DE4341229C2 - Pipettensystem - Google Patents
PipettensystemInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
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- B01L3/00—Containers or dishes for laboratory use, e.g. laboratory glassware; Droppers
- B01L3/02—Burettes; Pipettes
- B01L3/0275—Interchangeable or disposable dispensing tips
- B01L3/0279—Interchangeable or disposable dispensing tips co-operating with positive ejection means
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Description
Gegenstand der Erfindung ist ein Pipettensystem nach dem
Oberbegriff des Anspruches 1.
Pipettensysteme der eingangs genannten Art sind häufig als
Repetier- oder Multipipettensysteme ausgeführt, welche die
schrittweise Abgabe einer Flüssigkeit aus einer Spritze
ermöglichen. Ein solches Repetierpipettensystem ist aus
der DE 29 26 691 C2 bekannt, die insbesondere auf den Re
petiermechanismus der Repetierpipette gerichtet ist. Sie
beschreibt auch die Fixierung einer Spritze des Systems an
der Repetierpipette. Dafür hat die Spritze einen Spritzen
flansch, der von der Seite her in eine seitlich offene, im
wesentlichen U-förmige Nut einsetzbar ist. Eine axiale An
druckfeder fixiert den eingesetzten Spritzenflansch in der
Nut. Für die Verbindung des Spritzenkolbens mit einer Kol
benstelleinrichtung ist ein Einsatzelement vorgesehen,
welches einen Endabschnitt des Spritzenkolbens zwischen
zwei Backen aufnimmt. Die Backen sind mittels eines klap
penförmigen Klemmgliedes, dessen Betätigungshebel durch
eine Öffnung aus dem Gehäuse herausragt, gegen den Sprit
zenkolben preßbar. Diese Spritzenfixierung hat den Nach
teil, daß die Spritze zum Einsetzen und Koppeln der Kol
benstelleinrichtung angefaßt werden muß. An die Spritze
werden jedoch hohe Sauberkeitsanforderungen gestellt. Sie
wird bereits unter Reinraumbedingungen gefertigt und muß
in der Regel steril sein. Auch die Entnahme erfordert ein
Anfassen der Spritze, was mit einer Gefährdung durch an
haftende Flüssigkeit einhergehen kann.
Aus der CH 671 526 A5 ist ein Pipettensystem mit einer
Spritze bekannt, die mit Spritzenflansch und Spritzenkol
ben axial in Befestigungspositionen von Aufnahmen schieb
bar ist. Dafür sind erste und zweite Greifer mit ge
schlitzten Endabschnitten vorgesehen, die auf den Flansch
des Spritzenkörpers und einen ringförmigen Abschnitt des
Spritzenkolbens geschnappt werden. Hierzu wird zunächst
der Spritzenkörper in den ersten Greifer eingesteckt und
dann der zweite Greifer bis zum Aufschnappen auf den Pi
pettenkolben verschoben. Nach dem Pipettieren wird die
Spritze abgestoßen, indem durch Vorschieben des zweiten
Greifers zunächst der Spritzenkörper aus dem Endabschnitt
der Pipette gedrückt und durch weiteres Vorschieben der
Endabschnitte des zweiten Greifers an einer Spreizhülse
ausgespreizt und der Spritzenkolben freigegeben wird. Bei
dieser Vorrichtung ist insbesondere nachteilig, daß beim
Einsetzen und Abwerfen der Spritze die elastischen Rück
stellkräfte der Greifer überwunden werden müssen. Außerdem
kann das Einsetzen und Abwerfen der Spritze nur bei voll
ständig eingedrücktem Spritzenkolben erfolgen, weil dabei
der zweite Greifer zur Spritze hin vorgeschoben sein muß.
Dieses System ist nicht für das Arbeiten mit vorgefüllten
bzw. mit nur teilweise zu leerenden Spritzen geeignet.
Davon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
ein besser für Handbetätigung geeignetes Pipettensystem
mit einfach axial in die Pipette einschiebbarer bzw. aus
dieser entfernbarer Spritze mit erweiterten Einsatzmög
lichkeiten zu schaffen.
Diese Aufgabe wird durch ein Pipettensystem mit den Merk
malen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen
sind in den Unteransprüchen
gekennzeichnet.
Bei einem erfindungsgemäßen Pipettensystem sind die
Flanschaufnahmen und Kolbenaufnahmen jeweils mit einer
Axialöffnung versehen. Die Spritze ist mit Befestigungsab
schnitt und Spritzenkolben in einer reinen Axialbewegung
durch die Axialöffnungen unmittelbar bis in die Befesti
gungspositionen von Befestigungsabschnitt und Spritzenkol
ben schiebbar. Die Fixierung von Befestigungsabschnitt und
Spritzenkolben erfolgt durch radial zustellbare Greifein
richtungen, die z. B. einen Spritzenflansch der Spritze und
einen Kolbenbund des Spritzenkolbens in den Befestigungs
positionen ergreifen. Durch diese Merkmale des Pipetten
systems wird erreicht, daß Spritze und Pipette durch eine
rein axiale Relativbewegung miteinander verbindbar und
durch eine Betätigung der Befestigungseinrichtungen von
einander trennbar sind. Dabei kann die Spritze ortsfest
gehalten werden, beispielsweise in einem Ständer, so daß
für den Verbindungs- und Trennvorgang ausschließlich Mani
pulationen der Pipette erforderlich sind. Beim Verbinden
von Spritze und Pipette können die Greifeinrichtungen
durch die Axialbewegung automatisch gesteuert werden. Na
türlich kann die Spritze durch Lösen der Befestigungsein
richtung beispielsweise unter Schwerkrafteinfluß auch ab
geworfen werden. Jedenfalls erfordert das Verbinden und
Trennen von Spritze und Pipette keine Manipulation der
Spritze mehr. Kontaminationen von Spritze und Benutzer
sind damit praktisch ausgeschlossen. Das Pipettensystem
ist vorzugsweise als Repetierpipettensystem ausgeführt.
Bevorzugt stoßen Befestigungsabschnitt oder Spritzenkolben
in ihren Aufnahmen gegen Anschläge und werden daran von
den Greifeinrichtungen durch Hintergreifen fixiert. Dafür
kann der Befestigungsabschnitt einen Spritzenflansch und
der Kolben einen Kolbenbund aufweisen.
Die Greifeinrichtungen sind Greifhebel. Dabei kann der Sprit
zengreifhebel ein hakenförmiges Greifende zum Hintergrei
fen des Befestigungsabschnittes haben. Zum Hintergreifen
eines Kolbens sind bevorzugt Kolbengreifhebel mit einem
keilförmigen Greifende vorgesehen. Die Greifhebel sind
zweiarmig ausgeführt, wobei sie einen Greifarm und
einen Betätigungsarm aufweisen.
Die Greifeinrichtungen können von Federeinrichtungen in
Verriegelungsstellung gedrückt werden. Dann können Sprit
zengreifhebel von gehäusefesten Blattfedern in ihre Ver
riegelungsposition drückbar sein. Für Kolbengreifhebel
können Schenkelfedern vorgesehen sein, die auf einer
Schwenkachse der Hebel geführt sind und mit einem Schenkel
gegen den Aufnahmekörper und mit dem anderen Schenkel ge
gen den Kolbengreifhebel drücken. Die Anordnung der Sprit
zengreifhebel bzw. Kolbengreifhebel in radialen Durchbrü
chen von Pipettengehäuse bzw. Aufnahmekörper erleichtert
deren Betätigung von außen. Dabei können die Spritzen
greifhebel von außen manuell betätigbare Betätigungsarme
haben. Diese Betätigungsarme haben innen Kontaktstellen,
z. B. Entriegelungsnocken, die gegen die Betäti
gungsarme der Kolbengreifhebel schwenkbar sind, um diese
zu betätigen.
Zum Toleranzausgleich und für einen selbsttätigen Abwurf
der Spritze bei Lösen der Betätigungseinrichtungen kann
der Anschlag für den Befestigungsabschnitt über axial wir
kende Federeinrichtungen im Pipettengehäuse abgestützt
sein.
Weitere Einzelheiten und Vorteile des Pipettensystems ergeben
sich aus der nachfolgenden Beschreibung der zugehörigen
Zeichnungen, die bevorzugte Ausführungsformen zeigen. In
den Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 Unterteil einer Repetierpipette mit Oberteil einer
eingesetzten Spritze im Querschnitt (rechts voll
ständig, links teilweise eingesetzte Spritze);
Fig. 2 dasselbe Repetierpipettensystem in einem um 90° ge
drehten Schnitt und betätigten Befestigungsein
richtungen (linke Hälfte) sowie unbetätigten Be
festigungseinrichtungen (rechte Hälfte);
Fig. 3 Oberteil derselben Repetierpipette im Querschnitt.
Eine Repetierpipette 1 gemäß Fig. 1 und 2 hat ein Gehäuse
unterteil 2 mit einem zylindrischen Mantelabschnitt 3 und
einem Konusabschnitt 4 am unteren Ende ("unten" und "oben"
bezieht sich stets auf die Ausrichtung der Vorrichtung oder deren
Teile in den Zeichnungen). Im unteren Endbereich des Ge
häuseunterteiles 2 ist eine Flanschaufnahme 5 für einen
Spritzenflansch 6 einer Spritze 7 angeordnet. Die Spritze
7 ragt mit ihrem Spritzenkörper 8 durch eine Axialöffnung
9 unten aus dem Gehäuseunterteil 2 heraus.
Der Spritzenflansch 6 liegt mit seiner Oberseite an einem
Flanschanschlag 10 an. Der Flanschanschlag 10 wird von
zwei teilzylindrischen Hälften gebildet, die oben mit ei
nem radial nach außen vorstehenden Bund 11 versehen sind.
Dem Bund 11 ist eine Innenstufe 12 des Gehäuseunterteiles
2 zugeordnet. Beide Hälften des Flanschanschlages 10 sind
über Druckfedern 13 an Ringsegmenten 14 abgestützt, die am
Innenmantel des Gehäuseunterteiles 2 anliegen und fest mit
diesen verbunden sind. Die Druckfedern 13 sind als Spiral
federn ausgeführt und auf Führungsstiften 15 geführt. Die
Führungsstifte 15 sind im Bundbereich des Flanschanschla
ges 10 verankert und in Axialbohrungen 16 der Ringsegmente
14 geführt.
Der Flanschanschlag 10 bildet somit für den Spritzen
flansch 6 ein verfedertes Widerlager.
Ferner ist die Spritze 7 mit einem nach außen ragenden
Endabschnitt eines Spritzenkolbens 17 in eine Kolbenauf
nahme 18 eines Aufnahmekörpers 19 eingesetzt. Dabei ragt
der Spritzenkolben 17 durch eine Axialöffnung 20 der Kol
benaufnahme 18 in den Aufnahmekörper 19 hinein. Das äußere
Ende des Spritzenkolbens 17 stößt gegen einen Kolbenan
schlag, der von einem Boden der Kolbenaufnahme 18 gebildet
wird.
Der Aufnahmekörper 19 ist an einer Hubstange 21 fixiert,
die mit ihrem Ende in der Kolbenaufnahme 18 des Aufnahme
körpers einen Anschlag bildet. Die Hubstange 21 ist fest
mit einem Gleitblock 22 verbunden, der axial am Innenman
tel des zylindrischen Abschnittes 3 geführt ist. Der
Gleitblock 22 trägt einen Rückbewegungshebel 23, der aus
einem Axialschlitz 24 des Gehäuseunterteiles 2 herausragt.
Somit ist der Aufnahmekörper 19 durch Betätigung des Rück
bewegungshebels 23 axial im Gehäuseunterteil 2 verschieb
bar.
Zum Fixieren des Spritzenflansches 6 in der Flanschaufnah
me 5 sind in einander diametral gegenüberliegenden Durch
brüchen 25 des Gehäuseunterteiles 2 Spritzengreifhebel 26
auf Schwenkachsen 27 gelagert. Die Spritzengreifhebel 26
sind mit hakenförmigen Greifenden 28 versehen, mit denen
sie die Unterseite des Spritzenflansches 6 hintergreifen
können, wenn dieser an einem unteren ringförmigen Anschlag
abschnitt des Flanschanschlages 10 anliegt. Die Greifhebel
26 sind mit einem Greifarm 29 unterhalb der Schwenkachsen
27 etwa im Bereich des Konusabschnittes 4 des Gehäuseun
terteiles 2 angeordnet. Ein Betätigungsarm 30 der Greifhe
bel 26 oberhalb der Schwenkachsen 27 befindet sich im zy
lindrischen Mantelabschnitt 3 des Gehäuseunterteiles 2.
Somit schließt der Greifhebel 26, wenn er den Spritzen
flansch 6 hintergreift, mit der Außenkontur des Konusab
schnittes 4 ab und ist im Bereich des zylindrischen Ab
schnittes 3 an seinem Betätigungsarm 30 betätigbar.
Am Innenmantel des zylindrischen Mantelabschnittes 3 lie
gen zwei Blattfedern 31 an, die an ihrem oberen Ende von
einem Ringkörper 32 im Gehäuseunterteil 2 gehalten sind.
Das untere Ende der Blattfedern 31 ist nach außen abgewin
kelt und drückt gegen die Innenseite der Greifhebel 26.
Durch die Blattfedern 31 werden also die Greifhebel 26 in
Richtung auf die den Spritzenflansch 6 hintergreifende Po
sition vorgespannt.
Die Spritzengreifhebel 26 tragen an den Innenseiten ihrer
Betätigungsarme 30 jeweils einen Entriegelungsnocken 33,
der zum Aufnahmekörper 19 gerichtet ist.
Der Aufnahmekörper 19 ist ebenfalls an einander diametral
gegenüberliegenden Seiten mit Durchbrüchen 34 versehen. In
diesen Durchbrüchen 34 sind auf Schwenkachsen 35 Kolben
greifhebel 36 gelagert. Die Kolbengreifhebel 36 können ei
nen Kolbenbund 37 am äußeren Ende des Spritzenkolbens 17
hintergreifen. Dafür haben sie einen etwa keilförmigen
Greifarm 38, welcher oberhalb der Schwenkachse 35 ange
ordnet ist. Unterhalb der Schwenkachse 35 befindet sich
ein Betätigungsarm 39, welcher sich annähernd keilförmig
verjüngt. Die Kolbengreifhebel 36 haben somit insgesamt
etwa eine rautenartige Kontur.
Auf der Schwenkachse 35 jedes Kolbengreifhebels 36 ist ei
ne Schenkelfeder 40 geführt. Die Schenkelfeder 40 ist mit
dem oberen Ende an einem Anschlagstift 41 abgestützt, der
im Aufnahmekörper 19 verankert ist. Der andere Schenkel
der Schenkelfeder 40 hat ein parallel zur Schwenkachse 35
abgewinkeltes Ende, welches in eine Außenstufe 42 des Be
tätigungsarmes 39 eingreift. Die Schenkelfedern 40 spannen
die Kolbengreifhebel 36 in Richtung auf ihre Position vor,
in der sie den Kolbenbund 37 hintergreifen. Die Außenseite
des Betätigungsarmes 39 der Kolbengreifhebel 36 ist so ge
formt, daß sie sich in dieser Verriegelungsposition im
Schwenkbereich der Entriegelungsnocken 33 an der Innenseite
der Spritzengreifhebel 26 befindet. Die korrekte Ausrich
tung der Kolbengreifhebel 36 auf die Spritzengreifhebel 26
wird durch die Führung des Rückbewegungshebels 23 in dem
Axialschlitz 24 sichergestellt.
Die Aufnahme einer Spritze 7 in die Repetierpipette 1 kann
folgendermaßen erfolgen: Die Spritze 7 wird mit ihrem
Spritzenflansch 6 nach oben gerichtet bereitgehalten. Da
bei kann der Spritzenkolben 17 so tief wie möglich in den
Spritzenkörper 8 hineingedrückt sein. Mittels des Rückbe
wegungshebels 23 wird der Aufnahmekörper 19 der Repetier
pipette 1 so weit wie möglich zur Flanschaufnahme 5 hin
gedrückt. Die Axialbewegung wird durch Anschlag des Rück
bewegungshebels 23 gegen das untere Ende des Axialschlit
zes 24 begrenzt. Dann wird die Repetierpipette 1 von oben
auf das obere Ende der bereitstehenden Spritze 7 gesteckt.
Dabei drückt der Spritzenflansch 6 die Spritzengreifhebel
26 an ihren angeschrägten Unterkanten nach außen. Außerdem
drückt die Oberseite des Spritzenflansches den Flanschan
schlag 10 nach oben. Schließlich schnappen die hakenförmi
gen Greifenden 28 der Spritzengreifhebel 26 hinter dem
Spritzenflansch 6 ein und legen diesen am Flanschanschlag
10 fest.
Während des Einführens des Oberbereiches der Spritze 7 in
die Repetierpipette 1 drückt der Kolbenbund 37 die Kolben
greifhebel 36 entgegen der Wirkung der Schenkelfeder 40
auseinander, bis er gegen den Boden der Kolbenaufnahme 18
stößt. Angetrieben von den Schenkelfedern 40 schnappen die
Kolbengreifhebel 36 hinter dem Kolbenbund 37 ein und legen
diesen am Boden der Kolbenaufnahme 18 fest. Danach ist der
Spritzenkörper 8 in der Repetierpipette 1 verriegelt und
die Verbindung des Spritzenkolbens 17 mit der Hubstan
ge 21 und damit gekoppelten Kolbenstelleinrichtungen her
gestellt.
Es ist auch möglich, zunächst den Spritzenflansch 6 zu
verriegeln und danach den Spritzenkolben 17 mit dem Auf
nahmekörper 19 zu verbinden. Hierzu kann der Aufnahmekör
per 19 nach dem Verriegeln des Spritzenflansches 6 mittels
des Rückbewegungshebels 23 in Verriegelungsposition über
den Spritzenkolben 17 geschoben werden.
Ferner kann der Spritzenkolben 17 weiter aus dem Spritzen
körper 8 herausgezogen sein, wenn er mit dem Aufnahmekör
per 19 verbunden wird. Dies ist beispielsweise bei Ankopp
lung einer befüllten Spritze der Fall. In Verriegelungspo
sition befindet sich der Aufnahmekörper 19 dann in einem
entsprechenden Abstand vom Spritzenflansch 6. Die Verrie
gelung des Spritzenkolbens 17 kann dann vor, während oder
nach der Verriegelung des Spritzenflansches 6 erfolgen.
Nach dem Verriegeln der Spritze 7 an der Repetierpipette
kann durch Betätigen des Repetiermechanismus pipettiert
werden. Darauf wird unten noch eingegangen.
Nach dem Pipettieren kann die Spritze 7 wieder freigegeben
werden. Wenn der Spritzenkolben 17 maximal in den Sprit
zenkörper 8 eingeschoben ist, werden hierfür lediglich die
Betätigungsarme 30 der beiden Spritzengreifhebel 26 nach
innen gedrückt, wie dies in der linken Hälfte von Fig. 2
gezeigt ist. Dabei geben deren Greifarme 28 den Spritzen
flansch 6 frei. Zugleich drücken die Entriegelungsnocken 33
der Spritzengreifhebel 26 gegen die Betätigungsarme 39 der
Kolbengreifhebel 36, so daß diese den Kolbenbund 37 frei
geben. Dann werden sowohl Spritzenflansch 6, als auch
Spritzenkolben 17 nicht mehr in ihren Aufnahmen 5, 18
festgehalten. Zugleich drücken die vorgespannten Spiral
federn 13 den Flanschanschlag 10 zur Axialöffnung 9 der
Repetierpipette 1 hin, um die Spritze 7 auszustoßen. Die
Ausstoßbewegung des Flanschanschlages 10 wird durch den
Anschlag des Bundes 11 gegen die Innenstufe 12 des Gehäu
seunterteiles 2 begrenzt.
Nach Freigabe der Spritze 7 können die Spitzengreifhebel
26 losgelassen werden, worauf die Blattfedern 31 und die
Schenkelfedern 40 die Spritzengreifhebel 26 sowie die Kol
bengreifhebel 36 in ihre Verriegelungsposition zurückbewe
gen. Die Pipettiervorrichtung ist dann für die Aufnahme
einer weiteren Spritze 7 bereit.
Wenn der Spritzenkolben 17 bei Betätigung der Spritzen
greifhebel 26 unvollständig in den Spritzenkörper 8 ein
taucht, müssen die Kolbengreifhebel 36 beim Herausziehen
der Spritze 7 in den Schwenkbereich der Entriegelungsnocken 33 bewegt
werden, damit der Spritzenkolben 17 vom Aufnahmekörper 19
trennbar ist.
Zur Beschreibung eines Repetiermechanismus der Repetierpi
pette 1 wird auf die Fig. 3 Bezug genommen. Diese zeigt
den aus der DE 29 26 691 C2 bekannten Repetiermechanismus,
der hier nur hinsichtlich seines Grundaufbaues und seiner
Grundfunktionen erläutert wird.
Bei diesem Repetiermechanismus enthält ein Gehäuseoberteil
43 der Repetierpipette 1 eine Zahnstange 44, die unten
fest mit der Hubstange 21 verbunden ist (nicht gezeigt).
Der Zahnung der Zahnstange 44 ist eine Abdeckung 45 zuge
ordnet, welche mittels eines Drehknopfes 46 verstellbar
ist. Dafür hat der Drehknopf 46 eine Führungskurve 47, die
mit einem abdeckungsfesten Führungszapfen 48 zusammen
wirkt. Durch Verstellen des Drehknopfes 46 kann die Ab
deckung 45 mit einem unteren Ende 49 mehr oder weniger in
Überdeckung mit einer Zahnung 50 der Zahnstange 44 ge
bracht werden.
Ferner ist im Gehäuseoberteil 43 an einer Schwenkachse 51
ein Antriebshebel 52 gelagert, an dem wiederum eine Klinke
53 schwenkbar gelagert ist. Der Antriebshebel 52 wird von
einer Feder 54 in die gezeichnete Stellung gedrückt und
die Klinke 53 wird von einer Spannfeder 55 zur Zahnstange
44 hin vorgespannt.
Wird der Antriebshebel 52 nach unten gedrückt, so kommt
die Sperrklinke 53 mit der Zahnung 50 der Zahnstange 44
zum Eingriff, wenn sie das untere Ende 49 der Abdeckung 45
überschreitet. Die Einstellung der Abdeckung 45 mittels
des Drehknopfes 46 bestimmt also, bei welchem Schwenkwin
kel des Antriebshebels 52 ein Eingriff in die Zahnung 50
und damit eine Bewegung der Zahnstange 44 nach unten er
folgt. Da der Antriebshebel 52 bei jedem Dosiervorgang
über seinen gesamten Schwenkweg nach unten gedrückt wird,
ist die Position des Drehknopfes 46 bestimmend für den da
bei von der Zahnstange 44 zurückgelegten Weg und das dabei
von der Spritze 7 ausgestoßene Fluidvolumen. Bemerkenswert
ist noch, daß die Zahnstange oben einen hochragenden An
satz 56 aufweist, der die Abdeckung 45 an einer Absetzung
57 wegdrücken kann, wodurch ein weiterer Eingriff der
Klinke 53 in die Zahnung 50 vermieden und eine Resthub
sperre wirksam wird.
Eine Repetiervorrichtung 58 gemäß Fig. 3 bildet gemeinsam
mit dem Rückbewegungshebel 23 der Fig. 1 Kolbenstellein
richtungen zum Verschieben des Aufnahmekörpers 19 im Pi
pettengehäuse.
Claims (12)
1. Pipettensystem mit einer einen Befestigungsabschnitt
(6) und einen Spritzenkolben (17) aufweisenden Spritze
(7) und einer Pipette (1), die in einem Pipettengehäu
se (2) eine Aufnahme (5) für den Befestigungsabschnitt
(6) und in einem Aufnahmekörper (19) eine Kolbenauf
nahme (18) für den Spritzenkolben (17), Befestigungs
einrichtungen (26, 36) zum reversiblen Fixieren von
Befestigungsabschnitt (6) und Spritzenkolben (17) in
den Aufnahmen (5, 18) und Kolbenstelleinrichtungen (56, 23)
zum Verschieben des Aufnahmekörpers (19) im Pipetten
gehäuse (2) aufweist, wobei der Befestigungsabschnitt
(6) und der Spritzenkolben (17) durch Axialöffnungen
(9, 20) ihrer Aufnahmen (5, 18) axial in ihre Befesti
gungspositionen schiebbar sind und die Befestigungs
einrichtungen (26, 36) radial zustellbare Greifein
richtungen (28, 38) zum Fixieren des Befestigungsab
schnittes (6) und des Spritzenkolbens (17) in den Be
festigungspositionen aufweisen, dadurch gekennzeich
net, daß die Greifeinrichtungen (28, 38) schwenkbar im
Pipettengehäuse (2) gelagerte Spritzengreifhebel (26)
und im Aufnahmekörper (19) schwenkbar gelagerte Kol
bengreifhebel (36) aufweisen, wobei die Spritzengreif
hebel (26) und die Kolbengreifhebel (36) zweiarmig mit
einem Greifarm (29, 38) und einem Betätigungsarm (30,
39) ausgeführt sind und wobei die Spritzengreifhebel
(26) an den Innenseiten ihrer Betätigungsarme (30)
Kontaktstellen (33) aufweisen, die durch Betätigen
ihrer Betätigungsarme (30) außen gegen die Betäti
gungsarme (39) der Kolbengreifhebel (36) schwenkbar
sind und die Kolbengreifhebel (36) betätigen.
2. Pipettensystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß der Befestigungsabschnitt (6) und/oder der
Spritzenkolben (17) in ihren Befestigungspositionen in
den Aufnahmen (5, 18) an Anschlägen (10, 21) anliegen
und die Greifeinrichtungen (28, 38) den Befestigungs
abschnitt (6) und/oder den Spritzenkolben (17) durch
Hintergreifen an den Anschlägen fixieren.
3. Pipettensystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Befestigungsabschnitt (6) ein Sprit
zenflansch ist.
4. Pipettensystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, da
durch gekennzeichnet, daß der Spritzenkolben (17) ei
nen Kolbenbund (37) zum Hintergreifen durch die Kol
bengreifhebel (36) aufweist.
5. Pipettensystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4, da
durch gekennzeichnet, daß die Spritzengreifhebel (26) ein
hakenförmiges Greifende (28) zum Hintergreifen des Be
festigungsabschnittes (6) haben.
6. Pipettensystem nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Kolbengreifhebel (36) ein keilförmiges
Greifende (38) zum Hintergreifen des Spritzenkolbens
(17) haben.
7. Pipettensystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6, da
durch gekennzeichnet, daß die Greifeinrichtungen (28,
38) diese in Richtung auf den Befestigungsabschnitt
(6) und/oder den Spritzenkolben (17) belastende Feder
einrichtungen (31, 40) haben.
8. Pipettensystem nach Anspruch 7, dadurch gekennzeich
net, daß die Federeinrichtungen im Pipettengehäuse (2)
ausgehend von einer Fixierung (32) sich axial er
streckende und auf den Betätigungsarm (30) der Sprit
zengreifhebel (26) einwirkende Blattfedern (31) haben.
9. Pipettensystem nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Federeinrichtungen auf Schwenkachsen
(35) der Kolbengreifhebel (36) geführte Schenkelfedern
(40) haben, die mit einem Schenkel an einem Anschlag
(41) des Aufnahmekörpers (19) und mit dem anderen
Schenkel an den Betätigungsarmen (39) der Kolbengreif
hebel (36) anliegen.
10. Pipettensystem nach einem der Ansprüche 1 bis 9, da
durch gekennzeichnet, daß die Spritzengreifhebel (26)
in radialen Durchbrüchen (25) des Pipettengehäuses (2)
und die Kolbengreifhebel (36) in radialen Durchbrüchen
(34) des Aufnahmekörpers (19) angeordnet sind.
11. Pipettensystem nach einem der Ansprüche 2 bis 10, da
durch gekennzeichnet, daß der Anschlag (10) für den
Befestigungsabschnitt (6) über axial wirkende Feder
einrichtungen (13) im Pipettengehäuse (2) abgestützt
ist.
12. Pipettensystem nach einem der Ansprüche 1 bis 11, da
durch gekennzeichnet, daß die Kolbengreifhebel (36)
kürzer als die Spritzengreifhebel (26) ausgebildet
sind.
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