DE4324339C2 - Montage- und Reparaturgrube sowie Verfahren zur Herstellung derselben - Google Patents
Montage- und Reparaturgrube sowie Verfahren zur Herstellung derselbenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Montage- und Reparaturgrube
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie ein Verfahren zur
Herstellung derselben nach dem Oberbegriff des Anspruchs 21.
Derartige Montage- und Reparaturgruben werden von Werk
stätten oder Herstellungsbetrieben zur Montage oder Repara
tur von Kraftfahrzeugen oder Maschinen und Maschinenteilen
verwendet. Dabei kann das Personal in angenehmer aufrechter
Haltung unter den entsprechenden Fahrzeugen und Maschinen
arbeiten.
Herkömmliche Montage- und Reparaturgruben werden üblicher
weise vor Ort angefertigt. Dazu werden zunächst äußere und
innere Verschalungswände aufgestellt, die dann mit Füllma
terial, vorzugsweise mit Beton, ausgegossen werden. Das
Aufstellen dieser Verschalungen bzw. das Herstellen der
herkömmlichen Montage- und Reparaturgruben erfordert somit
eine unter Umständen lange Beschäftigung einer Vielzahl von
zum Teil verschiedenen Handwerkern vor Ort, so daß hohe
Herstellungskosten anfallen und lange Bauzeiten auftreten.
Bauzeiten von vier Wochen stellen keine Seltenheit dar. Des
weiteren müssen nach dem Ausgestalten der Grubenwände in
dem Grubenrohbau die Anschlüsse für Ver- und Entsorgungs
leitungen montiert werden, wofür wiederum andere Handwerker
zuständig sind.
Aus der GB 2 077 804 A ist bereits eine Montage- und Repa
raturgrube bekannt, welche kassettenförmig ausgebildet ist
und als vorgefertigte Kassette an Ort und Stelle in eine
entsprechende Bodenausnehmung eingesetzt werden kann. Sie
weist zwei Längsseitenwände, endseitig angeordnete Stirn
seitenwände und einen Boden auf. Nach einer beschriebenen
Ausführung können die Längsseitenwände jeweils eine Innen
wandung und eine im Abstand davon angeordnete Außenwandung
umfassen, die einen Hohlraum begrenzen, in den ein aushärt
bares Füllmaterial einfüllbar ist. Das Füllmaterial ist
hier ein Kunststoffschaum, der vornehmlich zur Wärmeisolie
rung zwischen Innenwandung und Außenwandung eingebracht
wird. Eine die Stabilität erhöhende Funktion des Füllmate
rials ist nicht erkennbar. Die bekannte Kassette ist inner
halb der Bodenausnehmung nicht nachjustierbar. Daher muß
das Fundament der Bodenausnehmung exakt nivelliert sein, um
einen schiefen Einbau der Kassette zu vermeiden.
Bei der oben offenen Ausführungsform sind keine gesonderten
Vorkehrungen zur Erhöhung der Stabilität für den Transport
und Einbau vorgesehen. Bei der allseitig verschlossenen
Ausführungsform soll eine erhöhte Stabilität der Kassette
durch wabenförmig angeordnete Versteifungselemente zwischen
Außen- und Innenwandung gewährleistet sein.
Es fehlen auch besondere Maßnahmen für eine innige Ver
bindung zwischen der Ausfüllung mit härtbarem Füllmaterial
und dem Grund der Bodenausnehmung bzw. dem in dieser vor
handenen Bodenfundament.
In der DE 79 17 600 U1 wird vorgeschlagen, die zur Er
richtung der Montage- und Reparaturgrube vorgesehene
Kassette zu Transportzwecken zu teilen und erst vor Ort zu
sammenzufügen. Dies erleichtert zwar das Transportproblem,
die Stabilität dieser
Kassette erscheint im Transportzustand aber unzureichend.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Montage- und Reparatur
grube bzw. ein Herstellungsverfahren der eingangs genannten Art derart weiterzubilden, daß
bei einfacher Herstellung der Kassette und problemlosem
Transport derselben zum Einbauort an diesem in relativ kur
zer Montagezeit eine einsatzbereite Grube erstellt werden
kann, wobei eine hohe Stabilität der fertiggestellten Mon
tage- und Reparaturgrube gewährleistet sein soll.
Diese Aufgabe wird
durch die Merkmale im Anspruch 1 bzw. 21 ge
löst.
Ein Kerngedanke der Erfindung liegt darin, den Boden der
Kassette einwandig auszubilden und durch höhenverstellbare
Stützen vom Grund der Bodenausnehmung oder von einem Funda
ment in der Bodenausnehmung so zu beabstanden, daß der Bo
den der Kassette und der Grund bzw. das Fundament sowie
durch die beiden Außenwandungen ein Boden-Hohlraum begrenzt
wird, der mit den Seitenwand-Hohlräumen in Verbindung
steht, wobei die genannten Hohlräume, nämlich Boden-Hohl
raum und Seitenwand-Hohlräume, durch eine obere Öffnung in
den Seitenwand-Hohlräumen mit aushärtbarem Füllmaterial be
füllbar sind. Die Stabilität für den Transport und die Mon
tage der erfindungsgemäßen Kassette wird durch einen am
oberen Rand derselben angeordnet Versteifungsrahmen erhöht.
Die Außenwandung kann entweder als integraler Bestandteil
der Kassette oder durch gegebenenfalls entfernbare
Schalbretter gebildet sein.
Die Erstellung der erfindungsgemäßen Montage- und Repara
turgrube ist denkbar einfach. Nach dem Transport und dem
Absenken der vorgefertigten Kassette in eine vorher ausge
hobene Bodenausnehmung muß lediglich ein Füllmaterial in
den Hohlraum zwischen den beiden beabstandeten Wandungen
eingefüllt werden, um trotz Leichtbauweise der Kassette
eine ausreichende Stabilität derselben bzw. der damit er
stellten Montage- und Reparaturgrube zu erhalten. Die Au
ßen- und Innenwandung dienen dabei unter anderem auch als
Schalung. Die erfindungsgemäß ausgebildeten Wände der
Kassette besitzen also Mehrfachfunktion.
Die vorliegende Erfindung erlaubt die Herstellung einer äu
ßerst stabilen Montage- und Reparaturgrube innerhalb kürze
ster Zeit vor Ort. Auf die Hilfe von speziell für den Bau
bzw. die Montage von Gruben ausgebildeten Handwerkern kann
verzichtet werden. Des weiteren entfallen zeit- und somit
auch kostenintensive Verschalungsarbeiten zumindest teil
weise oder auch ganz.
Zum erleichterten Einfüllen des Füllmaterials in den Hohl
raum und auch zur Vermeidung von Lufteinschlüssen im Füll
material ist der Hohlraum zwischen Innen- und Außenwandung
über die gesamte Länge der Kassette obenseitig offen.
Wie bereits erwähnt, ist der Boden einwandig ausgeführt,
wobei durch dessen Beabstandung vom Fundament der Bodenaus
nehmung ein Hohlraum geschaffen ist, der mit dem Hohlraum
der Seitenwände in Verbindung steht und mit aushärtbarem
Füllmaterial aufgefüllt werden kann.
Vorzugsweise ist die Bodenwandung bzw. die innere Bodenwan
dung in Längsrichtung der Kassette V-förmig ausgeführt, so
daß beim Einfüllen des aushärtbaren Füllmaterials eine je
weils stirnseitige Entlüftung der im Bodenhohlraum einge
schlossenen Luft möglich ist.
Als Füllmaterial dient vorteilhafterweise Magerbeton oder
Kunststoff-Beton. Damit erhält man nach dem Aushärten des
Füllmaterials eine Grube, deren Seitenwände und Boden quasi
aus stahlarmiertem Beton bestehen.
Vorzugsweise ist in der vorgefertigten Kassette eine Drai
nageeinrichtung für Wasser und Öl vorgesehen. Die abzu
führenden Flüssigkeiten werden dazu in einer im Kassetten
boden angeordneten Vertiefung gesammelt, die durch einen
Gehrost abgedeckt ist, und dann über Drainagerohre oder
-leitungen abgeführt.
Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung
weist die vorgefertigte Kassette bereits alle nötigen Ver-
und Entsorgungsleitungen auf, so daß diesbezüglich keine
nachträglichen Montagearbeiten in der Grube mehr erforder
lich sind. Die entsprechenden Strom-, Hydraulik-, Luft-,
Öl-, Wasser- oder dergleichen Leitungen müssen lediglich an
der Außenseite der Kassette mit den entsprechenden Leitun
gen der Werkstatt verbunden werden.
Am oberen Rand der Längsseitenwände sind vorzugsweise
Schienen, insbesondere nach innen hin offene U-Profilschie
nen angeordnet, die dafür geeignet sind, eine rolladenar
tige Abdeckung zu führen und zu tragen. Mit einer solchen
an sich bekannten Abdeckung ist es möglich, die Grube bei
Nichtgebrauch zu verschließen, so daß eine potentielle Un
fallgefahr ausgeschlossen werden kann.
Ferner sind Verstärkungsprofile zur Versteifung der vorge
fertigten Grubenkonstruktion vorgesehen, so daß eine Ver
formung der Kassette sowie eine Fehlausrichtung beim Trans
port und Einbau vermieden werden kann. Die Führungsschienen
und Verstärkungsprofile sind am oberen Rand der vorgefer
tigten Kassetten angeordnet, derart, daß sie bei Aufbringen
des Hallen- oder Werkstattbodens in diesen integriert wer
den können, was zu einer besonders hohen Stabilität der
Konstruktion führt.
In der vorgefertigten Kassette können Schächte zur Aufnahme
von Ent- und/oder Versorgungsleitungen angeordnet sein, so
daß die in der Kassette bereits verlegten Leitungen nicht
offenliegen und beschädigt werden können.
Zur besseren Verbindung der Kassette mit einem nach dem
Einbau der Kassette aufgebrachten Hallen- oder Werkstattbo
den können im oberen Randbereich außenseitig Pratzen ange
ordnet sein, die mit einer Armierung des vorgenannten
Hallen- oder Werkstattbodens verbindbar sind.
Wie bereits erwähnt, sind zur Ausrichtung der in die Boden
ausnehmung einsetzbaren Kassette an ihrer Unterseite höhen
justierbare Stützen angeordnet, so daß die Kassette nach
dem Aufsetzen auf dem Boden der Bodenausnehmung ausgerich
tet werden kann. Die Stützen umfassen gemäß einer konkreten
Ausführungsform ein auf dem Grund der Bodenausnehmung auf
liegenden Stützteller sowie einen in oder auf diesem dreh
bar gelagerten Schraubbolzen. Der Schraubbolzen wirkt mit
einer im Boden der Kassette vorgesehenen Schraubeinrichtung
derart zusammen, daß durch Drehen des Schraubbolzens die
Kassette mit gewünschtem Abstand von der Bodenausnehmung
beabstandbar ist.
Es ist auch möglich, außenseitig an der Kassette vorzugs
weise wenigstens ein Abstützelement vorzusehen, das einer
seits mit der Seitenwand der Kassette und andererseits mit
dem Grund der Bodenausnehmung verbunden, insbesondere ver
schraubbar oder verschweißbar ist. Durch die Verwendung der
Abstützelemente wird die Kassette mit einem festen Abstand
vom Grund der Bodenausnehmung fixiert und ein Aufschwimmen
der Kassette beim Einfüllen des aushärtbaren Füllmaterials
verhindert.
Soll eine längere Grube geschaffen werden, können mehrere
Kassetten bzw. Kassettenelemente hintereinander geschaltet
werden, die zu einer starren Baueinheit miteinander ver
bindbar bzw. verschraubbar sind. Dabei weisen die zu einer
Kassette zu verbindenden Kassettenelemente vorzugsweise
Verbindungsflansche auf, die sich jeweils über den Außenum
fang jedes zugeordneten Kassettenelementes erstrecken. Die
Verbindungsflansche sind im seitlichen Bereich zugänglich
und miteinander verbindbar, insbesondere verschraubbar.
Durch Verbinden der beiden Verbindungsflansche lassen sich
die zugeordneten Kassettenelemente in genau definierter
Weise und exakt ausrichten sowie kostengünstig miteinander
verbinden. Durch das Aneinanderfügen mehrerer kurzer
Kassettenelemente ist es somit mögliche eine lange Montage-
und Reparaturgrube herzustellen, wobei die kurzen
Kassettenelemente sich leicht an den Montageort transpor
tieren lassen.
Vorzugsweise sind die Verbindungsflansche als Winkel-, ins
besondere L-Profile ausgebildet, wobei jeweils ein Profil
schenkel an der Seitenwand eines zugeordneten Kassettenele
ments befestigt und der andere Schenkel mit dem zugeordne
ten Profilschenkel des Verbindungsflansches eines anderen
Kassettenelements verbindbar ist. Durch Ausgestaltung der
Verbindungsflansche als Winkel-, insbesondere L-Profile ist
eine besonders kostengünstige Verbindung zwischen wenig
stens zwei Kassettenelementen bzw. -abschnitten herstell
bar.
Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform ist der Verbin
dungsflansch eines Kassettenelements in Kassettenlängsrich
tung gegenüber einem zugeordneten Stirnrand des Kassetten
elements zurückversetzt. Der mit diesem zu verbindende
Verbindungsflansch eines zweiten Kassettenelements ist in
Kassettenlängsrichtung bezüglich des zugeordneten Stirnran
des vorspringend angeordnet, derart, daß bei Verbinden der
beiden Verbindungsflansche auch das erste Kassettenelement
an dem dem zweiten Kassettenelement zugeordneten Verbin
dungsflansch anliegt. Dadurch ist zum einen eine gegensei
tige Relativfestlegung und -ausrichtung beider Kassetten
elemente möglich. Zum anderen sind durch geeignetes Anord
nen der Verbindungsflansche die beiden Kassettenelemente
über einen Spalt voneinander beanstandet, so daß sowohl die
Stirnränder der Kassettenseitenwände und der Böden als auch
der die beiden Kassettenelemente übergreifende Verbindungs
flansch vom Kassetteninnenraum aus zugänglich sind. Die
miteinander zu verbindenden Seitenwände und Böden zweier
Kassettenelemente werden vorzugsweise stirnseitig mit dem
die beiden Kassettenelemente überbrückenden Verbindungs
flansch in Umfangsrichtung miteinander verschweißt, so daß
eine fluiddichte Kassettenkonstruktion herstellbar ist.
Darüber hinaus wird durch die Verschweißung der einzelnen
Kassettenelemente mit dem diese überbrückenden Verbindungs
flansch die Stabilität der Kassettenkonstruktion erhöht.
Bei einer vorzugsweisen Ausführungsform der Erfindung ist
der Hohlraum zwischen der Innen- und Außenwandung der
Längsseitenwände und ggf. des Bodens in einzelne Hohlraum
segmente unterteilt, so daß beim Befüllen mit einem ein ho
hes spezifisches Gewicht aufweisenden Füllmaterial eine
Verformung der einzelnen Wandungen verhindert wird.
Für eine öl- und säureresistente Ausführungsform der Innen
seite der Kassette wird diese vorzugsweise mit einem öl-
und säurefesten Anstrich versehen.
Bei Bedarf können in die Kassette verschiedene Gerätschaf
ten, wie eine Hebeeinrichtung oder eine Ölwanne als Bauein
heit integriert sein, die vorzugsweise in Grubenlängsrich
tung verfahrbar sind.
Die Erstellung einer Montage- und Reparaturgrube unter Ver
wendung einer vorgefertigten Kassette läßt sich in einem
besonders einfachen, kostengünstigen und schnellen Verfah
ren durchführen. Hierzu muß zunächst eine Bodenausnehmung
ausgehoben und ein Bodenfundament errichtet werden, auf das
die vorgefertigte Kassette aus Stahl oder dgl. mit deren
höhenverstellbaren Stützen aufgesetzt werden kann. Nach dem
Ausrichten der Kassette mittels der höhenverstellbaren
Stützen werden die Seitenwänd-Hohlräume sowie der Boden-
Hohlraum-mit dem aushärtbaren Füllmaterial ausgefüllt. So
dann wird die verbleibende Bodenausnehmung mit Erdreich
aufgefüllt und ein einen Werkstatt- oder Hallenboden bil
dender Betonboden bis zum oberen Rand der Kassette errich
tet. Die Außenwandung der Seitenwände wird gegebenenfalls
durch Schalbretter gebildet, die nach Aushärten des Füllma
terials entweder entfernt werden oder als verlorene Scha
lung verbleiben.
Selbstverständlich können zusätzlich auch noch die Stirn
wände der Grubenkassette ähnlich wie die Längsseitenwände
doppelwandig ausgebildet sein.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der Beschreibung von
Ausführungsbeispielen und unter Bezugnahme auf die beilie
genden Zeichnungen näher erläutert. Die Zeichnungen zeigen
in
Fig. 1 eine schematische Querschnittsansicht durch eine
Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Gruben
kassette;
Fig. 2 eine schematisch perspektivische Ansicht einer
Hintereinanderanordnung von zwei erfindungsgemä
ßen Kassettenelementen bzw. -abschnitten auf ei
nem Bodenfundament;
Fig. 3a bis 3f ein Einbauverfahren zur Herstellung einer
Montage- und Reparaturgrube gemäß der vorliegen
den Erfindung;
Fig. 4 eine schematische Perspektivansicht einer alter
nativen Ausführungsform einer Grubenkassette;
Fig. 5 eine schematische Detailansicht einer Verbin
dungsanordnung zweier Kassettenelemente; und
Fig. 6 eine schematische Perspektivansicht eines über
den Umfang eines Kassettenelementes angeordneten
Verbindungsflansches.
Fig. 1 zeigt einen Querschnitt senkrecht zur Längser
streckung einer schon weitgehend fertiggestellten Montage-
und Reparaturgrube, welche in eine Bodenausnehmung 12 ein
gesetzt ist. Die Grube umfaßt eine Kassette 10 aus Stahl
oder dergleichen mit Längsseitenwänden 13′, 13′′ sowie einen
Boden 15, wobei die Längsseitenwände 13′, 13′′ und der Boden
15 einen U-förmigen Querschnitt definieren. Die Längssei
tenwände 13′, 13′′ sind jeweils doppelwandig ausgeführt, wo
bei bei den Seitenwänden 13′, 13′′ eine Innenwandung 16 von
einer Außenwandung 14 beabstandet ist, wodurch ein spalt
förmiger Hohlraum 53 gebildet wird. Im Bodenbereich geht
der Hohlraum 53 in einen Hohlraum 53′ über, der zwischen
dem Grund der Bodenausnehmung 12 oder einem Fundament 60
und dem Kassettenboden 15 definiert ist.
Im zentralen Bereich des Bodens 15 erstreckt sich in Längs
richtung der Kassette eine Vertiefung 34 (vgl. Fig. 3c bis
Fig. 3e), die mit einem Gitterrost 36 abgedeckt ist, so daß
eine ebene Gehfläche geschaffen wird. Durch den Gitterrost
36 kann Flüssigkeit, beispielsweise Wasser oder Öl, in die
Vertiefung 34 gelangen, die dann über ein Drainagesystem
(nicht gezeigt) entleert wird, das mit der Vertiefung 34 in
Verbindung steht und sich durch eine Seitenwandung 13′ oder
13′′ zur Außenseite der Kassette 10 bis zu einem
Anschlußteil 30′ hin erstreckt. Es können weitere Ver- bzw.
Entsorgungsleitungen, die sich quer durch die Außenwandung
14, den Hohlraum 53 sowie die Innenwandung 16 hindurch
erstrecken, vorhanden sein, wobei diese Leitungen zur
Versorgung mit Strom, Hydraulik, Luft, Öl, Wasser oder
dergleichen bzw. zur Verlegung entsprechender Leitungen
dienen. Die Ver- bzw. Entsorgungsleitungen, die von einem
außerhalb der Kassette 10 angeordneten Anschluß ins Innere
der Kassette 10 geführt sind, enden innerhalb der Kassette
in einem Längsschacht (nicht gezeigt) und sind in diesem
vor äußeren Einflüssen geschützt untergebracht. Damit sind
die erwähnten Leitungen nicht frei zugänglich. Die Gefahr
einer Beschädigung der Leitungen ist weitgehend vermieden.
Im oberen Bereich der Kassette 10 können innenseitig weiterhin Beleuchtungseinheiten
montiert sein, die ein bequemes Arbeiten
bei guten Lichtverhältnissen ermöglichen.
Eine obere Arbeitsöffnung 48, vgl. Fig. 3c bis 3f über die das sich in der Mon
tage- und Reparaturgrube befindende Personal zu den darüber
befindlichen Fahrzeugen oder Maschinen bzw. Maschinenteilen
Zugang hat, ist durch mit den Längsseitenwänden 13′, 13′′
verbundene U-Profile 44 begrenzt. Der durch die U-Profile
44 gebildete Rahmen dient zur Versteifung der Kassettenkon
struktion, so daß eine Deformierung bzw. Verformung der
vorgefertigten Kassette 10 beim Transport und Einbau ver
mieden ist.
Ferner sind U-förmige Profilschienen 44′ über den U-Profi
len 44 angeordnet. Sie dienen zur Führung und Abstützung
einer nicht dargestellten rolladenartigen Abdeckung, mit
der die Öffnung 48 bei Nichtbenutzung der Grube ganz oder
teilweise geschlossen werden kann. Die U-Profile 44 und
Profilschienen 44′ erstrecken sich vertikal nach oben über
die Seitenwände 13′, 13′′ der Kassette hinaus.
Die obere Seite der Seitenwände 13′, 13′′ ist zwischen Au
ßenwandung 14 und Innenwandung 16 offen (Öffnung 58). Damit
ist der Hohlraum 53, 53′ zwischen Innenwandung und Außen
wandung sowohl der Seitenwände als auch des Bodens zur Be
füllung mit Magerbeton oder dgl. gut zugänglich. Bei Ver
wendung von Magerbeton, Kunststoff-Beton oder dgl. als
Füllmaterial 52 härtet dieses nach kurzer Zeit aus und bil
det zusammen mit der Kassette 10 eine äußerst stabile Gru
benkonstruktion.
Der durch die U-Profile 44 gebildete Rahmen, der sich auch
über die Kassetten-Stirnwände erstreckt, dient ferner
zur Versteifung der Kassettenkonstruktion im eingebauten
Zustand und weist Pratzen 46 (siehe Fig. 3d bis 3f) auf, die sich von den U-Profi
len 44 seitlich nach außen erstrecken und mit einer nicht
dargestellten Armierung eines nach dem Einbau der Kassette
10 in eine Bodenausnehmung 12 aufbringbaren Hallen- oder
Werkstattbodens 50 verbindbar sind (siehe Fig. 3f).
Die mit der Bezugsziffer
18 verlaufenden Linien bezeichnen die Begrenzung einer vor
dem Einbau der Kassette 10 auszuhebenden Bodenausnehmung
12. Am Boden der Bodenausnehmung 12 ist ein
Bodenfundament 60 ausge
bildet, auf dessen Oberfläche die Kassette 10 abgestellt
ist.
Zum Ausrichten der Kassette 10 sind an der Unterseite des
Kassettenbodens 15 Stützen 22 angeordnet.
Bei fertiggestellter Montage- und Reparaturgrube kann sich
das Montage- oder Reparaturpersonal im Arbeitsraum 56 der
Grube auf dem Gitterrost 36 bewegen und durch die Arbeits
öffnung 48 an der Unterseite von Kraftfahrzeugen, Maschinen
oder Maschinenteilen arbeiten.
In Fig. 2 ist schematisch eine Hintereinanderreihung von
zwei Kassettenelementen 10′, 10′′ angedeutet, so daß eine
Montage- und Reparaturgrube mit einer dem Vielfachen der
Lange einer Kassetteneinheit 10′ entsprechende Grubenlänge
herstellbar ist. Das vordere Kassettenelement 10′ weist
zwischen der Außenwandung 14 und der Innenwandung 16 einen
Hohlraum 53 auf, der in verschiedene Füllkammersegmente 58′
unterteilt ist. Mittels dieser Unterteilung kann erreicht
werden, daß beim Befüllen des Hohlraums die Wandungen 14,
16 durch das Gewicht des Füllmaterials 52 nicht nach außen
gedrückt werden, wodurch sich das Kassettenelement 10′
verformen könnte. Die separaten Füllkammern 58′ sind nach
einander befüllbar, so daß die erwähnte Gefahr vermieden
werden kann, da zum einen die Zwischenwände zusätzliche
stabilisierende Wirkung haben und des weiteren die nächste
Füllkammer vorzugsweise erst befüllt wird, wenn das Füll
material der vorhergehend befüllten Kammer bereits ausge
härtet ist.
Nach dem Abstellen der einzelnen Kassettenelemente 10′, 10′′
auf dem Bodenfundament 60 werden diese miteinander verbun
den, vorzugsweise verschraubt und abgedichtet, so daß eine
Kassetteneinheit hergestellt ist. Eine konkrete Ausfüh
rungsform wird nachfolgend noch beschrieben.
Anhand der Fig. 3a bis 3f wird ein Verfahren zum Einbau
der oben beschriebenen Kassette und zur Herstellung einer
Montage- und Reparaturgrube mittels dieser Kassette näher
erläutert.
In Fig. 3a ist eine Bodenausnehmung 12 ausgehoben, deren
Begrenzung mit der Bezugsziffer 18 gekennzeichnet ist. Die
Bezugsziffer 62 bezeichnet die Ober
fläche eines späteren Hallen- oder Werkstattbodens.
In Fig. 3b ist ein Bodenfundament 60 auf dem Boden der Bo
denausnehmung 12 angeordnet worden. Das Fundament wird vor
zugsweise durch einen mit einer Armierung versehenen Beton
boden mit einer Qualität B 25 hergestellt.
Damit kann die oben beschriebene vorgefertigte Kassette
stabil und sicher in die Bodenausnehmung 12 eingefügt und
auf die Oberfläche 20 des Bodenfundaments 60 abgesetzt wer
den (Fig. 3c) Dieses Absetzen geschieht vorzugsweise mit
einem Kran. An der Außenseite der Kassette 10 sind die An
schlüsse von Ver- und Entsorgungsleitungen 30′ bzw. 40′ zu
erkennen. Die Ent- bzw. Versorgungsleitungen sind in
Fig. 3c nicht dargestellt.
Beim Einsetzen der Kassette 10 in die Bodenausnehmung 12
ist darauf zu achten, daß der obere Rand der Führungsschie
nen 44′ auf Höhe der Oberfläche 62 des später noch zu er
stellenden Hallen- oder Werkstattbodens liegt, um mit die
sem bündig abschließen zu können. Zur Ausrichtung der Kas
sette 10 werden die Stützen 22 (siehe Fig. 1) derart einge
stellt, daß die Kassette 10 genau justiert ist, d. h. hori
zontal ausgerichtet ist.
In einem nächsten Schritt wird, wie in Fig. 3d dargestellt,
ein Füllmaterial 52 über die oberen Öffnungen 58 in den
Hohlraum 53 zwischen der Innenwandung 16 und der Außenwan
dung 14 jeder Längsseitenwand sowie den Boden-Hohlraum 53′
eingefüllt. Bei Verwendung eines aushärtbaren Füllmaterials
wird dann zunächst die Aushärtung desselben abgewartet.
Gleichwohl kann aber zeitlich parallel dazu die noch ver
bliebene Ausnehmung 12 mit Erdreich ausgefüllt und verdich
tet werden. Das Erdreich wird dabei vorzugsweise bis zur
Obergrenze der Seitenwände aufgefüllt, wobei bis zur Ober
fläche des Hallen- bzw. Werkstattbodens ein Abstand von ca.
25 cm eingehalten werden soll (siehe Fig. 3e).
Gemäß Fig. 3f wird über dem aufgefüllten und verdichteten
Erdreich 64 bis an die Schienen 44′ bzw. die U-Profile 44
ein Hallen- oder Werkstattboden 50 - vorzugsweise mit einer
Dicke von ca. 25 cm - aufgebracht, wobei eine in dem Boden
vorgesehene Armierung zur besseren Stabilität der Kassette
10 mit den oben erwähnten Pratzen 46 verbunden, vorzugs
weise verschweißt, wird. Der Werkstattboden 50 besteht vor
zugsweise aus Stahlbeton. Die Oberfläche kann zusätzlich
gefliest oder lackiert sein.
Die in der beschriebenen Weise hergestellte Montage- und
Reparaturgrube ist dann einsatzbereit, so daß das Personal
auf dem Gitterrost 36 gehen und sich in dem Arbeitsraum 56
bewegen kann, wobei über die Arbeitsöffnung 48 Arbeits
schritte an darüber angeordneten Kraftfahrzeugen oder Ma
schinen möglich sind.
Nach der hier dargestellten Ausführungsform
umfaßt die Kassette 10 lediglich Seitenwände, je
weils bestehend aus einer Innenwandung 16, die mit von der
Kassette 10 beabstandeten Außenwandungen 14 derart zusam
menwirkt, daß ein Hohlraum 53 zwischen diesen beiden Wan
dungen gebildet ist. Die Außenwandungen 14 dienen als
Schalelemente, insbesondere als verlorene Schalbretter, die
nach dem Herstellen der Grube in der Grubenkonstruktion
verbleiben. Alternativ können die Außenwandungen 14 nach
dem Aushärten des Füllmaterials wieder entfernt werden.
Der Boden 15 der Kassette 10 bildet
ein weiteres Schalelement, so daß zwischen die
sem und der Oberfläche des Fundaments 60 ein weiterer Hohl
raum 53′, nämlich ein Boden-Hohlraum, entsteht. Der Boden-
Hohlraum 53′ sowie die Hohlräume 53 in den Seitenwandbe
reichen stehen miteinander in Verbindung, so daß durch Ein
füllen von aushärtbarem Füllmaterial in die Öffnung 58 des
Hohlraums 53 - angedeutet durch die Pfeile an der Oberseite
der Kassette 10 - eine stabile Grubenkonstruktion herge
stellt werden kann.
In Fig. 1 sind die am Boden der Kassette 10 angeordneten
Stützen 22 etwas detaillierter dargestellt. Sie umfassen
jeweils einen Stützteller 100, in dem oder auf dem ein
Schraubbolzen 102 drehbar befestigt ist. Der Schraubbolzen
102 wirkt mit einer Schraubeinrichtung, vorzugsweise einer
am Boden 15 der Kassette 10 angeschweißten Schraube 104,
derart zusammen, daß die Kassette durch Drehen des Schraub
bolzens 102 an einem Schraubenkopf 106 mit einem gewünsch
ten Abstand vom Bodenfundament 60 einjustiert werden kann.
In Fig. 4 ist eine weitere alternative Ausführungsform der
Montage- und Reparaturgrube angegeben, wobei die Kassette
10 lediglich schematisch ohne Außenwandung dargestellt ist.
Wie in Fig. 1 sind an der Unterseite der Kassette wiederum
Stützen 22 angeordnet, mit denen sich die Kassette 10 auf
dem Bodenfundament 60 der Bodenausnehmung 12 abstützt und
ausgerichtet werden kann.
Ferner ist bei dieser Ausführungsform der als innere Boden
schalwandung dienende Boden 15 der Kassette 10 in Längs
richtung V-förmig ausgebildet, wobei die Spitze nach unten
zeigt. Der Verlauf der als innere Bodenschalwandung dienen
den unteren Bodenwandung ist in Fig. 4 gestrichelt darge
stellt. Die die Seitenwände bildenden Innenwandungen 16 der
Kassette sind, zumindest teilweise, über den Boden 15 der
Kassette 10 vorstehend verlängert, wie dies in Fig. 4 dar
gestellt ist.
Mit dieser Konstruktion ist es möglich, das Füllmaterial in
die Hohlräume, insbesondere in den Boden-Hohlraum 53′ ein
zubringen, ohne daß Luft in diesem eingeschlossen wird.
Dringt das Füllmaterial nämlich in den Bodenhohlraum 53′
ein, wie durch die Pfeile A dargestellt ist, so entweicht
die Luft stirnseitig (siehe Pfeile B). Mit einer derartigen
Ausbildung der Kassette wird somit ein vollständiges Aus
füllen der Hohlräume mit Füllmaterial ohne Lufteinschlüsse
erreicht.
Gemäß den Fig. 5 und 6 ist eine Möglichkeit angegeben,
wie verschiedene Kassettenelemente 10′, 10′′ miteinander
verbunden werden können. Wie bereits oben beschrie
ben, kann eine Kassette 10 aus einzelnen Kassettenelementen
10′, 10′′ bestehen, die stirnseitig aneinandergereiht sind.
Fig. 5 zeigt einen Detailausschnitt eines Querschnitts
durch zwei miteinander verbundene Kassettenelemente 10′,
und 10′′, wobei die Bezugsziffer 14 eine vertikal verlaufen
de Längsseitenwand derselben bezeichnet. Zur Verbindung der
beiden Kassettenelemente 10′ und 10′′ sind in Umfangsrich
tung eines jeden Kassettenelements 10′, 10′′ winkelprofil
förmige Verbindungsflansche 120 und 122 vorgesehen, die
miteinander verbindbar sind.
Der sich über den Außenumfang des ersten Kassettenelements
10′ nach Art eines "U" erstreckende erste Verbindungs
flansch 120 ist an dem ersten Kassettenelement 10′ so be
festigt, nämlich angeschweißt, daß er gegenüber dem zuge
ordneten stirnseitigen Rand dieses Kassettenelements zu
rückversetzt ist. Der stirnseitige Rand des Kassettenele
ments steht also über den Verbindungsflansch 120 vor (siehe
Fig. 5 und 6. Der Verbindungsflansch 120 ist als Winkel
profil ausgebildet, wobei ein Profilschenkel mit den Längs
seitenwänden 14 sowie dem Boden eines zugeordneten Kasset
tenelements verbunden ist, während der andere Schenkel zur
Verbindung mit dem zugewandten Profilschenkel eines ent
sprechend ausgebildeten Verbindungsflansches 122 dient, der
am benachbarten zweiten Kassettenelement 10′ befestigt,
insbesondere angeschweißt ist.
Der Verbindungsflansch 122 des zweiten Kassettenelements
10′′ ist ebenso wie der erste Verbindungsflansch 120 U-förmig
um den Außenumfang des Kassettenelements herum angeordnet.
Jedoch ist dieser Verbindungsflansch 122 gegenüber dem
stirnseitigen Rand des zweiten Kassettenelements 10′′ vor
springend angeordnet, so daß bei einem Verbinden beider
Verbindungsflansche der zweite Verbindungsflansch 122 die
Stoßlinie zwischen beiden Kassettenelementen 10′, 10′′
überbrückt, wie in Fig. 5 dargestellt ist.
Die beiden Verbindungsflansche 120 und 122 werden durch
eine Vielzahl von Schraubverbindungen, namlich Schrauben
124 und Muttern 126, im Bereich der Seitenwände 14 mit
einander verschraubt. Nach dem Verbinden beider Kassetten
elemente 10′ und 10′′ über die Verbindungsflansche 120 und
122 sind diese durch einen Spalt 130 voneinander beabstan
det. Der Spalt 130 bildet einen Zugang vom Kassetteninnen
raum zu den einander zugewandten Stirnenden der Seiten- und
Bodenwände der miteinander verbundenen Kassettenelemente
und gleichzeitig zu dem den Verbindungsbereich beider Kas
settenelemente übergreifenden Verbindungsflansch 122. Wie
in Fig. 7 dargestellt ist, werden die Seiten- und Boden
wände der Kassettenelemente mit dem Verbindungsflansch 122
verschweißt (Schweißnaht 128). Dadurch läßt sich eine
fluiddichte Kassettenkonstruktion herstellen. Darüber hin
aus gibt die Schweißverbindung der aus einzelnen Kasset
tenelementen 10′ und 10′′ bestehenden Kassettenkonstruktion
eine erhöhte Stabilität.
Natürlich können mehrere derartiger Kassettenelemente auf
oben beschriebenen Weise miteinander verbunden werden, um
eine lange Montage- und Reparaturgrube auszubilden. Vor
teilhaft hierbei ist, daß die einzelnen kurzen Kassetten
elemente einfach zu dem Ort zu transportieren sind, an dem
die Montage- und Reparaturgrube aufgebaut werden soll.
Mit der vorgenannten erfindungsgemäßen Montage- und Repara
turgrube ist eine besonders kostengünstig herzustellende
sowie leicht und schnell zu montierende Grube geschaffen.
Claims (26)
1. Montage- und Reparaturgrube, bestehend aus einer in
eine Bodenausnehmung (12) einsetzbaren ein- oder mehr
teiligen Kassette (10) aus Stahl oder dergleichen, mit
zwei Längsseitenwänden (13′, 13′′), endseitig angeord
neten Stirnseitenwänden und einem Boden (15), wobei
zumindest die Längsseitenwände (13′, 13′′) jeweils
eine Innenwandung (16) und eine im Abstand davon ange
ordnete Außenwandung (14) umfassen, die einen Hohlraum
(53) begrenzen, in den ein aushärtbares Füllmaterial
einfüllbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß der Boden (15) der Kassette (10) einwandig ausgebildet ist und durch höhenverstellbare Stützen (22) vom Grund der Bodenausnehmung (12) oder von einem Fundament (60) in der Bodenausnehmung (12) beabstandet ist, derart, daß
- - durch den Boden (15) der Kassette (10) und den Grund bzw. das Fundament (60) sowie durch die beiden Außenwandungen (14) ein Boden-Hohlraum (53′) begrenzt ist, der mit den Seitenwand-Hohlräumen (53) in Verbin dung steht,
- - daß die Seitenwand-Hohlräume (53) jeweils eine obere Öffnung (58) aufweisen, durch die das aushärt bare Füllmaterial einfüllbar ist, und
- - daß am oberen Rand der Kassette (10) ein durch Verstärkungsprofile (44) gebildeter Versteifungsrahmen vorgesehen ist,
- - wobei die Außenwandung (14) entweder integraler Bestandteil der Kassette (10) oder durch gegebenen falls entfernbare Schalbretter gebildet ist.
2. Grube nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Hohlraum (53) zwischen Innen- (16) und Außen
wandung (14) über die gesamte Länge der zugeordneten
Seitenwände (13′, 13′′) obenseitig offen ist.
3. Grube nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die den Hohlraum unterhalb des Bodens (15) begren
zende Bodenwandung (15′′) in Kassettenlängsrichtung V-
förmig mit der Spitze nach unten ausgebildet ist, so
daß beim Einfüllen des aushärtbaren Füllmaterials eine
jeweils stirnseitige Entlüftung der im Hohlraum unter
halb des Bodens (15) eingeschlossenen Luft möglich
ist.
4. Grube nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß als Füllmaterial (52) Magerbeton, Kunststoff-Beton
oder dergleichen dient.
5. Grube nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß im Boden (15) der Kassette (10) eine nach oben hin
offene, durch einen Gehrost (36) abgedeckte Vertie
fung (34) ausgebildet ist, die über eine Wasser-, Öl-
oder dergleichen Leitung entsorgbar ist.
6. Grube nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß sich durch wenigstens eine der Längsseitenwände
(14, 16) oder durch wenigstens eine Stirnseitenwand
Rohre oder dergleichen Hohlprofile hindurch
erstrecken, die zur Aufnahme von Ent- und/oder Versor
gungsleitungen, insbesondere Strom-, Hydraulik-, Luft,
Öl-, Wasser- oder dergleichen Leitungen in einen bzw.
aus einem zwischen den Längsseitenwänden (13′, 13′′)
befindlichen Arbeits- und Bewegungsraum (56) der
Kassette (10) dienen.
7. Grube nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß längs des oberen Randes der Längsseitenwände (13′,
13′′) oberhalb der Bestärkungsprofile (44) Schienen,
insbesondere nach innen hin offene U-Profilschienen
(44′) zur Aufnahme und Führung einer rolladenartigen
Abdeckung angeordnet sind.
8. Grube nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß in der Kassette (10) Beleuchtungseinrichtungen in
tegriert sind.
9. Grube nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kassette (10) Schächte zur Aufnahme von Ent-
und/oder Versorgungsleitungen umfaßt.
10. Grube nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kassette (10) im oberen Randbereich, insbeson
dere im Bereich der Verstärkungsprofile (44), nach au
ßen hin wegstehende Pratzen (46) aufweist, die mit ei
ner Armierung eines nach dem Einsetzen der Kassette in
die Bodenausnehmung (12) ausgebildeten Hallen- oder
Werkstattbodens (50) verbindbar sind.
11. Grube nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stützen (22) jeweils einen auf dem Grund der
Bodenausnehmung (12) bzw. auf dem Fundament in der Bo
denausnehmung (12) aufliegenden Stützteller (100)
sowie einen in oder auf diesem drehbar gelagerten
Schraubbolzen (102) umfassen, der mit einer zugeord
neten Schraubeinrichtung (104) im Boden (15) der Kas
sette (10) zusammenwirkt, so daß der Stützteller (100)
mehr oder weniger weit vom Boden (15) der Kassette
(10) bzw. die Kassette mehr oder weniger weit vom
Grund der Bodenausnehmung (12) beabstandbar ist.
12. Grube nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß an der Außenseite der Kassette (10) wenigstens ein
Abstützelement angeordnet, insbesondere angeschraubt
oder angeschweißt ist, das am Grund bzw. Fundament der
Bodenausnehmung (12) befestigbar, insbesondere ver
schraubbar ist, so daß die Kassette (10) mit einem be
stimmten Abstand gegenüber dem Grund bzw. Fundament
der Bodenausnehmung (12) fixierbar ist.
13. Grube nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Abstützelemente L-förmig ausgebildet sind, wo
bei der eine Schenkel mit der Kassette (10) und der
andere Schenkel mit dem Grund bzw. Fundament der Bo
denausnehmung (12) verbindbar ist.
14. Grube nach einem der Ansprüche 1 bis 12
dadurch gekennzeichnet,
daß bei mehrteiliger Ausführung der Kassette (10)
diese aus mindestens zwei stirnseitig miteinander ver
bundenen Kassettenelementen (10′, 10′′) besteht, wobei
jedes Kassettenelement (10′, 10′′) im Bereich der mit
einander zu verbindenden Stirnseiten jeweils außen
angeordnete Verbindungsflansche (120, 122) aufweist,
die sich etwa über die gesamte Höhe der Seitenwände,
insbesondere aber auch über die gesamte Breite des Bo
dens (15) jedes zugeordneten Kassettenelements (10′,
10′′) erstrecken und im seitlich zugänglichen Bereich
unter Herstellung einer vorläufigen Verbindung zwi
schen den Kassettenelementen (10′, 10′′) durch Schrau
ben miteinander verbindbar sind.
15. Grube nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verbindungsflansche (120, 122) durch Winkel-,
insbesondere L-Profile gebildet sind, wobei ein Pro
filschenkel am zugeordneten Kassettenelement angeord
net, insbesondere angeschraubt oder angeschweißt ist,
und der andere seitlich nach außen wegstehende Schen
kel mit einem entsprechenden Schenkel eines gleicher
maßen ausgebildeten Verbindungsflansches am anderen
Kassettenelement verbindbar ist.
16. Grube nach einem der Ansprüche 14 oder 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß der an einem ersten Kassettenelement angeordnete
Verbindungsflansch (120) gegenüber dem stirnseitigen
Rand dieses Kassettenelements zurückversetzt ist, wäh
rend der mit diesem zu verbindende Verbindungsflansch
(122) eines zweiten Kassettenelements über den stirn
seitigen Rand dieses zweiten Kassettenelements vor
steht, so daß bei Verbinden der beiden Verbindungs
flansche (120, 122) auch das erste Kassettenelement
(10′) an dem dem zweiten Kassettenelement (10′′) zuge
ordneten Verbindungsflansch (122) unter gegenseitiger
Ausrichtung der beiden Kassettenelemente anliegt.
17. Grube nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet,
daß nach dem vorläufigen Verbinden von zwei Kassetten
elementen über die Verbindungsflansche (120, 122) die
Kassettenelemente durch einen Umfangs-Spalt (130) von
einander beabstandet sind, derart, daß über diesen
Spalt (130) hinweg die stirnseitigen Ränder der Sei
tenwände sowohl des ersten als auch des zweiten Kas
settenelements sowie die stirnseitigen Ränder der Bö
den mit dem beide Kassettenelemente (10′, 10′′) über
greifenden Verbindungsflansch (122) unter Ausbildung
einer fluiddichten Kassettenkonstruktion verschweißbar
sind.
18. Grube nach einem der Ansprüche 1 bis 17,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Hohlraum (53) in einzelne Hohlraumsegmente
(58′) unterteilt ist, die jeweils separat befüllbar
sind.
19. Grube nach einem der Ansprüche 1 bis 18,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kassette (10) zumindest innenseitig mit einem
öl- und säurefesten Anstrich versehen ist.
20. Grube nach einem der Ansprüche 1 bis 19,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kassette (10) eine Hebeeinrichtung und/oder
Ölwanne als insbesondere in Grubenlängsrichtung ver
fahrbare Baueinheit umfaßt.
21. Verfahren zur Herstellung einer Montage- und Repara
turgrube, bei dem eine vorgefertigte Kassette (10) ge
mäß einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche
verwendet wird,
gekennzeichnet durch folgende
Verfahrensschritte:
- - Ausheben einer Bodenausnehmung (12)
- - Errichten eines Bodenfundamentes (60),
- - Aufsetzen der vorgefertigten Kassette (10) mit deren höhenverstellbaren Stützen (22) auf das Bo denfundament (60),
- - Ausrichten der Kassette (10) mittels der höhen verstellbaren Stützen (22),
- - Ausfüllen der Seitenwand-Hohlräume (53) sowie des Boden-Hohlraums (53′) mit dem aushärtbaren Füll material (52);
- - Ausfüllen der verbliebenen Bodenausnehmung (12) mit Erdreich (64), und gegebenenfalls
- - Errichten eines einen Werkstatt- oder Hallenboden bildenden Betonbodens (50) bis zum oberen Rand der Kassette (10).
22. Verfahren nach Anspruch 21,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei Ausbildung der Außenwandung (14) der Kassette
(10) durch Schalbretter diese nach Aushärtung des
Füllmaterials entweder entfernt werden oder als verlo
rene Schalung verbleiben.
23. Verfahren nach Anspruch 21 oder 22,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei Verwendung mehrerer Kassettenelemente (10′,
10′′) diese nacheinander auf das Bodenfundament bzw.
die Bodenplatte (60) aufgesetzt und jeweils stirnsei
tig miteinander verbunden, insbesondere verschraubt
werden, bevor die verbliebene Bodenausnehmung (12)
aufgefüllt wird, wobei dazu an jedem Kassettenelement
(10′, 10′′) sich über den Außenumfang erstreckende Ver
bindungselemente (120, 122) vorgesehen sind, die mit
einander verschraubt werden.
24. Verfahren nach einem der Ansprüche 21 bis 23,
dadurch gekennzeichnet,
daß in den Hohlraum (53) der Seitenwände (13′, 13′′)
und auch des Bodens (15) der Kassette (10) als Füllma
terial (52) Magerbeton eingefüllt wird.
25. Verfahren nach einem der Ansprüche 21 bis 24,
dadurch gekennzeichnet,
daß nach dem Ausrichten der Kassette (10) an der Au
ßenseite derselben Abstützelemente angeordnet werden,
die sowohl mit der Kassette (10) als auch mit dem Bo
denfundament (60) fest verbunden, insbesondere ver
schweißt oder verschraubt werden.
26. Verfahren nach einem der Ansprüche 21 bis 25,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei Unterteilung der Seitenwand- und gegebenen
falls Bodenhohlräume (53, 53′) in einzelne Hohlraum
segmente (58′) diese nacheinander mit dem Füllmaterial
(52) gefüllt werden.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4324339A DE4324339C2 (de) | 1993-05-26 | 1993-07-20 | Montage- und Reparaturgrube sowie Verfahren zur Herstellung derselben |
| DE4345415A DE4345415C2 (de) | 1993-05-26 | 1993-07-20 | Montagegrube mit doppelwandiger Stahlkassette |
| DE9320679U DE9320679U1 (de) | 1993-05-26 | 1993-07-20 | Montage- und Reparaturgrube |
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| DE4324339A DE4324339C2 (de) | 1993-05-26 | 1993-07-20 | Montage- und Reparaturgrube sowie Verfahren zur Herstellung derselben |
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| DE4324339C2 true DE4324339C2 (de) | 1996-03-28 |
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ID=6488979
Family Applications (1)
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