DE4319370A1 - Mehrpoliger Leistungsschalter - Google Patents
Mehrpoliger LeistungsschalterInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen mehrpoligen, insbeson
dere dreipoligen elektrischen Leistungsschalter, bei dem
jeder Pol (1, 2, 3) eine Antriebseinrichtung (4, 5, 6) zum Ein-
und Ausschalten aufweist.
Ein derartiger mehrpoliger Leistungsschalter ist beispiels
weise aus der DE-OS 40 11 443 bekannt. Bei dem dort
dargestellten dreipoligen Leistungsschalter sind die
Antriebe der einzelnen Pole in einem gemeinsamen Steuer
schrank angeordnet und die Antriebskräfte werden über
Zug/Zuggestänge an die Pole übertragen.
Es ist dabei im allgemeinen schwierig, alle Pole gleichzei
tig zu betätigen, da hierbei sehr große Schaltkräfte mit
sehr hoher mechanischer Genauigkeit übertragen werden
müssen, um einen sehr geringen Zeitversatz der Pole in der
Größenordnung von wenigen Millisekunden zu erreichen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen mehrpoligen
Leistungsschalter der eingangs genannten Art zu schaffen,
bei dem ein möglichst synchrones Schalten der einzelnen Po
le mit möglichst geringem konstruktivem Aufwand erreicht
ist.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch wenigstens
eine in axialer Richtung antreibbare Stange zur gleichzei
tigen Betätigung der mechanischen Auslösevorrichtungen an
den Antriebseinrichtungen zweier oder mehrerer Pole.
Es wird also gemäß der Erfindung ein zentrales, auf die
Stange wirkendes Auslösesignal gegeben, das durch die
axiale Bewegung der Stange an die verschiedenen, an den An
triebseinrichtungen der Pole angeordneten Auslösevorrich
tungen abgegeben wird. Da hierbei keine großen Kräfte
übertragen werden müssen, kann der konstruktive Aufwand ge
ring gehalten werden. Die Stange muß lediglich im Bereich
der Auslösevorrichtungen jeweils mechanisch an eine der
Vorrichtungen angekoppelt werden. Diese Ankopplung muß mit
möglichst geringem mechanischem Spiel erfolgen, oder es muß
wenigstens bei allen Polen möglichst gleiches mechanisches
Spiel vorliegen, um dennoch eine synchrone Schaltung der
einzelnen Pole zu erreichen.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor,
daß die Stange bei Betätigung als Zugstange wirkt.
Hierdurch ist erreicht, daß lediglich Zugkräfte zu übertra
gen sind, so daß eine sehr dünne Stange gewählt werden
kann. Würde die Stange bei Betätigung gedrückt, so bestünde
die Gefahr eines Ausknickens, da die Stange im Auslösefall
sehr stark beschleunigt werden muß, um ein schnelles
Schalten der Pole zu erreichen.
Eine weitere vorteilhafte Gestaltung der Erfindung sieht
vor, daß an die Stange im Bereich jedes Poles ein erster
Arm eines zweiarmigen Hebels angelenkt ist, dessen zweiter
Arm einen senkrecht zur Bewegungsrichtung der Stange
beweglichen Auslösestößel des jeweiligen Pols betätigt.
Durch diese Konstruktion wird der Auslöseimpuls der Stange
in konstruktiv einfacher und wenig aufwendiger Weise auf
die senkrecht zur Bewegungsrichtung der Stange beweglichen
Auslösestößel übertragen. Es kann dabei durch die Wahl der
Länge der jeweiligen Hebelarme auch eine Kraft- bzw.
Wegübersetzung vorgesehen sein.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht
vor, daß zwei Zugstangen vorgesehen sind, von denen die
erste die Auslösung der Einschaltung und die zweite die
Auslösung der Ausschaltung bewirkt.
Es ist dann an jedem der Pole jeweils ein Auslösestößel für
die Einschaltung und ein Auslösestößel für die Ausschaltung
vorgesehen, die durch jeweils eine der Stangen betätigbar
sind. Bei Betätigung des Einschaltauslösestößels wird der
jeweils an dem Pol angeordnete Einschaltantrieb ausgelöst,
so daß beispielsweise eine Antriebsfeder die Unterbrecher
einheit betätigt, wobei gleichzeitig eine Ausschaltfeder
gespannt wird. Danach kann dann mittels der anderen Stange
der Ausschaltauslösestößel betätigt werden, so daß mittels
der nun gespannten Ausschaltfeder die Unterbrechereinheit
des jeweilige Pols ausgeschaltet werden kann.
Die Erfindung bezieht sich außerdem auf einen mehrpoligen
elektrischen Leistungsschalter, bei dem jeder Pol eine An
triebseinrichtung zum Ein- und Ausschalten aufweist, mit
zwei unabhängig voneinander betätigbaren Stangen, von denen
die erste zur Auslösung einer Einschaltung und die zweite
zur Auslösung einer Ausschaltung vorgesehen ist und bei dem
an jede der Stangen jeweils ein erster Hebelarm je eines
zweiarmigen, ortsfest gelagerten Hebels angelenkt ist, des
sen zweiter Hebelarm aus seiner Ruhestellung durch einen an
einer antreibbaren ortsfesten Welle befestigten Auslösearm
auslenkbar ist.
Durch Auslenken des jeweiligen zweiten Hebelarms mittels
des Auslösearms durch Drehen der ortsfesten Welle wird ggf.
der jeweils erste Hebelarm angetrieben und bewegt die
jeweils mit diesem ersten Hebelarm verbundene Stange in
axialer Richtung. Nach der Betätigung des Hebels wird die
jeweils betätigte Stange mittels Federkraft in ihre
Ausgangsstellung zurückbewegt. Auch die Hebel werden
hierdurch in ihre Ruhestellung gebracht. Die auf die
Stangen wirkende Federkraft wird beispielsweise durch die
jeweiligen Antriebsfedern der Pole über die Auslösestößel
und die Abtriebshebel übertragen.
Je nach der Stellung des Auslösearms und seiner Bewegungs
richtung kann entweder der der ersten Stange zugeordnete
Hebel oder der der zweiten Stange zugeordneten Hebel durch
Auslenkung des jeweils zweiten Hebelarms betätigt werden
und hierdurch die entsprechende Stange in Axialbewegung
versetzt werden, um ein Auslösesignal zu übertragen.
Die Welle, an der der Auslösearm befestigt ist, kann
beispielsweise die Antriebswelle eines serienmäßigen
Schalterantriebs sein, der in diesem Fall ausschließlich
zur Erzeugung des gemeinsamen Auslöseimpulses für die
Schalterpole dient. Jeder der Schalterpole kann dann
beispielsweise einen ebenso gestalteten Schalterantrieb
aufweisen. Hierdurch ist der konstruktive Aufwand gering
gehalten, da kein eigener Antrieb für die Stangen konstru
iert werden muß.
Außerdem kann die Erfindung vorteilhaft dadurch
ausgestaltet werden, daß bei jedem der Hebel der erste und
der zweite Hebelarm gegeneinander begrenzt schwenkbar
ausgebildet sind, derart, daß bei Auslenkung des jeweils
zweiten Hebelarms über die Grenzen der freien
Schwenkbarkeit hinaus der erste Hebelarm mitgenommen wird.
Dies hat zur Folge, daß jeder der zweiten Hebelarme
wenigstens in einer Richtung ein Stück weit ausgelenkt wer
den kann, ohne daß er den jeweils ersten Hebelarm mitnimmt.
Die Hebel können dann derart angeordnet werden, daß der
Auslösearm bei Drehung der Welle in einem ersten Drehsinn
den zweiten Hebelarm eines der Hebel in einer Richtung aus
lenkt, in der er den ihm zugeordneten ersten Hebelarm nicht
mitnimmt und daß bei demselben Drehsinn der zweite Hebelarm
des anderen Hebels so ausgelenkt wird, daß er den ihm
zugeordneten ersten Hebelarm mitnimmt, so daß genau eine
der Stangen mittels des ihr zugeordneten Hebels betätigt
wird.
Die Erfindung kann weiterhin vorteilhaft dadurch ausgestal
tet werden, daß der jeweils zweite Hebelarm in Ruhestellung
durch ein Federelement gegenüber dem jeweils ersten
Hebelarm bis zur Grenze der freien Schwenkbarkeit
ausgeschwenkt ist.
Hierdurch wird bei Auslenkung des jeweiligen zweiten
Hebelarms in der einen Richtung der mit diesem verbundene
erste Hebelarm spielfrei mitgenommen und die entsprechende
Stange verzögerungslos beschleunigt. In der jeweils anderen
Richtung kann der zweite Hebelarm ausgelenkt werden, ohne
daß der entsprechende erste Hebelarm mitgenommen wird. In
der Ruhestellung ist der jeweilige zweite Hebelarm derart
angeordnet, daß er sich im Betätigungsbereich des
Auslösearms befindet.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht
vor, daß mit jedem ersten Hebelarm ein Anschlagkörper fest
verbunden ist, der die Schwenkbarkeit des jeweils zweiten
Hebels begrenzt.
Außerdem kann die Erfindung vorteilhaft dadurch gestaltet
sein, daß die Hebelarm und die Anschlagkörper derart
angeordnet sind, daß beim Schwenken des Auslösearms in
jedem Drehsinn der Welle jeweils nur einer der zweiten
Hebelarme den ihm zugeordneten ersten Hebelarm mitnimmt.
Es können auch vorteilhaft auch zwei Auslösearme vorgesehen
sein, die an der Welle derart befestigt sind, daß bei einer
Drehung der Welle um einen festen Winkel jeder der beiden
zweiten Hebelarme durch einen der beiden Auslösearme
betätigt wird.
Es wird dabei jedoch nur einer der beiden ersten Hebelarme
und entsprechend eine der beiden Stangen bewegt. Bei einer
Drehung der Welle in der entgegengesetzten Richtung wird
der jeweils andere erste Hebelarm mitgenommen und die
entsprechende Stange betätigt. Hierdurch ist erreicht, daß
die Welle jeweils nur um einen begrenzten Winkel in einer
der beiden Drehrichtungen gedreht zu werden braucht, um
wahlweise eine der beiden Stangen zu betätigen.
Im folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungs
beispiels in einer Zeichnung gezeigt und anschließend
beschrieben.
Dabei zeigt
Fig. 1 eine schematische Darstellung von drei Leistungs
schalterpolen mit einer Zugstange in einer Seitenansicht,
Fig. 2 die Konstruktion aus Fig. 1 in einer Ansicht von
unten,
Fig. 3 schematisch einen Abriebshebel und einen Auslöse
stößel,
Fig. 4 und 5 schematisch den Antriebsmechanismus für
zwei Zugstangen.
Drei Einzelschalterpole 1, 2, 3 sind, wie in Fig. 1 darge
stellt, in einer Reihe nebeneinander und parallel zueinan
der angeordnet. Jeder Pol 1, 2, 3 weist jeweils eine An
triebseinrichtung 4, 5, 6 auf, die jeweils eine Einschalt-
und eine Ausschaltfeder sowie entsprechende mechanische
Einrichtungen zur Übertragung einer Schaltbewegung auf je
eine Unterbrechereinheit enthält. In der Fig. 1 ist
schematisch nur eine der Federn, 3, 4, 5 sowie eine Auslöse
vorrichtung 9, 10, 11 dargestellt.
Unterhalb der Pole 1, 2, 3 ist eine Zugstange 7 angeordnet,
die axialbeweglich gelagert ist und an die in den Punkten
24, 25, 26 jeweils ortsfest gelagerte Abtriebshebel 13, 27, 28
angelenkt sind. Die Abtriebshebel 13, 27, 28 sind jeweils an
den Lagerpunkten 29, 30, 31 ortsfest gelagert.
Die Stange 7 ist mittels einer Welle 19, die durch einen
Kraftspeicher 32 antreibbar ist, in Richtung des Pfeiles 33
mit hoher Beschleunigung bewegbar. Dadurch werden die
Anlenkpunkte 24, 25, 26 in Axialrichtung der Zugstange 7 be
wegt und die Abtriebshebel 13, 27, 28 üben auf die Auslöse
vorrichtungen 9, 10, 11 einen Druck in senkrechter Richtung
nach oben aus. Hierdurch werden die Auslösestößel 15 der
einzelnen Pole 1, 2, 3 synchron betätigt. Die Auslösestößel
15 betätigen ihrerseits je eine nicht dargestellte Verklin
kungseinrichtung, die die Antriebseinrichtung 3, 4, 5 des je
weiligen Pols 1, 2, 3 freigibt, so daß die Unterbrecherein
heiten der Pole 1, 2, 3 synchron betätigt werden. Durch die
dargestellte Konstruktion läßt sich eine zeitliche
Abweichung der Betätigung der einzelnen Auslösevorrichtun
gen 9, 10, 11 von weniger als 2 ms erreichen.
Es ist eine weitere Zugstange 8 vorgesehen, die beispiels
weise zur Auslösung der Ausschaltbewegung dient, während
die Zugstange 7 zur Auslösung der Einschaltbewegung
vorgesehen ist.
Aus der Fig. 2 ist ersichtlich, daß jeder der Pole 1, 2, 3
jeweils zwei Auslösevorrichtungen 9, 9a aufweist, von denen
eine zur Auslösung des Einschaltvorgangs und eine zur
Auslösung des Ausschaltvorgangs vorgesehen ist.
Fig. 3 zeigt in detaillierter Darstellung einen Antriebs
hebel 13, der in einem Anlenkpunkt 24 an die Zugstange 7
angelenkt ist und dessen eines Ende in dem Lagerpunkt 29
ortsfest gelagert ist. Bei Bewegung der Zugstange in
Zugrichtung 33 wird der Auslösestößel 15 nach oben gedrückt
und hiermit eine Klinke des jeweiligen Polantriebs
entklinkt. Eine solche Auslösevorrichtung ist an jedem der
Pole 1, 2, 3 jeweils zweimal vorgesehen. Durch die Gestaltung
des Abtriebshebels 13 kann der Zugweg der Zugstange 7 in
einen durch den Pol 1, 2, 3 vorgegebenen Betätigungsweg des
Auslösestößels 15 umgesetzt werden.
In der Fig. 4 ist detailliert dargestellt, wie eine
Drehbewegung der Welle 19 über einen an dieser befestigten
Auslösearm 20, 23 auf die Zugstangen 7, 8 übertragen wird.
Hierzu ist mit jeder der Zugstangen 7, 8 ein erster Hebelarm
16, 16a eines Hebels 17, 17a gelenkig verbunden. Der Hebel
17, 17a ist jeweils ortsfest in einem Lagerpunkt 34, 34a ge
lagert. Jeder der Hebel 17, 17a weist außerdem einen zweiten
Hebelarm 18, 18a auf, der jeweils gegenüber dem ersten
Hebelarm 16, 16a begrenzt schwenkbar ist.
Dies ist dadurch verwirklicht, daß jeweils der erste
Hebelarm 16, 16a mit einem Anschlagkörper 22, 22a fest
verbunden ist. Der zweite Hebelarm 18 ist hierdurch
entgegen dem Uhrzeigersinn in Richtung des Pfeils 35
gegenüber dem ersten Hebelarm 16 frei schwenkbar. Im
Uhrzeigersinn ist der zweite Hebelarm 18 gegenüber dem er
sten Hebelarm 16 nicht frei schwenkbar, sondern er schlägt
an den Anschlagkörper 22 an, so daß er in dieser Bewegungs
richtung den ersten Hebelarm 16 mitnimmt und hierdurch die
Stange 7 in Richtung des Pfeils 36 bewegt.
Gleichzeitig ist der zweite Hebelarm 18a im Uhrzeigersinn
gegenüber dem ersten Hebelarm 16a frei schwenkbar, jedoch
nicht entgegen dem Uhrzeigersinn, denn bei Bewegung des
zweiten Hebelarms 18a entgegen dem Uhrzeigersinn schlägt
dieser an dem Anschlagkörper 22a an und nimmt den ersten
Hebelarm 16a mit, wodurch die Zugstange 8 in Richtung des
Pfeils 37 bewegt wird.
In der Ruhestellung werden die zweiten Hebelarme 18, 18a
durch die Federelemente 21, 21a gegen die Anschlagkörper
22, 22a gezogen.
Die Zugstangen 7, 8 werden durch die elastischen Elemente
38, 39 in Ruhestellung gehalten, wenn sie nicht gerade
betätigt werden.
Durch gleichzeitiges Wirken der elastischen Elemente 38, 39
und der Federelemente 22, 22a werden die ersten und die
zweiten Hebelarme 16, 16a, 18, 18a und die Zugstangen 7, 8,
wenn sie nicht betätigt werden, in einer Ruhestellung
gehalten, die derart gestaltet ist, daß die zweiten
Hebelarme 18, 18a im Betätigungsbereich der Auslösearme
20, 23 angeordnet sind.
Die beschriebene Vorrichtung funktioniert wie folgt:
Bei einer Drehung der Welle 19 im Uhrzeigersinn (vgl. Pfeil
40) wird der zweite Hebelarm 18 in Richtung des Pfeils 35
ausgeschwenkt, ohne daß er den entsprechenden ersten
Hebelarm 16 betätigt. Die Zugstange 7 bleibt dabei in Ruhe.
Gleichzeitig betätigt der Auslösearm 23 den zweiten
Hebelarm 18a, der an den Anschlagkörper 22a anschlägt und
den ersten Hebelarm 16a mitnimmt, wodurch die Zugstange 8
in Richtung des Pfeils 37 schlagartig bewegt wird und die
entsprechenden Auslösevorrichtungen an den Polen 1, 2, 3 be
tätigt.
Die Auslösearme 20, 23 brauchen hierzu nur um etwa 60°
geschwenkt zu werden. Danach kann die Welle angehalten wer
den. Die Welle kann dann in der dem Pfeil 40 entgegenge
setzten Richtung gedreht werden, wobei der Auslösearm 20
den zweiten Hebelarm 18 in einer dem Pfeil 35 entgegenge
setzten Richtung betätigt.
Der zweite Hebelärm 18 schlägt dabei an dem Anschlagkörper
22 an und nimmt dadurch den ersten Hebelarm 16 mit, so daß
die Zugstange 7 in Richtung des Pfeils 36 schlagartig
bewegt wird. Hierdurch wird den Polen 1, 2, 3 beispielsweise
ein Signal zum Auslösen der Einschaltbewegung übermittelt,
wenn vorher durch die Zugstange 8 ein Signal zum Auslösen
einer Ausschaltbewegung übermittelt wurde.
Der zweite Hebelarm 18a kann bei dieser Bewegung frei
gegenüber den ersten Hebelarm 16a geschwenkt werden, bis
daß der Auslösearm 23 sich soweit bewegt hat, daß er über
den zweiten Hebelarm 18a weggeglitten ist und der zweite
Hebelarm 18a durch das Federelement 21a in die Ruhestellung
zurücküberführt wird. Um ein leichtes Weggleiten des
jeweiligen Auslösearms 20, 23 über den jeweiligen zweiten
Hebelarm 18, 18a zu ermöglichen, können an den Auslösearmen
20, 23 Ablaufrollen in dem entsprechenden Bereich vorgesehen
sein.
Die elastischen Elemente 38, 39 werden bei der beschriebenen
Konstruktion durch die entsprechenden, von den Antriebsein
richtungen 3, 4, 5 der Pole 1, 2, 3 auf die Abtriebshebel
13, 27, 28 wirkenden Mechanismen gebildet.
Die Welle 19 kann beispielsweise durch einen Kraftspeicher
32 betätigt werden, der baugleich mit den Antriebseinrich
tungen 3, 4, 5 ausgebildet sein kann. Es ist dann an dem
Kraftspeicher 32 ebenso wie bei einem einzelnen Pol 1, 2, 3
eine Einschalt- und eine Ausschaltvorrichtung vorgesehen,
wobei bei Betätigung der Einschaltvorrichtung über die ent
sprechende Zugstange 7 jeweils die Einschaltvorrichtungen
der Pole 1, 2, 3 betätigbar sind und wobei durch Betätigung
der Ausschaltvorrichtung des Kraftspeichers 32 entsprechend
die Ausschaltvorrichtungen der Pole 1, 2, 3 betätigbar sind.
Es ist daher durch die Erfindung eine einfach bedienbare
Vorrichtung geschaffen, die bei geringem konstruktivem Auf
wand ein gut synchronisiertes Schalten der Einzelpole ge
währleistet.
Claims (10)
1. Mehrpoliger, insbesondere dreipoliger elektrischer
Leistungsschalter, bei dem jeder Pol (1, 2, 3) eine Antriebs
einrichtung (4, 5, 6) zum Ein- und Ausschalten aufweist,
gekennzeichnet durch
wenigstens eine in axialer Richtung antreibbare Stange
(7,8) zur gleichzeitigen Betätigung mechanischer Auslöse
vorrichtungen (9, 9a, 10, 11) an den Antriebseinrichtungen
(3, 4, 5) zweier oder mehrerer Pole (1, 2, 3).
2. Mehrpoliger Leistungsschalter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stange (7, 8) bei Betätigung als Zugstange wirkt.
3. Mehrpoliger Leistungsschalter nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß an die Stange (7, 8) im Bereich jedes Pols (1, 2, 3) ein
erster Arm (12) eines zweiarmigen Abtriebshebels (13)
angelenkt ist, dessen zweiter Arm (14) einen senkrecht zur
Bewegungsrichtung der Stange (7,8) beweglichen Auslösestö
ßel (15) des jeweiligen Pols (1, 2, 3) betätigt.
4. Mehrpoliger Leistungsschalter nach Anspruch 1 oder einem
der folgenden,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwei Zugstangen (7, 8) vorgesehen sind, von denen die
erste die Auslösung der Einschaltung und die zweite die
Auslösung der Ausschaltung der Pole (1, 2, 3) bewirkt.
5. Mehrpoliger Leistungsschalter nach Anspruch 1 oder einem
der folgenden mit zwei unabhängig voneinander betätigbaren
Stangen (7, 8), von denen die erste zur Auslösung einer Ein
schaltung und die zweite zur Auslösung einer Ausschaltung
vorgesehen ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß an jede der Stangen (7, 8) jeweils ein erster Hebelarm
(16, 16a) je eines zweiarmigen, ortsfest gelagerten Hebels
(17, 17a) angelenkt ist, dessen zweiter Hebelarm (18, 18a)
aus seiner Ruhestellung durch einen an einer antreibbaren
ortsfesten Welle (19) befestigten Auslösearm (20, 23)
auslenkbar ist.
6. Mehrpoliger Leistungsschalter nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet ,
daß bei jedem der Hebel (17, 17a) der erste und der zweite
Hebelarm (16, 16a, 18, 18a) gegeneinander begrenzt schwenkbar
ausgebildet sind, derart, daß bei Auslenkung des jeweils
zweiten Hebelarms (18, 18a) über die Grenze der freien
Schwenkbarkeit hinaus der jeweilige erste Hebelarm (16, 16a)
mitgenommen wird.
7. Mehrpoliger Leistungsschalter nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß der jeweils zweite Hebelarm (18, 18a) in Ruhestellung
durch ein Federelement (21) gegenüber dem jeweils ersten
Hebelarm (16, 16a) bis zur Grenze der freien Schwenkbarkeit
ausgeschwenkt ist.
8. Mehrpoliger Leistungsschalter nach einem der Ansprüche 5
bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß mit jedem ersten Hebelarm (16, 16a) ein Anschlagkörper
(22, 22a) fest verbunden ist, der die Schwenkbarkeit des je
weiligen zweiten Hebelarms (18, 18a) gegenüber dem jeweili
gen ersten Hebelarm (16, 16a) begrenzt.
9. Mehrpoliger Leistungsschalter nach Anspruch 5 oder einem
der folgenden,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Hebelarme (16, 16a; 18, 18a) und die Anschlagkörper
(22, 22a) derart angeordnet sind, daß beim Schwenken des
Auslösearms (20, 23) in jedem Drehsinn der Welle (19)
jeweils nur einer der zweiten Hebelarme (18, 18a) den ihm
zugeordneten ersten Hebelarm (16, 16a) mitnimmt.
10. Mehrpoliger Leistungsschalter nach Anspruch 5 oder
einem der folgenden,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwei Auslösearme (20, 23) vorgesehen sind, die an der
Welle (19) derart befestigt sind, daß bei einer Drehung der
Welle (19) um einen festen Winkel jeder der beiden zweiten
Hebelarme (18, 18a) durch einen der beiden Auslösearme
(20, 23) betätigt wird.
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Applications Claiming Priority (1)
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