DE10257414B4 - Handdispenser mit elektromotorischem Antrieb - Google Patents
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Abstract
Handdispenser
mit elektromotorischem Antrieb mit
– Einrichtungen (2) zum lösbaren Befestigen einer Spritze (3) umfassend einen Spritzenkolben (3d) und einen Spritzenzylinder (3b),
– mindestens einer Einrichtung mit einem Arbeitszylinder (9) und einem darin verschieblichen Arbeitskolben (7) zum Antreiben des Spritzenkolbens (3d) der Spritze (3),
– mit dem Arbeitskolben (7) verbundenen Kupplungseinrichtungen (5) zum lösbaren Verbinden des Arbeitskolbens (7) mit dem Spritzenkolben (3d),
– einem Elektromotor,
– mindestens einer von dem Elektromotor antreibbaren Pumpe (13) für ein hydraulisches Medium, die mit mindestens einer Arbeitskammer (9a, 9b) des Arbeitszylinders (9) verbunden ist, um den Arbeitskolben (7) mittels des hydraulischen Mediums anzutreiben,
– einer Eingabeeinrichtung zum Eingeben von Steuerbefehlen, umfassend Dosiermengen,
– einer Anzeigeeinrichtung zum Anzeigen von Eingaben,
– einer elektronischen Steuerung, die mit dem Elektromotor, der Eingabeeinrichtung und der Anzeigeeinrichtung verbunden ist, und
– einer Batterie oder einem Akku.
– Einrichtungen (2) zum lösbaren Befestigen einer Spritze (3) umfassend einen Spritzenkolben (3d) und einen Spritzenzylinder (3b),
– mindestens einer Einrichtung mit einem Arbeitszylinder (9) und einem darin verschieblichen Arbeitskolben (7) zum Antreiben des Spritzenkolbens (3d) der Spritze (3),
– mit dem Arbeitskolben (7) verbundenen Kupplungseinrichtungen (5) zum lösbaren Verbinden des Arbeitskolbens (7) mit dem Spritzenkolben (3d),
– einem Elektromotor,
– mindestens einer von dem Elektromotor antreibbaren Pumpe (13) für ein hydraulisches Medium, die mit mindestens einer Arbeitskammer (9a, 9b) des Arbeitszylinders (9) verbunden ist, um den Arbeitskolben (7) mittels des hydraulischen Mediums anzutreiben,
– einer Eingabeeinrichtung zum Eingeben von Steuerbefehlen, umfassend Dosiermengen,
– einer Anzeigeeinrichtung zum Anzeigen von Eingaben,
– einer elektronischen Steuerung, die mit dem Elektromotor, der Eingabeeinrichtung und der Anzeigeeinrichtung verbunden ist, und
– einer Batterie oder einem Akku.
Description
- Die Erfindung bezieht sich auf einen Handdispenser mit elektromotorischem Antrieb.
- Dispenser sind Dosiervorrichtungen, die eine einmal aufgezogene Flüssigkeitsmenge in einem einzigen Abgabeschritt oder in mehrfachen Abgabeschritten mit gleichen oder unterschiedlichen Dosiermengen abgeben können. Dispenser werden vielfach mit einer Spritze zum Aufnehmen und Abgeben von Flüssigkeit versehen. Spritzen aus Kunststoff sind nach Gebrauch gegen eine frische Spritze austauschbar. Handdispenser sind manuell handhabbare Dispenser. Bekannt sind manuell und elektromotorisch über Schraubengetriebe angetriebene Handdispenser. Ein manuell angetriebener Handdispenser bzw. "Repetierpipette" mit einem Zahnstangen-Klinken-Getriebe für einen schrittweisen Vorschub des Spritzenkolbens ist in der
DE 29 26 691 C2 beschrieben. Vielfach sind Dispenser mit verschieden großen Spritzen für unterschiedliche Dosieraufgaben bestückbar (z.B. 0,1 bis 50 ml). Die Teilmengen sind z.B. im Bereich von 1 μl bis 50 ml einstellbar. - Verschieden große Spritzen haben unterschiedliche Reib- und Strömungswiderstände. Ein Antrieb für die Spritzenkolben sollte einerseits eine große Kraft aufbringen, um die Spritzenkolben der großen Spritzen anzutreiben. Andererseits sollte der Antrieb hohe Geschwindigkeiten erreichen können, um bei kleinen Spritzen eine Dosierung im Freistrahl und einen sauberen Tropfenabriß zu ermöglichen. Nur dann sind hinreichend reproduzierbare Dosierergebnisse erreichbar.
- Bekannte elektromotorisch angetriebene Handdispenser werden bei vertretbarer Baugröße und bei Batterie- bzw. Akkubetrieb nur einer der Anforderungen gerecht. Meist bringen sie eine ausreichende Antriebskraft für große Spritzenkolben auf. Die Kolbengeschwindigkeit ist aber bei den kleinen Spritzen für eine Dosierung im Freistrahl zu langsam. Hierdurch ist der Einsatzbereich eingeschränkt.
- Aus der
DE 197 43 660 C1 ist eine Repetierpipette bekannt, die eine manuell betätigbare, hydraulische Betätigungseinrichtung zur kontinuierlichen Änderung der Dosiermenge aufweist. - Die
DE 39 13 000 A1 bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Abgeben hochviskoser, pastöser, kompressibler Substanzen, insbesondere zum Auftragen von Dicht- und Klebstoffen auf Karosserieteile im Automobilbau. Gemäß Beschreibungseinleitung ist die Dosierung derartiger Substanzen durch lange Förderleitungen nachteilig, wegen ungünstiger Auswirkungen von Druckänderungen beim Schließen und Öffnen einer Abgabedüse. Ferner ist das Abgeben solcher Substanzen mittels eines Auspreßzylinders insbesondere wegen der erforderlichen Nachfüllvorgänge ungünstig. Deshalb zielt diese Druckschrift auf eine Vorrichtung zum Dosieren hochviskoser, pastöser, kompressibler Substanzen mit hoher Genauigkeit und geringen Zeitverzögerungen, welche die Führung der Auftragsdüse durch einen Roboter erlaubt. - Hierzu lehrt die Druckschrift eine Vorrichtung, die einen Pufferbehälter zum Aufnehmen der hochviskosen, pastösen Substanz, eine Speiseleitung, durch welche der Pufferbehälter mit der Substanz nachgefüllt werden kann, einen Druckerzeuger, durch welchen die Substanz im Pufferbehälter unter Druck gesetzt werden kann, eine Düse, welche nahe beim Pufferbehälter angeordnet ist, einen stromab vom Druckerzeuger angeordneten Drucksensor und einen Regler aufweist. Der Regler regelt den Druck stromabwärts vom Druckerzeuger auf einen vorgegebenen Sollwert. Dadurch kann die Dosiermenge im Nahbereich der Düse exakt gesteuert werden.
- Somit ist eine stationäre Vorrichtung offenbart, die am Fließband bei der Herstellung von Automobilen zusammen mit einem Roboter zum Einsatz kommt. Grundsätzlich wird der Druck für die Abgabe der Substanz von der Pumpe aufgebracht. Zusätzlich erfolgt eine Druckregelung über einen Regelkreis.
- Die
DE 197 28 179 A1 betrifft eine selbsttätig umschaltende Kolben-/Zylinderanordnung für volumetrische Dosiervorrichtungen, die dazu dienen, ein Additiv oder dgl. mit einer bestimmten dosierten Menge in ein Hauptfluid einzugeben, um ein Gemisch mit bestimmten vorteilhaften Eigenschaften zu erhalten. Dabei ermöglicht es die Erfindung, das Hauptfluid zugleich als Druckfluid zur Beaufschlagung der Kolben-/Zylinderanordnung zu verwenden. - Die im einzelnen dargestellte Kolben-/Zylinderantriebsanordnung erzeugt automatisch eine hin- und hergehende Bewegung einer mit einem Hauptkolben verbundenen Kolbenstange, die sich auf den Dosierkolben der Dosiereinrichtung überträgt. Der Dosierkolben erfährt deshalb eine eben solche Hin- und Herbewegung im Dosiergehäuse, wodurch das an der Einlaßöffnung anstehende Fluid über das Absperrventil in die Saugkammer gezogen und während des nachfolgenden Umkehrhubes des Dosierkolbens aus der Saugkammer in die Ausstoßkammer überführt wird.
- Offenbart ist somit eine rein stationäre Vorrichtung, bei der ein Dosierkolben automatisch hin und her bewegt wird, um eine aufgenommene Flüssigkeit zugleich vollständig wieder abzugeben. Eine beliebige Einstellung von Dosiermengen ist nicht möglich.
- Die
DE 41 07 479 A1 betrifft eine Dosiervorrichtung zum Dosieren flüssiger oder pastöser Medien, die einen elektrisch betätigten Linearantrieb besitzt. Ein Elektromotor treibt über ein Getriebe eine als Gewindestab ausgebildete Kolbenstange an, wodurch eine definierte Linearverschiebung eines Kolbens erreicht wird. Das in einer Kammer einer Kartusche befindliche Medium kann auf diese Weise sehr exakt über eine Dosierspitze ausgedrückt bzw. dosiert werden. - Die
DE 43 10 808 C2 offenbart ein System zur Dosierung von Flüssigkeiten, beinhaltend eine Dosiervorrichtung mit einem Spritzenkörper, der einen konstanten Innendurchmesser besitzt, und einen darin dichtend laufenden Kolben, eine Vorrichtung zur Bewegung des Kolbens in den Spritzenkörper, ein Lesegerät zum Einlesen von Daten, die für den individuellen Innendurchmesser des Spritzenkörpers charakteristisch sind und genanntes oder ein zweites Lesegerät zum Einlesen von Daten, die ein zu dosierendes Flüssigkeitsvolumen kennzeichnen, eine elektronische Einheit zur Berechnung eines Dosierhubes des Kolbens nach einer gegebenen Formel, wobei die Daten für den Innendurchmesser des jeweiligen Spritzenkörpers auf der Dosiervorrichtung angebracht sind. - Davon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Handdispenser mit elektromotorischem Antrieb zur Verfügung zu stellen, der auch bei eingeschränkter Baugröße und Batterie- oder Akkubetrieb in der Lage ist, eine hinreichend große Kraft für den Antrieb großer Spritzenkolben und eine hinreichend große Antriebsgeschwindigkeit für die Dosierung im Freistrahl mittels kleiner Spritzenkolben zur Verfügung zu stellen.
- Die Aufgabe wird durch einen Dispenser mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen des Dispensers sind in den Unteransprüchen angegeben.
- Der erfindungsgemäße Handdispenser mit elektromotorischem Antrieb hat
- – Einrichtungen zum lösbaren Befestigen einer Spritze umfassend einen Spritzenkolben und einen Spritzenzylinder,
- – mindestens eine Einrichtung mit einem Arbeitszylinder und einem darin verschieblichen Arbeitskolben zum Antreiben des Spritzenkolbens der Spritze,
- – mit dem Arbeitskolben verbundene Kupplungseinrichtungen zum lösbaren Verbinden des Arbeitskolbens mit dem Spritzenkolben,
- – einen Elektromotor,
- – mindestens eine von dem Elektromotor antreibbare Pumpe für ein hydraulisches Medium, die mit mindestens einer Arbeitskammer des Arbeitszylinders verbunden ist, um den Arbeitskolben mittels des hydraulischen Mediums anzutreiben,
- – eine Eingabeeinrichtung zum Eingeben von Steuerbefehlen, umfassend Dosiermengen,
- - einer Anzeigeeinrichtung zum Anzeigen von Eingaben,
- – einer elektronischen Steuerung, die mit dem Elektromotor, der Eingabeeinrichtung und der Anzeigeeinrichtung verbunden ist, und
- – einer Batterie oder einem Akku.
- Der erfindungsgemäße Handdispenser weist zwischen Elektromotor und Spritze ein hydraulisches Getriebe aus einer Pumpe und einer Einrichtung mit einem Arbeitszylinder und einem Arbeitskolben auf, in dem sich abhängig vom Widerstand des Spritzenkolbens und vom Druck im hydraulischen Medium selbständig ein Arbeitspunkt ein stellt, durch den die Geschwindigkeit des Arbeitskolbens und die Antriebskraft festgelegt ist. Das hydraulische Medium ist vorzugsweise eine Flüssigkeit, insbesondere eine möglichst inkompressible Flüssigkeit. Durch den sich selbständig einstellenden Arbeitspunkt arbeitet der Elektromotor auch bei sehr unterschiedlicher Last in einem besonders effektiven Leistungsbereich. Infolgedessen kann eine hinreichende Antriebskraft für größere Spritzen und eine hinreichende Antriebsgeschwindigkeit für kleinere Spritzen zur Verfügung gestellt werden. Im Unterschied dazu ermöglichen die starren mechanischen Getriebe zwischen den Elektromotoren und den Spritzenkolben herkömmlicher Dispenser nur einem Betrieb in einem deutlich eingeschränkteren Lastbereich. Außerhalb dieses Lastbereiches ist der elektromotorische Antrieb nicht mehr in der Lage, die erforderliche Leistung zur Verfügung zu stellen. Zudem ist es von Vorteil, daß der Konstrukteur bei der Anordnung der Komponenten des erfindungsgemäßen Dispensers freier ist, als bei den herkömmlichen Dispensern mit starrem elektromechanischen Getrieben.
- Die Erfindung bezieht den Einsatz von Pumpen verschiedener Bauart ein. Vorteilhaft ist der Einsatz von Pumpen, die in der Lage sind, lastunabhängig einen konstanten Volumenstrom zu fördern, beispielsweise Zahnradpumpen. Dann ist es möglich, die Kolbenverschiebung und damit die Dosiermenge über die Pumpzeit zu steuern. Darauf ist eine Ausgestaltung der Erfindung gerichtet.
- Gemäß einer Ausgestaltung ist ein Sensor zum Erfassen des Hubes des Arbeitskolbens vorhanden. Der Sensor ermöglicht die genaue Ermittlung des jeweils vom Arbeitskolben zurückgelegten Weges und damit eine genaue Steuerung der Dosiermenge. Dies begünstigt den Einsatz von Pumpen, die einen lastabhängigen Volumenstrom fördern.
- Die Einrichtung mit einem Arbeitszylinder und einem Arbeitskolben kann eine einfach wirkende Einrichtung sein, bei der nur eine Arbeitskammer mit hydraulischem Medium beaufschlagt wird. Durch Befüllen und/oder Entleeren der Arbeitskammer mittels der Pumpe ist die Bewegung des Arbeitskolbens steuerbar. Dabei kann die Bewegung des Arbeitskolbens in einer Richtung durch eine auf den Arbeitskolben wirkende Federeinrichtung unterstützt oder bewirkt werden. Bei der Verlagerung des Arbeitskolbens aufgrund der Vorspannung der Federeinrichtung ist das hydraulische Medium von dem Arbeitskolben aus der Arbeitskammer auspreßbar oder von der Pumpe abpumpbar.
- Gemäß einer Ausgestaltung ist die Einrichtung mit dem Arbeitszylinder und dem Arbeitskolben doppelwirkend und das hydraulische Medium ist mittels der Pumpe wahlweise in die und/oder aus den Arbeitskammern pumpbar. Bei dieser Ausgestaltung ist der Arbeitskolben durch gezielte Druckbeaufschlagung einer der beiden Arbeitskammern in beiden Richtungen verlagerbar. Das in der jeweils anderen Arbeitskammer enthaltene hydraulische Medium ist durch Bewegung des Arbeitskolbens auspreßbar oder von der Pumpe abpumpbar.
- Gemäß einer Ausgestaltung ist ein Reservoir für das hydraulische Medium vorhanden, mit dem die Pumpe verbunden ist. Das hydraulische Medium ist mittels der Pumpe aus dem Reservoir in die Arbeitskammer pumpbar. Eine bidirektionale Pumpe oder eine zweite Pumpe kann das hydraulische Medium aus der Arbeitskammer in das Reservoir pumpen.
- Gemäß einer Ausgestaltung ist die Pumpe über ein Schaltventil mit der Arbeitskammer und/oder die Arbeitskammer über dasselbe oder ein weiteres Schaltventil mit dem Reservoir verbunden. Durch Betätigen des Schaltventiles ist die Bewegung des Arbeitskolbens steuerbar. Gemäß einer Ausgestaltung handelt es sich um ein elektrisches Schaltventil.
- Gemäß einer Ausgestaltung ist in der Verbindung von Pumpe und Arbeitskammer ein hydraulischer Druckspeicher vorhanden. Der hydraulische Druckspeicher unterstützt die Pumpe, wenn kurzfristig ein großer Volumenstrom bereitgestellt werden muß. Der große Volumenstrom kann beispielsweise vorteilhaft für das Erzeugen einer hohen Losbrechkraft für das Anfahren eines Spritzenkolbens oder für eine hohe Beschleunigung des Spritzenkolbens im Hinblick auf eine Freistrahlabgabe kleiner Flüssigkeitsmengen genutzt werden.
- Gemäß einer Ausgestaltung ist ein Rückschlagventil zwischen Pumpe und hydraulischem Druckspeicher vorhanden. Das Rückschlagventil verhindert das Zurückströmen des hydraulischen Mediums aus dem Druckspeicher in das Reservoir und begünstigt den Aufbau erhöhter Drucke im Druckspeicher.
- Gemäß einer Ausgestaltung ist in der Verbindung von Pumpe und Arbeitskammer ein Druckregelventil zum Regeln des Druckes des hydraulischen Mediums vorhanden.
- Mittels des Druckregelventils können insbesondere Überdrücke im System verhindert werden.
- Der Dispenser hat eine Eingabeeinrichtung zum Eingeben von Steuerbefehlen durch einen Benutzer. Die Eingabeeinrichtung kann beispielsweise eine Tastatur sein, die es beispielsweise ermöglicht, Dosiermengen, Dosiergeschwindigkeiten bzw. Abgabeschritte einzugeben.
- Der Dispenser hat eine Anzeigeeinrichtung. Mittels der Anzeigeeinrichtung sind beispielsweise Eingaben oder Betriebszustände des Dispensers anzeigbar.
- Gemäß einer Ausgestaltung ist ein weiterer Sensor zum Abtasten einer lesbaren Kennzeichnung einer Spritze vorhanden. Die Kennzeichnung kann sich insbesondere auf die Größe der Spritze bzw. auf eine andere Eigenschaftsangabe beziehen. Die vom Sensor erfaßten Daten werden z.B. der Steuerung des Elektromotors bzw. der Anzeige zugrunde gelegt. Die Steuerung des Elektromotors kann den Hub des Arbeitskolbens in Abhängigkeit von der eingegebenen Dosiermenge und der Spritze steuern. Die Steuerung kann ferner die Kraft bzw. die Geschwindigkeit bzw. die Beschleunigung des Arbeitskolbens in Abhängigkeit von der Dosiermenge und der Spritze steuern.
- Der Dispenser hat eine elektronische Steuerung, die mit dem Elektromotor, der Eingabeeinrichtung und der Anzeigeeinrichtung verbunden ist. Gemäß einer Ausgestaltung ist die elektronische Steuerung mit dem elektrisch angetriebenen Schaltventil und/oder dem Sensor und/oder dem weiteren Sensor verbunden.
- Der Dispenser ist ein Handdispenser. Die Vorteile der Erfindung im Hinblick auf die Baugröße, den Batterie- oder Akkubetrieb und die Anordnung der Systemkomponenten sind besonders vorteilhaft bei Handdispensern nutzbar.
- Gemäß einer Ausgestaltung ist der Dispenser Teil eines Dispensiersystems mit einer Spritze.
- Gemäß einer Ausgestaltung weist die Spritze in einem Befestigungsbereich eine von außen mittels des weiteren Sensors lesbare Kennzeichnung auf.
- Schließlich weist gemäß einer Ausgestaltung weist die Spritze die Kennzeichnung auf einem Befestigungsflansch auf.
- Geeignete Einrichtungen zum lösbaren Befestigen einer Spritze und Kupplungseinrichtungen sowie ein weiterer Sensor und damit abtastbare Kennzeichnungen sind in der
DE 29 26 691 C2 und in derDE 43 41 229 C2 beschrieben, deren Inhalt durch Bezugnahme in diese Anmeldung einbezogen ist. - Die Erfindung wird nachfolgend anhand der anliegenden Zeichnung eines Ausführungsbeispieles näher erläutert, die ein Dispensersystem in einem Längsschnitt zeigt.
- Ein Handdispenser
1 hat im vorderen Endbereich eines länglichen Gehäuses1a Einrichtungen zum axialen Aufnehmen und lösbaren Befestigen2a ,2b eines oberen Endes einer Spritze3 . Genauer gesagt ist die Spritze3 an einem oberen Randflansch3a eines Spritzenzylinders3b lösbar befestigt. Dort weist sie eine Kennzeichnung3c in Form kranzförmig angeordneter, axial vorstehender Erhebungen auf, die in Axialrichtung abtastbar sind. - Der Handdispenser
1 hat einen Sensor4 zum Abtasten der Kennzeichnung3c der eingesetzten Spritze3 . - Das aus der Spritze
3 herausstehende Ende eines Spritzenkolbens3d der Spritze3 ist axial in einer Kupplung5 aufgenommen, die Druck- und Zugkräfte auf den Kolben3d übertragen kann. - Die vorbeschriebenen Einzelheiten stimmen im wesentlichen mit denen des Ausführungsbeispieles der deutschen Patentes
DE 43 31 229 C2 überein. - Die Kupplung
5 ist mittels eines Schaftes6 mit einem Arbeitskolben7 verbunden. Der Arbeitskolben7 ist durch die Dichtungen8a ,8b zu einem Arbeitszylinder9 und der Schaft6 ist durch eine Dichtung10 zum Arbeitszylinder9 abgedichtet. - In einem Reservoir
11 befindet sich eine Menge einer Flüssigkeit12 , die durch eine Pumpe13 in einen Druckspeicher14 gefördert wird. Im Druckspeicher14 befindet sich ein komprimiertes Gasvolumen15 , das durch eine Membran16 von der Flüssigkeit12 abgetrennt wird. Ein Rückschlagventil17 verhindert das Zurückströmen der Flüssigkeit12 . - Vom Druckspeicher
14 leitet eine Rohrleitung18 die Flüssigkeit12 zu einem Schaltventil19 . Das Schaltventil19 hat drei Stellungen19a ,19b ,19c . - In der Stellung
19a gelangt die Flüssigkeit12 in eine Arbeitskammer9a des Arbeitszylinders9 und der Spritzenkolben3d der Spritze3 wird gezogen. Dabei wird aus der Arbeitskammer9b Flüssigkeit12 verdrängt und fließt durch eine Rohrleitung20 in das Reservoir11 . - In der Stellung
19b sperrt das Schaltventil19 den Flüssigkeitsstrom. - In Stellung
19c desselben Schaltventils19 gelangt die Flüssigkeit12 in die Arbeitskammer9b des Arbeitszylinder9 und der Spritzenkolben3d des Combitips wird geschoben. Dabei wird aus der Arbeitskammer9a Flüssigkeit12 verdrängt und fließt durch die Rohrleitung20 in das Reservoir11 .
Claims (15)
- Handdispenser mit elektromotorischem Antrieb mit – Einrichtungen (
2 ) zum lösbaren Befestigen einer Spritze (3 ) umfassend einen Spritzenkolben (3d ) und einen Spritzenzylinder (3b ), – mindestens einer Einrichtung mit einem Arbeitszylinder (9 ) und einem darin verschieblichen Arbeitskolben (7 ) zum Antreiben des Spritzenkolbens (3d ) der Spritze (3 ), – mit dem Arbeitskolben (7 ) verbundenen Kupplungseinrichtungen (5 ) zum lösbaren Verbinden des Arbeitskolbens (7 ) mit dem Spritzenkolben (3d ), – einem Elektromotor, – mindestens einer von dem Elektromotor antreibbaren Pumpe (13 ) für ein hydraulisches Medium, die mit mindestens einer Arbeitskammer (9a ,9b ) des Arbeitszylinders (9 ) verbunden ist, um den Arbeitskolben (7 ) mittels des hydraulischen Mediums anzutreiben, – einer Eingabeeinrichtung zum Eingeben von Steuerbefehlen, umfassend Dosiermengen, – einer Anzeigeeinrichtung zum Anzeigen von Eingaben, – einer elektronischen Steuerung, die mit dem Elektromotor, der Eingabeeinrichtung und der Anzeigeeinrichtung verbunden ist, und – einer Batterie oder einem Akku. - Dispenser nach Anspruch 1, bei dem die Pumpe (
13 ) eine lastunabhängig einen konstanten Volumenstrom fördernde Pumpe (13 ) ist. - Dispenser nach Anspruch 1 oder 2 mit einem Sensor zum Erfassen des Hubes des Arbeitskolbens (
7 ). - Dispenser nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei dem die Einrichtung mit einem Arbeitszylinder (
9 ) und einem Arbeitskolben (7 ) doppelwirkend ist und das hydraulische Medium mittels der Pumpe (13 ) wahlweise in die und/oder aus den beiden Arbeitskammern (9a ,9b ) pumpbar ist. - Dispenser nach einem der Ansprüche 1 bis 4, der ein Reservoir (
11 ) für das hydraulische Medium aufweist, mit dem die Pumpe (13 ) verbunden ist. - Dispenser nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei dem die Pumpe (
13 ) über ein Schaltventil (19 ) mit der Arbeitskammer (9a ,9b ) und/oder die Arbeitskammer (9a ,9b ) über dasselbe oder ein weiteres Schaltventil (19 ) mit dem Reservoir (11 ) verbunden ist. - Dispenser nach Anspruch 6, bei dem das Schaltventil (
19 ) ein elektrisch angetriebenes Schaltventil ist. - Dispenser nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei dem in der Verbindung von Pumpe (
13 ) und Arbeitskammer ein hydraulischer Druckspeicher (14 ) vorhanden ist. - Dispenser nach Anspruch 8 mit einem Rückschlagventil (
17 ) zwischen Pumpe (13 ) und hydraulischem Druckspeicher (14 ). - Dispenser nach einem der Ansprüche 1 bis 9 mit einem Druckregelventil zum Regeln des Druckes des hydraulischen Mediums in der Verbindung von Pumpe (
13 ) und Arbeitskammer (9a ,9b ). - Dispenser nach einem der Ansprüche 1 bis 10 mit einem weiteren Sensor (
4 ) zum Abtasten einer Kennzeichnung (3c ) einer Spritze (3 ). - Dispenser nach einem der Ansprüche 3 bis 11, bei dem die elektronische Steuerung mit dem elektrisch angetriebenen Schaltventil (
19 ) und/oder dem Sensor und/oder dem weiteren Sensor (4 ) verbunden ist. - Dispensersystem mit einem Dispenser nach einem der Ansprüche 1 bis 12 und einer Spritze (
3 ). - Dispensersystem nach Anspruch 13 mit einer Spritze (
3 ), die in einem Befestigungsbereich eine von außen mittels eines weiteren Sensors (4 ) abtastbare Kennzeichnung (3c ) aufweist. - Dispensersystem nach Anspruch 13 oder 14, bei dem die Kennzeichnung (
3c ) auf einem Befestigungsflansch der Spritze (3 ) angeordnet ist.
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| DE10257414A1 (de) | 2004-06-24 |
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