DE4236002A1 - Verfahren und Schaltungsanordnung zur Verbindung mehrerer digitaler Datenkanäle zu einem Übertragungskanal - Google Patents
Verfahren und Schaltungsanordnung zur Verbindung mehrerer digitaler Datenkanäle zu einem ÜbertragungskanalInfo
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- G08C15/02—Arrangements characterised by the use of multiplexing for the transmission of a plurality of signals over a common path simultaneously, i.e. using frequency division
- G08C15/04—Arrangements characterised by the use of multiplexing for the transmission of a plurality of signals over a common path simultaneously, i.e. using frequency division the signals being modulated on carrier frequencies
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Description
Die Erfindung geht aus von einem Verfahren und einer Schaltungsan
ordnung zur Verbindung mehrerer digitaler Datenkanäle zu einem
gemeinsamen Übertragungskanal nach der Gattung des Hauptanspruchs.
Es ist bekannt, die Übertragung von Datensignalen auf einem Daten
kanal mit einer bestimmten Frequenz durchzuführen. Für die Über
tragung eines weiteren Datensignals eines Datenkanals wird ein
weiterer Übertragungskanal benötigt, der zum ersten Übertragungs
kanal eine andere Frequenz aufweist. Bei der Übertragung vieler
Datensignale zur gleichen Zeit ergibt sich daher die Schwierigkeit,
daß zu wenig freie Datenkanäle und Übertragungskanäle verfügbar
sind. Üblicherweise wird in diesem Fall mittels einer elektronischen
Suchschaltung ein freier verfügbarer Kanal aufgesucht, auf dem das
gewünschte Datensignal noch übertragen werden kann. Diese Such
schaltungen sind relativ aufwendig. Außerdem hängt es vom Zufall ab,
ob noch ein freier Übertragungskanal gefunden werden kann.
Das erfindungsgemäße Verfahren bzw. die Schaltungsanordnung mit den
kennzeichnenden Merkmalen der unabhängigen Ansprüche hat demgegen
über den Vorteil, daß mehrere Datenkanäle zu einem einzigen Über
tragungskanal zusammengefaßt werden und damit die Datensignale quasi
gleichzeitig übertragbar sind. Dadurch werden weniger Übertragungs
kanäle benötigt, wodurch die Übertragungskapazität vergrößert wird.
Ein weiterer Vorteil ist, daß auf der Empfangsseite die zu über
tragenden Datensignale weitgehend unabhängig voneinander auswertbar
sind.
Durch die in den abhängigen Ansprüchen aufgeführten Maßnahmen sind
vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen des in dem unab
hängigen Anspruch angegebenen Verfahrens bzw. der Schaltungsan
ordnung möglich. Besonders vorteilhaft ist, daß das vorgeschlagene
Verfahren keine Beschränkung in der Modulation der Datenkanäle vor
schreibt, so daß die Trägerfrequenz der Datensignale amplituden-
oder frequenzmoduliert sein kann.
Vorteilhaft ist weiter, daß die Datensignale mit einem einfachen
Taktsignal zeitlich synchronisierbar sind, so daß bei der Decodie
rung der Signale auf der Empfangsseite eine eindeutige Zuordnung der
Signale möglich ist.
Wählt man für das weitere zu übertragene Datensignal ein Vielfaches
der Periodendauer des ersten Datensignals, dann wird die Trennung
der Signale sehr einfach und verlustarm.
Weiterhin ist vorteilhaft, das weitere Datensignal in der halben
Bit-Periode gemaß dem Biphase/Manchester Verfahren zu modulieren, da
bei diesem Verfahren das Signal im arithmetischen Mittel zu Null
wird und damit Fehler des Signals leicht erkennbar werden.
Weitere Vorteile und Verbesserungen der Erfindung sind in der
Beschreibung dargestellt.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung darge
stellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es
zeigen
Fig. 1 ein Blockschaltbild des Senders und des Empfängers,
Fig. 2 den Aufbau des Datengenerators und Fig. 3 entsprechende
Pulsdiagramme.
In Fig. 1 ist schematisch in Form eines Blockdiagramms die
sende- und empfangsseitige Einrichtung nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren dargestellt. Dabei wird davon ausgegangen, daß der Aufbau
eines Senders 30 und eines Empfängers 20 zur Übertragung binär
codierter Datensignale beispielsweise aus der EP 0 191 019 B1
bekannt ist. Erfindungsgemäß wird nun die Sendeseite einer derart
bekannten Einrichtung 10 in einem oder mehreren Datengeneratoren 1,
2 verbunden, wobei jedem Datengenerator 1, 2 ein Datenkanal zuge
ordnet ist. Die Ausgänge der Datengeneratoren 1, 2 sind über Daten
leitungen 4, 5 mit den Eingängen einer Verknüpfungsstufe 3 ver
bunden, die die Datensignale der Datengeneratoren 1, 2 zu einem
Ausgangssignal DL3 verknüpft. Als Verknüpfungsstufe 3 können
handelsübliche Gatterschaltungen 6 (z. B. UND-Glieder) verwendet
werden, die die addierten Signale zu einem neuen Signal zusammen
fügen. Das neue Signal wird in einem Modulator 8 moduliert und
zusammen mit der Trägerfrequenz des Senders über eine Antenne 7
abgestrahlt. Zur Synchronisation der Datengeneratoren 1, 2 ist ein
Taktsignal T vorgesehen, das beispielsweise vom Datengenerator 2
gebildet wird und auf einen Steuereingang des Datengenerators 1
gegeben wird.
Fig. 2 zeigt den prinzipiellen Aufbau des Modulators 1, 2. Der
Modulator 1, 2 weist einen Taktgenerator 31 auf, der mit der
Frequenz f = 1/(2 × T1) schwingt. T1 ist die halbe Periodendauer des
Signals. Der Taktgenerator 31 ist mit einem Eingang einer Logik
schaltung 32 (Exklusiv-ODER) verbunden, während an einen zweiten
Eingang das zu übertragende Datensignal angelegt wird. Am Ausgang
der Logikschaltung 32 ist das Datensignal DL1 bzw. DL2 abgreifbar.
Dieses Signal wird an die Verknüpfungsstufe 3 geführt. Das
verknüpfte Signal DL3 wird über einen Modulator 8 auf die Antenne 7
gegeben.
Auf der Empfangsseite werden nach einer Empfangsantenne 15 mit einem
Demodulator 17 und einem Dekoder 16 ein oder mehrere Filter 11, 12
geschaltet, die das ankommende Datensignal DL3 entsprechend den
gesendeten Datensignalen auftrennen. Die Filter 11, 12 sind als
Bandpaß- oder Frequenzweiche ausgebildet und dem Fachmann per se
bekannt. Der Demodulator 17 ist ebenfalls handelsüblich. Die
getrennten Datensignale werden auf separaten Leitungen 13, 14 den
Eingängen eines handelsüblichen Dekoder 16 zugeführt. Je nach dem,
auf welchem Übertragungskanal der Empfänger 20 eingestellt ist,
erfolgt die Decodierung nur des Datensignals, das für diesen
Empfänger bestimmt ist.
Fig. 4 zeigt ein Blockschaltbild des Dekoders 16 für die
Dekodierung des Biphase/Manchester-Codes. Das ankommende Datensignal
DL1 oder DL2 auf der Leitung 13 bzw. 14 wird aus
Signalformungsgründen über einen Komperator 41 geleitet.
Anschließend wird aus dem Datensignal DL1 bzw. DL2 die Taktfrequenz
für die BIT-Periode entsprechend Fig. 3 abgeleitet. Die eigentliche
Dekodierung erfolgt durch zwei nachgeschaltete D-Flipflops 43, 44,
deren Ausgangssignale in einer Verknüpfungsschaltung 45 in Abhängig
keit vom zugehörigen Taktsignal zusammengeführt werden. Am Ausgang
der Verknüpfungsschaltung 45 steht dann das dekodierte Datensignal
DL1 bzw. DL2 zur Verfügung.
Der Empfänger 20 ist beispielsweise nur zum Empfang und zur Aus
wertung von Verkehrleitdaten ausgebildet. Er dekodiert dann mit
seinem Dekoder 16 nur die Daten des Datensignals DL1. Ein anderer
Empfänger kann dagegen auch/oder das Datensignal DL2 dekodieren,
das zum Beispiel zur Abrechnung von Straßenbenutzungsgebühren dient.
Eine typische Anwendung der Übertragung von Datensignalen ist die
bi-direktionale Datenübertragung zwischen einem Kraftfahrzeug und
einer feststehenden Bake an der Straße. Auf diesem Übertragungsweg
können auf diese Weise Straßenverkehrsdaten, Straßenpläne oder
empfohlene Fahrtrichtungen von der Bake zum Kraftfahrzeug übertragen
werden. Aber auch Navigationsdaten beispielsweise über den Standort
des Fahrzeuges im Rahmen eines Flottenmanagements sind möglich.
Im Ausführungsbeispiel wird zur Übertragung des Sendesignales DL3
nur ein Übertragungskanal verwendet, der jedoch mit den beiden
Datensignalen der Datengeneratoren 1, 2 moduliert wurde. Die
Modulation erfolgt zweckmäßigerweise nach dem Amplitudenmodulations
verfahren (amplitude shift keying, ASK) und/oder nach den Frequenz
modulationsverfahren (frequency shift keying, FSK). Diese Modula
tionsverfahren sind besonders vorteilhaft, da einerseits eine ver
hältnismäßig fehlerfreie Übertragung gewährleistet ist und zum
anderen die Codierung und Decodierung mit einfachen Mitteln digital
durchführbar ist. Dabei hat sich gezeigt, daß im Sendebetrieb von
der Bake zum Fahrzeug (down link-Betrieb) die ASK-Modulation und im
Sendebetrieb vom Fahrzeug zur Bake (up link-Betrieb) die
FSK-Modulation besonders vorteilhaft sind.
Neben den bekannten Codierungsverfahren ist vorzugsweise das
Biphase/Manchester-Verfahren vorgesehen. Hier werden die Signale aus
zwei Signalelementen zusammengesetzt, die um 180° phasenverschoben
sind (Conrads, Moderne Kommunikationstechnik, Seite 36, 37; bzw. W.
Lee, Mobile Communications engineering, Seite 342-343).
In Fig. 3 wird die Funktionsweise des erfindungsgemäßen Verfahrens
bzw. die Wirkung der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung an 3
übereinander angeordneten Diagrammen näher erläutert, wobei in den
Darstellungen jeweils die gleiche Zeitachse gewählt wurde. Im oberen
Diagramm der Fig. 3 ist das Datensignal DL1 der Datenleitung 4 ist
dargestellt. Das Datensignal DL1 arbeitet beispielsweise bei einer
Trägerfrequenz RF von 5,8 GHz. Auf der Zeitachse sind 18
Bit-Perioden 1. . .18 dargestellt, wobei eine Bit-Periode die
Periodendauer 2 × T1 hat. In der erste Bit-Periode erscheint in der
zweiten Halbperiode das Trägersignal RF, während in der ersten Halb
periode kein Signal erscheint. Diese erste Bit-Periode entspricht
dem Wert logisch "0". Entsprechend enthält die dritte Bitperiode den
Wert logisch "1". Auf diese Weise werden die logischen Signale "0"
und "1" vom Datengenerator 1 entsprechend den gewünschten
Informationen codiert.
Unter dem ersten Diagramm ist das Diagramm des Datensignals DL2
aufgetragen. Hier ist die Periodendauer einer Bit-Periode nach der
Formel 2×T2=2n×T1 ein Vielfaches von der des Datensignals DL1.
Im Ausführungsbeispiel ist die Periodendauer T2 des Datensignals DL2
8 mal solang wie die des Datensignals DL1. Die Codierung mit
logischen "0" und "1"-Werten erfolgt in der gleichen Weise wie beim
Datensignal DL1. Werden diese beiden Datensignale in der Ver
knüpfungsstufe 3 beispielsweise mit einem UND-Gatter 6 addiert, dann
ergibt sich am Ausgang der Verknüpfungsschaltung 3 das auszusendende
Signal DL3 gemäß dem dritten Diagramm. Dieses Signal wird nach
Modulation mit einem handelsüblichen Modulator 8 über die Antenne 7
abgestrahlt und von der Antenne 15 empfangen. In dem Empfänger 20
wird aus diesem Signal wieder das Datensignal DL1 und das
Datensignal DL2 decodiert.
Gemäß dem Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, daß das Datensignal
DL1 Verkehrsleitdaten enthält, während das niederfrequente Daten
signal DL2 zur Abrechnung von Straßenbenutzungsgebühren, Parkplatz
gebühren oder dergl. verwendbar ist. Auf der Empfängerseite sind
dann entsprechende Empfangsgeräte verwendbar, die beide Signale
gemeinsam verarbeiten oder diese auch jeweils für sich getrennt
auswerten können. In einer besonders vorteilhaften einfachen Aus
führungsform ist es daher ohne Änderung auf der Sendeseite möglich,
an den Empfänger ein einfaches Gerät zur Abrechnung der Straßen
benutzungsgebühr anzuschließen. Dieses Gerät wertet dann nur das
Datensignal DL2 aus. Das Datensignal DL1 kann auf einem weiteren
Gerät, beispielsweise auf einem Ortungs- und Navigationsgerät aus
gewertet werden. Dieses Gerät ist ebenfalls an den Empfänger 20
anschließbar.
Claims (10)
1. Verfahren zur Verbindung zweier oder mehrerer digitaler Daten
kanäle unterschiedlicher Datenraten zu einem Übertragungskanal eines
Senders, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägerfrequenz (RF) des
Übertragungskanals mit einem ersten Datensignal (DL1) mit
niedrigerer Datenrate mit logischen "0"- und logischen "1"-Werten
moduliert wird, daß bei vorhandener Trägerfrequenz ein weiteres
Datensignal (DL2) mit höherer Datenrate eingetastet wird, daß das
Gesamtsignal (DL3) an wenigstens einen Empfänger (20) übertragen
wird und daß der Empfänger (20) Mittel (11, 12) aufweist, die eine
Trennung der auf dem Übertragungskanal übertragenen
unterschiedlichen Datensignale (DL1, DL2) ermöglichen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Datensignale (DL1, DL2) der Datenkanäle amplituden-(ASK) und/oder
frequenzmoduliert (FSK) sind.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Datensignale (DL1, DL2) mit einem Taktsignal (T) zeitlich
synchronisierbar sind.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Bit-Periodendauer des weiteren Datensignals
(DL2) vorzugsweise ein ganzzahliges Vielfaches ist, von der des
ersten Datensignals (DL1).
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß das weitere Datensignal jeweils während einer
halben Bit-Periode, in der die Trägerfrequenz übertragen wird, vor
zugsweise nach dem Biphase/Manchester-Verfahren moduliert wird.
6. Schaltungsanordnung zur Durchführung des Verfahrens nach einem
der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Sender
(30) wenigstens zwei Datengeneratoren (1, 2) aufweist, daß die
Datengeneratoren (1, 2) mittels des Taktsignals T zeitlich
synchronisierbar sind, daß die Ausgänge der Datengeneratoren (1, 2)
mit einer Verknüpfungsschaltung (3) verbunden sind und daß die
Verknüpfungsschaltung (3) das modulierbare auszusendende Datensignal
(DL3) enthält.
7. Schaltungsanordnung zur Durchführung des Verfahrens nach einem
der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Empfänger
(20) einen den zu übertragenen Datensignalen (DL1, DL2) zugeordnetes
Trennmittel (11, 12) aufweist.
8. Schaltungsanordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
das Trennmittel (11, 12) eine Frequenzweiche oder ein Filter ist.
9. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schaltungsanordnung zur Übertragung von
Datensignalen (DL1, DL2) zwischen einem Kraftfahrzeug und einer
feststehenden Bake und/oder in umgekehrter Richtung verwendbar ist.
10. Schaltungsanordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß
die Übertragung der Datensignale (DL1, DL2) nach dem semipassiven
Transponder-Verfahren erfolgt.
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Applications Claiming Priority (1)
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| DE4236002A DE4236002A1 (de) | 1992-10-24 | 1992-10-24 | Verfahren und Schaltungsanordnung zur Verbindung mehrerer digitaler Datenkanäle zu einem Übertragungskanal |
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Family Applications (1)
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| DE4236002A Withdrawn DE4236002A1 (de) | 1992-10-24 | 1992-10-24 | Verfahren und Schaltungsanordnung zur Verbindung mehrerer digitaler Datenkanäle zu einem Übertragungskanal |
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