DE4308077A1 - Verkehrssystem - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verkehrssystem,
insbesondere zum Personentransport, mit Schienen
und auf diesen geführten, einen Eigenantrieb auf
weisenden Kabinen, deren Fahrtziel der Benutzer be
stimmt.
Insbesondere Innenstädte werden heutzutage durch
den Verkehr hauptsächlich der Personenwagen sehr
stark belastet. Ein Umsteigen auf den umweltfreund
licheren öffentlichen Personennahverkehr erscheint
den meisten Autofahrern aus Gründen des Zeitverlu
stes, mangelnder Bequemlichkeit, z. B. durch Über
füllung in den Hauptverkehrszeiten, sowie in den
späten Abendstunden wegen einer Gefährdung durch
alkoholisierte Personen und Kriminelle nicht at
traktiv.
Die bereits bekannte H-Bahn (Zeitschrift "Verkehr
und Technik" 1977, Heft 1, S. 27), die führerlos
verkehrende Kabinen verwendet und automatisch be
trieben wird, könnte eine Verbesserung des öffent
lichen Nahverkehrssystemes erzielen, hat jedoch den
Nachteil, daß ein Verkehr auf festgelegten Linien
erfolgt und daß bedarfsweise an jeder Haltestelle
angehalten wird, so daß der Benutzer wiederum von
einem Fahrplan abhängt. Weiterhin hält die Kabine
an der Haltestelle auf dem eigentlichen Fahrweg an,
so daß ein Überholen durch nicht anhaltende Kabinen
unmöglich ist. Außerdem weist die H-Bahn lediglich
eine Steuerung der Kabinen bezüglich ihrer Ge
schwindigkeit und ihrem Abstand zueinander auf, so
daß keine bedarfsgerechte, von der jeweiligen Fre
quentierung der Haltestellen oder der Fahrtstrecken
abhängige Strecken- und Geschwindigkeitssteuerung
der Kabinen erfolgt.
Hiervon ausgehend liegt der Erfindung das Problem
zugrunde, ein Verkehrssystem so zu gestalten, daß
ein bequemes, fahrplanunabhängiges Einsteigen in
eine Kabine an einer Haltestelle möglich ist und
daß die Fahrtstrecke und Geschwindigkeit so gesteu
ert ist, daß das individuell gewünschte Fahrtziel
möglichst schnell erreicht wird.
Erfindungsgemäß wird das Problem dadurch gelöst,
daß die Kabinen an Haltestellen auf einer Neben
schiene bestiegen werden können, und daß eine zen
trale oder dezentrale Steuerung vorhanden ist,
durch die die Fahrtstrecke, das Einfädeln auf die
Hauptschiene und die Geschwindigkeit der Kabinen
bedarfsgerecht gesteuert und leere Kabinen situati
onsgerecht auf die Haltestellen verteilt werden.
Der Kerngedanke der Erfindung besteht darin, ein
Verkehrsmittel an den Haltestellen mit Nebenschie
nen und mit einer zentralen oder dezentralen Steue
rung zu versehen. Das Verkehrssystem verwendet
schienengeführte, einen Eigenantrieb aufweisende
Kleinkabinen, die einen einzelnen oder eine Klein
gruppe von Benutzern durchgängig an ein gewünschtes
Ziel transportieren. Dazu begibt sich der Benutzer
zu dem von ihm gewünschten Abfahrtszeitpunkt an die
nächstgelegene Haltestelle, besteigt eine sich auf
einer Nebenschiene befindliche, leere Kabine und
gibt sein Fahrtziel ein. Die Aufgabe der erfin
dungsgemäßen Steuerung besteht darin, die Kabine in
möglichst geringer Zeit an das gewünschte Ziel zu
transportieren. Dazu ist diese Steuerung mit Infor
mationen über die Position und die Ziele sämtlicher
Kabinen des Verkehrssystems versorgt. Sollten ver
schiedene Strecken zum Ziel bestehen, wählt die
Steuerung die schnellste Strecke, welche nicht un
bedingt die kürzeste sein muß, aus. Die Steuerung
besitzt dazu Informationen über den gesamten Strec
kenplan. Neben dem Fahrtweg wird durch die Steue
rung zusätzlich die Geschwindigkeit der Kabinen be
einflußt, um insbesondere eine zweckmäßige Ge
schwindigkeit bei Kurvenfahrten zu erreichen oder
ein Einfädeln an Haltestellen auf einer Neben
schiene wartender Kabinen zu ermöglichen. Nach dem
Erreichen des Fahrtzieles und dem Aussteigen der
Benutzer kann die Kabine an der jeweiligen Halte
stelle verbleiben oder durch eine zentrale Steue
rung an eine andere Haltestelle weitergegeben wer
den. Diese Haltestelle muß nicht unbedingt eine zur
Zeit kabinenlose sein, an der ein Benutzer wartet,
sondern kann auch eine erwartungsgemäß stark fre
quentierte Haltestelle, z. B. eine Schule kurz vor
Schulschluß, ein Kino kurz vor Vorstellungsende
oder ein Bahnhof kurz vor der Ankunft eines Fern
zuges sein. Die Steuerung ist dazu mit Informatio
nen über den Zeitpunkt und die voraussichtliche Be
nutzeranzahl ausgestattet. Diese Information kann
die Steuerung beispielsweise in der Art eines Ex
pertensystems im Laufe einer längeren Benutzungs
zeit erlernen. Die Steuerung muß nicht in einem
Zentralrechner vereinigt sein, sie kann auch auf
Rechner an Haltestellen, in den einzelnen Kabinen
und einen Zentralrechner verteilt sein. Diese Ver
teilung bietet den Vorteil einer Reduktion der
durch den Zentralrechner zu verarbeitenden Daten
mengen und eine einfachere Programmierung. Da sich
die Haltestellen an Nebenschienen befinden, ist ein
Ein- und Aussteigen ohne Beeinflussung des vor
beifließenden Verkehrs möglich, so daß insbesondere
älteren oder behinderten Benutzern ein genügend
großer Zeitraum zum Ein- und Aussteigen zur Verfü
gung steht. Die Anordnung der Haltestelle an einer
Nebenschiene ermöglicht weiterhin das Bereithalten
eines Vorrats an Kabinen.
Die Vorteile der Erfindung bestehen insbesondere
darin, daß ein individueller, von einem Fahrplan
unabhängiger Verkehr bedarfsgerecht und schnell
durchgeführt wird. Der Straßenverkehr ist entlastet
und der Eigenplatzbedarf des Verkehrssystems und
damit der Landschaftsverbrauch und die Beeinträch
tigung des Aussehens der Landschaft sind sehr ge
ring. Die Verkehrssicherheit ist durch Ausschließen
anderer Verkehrsteilnehmer von den Verkehrswegen
und durch die automatische Steuerung sehr hoch. Au
ßerdem ist das Verkehrssystem witterungsunabhangig,
da es weder von der Sicht noch von der Fahr
bahnbeschaffenheit abhängig ist. Durch die geringe
Masse der Kabinen ist der zum Beschleunigen notwen
dige Energiebedarf geringer als beispielsweise bei
PKW. Ebenso finden durch die Steuerung Beschleuni
gungs- und Bremsvorgänge vergleichsweise selten
statt, was den Energiebedarf weiter reduziert. Wei
terhin ist dieses individuelle Verkehrsmittel je
derzeit verfügbar und ermöglicht einen direkten Weg
zum Ziel ohne Umsteigen, auch für Personen, die
kein Auto fahren können, wie Behinderte, ältere
Menschen und Jugendliche. Durch einen geringen Ab
stand der Kabinen läßt sich eine hohe Verkehrs
dichte erreichen. Da an den Haltestellen Kabinen in
genügender Zahl bereitstehen und die Linienführung
kein Umsteigen erfordert, ist jegliche Wartezeit
vermieden oder nur sehr gering. Da die Kabinen so
dimensioniert sind, daß nur jeweils ein Benutzer
oder eine kleine, in der Regel untereinander be
kannte Benutzergruppe Platz findet, ist eine Belä
stigung durch alkoholisierte Personen oder Über
fälle ausgeschlossen, was die Akzeptanz des Ver
kehrssystems entscheidend verbessert. Schließlich
lassen sich nicht nur Personenkabinen, sondern auch
Transportkabinen für Waren einsetzen.
In der Ausgestaltung der Erfindung bestehen ver
schiedene Möglichkeiten. Eine für den Bedarf der
meisten Benutzer ausreichend große Kabine weist
eine Kapazität von max. vier Personen auf. Diese
Größe ermöglicht neben dem Transport von vier Be
nutzern auch eine Mitnahme von Behinderten im Roll
stuhl oder mehrerer Gegenstände. Außerdem gestatten
diese Kabinen eine leichte, materialsparende Kon
struktion und erfordern nur eine geringe Belastbar
keit des Schienensystems, das dadurch ebenfalls
leichter und preiswerter realisierbar ist.
Die für das Verkehrssystem erforderlichen Schienen
verlaufen nicht notwendigerweise so, daß sich die
Einzelkabinen in Erdbodenhöhe bewegen, sondern sind
in einer Weiterbildung in einer solchen Höhe ange
bracht, daß darunter ungehindert der Verkehr
vorbeigeführt werden kann, bzw. daß auch Gebäude
überbrückt werden. Diese Weiterbildung, die das
Verlegen und Montieren der Schiene wesentlich er
leichtert, da sie insbesondere in Innenstädten noch
leicht verfügbaren Raum ausnutzt, muß nicht über
den gesamten Streckenverlauf beibehalten werden, so
daß bei entsprechenden Gegebenheiten, wie z. B. in
Vororten oder zwischen Ortschaften ohne weiteres
ein Verlauf der Schiene in Bodennähe zumindest
streckenweise denkbar und möglich ist. Außerdem ist
gelegentlich sogar ein Verlauf der Schiene in einem
Tunnel angebracht. Die Vorteile der oberhalb der
Straßenverkehrsebene geführten Schienen liegen in
der Erhaltung des bisherigen Verkehrsraumes auf der
Straße und der demzufolge preisgünstigeren Reali
sierbarkeit.
Zur Montage der Schienen bietet sich eine Anbrin
gung an Stützpfeilern an, die in geeignetem Abstand
zu montieren sind und ein preiswertes, nach einem
Baukastensystem erfolgendes Schienenverlegen ermög
lichen. Da für einen Stützpfeiler jeweils nur ein
Fundament vorzusehen ist, und der Verkehr oberhalb
des Bodens stattfindet, ist der bedarf an Boden
sehr gering und der Raum unterhalb der Schiene kann
wie bisher sinnvoll genutzt werden.
Der Eigentrieb der Kleinkabinen erfolgt zweckmäßi
gerweise elektrisch, da eine Energiezufuhr durch
Stromabnehmer einfach möglich ist. Da ein Elektro
motor abgasfrei arbeitet, sind insbesondere die In
nenstädte weniger durch Luftverschmutzung belastet,
außerdem entfällt jegliches Auftanken der Kabinen
und die erforderlichen Wartungszyklen sind langfri
stig gestaltbar.
Die Stromzufuhr erfolgt zweckmäßigerweise in der
Nähe der Schiene, da die Schiene selbst in einer
größeren Höhe über dem Boden verläuft und somit die
Stromzufuhr nicht vom Boden oder der Kabine aus er
reichbar ist, so daß sich die Sicherheit des Ver
kehrssystems verbessert, da die Unfallgefahr durch
ein versehentliches Berühren der Stromzufuhr ent
fällt. Außerdem ist ein Abreißen und Herunterfallen
von Teilen der Stromzufuhr auszuschließen.
Ein in Schienenrichtung arbeitender, die Entfernung
einer voraus fahrenden Kabine messender Distanzmes
ser ist zweckmäßigerweise in den Kabinen angeord
net, um Unfälle zu vermeiden. Unterschreitet der
Abstand einen eingestellten Schwellenwert, wird
eine Bremsung ausgelöst. Der Distanzmesser kann je
doch nicht nur für eine Notbremsvorrichtung Ver
wendung finden, sondern auch im Zusammenwirken mit
der Steuerung die Geschwindigkeit der Kabine situa
tionsgerecht einstellen.
Die Haltestellen sind zweckmäßigerweise ebenerdig
angeordnet, so daß es überflüssig ist, das Be- und
Entsteigen auf einem Podest oder einer anzubringen
den Tribüne vorzunehmen. Dem Benutzer ist ein Trep
pensteigen oder ein Warten am Aufzug erspart. Die
ses erleichtert insbesondere Behinderten die Benut
zung des Verkehrssystems, außerdem entfällt die
Herstellung der Podeste bzw. Tribünen, was in einem
nicht unerheblichen Preisvorteil resultiert.
An größeren Haltestellen, beispielsweise an Bahnhö
fen, ist oftmals die Kapazität an Einzelkabinen
nicht ausreichend. In einer Ausgestaltung der Er
findung ist daher empfohlen, an diesen Haltestellen
eine Vorratsschiene für leere Kabinen anzuordnen
und diese bedarfsgerecht durch die Steuerung aufzu
füllen. Der Vorteil liegt in einer Reduzierung der
Wartezeit für Benutzer, da im Bedarfsfall die Kabi
nen nicht erst über längere Strecken herbeigeführt
werden müssen.
Zum Vermeiden unnötiger Wartezeiten bietet sich
eine kreuzungsfreie Streckenführung an. Dazu sind
an Kreuzungsstellen zweier Schienen diese zweckmä
ßigerweise übereinander hinwegzuführen. Neben der
Vermeidung der Wartezeit beim Vorbeifahrenlassen
einer kreuz enden Kabine ist die Sicherheit durch
das Vermeiden möglicher Zusammenstöße auch im Stö
rungsfall verbessert.
Vor Antritt der Fahrt benötigt das Verkehrssystem
eine Information über das Fahrtziel des Benutzers.
Für diese Fahrtzieleingabe bestehen verschiedene
Möglichkeiten. So kann eine Eingabe durch eine an
der Haltestelle durch Eintippen einer Kennzahl in
einen Schreiber magnetisierte Magnetkarte erfolgen.
Außerdem ist die Verwendung einer ebenfalls vorpro
grammierbaren Chip-Karte möglich, weiterhin ist
auch eine Eingabe direkt in der Einzelkabine vor
stellbar. Die Bezahlung erfolgt ebenfalls zweckmä
ßigerweise über bereits bekannte und gebräuchliche
Magnet- oder Chip-Karten, die im Vorverkauf erwor
ben und in der Kabine der Fahrtstrecke entsprechend
entwertet werden. Eine Bezahlung mit Bargeld er
scheint wegen der dann entstehenden Aufbruchgefahr
und des notwendigen Mitführens einer genügend
großen Anzahl von Münzen bzw. Scheinen nicht zweck
mäßig.
Zum Transport größerer Gruppen bietet sich eine
Blocksteuerung an, die eine gruppenweise Fahrt meh
rerer Kabinen erlaubt. Dadurch ist es auch einer
größeren Gruppe möglich, gemeinsam und gleichzeitig
ein Ziel zu erreichen.
Im Innenstadtbereich läßt sich die Akzeptanz des
Verkehrssystems durch einen geeigneten, kleinen
Haltestellenabstand verbessern. Aus Kostengründen
sollten die Haltestellen allerdings nicht zu eng
angeordnet werden, so daß ein Höchstabstand von 600
m empfohlen ist. Die maximale Entfernung zu einer
Haltestelle beträgt somit 300 m und ist innerhalb
weniger Minuten zu Fuß erreichbar. Im Außenbereich
der Städte ist oftmals nur ein größerer Haltestel
lenabstand wirtschaftlich vertretbar. In diesem Be
reich bietet sich eine Anordnung von Haltestellen
in der Nähe von Parkplätzen oder Fahrradabstell
plätzen besonders an, da für die Benutzer ihre Woh
nung von der Haltestelle aus per PKW oder Fahrrad
schnell erreichbar ist und Parkplatzprobleme ent
fallen.
Die Einzelkabinen können in einer Realisation der
Erfindung Magnetschwebebahnkabinen sein. Ihr Nach
teil besteht jedoch in der Kostenintensität, wäh
rend ihr hohes Geschwindigkeitspotential bei den
kleinen innerstädtisch zurückzulegenden Entfernun
gen nicht ausnutzbar ist.
In einer bevorzugten Alternative handelt es sich um
eine Hängebahn (H-Bahn). Die Kabinen dieser Bahn
sind an (aus Gründen der Biegesteifigkeit und zum
Schutz gegen äußere Einwirkungen als geschlitzter
Kastenträger ausgebildeten) Schienen aufgehängt. In
diesem Fall ist die Antriebseinheit in der Schiene
geschützt angebracht und daher weniger von Korro
sion betroffen und länger einsatzfähig. Innerhalb
des geschlitzten Kastenträgers befindet sich auch
die Stromzufuhr. Durch die Biegesteifigkeit des Ka
stenträgers ist ein großer Abstand zwischen den die
Schiene tragenden Stützpfeilern möglich.
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Er
findung lassen sich dem nachfolgenden Beschrei
bungsteil entnehmen, in dem anhand der Zeichnung
ein Ausführungsbeispiel der Erfindung näher erläu
tert wird.
Sie zeigt in schematischer Darstellung eine Halte
stelle eines erfindungsgemäßen Verkehrssystems.
Die Hauptschiene (3) ist an Stützpfeilern (4) mon
tiert und verläuft oberhalb der Straßenverkehrs
ebene. Die einen Einzelantrieb aufweisenden Kabinen
(1) sind unterhalb der Schiene (3) angeordnet, ihre
Kapazität beträgt maximal vier Personen. An der
gewünschten Haltestelle weicht die Kabine (1) von
der Hauptschiene (3) auf eine niedriger angeordnete
Nebenschiene (2) aus. Die Nebenschiene (2) ist hö
henmäßig derart angeordnet, daß ein ebenerdiges
Ein- und Aussteigen aus der Kabine (1′) möglich
ist. Durch die Steuerung des Verkehrssystems befin
den sich an den Haltestellen eine genügende Anzahl
leerer Kabinen (1), die einen sofortigen Fahrtan
tritt ermöglichen. Die Nebenschiene (2) ist über
eine Weiche mit der Hauptschiene (3) verbunden, so
daß, falls nicht an der jeweiligen Haltestelle an
gehalten werden soll, die Kabine (1′) an der Hal
testelle ohne Anhalten vorbeifahren kann. Die An
bringung der Schienen an Trägern (4) gewährleistet
einen nur geringen Bedarf an Grundfläche, da, abge
sehen von den Stützpfeilern (4) und den Halte
stellenbereichen, der Boden weiterhin wie bisher z. B.
für den Individualverkehr nutzbar ist. Die
Schienen (2, 3) sind zur Erhöhung der Stabilität
als Kastenträger geformt und enthalten in ihrem In
neren die Stromzufuhr für den Eigenantrieb der Ka
binen (1). Der Elektroantrieb reduziert insbeson
dere in Innenstädten die Abgasemissionen beträcht
lich. Durch die gegenüber einem PKW beträchtlich
geringere Masse der Kabinen (1) und das durch die
Steuerung bedingte Vermeiden unnötiger Brems- und
Beschleunigungsvorgänge wird ebenfalls eine be
trächtliche Menge an Energie und damit an Abgasen
eingespart. Durch die automatische Steuerung ist
das Verkehrssystem witterungsunabhängig und unfall
sicher. Die nähere Ausgestaltung der für die Ne
bengleise (2) erforderlichen Weichen ist in der
Zeichnung nicht erkennbar.
Claims (15)
1. Verkehrssystem, insbesondere zum Personentrans
port, mit Schienen und auf diesen geführten, einen
Eigenantrieb aufweisenden Kabinen, deren Fahrtziel
der Benutzer bestimmt, dadurch gekennzeichnet, daß
die Kabinen (1) an Haltestellen auf einer Neben
schiene (2) bestiegen werden können, und daß eine
zentrale oder dezentrale Steuerung vorhanden ist,
durch die die Fahrtstrecke, das Einfädeln auf die
Hauptschiene (3) und die Geschwindigkeit der Kabi
nen (1) bedarfsgerecht gesteuert und leere Kabinen
(1) situationsgerecht auf die Haltestellen verteilt
werden.
2. Verkehrssystem nach Anspruch 1, gekennzeichnet
durch eine Kabinenkapazität von maximal vier Perso
nen.
3. Verkehrssystem nach Anspruch 1 oder 2, gekenn
zeichnet durch teilweise oberhalb der Straßenver
kehrsebene geführte Schienen (3).
4. Verkehrssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
gekennzeichnet durch an Stützpfeilern (4) montierte
Schienen (3).
5. Verkehrssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
gekennzeichnet durch einen Elektroantrieb der Kabi
nen (1).
6. Verkehrssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
gekennzeichnet durch eine in Nähe der Schienen (3)
angeordnete Stromzufuhr.
7. Verkehrssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
gekennzeichnet durch einen in Schienenrichtung ar
beitenden Distanzmesser in den Kabinen (1).
8. Verkehrssystem nach einem der Anspruche 1 bis 7,
gekennzeichnet durch ebenerdige Haltestellen.
9. Verkehrssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
gekennzeichnet durch eine Vorratsschiene für leere
Kabinen (1) an Haltestellen.
10. Verkehrssystem nach einem der Ansprüche 1 bis
9, gekennzeichnet durch eine kreuzungsfreie Strecken
führung.
11. Verkehrssystem nach einem der Ansprüche 1 bis
10, gekennzeichnet durch eine Fahrtzielprogrammie
rung und/oder Bezahlung mit Magnet- und/oder Chip-
Karten durch den Benutzer.
12. Verkehrssystem nach einem der Ansprüche 1 bis
11, gekennzeichnet durch eine eine gruppenweise
Fahrt mehrerer Kabinen (1) erlaubende Steuerung.
13. Verkehrssystem nach einem der Ansprüche 1 bis
12, gekennzeichnet durch einen maximalen Haltestel
lenabstand von 600 m im Innenstadtbereich.
14. Verkehrssystem nach einem der Ansprüche 1 bis
13, gekennzeichnet durch Magnetschwebebahn-Kabinen
(1).
15. Verkehrssystem nach einem der Ansprüche 1 bis
13, gekennzeichnet durch Hängebahn-Kabinen (1).
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934308077 DE4308077A1 (de) | 1993-03-13 | 1993-03-13 | Verkehrssystem |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19934308077 DE4308077A1 (de) | 1993-03-13 | 1993-03-13 | Verkehrssystem |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4308077A1 true DE4308077A1 (de) | 1994-09-15 |
Family
ID=6482756
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Country Status (1)
| Country | Link |
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