DE4041989C2 - - Google Patents
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- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
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- B21B13/18—Metal-rolling stands, i.e. an assembly composed of a stand frame, rolls, and accessories for step-by-step or planetary rolling; pendulum mills
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Ein- und Ausbau der Arbeitswalzen
eines Planetenwalzwerkes gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
In der deutschen Patentanmeldung DE 39 07 730 A1 wird ein Verfahren und
eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens zum Schleifen von
Arbeitswalzen eines Planetenwalzwerkes beschrieben, bei dem der
komplette Walzensatz eines Planetenwalzwerkes ohne Demontage der
Arbeitswalzen in einer Spezial-Schleifmaschine geschliffen wird.
Wenn man bedenkt, daß die meist 24 Arbeitswalzen eines
Planetenwalzensatzes etwa alle 8 Stunden nachgeschliffen werden müssen,
weil ihre Oberfläche verschlissen ist, so ist die in der vorstehend
genannten Patentanmeldung vorgeschlagene Lösung bereits eine wesentliche
Verbesserung gegenüber der früheren Methode, die Arbeitswalzen in der
Werkstatt von Hand aus dem Walzensatz auszubauen und neue einzubauen.
Insbesondere bei großen Maschinen, z. B. für
Bandbreiten von 1300 mm ist das umständlich, zeitraubend und sehr teuer.
Doch die in der DE 39 07 730 A1 vorgeschlagene Lösung ist, obwohl sie
eine wesentliche Vereinfachung und Zeitersparnis gegenüber der
herkömmlichen Methode darstellt, mit Problemen belastet, die sich daraus
ergeben, daß das Ausrichten der Planetenwalze in der für die Bearbeitung
der Arbeitswalzen im eingebauten Zustand vorgesehenen Drehvorrichtung
sehr schwierig ist. Aber gerade vom Ausrichten der Planetenwalze hängt
die Schleifgenauigkeit der Arbeitswalzen ab.
Ein anderer Nachteil, der die bekannte Vorrichtung zum Schleifen der
Arbeitswalzen belastet, sind die hohen Investitionskosten für die zum
Wechseln notwendigen Einrichtungen. Dies insbesondere deshalb, weil bei
dem gattungsgemäßen Verfahren mindestens drei Walzensätze (jeweils
bestehend aus zwei Planetenwalzen) benötigt werden, und zwar ein erster
Satz zum Walzen im Walzwerk, ein zweiter Satz in der Werkstatt zum
Nachschleifen der Arbeitswalzen und ein dritter Walzensatz in Reserve.
Es muß daher Aufgabe einer wirtschaftlich arbeitenden
Walzenschleifvorrichtung sein, die Investitionskosten möglichst niedrig
zu halten und das exakte Schleifen der Arbeitswalzen möglichst zu
vereinfachen. Dabei ist vor allem zu beachten, daß ein möglichst
geringer Zeitaufwand benötigt wird, in dem das Walzwerk nicht betrieben
werden kann.
Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß mit den im
Patentanspruch 1 angegebenen Merkmalen.
Weitere Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Der Arbeitswalzenwechsel innerhalb des Planetenwalzgerüstes selbst
oder in unmittelbarer Nähe ohne Ausbau der Planetenwalze, erscheint
deshalb besonders günstig, weil er mit relativ niedrigen
Investitionskosten ausführbar ist. Innerhalb kürzester Zeit kann eine
Planetenwalze mit neuen Arbeitswalzen bestückt werden, wozu vorzugsweise
in einer Walzpause die eine Planetenwalze des Paares und in einer
zweiten Walzpause die andere Planetenwalze mit neuen Arbeitswalzen
bestückt wird. Bei einer Standzeit von 8 Stunden einer Arbeitswalze kann
somit alle 4 Stunden der Satz einer Planetenwalze gewechselt werden. Die
Einrichtung ist automatisierbar.
Da die Standzeit der Zwischenwalzen und der
Abrollsegmente, auf denen die Zwischenwalzen sich abstützen, höher ist
als die der Arbeitswalzen, kann die Planetenwalze längere Zeit im
Walzgerüst verbleiben, so daß kein Reservesatz mit zwei Planetenwalzen
mehr benötigt wird. Auf diese Weise kommt man mit zwei Sätzen statt
bisher drei aus.
Wenn nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung vorgesehen ist, daß
die Manipulationsvorrichtung heb- und senkbar auslaufseitig des
Planetenwalzwerkes - in Ruhestellung unterhalb der Rollgangsebene -
angeordnet ist. Die Manipulationsvorrichtung kann an ihrer Oberseite
eine Looperrolle zur Schlingenregelung tragen. So ergibt sich eine
besonders einfache und zweckdienliche Konstruktion. Mit einer solchen
Vorrichtung läßt sich der Austausch von 24 Arbeitswalzen innerhalb einer
Zeit von etwa 45 Minuten ausführen, wobei der Manipulator mit einem
Wechselschlitten zusammenwirkt, der die ausgebauten Arbeitswalzen ab-
und die neuen Arbeitswalzen zuführt. Manipulator und Wechselschlitten
sind unmittelbar hinter und neben dem Planetenwalzgerüst angeordnet,
wobei nach einem Merkmal der Erfindung der Wechselschlitten durch
Querverschieben aus einer Position seitlich des Rollganges neben die aus
der Ruhestellung unterhalb der Rollgangsebene in die Arbeitsstellung
neben der Planetenwalze verfahrbare Manipulationsvorrichtung
verschiebbar ist. Der an seiner Oberseite die Looperrolle zur
Schlingenregelung tragende Manipulator ist nach einem anderen Merkmal
der Erfindung beidseitig des Rollganges an Ständersäulen heb- und
senkbar geführt. Der Antrieb zum Weiterdrehen der Arbeitswalzen in die
jeweilige Übernahmeposition der Manipulationsvorrichtung kann vom
Hauptantrieb des Planetenwalzgerüstes kommen, der dann mit einer
Schleichdrehzahl von etwa einem Zehntel der Nenndrehzahl für den
Käfigantrieb umläuft. Jeweils in der erforderlichen Position (also bei
24 Arbeitswalzen nach jeweils 15 Grad Drehung) der Käfige wird dieser
gestoppt, so daß in dieser Stellung der Arbeitswalzenwechsel vorgenommen
werden kann.
Die vorgeschlagene Vorrichtung hat einen weiteren Vorteil, nämlich auch
einzelne defekte Arbeitswalzen schnell und problemlos ohne Ausbau der
Planetenwalze wechseln zu können, falls im Betrieb ein Defekt auftritt.
Nach einem anderen Vorschlag der Erfindung ist vorgesehen, daß bei mit
dem Drehantrieb gekuppelter, aus dem Walzgerüst seitlich ausgefahrener
Planetenwalze vorzugsweise zwei Manipulationsvorrichtungen in der
ausgefahrenen Stellung parallel zu und beidseitig neben der
Planetenwalze angeordnet sind, die mit parallel zu den Manipulatoren
angeordneten Aufnahmen für die ausgebauten und einzubauenden
Arbeitswalzen zusammenwirken. Bei Verwendung dieser Vorrichtung und der
entsprechenden Methode kann die Wechselzeit der 24 Arbeitswalzen auf
unter eine halbe Stunde dadurch verkürzt werden, daß die herausgefahrene
Planetenwalze den Einsatz von zwei beidseitig vorgesehenen
Manipulationsvorrichtungen zuläßt. Dabei kann zum Drehen der Walze der
Antrieb der Planetenwalze verwendet werden, indem der relativ kurze
Verschiebeweg der herausgefahrenen Planetenwalze durch Gelenkwellen mit
Längenausgleich überbrückt wird. Nach Herausfahren der Planetenwalze sind
die Arbeitswalzen zugängig für die beiden an je einer Seite angeordneten
Manipulationsvorrichtungen, so daß jeweils zwei Arbeitswalzen in
gegenüberliegenden Positionen gleichzeitig gewechselt werden können.
Nach beendetem Walzenwechsel wird die Planetenwalze wieder in das Gerüst
geschoben, das sofort betriebsbereit ist. Die ausgebauten und
einzubauenden Arbeitswalzen werden jeweils in parallel zu den
Manipulatoren angeordneten Aufnahmen abgelegt bzw. von dort
aufgenommen.
Ein weiterer Vorschlag der Erfindung ist besonders für große
Planetenwalzwerke geeignet. Er schlägt vor, daß beide
übereinanderliegenden Planetenwalzen gleichzeitig mittels einer
Transportvorrichtung aus dem Walzgerüst ausfahrbar sind. Dann wird jede
Walze einzeln per Kran in eine vom Walzgerüst unabhängige Drehvorrichtung
abgesetzt, in der die Planetenwalze in der Anzahl der Arbeitswalzen
entsprechenden Verdrehstellungen klemmbar ist.
Die Verwendung eines Greifers oder Kranes ist bei einer
Wechselvorrichtung an sich bekannt aus der AT 33 771 E.
Die Manipulationsvorrichtung wirkt mit der jeweils ihr
gegenüberliegenden Arbeitswalze zusammen. Vorzugsweise ist die
Manipulationsvorrichtung ein Greifer, mit dem die Arbeitswalzen
automatisch aus der Planetenwalze aushebbar und in diese einlegbar sowie
von und zu einem Lagerplatz transportierbar sind. Der Greifer der
Manipulationsvorrichtung entnimmt nacheinander die verschlissene
Arbeitswalze aus der Planetenwalze und legt sie auf einem Lagerplatz ab.
Dieser kann nach einem Merkmal der Erfindung ein oder mehrere
Wechselwagen sein, die im Takt zwischen dem Manipulator und der
Arbeitswalzenschleifvorrichtung hin- und herfahrbar sind. Der
Wechselwagen fährt dann mit einigen oder allen der abgenutzten
Arbeitswalzen zu einer Schleifmaschine, wo sich ggfs. ein weiterer
Greifer befindet, mit dem die Arbeitswalze der Schleifmaschine zuführbar
ist.
Alle vorgeschlagenen Lösungen setzen voraus, daß die Arbeitswalzen der
Planetenwalze leicht zu entnehmen und dort einzusetzen sind. Dies läßt
sich durch entsprechende konstruktive Ausbildung der Halterung der
Arbeitswalzen lösen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt
und wird nachfolgend beschrieben. Es zeigt:
Fig. 1 eine Draufsicht auf ein Planetenwalzwerk mit
nachfolgendem Quartogerüst,
Fig. 2 eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen
Manipulationsvorrichtung in Ruhestellung während des
Walzbetriebes,
Fig. 3 die erfindungsgemäße Manipulationsvorrichtung nach
Fig. 2 in Arbeitsstellung in der Seitenansicht,
Fig. 4 die Manipulationsvorrichtung nach Fig. 2 und 3 in
der Draufsicht,
Fig. 5 den Wechselschlitten zur Aufnahme der ausgebauten
Arbeitswalzen,
Fig. 6 zwei andere erfindungsgemäße Manipulationsvorrichtungen
in der Draufsicht und
Fig. 7 einen Querschnitt durch eine Walzenwerkstatt.
In Fig. 1 ist ein Planetenwalzwerk in der Draufsicht stark vereinfacht
dargestellt. Mit 1 ist die Planetenwalze bezeichnet, die im Walzgerüst
7 bei 16 drehangetrieben gelagert ist. 2 bezeichnet die erfindungsgemäße
Manipulationsvorrichtung, die später noch genauer beschrieben wird. Mit
der Manipulationsvorrichtung 2 lassen sich die Arbeitswalzen 3 ausbauen,
ergreifen und auf dem zwischen Planetenwalze 1 und Quartowalze 13
angeordneten Wechselschlitten 5 ablegen.
Das Walzgut 15 durchläuft zunächst die Vorschubwalze 12 in Walzrichtung
4, dann den Walzensatz aus den beiden Planetenwalzen 1 und anschließend
das Quartowalzgerüst mit den Quartowalzen 13. Während des Walzprozesses
ist die Manipulationsvorrichtung 2 an Ständersäulen 11 abgesenkt unter
der Walzlinie angeordnet, wie dies in Fig. 2 dargestellt ist.
In Fig. 2 sind gleiche Teile gleich bezeichnet. In dem Querschnitt ist
erkennbar, daß die Manipulationsvorrichtung 2 an Ständersäulen 11, die
beidseitig des Walzgutes 15 angeordnet sind, heb- und senkbar ist.
Die Manipulationsvorrichtung besteht aus einem Greifer 26, der in
Richtung seiner Greiferöffnung, wie bei 27 angedeutet, ausfahrbar ist
und darüber hinaus um eine Drehachse 28 um jeweils 90° in beide
Richtungen gegenüber der dargestellten Stellung verschwenkbar ist.
Die Manipulationsvorrichtung 2 ist unterhalb der Rollgangsebene 8
positioniert, so daß der Walzprozeß nicht behindert wird. Das Walzgut
wird auf dem Rollgang, der mit 10 angedeutet ist, abgestützt
und zwischen dem Planetenwalzwerk und dem Quartowalzgerüst geführt. Der
später noch zu beschreibende Wechselschlitten 5 ist senkrecht zur
Zeichnungsebene verfahrbar und in Ruhestellung seitlich oberhalb neben
dem Walzgut 15 positioniert. Der Wechselschlitten hat zwei Aufnahmen 30
für die auszubauenden Arbeitswalzen.
In Fig. 3 ist der Arbeitswalzenwechsel dargestellt. Dazu ist die
Manipulationsvorrichtung 2 an den Ständersäulen 11 nach oben gefahren
und der Greifer 26 ist um 90° in Richtung der Planetenwalze geschwenkt,
so daß der Greifer mit einer Arbeitswalze 3 fluchtet. Durch Ausfahren
des Greifers in Richtung 27 wird die Arbeitswalze 3 ergriffen, sodann
nach Zurückfahren des Greifers um 180° geschwenkt, so daß die
Arbeitswalze 3 in einer der Aufnahmen 30 des Wechselschlittens 5
abgelegt werden kann. In der jeweils anderen Ablage 30 des
Wechselschlittens ist die neue Arbeitswalze 3 abgelegt, die in gleicher
Weise nur umgekehrt ergriffen und nach Verschwenken des Manipulators 2
in die Arbeitswalze 3 eingesetzt wird. Nach taktweisem Weiterdrehen
der Planetenwalze 1 um einen dem Abstand der Arbeitswalzen 3
entsprechenden Winkel werden die nächste und alle weiteren
Arbeitswalzen 3 nach und nach ergriffen und entsprechend gewechselt.
Der gleiche Vorgang wiederholt sich nach Absenken der
Manipulationsvorrichtung 2 unter die Rollgangsebene 8 in Front der unteren
Planetenwalze 1, so daß auch alle Arbeitswalzen der unteren
Planetenwalze ausgetauscht werden können.
In Fig. 4 ist die erfindungsgemäße Vorrichtung nochmals in der
Draufsicht dargestellt. Wie bei 31 angedeutet, kann der doppelt
ausgebildete Greifer 26 quer zur Arbeitswalze verfahren, so daß diese
zum Ausbau seitlich bewegt werden kann. Ansonsten sind gleiche Teile
gleich bezeichnet. Erkennbar ist in Fig. 4 außerdem, daß der
Wechselschlitten 5 das Walzgut 15 überspannt und auf der der
Planetenwalze 1 abgewandten Seite des Platzer-Walzgerüstes vorgesehen
ist.
Wie in Fig. 5 erkennbar, ist der Wechselschlitten 5 selbst quer zum
Rollgang 10 verschiebbar, so daß er während des Walzvorganges seitlich
neben dem Rollgang 10 positioniert werden kann. Außerdem ist in der
zurückgezogenen Stellung das Abnehmen und Einlegen der alten bzw. neuen
Arbeitswalzen 3 seitlich vom Rollgang möglich.
Fig. 6 zeigt eine andere erfindungsgemäße Manipulationsvorrichtung, die
hier doppelt ausgebildet ist. Dadurch lassen sich wesentlich kürzere
Arbeitswalzenwechselzeiten erreichen, weil gleichzeitig beidseitig der
Planetenwalze 1 gewechselt werden kann.
In der Zeichnungsfigur 6 ist, wie in den früheren Zeichnungsfiguren,
mit 4 die Walzrichtung bezeichnet, in der das Walzgut die
Vorschubwalzen 12 und im eingefahrenen Zustand die Planetenwalzen 1
durchläuft. In der Darstellung ist der Planetenwalzensatz mit den
Planetenwalzen 1 aus der Walzlinie seitlich herausgefahren, wobei der
Drehantrieb 16 mit den Planetenwalzen 1 verbunden bleibt.
Dazu ist der Antrieb mit einer Gelenkwelle 18 mit Axialausgleich
versehen, d. h. die Welle ist teleskopisch verlängerbar. Im
dargestellten ausgefahrenen Zustand der Planetenwalzen 1 weisen diese
beidseitig, bei 2a und 2b angedeutet, Manipulationsvorrichtungen auf,
die den Manipulationsvorrichtungen der vorhergehenden Zeichnungsfiguren
entsprechen. Lediglich statt des Wechselschlittens sind hier, wie bei
17a und 17b dargestellt, Aufnahmen für die Arbeitswalzen in Form von
Rundmagazinen angedeutet, in denen die ausgebauten Arbeitswalzen
ablegbar und aus denen die neuen Arbeitswalzen 3 entnehmbar sind. Zum
Ausfahren des Planetenwalzensatzes dient eine Transportvorrichtung 14. Die
Ständersäulen, an denen die Manipulationsvorrichtungen 2a und 2b in
gleicher Weise wie vorstehend beschrieben verfahrbar sind, sind hier
außerhalb der Walzlinie beidseitig der Planetenwalze 1 angeordnet und
gestatten einen Arbeitswalzenwechsel wie zu den anderen
Zeichnungsfiguren beschrieben.
In Fig. 7 ist in beispielsweiser Darstellung eine Walzenwerkstatt
skizziert. Der beispielsweise auf den Fahrschienen aus dem Walzwerk
ausgefahrene und vom Drehantrieb 16 gelöste Walzensatz wird einzeln, d. h.
jede Planetenwalze 1 für sich, von einem Kran 25 übernommen und in eine
Drehvorrichtung 20 eingesetzt. Diese Drehvorrichtung 20 wird von einem
Ladeportal 19 überspannt, an dem Greifer 21 für die Arbeitswalzen
horizontal verfahrbar und in Richtung der Arbeitswalzen senkrecht
verlängerbar sind. Mit den Greifern 21 lassen sich die jeweils oben
liegenden Arbeitswalzen aufnehmen und nach seitlichem Verfahren entlang
des Ladeportals 19 auf einer Palette 21 ablegen.
Alternativ dazu, kann der Greifer 21 die aufgenommene
Arbeitswalze 3 auch unmittelbar einer Schleifmaschine 5 zur
Überarbeitung übergeben.
Die Palette 21 wird von einem Bediengerät 23 aufgenommen und an ein
Hochregallager 24 übergeben, in dem die Arbeitswalzen palettenweise
gestapelt werden. Die Drehvorrichtung 20 ist mit einem Schrittantrieb
und einer Klemmvorrichtung ausgestattet, die ein schrittweises Drehen
der Planetenwalze 1 ermöglicht. Dadurch kann jede Arbeitswalze einzeln
bedient, d. h. ausgebaut und eingebaut werden.
Claims (8)
1. Vorrichtung zum Ein- und Ausbau der Arbeitswalzen eines
Planetenwalzwerkes, bei dem die Arbeitswalzen zusammen mit den
Zwischenwalzen in Käfigen gelagert und gegen einen Stützkörper
abgestützt jeweils eine obere und eine untere Planetenwalze
bilden und wobei
jeweils einer Planetenwalze eine in mindestens drei Ebenen
bewegbare Manipulationsvorrichtung zugeordnet ist, mit der die
Arbeitswalzen einzeln aus der Planetenwalze herausnehmbar
und einer Schleifvorrichtung zuführbar, sowie in die
Planetenwalze zurückführbar sind, dadurch gekennzeichnet,
daß bei in der Walzlinie befindlichen Planetenwalzen (1) die in
Walzrichtung (4) neben der Planetenwalze (1) befindliche
Manipulationsvorrichtung (2) für die Arbeitswalzen (3) derart
verschiebbar angeordnet ist, daß sie aus einer Ruhestellung
außerhalb der Walzlinie in eine Arbeitsstellung in die
Walzlinie verbringbar ist, sowie mit einem Wechselschlitten (5)
zusammenwirkt, der die ausgebauten Arbeitswalzen (3) trägt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Manipulationsvorrichtung (2) heb- und senkbar (6)
auslaufseitig des Walzgerüstes (7) - in Ruhestellung
unterhalb der Rollgangsebene (8) - angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Wechselschlitten (5) durch Querverschieben (9) aus einer
Position seitlich des Rollganges (10) neben die aus der
Ruhestellung unterhalb der Rollgangsebene (8) in die
Arbeitsstellung neben der Planetenwalze (1) verfahrene
Manipulationsvorrichtung (2) verschiebbar ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Manipulationsvorrichtung (2) an beidseitig des Rollganges
(10) angeordneten Ständersäulen (11) heb- und senkbar geführt ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei mit dem Drehantrieb (16) gekuppelter, aus dem Walzgerüst
(7) seitlich ausgefahrener Planetenwalze (1) vorzugsweise zwei
Manipulationsvorrichtungen (2a, 2b) in der ausgefahrenen Stellung
parallel zu und beidseitig neben der Planetenwalze (1) angeordnet
sind, welche mit parallel zu den Manipulationsvorrichtungen (2a, 2b)
angeordneten Aufnahmen (17a, 17b) für die ausgebauten und einzubauenden
Arbeitswalzen (3) zusammenwirken.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß beide übereinanderliegenden Planetenwalzen (1) gleichzeitig
mittels einer Transportvorrichtung (14) horizontal aus dem
Walzgerüst (7) ausfahrbar und einzeln per Kran (25) in eine vom
Walzgerüst (7) unabhängige Drehvorrichtung (20) absetzbar sind, in
der die Planetenwalze (1) in - der Anzahl der Arbeitswalzen (3)
entsprechenden - Verdrehstellungen klemmbar ist, und daß die
Manipulationsvorrichtung (Greifer 21) mit der jeweils ihr
gegenüberliegenden Arbeitswalze (3) zusammenwirkt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Manipulationsvorrichtung ein Greifer (21) ist, mit dem die
Arbeitswalze (3) automatisch aus der Planetenwalze (1) aushebbar
und in diese einlegbar, sowie von und zu einem Lagerplatz (22)
transportierbar ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Lagerplatz (22) ein oder mehrere Paletten sind, die mit
einem Bediengerät (23) zu einem Hochregallager (24) und
zurücktransportierbar sind.
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