DE432801C - Verfahren zur Herstellung von 2-Chlor-4-nitro-1-aminobenzol - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von 2-Chlor-4-nitro-1-aminobenzolInfo
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Description
- Verfahren zur Herstellung von 2-Chlor-4-nitro-Il-aminobenzol. Bei der Chlorierung von p-Nitranilin entstehen bekanntlich Mono- und Dichlornitroaminobenzol. Es' sind zwar Verfahren bekannt, wonach man die Ausbeute an Monochlorverbindung steigern, und Reinigungsmethoden, mit denen man die Mono- von der Dichlorverbindung trennen kann. Diese Methoden sind aber alle für die. technische Herstellung eines billigen Produkts ungeeignet.
- Es wurde ein Weg gefunden, zu einem reinen Monochlorderivat in hoher Ausbeute wie folgt zu gelangen.
- i. Das p-Nitranilin wird in Salzsäure von bestimmter Konzentration gelöst. Die Konzentration wird so gewählt, daß der Ausgangsstoff völlig gelöst ist, dagegen nicht ausreicht, das stärker saure Monochlorderivat in Lösung zu halten. Dieses fällt daher aus und wird der weiteren Einwirkung des Chlorierungsmittels entzogen.
- 2. Man verwendet als Chlorierungsmittel, wenn man nicht mit freiem Chlor arbeiten will, zweckmäßig Hypochlorite (Chlorkalk oder Natriumhypochloritlösung).
- 3. Zur Reinigung des 2-Chlor-4-nitroi-aminobenzols von beigemengtem a, 6-Dichlorderivat hat man bisher Methoden angewendet, die den Zweck nur unvollkommen erfüllen und zu kostspielig sind. Zur billigen und vollständigen Abtrennung der als Nebenprodukt gebildeten Dichlorverbindung wurde folgendes Verfahren gefunden. Es gründet sich auf das Verhalten der Produkte gegenüber verdünnter Salpetersäure.
- a) p-Nitranilin ist in stark verdünnter Salpetersäure leicht löslich.
- b) 2-Chlor-4-nitro-i-aminobenzol ist in Salpetersäure von etwa der Dichte 1,325 löslich; aus dieser Lösung kann es durch Eingießen von Wasser wieder ausgefällt werden.
- c) z, 6-Dichlor-4-nitro-i-aminobenzol ist in Salpetersäure von etwa der Dichte 1,325 nicht löslich.
- Man kann demnach durch Behandeln mit Salpetersäure von etwa der Dichte 1,325 b) in Lösung bringen und von c) absaugen. Aus dem Filtrat von c) wird durch Eingießen von Wasser b) ausgefällt. Im Filtrat von b) bleiben etwaige kleine Mengen von a), die der Chlorierung entgangen sind, gelöst.
- Die Kombination dieser Maßnahmen liefert ein reines 2-Chlor-4-nitro-i-aminobenzol in guter Ausbeute.
- Für manche technische Zwecke genügen einzelne Teile des Verfahrens, z. B. ist für gewisse Zwecke das nach i und 2 erhaltene Produkt genügend rein und bedarf der Reinigung nach 3 nicht.
- In dem Patent iogi89 K1. 12 ist zwar auch schon die Chlorierung des p-N itranilins in Salzsäurelösung beschrieben: Dort ist aber die Bedeutung der oben für die anzuwendende Salzsäurekonzentration ausgeführten Richtlinien noch nicht erkannt worden. Das 2-Chlor-4-nitro-i-aminobenzol scheidet sich bei dem bekannten Verfahren. nur zum Teil während der Chlorierung ab; der Rest wird erst beim Verdünnen mit Wasser ausgefällt. So enthält denn auch das nach diesem Verfahren gewonnene Chlornitroaminobenzol neben der Monochlorverbindung erhebliche Mengen 2,6-Dichlor-4-nitro-i-aminobenzol (nach Chem. Zentralblatt igi4 Il, Seite 47o 5o Prozent!). Außerdem ist die technische Durchführung dieses Verfahrens (Arbeiten unter o°) weniger einfach. Das Verfahren von F 1 ü r s c h e i m (vgl. Journal of the chem. Soc.93 (19o8], Seite 1773; s. auch H o 11 e m a n n , Die direkte Einführung von Substituenten in den Benzolkern [igio], Seite 3i6 und 317), nach dem Chlor in die kochende Lösung von io Gewichtsteilen p-Nitranilin in io Raumteilen konzentrierter Salzsäure und 5oo Raumteilen Wasser geleitet wird, kommt für die technische Durchführung nicht in Frage, auch ist das so erhältliche Produkt ebenfalls stark dichlornitranilinhaltig.
- Zur Abtrennung der Dichlor- von der Monochlorverbindung ist bisher Umkristallisieren aus 25prozentiger Essigsäure bekannt, ein kostspieliges und nur unvollkommen zum Ziele führendes Verfahren, das mit vorliegendem Trennungsverfahren mit kalter verdünnter Salpetersäure nicht zu vergleichen ist. Beispiel: 7,6 kg p-N itranilin werden mit einer Mischung von 41 kg Salzsäure i,15 und 4o 1 Wasser zur Lösung verrührt. Man gibt dann noch 75 kg Wasser hinzu. Unter lebhaftem Rühren läßt man in diese Lösung langsam eine Chlorlauge einlaufen, die man durch Einleiten der zur Chlorierung nötigen Menge Chlor in eine Lösung von 6,15 kg Ätznatron in 55 kg Wasser hergestellt hat.
- Nach Beendigung wird das ausgeschiedene Chlorierungsprodukt abgesaugt und getrocknet. Diese Art der Chlorierung hat sich als ganz besonders zweckmäßig erwiesen und gibt in vorzüglicher Ausbeute ein besonders reines Produkt. Für viele Zwecke ist das so erhaltene Produkt genügend rein.
- Ist eine noch vollständigere Reinigung nötig, so verrührt man das erhaltene Produkt mit Salpetersäure von etwa der Dichte 1,325, trennt von dem Ungelösten durch Absaugen und wäscht mit der gleichen Salpetersäure nach. (Verbrauch insgesamt etwa 4o bis 45 kg Salpetersäure D. i,325.) Aus dem Filtrat wird durch Eingießen von Wasser reinstes 2-Chlor-4-nitro-i-aminobenzol ausgeschieden und kann abgetrennt werden.
Claims (1)
- PATENT-ANsPRUcIi: Verfahren zur Herstellung von 2-Chlor-4-nitro-i-aminobenzol, dadurch gekennzeichnet, daß man bei der Chlorierung von _.p-Nitranilin mit freiem Chlor oder Hypochloriten bei Gegenwart von Salzsäure solcher Konzentration arbeitet, daß zwar das p-Nitranilin in der Säure gelöst bleibt, das gebildete 2-Chlor-.4-nitroi-aminobenzol dagegen sich nahezu vollständig abscheidet, worauf man das Chlorierungsprodukt gegebenenfalls zur Abtrennung von beigemengten 2, 6-Dichlor-4-nitro-i-aminobenzol mit Salpetersäure von solcher Konzentration behandelt, daß nur das Monochlorderivat in Lösung geht.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEC35143D DE432801C (de) | 1924-07-15 | 1924-07-15 | Verfahren zur Herstellung von 2-Chlor-4-nitro-1-aminobenzol |
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| DE432801C true DE432801C (de) | 1926-08-14 |
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Country Status (1)
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2483914A1 (fr) * | 1980-06-06 | 1981-12-11 | Rhone Poulenc Agrochimie | Procede de fabrication de la dichloro-2,6-nitro-4-aniline et compose obtenu par ce procede |
| EP0192612A1 (de) * | 1985-02-22 | 1986-08-27 | Ciba-Geigy Ag | Verfahren zur Herstellung von Chlornitroanilinen und Chlornitrophenolen |
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1924
- 1924-07-15 DE DEC35143D patent/DE432801C/de not_active Expired
Cited By (4)
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| FR2483914A1 (fr) * | 1980-06-06 | 1981-12-11 | Rhone Poulenc Agrochimie | Procede de fabrication de la dichloro-2,6-nitro-4-aniline et compose obtenu par ce procede |
| EP0041908A1 (de) * | 1980-06-06 | 1981-12-16 | Rhone-Poulenc Agrochimie | Verfahren zur Herstellung von 2,6-Dichlor-4-nitroanilin und durch dieses Verfahren erhaltene Verbindung |
| EP0192612A1 (de) * | 1985-02-22 | 1986-08-27 | Ciba-Geigy Ag | Verfahren zur Herstellung von Chlornitroanilinen und Chlornitrophenolen |
| US4879415A (en) * | 1985-02-22 | 1989-11-07 | Ciba-Geigy Corporation | Process for the preparation of chloronitroanilines and chloronitrophenols |
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