DE2718290C2 - Bepflanzbare Stützmauer - Google Patents
Bepflanzbare StützmauerInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine bepflanzbare Stützmauer, Lärmschutzwall o. dgL aus Betonfertigteilen, mit quer
zur Mauerlängsrichtung verlaufenden Stützböcken, die als Höhenmaß-Abstandshalter zwischen einzelne Be
pflanzungsetagen bildenden ,und aus einem Brüstungs
teil sowie einer Bodenplatte bestehenden Längselementen übereinander angeordnet sind, wobei die zwischen
den Fertigteilen gebildeten Kammern mit Erde aufgefüllt sind.
Zu einer den Gegenstand des älteren deutschen Patentes 25 19 232 bildenden bepflanzbaren Stützmauer
der eingangs bezeichneten Art gehört die Besonderheit, daß die Stützböcke jeweils in ein aus einem Winkelprofil
bestehendes Längselement eingesetzt werden. Folglich
sind die Bodenplatten der Längselemente zwischen den
übereinandergesetzten Stützböcken festgelegt bzw. eingeklemmt. Aus dieser Bauweise ergibt sich für
höhere Stützmauern einerseits, daß bei der Bewehrung
der Bodenplatten der Längselemente wegen der dort
aufzunehmenden Druckbeanspruchungen aus Sicherheitsgründen ein gewisser Mindestaufwand nicht
unterschritten werde» darf, während andererseits bei tiefer in den Hang eingebundenen Stützböcken die
Bodenplatten der Längselemente die Tiefenabmessung
der Bodenplatten eine gewisse Größe nicht unterschreiten darf, damit die an der Übertragung des Reibschlusses zwischen aufeinanderliegender) Fertigteilen beteiligten Oberflächenbereiche eine ausreichende Größe
behalten.
Zur Erstellung einer aus der DE-OS 20 30 854 bekannten bepflanzbaren Stützmauer, die ebenfalls
derjenigen der eingangs genannten Art entspricht, wird auf ein Betonfundament eine erste Lage von Längselementen aufgelegt Anschließend werden darauf unter
Zwischenfügung von Dichtungsbahnstücken senkrechte Stützböcke und darauf wieder mit Fugenversatz die
nächsten Längselemente aufgelegt Die Brüstungsteile der bekannten Längselemente sind in entsprechend
profilierten Ausnehmungen der Stützböcke aufgenom
men, und die Stützböike ihrerseits haben obere und
untere Vorsprünge, die in Aussparungen der Längselemente eingreifen, so daß insgesamt ein formschlüssiger
Verband zustande kommt, und folglich die Fertigteile auch nur in einem ganz bestimmten Verhältnis
zueinander verlegt werden können, nämlich in einem Verhältnis, mit dem senkrechte Stützmauern entstehen.
Bei Schrägstellung des Fundamentes lassen sich allerdings auch geneigte Mauern herstellen, wozu dann
der an sich senkrechte Aufbau an den Hang angelehnt
werden muß.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Stützmauer der eingangs angegebenen Art dahinge»
hend zu verbessern, daß die Montage dadurch vereinfacht wird, daß die Längselemente unabhängig
von den Stützböcken eingebaut werden können.
Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Siützböcke zur Bildung von Stützbock-Stapelwänden mit ebenen oberen und unteren Auflage-
flächen sowie mit zur Stirnseite offenen Ausnehmungen zum Einstecken der Bodenplatte der Längselemente
versehen und unmittelbar aufeinandergesetzt sind, und
daß die Bodenplatte jedes Längselementes im Querschnitt wesentlich, kürzer ist als der zugehörige
Stützbock.
Die zur Stirnseite hin offenen Ausnehmungen · der Stützböcke ermöglichen-eine Montage, bei der zunächst
die Stützbockstapel, wenigstens, bis zu einer gewissen
Höhe, aufgebaut werden, worauf ggf. eine gewisse Verfüllung der so gebildeten Kammern mit Erdreich
stattfindet Anschließend an diese bis dahin relativ unbehindert durchzuführenden Arbeiten kann man die
Längselemente bequem von vorne einsetzen, und in diesem Zusammenhang bieten sich als Vorteil einfache
Reparaturarbeiten an, wenn die Längselemente nachträglich aus-und wieder eingebaut werden.
Bei Senkungen oder unregelmäßigen Belastungen benachbarter Stützbockstapel bleiben die waagerechten
Bodenplatten der Längselemente im wesentlichen unbeansprucht, so daß Biege- oder Scherbrüche
vermieden werden. Auch im Fall von Setzungen bereitet es keine Schwierigkeiten, eine gleichmäßige flucht der
Längselemente wiederherzustellen, indem man sie wie eine Schublade nach vorn aus den Stützböcken
herauszieht, um dann an einem oder mehreren Stützbockstapelwänden Korrekturen vorzunehmen. Ein
weiterer vorteilhafter Gesichtspunkt ergibt sich aus der lockeren Verbindung zwischen Längselementen und
Stützböcken, da zwischen den Längselementen veränderlich große Fugen belassen werden können, beispielsweise
um einen gekrümmten Mauerverlauf herzustellen.
Bei einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Stützmauer ist vorgesehen, daß die Ausnehmung von
der unteren Auflagefläche des Stützbocks ausgeht und daß ihre Höhe der Dicke der Bodenplatte des
Längselementes entspricht. Bei dieser Ausgestaltung können die Längselemente gleichzeitig mit den
Stützböcken oder auch im Anschluß an diese verlegt werden, und die Bodenplatte der Längselemente kann
sehr kurz se:i, da das Längselement durch den die
Bodenplatte übergreifenden Stützbock auch während der Montage am Umkippen gehindert ist, solange die
Bodenplatte noch nicht durch aufgefülltes Erdreich beschwert ist.
Die gleichen Vorteile werden auch bei einer Ausführungsform erreicht, bei der jeder Stützbock zur
Erstellung freistehender Wälle oder Mauern in spiegelsymmetrischer Ausbildung an beiden Enden von der
unteren Auflagefläche ausgehende, zu den Stirnseiten hin offene Ausnehmungen jeweils zum Überfassen eines
auf einem nächst tieferen Stützbock aufliegenden Längselementes aufweist.
Während bei Stützmauern mit kleinerer Höhe der Reibschluß zwischen Bodenplatte des Längselementes
und den darunter- bzw. darüberliegenden Stützböcken ausreicht, um die auf die Bepflanzungsetagen aufgeteilten,
nach vorn gerichteten Hangkräfte aufzunehmen, kann es bei größeren Mauerhöhen zweckmäßig sein,
wenn der Stützbock am Iuftseitigen Ende einen über die
obere Auflagefläche hinausragenden Ansatz als Sicherungsanschlag für das auf dem Stützbock aufliegende
Längselement aufweist.
Wenn bei noch größeren Stützmauerhöhen der Reibschluß zwischen den aufeinanderliegender! Stützböcken
nicht ausreicht, um ihre Relativ-Verschiebung zu verhindern, kann gemäß einem weiteren Merkmal der
Erfindung jeder Stützbocl. am hangseitigen Ende einen über die untere Auflagefläche hinausragenden Ansatz
zur formschlüssigen Anlage an der Rückseite des nächst tieferen Stützbockes aufweisen.
Gemäß einer anderen Ausführungsform kann jeder Stützbock eine von seiner Iuftseitigen. Stirnseite aus
zugängliche Ausnehmung mit einer Auflagefläche für die Bodenplatte eines Längselementes enthalten, wobei
die Auflagefläche nach vorn durch einen Anschlag begrenzt ist Die Längselemente lassen sich mit ihrer
ίο kurzen Bodenplatte in derartige Ausnehmungen genauso leicht einsetzen wie in dem weiter oben
beschriebenen Fall, wo die Ausnehmung von der unteren Auflagefläche des Stützbockes ausgeht
Andererseits können die Stützböcke eine geringere is Höhe als die der Längselemente aufweisen. Die Höhe
solcher Stützböcke kann dem halben Maß einer für die Bepflanzungsetagen vorgesehenen Takthöhe oder auch
einem noch kleineren Bruchteil davort entsprechen. Das
dadurch erreichte geringere Gewicht der Einzelelemente kann in bestimmten Fällen die Verlegung vereinfachen,
ohne die Festigkeit des ti'·raus gebildeten Stützbockstapels zu beeinträchtigen. Außerdem lassen
sich damit bei langen Längselementen Stützbockstapelwände einsparen, indem man die Enden benachbarter,
von entgegengesetzten Richtungen kommenden Längselementen innerhalb einer Stapelwand und unter
Zwischenfügung eines Stützbockes überlappt bzw. eine Bepflanzungsetage z.B. um ein halbes Höhenmaß
gegenüber einer benachbarten Bepflanzungsetage versetzt Darüber hinaus läßt sich mit Hi!£e der gleichen
Mittel eine einfache Anpassung an Geländeneigungen erzielen.
Vorzugsweise ist die Bodenplatte des Längselementes im Querschnitt kürzer als der Brüstungsteil, der mit
j, der Bodenplatte einen im Bereich zwischen 70° und
110° liegenden Winkel bildet.
Weitere Merkmale der erfindungsgemäßen Stützmauer ergeben sich aus den Unteransprüchen 8 und 9.
Die Erfindung ist nachfolgend anhand von Aüsführungsbeispielen
näher erläutert Es zeigt, jeweils schematisch
Fi g. 1 eine Seitenansicht einer bepflanzbaren Stützmauer
nach der Erfindung,
F i g. 2 eine perspektivische Ansicht einer Stützmauer v, ähnlichFig. I1
F i g. 3 eine Seitenansicht ähnlich F i g. 1 mit aufgeteilten Stützböcken,
Fig.4 eine Seitenansicht mit Stützböcken für eine Mauer steilerer Neigung,
in Fig.5, 6, 7 Seitenansichten bzw. Perspektive einer
Stützmauer mit zum Hang hin geneigten Brüstungsteilen,
F i g. 8, 9 Seitenansichten einer freistehenden Mauer als Sichtschutz oder Schallschutzwand,
Fig. 10 eine Seitenansicht einer freistehenden bepfianzbaren Mauer mit senkrechten Wänden,
F i g. 11 eine Ansicht einer Stützmauer mit großen Längselementen unter Anwendung von Stützbockstapeln
gemäß F i g. 3 und
F i g. 12 eine schejüatische Seitenansicht einer Stützmauer,
bei der die Längselemente in formschlüssige Aufnahmen der Stützböcke eingesetzt sind und beide
Stützböcke mit nach unten gerichteten Anschlägen versehen sind.
Entsprechend den Zeichnungen besteht ein Längselement 10 aus einer ebenen Bodenplatte 11 und einem
stumpfwinklig, rechtwinklig oder spitzwinklig daran nach oben angeschlossenen Brüstungsteil 12. Die
waagerechte Bodenplatte U liegt auf Stützböcken 13 auf, die obere und untere waagerechte Auflageflächen
14,15 aufweisen und zu Stapeln übereinandergeschichtet sind. Die Brüstungsteile 12 der Längselemente bilden
die Sichtseite der Mauer. Bei stumpfwinklig angeschlossenem Brüstungsteil 12 vergrößert sich die zur
Verfügung stehende Bepflanzungsfläche. Außerdem ist bei dieser Ausführungsform eine sehr steile oder auch
senkrechte Mauerbildung möglich, die darüber hinaus bepflanzbar ist. ι ο
Die Stützböcke 13 können verschiedene Standardlängen haben, um in den unteren Etagen der Stützmauer
eine tiefere Einbindung in den Hang zu ermöglichen. Die mit ihren Auflageflächen 15 und 14 unmittelbar
übereinanderliegenden Stützböcke 13 bilden, von vorn is
gesehen, über die Länge der Mauer voneinander abgeteilte Schottungen, in denen der vom Hang
kommende Erddruck in überschaubare Größen aufgeteilt ist und dann in jeder Schottung durch die
Lär.gsclcmcntc ctagcnwcisc abgefangen wird.
Die luftseitige Stirnseite 17 der Stützböcke 13 ist vorzugsweise gemäß Fig. 1—3 rückwärts geneigt, so
daß die gleichen Stützböcke für Brüstungsteile sämtlicher Neigungen verwendet werden können. Man
erkennt aus Fig.4, daß bei nach vorn geneigter Stirnfläche 17 der Stützböcke 13 steilere Mauern
errichtet werden können, weil man die Längselemente
10 in diesem Fall senkrecht übereinander anordnen kann, die auf der oberen Auflagefläche 14 der
Stützböcke ausreichend Platz für eine entsprechende Unterbringung und Abstützung finden.
Aus F i g. 2 und 7 ergibt sich, daß jeweils zwei aneinander anschließende Längselemente mit ihren
Bodenplatten U auf die Auflagefläche 14 eines darunterliegenden Stützbockes 13 aufgelegt werden,
wobei der Stützbock breit genug ist, um auch noch verhältnismäßig breite Fugen 18 (Fig.2) zuzulassen.
Solche Fugen 18 werden grundsätzlich vorgesehen, um bei Bodensetzungen, Längsschiebungen und dergleichen Beanspruchungen zwischen benachbarten Längs-
elementen auszuschließen, um einen Ablauf für Hangwasser zu gewährleisten und um eine Kontinuität des
errichteten Bauwerkes auch dann zu gewährleisten, wenn mit gerade verlaufenden Längselementen gekrümmt verlaufende Hänge abzufangen sind.
Die Stützböcke 13 enthalten mit Ausnahme des Ausführungsbeispiels nach Fig. 12 eine untere, nach
vorn offene Ausnehmung 16, deren Höhe im wesentlichen der Dicke der Bodenplatte 11 des Längselements
entspricht, so daß jede Bodenplatte eines Längselemen- so tes vom nächsthöheren Stützbock 13 überfaßt wird. Die
Längselemente werdr.n nach Errichtung der Stützbockstapel mit ihren waagerechten Bodenplatten 11 in die
Ausnehmungen 16 von vorn hineingeschoben. Die im Querschnitt erscheinende Länge der waagerechten
Bodenplatte 11 ist kürzer als die Ausdehnung des Brüstungsteiles 12. Die Ausnehmungen 16 derStützbökke 13 haben keine kraftübertragende Funktion, weil das
Gewicht des Längselementes 10 über seine Bodenplatte
11 nach unten auf den darunterliegenden Stützbock übertragen wird und im übrigen die Formgebung des
Längselementes so berechnet ist, daß auch bei mit Erdreich gefüllter Pfianzetage an dem Brüstungsteil 12
keine Kräfte angreifen, die zur Erzeugung eines Kippmomentes groß genug wären.
Entsprechend Fig.3 sind Stützböcke 13a, 136
vorgesehen, die eine niedrigere Höhe als die Höhe der Briistungsteile 12 haben, jedoch wie bisher jeweils eine
Ausnehmung 16 enthalten und zu beliebig hohen Stützbockelementen übereinandergesetzt werden können. Es ist grundsätzlich möglich, auch diese kleineren
Stützböcke 13a, 13ύ jeweils einzeln für eine Pflanzetage zu verwenden, dann allerdings nur für Stützmauern für
verhältnismäßig flache Neigungen, z. B. von 45°.
Unter Anwendung der niedrigen Stützböcke 13a, 136 lassen sich entsprechend Fig. 11, insbesondere bei
Verlegung von langen Längselementen 10 Stützbockstapel einsparen, indem die Längselemente von
Stützbockstapel zu Stützbockstapel jeweils um eine Takthöhe versetzt werden. Diese Einsparung ist
insbesondere dadurch möglich, daß bei der Ausführungsform nach F i g. 11 für jedes Längselement die
volle Breite eines darunterliegenden Stützbockes als Auflager zur Verfügung steht. Gleichzeitig wird durch
diese Anordnung unter Verwendung von niedrigen Stützböcken eine einfache Anpassung an Steigungen
des Geländes erreicht.
Fig,? und 9 zeigen als Anwendungsbeispiel einen Lärmschutzwall, der aus üblichen Längselementen 10
unter Verwendung von Stützböcken 22 aufgebaut ist, die an beiden Seiten untere Ausnehmungen 16 enthalten
und zur Bildung der einzelnen nach oben schmäler werdenden Etagen unterschiedliche Längen aufweisen,
die unter Berücksichtigung der Höhe und des Böschungswinkels des Schutzwalles ausgewählt sind.
Eine über ihre gesamte Höhe gleich breite, jedoch
zugleich be'tflanzbare Sichtschutz- oder Schallschutzwand ist gemäß Fig. 10 aus üblichen Längselementen
10 und gleichlangen Stützböcken 23 aufgebaut, die wiederum an ihren Stirnseiten untere Ausnehmungen 16
enthalten, mit denen die Bodenplatten der Längselemente überfaßt sind. Die Stirnseiten 17 der Stützböcke
23 haben eine dem stumpfen Winkel der Längselemente angepaßte Neigung, um einen hohen Füllungsgrad für
einzufüllendes Erdreich zu erzielen, durch das die Mauer zusätzliches Eigengewicht und Standfestigkeit erhält.
Bei Stützmauern größerer Höhe, bei denen der Reibschluß zwischen übereinanderliegenden Stützbökken nicht ausreicht, um die Horizontalkräfte aufzunehmen, kann es zweckmäßig sein, vor der oberen
Auflagefläche 14 bzw. hinter der unteren Auflagefläche 15 einen nach oben bzw. nach unten vorstehenden
Ansatz als Sicherungsanschlag vorzusehen.
Ähnliche grundsätzliche Verhältnisse ergeben sich für die Ausführungsform nach Fig. 12, wo die unteren, am
stärksten belasteten Stützböcke 13c rückwärtige, nach unten gerichtete Ansätze 20 tragen, mit denen jeweils
der darunterliegende Stützbock 13c überfaßt wird. In den Fällen, in denen es unter Berücksichtigung der
Beanspruchungen ausreicht, können Stützböcke 13drr :t
durchgehend ebener unterer und oberer Auflagefläche 15 bzw. 14 benutzt werden. Um größere Hangkräfte
aufzunehmen, die beispielsweise bei Anwendung von Längselementen größerer Spannweite auftreten, sind
gemäß F i g. 12 in der vorderen Stirnseite der Stützbökke Ausnehmungen 25 vorgesehen und nach vorn durch
einen Anschlag 26 begrenzt Die Größe der Ausnehmungen 25 und die Höhe der Anschläge 26 sind so
bemessen, daß die Längselemente 10 bequem von oben unter leichtem Verkanten eingesetzt werden können.
Die Stützböcke haben grundsätzlich die Funktion als Abstandshalter für die Bepflanzungsetagen. Weiterhin
haben die Stützböcke die Aufgabe, die Erddruckkräfte in den Boden bzw. das Fundament 28 (Fig. 11) der
Mauer einzuleiten und auch in gewissem Umfang einen Längenausgleich zu ermöglichen. Aufgrund der Stütz-
bocke wird erreicht, daß die Längselemente hinsichtlich
ihrer Festigkeit im wesentlichen nur auf ihr Eigengewicht sowie das verhältnismäßig geringe Gewicht des
Erdreiches innerhalb einer Bepflanzungsetage hin ausgelegt zu sein brauchen und daher eine verhältnismäßig geringe Bewehrung erfordern.
Claims (10)
1. Bepflanzbare Stützmauer, Lärmschutzwal] oddgL, aus Beton-Fertigteilen, mit quer zur
Mauerlängsrichtung verlaufenden Stützböcken, die
als Höhenmaß-Abstandshalter zwischen einzelne Bepflanzungsetagen bildenden und aus einem
Brüstungsteil sowie einer Bodenplatte bestehenden Längselementen übereinander angeordnet sind,
wobei die zwischen den Fertigteilen gebildeten Kammern mit Erde aufgefüllt sind, dadurch
gekennzeichnet, daß die Stützblöcke (13,22, 23) zur Bildung von Stückbockstapelwänden mit
ebenen oberen und unteren Auflageflächen (14,15) sowie mit zur Stirnseite offenen Ausnehmungen (16;
25) zum Einstecken der Bodenplatte (11) der Längselemente versehen und unmittelbar aufeinandergesetzt sind, und daß die Bodenplatte (11) jedes
Längselementes (10) im Querschnitt wesentlich kürzer ist als der zugehörige Stützbock (13).
2. Stützmauer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmung (16) von der unteren
Auflagefläche (15) des Stützbocks (13) ausgeht und daß ihre Höhe der Dicke der Bodenplatte (11) des
Längselements entspricht.
3. Stützmauer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Stützbock (22,23) zur Erstellung
freistehender Wälle oder Mauern in spiegelsymmetrischer Ausbildung an beiden Enden von der
unteren Auflagefläche (15) ausgehende, zu den Stirnseiten hin offene Ausnehmungen (16) jeweils
zum Oberfassen eines auf einem nächst tieferen Stützbock aufliegenden Längselementes aufweist
4. Stützmauer nach einem de-, vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Stützbock (13) am luftseitigen Ende einet, über die obere
Auflagefläche (14) hinausragenden Ansatz als Sicherungsanschlag für das auf dem Stützbock
aufliegende Längselement (10) aufweist
5. Stützmauer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Stützbock (13) am hangseitigen Ende einen über die
untere Auflagefläche (15) hinausragenden Ansatz (20) zur formschlüssigen Anlage an der Rückseite
des nächst tieferen Stützbockes aufweist.
6. Stützmauer nach Anspruch 1 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Stützbock (13c, \3d) eine
von seiner luftseitigen Stirnseite aus zugängliche Ausnehmung (25) mit einer Auflagefläche (27) für die
Bodenplatte (11) eines Längselements enthält, wobei die Auflagefläche (27) nach vorn durch einen
Anschlag (26) begrenzt ist.
7. Stützmauer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Bodenplatte (11) des Längselements (10) im Querschnitt
kürzer ist als der Brüstungsteil (12), der mit der Bodenplatte (11) einen im Bereich zwischen 70" und
110° liegenden Winkel bildet.
8. Stützmauer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Stirnseiten der Stützböcke wenigstens über einen Teil
ihrer Höhe dem Neigungswinkel der Bürstenteile (12) der Längselemente (10) entsprechend geneigt
sind.
9. Stützmauer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die unteren Stützböcke (13) einer Stützbockstapelwand eine
erößere. sich tiefer in den abzustützenden Hang
erstreckende Länge aufweisen als die oberen
Stützböcke.
10. Stützmauer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützböcke (13a, 13b) eine geringere Höhe als die der
Längselemente (10) aufweisen.
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-
1977
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Also Published As
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