DE4234662A1 - Verfahren und Vorrichtung zum mindestens teilweisen Umwickeln einer Ware mit einer Folienbahn (Banderole) - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum mindestens teilweisen Umwickeln einer Ware mit einer Folienbahn (Banderole)Info
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum mindestens teilweisen
Umwickeln einer Ware mit einer Folienbahn, wobei das vordere Ende
der Folienbahn mindestens teilweise von einer nachfolgenden
Wicklung oder Lage der Folienbahn zwischen dieser und der Ware
festgehalten wird. Die Erfindung betrifft weiter eine Vorrichtung
zur Durchführung eines derartigen Verfahrens.
Zum Transport einer Ware werden häufig mehrere, z. B. auf einer
Palette gelagerte Verpackungseinheiten mit einer Folie umwickelt, um
zu verhindern, daß während des Transports einzelne
Verpackungseinheiten herabfallen. Dabei ist es bei nebeneinander
angeordneten Verpackungseinheiten häufig ausreichend, im Bereich des
oberen Endes der Verpackungseinheiten mehrere Lagen einer Folienbahn
übereinander um die nach außen gerichteten Flächen der
Verpackungseinheiten zu wickeln, um ein Auseinanderfallen der
Verpackungseinheiten zu verhindern. Insbesondere bei übereinander
gestapelten Verpackungseinheiten ist es hingegen zumeist
erforderlich, die Außenflächen der Verpackungseinheiten vollständig
mit Folie zu umwickeln, wobei entweder eine einzige Folienbahn
verwendet werden kann, deren Breite im wesentlichen der Höhe der
übereinander gestapelten Verpackungseinheiten entspricht, oder aber
eine schmalere Folienbahn, welche spiralförmig um die
Verpackungseinheit gewickelt wird.
Insbesondere dann, wenn die Verpackungseinheiten nur teilweise mit
mehreren übereinander liegenden Lagen oder Wicklungen der Folienbahn
oder spiralförmig von oben nach unten mit einer Folienbahn umwickelt
werden, muß das vordere Ende der von einer Vorratsrolle abgespulten
Folienbahn so lange gegen die Verpackungseinheiten anliegend
gehalten werden, bis die Folienbahn mindestens einmal um diese
herumgeführt oder bis die Verpackungseinheiten einmal um eine
vertikale Drehachse gegenüber einer stationären Vorratsrolle gedreht
worden sind, woraufhin das vordere Ende der Folienbahn mindestens
teilweise zwischen der Ware und demjenigen Teil der Folienbahn
festgeklemmt ist, welcher das Ende der ersten und den Anfang der
zweiten Wicklung oder Lage bildet. Wird das vordere Ende der
Folienbahn nicht an der Ware festgehalten oder befestigt, so löst es
sich häufig noch vor Vollendung der ersten Wicklung oder Lage von
der Ware ab und fällt unter Nachziehen der Folienbahn herab, wobei
sich ein unerwünschter sogenannter "Schwanz" bildet oder wobei sich
im ungünstigsten Fall die Folienbahn schneller wieder von der Ware
löst, als sie um diese gewickelt wird.
Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein
Verfahren der eingangs genannten Art dahingehend zu verbessern, dar
das vordere Ende der Folienbahn immer zwischen der Ware und der
nachfolgenden Lage oder Wicklung festgehalten wird, ohne daß eine
Befestigung an der Ware oder ein das Automatisieren erschwerendes
Festhalten desselben an der Ware erforderlich ist. Weiter liegt der
Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu Durchführung des
erfindungsgemäßen Verfahrens zu entwickeln.
Zur Lösung des ersten Teils dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß
vorgeschlagen, daß die Folienbahn an ihrem vorderen Ende ergriffen
und von einer Vorratsrolle abgezogen wird, bis sie an mindestens
einer Stelle gegen die Ware anliegt, daß anschließend die Ware
zusammen mit der gegen die Ware anliegenden Folienbahn unter
Umwickeln der Ware mit der Folienbahn gegenüber der Vorratsrolle
verdreht wird und daß vor Beendigung einer vollständigen Umdrehung
der Ware das vordere Ende der Folienbahn unter Weiterdrehen der Ware
losgelassen wird, wobei sich die von der Vorratsrolle abgezogene
Folienbahn mindestens teilweise über das vordere Ende der Folienbahn
legt, bevor sich dieses auf Grund der Schwerkraft von der Ware lösen
und seine Lage verändern kann.
Zweckmäßig wird die Folienbahn dabei von einer stationären drehbar
gelagerten Vorratsrolle abgezogen, welche bevorzugt in der Höhe
angeordnet ist, in welcher die Folienbahn um die Ware gewickelt
werden soll, oder welche in vertikaler Richtung verschiebbar ist, um
ein spiralförmiges Umwickeln der Ware zu ermöglichen.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird
die Ware erst dann in Drehung versetzt, wenn die Folienbahn an
mindestens einer Stelle gegen die Ware anliegt. Dabei wird
vorteilhafterweise das vordere Ende der Folienbahn unter Abziehen
der Folie von der Vorratsrolle aus einer Ausgangsposition, die
zweckmäßig einer Seitenfläche der Ware gegenüberliegt, so um eine
vertikale Kante der im Querschnitt zumeist quadratischen oder
rechteckigen Ware herumgeführt, daß sie an der Kante gegen die Ware
anliegt, wobei die dünne Folienbahn an der Anlagekante etwas gedehnt
und dann aufgrund der elastischen Rückformkräfte an dieser gehalten
wird.
Anschließend wird gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung
der Erfindung die Ware in gleicher Richtung um eine Drehachse
gedreht, um die auch eine das vordere Ende der Folienbahn haltende
Halterung verschwenkt wird, wobei die Drehzahl zweckmäßig jeweils
dieselbe ist.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß
das vordere Ende der Folienbahn unter Weiterdrehen der Ware
losgelassen wird, nachdem es gegenüber der Ausgangsposition, in
welcher es ergriffen wurde, um einen Winkel zwischen 250° und 300°
um die Drehachse der Ware herumgeführt worden ist, d. h. in einer
Stellung, in der die Folienbahn bei im Querschnitt quadratischen
oder rechteckigen Waren gegen drei der vier vertikalen Kanten und
zwei Seitenflächen anliegt. Dieser Winkel entspricht dabei einer
Drehung der Ware um 140° bis 210°. Die Ware wird während und nach
dem Loslassen des vorderen Endes der Folienbahn weitergedreht, wobei
die Reibung zwischen der Ware und der Folie ausreicht, um diese von
der Vorratsrolle abzuspulen und auf die Ware aufzuwickeln.
Die zweckmäßigerweise mit einer drehbaren, vertikalen Klemmrolle und
einem gegen diese anpreßbaren Klemmarm versehene Halterung wird
gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung nach
dem Loslassen des vorderen Endes der Folienbahn ebenfalls
kontinuierlich weiterbewegt, bis sie in ihre Ausgangslage
zurückkehrt. Dabei läuft das vordere Ende der Folienbahn unmittelbar
nach dem Loslassen über die der Ware zugewandte Klemmrolle ab und
schlägt dabei um, worauf es für einen kurzen Zeitraum von selbst an
der zu diesem Zeitpunkt der Halterung zugewandten Seitenfläche der
Ware haften bleibt, bis sich einen Augenblick später derjenige Teil
der Folienbahn darüberlegt, der das Ende der ersten und den Anfang
der zweiten Wicklung oder Lage bildet, wobei das vordere Ende der
Folienbahn zwischen der Ware und der der Ware zugewandten Innenseite
dieses Teils der Folienbahn festgeklemmt wird.
Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung sieht dabei vor,
daß die das vordere Ende der Folienbahn ergreifende Halterung an
einem oberhalb der Ware angeordneten Schwenkarm um die Drehachse der
Ware herumgeführt wird. Nach einer weiteren vorteilhaften
Ausgestaltung der Erfindung wird die Folienbahn nach dem Umwickeln
der Ware mit einer vorgegebenen Anzahl von Wicklungen oder Lagen
durchtrennt.
Der zweite Teil der erfindungsgemäßen Aufgabe wird durch eine
Vorrichtung gelöst, die mindestens einen oberhalb der Ware in einer
horizontalen Ebene verschwenkbaren Schwenkarm und eine nach unten
über den Schwenkarm überstehende Halterung, in welcher das vordere
Ende der Folienbahn in vertikaler Ausrichtung lösbar befestigbar
ist, sowie mindestes eine Drehvorrichtung zum Drehen der Ware
aufweist.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß die
Halterung eine drehbar gelagerte Klemmrolle und einen
verschwenkbaren, gegen die Klemmrolle anpreßbaren Klemmarm aufweist,
die unter Zwischenklemmen der Folienbahn so gegeneinander anpreßbar
sind, daß das vordere Ende der Folienbahn sicher gehalten und zu
einem vorgegebenen Zeitpunkt automatisch losgelassen werden kann.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird
der auf der Unterseite eines in vertikaler Richtung verschiebbaren
horizontalen Tragarms um 360° verschwenkbar befestigte Schwenkarm
von einem am Tragarm angeordneten Antriebsmotor angetrieben, dessen
Antriebswelle über einen Drehzahlminderer mit dem Schwenkarm
verbunden ist.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung weist
die Drehvorrichtung zum Drehen der Ware einem mit der Drehzahl des
Schwenkarms antreibbaren Drehteller zum Auflegen der Ware, sowie
eine am Tragarm befestigte, gegen die Oberseite der Ware anpreßbare
Halteplatte auf die gegenüber dem Tragarm und dem Schwenkarm frei
drehbar um die Drehachse gelagert ist, und die zweckmäßig an einem
Kugelgelenk aufgehängt ist, so daß sie sich an Unebenheiten der
Warenoberseite anpassen kann.
Im folgenden wird die Erfindung an Hand eines in der Zeichnung in
schematischer Weise dargestellten Ausführungsbeispiels näher
erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht einer Vorrichtung zum Umwickeln einer
Ware mit einer Folienbahn;
Fig. 2 eine Draufsicht auf die Vorrichtung nach Fig. 1;
Fig. 3 a bis f die Funktionsweise der Vorrichtung aus Fig. 1
und 2;
Fig. 4 eine Detailansicht in Richtung IV der Fig. 1.
Die in der Zeichnung dargestellte Vorrichtung, mit welcher auf ei
nem Drehteller (6) nebeneinander angeordnete Verpackungseinheiten
(2) im Bereich ihres oberen Endes mehrfach mit einer Folienbahn
(4) umwickelt werden können, um ein Auseinanderfallen der Verpac
kungseinheiten während des Transports auf einer Palette (8) zu
verhindern, besteht im wesentlichen aus dem motorisch antreibbaren
Drehteller (6), einer stationär neben dem Drehteller (6) angeord
neten, um eine vertikale Achse drehbaren Vorratsrolle (10), von
welcher die Folienbahn (4) abgewickelt wird, sowie einem an einer
nicht dargestellten Hubvorrichtung in vertikaler Richtung ver
schiebbaren Tragarm (12), auf dessen Unterseite ein von einem
Elektromotor (16) angetriebener Schwenkarm (14) in einer horizon
talen Ebene um die Drehachse (24) des Drehtellers (6) verschwenk
bar ist.
An dem von der Drehachse (24) abgewandten freien Ende (26) des
Schwenkarms (14) ist eine Halterung (20) nach unten überstehend
angeordnet, an der das freie Ende der Folienbahn (4) so befestigt
werden kann, daß es automatisch gesteuert freigegeben werden kann.
Die Halterung (20) weist eine um eine vertikale Achse (39) frei
drehbar am Schwenkarm (14) befestigte Klemmrolle (30), sowie einen
Klemmarm (32) auf, der um ein horizontales Drehgelenk (36)
schwenkbar an der Unterseite des Schwenkarms (14) angelenkt ist.
Der Klemmarm (32) ist in Drehrichtung des Schwenkarms (14) vor der
Klemmrolle (30) angeordnet. Der Klemmarm (32) kann mittels eines
Schwenkzylinders (38) aus der in Fig. 4 mit durchgezogenen Linien
dargestellten Halteposition, in welcher er unter Zwischenklemmen
des vorderen Endes der Folienbahn (4) gegen die Klemmrolle (30)
angepreßt wird, in die in Fig. 4 strichpunktiert angedeutete
Position um das Drehgelenk (36) verschwenkt werden, wobei das vor
dere Ende der Folienbahn (4) losgelassen wird. Der Klemmarm (32)
kann aus einem Rechteckprofil, beispielsweise einem U-Eisen beste
hen, das mit einer seiner Seitenflächen im eingeschwenkten Zustand
so gegen die Oberfläche der Klemmrolle (30) gepreßt wird, daß die
Folie (4) mit ihrem vorderen Ende zwischen der Klemmrolle (30) und
dem Klemmarm (32) festgepreßt ist. Auf diese Weise ist die Klemm
rolle (30) gegen Verdrehen gesichert. Nach dem Ausschwenken des
Klemmarms (32) aus der Halteposition kann das vordere Ende der Fo
lienbahn (4) über die nun mehr drehbare Klemmrolle (30) ablaufen.
Nunmehr wird die Folienbahn (4) soweit von der Vorratsrolle (10)
abgezogen, daß das freie vordere Ende mit der Folienbahn (4) in
vertikaler Ausrichtung zwischen die Klemmrolle (30) und dem nach
oben geschwenkten Klemmarm (32) eingelegt und durch Verschwenken
des Klemmarms (32) in die Halteposition zwischen der Klemmrolle
(30) und dem Klemmarm (32) festgeklemmt werden kann.
Nach dem Festklemmen des vorderen Endes der Folienbahn (4) zwi
schen der Klemmrolle (30) und dem Klemmarm (32) wird der Schwenk
arm (14) bei feststehendem Drehteller (6) unter Abziehen der Foli
enbahn (4) von der Vorratsrolle (10) um 90° verschwenkt, bis er
die in Fig. 3 b dargestellte Position erreicht. Kurz vor Errei
chen dieser Position legt sich die Folienbahn (4) gegen eine ver
tikale Kante (42) der Verpackungseinheiten (2) an und wird umge
lenkt, wobei sie an dieser Stelle etwas gedehnt wird, so daß die
durch die Elastizität der Folie in diesem Bereich auftretenden
Rückstellkräfte gewährleisten, dar die Folie an der Kante (42)
haftet.
Nachdem der Schwenkarm (14) mit der Halterung (20) die in Fig. 3
b dargestellte Position erreicht hat, wird der Drehteller (6) in
Drehung versetzt und während des Verschwenkens des Schwenkarmes
(14) mit gleicher Drehrichtung und Winkelgeschwindigkeit wie die
ser in die in Fig. 3 c dargestellte Stellung gedreht. Durch das
gleichzeitige Drehen von Drehteller (6) und Schwenkarm (14) wird
erreicht, daß die Folienbahn (4) ihre Position auf den vertikalen
Seitenflächen der Verpackungseinheiten insbesondere in ihrer
Längsrichtung nicht mehr verändert, und daß die Folienbahn (4) an
weiteren vertikalen Kanten umgelenkt wird, wenn diese sich jeweils
in der in Fig. 3 b dargestellten Position der vertikalen Kante
(42) befinden, wodurch die Haftung der Folienbahn auf den Verpac
kungseinheiten (2) aufgrund der bereits beschriebenen Dehnung im
Kantenbereich so groß ist, daß bereits vor Erreichen der in Fig.
3 c dargestellten Position die Haftkräfte zwischen der Folie und
den Verpackungseinheiten ausreichen, um die Folienbahn (4) gegen
den Drehwiderstand der Vorratsrolle (10) von dieser abzuziehen.
Nach dem Erreichen der in Fig. 3 c dargestellten Position, in
welcher die Folienbahn (4) gegen vier Kanten (42, 44, 46, 48) der
Verpackungseinheiten (2) anliegt, wird die Halterung (20) durch
Verschwenken des Klemmarms (32) geöffnet, während gleichzeitig der
Drehteller (6) mit den Verpackungseinheiten (2) kontinuierlich
weitergedreht und der Schwenkarm (14) mit der Halterung (20) par
allel dazu in die in den Fig. 3 a und d dargestellte Ausgangs
position verschwenkt wird. Beim Öffnen der Halterung (20) läuft
das freiwerdende vordere Ende der Folienbahn (4) auf der sich dre
henden Klemmrolle (30) ab, wobei es umschlägt und im umgeschlage
nen Zustand für einen kurzen Zeitraum von selbst an der Seitenflä
che der Verpackungseinheiten (2) haften bleibt, bis es kurz nach
Erreichen der in Fig. 3 e dargestellten Position von demjenigen
Teil der Folienbahn (4), welcher das Ende der ersten und den An
fang der zweiten Wicklung oder Lage bildet, gegen diese Seitenflä
che angepreßt wird.
Durch das Ablaufen von der Klemmrolle (30) und das anschließende
Umschlagen aufgrund des erfindungsgemäßen Verfahrens wird er
reicht, daß das freigegebene vordere Ende der Folienbahn (4) sich
nicht von der Seitenfläche löst und herunterfällt, bevor sich der
Anfang der nachfolgenden Wicklung oder Lage darüber legt.
Während anschließend der Drehteller (6) weitergedreht wird, bis
die Verpackungseinheiten (20) mit einer vorgegebenen Anzahl von
Wicklungen umwickelt sind, bleibt der Schwenkarm (14) in seiner
Ausgangsposition. Zum Beendigen des Wickelvorganges wird zuerst
der Schwenkarm (14) in Richtung der ablaufenden Folienbahn (4)
verschwenkt, so daß die Folienbahn zwischen die Klemmrolle (30)
und den Klemmarm (32) gelangt. Anschließend wird der Klemmarm (32)
in Richtung auf die Klemmrolle (30) verschwenkt, so daß die Foli
enbahn (4) zwischen der Klemmrolle (30) und dem Klemmarm (32) ein
geklemmt wird. Diese Situation ist in Fig. 3 f dargestellt.
Beim weiteren Verschwenken des Schwenkarms (14) wird ein der Vor
ratsrolle (10) abgewandter Teil (51) gegen eine der Ware (2) zuge
wandte Hinterfläche (52) des Klemmarms (32) gedrückt. Diese Hin
terfläche (52) steht rechtwinklig auf der Seitenfläche (50) des
Klemmarms (32) und ist mit mindestens einer Reihe (53) von messer
scharfen Kanten (54) besetzt. Beim weiteren Verschwenken des
Schwenkarms (14) bohren sich diese messerscharfen Kanten (54) in
die Folienbahn (4), die unter dem vorhandenen Zug, unter dem sie
steht, abreißt.
Dabei entsteht ein letztes Ende der Folienbahn (4), das unter dem
Einfluß eines von einem nicht dargestellen Ventilator erzeugten
Luftstromes gegen die Fläche (28) geblasen wird, wo sie an der be
reits aufgebrachten Folie festhaftet.
Die Schwenkbewegungen des Klemmarmes (32) um das Schwenklager (36)
werden von einem hydraulischen oder pneumatischen Antrieb (38) ge
steuert. Dieser ist mit einem Zylinder (56) um eine horizontale
Achse (57) schwenkbar an der Halterung (20) befestigt. Aus dem Zy
linder (56) ragt eine Kolbenstange (58) heraus, deren Kolben im
Zylinder (56) verschieblich gelagert ist. Die Kolbenstange (58)
ist an einem über das Schwenkgelenk (36) hinausragenden Ende des
Klemmarmes (32) verschwenkbar gelagert, so daß der Klemmarm (32)
einen zweiarmigen Hebel bildet, an dessen einem Ende der hydrauli
sche Antrieb (38) angelenkt ist und dessen anderes Ende gemeinsam
mit der Klemmrolle (30) die Halterung (20) für die Folie (4)
bildet.
Nachdem das Ende der Folie (4) an die Ware (2) angeblasen worden
ist, kann die fertig verpackte Palette von dem Drehteller (6) her
untergenommen werden. Unmittelbar nach dem Aufsetzen einer neuen
Palette kann der Schwenkarm (14) wieder um die Schwenkachse (24)
verschwenkt werden, um das Umwickeln der neuen Palette einzulei
ten.
Claims (38)
1. Verfahren zum mindestens teilweisen Umwickeln einer Ware mit
einer Folienbahn, wobei das vordere Ende der Folienbahn mindestens
teilweise von einer nachfolgenden Wicklung oder Lage der Folienbahn
zwischen dieser und der Ware festgehalten wird, dadurch
gekennzeichnet, daß die Folienbahn (4) an ihrem vorderen Ende
ergriffen und von einer Vorratsrolle (10) abgezogen wird, bis sie an
mindestens einer Stelle gegen die Ware (2) anliegt, daß anschließend
die Ware (2) zusammen mit der gegen die Ware (2) anliegenden
Folienbahn (4) unter Umwickeln der Ware (2) mit der Folienbahn (4)
gegenüber der Vorratsrolle (19) verdreht wird, und daß vor
Beendigung einer vollständigen Umdrehung der Ware (2) das vordere
Ende der Folienbahn (4) unter Weiterdrehen der Ware (2) losgelassen
wird, wobei sich die von der Vorratsrolle (10) abgezogenen Folie (4)
mindestens teilweise über das vordere Ende der Folienbahn (4) legt,
bevor sich dieses aufgrund der Schwerkraft von der Ware (2) löst und
seine Lage verändert.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Folienbahn (4) von einer stationären, drehbar gelagerten
Vorratsrolle (10) abgezogen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Ware (2) erst dann gegenüber der Vorratsrolle (10) gedreht wird,
wenn die Folienbahn (4) an mindestens einer Stelle gegen die Ware
(2) anliegt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Ware (2) erst dann gegenüber der
Vorratsrolle (10) gedreht wird, wenn die Folienbahn (4) gegen eine
Kante (32) oder einem Vorsprung der Ware (2) anliegt.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß das vordere Ende der Folienbahn (4) um
mindestens eine Kante (32) oder einem Vorsprung der Ware (2)
herumgeführt wird, bevor die Ware (2) gegenüber der Vorratsrolle
(10) gedreht wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß das vordere Ende der Folienbahn (4) während des
Drehens der Ware (2) in Bezug auf die Ware (2) seine Lage nicht
verändert.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß das vordere Ende der Folienbahn (4) nach dem
Loslassen von dem von der Vorratsrolle (10) ablaufenden, den Anfang
der zweiten und das Ende der ersten Wicklung oder Lage bildenden
Teil der Folienbahn (4) gegen die Ware (2) angepreßt wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß das vordere Ende der Folienbahn (4) nach Drehung
der Ware (2) um einen Winkel zwischen 150° und 270° losgelassen
wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß das vordere Ende der Folienbahn (4) auf einer
Kreisbahn um die Drehachse (24) der Ware (2) geführt wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß das vordere Ende der Folienbahn (4) von einer
Halterung (20) ergriffen wird, welche nach unten über einen oberhalb
der Ware angeordneten, in einer horizontalen Ebene verschwenkbaren
Schwenkarm (14) übersteht.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das
vordere Ende der Folienbahn (4) zwischen einer Klemmrolle (30) und
einem Klemmarm (32) festgeklemmt wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß das
vordere Ende der Folienbahn (4) beim Loslassen über die der Ware
(2) zugewandte Klemmrolle (30) abläuft und umschlägt, bevor es
gegen eine Seitenfläche der Ware (2) angepreßt wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch
gekennzeichnet, daß der Schwenkarm (14) mit der Klemmrolle (30)
und dem Klemmarm (32) stationär gehalten wird, während die Ware
(2) mit einer zweiten und gegebenenfalls weiteren Wicklungen oder
Lagen der Folienbahn (4) umwickelt wird.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der
Schwenkarm (14) mit der Klemmrolle (30) und dem Klemmarm (32) in
ihrer Ausgangsposition, in welcher das vordere Ende der
Folienbahn (4) zwischen der Klemmrolle (30) und dem Klemmarm (32)
festgeklemmt wird, stationär gehalten werden.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch
gekennzeichnet, daß die Folienbahn (4) nach dem Umwickeln der Ware
(2) mit einer vorgegebenen Anzahl von Wicklungen oder Lagen der
Folienbahn (4) durchtrennt wird.
16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die
Folienbahn (4) zwischen der Ware (2) und der Vorratsrolle (10)
durchtrennt wird.
17. Verfahren nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet,
daß nach dem Umwickeln der Ware (2) mit einer vorgegebenen Anzahl
von Wicklungen oder Lagen die Folienbahn (4) zwischen der
Klemmrolle (30) und dem Klemmarm (32) eingeklemmt wird.
18. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß nach
dem Einklemmen der Folienbahn (4) zwischen der Klemmrolle (30) und
dem Klemmarm (32) die Ware (10) weiter um die Achse (24) gedreht
wird und dabei die Folienbahn (4) gegen eine der Ware (2)
zugewandte Hinterfläche (52) des Klemmarms (32) gedrückt wird, von
deren messerscharfen Kanten (54) die Folie (4) durchtrennt wird.
19. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 18, dadurch
gekennzeichnet, daß nach dem Umwickeln der auf einer Palette (8)
stehenden Ware (2) die Folie (4) in einem Arbeitsgang von der
Vorratsrolle (10) abgetrennt und zur Durchführung einer weiteren
Umwicklung zwischen der Klemmrolle (30) und dem Klemmarm (32)
eingeklemmt wird.
20. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 19, dadurch
gekennzeichnet, daß der Klemmarm (32) gegenüber der Klemmrolle
(30) von einem Schwenkantrieb (56) um eine Schwenkachse (36)
verschwenkt wird.
21. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der An
sprüche 1 bis 20, gekennzeichnet durch einen oberhalb der Ware (2)
in einer horizontalen Ebene verschwenkbaren Schwenkarm (14) und
eine nach unten über den Schwenkarm (14) überstehende Halterung
(20), in welcher das vordere Ende der Folienbahn (4) in vertikaler
Ausrichtung lösbar befestigbar ist, sowie eine Drehvorrichtung (6)
zum Drehen der Ware (2).
22. Vorrichtung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß die
Halterung (20) eine Klemmrolle (30) und einen Klemmarm (32) auf
weist, die unter Zwischenklemmen der Folienbahn (4) gegeneinander
anpreßbar sind.
23. Vorrichtung nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß von
den beiden Organen, Klemmrolle (30) und Klemmarm (32) mindestens
eines quer zu seiner Längsachse verschwenkbar oder verschiebbar
ist.
24. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 21 bis 23, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Schwenkarm (14) auf der Unterseite eines
Tragarms (12) drehbar befestigt ist.
25. Vorrichtung nach Anspruch 24, gekennzeichnet durch einen am
Tragarm (12) angeordneten Antriebsmotor (16), dessen Antriebswelle
mit dem Schwenkarm (14) verbunden ist.
26. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 21 bis 25, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Schwenkarm (14) um einen Winkel von 360°
verschwenkbar ist.
27. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 21 bis 26, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Drehvorrichtung einen motorisch antreibba
ren, um die Drehachse (24) des Schwenkarms (14) drehbaren Drehtel
ler (6) aufweist.
28. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 21 bis 27, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Drehvorrichtung (6) mindestens eine von oben
gegen die Ware (2) anpreßbare Halteplatte (26) umfaßt.
29. Vorrichtung nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, daß die
Halteplatte (26) unterhalb des Schwenkarms (14) um dessen
Drehachse (24) frei drehbar gelagert ist.
30. Vorrichtung nach Anspruch 28 oder 29, dadurch gekennzeichnet,
daß die Halteplatte (26) mit zwei Freiheitsgraden verschwenkbar
angelenkt ist.
31. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 21 bis 30, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Drehvorrichtung (6) und der Schwenkarm (14)
unabhängig voneinander antreibbar sind.
32. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 21 bis 31, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Drehvorrichtung (6) und der Schwenkarm (14)
mit gleicher Winkelgeschwindigkeit antreibbar sind.
33. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 24 bis 32, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Tragarm (12) in vertikaler Richtung ver
schiebbar ist.
34. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 24 bis 33, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Klemmarm (32) in Richtung der auf die Ware
(2) ablaufenden Folienbahn (4) verschwenkbar ist.
35. Vorrichtung nach Anspruch 34, dadurch gekennzeichnet, daß der
Klemmarm (32) einen hydraulischen oder einen pneumatischen Antrieb
(56) zur Ausführung von Schwenkbewegungen aufweist.
36. Vorrichtung nach Anspruch 34 oder 35, dadurch gekennzeichnet,
daß der Klemmarm (32) aus einem Rechteckprofil besteht, das mit
einer Seitenfläche (55) im eingeschwenkten Zustand an der Klemm
rolle (30) anliegt.
37. Vorrichtung nach Anspruch 36, dadurch gekennzeichnet, daß der
Klemmarm (32) auf seiner der Ware (2) zugewandten Hinterfläche
(52) als eine die Folienbahn (4) zu durchtrennende Trennvorrich
tung ausgebildet ist.
38. Vorrichtung nach Anspruch 37, dadurch gekennzeichnet, daß die
Trennvorrichtung als eine Reihe von in Längsrichtung des Klemmarms
(32) angeordneten messerscharfen Kanten (54) ausgebildet ist, die
in einer Ebene angeordnet sind, in der die Folienbahn (4)
verläuft, nachdem diese nach Beendigung der letzten Wickellage von
dem Klemmarm (32) erfaßt und gegen die Klemmrolle (30) gedrückt
worden ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19924234662 DE4234662A1 (de) | 1992-10-15 | 1992-10-15 | Verfahren und Vorrichtung zum mindestens teilweisen Umwickeln einer Ware mit einer Folienbahn (Banderole) |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19924234662 DE4234662A1 (de) | 1992-10-15 | 1992-10-15 | Verfahren und Vorrichtung zum mindestens teilweisen Umwickeln einer Ware mit einer Folienbahn (Banderole) |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4234662A1 true DE4234662A1 (de) | 1994-04-21 |
Family
ID=6470468
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19924234662 Withdrawn DE4234662A1 (de) | 1992-10-15 | 1992-10-15 | Verfahren und Vorrichtung zum mindestens teilweisen Umwickeln einer Ware mit einer Folienbahn (Banderole) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4234662A1 (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19622620A1 (de) * | 1996-01-05 | 1997-07-17 | Sitec Ges Fuer Prozes Und Anla | Folienwickelmaschine zum Umwickeln beladener Paletten |
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| CN106275557A (zh) * | 2016-08-30 | 2017-01-04 | 江苏亿鼎传动机械有限公司 | 一种全自动罐体缠绕机 |
| CN111959883A (zh) * | 2020-08-17 | 2020-11-20 | 曹振宇 | 一种包装盒用封装装置 |
-
1992
- 1992-10-15 DE DE19924234662 patent/DE4234662A1/de not_active Withdrawn
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