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"Verfahren und Vorrichtung zum Aufbau eines
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elektrischen Gleichfeldes"
Verfahren und Vorrichtung
zu.. Aufbau- eines- elektrischen-61eichfeldes Die Erfindung betrifft ein Verfahren
zum Aufbau eines elektrischen Gleichfeldes in einem Bauwerk mit einer Wechselspannungs-Versorgungsanlage,
bei dem die aufragenden Bauwerksteile ein gegenüber den umgebenden Erdboden positiveres
Potential aufweisen, sowie eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens.
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Es sind bereits Verfahren zum Aufbau eines elektrischen Gleichfeldes
-gemäß EP-OS 0 100 845 - bekannt, die durch Anlegen einer elektrischen Spannung
zwischen Elektroden unter Verwendung von netzförmigen Tragkörpern eines Verstärkungs-
bzw. Tragelementes zur elektroosmotischen Bewegung von polaren Flüssigkeiten in
porösen Feststoffen, wie Mauerwerk oder dergleichen herangezogen werden. Dabei wird
das Bauwerk an das positive Potential einer Gleichspannungsquelle angeschlossen.
Durch das Anlegen einer Gleichspannung, bei der das Bauwerk gegenüber dem umgebenden
Erdboden ein positiveres Potential aufweist, wird durch Elektroosmose die in den
Kapillaren des Mauerwerkes aufsteigende Feuchtigkeit gebremst bzw. abwärts gedrückt.
Es kommt daher innerhalb des elektrischen Feldes zu einer Wanderung der Flüssigkeitsteilchen
zur negativen Kathode, also zu Bereichen mit gegenüber der Anode negativerem Potential.
Um
die Feuchtigkeit aus den einzelnen Bereichen des Bauwerkes zu verdrängen, ist es
daher bekannt, oberhalb der feuchten Bauwerksbereiche eine positive Elektrode mit
dem Mauerwerk zu verbinden und diese über die Gleichspannungsquelle mit einer negativen
Elektrode, die näher dem Erdboden angeordnet ist, zu verbinden. Es wird zwischen
diesen nachträglich eingebauten Elektroden ein elektrisches Feld aufgebaut, um das
Bauwerk trocken zu legen bzw. trocken zu halten. An sich hat sich dieses bekannte
Verfahren bei der Trockenlegung von Gebäuden sehr gut bewährt.
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Bei weiteren bekannten Verfahren zur Trockenlegung von Mauern unter
Ausnutzung der Elektroosmose - gemäß DE-OS 27 05 814 und DE-PS 25 03 670 - wird
darauf geachtet, daß die Spannung zum Aufbau des elektrischen Feldes die Zersetzungsspannung
des Wassers nicht übersteigt, da es sonst zu einer Elektrolyse und zu einer Zersetzung
des Wassers in Gas, Wasserstoff und Sauerstoff kommt, die die Bauteile, in die die
Elektroden eingebaut sind z.B. den Putz, zerstören. Es kann dabei auch zur Entstehung
von Knallgas kommen, sodaß als Grenzwert für die Spannungsversorgung derartiger
aktiver el ektroosmoti scher Entfeuchtungsanlagen eine Spannung von 2,8 Volt gefordert
wird. Dadurch ist die Entfeuchtungswirkung, die mit dem elektrischen Feld erreicht
werden kann, begrenzt und der Trocknungseffekt kann nicht beliebig gesteigert werden.
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Der vorliegenden Erfindung liegt nunmehr die Aufgabe zugrunde, ein
Verfahren sowie eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens zu schaffen, mit
der ein intensives elektrisches Feld in trocken zu legenden bzw. trocken zu haltenden
Bauwerken aufgebaut werden kann und bei welchen mit einem geringen Installationsaufwand
das Auslangen gefunden werden kann.
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Diese Aufgabe der Erfindung wird dadurch gelöst, daß das Bauwerk an
positives Potential einer Niederspannungsquelle angelegt wird, und daß die nicht
phasenführende Leitung und bzw. oder der Schutzleiter der Wechselspannungs-Versorgungsanlage
am negativen Potential der Niederspannungsquelle
angeschlossen
wird und die Stromabgabe der Niederspannungsquelle geringer gehalten wird als der
zulässige Fehlerstrom der Fehlerstrom-Schutzanlage der Wechselspannungs-Versorgungsanlage.
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Die überraschenden Vorteile dieser Lösung liegen darin, daß durch
die Ausnutzung, der ein Bauwerk üblicherweise durchziehenden Leitungen einer Wechselspannungs-Versorgungsanlage
zwischen der am positiven Potential anliegenden Elektrode, also der Anode, und der
durch diese Leitungen gebildeten, am negativen Potential anliegenden Kathode ein
großflächiges elektrisches Feld aufgebaut werden kann. Durch den Aufbau eines derart
großflächigen und intensiven elektrischen Feldes im gesamten Bauwerk wird der Trocknungseffekt
bzw. der Feuchtigkeitstransport durch Elektroosmose über das Bauwerk gleichmäßig
verteilt und es können bei geringen Versorgungsspannungen größere Feuchtigkeitsmengen
abtransportiert werden.
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Gemäß einem weiteren sehr wesentlichen Merkmal der Erfindung ist vorgesehen,
daß die am positiven Potential anliegende Elektrode in einem vom Erdboden entfernten
Bereich mit dem Bauwerk verbunden wird, wodurch das gesamte Bauwerk mit einem elektrischen
Feld als Schutzschirm gegen das Eindringen unerwünschter Feuchtigkeit versehen wird.
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Weiters ist es dann auch möglich, daß jeweils ein einem Fehlerstrom-Schutzschalter
zugeordneter Bereich der Wechselspannungs-Versorgungsanlage an eine eigene Niederspannungsquelle
angeschlossen wird, wodurch mehrere elektrische Felder zur Trockenlegung eines Bauwerkes
parallel zueinander geschaltet werden können und sich so über die gesamte Bauwerksoberfläche
ein annähernd gleichstarkes elektrisches Feld bildet. Der Feuchtigkeitstransport
kann dadurch entsprechend genau gelenkt werden.
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Erfindungsgemäß ist es weiters auch möglich, daß die von der Niederspannungsquelle
abgegebene Spannung eine zwischen positiven und negativen Potential wechselnde Spannung
ist, bei der das Zeitintegral der positiven Spannung größer ist als das der negativen
Spannung, wobei
vorzugsweise die positive Spannung größer ist als
die negative Spannung, wodurch mit erhöhten Spannungen und Stromstärken gearbeitet
werden kann, da die Zersetzung des Wassers und somit die Bildung von Wasserstoff
und Sauerstoff sowie die Abscheidung von Schwermetallen, die wiederum zu einer Zerstörung
der Baustoffe führen würde, verhindert werden kann. Durch den negativen Spannungsanteil
werden die durch die elektrolytische Zersetzung gebildeten Stoffe, insbesondere
die ungünstigen Gase, In umgekehrter Reaktion beseitigt.
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Nach einem weiteren Ablauf des erfindungsgemäßen Verfahrens ist es
auch möglich, daß die Versorgungsspannung die Leitfähigkeit des Elektrolyten und
bzw. oder dessen Konzentration und die Ausbildung der Elektroden erfaßt und die
Höhe der angelegten Spannung und bzw. oder der von der Niederspannungsquelle abgegebene
Strom derart geregelt werden, daß die Wasserstoff-Konzentration unterhalb etwa des
doppelten Wertes der Sauerstoff-Konzentration in der Umgebungsluft ist. Durch die
Ermittlung der Kenndaten, wie der Leitfähigkeit des Elektrolyten, den Übergangswiderstand
bzw. den Innenwiderstand der Elektroden und die angelegte Spannung sowie die von
der Niederspannungsquelle abgegebene Strommenge kann die elektromotorische Kraft
und somit die Menge der Wasserzersetzung festgelegt bzw. ermittelt werden, um zu
verhindern, daß die Wasserstoff-Konzentration in der Umgebungsluft in etwa den doppelten
Wert der Sauerstoff-Konzentration annimmt. Somit wird die Bildung von Knallgas zuverlässig
verhindert, wobei dies gegebenenfalls durch zusätzlich aufgestellte Meßvorrichtungen
überwacht werden kann, um gegebenenfalls die Spannung bzw. die Stromstärke der Niederspannungsquelle
bei Erreichen kritischer Werte abzusenken bzw. den Luftaustausch zu steigern.
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Die Erfindung umfaßt auch eine Vorrichtung zum Aufbau eines elektrischen
Gleichfeldes in einem Bauwerk mit einem Wechselspannungs-Versorgungssystem, bei
dem das Bauwerk an positives Potential gelegt wird und eine am positiven Potential
einer Niederspannungsquelle anliegende Elektrode und eine am negativen Potential
anliegende Elektrode vorgesehen ist, zur Durchführung des Verfahrens.
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Diese Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, daß die am negativen
Potential anliegende Elektrode durch eine den Null- und bzw. oder Schutzleiter bildende
Stromversorgungsleitung der Wechselspannungs-Versorgungsanlage gebildet ist und
die Stromaufnahme der Niederspannungsquelle geringer ist als der Fehlerstrom der
der Wechselspannungs-Versorgungsanlage zugeordneten Fehlerstrom-Schutzanlage. Durch
die Ausnutzung der über das gesamte Bauwerk verteilten Null- und bzw. Schutzleiter
der Wechselspannungs-Versorgungsanlage wird ein räumliches intensives elektrisches
Feld aufgebaut, wobei die Feldstärke durch die räumliche Ausdehnung des Feldes gering
gehalten werden kann. Gleichermaßen können bereits vorhandene Leitungen für den
Feldaufbau mitbenutzt werden, sodaß das Einbauen von teueren und aufwendigen Zusatzelektroden
in bzw. unterhalb der Grenze zwischen trockenem und feuchtem Mauerwerk in vielen
Fällen vermieden werden kann.
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Von besonderem Vorteil ist es weiters, wenn die Niederspannungsquelle
an eine die Phase führende Stromversorgungsleitung der Wechselstromversorgungsanlage
angeschlossen ist, da dadurch die Wechselspannungs-Versorgungsanlage gleichzeitig
zum Aufbau des elektrischen Gleichfeldes herangezogen werden kann.
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Nach einer weiteren Ausführungsvariante der erfindungsgemäßen Vorrichtung
ist vorgesehen, daß die Wechselspannungs-Versorgungsanlage innerhalb des Bauwerkes
über mehrere Fehlerstrom-Schutzanlagen in verschiedene Bereiche unterteilt ist und
daß zumindest zwei solchen Bereichen jeweils eine eigene Niederspannungsquelle zugeordnet
ist, wodurch ein Aufbau des elektrischen Gleichfeldes und ein Betrieb der erfindungsgemäßen
Vorrichtung ohne Störung der Wechselspannungs-Versorgungsanlage möglich ist.
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Weiters ist es auch möglich, daß am positiven Potential der Niederspannungsquelle
mehrere im Abstand voneinander angeordnete und mit dem Bauwerk verbundene Elektroden
anliegen. Dadurch wird eine zu hohe Feldstärke durch die Konzentration auf eine
einzige am positiven Potential liegende Kathode und eine eventuelle Passivierung
derselben vermieden.
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Von Vorteil ist es aber auch, wenn die am positiven Potential der
Niederspannungsquelle anliegende Elektrode durch ein flexibles Netz gebildet ist,
welches aus einem Kunststoff - insbesondere einem leitenden, im wesentlichen ionenfreien
Kunststoff in Art eines Duroplastes mit makromolekularen Aufbau - besteht und bzw.
oder mit diesem umgeben ist, da dadurch das elektrische Feld über eine größere Oberfläche
verteilt werden kann.
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Nach einer anderen Ausführungsvariante der Erfindung ist vorgesehen,
daß die Niederspannungsquelle durch eine Gleichspannungsquelle gebildet ist und
zwischen dieser und der am positiven Potential anliegenden Elektrode ein Gegenpol
schal tglied angeordnet ist, daß eine zwischen positivem und negativem Potential
wechselnde Spannung abgibt, bei der das Zeitintegral der positiven Spannung größer
ist als das der negativen Spannung, wobei vorzugsweise die positive Spannung größer
ist als die negative Spannung. Durch die Verwendung eines pulsierenden Gleichstromes
und der kurzzeitigen Umpolung des Systemes kann der Passivierung der Anoden noch
zusätzlich entgegengewirkt werden.
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Besonders vorteilhaft ist es weiters, wenn der das positive Potential
aufweisende Ausgang der Niederspannungsquelle über eine als Schutztrenner wirksame
Glimmlampe und ein Gleichrichterschaltglied, z.B. eine Diode an der die Phase führenden
Stromversorgungsleitung der Wechselspannungs-Versorgungsanlage anliegt, wobei der
Nulleiter und bzw. oder der Schutzleiter der Wechselspannungs-Versorgungsanlage
über einen Kondensator zwischen Gleichrichterschaltglied und Schutztrenner angeschlossen
ist, da dadurch mit einfachsten und platzsparenden Hilfsmitteln die in den Bauwerken
üblicherweise vorhandene Wechselspannung direkt zum Aufbau des Gleichfeldes herangezogen
werden kann.
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Schließlich ist es aber auch möglich, daß die Niederspannungsquelle
durch eine an einer die Phase führenden Stromversorgungsleitung der Wechselspannungs-Versorgungsanlage
über einen Widerstand angeschlossenen Diode am Eingang einer Glimmlampe anliegt,
wobei die Diode eine in Richtung der Glimmlampe gerichtete Durchgangsrichtung aufweist
und
der Ausgang der Glimmlampe über einen hochohmigen Widerstand
an der positives Potential aufweisenden Elektrode anliegt und daß zwischen dem Ausgang
der Diode und dem Eingang der Glimmlampe der Nulleiter bzw. der Schutzleiter der
Wechselspannungs-Versorgungsanlage über einen Kondensator angeschlossen ist und
vorzugsweise die Glimmlampe bei einer Versorgungsspannung der WechselspannungsVersorgungsanlage
von 220 Volt eine Zündspannung von etwa 110 Volt aufweist. Bei einer derartigen
Ausgestaltung der Niederspannungsquelle kann diese als Kleinbauteil bzw.
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Chip gefertigt werden, der in jede handelsübliche Verteilerdose einer
Wechselspannungs-Versorgungsanlage in einem Bauwerk eingesetzt werden kann und daher
ist der Aufbau des elektrischen Gleichfeldes nunmehr ohne aufwendigen Instal lationsaufwand
möglich.
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Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese im folgenden anhand
der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert.
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Es zeigen: Fig. 1 ein Bauwerk mit einer Wechselspannungs-Versorgungsanlage
und einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Aufbau eines elektrischen Gleichfeldes
in Seitenansicht und stark vereinfachter schematischer Darstellung; Fig. 2 eine
Verteilerdose einer Wechselspannungs-Versorgungsanlage in einem Bauwerk und eine
darin eingebaute erfindungsgemäße Vorrichtung zum Aufbau eines elektrischen Gleichfeldes,
ebenfalls in stark vereinfachter schematischer Darstellung und teilweise geschnitten;
Fig. 3 ein Blockschaltbild der Niederspannungsquelle der erfindungsgemäßen Vorrichtung
zum Aufbau eines Gleichfeldes gemäß Fig.2.
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In Fig.l ist ein Bauwerk 1 dargestellt, beispielsweise ein Wohnhaus,
bestehend
aus Erdgeschoß, Obergeschoß und Dachboden, die durch Decken 2 bzw. 3 voneinander
getrennt sind. Das Bauwerk 1 ist beispielsweise über eine Freileitung 4 an ein Elektroversorgungsunternehmen
angeschlossen, welches eine Wechselspannungs-Versorgungsanlage 5 innerhalb des Bauwerkes
1 versorgt. Die Einspeisung-der elektrischen Energie von der Frei leitung 4 kann
über einen Dachständer 6 erfolgen oder es ist auch eine Einspeisung über ein Erdkabel
oder ein Luftkabel möglich. Die Wechselspannungs-Versorgungsanlage 5 umfaßt einen
zentralen Schaltkasten 7 und eine Fehlerstrom-Schutzanlage 8. Die Verteilung der
elektrischen Energie innerhalb des Bauwerkes 1 erfolgt mit Kabel oder mit in Rohren
9,10,11, die in Fig.l nur schematisch angedeutet sind, eingebetteten Stromversorgungsleitungen
12,13. Die Stromversorgungsleitung 12 ist an die Phase der Freileitung 4 angeschlossen,
während die Stromversorgungsleitung 13 den Schutzleiter bzw. den Nulleiter bildet.
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Selbstverständlich ist es möglich, in den einzelnen Rohren 9 bis 11
mehrere phasenführende Stromversorgungsleitungen oder gegebenenfalls auch einen
Nulleiter anzuordnen.
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Mit der an der Phase anliegenden Stromversorgungsleitung 12 ist eine
Niederspannungsquelle 14 verbunden, an derem Ausgang 15 positives Potential anliegt,
während an derem Ausgang 16 negatives Potential anliegt. Der Ausgang 15, somit das
positive Potential, wird über eine Elektrode 17 mit dem Bauwerk 1 bzw. dessen Mauerwerk
18 verbunden. Der am negativen Potential anliegende Ausgang 16 wird über die Stromversorgungsleitung
13 mit einem im Erdboden 19 eingebauten Schutzerder 20 verbunden.
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Wird nun die Niederspannungsquelle 14 aktiviert, so wird das Mauerwerk
18 bzw. das Bauwerk 1 an positives Potential gelegt und es baut sich zwischen dem
Mauerwerk 18 bzw. dem Bauwerk 1 und den Stromversorgungsleitungen 13 mit negativem
Potential, nämlich dem Schutzleiter, ein durch Feldlinien 21 schematisch angedeutetes
elektrisches Feld 22 auf.
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Durch das aufgebaute elektrische Feld wird die Feuchtigkeit innerhalb
dieses elektrischen Feldes 22 nunmehr jeweils in Richtung der als Kathode dienenden
Elektroden 23, nämlich der Stromversorgungsleitungen
13 transportiert.
Es entsteht somit im Mauerwerk 18 bzw. dem Bauwerk 1 ein durch die Pfeile 24 symbolisierter
Feuchtigkeitstransport in Richtung des Erdbodens 19. Die Feuchtigkeit wird daher
aus dem Bauwerk nach unten in das Erdreich gedrückt und die eventuell bereits feuchten
Mauerwerksteile können austrocknen bzw. das Eindringen weiterer Feuchtigkeit in
das Mauerwerk bzw. Bauwerk wird verhindert.
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In Fig.2 ist das Mauerwerk 18 eines Teiles einer Wand 25 eines Bauwerkes
1 dargestellt. In dieser Wand 25 ist eine Verteilerdose 26, beispielsweise aus Kunststoff
oder dergleichen, eingesetzt, in die die innerhalb der Wände bzw. unterhalb des
Putzes verlaufenden Installationsrohre 27 münden. Die Installationsrohre 27 sind
zum besseren Verständnis der Darstellung aufgeschnitten, um zu zeigen, daß in diesen
Installationsrohren 27 die Stromversorgungsleitungen 28 bis 30 verlaufen. Die Stromversorgungsleitung
28 (in dünnen vollen Linien dargestellt) ist an die Phase des Elektroversorgungsunternehmens
angeschlossen, während die Stromversorgungsleitung 29 (mit strichlierten Linien
dargestellt) den Nulleiter bildet. Der Schutzleiter ist durch die Stromversorgungsleitung
30 symbolisiert (in strichpunktierten Linien dargestellt). In der Verteilerdose
26 sind Verteilerklemmen 31 angeordnet, mit welchen die gleichartigen Stromversorgungsleitungen
untereinander verbunden sind. Weiters ist in dieser Verteilerdose 26 ein Bauelement
32 vorgesehen, welches mit der Verteilerklemme 31 der die Phase führenden Stromversorgungsleitung
und der Verteilerklemme 31 der den Schutzleiter bildenden Stromversorgungsleitung
30 zusammengeschaltet ist. Dieses Bauelement 32 in Kompaktbauweise stellt eine Niederspannungsquelle
dar. Ein am positiven Potential anliegender Ausgang 15 ist mit einer in das Mauerwerk
18 eingelassenen Elektrode 17 verbunden, während ein am negativen Potential liegender
Ausgang 16 mit der den Schutzleiter bildenden Stromversorgungsleitung 30 verbunden
ist. Durch die Ausbildung der Niederspannungsquelle als Bauelement 32 mit geringen
Abmessungen ist es ohne zusätzlichen Installationsaufwand, wie Stemmarbeiten, Verputzarbeiten
und dergleichen möglich, nachträglich in jedes beliebige Bauwerk mit einer Wechselspannungs-Versorgungsanlage
eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur Entfeuchtung bzw. Trockenhaltung des
Bauwerkes
einzubauen.
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In Fig.3 ist ein Blockschaltbild eines Bauelementes 32, welches die
Abmessungen eines aus der Elektronik bekannten Chips aufweisen kann, dargestellt.
Dieses Bauelement 32 weist eine Glimmlampe 33, z.B. mit einer Zündspannung von etwa
110 Volt auf, die über eine Diode 34 und einen Schutzwiderstand 35 an die die Phase
führende Stromversorgungsleitung 28 mit einer Versorgungsspannung von etwa 220 Volt
angeschlossen ist.
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Die Glimmlampe 33 ist ihrerseits über einen Schutzwiderstand 36 mit
einer im Mauerwerk 18 verankerten Elektrode 17 - Anode - verbunden, die an einem,
positives Potential aufweisenden Ausgang 37 des Bauelementes 32 angeschlossen ist.
Ein negatives Potential aufweisender Ausgang 38 ist über einen Kondensator 39 mit
einer Verbindungsleitung zwischen der Diode 34 und der Glimmlampe 33 verbunden.
Der Ausgang 38 ist mit der als Nulleiter dienenden Stromversorgungsleitung 29 -
Kathode - verbunden. Zwischen den Stromversorgungsleitungen 28 und 29 können, wie
schematisch angedeutet, eine Vieizahl anderer Verbraucher, wie beispielsweise Lampen
40, Motore, Steckdosen und sonstige Verbraucher, eingeschaltet sein. Die Wechselspannungs-Versorgungsanlage
5 weist weiters zum Schutz der Verbraucher bzw. von Personen eine Fehlerstrom--Schutzanlage
8, nämlich einen Fehlerstrom-Schutzschalter 41 auf.
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Durch die Fehlerstrom-Schutzanlage 8 wird sichergestellt, daß die
Stromstärke zwischen den am positiven und am negativen Potential anliegenden Ausgängen
37 und 38 den für Menschen ungefährlichen Wert von maximal 0,3 Milliampere nicht
überschreitet. Dies wird dadurch erreicht, daß durch die hohe Zündspannung von ungefähr
110 Volt in der Glimmlampe 33 ein entsprechend hoher Spannungsabfall eintritt, der
über den Schutzwiderstand 36 noch zusätzlich beeinflußt wird.
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Die Glimmlampe 33 dient in diesem Fall als Strombegrenzer für die
Schaltungsanordnung. Der Schutzwiderstand 35 wird bevorzugt als Kondensator ausgebildet,
der als Widerstand wirkt, während der Kondensator 39 als Siebglied dient.
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Überdies kann das Bauelement 32 auch so ausgelegt werden, daß die
von der Niederspannungsquelle abgegebene Spannung eine zwischen positivem und negativem
Potential wechselnde Spannung ist. Bei dieser ist es dann vorteilhaft, wenn das
Zeitintegral der positiven Spannung größer ist als das der negativen Spannung, wobei
vorzugsweise die positive Spannung größer ist als die negative Spannung. Dies kann
in einfacher Weise dadurch erreicht werden, daß eine positive Sinuskurve einer entsprechend
herabtransformierten Netzspannung erhalten ist, während der negative Anteil der
Sinuskurve im unteren negativen Spannungsbereich abgeschnitten ist, sodaß, solange
der negative Anteil der ursprünglichen Sinuskurve eine bestimmte Spannung nicht
übersteigt, keine Spannung anliegt und erst wenn diese Sinusspannung die vorgegebene
Spannungsgrenze überschreitet, die diese Spannungsgrenze überschreitende Spannung
an die Elektroden angelegt wird. Eine derartige Schaltvorrichtung ist im übrigen
aus der EP-OS 0 100 845 des gleichen Anmelders bekannt.
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Der Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens und der Vorrichtung begründet
sich vor allem auch darin, daß die auf die Flächeneinheit bezogene Versorgungsspannung
auch bei höheren Gesamtspannungen, die zum Feldaufbau verwendet werden, die kritische
Grenzspannung, bei der die Elektrolyse von Wasser einsetzt, nicht unterschritten
wird, da die Feldstärke und die Versorgungsspannung sich über die gesamte Fläche
des Bauwerkes - bedingt durch die Vielzahl der als negative Elektrode wirkenden
Stromversorgungsleitungen - verteilt.
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Bei der Auslegung der Spannungs- und Stromabgabe der Niederspannungsquelle
ist jeweils die Elektrolyten-Konzentration bzw. der Leitwert des Elektrolyten bzw.
des Bauwerkes und die Elektrodenausführung zu berücksichtigen. Die Auswahl der Versorgungsspannung
bzw. der Versorgungsstromstärke ist derart zu wählen, daß die Energie des elektrischen
Feldes nicht ausreicht, um größere Mengen von Wasser in Wasserstoff und Sauerstoffgas
zu zersetzen. In jedem Fall ist bei der Auslegung zu beachten, daß die Versorgungsspannung
und Versorgungsstromstärke so gewählt wird, daß die Wasserstoffgas-Konzentration
in der Umgebungsluft kleiner ist als der zweifache Wert der Sauerstoffgas-Konzentration.
Dadurch
kann in einfacher Weise, das Entstehen von Knallgas verhindert
werden.
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Selbstverständlich ist es im Rahmen der Erfindung möglich, anstelle
der von der Wechselspannungs-Versorgungsanlage 5 versorgten Niederspannungsquelle
eine davon völlig unabhängige, z.B. mit Batterie, Solarenergie oder dgl. betriebene
Niederspannungsquelle zu verwenden. Desweiteren ist es auch möglich, mehrere elektrische
Felder durch die Anordnung mehrerer Niederspannungsquellen über ein Bauwerk bzw.
Gebäude verteilt kaskadenartig, d.h. einander überlappend, vorzusehen.
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Im Rahmen der Erfindung ist es natürlich auch möglich, beliebig ausgebildete
Elektroden zu verwenden. So können anstelle von stabförmigen Elektroden beispielsweise
aus leitenden Kunststoffen auch netzförmige Elektroden, die mit den entsprechenden
leitenden Kunststoffmaterialien, welche elektrochemisch resistent sind, beschichtet
sind, verwendet werden.
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