DE3602123A1 - Sicherungsautomat mit einem elektromagnet zur fernsteuerung eines wegrueckbaren unterbrecherkontakts und einem organ zur uebertragung der bewegung des ankers des elektromagnets auf einen bezueglich der bewegung des ankers versetzten punkt dieses kontakts - Google Patents
Sicherungsautomat mit einem elektromagnet zur fernsteuerung eines wegrueckbaren unterbrecherkontakts und einem organ zur uebertragung der bewegung des ankers des elektromagnets auf einen bezueglich der bewegung des ankers versetzten punkt dieses kontaktsInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen insbesondere mehrphasigen
Sicherungsautomat mit einem Schnellauslösemechanismus,
der mit Hilfe eines lokalen Handbetätigungsorgans ge
spannt und entspannt werden kann, mehreren Leistungs
kreisen, deren jeder einen Unterbrecher besitzt, des
sen beweglicher Kontakt mit diesem Mechanismus verbun
den ist, so daß er durch ihn geschlossen oder geöffnet
werden kann, Fühlern, die auf Überströme verschiedener
Natur in diesen Kreisen ansprechen, indem sie die Aus
lösung dieses Mechanismus und infolgedessen die auto
matische Öffnung des Unterbrechers bewirken, und einem
Elektromagnet, der eine ferngesteuerte Öffnung eines weg
rückbaren Kontakts dieses Unterbrechers bewirkt, ohne die
Auslösung des Mechanismus zu verursachen.
Aus der deutschen Patentanmeldung P 35 39 976.7 ("Abschalt
vorrichtung mit Fernsteuerung der Öffnung und Schließung
ihrer Kreise"), die am 11. Nov. 1985 von der Anmelderin ein
gereicht wurde, ist bereits ein Sicherungsautomat der oben
beschriebenen Art bekannt, bei dem der feststehende Kontakt
jedes Unterbrecherorgans von einem verschwenkbaren leiten
den Hebel getragen wird, der über ein einziges Übertragungs
organ durch den Anker eines Elektromagnets betätigt wird,
der keine Verbindung mit dem Schnellauslösemechanismus hat.
Die in diesem Patent vorgeschlagenen Ausführungsformen für
das Übertragungsorgan sind relativ komplex.
Ziel der Erfindung ist es, eine Ausbildung des Übertragungs
organs zu schaffen, die gleichzeitig einen sehr kompakten
und sehr einfachen Aufbau der Fernsteuereinheit, eine aus
reichende Verstärkung der Bewegung der wegrückbaren Kontakte
bezüglich des Hubs des Ankers und den Einsatz des Auslöse
mechanismus, der Fühler und der verschiedenen Organe, die
ein herkömmlicher Sicherungsautomat besitzt, ohne den Auf
bau oder die Anordnung verändern zu müssen, gestattet.
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß sich ein
starres Übertragungsorgan in geradliniger Bewegung parallel
zur Bewegungsebene des Ankers bewegt und daß es mit den
verschwenkbaren Hebeln in einer Ebene gekoppelt ist, die
bezüglich dieser Bewegungsebene versetzt ist.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform besitzt das Über
tragungsorgan einen Schieber mit zwei mit dem Anker ge
koppelten Schenkeln und einem Steg, der mit Nuten versehen
ist, die mit Kopplungsteilen zusammenwirken, die an den je
weiligen verschwenkbaren Hebeln befestigt sind. Dieser Steg
wird an seinen beiden Enden in der Bewegungsebene des Ankers
bzw. in einer parallelen Ebene geführt, in der die Kupplungs
teile gelegen sind. Diese sind zur Schwenkachse der Hebel
parallel und zur Bewegung senkrecht. Die Nuten sind so an
geordnet, daß sie eine Relativbewegung der Kupplungsteile
senkrecht zu den Führungsebenen gestatten, und der Steg
stützt sich an der parallelen Ebene über Kugeln ab.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich
aus der folgenden Beschreibung. In der Zeichnung
zeigt
Fig. 1 einen Schnitt in der Ebene II-II von Fig. 2 durch
einen Sicherungsautomat gemäß einer bevorzugten Aus
führungsform der Erfindung,
Fig. 2 einen Schnitt in der Ebene I-I von Fig. 1 durch die
sen Sicherungsautomat,
Fig. 3 eine schematische Schnittdarstellung eines Teils der
zentralen Buchse des Kerns des Elektromagnets mit
einer Vorrichtung zur pneumatischen Dämpfung der
Bewegung des Ankers, und
Fig. 4 eine schematische Darstellung der Kugellagerung des
Stegs in der Führungsebene, in der die Kupplungs
teile enthalten sind.
Die Fig. 1 und 2 zeigen einen Sicherungsautomat, der in
einem isolierenden, gegossenen Gehäuse 2 einen Kraftspeicher
mechanismus 3, Stromfühler 7, Unterbrecher 11 und einen ein
zigen Elektromagnet 19 und in einem auf das Gehäuse 2 aufge
gossenen Gehäuse 30 elektronische Stromkreise (mit einem
Transistor 31 dargestellt) besitzt, die der Spule 21 des
Elektromagnets 19 als Antwort auf ein an die beiden An
schlüsse 32-33 angelegtes Steuersignal hohe Anzugsströme
und einen niedrigeren Haltestrom liefern können.
Der an sich bekannte Kraftspeichermechanismus 3 besitzt eine
Betätigungsstange 4, eine Speicherfeder 60, einen Riegel 5
und einen Spannhebel 6, mit dem dieser Mechanismus gespannt
oder entspannt werden kann.
Die Stromfühler 7, die in derselben Anzahl wie die Phasen
vorgesehen sind (drei in dem dargestellten Beispiel), be
sitzen jeweils auf an sich bekannte Weise ein Bimetall
element 8 und eine magnetische Vorrichtung 9, die auf an
haltende Stromüberlasten bzw. auf Ströme hoher Stärke wie
Kurzschlüsse ansprechen können, wobei sie ein Kippelement
10 bewegen, an dem sich der Hebel 5 abstützt. Diese Vor
richtung 7 ist mit einem Ausgangsanschluß 14 verbunden.
Die Unterbrecher 11, die in der Anzahl der Phasen vorge
sehen sind, besitzen jeweils auf an sich bekannte Weise
einen beweglichen verschwenkbaren Kontakt 12, der elek
trisch durch einen geflochtenen Leiter 13 mit der ent
sprechenden Überwachungsvorrichtung 7 und mechanisch mit
der Stange 4 verbunden ist, sowie einen wegrückbaren ver
schwenkbaren Kontakt 15, der durch einen geflochtenen Lei
ter 16 mit einem Eingangsanschluß 27 verbunden ist.
Der Kontakt 15 ist bei der Auslösung des Sicherungsautomats
feststehend und wird nur bewegt, wenn eine ferngesteuerte
Öffnung des Stromkreises auf die im nachstehenden erläuterte
Weise vorgenommen werden soll.
Die Lichtbogenkammern 17, die in der Anzahl der Phasen vor
gesehen sind, sind jeweils auf an sich bekannte Weise mit
Rippen 18 zur Zerteilung der Lichtbögen versehen, die bei
der Öffnung des Unterbrechers auftreten.
Ein Mehrfachschieber 23 verbindet den Anker 22 des Elektro
magnets 19 mit Verbindungsorganen, die mit den jeweiligen
Kontakten 15 fest verbunden sind.
Diese Verbindungsorgane bestehen aus Stiften 24, die an den
Hebeln 50 befestigt sind. Jeder Stift tritt mit seinen Enden
in zwei Kupplungsnuten 38-39 ein, die zu der Ebene II-II
senkrecht sind.
Der Schieber 23 besitzt einen Steg 40 und zwei Schenkel 34-35
(Fig. 1).
Der Steg 40 wird in geradliniger Bewegung zwischen zwei Flä
chen 41 und 42 geführt, die zu der Ebene II-II parallel sind.
Die Fläche 41 gehört zu dem Gehäuse 2, während die Fläche 42
zu dem Gehäuse 30 gehört.
Der Steg 40 stützt sich an der Fläche 41 mit Hilfe von Kugeln
61 ab, die in Aussparungen 62 des Stegs 40 angeordnet sind
(Fig. 4). Die Nuten 38-39 sind in Gabeln vorgesehen, mit de
nen der Steg versehen ist und die in Höhe der Fläche 41 ange
ordnet sind, so daß der Stift 24 bezüglich der Ebene II-II
deutlich versetzt ist.
Der bewegliche Anker 22 (Fig. 1) besitzt einen Steg 45, zwei
Schenkel 46-47 und einen zylindrischen Kern 48, der mit einem
Antifriktionsmaterial beschichtet ist. Der Kern 48 gleitet
in einer zylindrischen, paßgenauen Buchse 50, die in einem
Steg des feststehenden Jochs 20 befestigt ist, das seiner
seits zwei Schenkel 52-53 besitzt, die magnetisch mit den
Schenkeln 46-47 zusammenwirken.
Wie Fig. 1 zeigt, greifen die Schenkel 34-35 des Schiebers
um den beweglichen Anker 22 herum und sind mit diesem durch
Schrauben 36-37 gekoppelt, die Drehachsen bilden.
Das Gehäuse 30 wird durch den Bodendeckel 43 des Gehäuses 2
gehalten. Dieser Deckel 43 dient auch zum Halt des Jochs 20
in Nuten des Gehäuses 2.
Der Boden 54 der Buchse 50 (Fig. 3) ist mit einer oder mehreren
Öffnungen 55 versehen, die das Austreten der zwischen dem Bo
den und dem Kern 48 enthaltenen Luft gestatten, wobei sie die
Funktion eines pneumatischen Dämpfers erfüllen. Ein elastischer
Ring 56, der koaxial zu dem Kern in einer an dessen Ende 58
vorgesehenen Aussparung 57 angeordnet ist, ergänzt die Dämpfung
der Bewegung des Ankers, so daß Stöße vermieden werden, die den
Riegel 5 und die Einrichtung 10, die äußerst empfindlich sind,
voneinander trennen könnten.
Trennwände 63 trennen die wegrückbaren Kontakthebel von dem
Elektromagnet.
Die Auslösung des Sicherungsautomats bei Auftreten einer Strom
überlast oder eines Kurzschlusses geht auf bekannte Weise durch
die Wirkung der Stromüberwachungsvorrichtungen vor sich und
besteht in einer Öffnung des beweglichen Kontakts 12.
Der wegrückbare Kontakt 11 wird um eine feststehende Achse 120,
die an dem Gehäuse 2 befestigt ist und zur Achse des Stifts 24
parallel ist, verschwenkt, wenn er durch die Bewegung des An
kers 20 infolge des an die Anschlüsse 32-33 angelegten Steuer
signals betätigt wird. Durch diese Bewegung werden die Schen
kel 34-35 in eine geradlinige Bewegung versetzt, die in der
Ebene II-II stattfindet.
Da der Steg 40 zwischen zwei zur Ebene II-II parallelen Flä
chen geführt wird, ist die Bewegung der Nuten ihrerseits eine
zu dieser Ebene parallele geradlinige Bewegung, so daß der
Stift 24, der einen Kreisbogen beschreibt, sich bezüglich des
Bodens der Nuten senkrecht zu dieser Ebene bewegen muß.
Ein leichtes Verschwenken der Arme 34-35 um ihre Achse, mit
der sie an dem Anker befestigt sind, gestattet einen Ausgleich
einer gegebenenfalls vorhandenen Abweichung von der genauen
Parallelität zwischen der Bewegungsebene des Ankers und der
Führungsebene 42 der von den Nuten entfernten Fläche des
Stegs. Da die Reaktion des Kontakts 15 bei seinem Verschwen
ken entgegen dem Uhrzeigersinn sich so auswirkt, daß der Steg
40 im Uhrzeigersinn verschwenkt wird, besteht dagegen in Höhe
der Führungsebene 41 der anderen Fläche des Stegs die Gefahr
eines Festfressens. Die Kugeln 61 beseitigen diese Gefahr.
Die Anordnung des Schiebers bezüglich des Elektromagnets
führt zu einem besonders kompakten Aufbau der Fernsteuer
einheit.
Die Erfindung ist nicht auf die beschriebenen Ausführungs
beispiele beschränkt, sondern läßt verschiedene Änderungen
zu.
Claims (6)
1. Sicherungsautomat mit mindestens einem Unterbrecher mit einem
beweglichen Kontakt und einem wegrückbaren Kontakt, der von
einem verschwenkbaren Hebel (15) getragen wird, Einrichtungen
(5, 6, 7) zur Schnellauslösung der Öffnung des beweglichen
Kontakts (13), ein elektromagnetisches Betätigungsorgan (19),
das ein Element (22) besitzt, das unter der Einwirkung eines
an das Betätigungsorgan angelegten Steuersignals in gerad
liniger Bewegung beweglich ist, und einem Organ (23) zur
Übertragung der Bewegung des beweglichen Elements auf den
wegrückbaren Kontakt, dadurch gekennzeichnet,
daß das Übertragungsorgan (23) starr ist, sich in geradliniger
Bewegung in einer zur Bewegung des beweglichen Elements (22)
parallelen Ebene (II-II ) bewegt und mit dem verschwenkbaren
Hebel (15) an einem Punkt (24) gekuppelt ist, der gegen diese
Ebene versetzt ist.
2. Sicherungsautomat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Übertragungsorgan einen Schieber (23) besitzt, der
zwei mit dem beweglichen Element (22) gekuppelte Schenkel
(34-35) und einen Steg (40) besitzt, der mit Nuten (38-39)
versehen ist, die mit Kupplungsteilen (24) zusammenwirken, die
an dem verschwenkbaren Hebel (15) befestigt sind, daß der Steg
an seinen beiden Enden in der Bewegungsebene (II-II) des be
weglichen Elements bzw. in einer parallelen Ebene (41) geführt
ist, in der die Kupplungsteile gelegen sind, daß diese Kupp
lungsteile zur Schwenkachse (120) des Hebels (15) parallel
und zur Bewegung senkrecht sind, daß die Nuten so angeordnet
sind, daß sie eine Relativbewegung der Kupplungsteile senk
recht zur Führungsebene (41-42) zulassen, und daß sich der
Steg an der parallelen Ebene (41) über Kugeln (61) abstützt.
3. Sicherungsautomat nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das elektromagnetische Betätigungsorgan einen Elektro
magnet besitzt, der ein feststehendes Joch (20), eine Spule
(21) und einen Anker (22) aufweist, der das bewegliche Ele
ment bildet, und daß die beiden Schenkel (34-35) des Schie
bers den Anker umgreifen und mit ihm über Schrauben (36-37)
gekuppelt sind, die Drehachsen bilden.
4. Sicherungsautomat nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß das elektromagnetische Betätigungsorgan einen
Elektromagnet besitzt, der ein Joch (20) und einen Kern (48)
besitzt, der verschiebbar in einer ihrerseits an dem Joch be
festigten Buchse (50) montiert ist, und daß der Boden (54)
der Buchse mit mindestens einer Öffnung (55) zum Austreten
der zwischen dem Boden und dem Kern eingeschlossenen Luft
versehen ist.
5. Sicherungsautomat nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch einen
elastischen Ring (56), der koaxial zu dem Kern in einer Aus
sparung (57) angeordnet ist, die an dem dem Boden gegenüber
liegenden Ende (58) des Kerns vorgesehen ist.
6. Sicherungsautomat nach Anspruch 2, bei dem das elektromag
netische Betätigungsorgan außerdem einen elektronischen Strom
kreis (21) besitzt, der bei Auftreten des Steuersignals einen
Haltestrom und einen Anzugsstrom erzeugen kann und in einem
Zusatzgehäuse angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß das
Zusatzgehäuse (30) eine Führungsfläche (42) für die in der
Bewegungsebene (II-II) gelegene Fläche des Stegs (40) bil
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