DE4300664A1 - Gerät zum Lösen einer Schraubverbindung - Google Patents
Gerät zum Lösen einer SchraubverbindungInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Gerät zum Lösen einer
Schraubverbindung mit den Merkmalen nach dem Oberbegriff des
Hauptanspruchs.
Derartige Geräte haben ein zylindrisches langgestrecktes
Gehäuse, bestehend aus einem oder mehreren hintereinander
angeordneten hydraulischen Zylindern, mit jeweils einem
zugeordneten hydraulischen Kolben. Der oder die hülsenartig
ausgebildeten Kolben nehmen eine langgestreckt zylindrische
Wechselbuchse auf, vorderseitig mit einem Innengewinde, das
auf einen an der Mutter überstehenden Endbereich der
Schraube aufgeschraubt wird. Bei Zuführung von Hydrauliköl
werden bei feststehenden Zylindern der Kolben oder die
Kolben gemeinschaftlich gedrückt, wobei die Wechselbuchse
mitgenommen wird, so daß der hydraulische Druck als Zugkraft
auf die Schraube übertragen wird, die sich dadurch längt und
die Schraubverbindung gelockert wird.
Bei Anwendung solcher Geräte muß darauf geachtet werden, daß
der zulässige Betriebshub nicht überschritten wird. Denn
dies kann zu einer Zerstörung des Gerätes führen, weil die
Kräfte nicht auf die Schraubverbindung übertragen werden,
sondern sich im Gerät selbst auswirken. Bei den bekannten
Geräten kann die drohende Hubüberschreitung nur durch
Beobachtung der Stellung der Wechselbuchse bzw. durch
Messung festgestellt werden.
Die Aufgabe der Erfindung ist darin zu sehen, ein Gerät der
in Rede stehenden Art mit einer automatischen Sicherung
gegen Hubüberschreitung auszurüsten.
Diese Aufgabe wird durch ein Gerät mit den Merkmalen nach
dem Hauptanspruch gelöst. Die Unteransprüche haben
bevorzugte konstruktive Ausführungen dieser Lösung zum
Inhalt.
Ein solches Gerät ist so eingerichtet, daß bei Überschreiten
des normalen Betriebshubes, also noch bevor die Kolben in
ihrem Zylinder einen Anschlag erreichen, ein automatisches
Auslaufen des Betriebsöles erreicht wird. Es wird somit
bewußt eine Leckage herbeigeführt, wobei ein spannungsloser
Zustand entsteht. Die Bedienungsperson stellt diesen fest,
weil sie das auslaufende Öl am Gerät sieht. Durch eine
entsprechende Umschaltung der Hydraulik werden die im Gerät
eingebauten Federn wirksam und die Kolben und die
Wechselbuchse werden selbsttätig in ihre Ausgangsstellung
zurückgeführt.
Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
beschrieben unter Bezugnahme auf die beiliegenden
Zeichnungen.
Fig. 1 zeigt ein Gerät nach der Erfindung, zum Teil
in der Ansicht zum Teil in einem Längsschnitt;
Fig. 2 stellt in einem vergrößertem Maßstab den
Bereich 11 von Fig. 1 dar, nämlich die
Druckentlastungseinrichtung in geschlossenem
Zustand;
Fig. 3 ist eine Darstellung entsprechend Fig. 2 in
geöffnetem Zustand;
Fig. 4 stellt alternativ zu Fig. 2 und 3 eine weitere
Ausführungsmöglichkeit der
Druckentlastungsvorrichtung dar.
Das Gerät hat ein langgestrecktes zylindrisches Gehäuse
bestehend aus axial zusammengesetzten hydraulischen
Zylindern, nämlich einem vorderen Zylinder 10 und weiteren
hydraulischen Zylindern 11, 12 und 13 dahinter. Daran
schließt sich im Prinzip mit der gleichen zylindrischen Form
ein Deckel 14 mit einer Tragvorrichtung 15 an. Der Deckel
nimmt ein Federpaket 16 auf, das sich an einer
Sicherungsscheibe 18 abstützt.
Längsseitig, sich über das gesamte zylindrische Gehäuse
erstreckend, ist ein Block 30 angebracht, mit einem
Anschlußnippel 31 für die Zuführung von Hydrauliköl, das vom
Nippel über einen achsparallelen Zuführungskanal 32 strömt,
wo für jeden hydraulischen Zylinder ein Abzweigkanal 33
abführt.
Jeder Hydraulikzylinder nimmt einen hydraulischen Kolben auf
und zwar einen vorderen Kolben 20 dahin die weiteren Kolben 21, 22
und 23. Auf Fig. 1 sind die vier hydraulischen Kolben
in ihrer vorderen Stellung, das ist die Ausgangsstellung,
gezeigt. Bei Zuführung von Hydrauliköl werden die Kolben
gemeinschaftlich bis in eine Endstellung zurückbewegt. Der
Betriebshub, beträgt beispielsweise 10 mm. Bei überschreiten
des Betriebshubes, beispielsweise bei 12 mm, setzt
automatisch die Hubbegrenzung ein.
Die Kolben sind als Hülsen ausgebildet und nehmen
gemeinschaftlich eine Wechselbuchse 25 auf, die vorne ein
Innengewinde 26 hat, das beim Lösen einer Schraubverbindung
auf den Endbereich der Schraube aufgeschraubt wird, soweit
diese über die Mutter übersteht. Die Wechselbuchse 25 hat
rückseitig einen Bund 27, wo der hinterste Kolben 23
angreift. Da sämtliche hydraulischen Kolben
aneinanderliegen, wird der hydraulische Kolbendruck über den
Bund 27 auf die Wechselbuchse 25 übertragen, so daß er durch
diese als Zugkraft auf die Schraube übertragen wird. Diese
wird durch die Zugkraft gelängt wodurch sich die
Schraubverbindung lockert, so daß die Mutter gelöst oder
nach Bedarf fest angezogen werden kann. Bei der Rückbewegung
der Kolben wird ein Federpaket 16 im Deckel 14 gespannt. Die
Federkraft wird wirksam, wenn der hydraulische Druck nicht
mehr besteht. Die Kolben werden dadurch in die
Ausgangsstellung gebracht.
Am Block 30 neben dem hydraulischen Anschlußnippel 31 ist
eine Hubbegrenzungseinrichtung 40 installiert, wie sie in
Einzelheiten aus Fig. 2 und 3 hervorgeht.
Ein Teil der Hubbegrenzungseinrichtung ist ein
Rückschlagventil mit einem Ventilkörper 44, einem Kegel 46
mit Dichtungsring 45 und einem davorliegenden Stößel 47. Bei
geschlossenem Ventil liegt der Ventilkegel 46 in einem
konischen Ventilsitz 42, der quer vom Zuführungskanal 32
abzweigt. Der Stößel 47 ist von einer den Ventilsitz
fortsetzenden radialen Bohrung 41 aufgenommen. Von dort
zweigt ein Abflußkanal 43 ab. Der Ventilkörper steht unter
dem Druck einer Feder 49. Bei normalem Betrieb des Gerätes
wird der Ventilkegel durch den hydraulischen Druck in Anlage
gehalten, so daß das Ventil geschlossen bleibt und kein Öl
austreten kann. Wird jedoch die extrem zulässige
Kolbenstellung erreicht, wie auf Fig. 3 dargestellt, dann
drückt ein Absatz 24a des Kolbens 23 eine Kugel 48, die bei
normalen Betrieb etwas übersteht, ein, so daß das Ventil
abgehoben wird, weil die Kugel den Stößel 47 drückt. Das Öl
kann dann über die radiale Bohrung zum Abflußkanal 43
gelangen und auslaufen. Bewegt sich der Kolben wieder in die
Ausgangsstellung, dann wird das Ventil durch den Druck der
Feder 49 wieder geschlossen.
Bei der Druckentlastungsvorrichtung nach Fig. 4 wird der vom
Zuführungskanal 32 abzweigende Abführungskanal durch eine
unter Hydraulikdruck stehende Kugel 51 verschlossen, die an
einem Sitz 52 anliegt. Zusätzlich steht die Kugel unter dem
Druck einer Feder 53, die zum Teil von einer eingeschraubten
Büchse 54 aufgenommen ist. Der Abflußkanal wird fortgesetzt
durch eine axiale Bohrung 50a in einem Bolzen 50, der bei
geschlossenem Ventil, wie Fig. 4 zeigt, etwas vorsteht. Wenn
der Kolben 23 seine Endlage erreicht, wird der Bolzen 50
soweit eingedrückt, daß die Kugel 51 von ihrem Sitz 52
abgehoben wird. Damit wird der Abfluß freigegeben und das Öl
kann durch die axiale Bohrung 50a abfließen. Nach der
Rückbewegung des Kolbens 23 wird der Abfluß durch die
Rückschlagwirkung der Kugel selbsttätig geschlossen.
Claims (5)
1. Gerät zum Lösen einer Schraubverbindung bestehend aus:
- - einer langgestreckt zylindrischen Wechselbuchse, vorderseitig mit einem Innengewinde zum Aufschrauben auf ein überstehendes Ende einer Schraube;
- - einem oder mehreren die Wechselbuchse hülsenartig umgebenden hydraulischen Kolben;
- - dem bzw. den Kolben zugeordneten hydraulischen Zylindern;
- - Hydraulikelementen für die Zuführung von Hydrauliköl wobei die Kolben bei festgehaltenen Zylindern unter Mitnahme der Wechselbuchse zurückgeführt werden; gekennzeichnet durch die nachfolgend genannten Merkmale:
- - von einem hydraulischen Zuführungskanal (32) zweigt ein Abflußkanal (43) ab, der im Bereich des normalen Betriebshubes durch ein unter Hydraulik stehendes Rückschlagventil (44, 45, 46) geschlossen gehalten wird;
- - bei Überschreitung des normalen Betriebshubes wird das Ventil durch einen Absatz (24a) eines Kolbens (23) abgehoben und der Abflußkanal (43) freigegeben.
2. Gerät nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß das
Ventil mit einem abgedichteten Kegel (46) an einem
konischen Ventilsitz (42) der quer vom Zuführungskanal
(32) abgeht, anliegt.
3. Gerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß sich
der Ventilsitz (42) als radiale Bohrung (41) fortsetzt
von der der Abflußkanal (43) abgeht.
4. Gerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
radiale Bohrung (41) sich in einer radialen Bohrung (14a)
im Deckel (14) fortsetzt, und daß diese Bohrung eine
Kugel (48) aufnimmt, die bei normalem Hub ein Stück
innenseitig am Deckel vorsteht und die beim Erreichen der
Hubgrenze durch einen Absatz (24a) des Kolbens (23)
eingedrückt ist, wobei sie durch Anstoßen an einem Stößel
(47) des Ventils dieses abhebt.
5. Gerät nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die
nachfolgend genannten Merkmale:
- - der vom Zuführungskanal (32) abzweigende Abflußkanal ist durch eine unter Federdruck stehende Kugel (51) geschlossen, die an einem Sitz (52) gehalten ist;
- - bei Erreichen der Endlage wird ein verschiebbar im Deckel (14) gelagerter Bolzen (50) von einem Absatz (24a) des Kolbens (23) soweit eingedrückt, daß die Kugel von ihrem Sitz abgehoben wird und das Öl durch eine axiale Bohrung (50a) im Bolzen abfließen kann.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19934300664 DE4300664C2 (de) | 1993-01-13 | 1993-01-13 | Gerät zum Lösen einer Schraubverbindung |
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Publications (2)
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| DE4300664A1 true DE4300664A1 (de) | 1994-07-14 |
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