DE4305242A1 - Elektrische Quarzweckeruhr - Google Patents
Elektrische QuarzweckeruhrInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine elektrische Quarzweckeruhr mit
einem Quarz als zeithaltendem Element, einer diesem nachge
ordneten Frequenzteiler- und Impulsgeberschaltung, welche
einen elektrischen Schrittmotor beaufschlagt, sowie mit einer
elektronischen Wecksignalsteuerschaltung mit Wecksignalgeber,
welche alle von einer gemeinsamen Stromquelle gespeist werden.
Es ist Zweck der Erfindung, den Einsatz und die Verwendung
von derartigen Quarzweckeruhren zu begünstigen bzw. zu ver
einfachen.
Für die Zeitanzeige und die Wecksignalgabe sind Quarzwecker
der einleitend zitierten Art allgemein bekannt. Als gemein
same Speisestromquelle findet hierbei eine handelsübliche
galvanische Trockenzelle Verwendung, welche in der Regel
einen Betrieb des Quarzweckers über einen Zeitraum von ca.
12 Monaten oder länger ermöglicht. Hierbei gelangen neuer
dings hauptsächlich Mangan-Alkali-Trockenzellen zur Anwen
dung, da diese neben einem vergleichsweise niedrigen Innen
widerstand, der einen konstanten Betrieb ermöglicht, pro Ein
heit des Zellenvolumens besonders viel elektrische Energie
abgeben können.
Neben den Kosten der etwa jährlichen Wiederbeschaffung der
Trockenzelle stellt deren Entsorgung nach dem Verbrauch ein
nicht unwesentliches ökologisches Problem dar.
Es wurden verschiedentlich Vorschläge veröffentlicht, die
galvanische Trockenzelle durch eine wiederaufladbare Zelle zu
ersetzen, welche nach dem Entladevorgang eine Wiederaufladung
mit einem geeigneten Ladegerät erfahren und so eine mehrma
lige Verwendung in einem Quarzwecker finden kann.
Diese wiederaufladbaren Zellen basieren in der Regel auf dem
alkalischen Prinzip mit Kalilauge als Elektrolyten und Elek
troden aus den Werkstoffen Nickel und Kadmium. Durch entspre
chende Behandlung dieser Werkstoffe und entsprechende struk
turelle Ausgestaltung der Elektroden sowie durch weitere Maß
nahmen erhält man wiederaufladbare Zellen hoher Qualität und
Lebensdauer.
Diese Vorschläge haben jedoch den Nachteil, daß während der
Aufladezeit die Quarzuhr ohne Stromquelle ist und somit ent
weder eine Betriebsunterbrechung in Kauf genommen oder aber
übergangsweise eine zweite wiederaufladbare Zelle oder
Trockenbatterie bereitgehalten werden muß. Ferner ist noch
auf den Nachteil hinzuweisen, daß die bisher bekannten wie
deraufladbaren Zellen, verglichen mit den Mangan-Alkali-
Trockenzellen, nur etwa ein Drittel der Kapazität an elektri
scher Energie pro Volumeneinheit aufweisen. Der Wechsel der
wiederaufladbaren Zellen bzw. deren Wiederaufladung müßte
somit in kürzeren Abständen erfolgen als der Austausch der
galvanischen Trockenbatterie. Vorteilhaft bei der wiederauf
ladbaren Zelle sind hingegen deren geringer Innenwiderstand
und die vergleichsweise konstante Spannung, die eine genauere
Zeithaltung der elektrischen Quarzweckeruhr ermöglichen.
Es sind ferner netzgespeiste Wecker in Form sogenannter Syn
chronuhren bekannt. Bei diesen Weckern wird vom Wechselstrom
netz ein kleiner, meist selbstanlaufender Synchronmotor mit
einer durch Kupferbelastung hervorgerufenen Hilfsphase ge
speist. Hierbei wird durch die Ausgestaltung des Rotors und
des zugeordneten Magnetstatorsystems mit Spule erzielt, daß
der Rotor zwangsläufig der Netzfrequenz folgend seine Dreh
bewegungen vollzieht und somit eine genaue Zeitanzeige
sicherstellt, da die öffentlichen Stromversorgungsnetze im
allgemeinen frequenzgeregelt sind. Dieser kleine Synchron
motor übernimmt den Antrieb des Zeigerwerkes des netzgespei
sten Weckers über ein entsprechend ausgelegtes Untersetzungs
getriebe. Hierbei werden relativ hohe Drehzahlen des Rotors
erreicht, z. B. 375 U/min und höher. Solche Drehzahlen haben
zur Folge, daß nach längerer Betriebsdauer die Rotorlager
verschleißen und deshalb die Speisung mit der Netzfrequenz zu
lästigen Brummstörungen führen kann.
Unterschiede in der Belastung des öffentlichen Versorgungs
netzes können außerdem doch Abweichungen in der Netzfrequenz
vom Normwert zur Folge haben, welche zu Fehlern in der Zeit
anzeige von Synchronuhren führen. Die Genauigkeit von über
das öffentliche Netz gespeisten Synchronuhren kann so unter
derjenigen von Quarzuhren liegen. Durch die geforderten ge
ringen äußeren Abmessungen des Uhrwerkes der Synchronwecker
sind auch die Abmessungen des eigentlichen Synchronmotors und
damit des elektromagnetischen Stators begrenzt. Es kann somit
nur ein begrenzter Magneteisenanteil verwendet werden, der
übrige Anteil der induktiven Komponente des Scheinwiderstan
des der Magnetspule des Synchronmotors muß durch eine ent
sprechend hohe Windungszahl erreicht werden. Hierbei wurde
bereits bei einer Netzspannung von ca. 110-120 Volt bei der
Drahtstärke der Elektromagnetspule die unterste Grenze von
einigen wenigen hundertstel Millimetern erreicht. Dünnere
Drahtstärken, welche eine unmittelbare Verwendung der Spule
für 220 Volt ermöglichen würden, sind wirtschaftlich nicht
mehr verarbeitbar. Aus diesem Grunde wurde für eine Speise
spannung von 220 Volt die Elektromagnetspule für 110 bzw.
120 Volt mit einem Vorwiderstand in Reihe geschaltet, so daß
ein Betrieb auch für die heute weitgehend nur noch zur Anwen
dung kommende Versorgungsspannung von 220 Volt möglich wurde.
Dadurch stieg aber der Verbrauch derartiger Netzwecker an
elektrischer Energie auf ca. 3 Watt, wobei ein erheblicher
Anteil des Leistungsverbrauches auf den Vorwiderstand ent
fiel, der sich dadurch stark erwärmte. Außerdem erhöhten sich
auf diese Weise die Betriebskosten einer solchen Weckeruhr
auf derzeit ca. 5,00-7,00 DM pro Jahr, je nach örtlichem
Stromtarif.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Quarzweckeruhr
der eingangs erwähnten Art so zu gestalten, daß die Verwen
dung von autonomen Stromquellen, welche zu erneuern oder aus
zutauschen sind, entfallen kann.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß der
Quarzweckeruhr eine über eine elektrische Zuleitung und einen
Netz-Stecker mit dem Stromnetz verbindbare Netzspeiseschal
tung zugeordnet ist,
daß die Netzspeiseschaltung einen Kleinsttransformator, einen
Gleichrichter und ein Ladungs-Speicherelement aufweist und
letzteres ein Spannungsglättungs- und Siebglied bildet
und daß die Netzspeiseschaltung derart ausgebildet und dimen
sioniert ist, daß ihre Ausgangsgleichspannung wertmäßig der
jenigen einer autonomen Stromquelle entspricht und bei durch
den eingeschalteten Wecksignalgeber sich ergebender erhöhter
elektrischer Belastung
- a) kein Spannungsabfall der Ausgangsgleichspannung unter einen für den sicheren Betrieb der Quarzweckeruhr minimal notwendigen Wert und
- b) keine Erhöhung des Oberwellenanteiles der Ausgangsgleich spannung über einen für den sicheren Betrieb der Quarz weckeruhr max. zulässigen Wert hinaus eintritt.
Eine vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung zeichnet sich
dadurch aus, daß die Netzspeiseschaltung innerhalb des Uhrge
häuses des elektrischen Quarzweckers angeordnet ist. Eine
andere Weiterbildung der Erfindung besteht darin, daß die
Bauelemente der elektronischen Schaltungsanordnung der Quarz
uhr der elektronischen Wecksignalsteuerschaltung und der
elektrischen Netzspeiseschaltung zusammen mit ihren jeweili
gen Leitungsführungen eine Baueinheit bilden. Schließlich
wird eine Weiterbildung der Erfindung noch darin erblickt,
daß die elektrischen Bauelemente auf einer gemeinsamen Lei
terplatte angeordnet und die Leitungsführungen durch deren
Leiterbahnen gebildet sind.
Weitere Ausgestaltungen und Fortbildungen der Erfindung sind
den beigefügten Ansprüchen entnehmbar.
Die Erfindung hat eine Reihe von Vorteilen aufzuweisen:
Die Erfindung ermöglicht zu jeder Zeit eine einwandfreie
Funktion der Quarzweckeruhr, unabhängig vom Zustand einer
individuellen Stromquelle.
Die Speisung aus dem öffentlichen Stromversorgungsnetz ge
währleistet im allgemeinen eine spannungskonstante Versorgung
der Quarzweckeruhr nach der Erfindung.
Die Kosten des Stromverbrauchs sind gering, sie belaufen sich
bei den heutigen Tarifen auf unter 1,- DM pro Jahr.
Die Stromversorgung ist ökologisch problemlos, da sie keiner
lei Verbrauchsteile zur Folge hat.
Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung ist
in der nachfolgenden Beschreibung erläutert und in den beige
fügten Zeichnungen schematisch dargestellt.
Diese Zeichnungen zeigen in
Fig. 1 Eine Prinzipdarstellung der Quarzweckeruhr nach der
Erfindung;
Fig. 2 Die Darstellung eines Details der Erfindung;
Fig. 3 Die schematische Darstellung der Anordnung von Bau
teilen der Quarzweckeruhr nach der Erfindung auf
einer gemeinsamen Trägerplatte.
In Fig. 1 sind 1 und 2 die Anschlüsse der Quarzweckeruhr nach
der Erfindung, welche zweckmäßig als ein normüblicher Netz
stecker ausgebildet sein können. Dieser Netzstecker 1, 2 ist
nun durch eine geeignete, wenigstens zweiadrige flexible Zu
leitung 3 mit einer Netzspeiseschaltung 4 verbunden, welche
einen Kleinsttransformator 5, einen Gleichrichter 6 und ein
elektrisches Speicherelement 7 umfaßt. Letzteres vollzieht
Siebungs- bzw. Glättungsaufgaben innerhalb der Netzspeise
schaltung 4.
Der Kleinsttransformator ist zweckmäßig als sogenannter Spar
transformator 5 ausgebildet, bei welchem Primär- und Sekun
därwicklung als eine gemeinsame Wicklung 5a, 5b mit Ab
griff 12 ausgebildet sind. Diese Ausführungsform des Kleinst
transformators 5 hat den Vorteil, daß bei gleicher Leistungs
übertragung geringere Eisenquerschnitte und weniger Wick
lungsquerschnitte notwendig werden.
Dies wirkt sich vorteilhaft auf die Außenabmessung des
Kleinsttransformators 5 sowie auf dessen Kosten aus.
Dies ist durch die Tatsache bedingt, daß nach dem Induktions
gesetz die im Sekundärteil der Wicklung 5a, 5b induzierte
Spannung gegenüber der Spannung an der Wicklung 5a, 5b als
solche, eine Phasenverschiebung von gegen 180 Grad aufweist.
Dadurch wird der in dem Sekundärteil der Wicklung 5a, 5b
fließende Strom durch den Primärstrom reduziert.
Der Gleichrichter 6 wird vorteilhaft durch eine geeignete
Diode, z. B. die Typen 1N4148, 1N4005 etc. gebildet. Als
Speicherelement 7 dient vorteilhaft ein geeigneter Kondensa
tor, insbesondere ein Elektrolytkondensator oder Tantall-Kon
densator.
Primärseitig ist dem Kleinsttransformator 5 erfindungsgemäß
eine Glimmlampe 8 zugeordnet, welche mit einem Schutzwider
stand 9 in Reihe liegend der Wicklung 5a, 5b des Kleinst
transformators 5 parallel geschaltet ist.
Bei einer Netzwechselspannung von 220 V an den Anschlüssen 1,
2 weist der als Spartransformator ausgebildete Kleinsttrans
formator 5 erfindungsgemäß im Verhältnis von ca. 1,5 zu 220
einen Wicklungsabgriff 12 seiner Wicklung 5a, 5b auf, an dem
die Sekundärspannung für die Speisung der Quarzweckeruhr ab
genommen wird. Diese Sekundärspannung beträgt dann ca. 1,5 V
effektive Spannung, was einem Spitzenwert von 2,1 Volt ent
spricht.
Der Spannungsabfall des Sekundärwicklungsteiles 5a, 12 und
die Diodenrichtspannung nebst deren innerem Spannungsabfall
reduzieren diesen Spannungswert um ca. 0,5 bis 0,6 Volt, so
daß am Kondensator 7 eine mittlere Gleichspannung von 1,6 bis
1,7 Volt anliegt. Diese Spannung wird über die Zuleitungen 13
der Quarzweckeruhr zugeführt und entspricht dem Spannungswert
einer frischen Trockenbatterie.
Die vorbeschriebene Netzspeiseschaltung 4 ist in Fig. 2 noch
mals mit ihren Bauelementen als Schaltbild dargestellt.
Zweckmäßig werden nun die Bauelemente der Netzspeiseschal
tung 4 mit denjenigen der Quarzweckeruhr baulich zu einer
Baueinheit 25 zusammengefaßt (Fig. 3). So können das Uhr
werk 22 mit dem elektrischen Schrittmotor, die Bauelemente
der Frequenzteilerschaltung und der Impulsgeberschaltung, die
Bauelemente der Wecksignalsteuerschaltung, sowie schließlich
auch der Netzspeiseschaltung 4 zu einer geschlossenen Bauein
heit 25 in Form einer gedruckten Leiterplatte 26 zusammenge
faßt werden.
Die gedruckte Leiterplatte 26 wird vorteilhaft nahe dem Zif
ferblatt 16, hinter diesem, angeordnet, so daß die nicht dar
gestellten Zeigerwellen des Uhrwerkes 22, welche die Leiter
platte 26 von hinten bei 23 durchdringen, auch das Ziffer
blatt 16 durchstoßen und vor diesem mit Zeigern bestückt
werden können.
Die netzseitig angeschlossene Glimmlampe 8 mit dem zugehöri
gen Schutzwiderstand 9 wird zweckmäßig ebenfalls auf der Bau
einheit 25 bzw. der gedruckten Leiterplatte 26 angebracht,
und zwar derart, daß diese (8) im Bereich des Zifferblat
tes 16, z. B. hinter einem transparent ausgebildeten Ring 17,
angeordnet ist, wenn die Baueinheit 25 mit dem Uhrgehäuse 15
vereinigt ist.
Die Glimmlampe 8 liegt unmittelbar am Netz und leuchtet, wenn
die Quarzweckeruhr nach der Erfindung durch den Netz
stecker 1, 2 mit dem Stromnetz verbunden und die Uhr in Be
trieb ist. Sie dient sowohl als nächtliche Zifferblattbe
leuchtung, als auch als Funktionsüberwachung, um anzuzueigen,
wenn die Quarzweckeruhr, z. B. durch versehentliches Abziehen
des Netzsteckers 1, 2, vom Stromnetz abgetrennt sein sollte.
Zwar ist dies auch an der Sekundenzeigerbewegung und - nach
längerer Stromunterbrechung - auch an der Zeigerstellung der
Quarzweckeruhr erkennbar. Die fehlende Anstrahlung des Zif
ferblattes gibt jedoch einen unmittelbar erfaßbaren Hinweis
auf die - aus welchen Gründen auch immer - eingetretene
Unterbrechung der Stromversorgung.
Die elektrische Glimmlampe hat den Vorteil, daß diese direkt
aus dem Netz mit 220 Volt betrieben werden kann. Eine zusätz
liche Strombelastung des Kleinsttransformators 5 der Netz
speiseschaltung 4 erfolgt nicht. Durch die Glimmlampe 8 wird
auch tatsächlich nur die Funktion der Netzversorgung signali
siert, die Funktion interner Bauelemente der Quarzwecker
uhr 10 spielt keine Rolle.
Erfindungsgemäß wird eine solche Auslegung bzw. Dimensionie
rung der Netzspeiseschaltung 4 hinsichtlich des Spartransfor
mators 5, des Gleichrichters 6 und des Kondensators 7 vorge
nommen, daß im Falle der vollen Belastung, d. h. bei ertönen
dem Wecksignalgeber und funktionierendem Uhrwerk (Schrittmo
tor), kein Spannungsabfall der Speisespannung unter den mini
mal zulässigen Wert eintritt und gleichzeitig auch keine Er
höhung des Oberwellen- oder Brummspannungsanteiles der Spei
sespannung (Gleichspannung) über einen max. zulässigen Wert
hinaus zustande kommt. Unter diesen Bedingungen ist sicherge
stellt, daß auch während der lastintensiveren Wecksignalgabe
durch den Wecksignalgeber ein einwandfreier Betrieb der elek
tronischen Steuerschaltung für das Uhrwerk 10, 22 gewährlei
stet ist.
Gemäß einer anderen zweckmäßigen Ausgestaltung der Erfindung
wird als elektrisches Speicherelement 7 eine kleine Nickel-
Kadmium-Zelle, z. B. eine Knopfzelle, verwendet. Diese hat
gegenüber einem Kondensator den Vorteil, daß sie durch die
höhere Strommengenkapazität auch bei ausgefallenem Stromnetz
oder versehentlich gezogenem Netzstecker 1, 2 etc. übergangs
weise einen Betrieb der Quarzweckeruhr auch ohne Netzstrom
versorgung erlaubt, bis die Stromversorgung durch das öffent
liche Netz wieder einsetzt. Danach wird die inzwischen ver
lorene Ladung der Knopfzelle nach und nach wieder zugeführt,
so daß die Knopfzelle für den nächsten eventuellen Ausfall
der Stromversorgung wieder voll aufgeladen zur Verfügung
steht.
Im Vergleich zu einem Kondensator, insbesondere Elektrolyt-
oder Tantal-Kondensator als Speicherelement 7, weist die
Knopfzelle eine höhere wirksame Kapazität auf. Sie ist aller
dings deutlich teurer als ein Kondensator.
Stromausfälle durch Versagen des öffentlichen Netzes sind
heute in der Regel äußerst selten. Sie entstehen eher durch
interne Zufälle, wie z. B. versehentlich abgezogene Netz
stecker 1, 2 oder aber durch Naturereignisse, wie schwere
Gewitter oder Stürme. In der Regel jedoch ist die Stromver
sorgung durch das öffentliche Netz gesichert.
Anstelle der Glimmlampe 8 kann als Lichtquelle erfindungsge
mäß eine Leuchtdiode Anwendung finden. Diese Leuchtdiode kann
wie die Glimmlampe 8 geschaltet sein, es kann aber auch vor
teilhaft sein, statt dessen eine Leuchtdiode parallel zum Aus
gang der Netzspeiseschaltung 4 bzw. zum Eingang der Quarz
weckeruhr 10 zu schalten. Diese Anordnung würde nämlich noch
wirksamer eine Spannungsstabilisierung der Speisespannung der
Quarzweckeruhr 10 ohne weitere, zusätzliche Mittel herbei
führen. Durch eine Leuchtdiode wird die Speisespannung der
Quarzweckeruhr 10 weitgehend unabhängig von den Schwankungen
der Netzspannung des öffentlichen Versorgungsnetzes.
Die Verwendung einer Leuchtdiode als Lichtquelle 8 hat ferner
den Vorteil, daß diese - im Gegensatz zur Glimmlampe - un
empfindlich gegen Spannungsspitzen ist, so wie diese z. B.
bei schweren Gewittern im Versorgungsnetz auftreten können
und oft zur Zerstörung von Glimmlampen führen.
Das Uhrwerk 22 wurde vorstehend nicht näher erläutert, da es
sich dabei um eines der von vielerlei Quarzweckeruhren her
bekannten quarzgesteuerten Uhrwerke handeln kann, insbeson
dere um ein Uhrwerk der bekannten Quarzweckeruhren der Firma
Kundo - Staiger GmbH.
Wie sich aus dem Vorstehenden ergibt, zeichnen sich besonders
vorteilhafte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Quarz
weckeruhr dadurch aus, daß man das Gangwerk (inklusive Räder
werk), die Wecksignalsteuerung und den Wecksignalgeber einer
herkömmlichen, kleinen und billigen, batteriebetriebenen
Quarzweckeruhr mit durch Zeiger und Zifferblatt gebildeter
Analoganzeige, wie sie heute in großen Stückzahlen produziert
wird, verwendet und lediglich durch die erfindungsgemäße
Netzspeiseschaltung ergänzt, wodurch man bereits die vielen,
vorstehend aufgeführten Vorteile erzielt. Außerdem lädt sich
die erfindungsgemäße Netzspeiseschaltung so klein ausbilden,
daß sie sich zusammen mit den anderen, vorstehend aufgeführ
ten Elementen in den kleinen Uhrgehäusen dieser bekannten
Quarzweckeruhren oder in einem nur ganz geringfügig größeren
Uhrgehäuse unterbringen läßt, obwohl die erfindungsgemäße
Quarzweckeruhr keine digitale Zeitanzeige, sondern eine viel
leichter ables- bzw. erfaßbare Analoganzeige besitzt, wie man
sie sonst nur bei Synchronuhren oder batteriebetriebenen
Quarzuhren findet.
Claims (17)
1. Elektrische Quarzweckeruhr mit einem Quarz als zeithal
tendem Element, einem diesem nachgeordneten elektroni
schen Frequenzteiler und einer von letzterem gesteuerten
Impulsgeberschaltung zur Beaufschlagung eines elektri
schen Schrittmotors zum Antrieb eines Uhrwerks, sowie
mit einer Wecksignalsteuerschaltung und einem Wecksig
nalgeber, wobei alle Baugruppen der Weckeruhr durch eine
gemeinsame Stromquelle speisbar sind, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Quarzweckeruhr eine über eine elek
trische Zuleitung (3) und einen Netzstecker (1, 2) mit
dem Stromnetz verbindbare Netzspeiseschaltung (4) zuge
ordnet ist, daß die Netzspeiseschaltung (4) einen
Kleinsttransformator (5), einen Gleichrichter (6) und
ein Ladungsspeicherelement (7) aufweist und letzteres
ein Spannungsglättungs- und Siebglied bildet, und daß
die Netzspeiseschaltung (4) derart ausgebildet und di
mensioniert ist, daß ihre Ausgangsgleichspannung wert
mäßig derjenigen einer autonomen Stromquelle entspricht
und bei durch den eingeschalteten Wecksignalgeber (28)
sich ergebender erhöhter elektrischer Belastung
- (a) kein Spannungsabfall der Ausgangsgleichspannung unter einen für den sicheren Betrieb der Quarz weckeruhr minimal notwendigen Wert und
- (b) keine Erhöhung des Oberwellenanteils der Ausgangs gleichspannung über einen für den sicheren Betrieb der Quarzweckeruhr maximal zulässigen Wert hinaus eintritt.
2. Weckeruhr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Netzspeiseschaltung (4) innerhalb eines Uhrgehäu
ses (15) der Quarzweckeruhr angeordnet ist.
3. Weckeruhr nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß die Bauelemente einer elektronischen Zeithalte-
und Antriebs-Schaltungsanordnung der Quarzuhr (10), der
elektronischen Wecksignalsteuerschaltung und der Netz
speiseschaltung (4) zusammen mit ihren Leitungen als
eine Baueinheit (25) ausgebildet sind.
4. Weckeruhr nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Bauelemente auf einer gemeinsamen Leiterplatte (26)
angeordnet und die Leitungen durch deren Leiterbahnen
gebildet sind.
5. Weckeruhr nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis
4, dadurch gekennzeichnet, daß die Netzspeiseschal
tung (4) eine Ausgangsgleichspannung von ca. 1,6 Volt
hat.
6. Weckeruhr nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis
5, dadurch gekennzeichnet, daß der Kleinsttransfor
mator (5) als Spartransformator mit nur einer gemeinsa
men Transformatorwicklung (5a, 5b) und mit einem sekun
dären Wicklungsabgriff (12) ausgebildet ist.
7. Weckeruhr nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis
6, dadurch gekennzeichnet, daß das Speicherelement als
Kondensator (7) ausgebildet ist.
8. Weckeruhr nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis
6, dadurch gekennzeichnet, daß das Speicherelement (7)
als wieder aufladbarer Kleinstakkumulator ausgebildet
ist.
9. Weckeruhr nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis
8, dadurch gekennzeichnet, daß der Netzspeiseschal
tung (4) eine der Zifferblattbeleuchtung und/oder der
Spannungskontrolle dienende elektrische Lichtquelle (8)
zugeordnet ist, welche insbesondere im Bereich des
Zifferblattes (16) der Weckeruhr angeordnet ist.
10. Weckeruhr nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß
die Lichtquelle im Eingang der Netzspeiseschaltung (4)
angeordnet ist.
11. Weckeruhr nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß
die Lichtquelle (8) mit einem Schutzwiderstand (9) in
Reihe geschaltet ist.
12. Weckeruhr nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeich
net, daß die Lichtquelle (8) eine Glimmlampe ist.
13. Weckeruhr nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeich
net, daß die Lichtquelle (8) eine mit dem Eingang der
Netzspeiseschaltung parallelgeschaltete Leuchtdiode ist.
14. Weckeruhr nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
mindestens die Zeithalte- und Antriebsschaltungsanord
nung der Quarzuhr (22), der Wecksignalgeber (28), der
Kleinsttransformator (5) und die anderen größeren elek
tronischen Bauelemente der Quarzweckeruhr und der Netz
speiseschaltung (4) auf einer ersten Seite der gedruck
ten Leiterplatte (26) angeordnet sind, welche von Zei
gerwellen des Uhrwerkes (22) durchragt wird, und daß die
Leiterplatte (26) hinter dem Zifferblatt (16) angeordnet
ist.
15. Weckeruhr nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß
die Lichtquelle (8) auf der Vorderseite der Leiterplat
te (26) angebracht ist und in die Umgebung eines Ziffer
blattreifes (17) der Weckeruhr hineinragt.
16. Weckeruhr nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeich
net, daß die erste Seite der Leiterplatte (26) deren
Rückseite ist.
17. Weckeruhr nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis
16, dadurch gekennzeichnet, daß das Uhrgehäuse (15)
lediglich die Netzspeiseschaltung (4), die Wecksignal
steuerung, den Wecksignalgeber (28), den Schrittmotor
mit nachgeordnetem Getriebe und Zeigerwellen, die Zeit
halte- und Antriebsschaltung für den Schrittmotor, das
Zifferblatt und die Zeiger sowie die erforderlichen
Leitungen und Schalter enthält.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934305242 DE4305242A1 (de) | 1993-02-20 | 1993-02-20 | Elektrische Quarzweckeruhr |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934305242 DE4305242A1 (de) | 1993-02-20 | 1993-02-20 | Elektrische Quarzweckeruhr |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4305242A1 true DE4305242A1 (de) | 1994-08-25 |
Family
ID=6480936
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19934305242 Withdrawn DE4305242A1 (de) | 1993-02-20 | 1993-02-20 | Elektrische Quarzweckeruhr |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4305242A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN111459008A (zh) * | 2020-01-04 | 2020-07-28 | 杨凤全 | 节能环保交直两用石英钟表挂钟 |
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- 1993-02-20 DE DE19934305242 patent/DE4305242A1/de not_active Withdrawn
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