DE435019C - Herstellung von Chlorkalk in Etagenapparaten - Google Patents
Herstellung von Chlorkalk in EtagenapparatenInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01B—NON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
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- C01B11/04—Hypochlorous acid
- C01B11/06—Hypochlorites
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Description
- Herstellung von Chlorkalk in Etagenapparaten. Es ist bereits bekannt, Chlorkalk in stehenden, mit Rührwerk ausgestatteten Etagenapparaten herzustellen, in denen der Kalk oben zugeführt wird, während das Chlorgas unten eingeleitet wird und sich so im Gegenstrom zum Kalk bewegt. -Zweck derartiger Apparate ist, eine bessere Regelung der Reaktionstemperatur zu erhalten und insbesondere zu erreichen, daß die letzte Stufe der Reaktion, bei der das Chlorgas auf Material einwirkt, das bereits sehr bedeutende Mengen Chlorkalk enthält, langsam verläuft, so daß die mit der Reaktion verknüpfte Wärmeentwicklung keine erhebliche Temperaturerhöhung im Produkt bewirkt. Der Apparat gibt Wärme durch Strahlung ah, und es ist auch vorgeschlagen worden, diejenigen Etagen zu kühlen, auf denen das genannte Stadium der Behandlung stattfindet.
- Es hat sich indessen herausgestellt, daß es trotzdem mit Schwierigkeiten verknüpft ist, die Temperatur in diesen Apparaten vollständig zu beherrschen, da es sehr leicht vorkommt, daß die Reaktion mit zu großer Geschwindigkeit verläuft und sich deshalb auf nur eine oder ein paar Etagen beschränkt, und zwar bei einer so raschen Entwicklung der Reaktionswärme, daß Kühlung und Strahlung nicht ausreichen, um die Temperatur auf der gewünschten niedrigen Höhe zu halten. Die Folge hiervon ist, daß das fertige Erzeugnis nicht den maximalen Inhalt an aktivem Chlor erreicht, da durch die zu hohe Temperatur Nebenreaktionen eintreten.
- Weiter haben die genannten Apparate den Mangel, daß der erzeugte Chlorkalk erheb- -liche Mengen an freiem Chlor einschließt, das beim Entleeren des Apparates entweicht und dabei die Arbeiter belästigt, auch treten Verluste an Chlorgas ein.
- Vorliegende Erfindung betrifft Vorkehrungen, diese Übelstände zu beseitigen, und be= steht darin, dem Apparate am Boden Luft zuzuführen, die gegebenenfalls i-orher getrocknet bzw. gekühlt ist.
- Die Luft wird zweckmäßig an einer Etage ganz unten im Apparate zugeführt, wo kein Chlorgas eingeleitet, aber das Erzeugnis durch das Rührwerk des Apparates noch in Bewegung gehalten wird. Durch die Zufuhr von Luft zu dem in Bewegung befindlichen Gut wird das in diesem eingeschlossene freie Chlor entfernt und mit dem Luftstrom den oberen Etagen zugeführt, wo es absorbiert und nutzbar gemacht wird.
- Neben der auf diese Weise erfolgenden Lüftung des fertigen Erzeugnisses, wodurch die Unannehmlichkeiten bei seiner Entleerung beseitigt werden, wird auch eine Erniedrigung der Reaktionstemperatur und dadurch wiederum eine Verteilung des Reaktionsvorganges auf mehrere Etagen erreicht, wodurch es leichter wird, die Temperatur zu beherrschen und zu regeln. Die letztere Wirkung kann noch dadurch unterstützt werden, daß das Chlorgas nicht wie bisher ausschließlich an einer Stelle zugeführt wird, sondern daß die Gaszufuhr auf eine Anzahl der unteren Etagen des Apparates verteilt wird: Die Erfindung ist auf beiliegender Zeichiiung veranschaulicht.
- Der Apparat ist durch wagerechte Böden a l; a. . . . a9 in eine Anzahl von Etagen, z. B. neun, unterteilt. Es ist ein Rührwerk vorgesehen, das zweckmäßig aus einer durchgehenden rotierenden. Welle g mit daran befestigten Rührarmen für die verschiedenen Etagen besteht. Der Kalk wird oben dem Apparat durch Trichter b und eine regelbare Speisevorrichtung zugeführt. Das Chlorgas wird durch Rohr c zugeleitet, das mit Regulierhähnen versehene Zweigrohre cl, C, c3, c4-zu. einer Anzahl von Etagen (gemäß der Zeichnung zu den Etagen z bis 5) besitzt.
- Die Zuführung des Chlorgases kann gegebenenfalls auch erst von der dritten Etage ab erfolgen. Es ist zweckmäßig, das Chlorgas in möglichst trockenem Zustande zu verwenden. Falls notwendig, wird das Gas vor dem Einleiten getrocknet. In der untersten Etage i wird kein Chlorgas zugeführt. Dagegen wird hier durch das Rohr d Luft eingeleitet. Die Luftzufuhr kann, wie in der Zeichnung angegeben, durch das unterhalb der ersten Etage befindliche Entleerungssilo f stattfinden. Die Luft wird vorteilhaft auf einem bestimmten Feuchtigkeitsgrad und einer bestimmten Temperatur erhalten. Besonders im Sommer ist e s zweckmäßig, die Luft durch einen Trockner bzw. eine Kühlvorrichtung e streichen zu lassen, bevor sie in den Chlorkalkapparat eintritt.
- Die Bewegung der Luft und des Chlorgases durch den Apparat wird durch eine oben auf demselben angebrachte, an dem Rohr !r angeschlossene Saugvorrichtung bewirkt.
- Bei Chlorkalkherstellung in Kammerapparaten wurde bereits vorgeschlagen, durch Zuleiten von trockener Luft oberhalb der am Boden der Kammer befindlichen Kalkschicht das dort vorhandene Chlorgas zu verdünnen, um die Reaktionsgeschwindigkeit und damit die Temperatur zu mäßigen.
- Während durch dies Verfahren nur der Gesamtvorgang der Chlorgasabsorption beeinflußt wird, ist es gemäß der Erfindung möglich, im besonderen in die letzte Stufe des Absorptionsvorganges regelnd einzugreifen und die besonders in diesem Stadium der Absorption leicht eintretenden Nebenreaktionen zu verhindern. Gleichzeitig wird der fertige Chlorkalk vor der Entleerung aus dem Apparat gelüftet. Auch kann durch Regelung von Temperatur und Feuchtigkeitsgrad der Luft, die hier dem fertigen und der Wirkung des Chlorgases entzogenen Erzeugnis zugeführt wird, eine Trocknung des Erzeugnisses erreicht werden, welche besonders für den Export nach Übersee manchmal erwünscht ist.
Claims (1)
- PATRNTANSPRÜCÜr: i.. Verfahren zur Herstellung von Chlorkalk in Etagenapparaten, dadurch gekennzeichnet, daß zu einer oder mehreren der untersten Etagen zweckmäßig getrocknete bzw. gekühlte Luft zugeführt wird, während das Chlorgas an der oder den nächst höheren Etagen eingeleitet wird. z. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführung des Chlorgases gleichzeitig an mehreren Etagen :erfolgt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK96024D DE435019C (de) | 1925-10-01 | 1925-10-01 | Herstellung von Chlorkalk in Etagenapparaten |
Applications Claiming Priority (2)
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|---|---|---|---|
| DEK96024D DE435019C (de) | 1925-10-01 | 1925-10-01 | Herstellung von Chlorkalk in Etagenapparaten |
| GB2344429A GB338940A (en) | 1929-07-30 | 1929-07-30 | Improvements in and relating to the manufacture of bleaching powder |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE435019C true DE435019C (de) | 1926-12-24 |
Family
ID=25984559
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK96024D Expired DE435019C (de) | 1925-10-01 | 1925-10-01 | Herstellung von Chlorkalk in Etagenapparaten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE435019C (de) |
-
1925
- 1925-10-01 DE DEK96024D patent/DE435019C/de not_active Expired
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