DE4342539A1 - Schaftloser Spinnrotor einer Offenend-Spinnmaschine - Google Patents
Schaftloser Spinnrotor einer Offenend-SpinnmaschineInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen schaftlosen Spinnrotor einer
Offenend-Spinnmaschine mit den Merkmalen des Oberbegriffes des
Anspruches 1.
Bei der Weiterentwicklung von Rotorspinnmaschinen kommt es
neben einer Qualitätsverbesserung der erzeugten Garne vor allem
auch darauf an, die Produktionsleistung zu erhöhen. Eine
Schlüsselposition bezüglich der Produktionsleistungserhöhung
nimmt dabei die Drehzahl des Spinnrotors ein. Aus diesem Grunde
wurden verschiedenste Antriebs- und Lagervarianten für
Spinnrotoren entwickelt, um Drehzahlen von deutlich über
100 000 U/min zu erreichen. Die Verminderung des
Rotordurchmessers und seiner Masse sowie der Reibungsverluste
gestattet nicht nur eine höhere Drehzahl, sondern auch eine
reduzierte Energieaufnahme beim Antrieb.
Als besonders vorteilhaft in dieser Hinsicht können schaftlose
Spinnrotoren eingestuft werden, die als Läufer eines
Axialfeldmotors ausgebildet sind. Ein kombiniertes
Magnet-Gaslager sorgt für relativ geringe Reibungsverluste.
Durch die WO 92/01097 ist ein schaftloser Offenend-Spinnrotor
für ein kombiniertes Magnet-Gaslager bekannt. Der dort
beschriebene schaftlose Spinnrotor besteht aus einer die zu
verspinnenden Fasern aufnehmenden Spinntasse und einem an
dieser angeordneten elektrischen Rotor, der mit einem
ortsfesten Stator zusammenwirkt.
Wegen der heute geforderten hohen Garnqualität ist die
Lebensdauer des Spinnrotors durch den Verschleiß in der
Spinnrille begrenzt, so daß ein Austausch des Spinnrotors nach
einer gewissen Zeit unumgänglich ist.
Es ist deshalb Aufgabe der Erfindung, einen schaftlosen
Spinnrotor vorzuschlagen, der ohne Einschränkungen hinsichtlich
der Garnqualität arbeiten kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden
Merkmale des Anspruches 1 gelöst.
Eine Ausbildung von Spinntasse und elektrischem Rotor als
getrennte Baueinheiten, die mittels einer funktionsgerecht
lösbaren Verbindung miteinander gekoppelt sind, gestattet es,
den Austausch aufgrund des Verschleißes durch Faserkontakt
lediglich auf den Teil des Spinnrotors zu beschränken, der
tatsächlich dem Verschleiß unterlegen ist. Im Verhältnis zum
gesamten Spinnrotor ist eine derartige Spinntasse sehr
kostengünstig herstellbar. Es ist aus diesem Grunde sogar
möglich, Spinntassen einzusetzen, die schneller verschleißen
als beim Stand der Technik. Dabei ist lediglich
gegenüberzustellen, ob ein kurzperiodischer Austausch
geringerwertiger Spinntassen oder ein längerperiodischer
Austausch höherwertiger Spinntassen am effektivsten ist.
Die Erfindung schließt jedoch nicht nur den Austausch von
Spinntassen ein, die sich in ihren Eigenschaften, insbesondere
bezogen auf den Verschleiß, voneinander unterscheiden, sondern
auch den Austausch von Spinntassen unterschiedlicher
Spinneigenschaften oder Dimensionen. So kann es sich bei
Umstellung auf eine andere Partie ergeben, daß aufgrund
veränderter Faserlänge ein abweichender Rotordurchmesser oder
durch unterschiedliche Fasereigenschaften beziehungsweise
Mischungsverhältnisse unterschiedliche Innenkonturen der
Spinntasse erforderlich sind. Auch ein derartiger Austausch von
Spinntassen liegt im Bereich vorliegender Erfindung. Dabei kann
der elektrische Rotor, der in seiner Dimensionierung auf den
ortsfesten Stator abgestimmt ist, beibehalten werden.
Die Erfindung ist vorteilhaft durch die Merkmale der Ansprüche
2 bis 14 weitergebildet.
Da zum Antrieb und zur Zentrierung der elektrische Rotor
vorteilhaft eine Anordnung von Permanentmagneten aufweist, läßt
sich auf sehr einfache Weise die Kupplung von Spinntasse und
elektrischem Rotor durch Magnethaftung bilden. Dies läßt sich
auf einfache Weise dadurch erreichen, daß der Boden der
Spinntasse aus einem ferromagnetischen Werkstoff besteht, der
ein Joch für die Magnetfeldlinien bildet. Dabei ist es im
Rahmen der Erfindung sowohl möglich, die gesamte Spinntasse aus
einem ferromagnetischen Material zu fertigen oder auch nur den
Boden der Spinntasse aus ferromagnetischem Material zu
fertigen. Dieser Boden kann auch mehrschichtig ausgebildet
sein, wobei beispielsweise der Hauptteil der Spinntasse aus
einem nichtmagnetischen Material, zum Beispiel Aluminium,
besteht und auf den Boden eine Platte aus weichmagnetischem
Material aufgeklebt oder formschlüssig aufgepreßt ist.
Da die magnetische Haftung, insbesondere bei starkem
Beschleunigen beziehungsweise Abbremsen, in der Regel nicht
ausreichen dürfte, um eine Zentrierung und eine
Drehmomentübertragung zu sichern, sollten vorteilhaft hierfür
Formschlußelemente vorgesehen werden. Dabei ergibt sich als
effektive Lösung die Kombination von Mitnehmern und
entsprechenden Vertiefungen im jeweils anderen Teil.
Für die Drehmomentübertragung beim Antrieb ist es als
vorteilhaft anzusehen, wenn relativ steile Flanken
ineinandergreifen und einen sicheren Formschluß bilden. Beim
Abbremsen wirkt die Magnetkraft dem Trennen der beiden
unabhängigen Teile entgegen. So würde die Spinntasse bei dem
Bestreben, den elektrischen Rotor zu überholen, durch die den
Flanken folgenden Schrägen auch eine axiale Bewegung ausführen
müssen. In Axialrichtung jedoch wirkt die Magnetkraft, die beim
Abbremsen aufgrund des gegenüber dem Normalbetrieb höheren
Bremsstromes zusätzlich auch über die Antriebsmagnete noch
verstärkt wird.
Es ist jedoch auch möglich, durch die Kupplungselemente neben
Drehmomenten und Radialkräften auch Axialkräfte aufzunehmen.
Eine gewindeartige Ausbildung eines zentrisch angeordneten
Teiles wirkt je nach Steigung selbsthemmend. Kommt jedoch zur
Erzielung einer Axialkraft auch die Magnetkraft zum Einsatz,
kann eine hohe Steigung korkenzieherartig einen ähnlichen
Effekt bewirken, wie er im Zusammenhang mit den bereits
beschriebenen Mitnehmern erläutert wurde.
Dabei ist zu berücksichtigen, daß bei einer Magnethaftung in
der Regel so hohe Axialkräfte auftreten, daß ein senkrechtes
Trennen der Teile nicht möglich ist. Entsprechende
Schrägführungen gestatten es, gleichzeitig mit dem Verdrehen
der Teile die axialen Magnetkräfte zu überwinden. Dabei ist zu
berücksichtigen, daß aufgrund der Anordnung von Mitnehmern für
die Zentrierung beziehungsweise Aufnahme von Axial- und
Radialkräften ein Verschieben der Teile in der gegenseitigen
Berührungsebene nicht möglich ist.
Werden selbsthemmende Verbindungen gewählt, ist die Magnetkraft
zur Erzielung von Axialkräften verzichtbar. In diesem Falle
kann die Spinntasse komplett aus einem nichtmagnetischen
Material ausgebildet werden, wobei dann das Joch für die
Antriebsmagnete ausschließlich im elektrischen Rotor angeordnet
ist.
Beispielhaft kommen als selbsthemmende Kupplungselemente
Evolventenanordnungen oder auch Schraubverbindungen in Frage.
Schließlich ist es im Rahmen der Erfindung auch noch möglich,
die Spinntasse und elektrischen Rotor mittels einer lösbaren
Klebeverbindung zu koppeln. Dabei wird davon ausgegangen, daß
eine Spinntasse, die aufgrund ihres Verschleißes ausgewechselt
werden soll, dabei auch zerstört werden kann. Es ist lediglich
dafür Sorge zu tragen, daß der elektrische Rotor beim Lösen der
Klebeverbindung nicht beschädigt wird.
Gemäß Anspruch 15 wird eine Spinntasse vorgeschlagen, die die
entsprechenden Mittel zur funktionell lösbaren Verbindung mit
dem elektrischen Rotor besitzt.
Die Erfindung ist nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen
näher erläutert. In den zugehörigen Zeichnungen zeigen:
Fig. 1a eine erfindungsgemäße Spinntasse in perspektivischer
Ansicht,
Fig. 1b einen dazu passenden elektrischen Rotor in
perspektivischer Ansicht,
Fig. 1c ein Horizontalschnitt durch den elektrischen Rotor
gemäß Fig. 1b zur Veranschaulichung der
Magnetanordnung
Fig. 2a eine perspektivische Darstellung einer Spinntasse gemäß
einer Variante der Erfindung,
Fig. 2b der zugehörige elektrische Rotor in perspektivischer
Darstellung,
Fig. 3a eine perspektivische Darstellung einer Spinntasse gemäß
einer weiteren Variante der Erfindung,
Fig. 3b den zugehörigen elektrischen Rotor in perspektivischer
Darstellung,
Fig. 4a eine perspektivische Darstellung einer Spinntasse in
einer weiteren Variante der Erfindung,
Fig. 4b den zugehörigen elektrischen Rotor in perspektivischer
Darstellung,
Fig. 5a eine weitere Variante einer Spinntasse gemäß
vorliegender Erfindung,
Fig. 5b den zugehörigen elektrischen Rotor in perspektivischer
Darstellung und
Fig. 6 einen Querschnitt durch einen Spinnrotor, bei dem
Spinntasse und elektrischer Rotor mittels einer
Klebeverbindung miteinander verbunden sind.
In den Fig. 1a bis 1c ist eine erste Variante der Ausbildung
eines erfindungsgemäßen schaftlosen Spinnrotors dargestellt.
Die Fig. 1a und 1b zeigen einen elektrischen Rotor 1 und eine
zugehörige Spinntasse 2.
Der elektrische Rotor 1 besitzt auf seiner mit der Spinntasse 2
zu verbindenden Oberfläche konzentrisch angeordnete Mitnehmer
3. Diese Mitnehmer 3 weisen in vorgesehener Antriebsrichtung
des elektrischen Rotors 1 vornliegende, senkrecht aus der
Oberfläche ragende Flanken 4 auf. Entgegen der vorgesehenen
Drehrichtung des elektrischen Rotors 1 besitzen die Mitnehmer 3
Verlängerungen, die einen in ihrer Höhe abnehmenden Rücken 5
aufweisen. Auf der mit dem elektrischen Rotor 1 zu verbindenden
Seite der Spinntasse 2 sind entsprechende Vertiefungen 14
angebracht, die ebenso steile Flanken 16 und Verlängerungen mit
Rücken 15 abnehmender Tiefe besitzen. Mitnehmer 3 und
Vertiefungen 14 sind vorteilhaft bis auf eine minimale Toleranz
gleich dimensioniert. Dadurch wird unter Mitwirkung einer
axialen, noch zu beschreibenden Magnetkraft eine sichere
Verbindung zwischen elektrischem Rotor 1 und Spinntasse 2
erreicht. Vor allem wird eine Zentrierung, die Aufnahme von
Drehmomenten und Radialkräften erreicht. Die Aufnahme der
Radialkräfte dient dabei im wesentlichen der Zentrierung
selbst.
Antriebsmagnete 6 und 7 (siehe auch Fig. 1c) sind hier in
Tragschichten 12 und 13, die, wie aus der gattungsbildenden
WO 92/01097 bekannt ist, vorteilhaft aus kreisscheibenförmigen
festen Laminaten bestehen, eingebettet. Zwischen den
Antriebsmagneten 6 und 7 ist eine Isolationsschicht 10
eingelagert, die neben der Isolation der Magnetfelder
voneinander ebenfalls die Aufgabe des sicheren Haltens der
Magnete 6 und 7 mit übernimmt. Im Zentrum des elektrischen
Rotors sind Führungsmagnete, ein zentrischer Haltemagnet 8 und
ein durch einen Isolationsring 11 beabstandeter Ringmagnet 9
angeordnet. Diese Führungsmagnete wirken mit entsprechend
ausgebildeten Führungsmagneten auf der Statorseite des
einzelmotorischen Antriebes zusammen. Weitere Einzelheiten
eines derartigen einzelmotorischen Antriebes eines synchron
betriebenen Axialfeldmotors sind zum Beispiel der WO 92/01096
zu entnehmen, weshalb an dieser Stelle auf eine detailliertere
Darstellung verzichtet werden kann.
Der Boden 2′ der Spinntasse 2 besteht aus einem
ferromagnetischen Material und bildet demzufolge ganz oder zum
Teil das Joch für die Antriebsmagnete 6 und 7. Der dadurch
erzielte Magnetfluß sorgt für eine starke axiale Magnetkraft
zwischen elektrischem Rotor 1 und Spinntasse 2. Dabei kann die
Stärke der magnetischen Anziehung noch dadurch beeinflußt
werden, daß der Boden 2′ der Spinntasse 2 nicht das alleinige
Joch für die Antriebsmagnete 6 und 7 bildet. Wird
beispielsweise die der Spinntasse 2 zugewandte Tragschicht 13
des elektrischen Rotors 1 ebenfalls aus einem ferromagnetischen
Material gebildet, wird der Magnetfluß auf diese Tragschicht 13
und den Boden 2′ der Spinntasse 2 aufgeteilt.
Durch das Verhältnis der Dicke der beiden Jochbestandteile kann
zielgerichtet die gewünschte Magnethaftung eingestellt werden.
Die Tragschicht 13 wird in diesem Falle mit den anliegenden
Bestandteilen des elektrischen Rotors 1 verklebt.
Aufgrund der axialen Magnetkraft, die in Verbindung mit dem
statorseitigen Magnetfluß noch verstärkt ist, kann die Kupplung
der Teile nicht ohne weiteres entgegen der Richtung der
magnetischen Anziehungskraft gelöst werden. Soll die Spinntasse
2 vom elektrischen Rotor 1 getrennt werden, ist es notwendig,
durch Formschluß die Überwindung der axialen Anziehung zu
unterstützen. Dies wird dadurch erreicht, daß gemäß dem
beschriebenen Beispiel Spinntasse 2 und elektrischer Rotor 1 so
zueinander verdreht werden, daß die jeweiligen Rücken 5 und 15
der Mitnehmer 3 beziehungsweise Vertiefungen 14 aufeinander
gleiten. Das dazu notwendige Drehmoment muß größer sein als das
beim Abbremsen des Spinnrotors auftretende Drehmoment, um ein
Trennen der Teile beim Abbremsen sicher zu vermeiden. Dies ist
aber aufgrund der insbesondere beim Abbremsen auftretenden
hohen Statorströme unproblematisch, da dann die magnetische
Anziehung noch wesentlich verstärkt wird.
Bei einer zweiten Variante der Erfindung ragt mittig aus einem
elektrischen Rotor 17 ein Bolzen 19, der einen
korkenzieherartig verlaufenden Steg 20 aufweist. Hierzu passend
besitzt die Spinntasse 18 eine Vertiefung 21, die eine dem Steg
20 entsprechende Nut 22 aufweist.
Die Spinntasse 18 besitzt, wie die Spinntasse 2 beim ersten
Beispiel, einen ferromagnetischen Boden 23, der auch hier als
Magnetjoch für Antriebsmagnete 24 und 25 wirkt.
Zwischen den Antriebsmagneten 24 und 25 ist analog dem ersten
Beispiel eine Sperrschicht 26 angeordnet. Tragschichten 27 und
28 betten die Magnetanordnungen ein. Die Magnete zur Ausbildung
von Führungsmagnetfeldern sind hier nicht näher dargestellt und
entsprechen dem ersten Beispiel.
Die Neigung von Steg 20 und Nut 22 ist so gewählt, daß noch
keine selbsthemmende Verbindung zustande kommt. Durch den
Antrieb des elektrischen Rotors 17 jedoch werden Spinntasse 18
und elektrischer Rotor 17 zusätzlich formschlüssig
aneinandergepreßt. Beim Abbremsen wirkt die Neigung von Steg 20
und Nut 22 ebenso wie die Neigung der Mitnehmer beim ersten
Beispiel, so daß hier die axiale Magnetkraft ein Trennen der
beiden Teile verhindert. Durch Verdrehen ist bei einer
gewollten Trennung der Teile die axiale Magnetkraft jedoch ohne
weiteres zu überwinden.
Bei einem weiteren Beispiel, welches in den Fig. 3a und 3b
dargestellt ist, ragt aus einem elektrischen Rotor 29 ein
Bolzen 31, der ein Außengewinde 32 besitzt. Eine in die
entsprechende Spinntasse 30 eingebrachte Vertiefung 33 besitzt
ein passendes Innengewinde 34. Die Gewindeneigung ist dabei so
flach gewählt, daß sich eine selbsthemmende Verbindung zwischen
Spinntasse und elektrischem Rotor 29 ergibt. Demzufolge ist es
hier auch möglich, die Spinntasse 30 ausschließlich aus einem
nichtmagnetischen Material herzustellen. Der magnetische
Rückschluß erfolgt hier mittels eines Joches 35, welches im
elektrischen Rotor 29 angeordnet ist. Dieses Joch 35 leitet den
Magnetfluß zwischen den Antriebsmagneten 36 und 37, die
ihrerseits auch hier durch eine Sperrschicht 38 voneinander
getrennt sind. Tragschichten 39 und 40 verbinden den
elektrischen Rotor 29 als Ganzes.
Bei einem vierten Beispiel, dargestellt in den Fig. 4a und
4b besitzt ein elektrischer Rotor 41 eine konzentrische
Anordnung von Evolventen 43. Diese Evolventen können zusätzlich
einen Hinterschnitt aufweisen, der dafür sorgt, daß
gleichzeitig eine Axialkraft beim Verbinden mit entsprechend
ausgebildeten Zähnen 44, die auf dem Boden der Spinntasse 42
angeordnet sind, dienen. Diese Zähne 44 sind dazu radial nach
außen geneigt, um beim Verbinden in den Hinterschnitt
eingreifen zu können.
Auch in diesem Falle ist demzufolge die Notwendigkeit nicht
gegeben, daß die Spinntasse 42 selbst mit ihrem Boden das Joch
für Antriebsmagnete 45 und 46 bildet. Allerdings besteht auch
die Möglichkeit, ohne Hinterschnitt auszukommen und den Boden
der Spinntasse 42 als Joch auszubilden.
Die Antriebsmagnete 45 und 46 sind auch hier durch eine
Sperrschicht 47 voneinander getrennt und in Tragschichten 48
und 49 eingebettet.
Bei einer fünften Variante der Erfindung besitzt der
elektrische Rotor 51 Mitnehmerbolzen 53 sowie Federn 54. Die
Mitnehmerbolzen 53 greifen entsprechende Bohrungen 55 auf der
Seite der Spinntasse 52 ein, während die Federn 54 in
hinterschnittene Öffnungen 56 in der Spinntasse eingreifen. Die
Mitnehmer 53 übernehmen dabei die Funktion der Zentrierung
sowie Übertragung von Drehmomenten, während die Federn 54 in
Zusammenhang mit den Öffnungen 56 dem Erzielen der
entsprechenden Axialkraft dienen.
Auch bei diesem Beispiel ist es nicht notwendig, den Magnetfluß
über die Spinntasse 52 zu leiten, die demzufolge komplett aus
einem nichtmagnetischen Material gebildet sein kann. Die
Antriebsmagnete 57 und 58, die durch eine Sperrschicht 59
voneinander getrennt sind, sind über ein Joch 60 des
elektrischen Rotors 51 miteinander verbunden. Tragschichten 61
und 62 sorgen auch hier für den Zusammenhalt des elektrischen
Rotors 51.
An dieser Stelle ist darauf hinzuweisen, daß bei der
Beschreibung der elektrischen Rotoren kein besonderes Augenmerk
auf die exakte Struktur der elektrischen Rotoren gerichtet
wurde. Es ist demzufolge im Rahmen dieser Erfindung ohne
weiteres möglich, elektrische Rotoren abweichender Struktur
einzusetzen. Lediglich ist darauf zu achten, daß für die Fälle,
in denen die Magnetkraft mindestens zum Erzielen der
erforderlichen Axialkraft für den Zusammenhalt der Bauteile
erforderlich ist, der magnetische Fluß über die Spinntasse zu
leiten ist, weshalb mindestens der Boden der Spinntasse aus
einem den Magnetfluß leitenden Material bestehen muß.
Bei einer letzten Variante der Erfindung, die in Fig. 6
dargestellt ist, wurde zum Verbinden einer Spinntasse 64 mit
einem elektrischen Rotor 63 eine Klebeverbindung gewählt. Der
elektrische Rotor 63 besitzt dabei einen Sockel 63′ an dessen
Rand eine Auskehlung 65 entsteht, in die ein Klebstoff 66
eingebracht werden kann. Der Boden 64′ der Spinntasse 64
besitzt eine entsprechende ringförmige Ausnehmung, die über den
Sockel 63′ geschoben werden kann.
Wenn ein Auswechseln der Spinntasse 64 aus Verschleißgründen
erfolgt, ist es auch unbedenklich, die Spinntasse 64 beim
Trennen vom elektrischen Rotor 63 selbst zu zerstören. Dadurch
ist das Lösen der Klebeverbindung auch relativ problemlos
möglich.
Der elektrische Rotor 63 ist hier als Schnittdarstellung
enthalten, wobei zu sehen ist, daß ein Joch 68 für
Antriebsmagente 69 und 70 räumlich getrennt von einem Joch 75
für Führungsmagnete 72 und 73 ist. Die dazwischenliegende
Isolierschicht 71 sorgt für eine magnetische Entkopplung der
beiden Magnetsysteme. Dadurch wird erreicht, daß das durch das
Joch 68 geleitete Wechselfeld sich nicht auf das
Führungsmagnetfeld überträgt. Auf diese Weise wird verhindert,
daß eine asymmetrische Verlagerung der magnetischen Drehachse
bewirkt wird.
Zwischen den Führungsmagneten 72 und 73 ist ein ringförmiger
magnetischer Isolator 74 angeordnet, der die beiden
Magnetfelder voneinander trennt. Eine Tragschicht 67 sichert
den Zusammenhalt des elektrischen Rotors 63. Dabei wurde
insbesondere bei der Dimensionierung der Tragschicht 67 aus
Übersichtsgründen eine Schichtdicke gewählt, die eine praktisch
anwendbare Schichtdicke überschreiten dürfte.
Claims (15)
1. Schaftloser Spinnrotor einer Offenend-Spinnmaschine, der
einzelmotorisch elektrisch antreibbar ist und aus einer die
zu verspinnenden Fasern aufnehmenden Spinntasse (2; 18; 30;
42; 52; 64) und einem an dieser angeordneten elektrischen
Rotor (1; 17; 29; 41; 51; 63) besteht, wobei der Spinnrotor
über ein Magnet-Gaslager mit einem Stator einen
Axialfeldmotor bildet,
dadurch gekennzeichnet,
daß für je eine Spinnstelle eine Reihe von Spinntassen (2;
18; 30; 42; 52; 64) mit unterschiedlichen Eigenschaften und
ein als Baueinheit ausgebildeter elektrischer Rotor (1; 17;
29; 41; 51; 63) vorgesehen sind und daß jeweils eine der
Spinntasse mit dem elektrischen Rotor so koppelbar ist, daß
sich eine funktionsgerecht lösbare Verbindung ergibt.
2. Schaftloser Offenend-Spinnrotor nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die lösbare Verbindung durch
Magnethaftung gebildet ist.
3. Schaftloser Offenend-Spinnrotor nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der dem Antriebs- und Lagerteil , dem
elektrischen Rotor (1; 17) zugewandte Boden (2′, 23) der
Spinntasse (2; 18) aus einem ferromagnetischen Werkstoff
besteht, der ganz oder teilweise ein Joch für die
Magnetfeldlinien bildet.
4. Schaftloser Offenend-Spinnrotor nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Spinntasse (2; 18; 30; 42; 52; 64)
und der elektrische Rotor (1; 17; 29; 41; 51; 63)
zusammenwirkende Formschlußelemente (3, 14; 19 bis 22; 31
bis 34; 43, 44; 53, 55) zur Zentrierung und
Drehmomentübertragung besitzen.
5. Schaftloser Offenend-Spinnrotor nach Anspruch 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Formschlußelemente aus aus einer
der einander zugewandten Seiten der zu verbindenden Teile
herausragenden Mitnehmern (3; 19; 20; 31; 32; 44; 53) und
auf der zu dem anderen Teil gehörigen gegenüberliegenden
Seite vorhandenen Vertiefungen (14; 21; 33; 43; 55)
bestehen, die die Mitnehmer aufnehmen können.
6. Schaftloser Offenend-Spinnrotor nach Anspruch 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Mitnehmer (3) jeweils eine radial
von der Drehachse beabstandete steile Flanke (4) besitzen,
die beim Antrieb des Spinnrotors jeweils gegen eine
entsprechende, in den Vertiefungen (14) vorhandene steile
Flanke (16) angedrückt wird.
7. Schaftloser Offenend-Spinnrotor nach Anspruch 6, dadurch
gekennzeichnet, daß Mitnehmer (3) und Vertiefungen (14)
konzentrisch zur Drehachse ausgehend von ihren steilen
Flanken (4) Verlängerungen (5, 15) aufweisen, deren Höhe
übereinstimmend abnimmt.
8. Schaftloser Offenend-Spinnrotor nach einem der Ansprüche 5
bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Mitnehmer (3; 19,
20; 31, 32; 53) am elektrischen Rotor (1; 17; 29; 51) und
die Vertiefungen (14; 21; 33; 55) an der Spinntasse (2; 18;
30; 52) angebracht sind.
9. Schaftloser Offenend-Spinnrotor nach einem der Ansprüche 1
bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die zu verbindenden
Teile eine Anordnung von ineinandergreifenden
Kupplungselementen (19 bis 22; 31 bis 34; 43, 44) zur
gleichzeitigen Aufnahme von Drehmomenten, Radial- und
Axialkräften besitzen.
10. Schaftloser Offenend-Spinnrotor nach einem der Ansprüche 1
bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplungselemente
(19 bis 22; 31 bis 34) im Bereich der Rotorachse angeordnet
sind.
11. Schaftloser Offenend-Spinnrotor nach Anspruch 10, dadurch
gekennzeichnet, daß die Kupplungselemente aus einem Bolzen
(19) mit einer korkenzieherartigen Oberfläche und einer in
ihrer Form angepaßten Vertiefung (21) bestehen.
12. Schaftloser Offenend-Spinnrotor nach Anspruch 10, dadurch
gekennzeichnet, daß die Kupplungselemente aus einer
selbsthemmenden Schraubverbindung (31 bis 34) bestehen.
13. Schaftloser Offenend-Spinnrotor nach Anspruch 10, dadurch
gekennzeichnet, daß die Kupplungselemente konzentrische
Evolventenanordnungen (43, 44) aufweisen.
14. Schaftloser Offenend-Spinnrotor nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß Spinntasse (64) und elektrischer Rotor
(63) jeweils durch eine lösbare Klebeverbindung (66)
miteinander verbunden sind.
15. Spinntasse zur Verwendung für einen schaftlosen
OE-Spinnrotor nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch
gekennzeichnet, daß sie Mittel (14 bis 16; 21, 22; 33, 34;
44; 55, 56; 64′) zur funktionell lösbaren Verbindung mit
dem elektrischen Rotor des Spinnrotors besitzt.
Priority Applications (2)
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|---|---|---|---|
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