DE4317862A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen von metallischen Werkstücken - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen von metallischen WerkstückenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Behandeln von Werk
stücken mit einer Flüssigkeit, insbesondere zum Reinigen von
metallischen Werkstücken für eine dem Reinigen nachfolgende
Wärmebehandlung.
Die Erfindung betrifft ferner eine Vorrichtung zum Behandeln
von Werkstücken mit einer Flüssigkeit, insbesondere zum Reinigen
von metallischen Werkstücken für eine dem Reinigen nachfolgende
Wärmebehandlung, mit einer Einrichtung zum Erzeugen eines
Unterdruckes in einem Waschtank und mit einer Leitungsverbindung
zwischen dem Waschtank und einem die Flüssigkeit enthaltenden
Tank.
Ein Verfahren und eine Vorrichtung der vorstehend genannten
Art sind aus der DE-PS 41 38 400 bekannt.
Bei dem bekannten Verfahren und der bekannten Vorrichtung werden
metallische Werkstücke in einem Waschtank gereinigt. Hierzu
wird der Waschtank mittels einer Schwalldusche befüllt, die
unterhalb des Deckels des Waschtanks angeordnet ist. Aus der
Schwalldusche tritt ein druckloser Schwall von Waschflüssigkeit
aus und überspült die darunter angeordneten Werkstücke. Dies
geschieht so lange, bis ein gewünschter Füllstand der Flüssigkeit
im Waschtank erreicht ist.
Während einem der nachfolgenden Reinigungsschritte wird der
im Waschtank oberhalb der Flüssigkeit verbliebene Luftraum
evakuiert, und zwar bis zu einem Unterdruck, der unterhalb des
Sättigungsdampfdrucks der Flüssigkeit liegt. Auf diese Weise
kann man erreichen, daß das Tauchbad bei einer Temperatur
deutlich unterhalb 100°C zum Sieden kommt und die Werkstücke
durch aufsteigende Dampfblasen behandelt werden.
Bei der bekannten Vorrichtung ist zu all dem ein gewisser
apparativer Aufwand erforderlich, um den Waschtank zu befüllen
und danach die diversen Reinigungsschritte abzuarbeiten.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren
und eine Vorrichtung der eingangs genannten Art dahingehend
weiterzubilden, daß eine apparative Vereinfachung und damit
eine Kostensenkung möglich ist.
Gemäß dem eingangs genannten Verfahren wird diese Aufgabe
erfindungsgemäß mit den folgenden Verfahrensschritten gelöst:
- a) Einfahren der Werkstücke in einen Waschtank;
- b) luftdichtes Verschließen des Waschtanks; und
- c) Erzeugen eines Unterdruckes im Waschtank und Herstellen einer direkten Leitungsverbindung zu einem die Flüssigkeit enthaltenden Tank, wobei der Unterdruck so eingestellt ist, daß die Flüssigkeit in den Waschtank eingesaugt wird.
Die obengenannte Aufgabe wird ferner bei einer Vorrichtung der
eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß die Leitungsverbindung
den Waschtank direkt mit dem Tank verbindet, derart, daß bei
anliegendem Unterdruck im Waschtank und offener Leitungs
verbindung die Flüssigkeit aus dem Tank in den Waschtank
eingesaugt wird.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird auf diese Weise
vollkommen gelöst.
Die Erfindung macht sich nämlich in eleganter Weise die Tatsache
zunutze, daß mittels einer Vakuumpumpe ohnehin ein beträchtlicher
Unterdruck im Waschtank erzeugt werden kann. Dann kann jedoch
bei evakuiertem, unbefülltem Waschtank dieser Unterdruck auch
dazu verwendet werden, um die Behandlungsflüssigkeit in den
Waschtank einzusaugen. Man spart daher bei einem solchen Vorgehen
eine separate Pumpe zum Befüllen des Waschtanks, weil die
Vakuumpumpe in der beschriebenen Weise nicht nur zum Herbeiführen
eines Siedens der Behandlungsflüssigkeit deutlich unterhalb
100°C, sondern darüber hinaus auch zum Befüllen des Waschtanks
eingesetzt wird.
Es liegt auf der Hand, daß dadurch der apparative Aufwand
deutlich vermindert wird. Die Technik des "Unterdruck-Kochens"
kann auf diese Weise auch bei Vorrichtungen mit deutlich
niedrigeren Gestehungskosten eingesetzt werden, und das erfin
dungsgemäße Verfahren ist somit auf wesentlich breiterer Basis
einsetzbar.
Da es bei der Reinigung von metallischen Werkstücken an sich
ebenfalls bekannt ist, auch zum abschließenden Trocknen der
Werkstücke ein Unterdruckverfahren einzusetzen, indem die noch
feuchten, jedoch warmen Werkstücke einer Unterdruck-Atmosphäre
ausgesetzt werden, kann somit insgesamt die erforderliche
Vakuumpumpe für insgesamt drei Funktionen eingesetzt werden,
nämlich das Einsaugen der Behandlungsflüssigkeit, das Erzeugen
des Unterdrucks für ein Sieden unterhalb 100°C und schließlich
auch für das Unterdruck-Trocknen.
Bei einer bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen
Verfahrens wird die Flüssigkeit über einen Anschluß im Bereich
eines Bodens des Waschtanks eingesaugt. Bei der erfindungsgemäßen
Vorrichtung mündet hierzu die Leitungsverbindung im Waschtank
an dessen Boden ein.
Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß eine weitere Kosteneinsparung
möglich wird, weil eine gesonderte Dusche zum Einfüllen der
Behandlungsflüssigkeit nicht mehr erforderlich ist. Vielmehr
wird der ohnehin vorhandene Abfluß des Waschtanks zugleich als
Zufluß eingesetzt, indem Schieber oder sonstige Ventilanordnungen
mit den erforderlichen Leitungen entsprechend geschaltet werden.
Der Verzicht auf eine separate Dusche ist bei manchen Anwendungen
möglich, bei denen eine anfängliche Reinigung der Werkstücke
mittels eines drucklosen Schwalls oder auch mittels Hochdruck-
Spritzen nicht erforderlich ist.
Bei einer anderen Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens
wird die Flüssigkeit über eine Schwalldusche eingesaugt, die
oberhalb der Werkstücke im Waschtank angeordnet ist. Bei der
erfindungsgemäßen Vorrichtung mündet hierzu die Leitungs
verbindung im Waschtank in einer Schwalldusche ein, die oberhalb
der Werkstücke angeordnet ist.
Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß für zahlreiche Anwendungs
fälle eine Vor-Reinigung der Werkstücke mit einer Schwalldusche
vorgenommen werden kann, wie dies an sich aus der bereits
eingangs erwähnten DE-PS 41 38 400 bekannt ist.
Bei einer weiteren Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens
wird zum Erzeugen des Unterdruckes Luft aus dem Waschtank
abgesaugt und über eine Kondensationseinrichtung geführt. Bei
der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist zu diesem Zweck eine
Vakuumleitung an den Waschtank angeschlossen, die über eine
Kondensiereinrichtung mit einer Vakuumpumpe verbunden ist.
Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß eine Rückgewinnung von
Behandlungsflüssigkeit möglich ist, die in dampfförmigem Zustand
in der abgesaugten Luft enthalten ist.
Man kann daher bei einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen
Verfahrens das Kondensat in der Kondensiereinrichtung aus der
abgesaugten Luft abscheiden und dann dem Tank zuführen. Hierzu
ist bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung ein Kondensat-Sammel
behälter der Kondensiereinrichtung mit dem Tank verbindbar.
Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß die Behandlungsflüssigkeit
in einem geschlossenen Kreislauf erhalten bleibt und nicht durch
ständige Entnahme von Dampf eindickt.
Bei einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens wird der Tank beim Einsaugen der Flüssigkeit aus
dem Tank in den Waschtank mit der aus der Kondensiereinrichtung
austretenden Luft belüftet. Hierzu ist bei der erfindungsgemäßen
Vorrichtung eine Belüftungsleitung des Tanks mit dem Ausgang
der Vakuumpumpe verbunden.
Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß die Luft oberhalb der
Flüssigkeit in dem Tank stets feucht gehalten wird, und zwar
mittels Dampf der Flüssigkeit selbst, so daß auch in dem Tank
keine übermäßige Verdunstung der Flüssigkeit eintreten kann.
Weitere Vorteile ergeben sich aus der Beschreibung und der
beigefügten Zeichnung.
Es versteht sich, daß die vorstehend genannten und die nach
stehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils
angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen
oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der
vorliegenden Erfindung zu verlassen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung
dargestellt und wird in der nachfolgenden Beschreibung näher
erläutert.
Die einzige Figur zeigt ein äußerst schematisiertes Block
schaltbild einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung, wie sie auch zur Erläuterung des erfindungsgemäßen
Verfahrens verwendet werden kann.
In der Figur bezeichnet 10 insgesamt eine Einrichtung zum
Reinigen von metallischen Werkstücken. Es darf jedoch an dieser
Stelle bemerkt werden, daß die erfindungsgemäße Einrichtung
nicht auf den Einsatzfall der Reinigung metallischer Werkstücke
beschränkt ist. Die Erfindung kann vielmehr auch bei zahlreichen
anderen Einsatzfällen eingesetzt werden, bei denen es darum
geht, Werkstücke mit einer Flüssigkeit zu behandeln.
Weitere Einzelheiten hierzu finden sich in der bereits erwähnten
DE-PS 41 38 400, deren Offenbarungsgehalt durch diese Bezugnahme
auch zum Offenbarungsgehalt der vorliegenden Anmeldung gemacht
wird.
Die Einrichtung 10 umfaßt einen Waschtank 11, der im dargestell
ten Ausführungsbeispiel von horizontaler Bauart ist.
Im Waschtank 11 befindet sich ein Halter 12 für Werkstücke 13.
Eine Tür 14 ist bei der horizontalen Bauweise des Waschtanks
11 an der Seite angeordnet, so daß die Werkstücke 13 durch die
Tür 14 geladen und entladen werden können, wie mit einem
Doppelpfeil 15 angedeutet.
Ein Boden 16 des Waschtanks 11 ist leicht geneigt ausgebildet
und geht an seiner tiefsten Stelle in einen schematisch ange
deuteten Trog 17 über, um die Entleerung des Waschtanks 11 zu
erleichtern.
Am Boden des Waschtanks 11 befindet sich ein Hohlkörper 20,
der über eine Druckleitung 21 und ein Ventil 22 mit einem Gebläse
23 verbunden ist. Der Hohlkörper 20 ist mit zahlreichen kleinen
Bohrungen versehen. Wenn das Gebläse 23 in Betrieb gesetzt wird,
treten Luftblasen aus dem Hohlkörper 20 aus, wie mit Pfeilen
24 angedeutet. Die Luftblasen steigen im Waschtank 11 nach oben
und umspülen die Werkstücke 13. Dabei werden daran anhaftende
Schmutzpartikel und dergleichen von den Luftblasen mitgenommen.
Das Einblasen von Luft ist an sich bekannt und wird in der
Fachwelt mit dem Begriff "Flotation" bezeichnet.
Über einen Anschluß 27 im Trog 17 ist eine Leitung 28 an den
Waschtank 11 angeschlossen. In die Leitung 28 ist ein Ventil
29 eingeschaltet.
Im oberen Teil des Waschtanks 11 befindet sich eine Schwalldusche
30, die an eine Leitung 31 angeschlossen ist. In die Leitung
31 ist ein Ventil 32 geschaltet. Die Leitungen 28 und 31 treffen
sich in einer gemeinsamen Leitung 33. Bei Betrieb der Schwall
dusche 30 tritt aus dieser ein druckloser Flüssigkeitsschwall
aus, wie in der Figur mit Pfeilen 34 angedeutet.
Die gemeinsame Leitung 33 ist bis in die Nähe eines Bodens 39
eines Tanks 40 geführt, in dem sich eine Behandlungsflüssigkeit
41 befindet.
Im Waschtank 11 ist ferner in mittlerer Höhe noch ein Überlauf
45 vorgesehen, der an eine Leitung 46 angeschlossen ist. In
die Leitung 46 ist ein Ventil 47 eingeschaltet. Die Leitung
46 führt ebenfalls zum Tank 40.
Der Waschtank 11 ist an seiner Oberseite in Form einer Haube
50 ausgebildet. In die Haube 50 mündet eine Leitung 51. Die
Leitung 51 ist mit einer Kondensiereinrichtung 52 verbunden,
und zwar mit einem Kondensator 53, der seinerseits an einen
Sammelbehälter 54 für das Kondensat angeschlossen ist.
Vom Sammelbehälter 54 führt eine Leitung 58 über ein Ventil
59 ebenfalls zum Tank 40. Vom Kondensator 53 führt eine Leitung
63 zu einem Verzweigungspunkt, von dem eine Leitung 64 zu einem
Saugeingang einer Vakuumpumpe 65 geschaltet ist. Der Druckausgang
der Vakuumpumpe 65 ist über eine Leitung 66 an eine Leitung
67 angeschlossen. Die Leitung 67 führt einerseits über ein
Rückschlagventil 68 und eine Leitung 69 zum Tank 40 und anderer
seits zu einem Auspuff 73.
Die Wirkungsweise der Einrichtung 10 ist wie folgt:
Zum Einleiten eines Waschvorganges wird zunächst der Waschtank
11 über die Tür 14 mit Werkstücken 13 beladen. Die Tür 14 wird
anschließend druckdicht verschlossen.
Mittels einer nicht dargestellten elektronischen Steuerung werden
nun die fernsteuerbaren Ventile betätigt, die üblicherweise
als Magnetventile ausgebildet sind.
Zum Befüllen des Waschtanks 11 werden die Ventile 22, 47, 59
und 71 geschlossen und Ventil 29 geöffnet. Alternativ oder
zusätzlich zu dem Ventil 29 kann auch das in der strichpunktiert
eingetragenen Leitung 31 angeordnete Ventil 32 geöffnet werden.
Wird nun die Vakuumpumpe 65 eingeschaltet, so saugt sie Luft
aus dem Innenraum des Waschtanks 11 an. Dies geschieht über
die Leitung 51, den Kondensator 53 und die Leitungen 63 und
64. Soweit sich in der angesaugten Luft noch Flüssigkeitsreste
in dampfförmigem Zustand befinden, werden diese im Kondensator
53 abgeschieden und in den Sammelbehälter 54 überführt. Nach
Ende des Befüllungsvorganges bzw. nach dem Unterdruck-Kochen
und erfolgtem atmosphärischem Druckausgleich wird das Kondensat
über die Leitung 58 und das Ventil 59 in den Tank 40 zurückge
führt werden.
Die Ausgangsluft der Vakuumpumpe 65 gelangt über die Leitungen
66 und 67 zum Auspuff 73. Am Einmündungspunkt der Leitung 66
in die Leitung 67 und damit am Eingang des Rückschlagventils
68 steht somit gesättigte Luft an.
Infolge des Unterdrucks, der sich im Waschtank 11 ausbildet,
wird nun bei geöffnetem Ventil 29 Flüssigkeit 41 aus dem Tank
40 abgesaugt. Die Flüssigkeit fließt durch die Leitung 33, die
Leitung 28 und das Ventil 29 zum Anschluß 27 und strömt dort
im Bereich des Troges 17 in den Waschtank 11 ein. Bei andauernd
anliegendem Unterdruck im Waschtank 11 wird immer mehr Flüssig
keit 41 in den Waschtank 11 eingesaugt, bis sich ein vorbestimm
tes Flüssigkeitsniveau einstellt.
Infolge der Absaugung von Flüssigkeit 41 aus dem Tank 40 ist
es erforderlich, diesen zu belüften. Dies geschieht über die
Leitung 69 und das Rückschlagventil 68. Da am Eingang des
Rückschlagventils 68 gesättigte Luft anliegt, wird der Tank
40 somit durch gesättigte Luft belüftet, und es kann nicht zu
unkontrollierter Verdampfung im Tank 40 kommen.
Sobald der gewünschte Füllstand im Waschtank 11 erreicht ist,
wird über einen (nicht dargestellten) Sensor der Befüllungs
vorgang abgebrochen, indem die Vakuumpumpe 65 ausgeschaltet
und gleichzeitig das Ventil 29 versperrt wird.
Es versteht sich dabei, daß der Befüllungsvorgang alternativ
oder zusätzlich auch über das Ventil 32, die Leitung 31 und
die Schwalldusche 30 vorgenommen werden kann. Dann wird die
Flüssigkeit 41 in den Waschtank 11 über die Schwalldusche 30
eingesaugt, wobei die Flüssigkeit 41 aus der Schwalldusche 30
in Form eines drucklosen Schwalls (Pfeile 34) austritt und die
Werkstücke 13 beim Befüllen des Waschtanks 11 überspült.
Bevorzugt ist, den Waschtank 11 bis zu einem Niveau oberhalb
des Überlaufes 45 zu befüllen.
In einem nächsten Schritt der Flotation werden nun die Ventile
29, 32 und 47 geschlossen und die Ventile 22, 59 und 71 geöffnet.
Bei ausgeschalteter Vakuumpumpe 65 wird nun das Gebläse 23
eingeschaltet.
Das Gebläse 23 erzeugt einen Gasdruck im Hohlkörper 20, so daß
Luftblasen von unten im Waschtank 11 in der Flüssigkeit 41
aufsteigen und die Werkstücke 13 umspülen. Die in den Waschtank
11 eingeblasene Luft wird in diesem Fall über die Leitung 51
abgeführt. Von der Leitung 51 gelangt die Luft über den Konden
sator 53, die Leitung 63, die Leitung 70 und das geöffnete Ventil
71 zum Auspuff 73. Auch in diesem Falle wird abgeschiedenes
Kondensat über den Sammelbehälter 54, die Leitung 58 und das
Ventil 59 zum Tank 40 zurückgefördert.
Durch die vorstehend beschriebenen Maßnahmen haben sich Schmutz
partikel von den Werkstücken 13 gelöst. Hierzu gehören auch
Öle und Fette, die sich aufgrund ihres geringen spezifischen
Gewichtes an der Oberfläche der Flüssigkeit 41 ablagern.
Nach Beendigung der Flotation wird das Gebläse 23 abgeschaltet,
und es werden zunächst sämtliche Ventile geschlossen. Durch
Öffnen des Ventils 47 wird nun der Überlauf 45 aktiviert, so
daß der Flüssigkeitsspiegel im Waschtank 11 absinkt, bis er
auf die Höhe des Überlaufes 45 gelangt. Auf diese Weise können
die an der Oberfläche der Flüssigkeit 41 schwimmenden Fett- und
Ölbestandteile mittels des Überlaufes 45 abgeskimmt werden.
Für den Schritt des Unterdruck-Kochens wird der Flüssigkeits
spiegel zweckmäßigerweise kurz unterhalb des Überlaufes 45
eingestellt. Dies kann zum Beispiel durch kurzzeitiges Öffnen
des Ventils 29 bewirkt werden.
Es werden nun sämtliche Ventile geschlossen und die Vakuumpumpe
65 eingeschaltet. Die Vakuumpumpe 65 erzeugt im Luftraum oberhalb
der Flüssigkeit 41 im Waschtank 11 einen Unterdruck, der so
eingestellt wird, daß die Flüssigkeit 41 bereits bei einer
Temperatur von beispielsweise 70°C siedet. Dieses "Unterdruck-
Kochen" führt infolge der aufsteigenden Dampfblasen zu einer
Reinigung der Werkstücke 13. Auch bei diesem Verfahrensschritt
wird das Kondensat in der bereits mehrfach beschriebenen Weise
aus dem abgesaugten Dampf abgeschieden und nach Erreichen des
atmosphärischen Druckausgleiches in den Tank 40 zurückgefördert.
Um den Waschtank 11 schließlich zu entleeren, werden die Ventile
29 und 59 geöffnet und alle anderen Ventile geschlossen. Auf
diese Weise fließt die Flüssigkeit 41 aus dem Waschtank 11 über
den Anschluß 27, du Ventil 29 und die Leitungen 28 und 33 in
den Tank 40 zurück. Die im Tank 40 dabei verdrängte Luft wird
über das Ventil 59, die Leitung 58, die Kondensiereinrichtung
52 und die Leitung 51 in den Innenraum des Waschtanks 11
geleitet. Auf diese Weise entsteht ein vollkommener Ausgleich
an Flüssigkeit 41 und Luft zwischen Waschtank 11 und Tank 40.
Claims (12)
1. Verfahren zum Behandeln von Werkstücken (13) mit einer
Flüssigkeit (41), insbesondere zum Reinigen von metallischen
Werkstücken für eine dem Reinigen nachfolgende Wärme
behandlung, mit den Verfahrensschritten:
- a) Einfahren der Werkstücke (13) in einen Waschtank (11);
- b) luftdichtes Verschließen des Waschtanks (11) und
- c) Erzeugen eines Unterdruckes im Waschtank (11) und Herstellen einer direkten Lei tungsverbindung (27, 28, 29, 33; 30, 31, 32) zu einem die Flüssigkeit (41) enthal tenden Tank (40), wobei der Unterdruck so eingestellt ist, daß die Flüssigkeit (41) in den Waschtank (11) eingesaugt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Flüssigkeit (41) über einen Anschluß (27) im Bereich
eines Bodens (16) des Waschtanks (11) eingesaugt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Flüssigkeit (41) über eine Schwalldusche (31) eingesaugt
wird, die oberhalb der Werkstücke (13) im Waschtank (11)
angeordnet ist.
4. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis
3, dadurch gekennzeichnet, daß zum Erzeugen des Unterdruckes
Luft aus dem Waschtank (11) abgesaugt und über eine
Kondensiereinrichtung (52) geführt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
in der Kondensiereinrichtung (52) Kondensat aus der
abgesaugten Luft abgeschieden und das Kondensat dem Tank
(40) zugeführt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet,
daß der Tank (40) beim Einsaugen der Flüssigkeit (41) aus
dem Tank (40) in den Waschtank (11) mit der aus der
Kondensiereinrichtung (52) austretenden Luft belüftet wird.
7. Vorrichtung zum Behandeln von Werkstücken (13) mit einer
Flüssigkeit (41), insbesondere zum Reinigen von metallischen
Werkstücken für eine dem Reinigen nachfolgende Wärme
behandlung, mit einer Einrichtung zum Erzeugen eines
Unterdruckes in einem Waschtank (11) und mit einer Leitungs
verbindung (27, 28, 29, 33; 30, 31, 32) zwischen dem
Waschtank (11) und einem die Flüssigkeit (41) enthaltenden
Tank (40), dadurch gekennzeichnet, daß die Leitungs
verbindung (27, 28, 29, 33; 30, 31, 32) den Waschtank (11)
direkt mit dem Tank (40) verbindet, derart, daß bei
anliegendem Unterdruck im Waschtank (11) und offener
Leitungsverbindung (27, 28, 29, 33; 30, 31, 32) die
Flüssigkeit (41) aus dem Tank (40) in den Waschtank (11)
eingesaugt wird.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
die Leitungsverbindung (27, 28, 39, 33) im Waschtank (11)
an dessen Boden (16) einmündet.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
die Leitungsverbindung (30, 31, 32, 33) im Waschtank (11)
in einer Schwalldusche (30) einmündet, die oberhalb der
Werkstücke (13) angeordnet ist.
10. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 7 bis
9, dadurch gekennzeichnet, daß eine Vakuumleitung (51)
an den Waschtank (11) angeschlossen ist, die über eine
Kondensiereinrichtung (52) mit einer Vakuumpumpe (65)
verbunden ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß
ein Kondensat-Sammelbehälter (54) der Kondensierein
richtung (52) mit dem Tank (40) verbindbar ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekenn
zeichnet, daß eine Belüftungsleitung (69) des Tanks (40)
mit dem Ausgang der Vakuumpumpe (65) verbunden ist.
Priority Applications (8)
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|---|---|---|---|
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| AT94107093T ATE150804T1 (de) | 1993-05-28 | 1994-05-06 | Verfahren zum reinigen von metallischen werkstücken |
| EP94107093A EP0630992B1 (de) | 1993-05-28 | 1994-05-06 | Verfahren zum Reinigen von metallischen Werkstücken |
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