DE4345047A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Transport von Gütern - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung
zum Transport von Gütern mittels zweier kombinierter Trans
portsysteme auf verschiedenen Trassen, wobei die Geschwin
digkeit eines ersten Transportsystems mit der augenblickli
chen Geschwindigkeit eines zweiten Transportsystems synchro
nisiert wird und wenigstens einzelne Güter oder Transport
einheiten während der Fahrt vom einen Transportsystem auf
das andere ver- und/oder entladen werden.
Hierbei wird ausgegangen von dem sich etwa seit einem Jahr
hundert abspielenden Konkurrenzkampf zwischen Schiene und
Straße, wobei der Straße mit unterschiedlichen Transportfahr
zeugen immer bestimmte Vorteile zukommen. So vor allem die
höhere und schnell zu ändernde Geschwindigkeit von Straßen
fahrzeugen, die bessere Dämpfung durch luftgefederte Räder
oder Reifen gegen Schläge und Rattern zwischen der Schiene
und metallischen Rädern und Reifen.
Synchronisiervorgänge kommen in der mechanischen Fertigung
des öfteren vor, auch zwischen unterschiedlich schnell be
wegten Bauteilen. Bei Verkehrssystemen, insbesondere beim
Gütertransport haben jedoch Synchronisationen von Transport
einheiten, Gepäckstücken und dergleichen bisher keine son
derliche Bedeutung erlangt.
Besondere Effekte ergeben sich jedoch dadurch, daß man das
Transportgut einmal einer niedrigeren und zum andern einer
höheren Geschwindigkeit aussetzt. Nach einer besonderen Aus
gestaltung der Erfindung werden die Transportgüter beider
Transportsysteme auf Zwischenträgern angebracht, die zwi
schen den beiden Transportsystemen eingeschaltet sind und
mit dem Transportgut vom einen auf das andere Transportsys
tem umgesetzt werden. Um beide Transportsysteme vorteilhaft
einsetzen zu können, ist es daher wesentlich, daß die Um
setz- oder Verladevorgänge möglichst kurzzeitig und damit
schnell erfolgen.
Es müssen also Schnellverladeeinrichtungen zum Einsatz ge
bracht werden, die ein Ver- und/oder Umladen in möglichst
beide Transportrichtungen zulassen, um durch die Kombina
tion besonders schneller und langsamerer Transportvorgänge
die hier gewünschten Effekte zu erzielen.
So sollen erfindungsgemäß die Verladeeinrichtungen die zu
verladenden Transporteinheiten dem jeweiligen Transportsys
tem während der Fahrt seitlich zuführen.
Hierfür ist es wiederum bedeutsam, daß beide Transportsys
teme, von welchen wenigstens eines Züge als Transportmittel
einsetzt, während der Fahrt be- und entladen werden können.
Dabei ist es wesentlich, daß ein an einer Verladestation
vorbeifahrender Zug im Anfangsbereich entladen und im End
bereich beladen wird, ohne daß sich die beiden Ladebereiche
überschneiden oder auf andere Weise stören.
Bei entgegengesetzter Fahrtrichtung sollte dagegen der zu
nächst als Beladebereich verwendete Teilbereich des Zuges
zum Entladebereich und der Entladebereich zum Beladebereich
umfunktioniert werden.
Es können also Be- und Entladevorgänge gleichzeitig durchge
führt bzw. ingang gesetzt werden, was die Gesamtladezeit dop
pelt ausnutzt mit dem Resultat, daß insgesamt die Ladezeit
wesentlich verkürzt wird.
Als zweckmäßig hat es sich erwiesen, die Ladungseinheiten
vor dem Beladen auf als Zwischenträger dienenden Plattformen
abzustellen, die in ihrer Längsrichtung parallel zum vorbei
fahrenden Zug ausgerichtet und durch wenigstens eine an der
Plattform angebrachte Leitrolle und ein in die Station ein
gebrachtes Schienensystem geführt sind. Auf diese Weise las
sen sich die Ladungseinheiten quer zur Fahrtrichtung des Zu
ges bewegen beziehungsweise verlagern.
Die Führung bei dieser Relativbewegung kann durch Führungs
rollen bewerkstelligt werden, die in das Leitsystem der je
weiligen Ver- und/oder Entladestation eingreifen. Dabei kann
das Leitsystem in Fahrtrichtung verlaufende Nuten oder Rip
pen aufweisen, die mit entsprechenden Erhebungen oder Ver
tiefungen des Rad- oder Rollenumfangs kämmen.
Beim Entladen müssen die zuvor eingerasteten Plattformen je
weils wieder ausgerastet werden, wenn deren Führungsrollen
in das Leitsystem der Station eingegriffen haben.
Zu dem Zweck, die Plattformen in einer beliebigen Reihenfol
ge -u entladen, lassen sich am Anfang des Stationsleitsys
tems Leitelemente wie Latten, Zungen oder Klappen anbringen,
die ausgewählte Plattformen in die Station einsteuern oder
auch aus dieser aussteuern bzw. sie in weitere Verladestatio
nen einsteuern.
Die Verladeeinrichtungen, die auch ortsbeweglich sein kön
nen, lassen sich in örtlichen Verladestationen einrichten,
die an Straßen und/oder Schienenwege angeschlossen sind.
Dabei sollen allerdings die Standorte für die Verladesta
tionen bzw. Verladeeinrichtungen so gewählt werden, daß der
Weg von der Straße auf die Schiene und von der Schiene auf
die Straße in möglichst kurzer Zeit bewältigt werden kann.
So empfiehlt es sich, die Verladestationen an existierenden
kleinen Bahnhöfen mit Nebengleis einzurichten und die
Schnellverladeeinheiten oder -einrichtungen in verkehrsgün
stig gelegene bereits existierende Güterverladestationen zu
integrieren.
Die Erfindung betrifft ferner eine Vorrichtung zum Ausüben
des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Transport von Gütern.
Weitere Ausgestaltungen und Vorteile der Erfindung sind in
den Unteransprüchen herausgestellt und in der anschließenden
Beschreibung von Ausführungsbeispielen der Erfindung erläu
tert. Es zeigen
Fig. 1 im Grundriß einen Gesamtplan einer kombinier
ten Be- und Entladestation für Transportein
heiten;
Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II in Fig. 1,
Fig. 3 eine Aufsicht auf den Unterbau für Eisenbahn
waggons,
Fig. 4 eine Aufsicht auf eine Verladeplattform,
Fig. 5 eine Seitenansicht einer solchen Verladeplatt
form mit Führungsbahn,
Fig. 5a eine Seitenansicht einer Führungsbahn nach der
Linie V-V in Fig. 4 geschnitten,
Fig. 6 eine Darstellung der Beschleunigungs- und Ab
bremsvorrichtung mit daneben liegender Schiene,
Fig. 7 einen Schnitt nach der Linie VII-VII in Fig. 6,
und
Fig. 8 eine Seitenansicht der Beschleunigungs- und Ab
bremsvorrichtung mit Plattform nach Linie VIII
in Fig. 6 geschnitten.
Beim Ausführungsbeispiel sind eine Schienentrasse 1 und ein
oder mehrere Fahrzeugstraßen 11 so miteinander verbunden,
daß Transportgüter mittels Führungsrinnen 14 eines Schienen
systems 18 aus einer oder mehreren Schienentrassen 37 an we
nigstens eine Straßentrasse, insbesondere einen Fernverkehrs
weg herangeführt und dort als ganze Transporteinheiten oder
einzelne Güter zur Fahrtrichtung eines oder mehrerer Züge
von einem Transportsystem in ein anderes überladen werden
kann.
Mit 6 sind Be- oder Entladeführungen bezeichnet, die ein
klappbare Führungsrollen 8 mit Lagern 9 und einer Rollenbe
festigung 10 für die Führungsrollen aufweisen.
12 ist ein Schalthebel, der vom fahrenden Zug betätigt wird,
wenn dieser in eine Beschleunigungszone einfährt und zum an
dern, wenn er in eine Bremszone überwechselt. 14 sind Füh
rungsrinnen, 15 bezeichnet eine Wasserablaufsicke, 16 ist
eine Ladeweiche im Schienensystem 18. Mit 17 sind Leitele
mente wie Klappen 13, Leitzungen oder Pfeile bezeichnet. 29
ist eine Grube für die Verschiebevorrichtung.
Mit 18 ist ein ganzes Schienensystem für einzelne oder meh
rere Stationen bezeichnet, mit 19 ein Unterbau für Eisen
bahnwaggons. 20 ist eine Zugmaschine bzw. Lokomotive oder ei
ne andere mobile Antriebsvorrichtung.
21 ist das Zugseil einer Seilwinde 22, die mit Bändern eines
stufenlosen Getriebes 23 als Beschleunigungs- und Abbrems
vorrichtung 24 für einen Zug aus einer Vielzahl von Eisen
bahnwaggons ausgestattet ist. 26 sind Waggonräder, und 27
ist der Bahnsteig.
Mit 31 sind Kugelrollen bezeichnet, die über ebene Flächen,
so beispielsweise auf der Bahnsteigoberseite laufen können.
c ist die Bahnsteighöhe, d die Grubenhöhe, und 39 ist eine
Plattformaufnahme, in welcher wenigstens eine Plattform quer
zur Fahrtrichtung verschiebbar aufgenommen werden kann.
Mit 41 ist eine Arretierung bezeichnet, mit b die Zugfahrt
richtung, und mit a das Gefälle bei Ein- und Ausfahrt.
48 bezeichnet eine Transporteinheit, die einzeln auf der
Plattform 4 festgelegt ist. Dies kann die Zugmaschine 20
sein oder ein anderes großes Aggregat, soweit es auf einer
einzigen Verladeplattform Platz findet.
Zweck der Erfindung ist es, den Güterverkehr, der zur Zeit
noch überwiegend über die Straße abgewickelt wird, unter
Einsatz des Schienenweges auf vorteilhafte Art und Weise zu
kombinieren. Um dies zu ermöglichen, soll die Geschwindig
keit des Güterverkehrs auf der Schiene der auf der Straße
angepaßt werden.
Weitergehendes Ziel der Erfindung ist es jedoch, den Güter
verkehr auf der Schiene so zu gestalten, daß sich die Fahr
zeit gegenüber der Straße wesentlich reduziert.
Die Beförderungsart auf der Straße soll voll erhalten blei
ben. Dies bedeutet, daß die maximale Last, entweder die Zug
maschine, der komplette Lkw oder dessen Auflieger auf der
Schiene transportiert wird.
Zudem sollen Mittel- und Langstrecken auf die Schiene ver
legt werden. Man kann also bestimmte Verkehrswege oder Ver
kehrswegteile wie Verkehrsknoten rationell als Kurzstrecken
auf die Schiene verlagern. Auf diese Weise lassen sich die
derzeitigen Kosten im Güterverkehr der Bahn so reduzieren,
daß die Schiene gegenüber der Straße voll konkurrenzfähig
wird.
Die einzelnen Verladestationen 2, 3 ermöglichen bei geringem
technischen Aufwand kostengünstige Lösungen. Ferner ergeben
sich sehr kurze Ent- und Beladezeiten (maximal 10 Minuten
für beide Vorgänge bei einem 1000 m langen Zug). Dies ist
mit den bekannten Mitteln grundsätzlich zu erreichen.
Der Platzbedarf wird zudem außerordentlich klein gehalten,
insbesondere läßt sich die mechanische Konstruktion so ge
stalten, daß sie sich in bestehende Verladestationen inte
grieren läßt. Bei der Be- und/oder Entladung bleibt auch der
Energiebedarf extrem klein.
Um den hier gestellten Anforderungen gerecht zu werden, wur
de folgendes Grundkonzept entwickelt:
- a) Die zu verladenden Transporteinheiten 48 müssen dem Zug seitlich zugeführt werden.
- b) Der Be- und Entladevorgang wird bei fahrendem Zug durchgeführt.
- c) Ein an einer Station 2, 3 vorbeifahrender Zug wird im Anfangsbereich entladen, im Endbereich beladen; bei entgegengesetzt fahrendem Zug wird der vorherige Be ladebereich zum Entladebereich, entsprechend ändert sich dann auch der vorherige Entladebereich.
- d) Die Transporteinheiten 48 werden vor dem Beladen auf Verladeplattformen 4 abgestellt, und diese sind in ihrer Längsrichtung parallel zum vorbei fahrenden Zug ausgerichtet und werden durch wenigstens eine Füh rungsrolle 8 und ein speziell in die Station einge brachtes Schienensystem 18 geführt.
- e) Die Beladung erfolgt durch einen speziellen Leitme chanismus 5, 6, der die jeweilige Verladeplattform 4 auf die Geschwindigkeit des Zuges bis zu v1 = v2 be schleunigt und sie in den leeren Schienenlader 7 ein führt. Dabei dient die Bewegungsenergie des Zuges zur Mitnahme und Übergabe der Transporteinheiten 48 und Verladeplattformen 4.
- f) Beim Entladen rasten die einzelnen Verladeplattformen 4 wieder aus, wenn deren Führungsrollen 8 in die Füh rungsrinnen 14 der Entladestation 3 eingegriffen ha ben. Um die Plattformen in einer beliebigen Reihen folge zu entladen, sind am Anfang des Stationenleit systems Leitelemente 17 wie Klappen 13 angebracht, die entweder eine Verladeplattform in die betroffene Station selbst oder in etwa die zweite oder dritte Entladestation 3 einsteuern.
Die Be- und/oder Entladestationen 2, 3 sind so gestaltet, daß
in kürzester Zeit der Weg von der Fahrzeugstraße 11 auf die
Schiene 18 und umgekehrt zurückgelegt werden kann.
Um möglichst kurze Anfahrtwege zu erhalten, müssen diese
Stationen in Autobahnnähe liegen bzw. ihre Standorte müssen
so gewählt werden, daß der Weg von der Straße auf die Schie
ne minimiert ist. Sinnvoll ist es vor allem aus Gründen der
Kostenreduzierung, diese Stationen an existierenden Bahnhö
fen mit Nebengleis zu planen.
Es ist ferner möglich, in verkehrsgünstig gelegene, bereits
existierende Güterverladestationen mit relativ geringem Auf
wand Schnellverladeeinheiten zu integrieren. Versuche haben
gezeigt, daß es dann ausreicht, wenn Ladeschluß nur wenige
Minuten vor Abfahrt des Zuges ist und der Ladebeginn etwa 30
Minuten vor Abfahrt.
Die Aufenthaltsdauer des Zuges in der Station beträgt dann
ca. 10 Minuten. In dieser Zeit können bis zu 60 Lkw ent- und/oder
beladen werden.
Als Transportwagen werden übliche bzw. genormte Güterwagen
mit einer auf Rollen, insbesondere Kugelrollen 31 zur Seite
verschiebbaren Verladeplattform 4 verwendet. Dabei kann die
ausladende Plattform zusätzlich unterstützt werden.
Beispielsweise fährt der Zug mit ca. 15-20 km/h die Stationen
an und wird mittels zusätzlicher Vorrichtungen beschleunigt.
Hierzu dient vor allem ein stufenlos regelbares Gebtriebe
als Beschleunigungs- und Abbremsvorrichtung mit vorzugsweise
zwei regelbaren Bändern. Zunächst fährt der Zug zweckmäßi
gerweise in einer leichten Steigung, in die mehrere Gefälle
abschnitte eingebaut sind, so daß das stufenlose Getriebe
entlastet wird. Dieses Getriebe wird dabei eingeschaltet und
die Plattform wird unter der Wirkung des Gefälles und einer
verbleibenden Geschwindigkeitserhöhung beschleunigt, bis bei
de Wagengruppen gleiche Geschwindigkeit haben, also synchron
laufen.
In diesem Zustand kann auch eine mehr oder weniger hart grei
fende Kupplung zwischen den Wagen der beiden Transportsyste
me TI und TII geschlossen werden. Bei sauberer Gleisgestal
tung bildet der Zug dann einen mehrgliedrigen und in sich
starren Stab, der nur quer zu seiner Länge in begrenztem Ma
ße flexibel ist. Zur zusätzlichen Führung der Plattform 4
läuft diese auf gesonderten Führungsrollen 8, beispielsweise
den schon erwähnten Kugelrollen, auf dem Schienensystem,
kann also unmittelbar auf den Lader aufgerollt werden.
Die Ladung ist dann beidseitig be- und entladbar und wird
durch ein nicht dargestelltes Arretierungssystem 41 am Lader
festgelegt.
Die beiden Trassen der Beladestation 2 und der Entladesta
tion 3 sind normalerweise durchgehend, in aller Regel auch
geradlinig kurvenlos gestaltet. Man kann also mit voller Ge
schwindigkeit durchfahren, wobei der Hebel 12 zur Umschal
tung der zugehörigen Weiche der Verladeplattform 4 etwa in
der Mitte der beiden Führungsrollen 8 des Schienenstranges
bzw. der Führungsrinnen 14 angeordnet ist.
Die Seilwinde 22 dient zur Rückführung des Zugseiles 21 und
der gegebenenfalls an diesem Seil noch angeschlossenen
Transportmittel und wird automatisch im Zuge der Steuerung
der Beschleunigungs- und Abbremsvorrichtung zurückgeführt
bzw. umgesteuert.
Nach Fig. 2 ist an jedes der beiden Seile 21 eine Verlade
plattform 4 angeschlossen. Diese sind auf Schienensystemen
18 geführt, die jeweils auf dem Boden einer Grube 14 mit un
terschiedlicher Höhe angebracht sind und unterschiedliche
Höhe aufweisen.
Es ist daher als Balkensystem die linke Verladeplatte 4 voll
ausgezogen, die rechte mit Anschlußarmaturen in Strichpunkt
linien gezeichnet, wobei jeweils die Be- oder Entladeführung
6 als eine nach oben geöffnete Rechteckrinne dargestellt ist
und Führungsrollen 8 jeweils am Rand des Bahnsteigs 27 lau
fen und dadurch die Querführung der Verladeplattform über
nehmen. Dabei ist die Wasserablaufsicke 15 in die Führungs
rinne 14 eingelassen. Auch die Lager 9 zur Befestigung der
Führungsrollen 8 sind gemäß den Fig. 4 und 5 vertieft in
der Wasserablaufsicke 15 angeordnet.
Nach den Fig. 6 und 7 liegen die gegensinnig bewegbaren
Verladeplattformen 4 in der Mittelebene 30 bei Betriebsstill
stand bündig aneinander. Es kann auch während der Fahrt eine
gegenseitige Abstützung und damit eine Dämpfung von Schwin
gungen und dergleichen erfolgen. In Fig. 6 sind die Mitneh
mer 25 erkennbar, die in einer Rinne 32, welche unterhalb
der Bahnsteigebene die Plattformaufnahme 39 bildet und auf
beiden Stirnseiten mit Puffern 38 versehen ist, während die
stufenlosen Getriebe 23 zwischen den Rädern 26 angebracht
sind.
In Fig. 6 sind zwei endlose Antriebsbänder 36 des stufen
losen Getriebes zu erkennen, die mit geringem Zwischenab
stand von Ober- und Unterseite eines langgestreckten Füh
rungskastens 44 laufen.
Fig. 8 zeigt schließlich den in der langgestreckten Grube
29 angeordneten Führungskasten 44 mit jeweils zwei diametral
angeordneten Mitnehmern 25 und der elektrischen Nachstell
einheit 28, die gegebenenfalls eine Weiterführung der Bewe
gung des Transportbandes 43 auch zu Antriebspausen aufrecht
erhält.
Claims (21)
1. Verfahren zum Transport von Gütern mittels zweier kombi
nierter Transportsysteme auf verschiedenen Trassen, wobei
die Geschwindigkeit eines ersten Transportsystems mit der
augenblicklichen Geschwindigkeit eines zweiten Transportsys
tems synchronisiert wird und wenigstens einzelne Güter oder
Transporteinheiten (48) während der Fahrt vom einen Trans
portsystem auf das andere verladen und/oder entladen werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Transporteinheiten beider Transportsysteme auf Verlade
plattformen (4) angebracht werden, die zwischen den beiden
Transportsystemen mit den Transporteinheiten (48) von einem
auf das andere Transportsystem umgesetzt werden.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, ge
kennzeichnet durch den Einsatz von Schnellverladeeinrichtun
gen, die ein Ver- und/oder Umladen in beiden Transportrich
tungen zulassen.
4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeich
net, daß die Verladeeinrichtung die zu verladenden Transport
einheiten (48) dem jeweiligen Transportsystem während der Fahrt
seitlich zuführt.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
beide Transportsysteme (Züge) während der Fahrt be- und ent
laden werden.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
ein an einer Verladestation (2, 3) vorbeifahrender Zug im
Anfangsbereich entladen, im Endbereich beladen wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
bei entgegengesetzter Fahrtrichtung der zunächst als Belade
bereich verwendete Teilbereich des Zuges zum Entladebereich
und der Entladebereich zum Beladebereich umfunktioniert wird.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die Transporteinheiten (48) vor
dem Beladen auf als Zwischenträger dienenden Verladeplatt
formen (4) abgestellt werden, die in ihrer Längsrichtung
parallel zum vorbei fahrenden Zug ausgerichtet und durch
wenigstens eine an der Plattform angebrachte Führungsrolle
(8) und ein in die Beladestation (2) eingebrachtes Schienen
system (18) geführt sind.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß beim Entladen die Verladeplatt
formen (4) jeweils wieder ausgerastet werden, wenn deren
Führungsrollen (8) in das Schienensystem (18) der Entlade
station (3) eingegriffen haben.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß, zu dem Zweck, die Verladeplattformen (4) in einer be
liebigen Reihenfolge zu entladen, am Anfang des Schienen
systems (18) Klappen (13) oder andere geeignete Leitelemente
(17) angebracht sind, die ausgewählte Plattformen in die
Station einsteuern bzw. sie in die Entladestation (3) oder in
eine weitere Einführung der Beladestation (2) einsteuert.
11. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Verladeeinrichtungen in örtlichen Verladestationen ein
gerichtet werden, die an Straßen (11) und/oder Schienentras
sen (37) angeschlossen sind.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß
die Standorte für die Verladestationen (2, 3) bzw. Verladeein
richtungen so gewählt werden, daß der Weg von der Straße auf
die Schiene und von der Schiene auf die Straße in möglichst
kurzer Zeit bewältigt werden kann.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß
die Verladestationen an existierenden kleinen Bahnhöfen mit
Nebengleis eingerichtet werden.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß
die Schnellverladeeinheiten oder -einrichtungen in verkehrs
günstig gelegene, bereits existierende Güterverladestationen
integriert werden.
15. Vorrichtung zum Ausüben des Verfahrens nach Anspruch 14,
gekennzeichnet durch einen Be- und Entlademechanismus (23,
24) für jede mindestens eine Ladeeinheit umfassende Platt
form (4).
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet,
daß das Schienensystem (18) mit steuer- und regelbaren An
triebsvorrichtungen (5, 23, 24) ausgestattet ist.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Lademechanismus für eine Transporteinheit (48) in
einem ersten Transportsystem (TI) integriert ist, der die zu
beladende Plattform (4) auf die Geschwindigkeit des anderen
Transportsystems (TII) beschleunigt oder verzögert und sie
in den leeren Schienenlader (7) einführt.
18. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß
die Plattformen (4) durch die Bewegungsenergie des Zuges
über das Schienensystem (18) dem Schienenlader (7) übergeben
und daraufhin diese Plattformen im Schienenlader (7) einge
rastet werden.
19. Vorrichtung zum Ausüben des Verfahrens nach Anspruch 18,
dadurch gekennzeichnet, daß zwischen einer Plattform (4) und
einem Schienenlader (7) jeweils eine Rastvorrichtung vorge
sehen ist, welche die Plattform einzeln im Schienenlader (7)
festlegt und die für die Beladung notwendige Energie vom
fahrenden Zug abnimmt.
20. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die Verlade- und Transporteinheit
ein vollständiges Buchungssystem für Aufträge mit Rückbestä
tigung aufweist.
21. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die Verlade- und Transporteinhei
ten für den Einsatz in ganz Europa zum Anschluß an wenig
stens ein europäisches Normsystem eingerichtet sind.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19934345047 DE4345047A1 (de) | 1993-12-31 | 1993-12-31 | Verfahren und Vorrichtung zum Transport von Gütern |
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| DE19934345047 DE4345047A1 (de) | 1993-12-31 | 1993-12-31 | Verfahren und Vorrichtung zum Transport von Gütern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4345047A1 true DE4345047A1 (de) | 1995-07-06 |
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|---|---|---|---|
| DE19934345047 Ceased DE4345047A1 (de) | 1993-12-31 | 1993-12-31 | Verfahren und Vorrichtung zum Transport von Gütern |
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