DE439557C - Vorrichtung zum Projizieren von Gestirnen auf eine kugelfoermige Projektionswand - Google Patents
Vorrichtung zum Projizieren von Gestirnen auf eine kugelfoermige ProjektionswandInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Projizieren von Gestirnen auf
eine kugelförmige Projektionswand und bezweckt, die aus dem Patent 391036 bekannten
Vorrichtungen dieser Art in verschiedenartiger Hinsicht zu verbessern.
Soll einer \Orrichtung nach dem genannten
Patent eine kleine Polhöhe zugrunde gelegt werden, z. B. der Grenzfall, die Polhöhe Null,
so genügen die in dem Patent angegebenen Lösungsmittel nicht mehr, weil sie es praktisch
nicht erlauben, den ganzen Fixsternhimmel zur Darstellung zu bringen. Diese Darstellung wird erst dadurch ermöglicht,
daß die Einrichtungen zum Projizieren der Fixsterne um zwei Lichtquellen herum gruppiert
und dabei so gegenüber den Lichtquellen angeordnet und ausgebildet werden, daß bei der Projektion die gleiche Wirkung
erreicht wird, als erfolgte die Projektion von einem gemeinsamen Projektionszentrum aus.
Dabei braucht dieses Projektionszentrum (das beim Aufstellen der Vorrichtung in den
Kugelmittelpunkt der Projektionswand zu bringen wäre) nicht notwendigerweise in einer der beiden Lichtquellen selbst zu liegen.
Eine Verlegung des Projektionszentrums läßt sich verschiedenartig ausgleichen, z. B.
durch eine Berichtigung der Lage der Sterne auf den bei der Projektion zur Verwendung
gelangenden Bildplatten oder durch eine Änderung der Neigung der Projektionsapparate
oder schließlich auch durch Wahl von Projektionsobjektiven von anderer Brennweite
und eine geeignete seitliche Versetzung dieser Objektive. Diese Zerlegung der zum
Projizieren der Fixsterne dienenden Einrichtungen ermöglicht es auch, störenden Schattenwurf
der zum Projizieren der Körper des Sonnens3rstems ■ dienenden Einrichtungen bei
der Darstellung des gesamten Fixsternhimmels zu verhindern. Diese letzteren Einrichtungen
lassen sich nämlich nunmehr zwischen den beiden Gruppen der zum Projizieren der
Fixsterne dienenden Einrichtungen anordnen, so daß sie außerhalb des Strahlenganges dieser
Einrichtungen liegen.
Bei den Vorrichtungen nach dem genannten Patent lassen sich von den Einrichtungen zum
Projizieren der Fixsterne und der Körper des Sonnensystems, die um eine gemeinsame, der
Weltachse parallele Achse drehbar angeordnet sind, die Gewichte in bezug auf diese Drehachse
nicht ohne Gegengewichte ausgleichen, weil der Schwerpunkt der Einrichtungen zum
Projizieren der Fixsterne auf dieser Drehachse selbst liegt, so daß also, weil ferner der
Schwerpunkt der Einrichtungen zum Projizieren der Körper des Sonnensystems außerhalb
dieser Drehachse liegt, der Schwerpunkt der gesamten Einrichtungen nicht auf dieser
Drehachse liegen kann, wie es, falls Gegengewichte erspart werden sollten, erforderlich
wäre. Ein solcher Ausgleich ohne Gegengewichte wird erst durch eine Anordnung ermöglicht,
bei der auch der Schwerpunkt der Einrichtungen zum Projizieren der Fixsterne außerhalb dieser Drehachse liegt. Zu diesem
Zweck müssen die um eine gemeinsame Lichtquelle herum gruppierten Einrichtungen zum
Projizieren der Fixsterne so gegenüber der Lichtquelle angeordnet und ausgebildet werden,
daß bei der Projektion die Wirkung erzielt wird, als erfolgte die Projektion von
einem Projektionszentrum aus, das, auf dieser Drehachse liegend, gegenüber der Lichtquelle
versetzt ist.
Um bei einer Vorrichtung nach dem genannten Patent beliebige Neigungen der
Weltachse gegenüber dem Horizont einstellen zu können, empfiehlt es sich, den äußeren
Lagerkörper, in dem die Einrichtungen zum Projizieren der Fixsterne und der Körper des
Sonnensystems um eine der Weltachse parallele Achse gelagert sind, um eine wagerechte
Achse drehbar anzuordnen, die jene erstere Drehachse senkrecht schneidet, und dabei das Traggestell so auszubilden, daß
Drehungen des Lagerkörpers um beliebige Winkel möglich sind.
Bei Vorrichtungen dieser Art lassen sich nicht die üblichen starkwandigen Traggestelle
verwenden, da diese bei gewissen Stellungen der bewegten Teile verhindern
wurden, daß das Licht der Projektionsapparate die Projektionswand trifft, so daß zeitweilige
Verdunkelungen der Gestirne verursacht werden wurden. Es kommen deshalb
nur solche Traggestelle in Frage, deren Bauteile senkrecht zur Projektionsrichtung (d. h.
tangential zur Projektionswand) geringe Stärke haben. Ganz besonders vorteilhaft
wird das Traggestell nur aus Spanndrähten bestehend hergestellt. Eine etwas größere
Stärke der Bauteile senkrecht zur Projektionsrichtung ist zulässig, wenn die Einrichtungen
zum Projizieren der Körper des Sonnensystems je eine Mehrzahl von gleichzeitig wirksamen Projektionsvorrichtungen
enthalten, die miteinander derart gekuppelt sind, daß ihre Achsen sich auf der Projektionswand
schneiden. Bei nicht zu kleinen Durchmessern der Projektionswand wird eine praktisch genügend große Genauigkeit der
Abbildung erreicht, wenn diese gleichzeitig wirksamen Projektionsvorrichtungen fest
miteinander verbunden sind.
Vorrichtungen nach dem genannten Patent können weiter dadurch vervollkommnet werden,
daß eine Einrichtung vorgesehen wird, um auf der Projektionswand Kreise zu projizieren,
die der Ekliptik und dem Äquator entsprechen. Diese Einrichtung besteht zweckmäßig aus einer Anzahl von Projektionsvorrichtungen,
die mit dem inneren Lagerkörper, in dem die Einrichtungen zum Projizieren der Fixsterne und der Körper des
Sonnensystems um eine Achse drehbar sind, die gegen die Weltachse um denjenigen Winkel
geneigt ist, den die Ekliptik mit dem Äquator bildet, fest so verbunden und ausgebildet
sind, daß sich auf der Projektionswand entweder der der Ekliptik entsprechende Kreis oder der dem Äquator entsprechende
Kreis projizieren läßt oder daß sich beide Kreise zusammen projizieren lassen. Diese Anordnung bietet, wenn der
Äquator projiziert wird, den Vorteil, daß seine Projektion an Drehungen, die die in dem
genannten Tragkörper gelagerten Einrichtungen gegen diesen erfahren, nicht teilnimmt.
Infolgedessen ergibt sich bei solchen Drehungen ohne weiteres das der Präzessionsbewegung
entsprechende Wandern des Äquators und (wenn die Ekliptik ebenfalls projiziert
wird) seiner Schnittpunkte mit der Ekliptik gegenüber den Fixsternen, Im Falle beide
Kreise projiziert werden sollen, ergibt sich eine besonders vorteilhafte Ausführungsform,
wenn die Einrichtung so getroffen wird, daß sich Teile von beiden Kreisen mittels ein und
derselben Projektionsvorrichtung projizieren lassen.
Eine weitere Verbesserung der Vorrichtun- no
gen nach dem genannten Patent besteht darin, daß eine Anzahl von Projektionsvorrichtungen
an dem Traggestell fest so angeordnet und ausgebildet werden, daß sich auf der Projektionswand
ein größter Kreis projizieren läßt, n5 der demjenigen Meridian entspricht, der
durch die Schnittlinie der durch die der Weltachse parallele Drehachse und die Lotrechte
bestimmten Ebene mit der Projektionswand bestimmt ist.
Auch die Projektion von anderen größten Kreisen und von Parallelkreisen läßt sich in
solcher Weise ermöglichen. Eine Anzahl dieser Kreise könnte man bereits mit Hilfe der erwähnten
Projektionsvorrichtungen projizieren.
In der Zeichnung ist zunächst ein Ausführungsbeispiel einer gemäß der Erfindung ausgestatteten
Vorrichtung dargestellt, die wie die in der Patentschrift 391036 zeichnerisch
dargestellte Vorrichtung dazu dient, die Fixsterne, die Sonne (©), den Mond (Q und die Planeten
Merkur (V), Venus (2), Mars (c"·),
Jupiter (I).) und Saturn (ft) auf eine kugelförmige Projektionswand zu projizieren und
die Bewegungen dieser Himmelskörper gegenüber der Erde auf dieser Projektionswand so ·
zu veranschaulichen, wie sie von einem bestimmten Punkt der Erde wahrgenommen wird. Abb. 1 zeigt die Vorrichtung im Aufriß,
teilweise in Ansicht, teilweise im Schnitt, Abb. 2 ist ein Grundrißschnitt und Abb. 3
eine Seitenrißansicht. Die Mechanismen zur Erzeugung der Bewegung der für die Pro- ;
jektion der Himmelskörper O, G 8>
5> c?> ' H- und ft maßgeblichen Teile sind in diesen |
Abbildungen der Übersichtlichkeit halber zum größten Teile weggelassen, nur das zugehörende
astronomische Zeichen ist an dem Ort eingeschrieben, an dem die entsprechenden Mechanismen angebracht sein müssen.
Die Mechanismen entsprechen vollständig den im Ausführungsbeispiel der Hauptpatentschrift
angegebenen, deshalb ist in der Zeichnung von ihrer erneuten Darstellung abgesehen
worden. Eine für gewisse Ausbildungen des Traggestells zweckmäßige Verbesserung der Mechanismen, die darin besteht, daß
zum Projizieren der Sonne, des Mondes und der Planeten zwei gleichzeitig zur Verwendung
kommende Projektionseinrichtungen angeordnet
sind, ist in Abb. 4 veranschaulicht, die einen Schnitt durch den in Abb. 2 der ge- ;
nannten Patentschrift dargestellten Mecha- ; nismus zur Projektion der Sonne darstellt,
der senkrecht zur Drehachse Y-Y durch die j Achse der Führungsstange yci hindurchgelegt j
ist. Abb. 5 und 6 stellen im Aufriß und im | Grundriß eine zweite zweckmäßige Form des
Traggestells für eine gemäß der Erfindung ausgebildete Vorrichtung dar. Die Bezeich- :
nung ist, soweit angängig, in Übereinstimmung >
mit der genannten Patentschrift gewählt.
Die neue Vorrichtung unterscheidet sich von der in der genannten Patentschrift beschriebenen
zunächst dadurch, daß die PoI-höhe einstellbar ist. Zu diesem Zweck ist der
Tragkörper b, in dem die Welle d um die i Achse Y-Y drehbar gelagert ist; die mit der ■
Drehachse X-X des Tragkörpers b den Win- : kel ; = 231Z2 0 einschließt, nicht unmittelbar '
an einem fest angeordneten Ständer drehbar gelagert, sondern an einem Körper«, der mit-'
tels zweier Zapfen nl und n2 an zwei Tragbalken
o1 und ar um eine Achse D-D drehbar
so gelagert ist, daß diese Drehachse auf der Drehachse X-X senkrecht steht und dabei
durch den Schnittpunkts der Drehachsen X-X und Y-Y hindurchgeht, der abweichend von
der in der genannten Patentschrift beschriebenen Vorrichtung innerhalb des Tragkörpers b
liegt. Die Tragbalken a1 und ar sind. mit
Hilfe von Seilen o1 und 0" so innerhalb der
kugelförmigen Projektionswand aufgehängt zu denken, daß der Schnittpunkt E im Kugelmittelpunkt
der Wand liegt und die Drehachse D-D wagerecht ist, wobei weitere Seile o3 und o* für unveränderliche Lage der
Tragbalken a1 und ar sorgen. Durch Drehen
des Körpers 11 um die Drehachse D-D kann der die Weltachse darstellenden Drehachse
X-X jede beliebige Stellung gegenüber der durch die Drehachse D-D bestimmten Horizontalebene
gegeben werden, so daß also jede beliebige Polhöhe einstellbar ist. Die jeweils eingestellte Polhöhe wird durch einen Zeiger
η3 des Zapfens n1 an einer Gradteilung a? 85
des Tragbalkens ar angezeigt. In der Zeichnung
ist die Einstellung so getroffen, daß die Drehachse X-X lotrecht ist; es ist demnach
die Polhöhe 900 zugrunde gelegt. Um die gewählte Polhöhe zu sichern, ist eine Klemmschraube
a° angeordnet, durch die der Körper 11 gegenüber den Tragbalken α1 und ar
feststellbar ist.
Der Antrieb des Tragkörpers b erfolgt mittels eines Zahnräderpaares b1, c1 von einer
in dem Körper 11 gelagerten Welle c aus, die durch einen Motor c2 angetrieben wird. Die
in dem Tragkörper b um die Achse Y-Y drehbar gelagerte Welle d, die durch eine Klemmschraube
d° gegenüber dem Tragkörper feststellbar ist, enthält einen Zeiger ώ°, der an
einer Gradteilung b2 des Tragkörpers die jeweilige
Stellung der Welle gegenüber dem Tragkörper anzeigt. Die Welle d ist mit zwei
Trägern d10 und d11 verschraubt. Der Trä-
gerd10 trägt vier Plattend2' und der Träger
d11 fünf Platten d2", die zur Achse Y-Y
senkrecht gelagert und durch Bolzen d3f
und ds" miteinander verschraubt sind. Zwischen diesen Platten sind die Mechanismen
zur Erzeugung der Bewegung der für die Projektion der Körper des Sonnensystems maßgeblichen
Teile untergebracht zu denken, und zwar zwischen den Platten d%' des Trägers d10
die Mechanismen für die Projektion der Sonne, des Mondes und des Merkur und zwischen den Platten d2" des Trägers d11 die
Alechanismen für die Projektion der Venus, des Mars, des Jupiter und des Saturn, wie
durch die entsprechenden astronomischen Zeichen angedeutet ist. Zum Antrieb der erstgenannten Mechanismen ist eine Welle dir
vorgesehen, die von einem an dem Träger d10
befestigten Motor dsr angetrieben wird, während
zum Antrieb der letztgenannten Mechanismen eine Welle d*" dient, die von einem
an dem Träger d11 befestigten Motor ds" angetrieben
wird.
Mit der am weitesten von dem zugehörenden Träger d10 bzw. d11 entfernten Platte dz'
bzw. c?2" ist ein Gehäuse d1' bzw. d1" von der
ίο Form einer hohlen Halbkugel so verschraubt, daß der Kugelmittelpunkt F bzw. G auf der
Drehachse Y-Y liegt. An jedem dieser beiden Gehäuse ist eine Vielzahl von Projektionsapparaten
d7' bzw. d~", von denen in der
Zeichnung an jedem Gehäuse nur sieben angedeutet sind und deren jeder zum Projizieren
eines Teiles des Fixsternhimmels dient, so befestigt, daß ihre Achsen sich im Kugelmittelpunkt
F bzw. G schneiden. Dabei ist den Projektionsapparaten d" eine an dem Gehäuse
d1' angeordnete Glühlampe dsr gemeinsam,
deren Glühfaden den Kugelmittelpunkt F umgeben, während den Projektionsapparaten
d~" eine an dem Gehäuse d1" angeordnete
Glühlampe da" gemeinsam ist, deren Glühfaden
den Kugelmittelpunkt G umgeben. Die Projektionsapparate d7' und d7" sind so an den
Gehäusen d1' und d1" verteilt zu denken, daß
die gesamten Fixsterne des Nord- und Südhimmels bis zu einer gewissen Größe projiziert
werden können, wobei auf den Diapositiven dieser Projektionsapparate die Fixsternbilder
so aufgetragen sind, daß bei der Projektion die gleiche Wirkung erzielt wird, als erfolgte die Projektion von dem gemeinsamen
Schnittpunkt B der Achsen X-X, Y-Y und D-D aus, der zugleich den Mittelpunkt
der kugelförmigen Projektionswand darstellt. Um auf die Projektionswand einerseits
einen größten Kreis projizieren zu können, der der Ekliptik entspricht und sich als
Schnittlinie der Projektionswand mit der auf der Achse Y-Y senkrecht stehenden Ebene
durch E ergibt, und anderseits einen größten j Kreis, der dem Äquator entspricht und sich
als Schnittlinie der Projektionswand mit der auf der AchseX-X senkrecht stehenden Ebene
durch E ergibt, sind sechs weitere Projektionsapparate vorgesehen. Von diesen Projektionsapparaten
ist eine Gruppe, p1, ρ2, p",
auf einer dem Träger ei10 zugewandten Konsolplatte
bs und eine zweite Gruppe, p*} p", ρ", auf
einer dem Träger d11 zugewandten Konsolplatte
b* befestigt. Dabei ist die Anordnung so getroffen, daß die optischen Achsen der
Projektionsapparate jeder Gruppe Mantellinien eines Kreiskegels darstellen, dessen
Drehachse mit der Achse X-X zusammenfällt und dessen Spitzenwinkel gleich dem Supplement
jenes Winkels ε ist, den die Achsen X-X und Y-Y miteinander einschließen. Die beiden
Kegel sind einander mit ihren Spitzen zugewandt, und die optischen Achsen der sechs
Projektionsapparate haben noch eine solche gegenseitige Lage, daß ihre rechtwinkligen
Projektionen auf eine zur Achse X-X senkrechte Ebene die Verbindungslinien des
Mittelpunktes eines regelmäßigen Sechsecks mit dessen Ecken ergeben. Dabei sind auf
den Diapositiven dieser sechs Projektionsapparate Bilder von Teilen beider größten
Kreise so aufgetragen, daß beim Projizieren die beiden Kreise sich ohne Unterbrechung
ergeben.
Um weiter auf der Projektionswand einen größten Kreis projizieren zu können, der
demjenigen Meridian entspricht, der sich als Schnittlinie der Projektionswand mit der zur
Achse D-D senkrechten Ebene durch B ergibt, sind an dem Tragbalken α1 vier Projektionsapparate
q\ q2, qs und qi befestigt.
Mit Rücksicht darauf, daß diese vier Projektionsapparate am festen Traggestell angebracht
sind, und in der Annahme, daß die Projektionswand nur eine Halbkugel ist, ist die gegenseitige Lage der Projektionsapparate
so gewählt, daß bei der Projektion nur die über der Horizontalebene liegende Hälfte
des Meridians zustande kommt.
Da bei den Drehungen des Tragkörpers b um die Achse X-X die Projektionsapparate q1
und q2 durch Vorlagern von an der Drehung teilnehmenden Teilen vor die Objektive dieser
Projektionsapparate außer Wirksamkeit gesetzt werden, sind an dem Tragbalken ar
noch zwei Projektionsapparate q1' und q2' angebracht,
die den Projektionsapparaten q1 und q" vollständig entsprechen, so daß die
von den Apparaten qv und qv projezierten
Linienzüge genau mit den von den Apparaten q1' bzw. q" projizierten Linienzügen zusammenfallen.
Bei der beschriebenen Aufhängung der Vorrichtung durch Seile können diese so
dünn gehalten werden, daß sie auch bei Verwendung nur einer einzigen Projektionsvorrichtung
für jeden Körper des Sonnensystems die Projektion nicht behindern. Bei stärkeren
Bauteilen empfiehlt sich eine Anordnung, wie sie beispielsweise durch Abb.4 veranschau- 11a
licht wird. Bei dieser Anordnung sind mit der Führungsstange js, die einerseits in einer
zylindrischen Bohrung e1 eines Führungskörpers e verschieblich und anderseits mittels
eines Halters j um eine der Achse Y-Y parallele Achse N-N drehbar gelagert ist (vgl.
auch Abb. 2 der Patentschrift 391036), zwei Projektionsapparate j1' und j1" so ver-'
schraubt, daß ihre optischen Achsen der Achse der Führungsstange je parallel sind.
Jeder dieser beiden Projektionsapparate enthält eine Glühlampe j-' bzw. p", einen Kon-
4B9557
densor j'"' bzw. ;3", eine Blende /*' bzw. 'f"
mit einer kleinen Öffnung jor bzw. /"" und ein
Objektiv p' bzw. /5". Jede der beiden Blendenöffnungen
j0' und j°" liegt außerhalb der
5 optischen Achse des zugehörenden Projektionsapparates so, daß die Bilder der Blendenöffnungen
sich beim Projizieren auf der Projektionswand decken. Die gleiche Wirkung läßt sich auch dadurch erzielen, daß die Blendenöffnungen
zentrisch zu den optischen Achsen der Projektionsapparate angeordnet und die Projektionsapparate so mit der Führungsstange
y° verschraubt werden, daß ihre optischen Achsen sich auf der Projektionswand
schneiden.
Abb. 5 und 6 veranschaulichen ein Traggestell, das an Stelle der bei der Vorrichtung
nach Abb. ι bis 3 benutzten Seile zur Verwendung
kommen kann. Das Traggestell besteht aus zwei Eisenfachwerken, die dünne Flachstäbe r enthalten und deren jedes einen
der beiden Tragbalken α1 und ar trägt. Die Stäber sind im wesentlichen so angeordnet,
daß bei jedem Stab die den beiden Breit-Seiten parallele und die beiden Schmalseiten
halbierende Ebene lotrecht ist und durch den obengenannten Schnittpunkt E der Achsen
X-X, Y-Y und D-D hindurchgeht. Beide Eisenfachwerke ruhen auf einer gemeinsamen
Grundplatte i.
Claims (8)
1. Vorrichtung zum Projizieren von Gestirnen auf eine kugelförmige Projektionswand,
dadurch gekennzeichnet, daß, um beliebige Neigungen der Weltachse gegenüber dem Horizont einstellen zu
können, der äußere Tragkörper (n), in dem die Einrichtungen zum Projizieren
der Fixsterne und der Körper des Sonnensystems um eine der Weltachse parallele Achse drehbar gelagert sind, um eine
wagerechte Achse drehbar angeordnet ist, die jene erstere Drehachse senkrecht schneidet, und daß dabei das Traggestell
für die Gesamtvorrichtung so ausgebildet ist, daß Drehungen des Tragkörpers (n)
um beliebige Winkel möglich sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtungen
zum Projizieren der Fixsterne um zwei Lichtquellen herum gruppiert und gegenüber den Lichtquellen so angeordnet
und ausgebildet sind, daß bei der Projektion die gleiche Wirkung erzielt wird, als
erfolgte die Projektion von einem gemeinsamen Projektionszentrum aus. j
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die um eine
gemeinsame Lichtquelle herum gruppierten Einrichtungen zum Projizieren der Fixsterne gegenüber dieser Lichtquelle so
angeordnet und ausgebildet sind, daß bei der Projektion die gleiche Wirkung erzielt
wird, als erfolgte die Projektion von einem Projektionszentrum aus, das, auf der der Weltachse parallelen Drehachse
liegend, gegenüber der Lichtquelle versetzt ist, um zu ermöglichen, daß sich die
Gewichte der Einrichtungen zum Projizieren der Fixsterne und der Körper
des Sonnensystems in bezug auf diese Drehachse ohne besondere Gegengewichte ausgleichen lassen.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Traggestell
aus Spanndrähten besteht.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtungen
zum Projizieren der Körper des Sonnensystems je eine Mehrzahl von Projektionsvorrichtungen
enthalten, die miteinander derart gekuppelt sind, daß ihre Achsen sich auf der Projektionswand
schneiden.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Anzahl von Projektionsvorrichtungen,
um auf die Projektionswand Kreislinien zu projizieren.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Projektionsvorrichtungen
mit dem inneren Tragkörper (&), in dem die Einrichtungen zum Projizieren der Fixsterne und der Körper
des Sonnensystems um eine Achse drehbar sind, die gegen die Weltachse um denjenigen
Winkel geneigt ist, den die Ekliptik mit dem Äquator bildet, fest so verbunden und ausgebildet sind, daß sich
auf der Projektionswand von zwei größten Kreisen, deren einer der Ekliptik und deren anderer dem Äquator entspricht,
mindestens einer projizieren läßt.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Projektionsvorrichtungen
mit dem Traggestell fest so verbunden und ausgebildet sind, daß sich auf der Projektionswand ein
größter Kreis projizieren läßt, der demjenigen Meridian entspricht, der durch no
die Schnittlinie der durch die der Weltachse parallele Drehachse und die Lotrechte
bestimmten Ebene mit der Projektionswand bestimmt ist.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEZ14903D DE439557C (de) | 1924-12-12 | 1924-12-12 | Vorrichtung zum Projizieren von Gestirnen auf eine kugelfoermige Projektionswand |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEZ14903D DE439557C (de) | 1924-12-12 | 1924-12-12 | Vorrichtung zum Projizieren von Gestirnen auf eine kugelfoermige Projektionswand |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE439557C true DE439557C (de) | 1927-01-14 |
Family
ID=7623670
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEZ14903D Expired DE439557C (de) | 1924-12-12 | 1924-12-12 | Vorrichtung zum Projizieren von Gestirnen auf eine kugelfoermige Projektionswand |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE439557C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE8914768U1 (de) * | 1989-12-15 | 1990-03-22 | Lührs, Hans-Joachim | Projektionsvorrichtung |
| DE4419227A1 (de) * | 1994-03-02 | 1995-09-14 | Peter H Prof Dr Richter | Astronomische Uhr |
-
1924
- 1924-12-12 DE DEZ14903D patent/DE439557C/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE8914768U1 (de) * | 1989-12-15 | 1990-03-22 | Lührs, Hans-Joachim | Projektionsvorrichtung |
| DE4419227A1 (de) * | 1994-03-02 | 1995-09-14 | Peter H Prof Dr Richter | Astronomische Uhr |
| DE4419227C2 (de) * | 1994-03-02 | 1998-04-09 | Peter H Prof Dr Richter | Astronomische Uhr |
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