DE2430073A1 - Arbeitszylinder - Google Patents
ArbeitszylinderInfo
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- F15—FLUID-PRESSURE ACTUATORS; HYDRAULICS OR PNEUMATICS IN GENERAL
- F15B—SYSTEMS ACTING BY MEANS OF FLUIDS IN GENERAL; FLUID-PRESSURE ACTUATORS, e.g. SERVOMOTORS; DETAILS OF FLUID-PRESSURE SYSTEMS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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Description
KLÖ-C KNER-WERKE, Aktiengesellschaft,
41 Duisburg
Arbeitszylinder
Die Erfindung betrifft einen Arbeitszylinder mit darin geführtem Arbeitskolben mit vorgegebenem maximalem
Hub, wie er beispielsweise bei einer Schraubenspannvorrichtung zum Öffnen und Schließen des Deckels
von Kernreaktoren Verwendung findet.
Derartige Zylinder, wie sie zum Spannen von Schraubenbolzen benutzt werden, sind oben offen, damit der
Kolben ein- und ausfahren kann. Dabei besteht mitunter die Gefahr, daß der Kolben durch Unachtsamkeit
oder durch sonstige Störungen zu weit aus dem Zylinder oder auch ganz aus dem Zylinder ausfährt. Die
Vorkehrungen, um derartige Vorfälle zu vermeiden, bestehen im allgemeinen darin, daß Anschläge oder
dergleichen vorgesehen sind, die den Kolben am vollständigen Herausfahren aus dem Zylinder hindern. Da
es sich um vergleichsweise hohe Kräfte handelt, ist es erforderlich, die Anschläge entsprechend stark
auszubilden, was nicht immer und an allen Stellen möglich ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Ar- x
beitszylinder der einleitend genannten Art zu schaffen, dem die vorerwähnten Wachteile nicht anhaften,
der vielmehr so ausgebildet ist, daß die Arbeitsflüssigkeit nur bis zur Vollendung des maximal zulässigen
Hubes unter Druck steht, das heißt, daß der Druck nach Vollendung des höchst zulässigen Hubes
unterbrochen wird.
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Das wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß mit
Abstand vom Zylinderboden eine Entlastungsbohrung vorgesehen ist, die in einen überdrucklosen Raum
führt, beispielsweise in ein unter Atmosphärendruck stehendes Auffanggefäß.
Auf diese Weise gelangt man zu einem Arbeitszylinder der einleitend genannten Art, der die vorerwähnte
Erfindungsaufgäbe voll erfüllt. Hierbei entspricht
weiterhin erfindungsgemäß der Abstand der Entlastungsbohrung vom Zylinderboden dem maximal
zulässigen Hub. Im Zuge der Entlastungsbohrung kann ein Überdruckventil angeordnet sein. Die Versorgung
des Hubraumes mit Arbeitsflüssigkeit kann durch den Zylinderboden erfolgen.
In diesem Zusammenhang ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß der Arbeitszylinder mit seinem Boden
auf dem Spannring einer ochraubenspannvorrichtung aufsteht und die im Zylinderboden befindliche Zuflußöffnung
für das Druckmittel in eine im Spannring vorgesehene Bohrung mündet, von der aus eine
Bohrung zur Zuführung des Druckmittels abzweigt.
Weiterhin besteht die Erfindung darin, daß in der den Zylinderboden durchdringenden axial verlaufenden
Bohrung ein Stab angeordnet ist, der unter Belastung einer Feder den Bewegungen des Kolben
folgt und in der zuoberst zulässigen Kolbenstellung den Zufluß des Arbeitsmediums sperrt. Vorteilhafterweise
ist hierbei in der im Tragring vorgesehenen Bohrung ein Stopfen angeordnet, an dessen unterem
Ende ein Anschlag vorgesehen ist, gegen den das untere verbreiterte Ende des Stabes bei maximal zulässiger
Kolbenausfahrt zum Anliegen kommt.
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Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, daß anstatt des Stabes ein Rohr vorgesehen
ist, durch dessen inneren Querschnitt die Arbeitsflüssigkeit in den Hubraum fließt, wobei gegen die
untere Öffnung des Rohres eine federbelastete Kugel anliegt, die nach Vollendung des maximal zulässigen
Hubes gegen einen dafür vorgesehenen Anschlag zum Anliegen kommt und den Zufluß des Arbeitsmediums
zum Hubraum sperrt. Hierbei weist das Rohr an seinem unteren und oberen Ende Zu- bzw. Abflußöffnungen
auf. Der Anschlag für die Kugel befindet sich innerhalb des Stopfens. Die durch den Stopfen geführte
zentrale Zuflußbohrung weist in ihrem unteren Ende eine Erweiterung für den Durchtritt der Kugel auf.
In der Zeichnung sind drei Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Die Erfindung beschränkt sich
nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele, vielmehr sind im Rahmen der Erfindung weitere Abwandlungen
möglich. Es zeigen:
Fig. 1 eine erste Ausführungsform, Fig. 2 eine zweite Ausführungsform und
Fig. 3 eine dritte Ausführungsform.
In dem in Fig. 1 dargestellten Arbeitszylinder 10
ist der Kolben 11 geführt. Im dargestellten Ausführungsbeispiel handelt es sich um einen von vielen
auf dem Tragring 12 mit dem Boden zu unterst angeordneten
Arbeitzylindern 10. Der Tragring 12 ist Teil einer nicht näher dargestellten Schraubenspannvorrichtung,
die man zum Öffnen und Schließen des Deckels von Kernreaktoren verwendet. Lediglich
andeutungsweise ist der zu spannende Bolzen 13 zu 509882/0191
erkennen. Beim Ausfahren des Kolbens 11 fährt letzterer gegen die ebenfalls nur teilweise dargestellte
Brücke 14, mit deren Hilfe über Klemmbacken oder
dergleichen der Bolzen 13 gespannt wird.
Die Zuführung des Arbeitsmediums, normalerweise des Drucköls, erfolgt durch die Bohrung 15· Letztere
mündet in die Bohrung 16 des Tragringes 12. Der Stopfen 17 mit der zentralen Bohrung 18 ist so
in den Zylinderboden und in die Bohrung 16 eingesetzt, daß das Druckmittel aus der Bohrung 16
durch die Bohrung 18 in den Hubraum des Arbeitszylinders 10 gelangen kann.
Das in den Hubraum strömende Arbeitsmedium läßt den Kolben 11 ausfahren, jedoch nur so weit bis
die Unterkante des Kolbens 11 die Entlastungsbohrung 19 erreicht. Ein weiteres Herausfahren des
Kolbens 11 aus dem Zylinder 10 ist aus folgenden Gründen nicht mehr möglich:
Die durch die Bohrungen 15, 16 und 18 in den Hubraum
geförderte Arbeitsflüssigkeit tritt bei dieser Kolbenstellung in die Bohrung 19 ein, von wo aus
sie durch die Bohrung 20 unter Anhebung der federbelasteten (22) Kugel 21 in die Ringnut 23 gelangt.
Von hier aus fließt die Arbeitsflüssigkeit durch die Bohrungen 24 und 25 in den weiteren Ringraum
26. Letzterer steht über die Bohrungen 27 und 28 mit einem nicht näher dargestellten, normalerweise
unter Atmosphärendruck stehenden Auffanggefäß in Verbindung.
— 5 —
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Gemäß der in Fig. 2 dargestellten zweiten Ausführungsform der Erfindung gelangt das Arbeitsmittel
durch die Bohrung 29 in die Bohrung 30. Von hier aus fließt das Arbeitsmedium durch die Bohrung 31
im Stopfen 32 zu dem Hubraum des ArbeitsZylinders
10 und hebt den Kolben 11 auf. Die in dieser Zuflußbohrung 31 befindliche Stange 33 liegt mit
ihrem oberen Ende 34- fest gegen die Unterfläche
des Kolbens 11 an. An ihrem anderen Ende ist die Stange 33 erweitert (35)· In dieser Erweiterung
ist eine Bohrung vorgesehen, mit deren Hilfe die Stange 31 in· Richtung auf den Kolben 11 fe-derbelastet
ist.
Wenn nun Arbeitsflüssigkeit durch die Bohrung 29 in die Bohrung 30 fließt und von dort aus weiter
durch die Bohrung 31 in den Hubraum, so bewegt
sich der Kolben 11 nach oben, weswegen sich auch die Stange 33 infolge der Federbelastung (43)
ebenfalls nach oben bewegt. Diese Bewegung kann nur solange erfolgen, bis die kegelförmigen Flächen
36 die darüber gestrichelt dargestellte Stellung einnehmen. In dieser Stellung versperrt der
verbreiterte Teil 35 der Stange 33 den Zufluß weiterer Arbeitsflüssigkeit, so daß auf diese Art
und Weise der Hub des Kolbens 11 begrenzt wird.
Ähnlich verhält es sich bei der dritten Ausführungsform gemäß Fig. 3· Sie unterscheidet sich
von derjenigen gemäß Fig. 2 hauptsächlich dadurch, daß statt der Stange ein Rohr 37 verwendet ist.
Beim Zufließen von Arbeitsflüssigkeit durch die Bohrung 38 gelangt diese Arbeitsflüssigkeit weiter
in den verbreiterten Raum 39 des Stopfens 32
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und von dort aus durch die Schlitze 40 in das Innere des Rohres 37· An der Unterfläche des Kolbens
11 tritt die Arbeitsflüssigkeit durch die Schlitze 41 aus und fließt von hier aus in den Hubraum des
Zylinders, wodurch der Kolben 11 angehoben wird. Sobald die Unterkante des Rohres 37 und die Kugel
42 die strxchpunktxerte Stellung erreicht haben, wird der Zuströmquerschnitt zu dem Hubraum
versperrt, wodurch der Kolbenhub ebenfalls beendet wird.
- Ansprüche -
5G9882/Oilr
Claims (1)
- AnsprücheArbeitszylinder mit darin geführtem Arbeitskorben mit vorgegebenem maximalem Hub, wie er beispielsweise bei einer Schraubenspannvorrichtung zum Öffnen und Schließen des Deckels von Kernreaktoren Verwendung findet, dadurch gekennzeichnet ,■ daß mit Abstand vom Zylinderboden eine Entlastungsbohrung (19) vorgesehen ist, die in einen überdrucklosen Raum führt, beispielsweise in ein unter Atmosphärendruck stehendes Auffanggefäß.Arbeitszylinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand der Entlastungsbohrung (19) vom Zylinderboden dem maximal zulässigen Hub entspricht.Arbeitszylinder nach den Ansprüchen Λ und 2, dadurch gekennzeichnet, daß im Zuge der Entlastungsbohrung (19) ein Überdruckventil (21, 22) angeordnet ist.Arbeitszylinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Versorgung des Hubraumes mit Arbeitsflüssigkeit durch den Zylinderboden erfolgt.€09882/01915- Arbeitszylinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Arbeitszylinder (10) mit seinem Boden auf dem Spannring (12) einer Schraubenspannvorrichtung aufsteht und die im Zylinderboden befindliche Zuflußöffnung für das Druckmittel in eine im Spannring (12) vorgesehene Bohrung (16) mündet, von der aus eine Bohrung (15) zur Zuführung des Druckmittels abzweigt.6. Arbeitszylinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß von der mit Abstand vom Zylinderboden angeordneten Bohrung (19) eine in der Zylinderwandung in axialer Richtung verlaufende Bohrung (20) abzweigt und zu einer in der Zylinderinnenfläche angeordneten umlaufenden Nut (23) führt, die mit einer weiteren radialen Bohrung (24) verbunden ist, von der eine axiale Bohrung (25) abzweigt, welche zu einer im Boden des Zylinders angeordneten ringförmig umlaufenden Nut (26) führt, von der aus im Tragring (12) vorgesehene Bohrung (275 28) in einen überdruckfreien Raum münden.7. Arbeitszylinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in der den Zylinderboden durchdringenden axial verlaufenden Bohrung ein Stab (33) angeordnet ist, der unter Belastung einer Feder (43) den Bewegungen des Kolbens(11) folgt und in der zuoberst zulässigen Kolbenstellung den Zufluß des Arbeitsmediums sperrt.509882/01918. Arbeitszylinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in der im Tragring (12) vorgesehenen Bohrung ein Stopfen (32) angeordnet ist, an dessen unterem Ende ein Anschlag vorgesehen ist, gegen den das untere verbreiterte Ende des Stabes (33) bei maximal zulässiger Kolbenausfahrt zum Anliegen kommt.9- Arbeitszylinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß anstatt des Stabes ein Rohr (37) vorgesehen ist, durch dessen inneren Querschnitt die Arbeitsflüssigkeit in den Hubraum fließt, wobei gegen die untere Öffnung des Rohres eine federbelastete Kugel (42) anliegt, die nach Vollendung des maximal zulässigen Hubes gegen einen dafür vorgesehenen Anschlag zum Anliegen kommt und den Zufluß des Arbeitsmediums zum Hubraum sperrt.10. Arbeitszylinder nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohr (37) an seinem unteren und oberen Ende Zu- bzw. Abflußöffnungen (40, 41) aufweist.11. Arbeitszylinder nach den Ansprüchen 9 und 10, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Anschlag für die Kugel (42) innerhalb des Stopfens (32) befindet.- 10 -509882/019112. Arbeitszylinder nach den Ansprüchai9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die durch den Stopfen (32) geführte zentrale Zuflußbohrung in ihrem unteren Ende eine Erweiterung (39) für den Durchtritt der Kugel (42) aufweist.509882/0191
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- 1975-06-19 BE BE157494A patent/BE830426A/xx unknown
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| FR2275670A1 (fr) | 1976-01-16 |
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