DE4345069C1 - Gelenkarmmarkise - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Gelenkarmmarkise nach dem
Oberbegriff des Anspruchs 1.
Eine derartige Markise ist durch die EP 0 397 906 bekannt.
Hierbei ist die Stellmutter als flach liegender Zylinderkör
per ausgebildet und der Sperrschieber durch eine Stange ver
körpert, die mittels einer Kulissenführung an den Gelenkarm
angekoppelt ist. In der Kippstellung der Koppelstange berührt
die Sperrschieberstange die Zylinderfläche der Stellmutter,
wodurch diese in ihrer Lage festgelegt ist.
Der die Stellmutter aufnehmende, an seiner Stirnfläche als
Zylindersegmentpfanne ausgebildete Führungskanal im Lagerklotz
schließt hierbei aufgrund seiner Formgestaltung eine Herstel
lung des Lagerklotzes aus stranggepreßtem Material aus.
Daher wird der Lagerklotz in herkömmlicher Weise im Kokillen
guß hergestellt. Abgesehen von der kostenaufwendigen Ferti
gung hat sich die mechanische Festigkeit solcher Lagerklötze
zumindest hin und wieder als nicht hinreichend erwiesen, des
gleichen die der Kulissenführung. Außerdem grenzen Stellmutter
und Sperrstange tangential aneinander, so daß sich entlang der
en Berührungsfläche eine hohe spezifische Belastung ergibt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die mechanische Sta
bilität des Lagerklotzes einschließlich des Koppelstangen-
Verstell- und Blockiermechanismus bei einem Geringstmaß an Auf
wand zu erhöhen sowie durch geeignete Ausgestaltung des Marki
senaufnahmeteils die Voraussetzung für eine vergleichsweise
schlankere Markisenausführung zu schaffen.
Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß mit den kennzeichnenden
Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Weiterbildungen und zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung
sind in den Unteransprüchen charakterisiert.
Als besonders vorteilhaft hat es sich erwiesen, den Sperrschie
ber vom Gelenkarm mechanisch zu entkoppeln und der Wirkung ei
ner Rückstellkraft auszusetzen, so daß er jeweils selbsttätig
in seine Ausgangslage zurückkehrt. Des weiteren wird durch die
unter Federwirkung stehende Stellmutter ein selbsttätiges
Verstellen der Koppelstange auch dann verhindert, wenn durch
anhaltende böige Winde verursachte Rüttelkräfte auf die Ge
lenkarme einwirken.
Die Erfindung wird im nachstehenden anhand der Zeichnung er
läutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht des Markisenaufnahme
teils mit Lagerbock und dem kippbar mit die
sem vereinigten Lagerklotz bei waagerecht
ausladendem Gelenkarm, teilweise im Schnitt,
Fig. 2 eine Ansicht entsprechend Fig. 1, jedoch mit
in einer Kipplage befindlichem Lagerklotz,
Fig. 3 eine Teildraufsicht auf das Aufnahmeteil
mit Lagerklotz und Sperrschieber,
Fig. 4 den Sperrschieber in perspektivischer Ansicht,
Fig. 5 eine perspektivische Darstellung des Auf
nehmeteils mit Koppelstange.
In den Fig. 1 und 2 ist mit 10 eine Konsole bezeichnet.
Diese ist im Falle der Fig. 2 mit Befestigungslöchern 11 für
das Anschrauben an eine senkrecht verlaufende Wand versehen
und weist in der Ausführungsform nach Fig. 1 einen mit Durch
brechungen versehenen wangenförmigen Fortsatz für die Be
festigung an einer Decke auf.
Die Konsole 10 weist in ihrem oberen Bereich eine gabel
förmige Ausformung 13 und an ihrem unteren Ende eine keulen
artige Erweiterung mit einer ebenen Schrägfläche 14 auf. In
die gabelförmige Ausformung 13 greift eine Nase 15 eines Mar
kisenaufnahmeteils 16 ein,das an seiner Unterseite einen
winklig abgebogenen Ansatz 17 enthält, dessen Innenfläche 17′
zur Anlage an die Schrägfläche 14 der Konsole 10 kommt. Zur
Festlegung des Aufnahmeteils 16 an der Konsole 10 dient eine
Wurmschraube 18, die in einer Gewindebohrung 19 im Ansatz 17
des Aufnahmeteils 16 sitzt und in eine korrespondierende Aus
nehmung 20 in der keulenartigen Erweiterung der Konsole 10
eingreift.
Wie aus den Fig. 1 bis 3 ersichtlich ist, ist im Lager
bock 16′ des Aufnahmeteils 16 ein mit dem Gelenkarm 39 verei
nigter, in seinem lagerbockseitigen Bereich gabelförmig aus
gebildeter Lagerklotz 40 zur Neigungseinstellung des jewei
ligen Gelenkarms kippbar gelagert. Zu diesem Zweck ist eine
die beiden Wangen 16′ und 16′′′ des Lagerbocks durchdringende
Querbohrung 41 für die Aufnahme einer Welle 42 vorgesehen, um
die der Lagerklotz 40 kipp- bzw. schwenkbar ist (siehe Fig. 5).
Im Lagerbock 16′ ist ferner ein in der Höhe und seitlich ge
gen die Welle 42 versetzter zylindrischer Bolzen 43 angeord
net und drehbar gelagert. Mit diesem Bolzen ist die Koppel
stange 44 derart vereinigt, daß sie um ihre Längsachse 44′
drehbar und nach oben und unten, also in der Zeichenebene der
Fig. 1 und 2, in Grenzen verschwenkbar ist. Der Bolzen 43 weist
eine ihn etwa hälftig durchdringende Querausnehmung 43′ auf,
die sich in eine Querbohrung 43′′ fortsetzt, durch die der
an seinem bolzenseitigen Ende mit einem sphärisch gerundeten
Halbkopf versehene Schaft der Koppelstange 44 hindurchgeführt
ist. Die ebene untere Fläche des Kopfes der Koppelstange kommt
dabei zur Anlage an die Grundfläche der Querausnehmung 43′
des Bolzens 43 und verhindert eine Axialverschiebung der Kop
pelstange 44, die ansonsten als Gewindebolzen ausgebildet ist
und sich durch entsprechende Freiräume im Lagerbock 16′ und
im Lagerklotz 40 in Richtung des jeweiligen Gelenkarms 39 er
streckt.
Auf die Koppelstange 44 ist eine Stellmutter 45 aufge
schraubt, die beim Drehen der Koppelstange in einem Führungs
kanal 46 bis zu einer der Außenkontur der Stellmutter ange
paßten Anschlagbegrenzung nach vorne bewegbar ist und bei
Betätigung der zu diesem Zweck mit einer geeigneten Handhabe
versehenen Koppelstange in umgekehrter Richtung anschlagfrei
rückwärts bewegbar ist. Die Handhabe kann dabei durch einen
Mehrkantansatz oder einfach durch einen Eingriffsschlitz für
eine Schrauberklinge verwirklicht sein.
Die Stellmutter 45 ist als an seinen beiden Enden sphärisch
gerundeter Längskörper mit vorzugsweise zylindrischem Zwi
schenteil ausgebildet, der aufrecht im Führungskanal 46 ange
ordnet ist, so daß seine Längsachse 47 senkrecht zur Längs
achse 44′ der Koppelstange 44 verläuft. Die Gewindebohrung
45′ der Stellmutter ist dabei vorzugsweise unterhalb ihres
Achsmittelpunkts 48 vorgesehen (dies gilt sowohl bezogen
auf die Mitte der Längsachse 47 als auch bezogen auf den Mit
telpunkt sämtlicher Achsen). In ihrem oberhalb der Gewinde
bohrung 45′ befindlichen Bereich weist die Stellmutter 45 eine
quer zur Gewindebohrung 45′ verlaufende Durchgangsbohrung 49
auf, die gegen den Lagerbock 16′ zu, also an ihrer Vorder
seite, in einen offenen Schlitz 50 ausmündet, dessen lichte
Weite geringer ist als der Durchmesser der Durchgangsbohrung
49. Um ein selbsttätiges Drehen der Koppelstange 44 und damit
ein unbeabsichtigtes Verändern der Neigungslage des betref
fenden Gelenkarms zu verhindern, ist eine Feder 51 über die
Koppelstange 44 geschoben, die sich mit ihrem einen Ende an
der Stellmutter 45 abstützt und mit ihrem anderen Ende am
Bolzen 43 anliegt.
Zur Blockierung bzw. Arretierung der Koppelstange 44 in der
jeweils eingestellten Kipplage des Lagerklotzes 40 und damit
des zugehörigen Gelenkarms 39 dient ein Sperrschieber 52. Wie
die Fig. 3 und 4 zeigen, ist der Sperrschieber als zylindri
scher Bolzen ausgebildet, der unter der Wirkung einer Rückstell
feder 53 steht und vom Gelenkarm 39 mechanisch entkoppelt ist.
Der Sperrschieber weist in seinem vorderen Bereich eine Ein
schnürung 54 auf, wodurch eine Verjüngung erhalten ist, deren
Durchmesser kleiner ist als die Breite des Schlitzes 50 in der
Stellmutter 45. Die Betätigung des Sperrschiebers 52 erfolgt
durch den Gelenkarm 39 bei dessen Auslenkung. Der Sperrschie
ber wird dabei in Pfeilrichtung gegen die Rückstellkraft der
Feder 53 verschoben. In seiner Endlage greift der volle Um
fang 52′ des Bolzens des Sperrschiebers in die Durchgangs
bohrung 49 der Stellmutter 45 ein. Die auftretenden Kräfte
und Drehmomente verteilen sich daher praktisch auf die ge
samte Berührungsfläche des im Eingriff mit der Stellmutter 45
stehenden Bolzens des Sperrschiebers 52. Damit ist eine
hohe mechanische Stabilität des Blockier- bzw. Verriegelungs
mechanismus gewährleistet, so daß auch bei verhältnismäßig
großen auf die Gelenkarme einwirkenden Drehmomenten Material
verformungen weitestgehend vorgebeugt ist. Da hierdurch auch
spielbedingte Rüttelkräfte vermindert werden, ist eine Ur
sache für ein selbsttätiges Verstellen der Stellmutter weit
gehend und durch die auf die Stellmutter einwirkende Feder 51
praktisch ganz beseitigt.
Dadurch, daß der Schlitz 50 der Stellmutter 45 eine größere
lichte Weite aufweist als die Einschnürung 54 des Sperrschie
bers 52, ist ein Verstellen der Stellmutter relativ zum Sperr
schieber in dessen Entriegelungslage ohne weiteres möglich.
Die Kontur des Führungskanals 46 ist den kugelförmig abge
rundeten Enden der Stellmutter so angepaßt, daß die Stell
mutter leicht verschiebbar ist.
Der Sperrschieber 52 ist in seinem rückwärtigen Bereich mit
einer Ausnehmung 58 versehen, deren Begrenzungskanten einen
vorderen und hinteren Anschlag 56, 57 für einen in die Aus
nehmung eingreifenden Anschlagstift 59 bilden.
Als Anschlagbegrenzung für den Sperrschieber 52 reicht grund
sätzlich der vordere Anschlag 56 aus.
Die durch die Formgestaltung der Stellmutter 45 möglich ge
wordene fertigungstechnisch einfache Herstellung des Führungs
kanals 46 erlaubt die Verwendung von stranggepreßtem Material
als Werkstoff für den Lagerklotz 40.
Der Führungskanal 46 einschließlich seiner Anschlagbegren
zung für die Stellmutter 45 ist mit einem Fräsvorgang her
stellbar. Es hat sich als zweckmäßig erwiesen, den Nei
gungswinkel ϕ des Führungskanals 46 im Bereich zwischen 14°
und 16° zu wählen.
Im Falle der Ausgestaltung der Gelenkarmmarkise mit einer
Hülse weist, wie die Fig. 1 und 2 zeigen, das Aufnahme
teil 16 einschließlich seines Lagerbocks 16′ eine wenigstens
angenähert halbkreisförmige Innenkontur auf, die mit zwei
als Eingriffs-und-Fixiervertiefungen dienenden Hinterschnei
dungen 23, 24 für die Halterung eines oberen Hülsenteils versehen
ist, das korrespondierende Eingriffsnasen enthält. Der La
gerbock 16′ des Aufnahmeteils 16 läuft hülsenseitig in einen
sich nach vorne keilförmig verjüngenden Ansatz 30 aus, der
von einem hakenförmigen Ausleger eines unteren Hülsenteils
über- bzw. umgriffen wird. Das obere und das untere Gehäuse
teil sind durch eine Feder-Nutverbindung miteinander ver
einigt. Zur mechanischen Festlegung der beiden Hülsenteile
dient wenigstens eine Gewindeschraube 35, die in eine durch
gehende, gegen die Konsole hin geneigt verlaufende Gewinde
bohrung 36 eingeschraubt ist.
Claims (6)
1. Gelenkarmmarkise mit an wenigstens zwei im Abstand von
einander angebrachten Tragkonsolen befestigbaren oder
durch die Tragkonsolen selbst gebildeten Aufnahmeteilen,
die an ihrem der Befestigungsseite abgewandten Endbereich
jeweils als Lagerbock für einen mit einem Gelenkarm verei
nigten Lagerklotz ausgebildet sind, der im Lagerbock zur
Neigungseinstellung der Gelenkarme kippbar gelagert und mit
tels einer die Kippbewegung zulassenden und begrenzenden
Koppelstange an den Lagerbock angekoppelt ist, wobei die
Koppelstange in ihrem sich an die Koppelstelle anschließenden
Teil mit einem Gewinde für die Aufnahme einer Stellmutter
versehen ist, der ein Längsführungskanal im Lagerklotz zu
geordnet ist, und wobei die Koppelstange in der jeweiligen
Ausfallage mittels eines über den Gelenkarm betätigten, auf
die Stellmutter einwirkenden Sperrschiebers blockierbar ist,
dadurch gekennzeichnet, daß die Stellmutter (45) als an
seinen beiden Enden sphärisch gerundeter, aufrecht stehender
Längskörper mit senkrecht zur Längsachse (44′) der Koppel
stange (44) verlaufender Längsachse (47) ausgebildet ist und
oberhalb ihrer Gewindebohrung (45′) eine Durchgangsbohrung
(49) für den Sperrschieber (52) aufweist, die sich quer
zur Gewindebohrung (45′) erstreckt und gegen den Lager
bock (16′) des Aufnahmeteils (16) zu in einen offenen
Schlitz (50) mit geringerer lichten Weite als der Durchmesser
der Durchgangsbohrung (49) mündet.
2. Gelenkarmmarkise nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Sperrschieber (52) vom Gelenkarm (39) mechanisch entkop
pelt ist und unter der Wirkung einer Rückstellfeder (53)
steht.
3. Gelenkarmmarkise nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Sperrschieber (52) als in seinem vorderen
Bereich mit einer Einschnürung (54) versehener zylindrischer
Bolzen ausgebildet ist, wobei die Einschnürung (54) einen
geringeren Durchmesser aufweist als der offene Schlitz (50)
der Stellmutter (45).
4. Gelenkarmmarkise nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der Sperrschieber (52) in seinem rückwärtigen Bereich
mit einer wenigstens eine Anschlagkante (56) bildenden
Ausnehmung (58) versehen ist, in die ein Anschlagstift (59)
eingreift.
5. Gelenkarmmarkise nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Gewindebohrung (45′) der
Stellmutter (45) im Bereich unterhalb deren Mittelpunkt
vorgesehen ist.
6. Gelenkarmmarkise nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß auf die Stellmutter (45) eine
auf der Koppelstange (44) angeordnete Feder (51) einwirkt,
deren anderes Ende am die Koppelstange (44) aufnehmenden
Schwenkbolzen (43) abgestützt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934345069 DE4345069C1 (de) | 1993-12-31 | 1993-12-31 | Gelenkarmmarkise |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE19934345069 DE4345069C1 (de) | 1993-12-31 | 1993-12-31 | Gelenkarmmarkise |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4345069C1 true DE4345069C1 (de) | 1995-04-27 |
Family
ID=6506578
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE19934345069 Expired - Fee Related DE4345069C1 (de) | 1993-12-31 | 1993-12-31 | Gelenkarmmarkise |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4345069C1 (de) |
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1993
- 1993-12-31 DE DE19934345069 patent/DE4345069C1/de not_active Expired - Fee Related
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