichte 53 zugesetzt, daß eine gewünschte Leitfähigkeit entsteht. Der Vorteil der Verwendung von Korund­ teilen 79 gegenüber den bisher verwendeten Kohlenstoffteilen bzw. dem Ruß liegt vor allem darin, daß die Korundteile 79 zu einer Festigkeitserhöhung der Ver­ bindungsschichte 53 führen und somit diese Verbindungsschichte 53 eine höhere Fe­ stigkeit aufweisen kann, als wenn die Grundmaterialien derselben nur mit Kohlen­ stoff oder Ruß versetzt werden um eine ausreichende Festigkeit zu erlangen. Dazu kommt, daß bei dieser Art von Verbindungsschichte 53 als Bindemittel auch Ze­ ment verwendet werden kann, vor allem wenn für diesen eine Wasserglasbindung vorgesehen wird. Damit kann eine hochfeste schrumpfungsfreie Verbindungsschichte 53 erzielt werden, die verhindert, das nach dem Austrocknen der Schichte Schwundrisse zwischen den Wandteilen 76, 77 bzw. den Verbindungs­ schichten 52, 53 oder den Verbindungsschichten 52, 53 und der Trennschichte 78 auf­ treten, die zu Übergangsverlusten bzw. Kontaktunterbrechungen führen können und außerdem wiederum das Eindringen von Feuchtigkeit begünstigen könnten.
Zur durch gängigen Kontaktierung um eine ausreichende flächige Stromverteilung und damit den Aufbau eines großflächigen elektrischen Feldes 72 zu ermöglichen, wird die gesamte Verbindungsschichte 53 mit einer mit einem leitenden Außenman­ tel versehenen Versorgungsleitung 81 kontaktiert. Diese Versorgungsleitungen 81 sind mit dem Pluspol 22 der Spannungsversorgungseinrichtung 19 kontaktiert, wo­ bei deren Minuspol an die Kathode 33 angeschlossen. Damit wird auch bei einer re­ lativ hochohmigen Verbindungsschichte der Aufbau eines ausreichenden Stromflus­ ses mit niederen Versorgungsspannungen ermöglicht, so daß vor allem die kritische Spannungsgrenze, die zu einer elektrochemischen Zersetzung des Wassers führt und damit zur Bildung von Knallgas führen kann, nicht überschritten wird. Vor allem ist es dadurch möglich, mit Spannungen von ca. 6 Volt am Ausgang der Spannungsversorgungseinrichtung 19 zu arbeiten, so daß die wirksame Elektroden­ spannung 1,4 bis 2 Volt nicht übersteigt und die elektrolytische Dissoziation, bei der die Moleküle, insbesondere von Wasser, in heteropolare Verbindungen ihrer Ionen zerfallen, nicht überschritten wird.
Durch diese gute Kontaktierung der Verbindungsschichte wird über die gesamte Dicke 30 des Mauerwerkes ein intensives Feld aufgebaut, das sich in Richtung der Kathode 33 schließt. In diesem starken elektrischen Feld 72, welches schematisch durch Feldlinien 71 angedeutet ist, kommt es dann zu einem intensiven Feuchtig­ keitstransport in Richtung der gewellten Pfeile 75. Dies bewirkt einen starken Feuchtigkeitstransport und damit eine gute Trocknung und Entfeuchtung der Wand­ teile 77.
Vorteilhaft ist es weiters, wenn die Trennschichte 78 bzw. der Tragkörper 42 bzw. die Folie 43 ein Duroplast ist. Diese Duroplaste sind sehr beständige Kunststoffe, die auch hohen Belastungen über hohe Zeit Stand halten und die geringe Kaltfließ­ werte aufweisen.
Vorteilhaft ist es, wenn dieser Tragkörper 42 bzw. die durch ein Sandwichelement mit der Folie 43 hergestellte Trennschichte 78 einen Elastizitätsmodul < 25 N/m2 aufweist. Dadurch kann die Folie 43 auch in unebenen Schlitzen und bei Versetzun­ gen im Mauerwerk einfach eingebracht werden, und es wird eine Feuchtigkeitsdicht­ heit auch bei den an die Arbeitsvorgängen nachfolgenden Setzungen im Bauwerk 1 ermöglicht. Darüber hinaus soll auch bevorzugt die Wasseraufnahme der Trenn­ schichte 78 bzw. der einzelnen Lagen desselben < 20 mg in 4 Tagen sein, so daß ver­ hindert wird, daß sich die Trennfolie mit Wasser vollsaugt und es durch Diffusion wieder zu einem Feuchtigkeitstransport in Richtung der trocken zu legenden Bau­ werksteile kommen kann.
Um die hohe Standfestigkeit der Trennschichte 78 auch bei hohen Belastungen und Setzungen im Mauerwerk bzw. Schlagbeanspruchungen sicherzustellen, kann es sich auch als vorteilhaft erweisen, diese einzelnen Folien oder Lagen mit einer Reiß- Dehnung herzustellen, die < 15% bevorzugt < 30 bis 100% ist.
Im vorliegenden Ausführungsbeispiel wird daher die Anode 24 der elektro­ chemischen Entfeuchtungsanlage durch die Verbindungsschichte 53 in Verbindung mit den Versorgungsleitungen 81 gebildet. Durch eine entsprechende Ausgestal­ tung bzw. Materialwahl für den Tragkörper 42 kann erreicht werden, daß diese als Isolator wirkt und somit eine Ausbreitung des elektrischen Feldes in Richtung der Wandteile 76 zuverlässig unterbunden wird. Dadurch wird eine Stromverschleppung in Richtung der Wandteile 76 verhindert, da vor allem zwischen der Anode 24 und z. B. oberhalb der Trenn­ schichte 78 im Wandteil 76 angeordneten aus metallischen Materialien bestehenden Leitungen 82 kein elektrisches Feld aufgebaut werden kann, welches ansonsten ei­ nen Wassertransport von der Trennschichte 78 in Richtung der Leitung 82 und so­ mit in der den gewünschten Feuchtigkeitstransport genau entgegengesetzten Richtung bewirken würde.
In Fig. 7 ist eine weiter Ausführungsvariante einer Entfeuchtungsanlage gezeigt, die sich nur durch die Anordnung und den Aufbau der Anode 24 von der in Fig. 6 gezeigten Ausführungsform unterscheidet, weshalb auch für gleiche Teile die glei­ chen Bezugszeichen verwendet werden.
Die Anode 24 ist bei diesem Ausführungsbeispiel durch ein Netz aus Titan gebildet. Es kann aber auch ein Geflecht, Gewirke oder Gitter dieses Materials verwendet werden. Der Vorteil eines derartigen Netzes, Geflecht oder Gewirkes oder derglei­ chen aus Titan liegt darin, daß Titan nahezu die gleiche Wertigkeit in der elektroche­ mischen Reihe der Elemente aufweist wie Kohlenstoff und somit keine Spannungs­ differenz auf elektrochemischem Weg aufgebaut werden kann, die zu einer Korrutie­ rung oder einer Zerstörung der leitenden Elemente in dem elektrochemischen Entfeuchtungssystem führen könnte. Dieses Netz ist, wie schematisch dargestellt, in die Verbindungsschichte 53 eingebettet und wird über Versorgungsleitungen 81 kontaktiert, die über z. B. die bereits in Fig. 5 gezeigten und beschriebenen An­ schlußklemmen 68, die ebenfalls aus leitenden Materialien bestehen können, und durch eine leitende Oberflächenverbindung miteinander kontaktiert sind. Dadurch daß sowohl in die Verbindungsschichte 53 als auch in die Verbindungsleitung 81 sowie in zumindest in die Oberfläche der Anschlußklemmen 68 Kohlenstoff einge­ mischt ist, weisen die einzelnen Bauteile keine Differenz in der Wertigkeit in der elektrochemischen Reihe auf, und es wird daher der Aufbau von elektrochemischen Lokalelementen grundlegend unterbunden. Damit wird eine über lange Zeit betriebs­ sichere Kontaktierung und Stromleitung in der Verbindungsschichte 53 sicherge­ stellt, die gleichzeitig eine lange betriebssichere Wirkung der elektroosmotischen Entfeuchtungsanlage ermöglicht.
In Fig. 8 ist eine Spannungsversorgungseinrichtung 83 für eine Anode 84 bzw. eine Kathode 85 gezeigt, die z. B. durch Netze 86, 87 gebildet ist. Die Spannungsver­ sorgungseinrichtung 83 umfaßt einen Transformator 88, Glättungsdioden 89, ein Gegenpol-Schaltglied 90 und weist parallel zu den Glättungsdioden 89 ein Zeitglied 91 und einen einer Gleichrichterschaltung 92 zugeordneten Impulsschalter 93 auf, der durch einen Transistor 94 gebildet ist. Über das Zeitglied 91 wird für eine be­ stimmte Zeitdauer der Signaldurchgang durch den Transistor 94 ermöglicht. Durch die dem Gegenpol-Schaltglied 90 zugeordnete Diode 95 wird sichergestellt, daß ein Spannungsdurchgang nur dann möglich ist, wenn an einem Ausgang 96 des Trans­ formators 88 negatives Potential anliegt. Ein Eingang 97 des Impulsschalters 93 liegt am Ausgang 96 einer durch den Transformator 88 gebildeten Gleichspannungs­ quelle 98 an. Ein Ausgang 99 ist mit einer Zuleitung 100 zur Anode 84 verbunden. Der als Schließkontakt dienende Transistor 94 wird vom Zeitglied 91 angesteuert. Zwischen den Zuleitungen 100, 101 zur Anode 84 bzw. zur Kathode 85 ist weiters eine Umschalter 102 vorgesehen, mit dem bedarfsweise die Spannungsversorgung der beiden Netze 86 bzw. 87 umgekehrt werden kann, so daß die Anode 84 als Kathode 85 wirkt bzw. umgekehrt. Des weiteren ist der Spannungsver­ sorgungseinrichtung 83 ein Stromanzeigegerät 103 zugeordnet. Selbstverständlich ist die Ausbildung dieser Spannungsversorgungseinrichtung 83 im Rahmen der Er­ findung, ohne von dieser abzuweichen, beliebig abwandelbar, und es ist auch mög­ lich, entsprechende Relaissteuerungen oder integrierte Schaltkreise bzw. Mikropro­ zessoren oder dergleichen einzusetzen.
In Fig. 9. wird eine bevorzugte Form der Spannungszeitkurve dargestellt. Die positi­ ve Sinuskurve 104 einer entsprechend herabtransformierten Netzspannung ist erhal­ ten, während der negative Anteil 105 der Sinuskurve 104 im unteren Spannungsbe­ reich abgeschnitten ist, so daß solange der negative Anteil 105 der ursprünglichen Sinuskurve 104 eine bestimmte Spannung nicht überschreitet, keine Spannung an­ liegt und erst, wenn die Sinusspannung die vorgegebene Spannungsgrenze über­ schreitet, die diese Spannungsgrenze überschreitende Spannung an die Elektroden angelegt wird. Wenn auch die Verwendung der Netzfrequenz besondere Vorteile bietet, ist das erfindungsgemäße Verfahren nicht auf die Sinusspannungen von 50 oder 60 Hz beschränkt.
Diese bevorzugte Form der Spannungszeitkurve kann beispielsweise mit der in Fig. 6 beschriebenen Spannungsversorgungseinrichtungen 83 erreicht werden. Durch den im Zeitglied 91 angeordneten Kondensator wird der Durchgang durch den Transi­ stor 94, erst nachdem eine gewisse Zeitdauer positives Potential anliegt, geöffnet, so daß die Anode 84 mit negativer Spannung beaufschlagt wird. Bei entsprechender Auslegung des Zeitgliedes 91 wird dann bei Unterschreiten dieses vorgewählten Spannungsniveaus die Zufuhr der negativen Spannung über die Zuleitung 101 durch den Transistor 94 wieder gesperrt. Damit entsteht der in Fig. 9 gezeigte spe­ zielle Spannungsverlauf.
Der Ordnung halber sein noch darauf hingewiesen, daß bei allen in den Zeichnun­ gen dargestellten Ausführungsbeispielen das Verhältnis zwischen den Bauwerkstei­ len bzw. dem Mauerwerk, den Ausnehmungen sowie der in diesen angeordneten Schichten und Verbindungsleitungen unmaßstäblich verzerrt dargestellt wurden, wo­ bei vor allem die Ausnehmung und die in dieser angeordneten Schichten und Ver­ bindungsleitungen zum besseren Verständnisses des Aufbaus der Entfeuchtungsanla­ ge gegenüber den Mauerwerksteilen um ein Vielfaches größer dargestellt wurde, als dies der Wirklichkeit entspricht.
Zum besseren Verständnis der Erfindung wurden in den Ausführungsbeispielen ein­ zelne Teile unproportional und maßstäblich verzerrt dargestellt.
Des weiteren können auch einzelne der in den Ausführungsbeispielen insgesamt be­ schriebenen Merkmalskombinationen eigenständige, erfindungsgemäße Lösungen bilden.
Vor allem können die einzelnen in den Fig. 1, 2; 3; 4; 5; 6; 7; 8, 9 gezeigten Ausfüh­ rungen, den Gegenstand von eigenständigen erfindungsgemäßen Lösungen bilden. Die diesbezüglichen erfindungsgemäßen Aufgaben und Lösungen sind den Detailbe­ schreibungen dieser Figuren zu entnehmen.
Bezugszeichenaufstellung
  1 Bauwerk
  2 Kellergeschoß
  3 Erdgeschoß
  4 Dachboden
  5 Decke
  6 Decke
  7 Mauerwerksteil
  8 Mauerwerksteil
  9 Dach
 10 Erdboden
 11 Fußbodenniveau
 12 Oberfläche
 13 Freileitung
 14 Dachständer
 15 Verbindungsleitung
 16 Verbraucher
 17 Schaltkasten
 18 Leitung
 19 Spannungsversorgungseinrichtung
 20 Entfeuchtungseinrichtung
 21 Gleichrichterelement
 22 Pluspol
 23 Stromversorgungsleitung
 24 Anode
 25 Tragkörper
 26 Außenseite
 27 Innenseite
 28 Ausnehmung
 29 Tiefe
 30 Dicke
 31 Minuspol
 32 Stromversorgungsleitung
 33 Kathode
 34 Anschlußbereich
 35 Ende
 36 Gleichspannungsquelle
 37 Batterie
 38 Anode
 39 Tragkörper
 40 Putzschicht
 41 Stromversorgungsleitung
 42 Tragkörper
 43 Folie
 44 Schichte
 45 Faden
 46 Faden
 47 Anode
 48 Verstärkungseinlage
 49 Kleberschichte
 50 Gesamtdicke
 51 Schlitzbreite
 52 Verbindungsschichte
 53 Verbindungsschichte
 54 Kontaktelement
 55 Oberfläche
 56 Oberfläche
 57 Ausnehmung
 58 Ausnehmung
 59 Tragkörper
 60 Tragkörper
 61 Winkel
 62 Winkel
 63 Unterseite
 64 Stromversorgungsleitung
 65 Kleberschichte
 66 Kunststoffmantel
 67 Stromleiter
 68 Anschlußklemme
 69 Klemmarm
 70 Lage
 71 Feldlinie
 72 Feld
 73 Feld
 74 Feld
 75 Pfeil
 76 Wandteil
 77 Wandteil
 78 Trennschicht
 79 Korruntteile
 80 Graphitteile
 81 Versorgungsleitung
 82 Leitung
 83 Spannungsversorgungseinrichtung
 84 Anode
 85 Kathode
 86 Netz
 87 Netz
 88 Transformator
 89 Glättungsdiode
 90 Schaltglied
 91 Zeitglied
 92 Gleichrichterschaltung
 93 Impulsschalter
 94 Transistor
 95 Diode
 96 Ausgang
 97 Eingang
 98 Gleichspannungsquelle
 99 Ausgang
100 Zuleitung
101 Zuleitung
102 Umschalter
103 Stromanzeigegerät
104 Sinuskurve
105 negativer Anteil

Claims (28)

1. Entfeuchtungseinrichtung für Bauwerke mit einem zwischen zwei über­ einander angeordneten Mauerwerksteilen vorgesehenen, im wesentlichen horizontal angeordneten, folienartigen Tragkörper aus wasserundurchlässigem Kunststoff und gegebenenfalls zwischen dieser und den Mauerwerksteilen angeordneten Verbin­ dungsschichten, insbesondere Mörtel, dadurch gekennzeichnet, daß eine Anode (24, 38, 47, 84) durch einen im Bereich einer seiner beiden Oberflächen leitend ausge­ bildeten Kunststoff des Tragkörpers (25, 39, 42, 59, 60) oder durch eine der einen insbesondere leitend ausgebildeten Oberfläche zugewandte Elektrode oder eine lei­ tende Ausgestaltung der Verbindungsschichte (52, 53) gebildet ist und die Anode (24, 38, 47, 84) an eine Stromversorgungsleitung (23, 41, 64) angeschlossen ist, die sich in Längsrichtung des Tragkörpers (25, 39, 42, 59, 60) erstreckt und mit der Anode (24, 38, 47, 84) mehrmals in voneinander distanzierten Bereichen kontaktiert sowie mit dem Pluspol (22) einer Spannungsversorgungseinrichtung (83) einer elektroosmotischen Entfeuchtungseinrichtung (20) verbunden ist, deren Minuspol (31) an einer bevorzugt in senkrechter Richtung unterhalb des Tragkörpers (25, 39, 42, 59, 60) angeordneten Kathode (33, 85) angeschlossen ist.
2. Entfeuchtungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kunststoff des Tragkörpers (25, 42, 59) ein Duroplast ist und insbesondere einen Elastizitätsmodul größer 25 N/mm2 aufweist.
3. Entfeuchtungseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich­ net, daß der Tragkörper (25, 39, 42, 59, 60) aus mehreren Schichten (44) besteht.
4. Entfeuchtungseinrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragkörper (25, 39, 42, 59, 60) als Sandwichele­ ment ausgebildet ist und die aus Kunststoff bestehenden Schichten (44) einen Elastizitätsmodul größer 25 N/mm2 aufweisen.
5. Entfeuchtungseinrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine Wasseraufnahme des Tragkörpers (25, 39, 42, 59, 60) innerhalb 4 Tagen von zumindest einer der Schichten (44), insbesondere aus Kunststoff, kleiner 20 mg, ist.
6. Entfeuchtungseinrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Kunststoff zumindest der den Oberflächen des Tragkörpers (25, 39, 42, 59, 60) nächstliegenden Schichten gegen Wasser, wäßrige Lösungen anorganischer Salze, Säuren und Laugen chemisch widerstandsfähig ist.
7. Entfeuchtungseinrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Reißdehnung, zumindest der aus Kunststoff be­ stehenden Schichten größer 15% bis 30%, bevorzugt größer 100%, ist.
8. Entfeuchtungseinrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, da­ durch gekennzeichnet, daß der Tragkörper (25, 39, 42, 59, 60) zumindest eine Schichte (44), z. B. ein Netz, Gitter, Gewirk, Vlies oder dgl. z. B. aus Glas, Metall, Keramik, Kunststoff, aufweist.
9. Entfeuchtungseinrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der folienartige Tragkörper (25, 39, 42, 59, 60) und/oder dessen Schichten (44) elastisch und rückfederungsfrei, insbesondere aus biegeweichem Kunststoff, z. B. biegeschlaff, ausgebildet sind.
10. Entfeuchtungseinrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die als Anode (24, 38, 47, 84) ausgebildete leitende Schichte aus Verbindungsmaterial zwischen den Mauerwerksteilen (7, 8) und dem Tragkörper (25, 39, 42, 59, 60) angeordnet ist.
11. Entfeuchtungseinrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragkörper (25, 39, 42, 59, 60) zumindest eine auf der von der am Minuspol anliegenden Kathode (33, 85) gegenüberliegenden Seite der leitenden Schichte (44) angeordnete, elektrisch isolierend ausgebildete Schichte aufweist.
12. Entfeuchtungseinrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsschichte (52, 53) durch einen leitfä­ higen Mörtel gebildet ist.
13. Entfeuchtungseinrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Mörtel mit Kohlenstoff, insbesondere Ruß oder Graphit, angereichert ist.
14. Entfeuchtungseinrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Mörtel mit leitfähigen Keramikteilen, z. B. Korund, vermischt ist.
15. Entfeuchtungseinrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsschichte bzw. das Verbindungsma­ terial aus einem Gemisch aus Zement mit Wasserglasbindung, leitfähigen Keramik­ teilen, insbesondere Korund und Kohlenstoff, besteht.
16. Entfeuchtungseinrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß das mit leitfähigen Materialien, insbesondere leit­ fähigen Keramikteilen, Kohlenstoff oder Ruß versetzte Verbindungsmaterial bzw. die Verbindungsschichte (52, 53) die Anode (24, 38, 47, 84) bildet und über zumindest eine in diese eingebettete Stromversorgungsleitung (23, 32, 64) mit dem Pluspol (22) der Spannungsversorgungseinrichtung (19, 83) verbunden ist.
17. Entfeuchtungseinrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der mit dem Minuspol (31) einer Gleich­ spannungsquelle (36, 98) der elektroosmotischen Entfeuchtungseinrichtung (20) ver­ bundenen, dem Boden näheren Kathode (33, 85) und der Anode (24, 38, 47, 84) ein Gegenpol-Schaltglied 90 angeordnet ist.
18. Entfeuchtungseinrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß eine Betriebsspannung der Gleichspannungsquelle (36, 98) zwischen 1 V und 8 V, bevorzugt 6 V, beträgt und eine wirksame Elektro­ denspannung kleiner als 2 V, bevorzugt kleiner als 1,4 V, ist.
19. Entfeuchtungseinrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß eine Betriebsspannung der Gleichspannungsquelle (36, 98) unterhalb des eine elektrolytische Dissoziation, bei der die Moleküle in heteropolare Verbindungen ihrer Ionen zerfallen, auslösenden Wertes liegt.
20. Entfeuchtungseinrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Stromversorgungsleitung (23, 32, 64) durch einen Stegleiter bzw. ein Leiterband oder ein leitendes Netz (86, 87) gebildet ist, welche vorzugsweise zumindest in Teilbereichen mit einer leitenden Außenbeschich­ tung versehen ist, die mit den darin eingebetteten Leitern, z. B. einem Draht bzw. Litzen aus Kupfer, Titan, Kunststoff oder dgl., kontaktiert sind.
21. Entfeuchtungseinrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Trägerkörper (25, 39, 42, 59, 60) über einen Bereich von 50 bis 90% einer Dicke (30) der Mauerwerksteile (7, 8), bevorzugt über 70% der Dicke, erstreckt.
22. Entfeuchtungseinrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragkörper (25, 39, 42, 59, 60) vertikal überein­ ander über einen Teil der Dicke (30) der Mauerwerksteile (7, 8), bevorzugt einander überdeckend, angeordnet sind und sich jeweils von einer Oberfläche (55) der Mauer­ werksteile (7, 8) in Richtung einer gegenüberliegenden Oberfläche (56) erstrecken.
23. Entfeuchtungseinrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß der Kunststoff für den Tragkörper (25, 39, 42, 59, 60), insbesondere eine diesen bildende Folie bzw. die Schichte aus Acryl, Polyester, Epoxyharz oder Polyurethan, bevorzugt aus Acryl besteht.
24. Verfahren zur Unterbrechung des Hochsteigens von Feuchtigkeit in einem Bauwerk, bei welchem ein Mauerwerksteil, insbesondere eine Gebäudewand, welche über zumindest einen Großteil ihrer Dicke mit einem Einschnitt bzw. einer Ausnehmung versehen wird, worauf in diese Ausnehmung bzw. den Schlitz ein folien- artigen feuchtigkeitsundurchlässiger Tragkörper, insbesondere aus Kunst­ stoff eingebracht wird und danach die verbleibenden Hohlräume zwischen dem Tragkörper und den Mauerwerksteilen mit Verbindungsmaterialien, insbesondere einem Mörtel, ausgefüllt werden, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragkörper auf der von dem trockenzu- legenden Mauerwerksteil abgewendeten Oberfläche eine leitende Schichte aufgebracht bzw. dieser Oberfläche benachbart ein durch Ein­ mischen von leitenden Materialien leitendes Verbindungsmaterial oder eine netz- bzw. drahtförmige Elektrode gebildete Anode eingebracht wird, worauf diese leiten­ de Schichte oder das leitfähige Verbindungsmaterial und/oder die Anode in vonein­ ander distanzierten Bereichen mehrmals mit einer Stromversorgungsleitung kontaktiert wird, die danach an den Pluspol einer Spannungsversorgungseinrichtung angeschlossen wird und daß der Minuspol dieser Spannungsversorgungseinrichtung an einer in Richtung der abzutransportierenden Feuchtigkeit distanzierten Kathode angeschlossen ist und daß zwischen der Anode und der Kathode eine Spannung an­ gelegt wird, die eine zwischen positivem und negativem Potential wechselnde Span­ nung ist, bei der das Zeitintegral der Spannung mit positivem Potential größer ist als das Zeitintegral der Spannung mit negativem Potential, wobei vorzugsweise die Spannung mit positivem Potential größer ist als die mit negativem Potential und eine an diesen angelegte maximale Betriebsspannung kleiner 4 V, insbesondere 1,5 V, ist.
25. Verfahren nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, daß die Zeit der angelegten Spannung mit positivem Potential größer ist als die mit negativem Poten­ tial.
26. Verfahren nach Anspruch 24 oder 25, dadurch gekennzeichnet, daß die Wechselspannung eine Sinusspannung mit Netzfrequenz darstellt, wobei die Span­ nung der negativen Periode verringert, insbesondere die Spannungsspitze der negativen Periode abgeschnitten ist.
27. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 24 bis 26, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragkörper bzw. die elektrisch leitende Schichte über ein elektrisch leitendes oder durch Zuschlagsstoffe elektrisch leitend gemachtes Verbin­ dungsmaterial mit einer in diese eingebettete Versorgungsleitung kontaktiert ist.
28. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 24 bis 27, dadurch gekennzeichnet, daß die Stromversorgungsleitung mit der elektrisch leitenden Schichte über aus chemisch widerstandsfähigem Kunststoffmaterial bestehende Klemmspangen kontaktiert ist.
DE19934329219 1992-09-01 1993-08-31 Vorrichtung und Verfahren zur Entfeuchtung von Bauwerken Withdrawn DE4329219A1 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT173892A AT404270B (de) 1992-09-01 1992-09-01 Vorrichtung und verfahren zur entfeuchtung von bauwerken

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE4329219A1 true DE4329219A1 (de) 1994-03-03

Family

ID=3519936

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19934329219 Withdrawn DE4329219A1 (de) 1992-09-01 1993-08-31 Vorrichtung und Verfahren zur Entfeuchtung von Bauwerken

Country Status (2)

Country Link
AT (1) AT404270B (de)
DE (1) DE4329219A1 (de)

Cited By (9)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2809426A1 (fr) * 2000-05-25 2001-11-30 Thierry Patrice Allain Appareil electrique permettant d'assecher les materiaux de construction soumis aux remontees capillaires et infiltrations laterales d'eau a l'aide de l'action d'electrocapillarite
DE10058507A1 (de) * 2000-11-24 2002-06-06 Dutkewitz Wolfgang Vorrichtung zum induzierten, gerichteten Molekül- und Ionentransport in nichtkapillaren sowie insbesondere kapillaren Stoffen mittels dispergierter Elektroden und netzunabhängiger Solarstromversorgung (Sicco-Plan-System)
DE10202764A1 (de) * 2002-01-25 2003-08-07 Fischer Christel Verfahren und Anordnung zum Entfeuchten eines Mauerwerks
WO2004028670A1 (de) * 2002-09-26 2004-04-08 Eads Deutschland Gmbh Entfeuchtungseinrichtung für einen feuchtigkeitsaufnehmenden gegenstand, insbesondere einen sitz, sowie entsprechendes verfahren
DE102005019220A1 (de) * 2005-04-22 2006-10-26 Egbert Nensel Verfahren und Anordnung zur Trockenlegung von Mauer- und Bauwerk mittels Elektroosmose
DE102015208204A1 (de) 2015-05-04 2016-11-10 Schunk Wien Gesellschaft M.B.H. Verfahren zur Trocknung eines Baustoffkörpers
DE102017119134A1 (de) * 2017-08-22 2019-02-28 Drymat-Systeme GmbH System und Verfahren zum Entfeuchten und/oder Trockenlegen eines Mauerwerkes
US20200262538A1 (en) * 2019-02-14 2020-08-20 The Boeing Company Moisture Control Systems and Methods for Controlling Moisture in an Aircraft
RU2828749C1 (ru) * 2024-03-18 2024-10-17 Игорь Владимирович Поздняков Способ и установка для активного электроосмотического осушения стен зданий и сооружений

Family Cites Families (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT375709B (de) * 1982-08-16 1984-09-10 Oppitz Hans Verfahren zur elektroosmotischen trockenlegung von mauerwerk od. dgl.
DE3541656A1 (de) * 1984-11-30 1986-06-05 ELTAC Nogler und Daum KG, Innsbruck Verfahren und vorrichtung zum aufbau eines elektrischen gleichfeldes

Cited By (11)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2809426A1 (fr) * 2000-05-25 2001-11-30 Thierry Patrice Allain Appareil electrique permettant d'assecher les materiaux de construction soumis aux remontees capillaires et infiltrations laterales d'eau a l'aide de l'action d'electrocapillarite
DE10058507A1 (de) * 2000-11-24 2002-06-06 Dutkewitz Wolfgang Vorrichtung zum induzierten, gerichteten Molekül- und Ionentransport in nichtkapillaren sowie insbesondere kapillaren Stoffen mittels dispergierter Elektroden und netzunabhängiger Solarstromversorgung (Sicco-Plan-System)
DE10202764A1 (de) * 2002-01-25 2003-08-07 Fischer Christel Verfahren und Anordnung zum Entfeuchten eines Mauerwerks
WO2004028670A1 (de) * 2002-09-26 2004-04-08 Eads Deutschland Gmbh Entfeuchtungseinrichtung für einen feuchtigkeitsaufnehmenden gegenstand, insbesondere einen sitz, sowie entsprechendes verfahren
DE102005019220A1 (de) * 2005-04-22 2006-10-26 Egbert Nensel Verfahren und Anordnung zur Trockenlegung von Mauer- und Bauwerk mittels Elektroosmose
DE102015208204A1 (de) 2015-05-04 2016-11-10 Schunk Wien Gesellschaft M.B.H. Verfahren zur Trocknung eines Baustoffkörpers
DE102017119134A1 (de) * 2017-08-22 2019-02-28 Drymat-Systeme GmbH System und Verfahren zum Entfeuchten und/oder Trockenlegen eines Mauerwerkes
DE102017119134B4 (de) * 2017-08-22 2020-09-24 Drymat-Systeme GmbH System und Verfahren zum Entfeuchten und/oder Trockenlegen eines Mauerwerkes
US20200262538A1 (en) * 2019-02-14 2020-08-20 The Boeing Company Moisture Control Systems and Methods for Controlling Moisture in an Aircraft
US11548609B2 (en) * 2019-02-14 2023-01-10 The Boeing Company Moisture control systems and methods for controlling moisture in an aircraft
RU2828749C1 (ru) * 2024-03-18 2024-10-17 Игорь Владимирович Поздняков Способ и установка для активного электроосмотического осушения стен зданий и сооружений

Also Published As

Publication number Publication date
AT404270B (de) 1998-10-27
ATA173892A (de) 1998-02-15

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0100845B1 (de) Verstärkungs- bzw. Tragelement für Bauwerkstoffe, insbesondere Elektrode
DE69002404T2 (de) Verfahren zur elektrochemischen Behandlung von porösen Baumaterialien, insbesondere für das Trocknen und die Realkalisation.
DE69018510T2 (de) Verfahren zum Sanieren von innen bewehrtem Beton durch Chloridentfernung.
DE2704100A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur erleichterung des eintreibens von pfaehlen in das erdreich
DE69632327T2 (de) Verfahren zur durchführung einer flüssigkeitsströmung in porösen materialien
AT404270B (de) Vorrichtung und verfahren zur entfeuchtung von bauwerken
EP1470299B1 (de) Verfahren und anordnung zum entfeuchten einer wand
DE3690002C1 (de) Korrosionsschutzverfahren für in einem Schutzmantel eingebettete Metallteile sowie Vorrichtung dazu
DE102010053998A1 (de) Vorrichtung und Verfahren zur Mauertrockenlegung
DE2330718B2 (de) Verfahren zum herstellen einer belastungsfaehigen dichtungsschicht eines bauwerkes und platte oder folie zur durchfuehrung des verfahrens
EP0190410B1 (de) Abdichtungsbahn
EP0427840B1 (de) Vorrichtung zur elektrokinetischen entsalzung von mauerwerken
DE202008002374U1 (de) Fugendichtung
DE2722985B2 (de) Verfahren zur Trockenlegung bzw. -haltung von Untergeschoßmauerwerk durch aktive elektroosmotische Drainage
WO1981000127A1 (fr) Installation et procede de sechage de batiments
DE3430449A1 (de) Elektrodenanordnung zur elektrochemischen entsalzung und trocknung von mauerwerk
EP3088376B1 (de) Anordnung zur durchführung eines verfahrens zum elektrochemischen chloridentzug an einer korrosionsgeschädigten stahlbetonfläche
DE2649611C3 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Entfeuchtung von Bauwerken sowie zur Vermeidung der Befeuchtung bzw. Wiederbefeuchtung
DE2603135C2 (de) Verfahren zur Verminderung oder Vermeidung von Feuchtigkeitstransport in Baustoffen und Vorrichtungen zur Durchführung des Verfahrens
EP0968338B1 (de) Vorrichtung zur abdichtung von mit einem bitumenanstrich versehenen betonsohlen
DE2714683A1 (de) Anordnung zum trockenlegen und trockenhalten von bauwerken
WO1992011399A1 (de) Verfahren zum sanieren von bauwerken mit in diesen eingebetteten metallteilen
DE3541656A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum aufbau eines elektrischen gleichfeldes
DD210323A1 (de) Anordnung zum trockenlegen und trockenhalten von bauwerken
DD242440A1 (de) Vorrichtung zur trocknung von bauwerken

Legal Events

Date Code Title Description
8110 Request for examination paragraph 44
8139 Disposal/non-payment of the annual fee