DE19622620C2 - Folienwickelmaschine zum Umwickeln beladener Paletten - Google Patents
Folienwickelmaschine zum Umwickeln beladener PalettenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Folienwickelmaschine zum Umwickeln
von mit Packgut beladenen Paletten mit einem Flachfolienstreifen, ent
sprechend dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Unter der Bezeichnung "Flachfolienstreifen" werden im Rahmen der vorlie
genden Erfindung Folienbahnen zwischen etwa 100 und 500 mm Breite aus
thermoplastischen Kunststoffen verstanden, die vorzugsweise entweder elas
tisch dehnbar (Stretchfolie) oder durch Wärmeeinwirkung schrumpfbar
(Schrumpf- oder Thermofolie) sind. Die erfindungsgemäße Folienwickel
maschine kann aber auch für das Umwickeln beladener Paletten mit einem
sonstigen Flachband aus Papier, Gewebe, Vlies etc. eingesetzt werden,
soweit die Reißfestigkeit derartiger Materialen für diese Umwicklungsmethode
geeignet ist.
Folienwickelmaschinen des gattungsgemäßen Typs werden als Drehteller
maschinen bezeichnet, weil bei ihnen die jedenfalls temporär stehende beladene
Palette auf einem sich drehenden Teller befindet. Beim Drehen des Tellers wird
das Packgut an einer feststehenden Folienrolle vorbeigeführt, die das Packgut
mit dem Folienstreifen beispielsweise in wendelförmigen, sich überlappenden
Windungen umwickelt. Bei Verwendung von Schrumpffolie wird die umwickelte
Palette anschließend einer Wärmeeinwirkung ausgesetzt, bei welcher die
schrumpfende Folie das Palettenpackgut fest umschließt.
Eine Folienwickelmaschine gemäß Oberbegriff des Patentanspruchs 1 ist aus der
DE 42 34 662 A1 bekannt.
Nachteil dieser Anmeldung ist der Umstand, daß durch die technische Lösung nur
RUNDE und QUADRATISCHE Palettenformate bearbeitet werden können. Die Figuren
zeigen deshalb auch nur quadratische Palettenformen. Der Grund liegt darin, daß der
Arm (14) nicht horizontal verfahren werden kann. Deshalb stoßen die Elemente (20) (30)
(32) und (54) bei allen Europaletten 1200 × 800/600 × 800/600 × 400 oder gar bei größe
ren rechteckigen Palettenformaten gegen die jeweils langen Seitenflächenecken und zer
störten entweder das Packgut oder den Schwenkarm (14) durch Drehung der Palette auf
dem Drehteller nach Abschalten des Synchronlaufes beim Fassen des Folienbahnanfangs
und Herausziehen der Elemente aus der überlappten Bahn.
Damit kann die Folienbahn am Wickelende auch nur wieder in Höhe des Wickelanfangs
enden auch wenn spiralförmige Wicklungen über die gesamte Palettenhöhe aufgebracht
wurden. Deshalb führt die Anmeldung auch Packgutsicherungen vorwiegend am Paletten
kopf auf.
Eine weitere Folienwickelmaschine gemäß Oberbegriff des Patentanspruchs 1 ist aus
der DE 42 44 221 A1 bekannt.
Nachteil dieser Anmeldung ist der Umstand, daß die Folienklammer (13) bei dieser
Maschine nur für die untere Endlage des Folienschlittens ortsfest vorgesehen. Zusätzlich
kann noch eine ortfeste Folienklammer für die obere Endlage des Folienschlittens vorge
sehen werden. Die Folienklammern können daher nur in den Endlagen des Folien
schlittens wirksam werden. Die schwenkbaren Schneidarme sind bei dieser bekann
ten Maschine ebenfalls im Bereich des Palettenfußes vorgesehen, sodaß der
Folienstreifen nur dort abgeschnitten werden kann. Zwar sollen bei der bekannten
Maschine auch zusätzliche Schneidwerkzeuge mit dem Folienschlitten mitfahrend
angeordnet sein können, jedoch ist nicht beschrieben, wie dabei das Zusammen
wirken mit dem Umwicklungsvorgang und den ortsfesten Folienklammern erfolgen soll.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Folienwickel
maschine der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 genannten Art bereitzustellen, bei
der insbesondere der Flachfolienstreifen in jeder beliebigen Umwicklungshöhe bei immer
gleichen, kurzen Folienenden angelegt und durchschnitten werden kann. Hierbei können
alle Palettenformate - z. B. rund, quadratisch, rechteckig und in allen Größen bearbeitet
werden. Dabei soll die Folienwickelmaschine von einfacher und betriebssicherer Kon
struktion sein.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des
Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte oder zweckmäßige Weiterbildungen der Er
findung ergeben sich aus den Unteransprüchen und sind nachstehend erläutert.
Durch den mehrteiligen ein- und ausfahrbaren Synchronlift (19) können die Folien
klammer (9) und die neue Schneideinheit (12) ggf. auch eine Ansiegeleinheit in verti
kaler und horizontaler Richtung verfahren werden und so den vertikalen Bewegungen der
Wickelvorrichtung folgen, ohne daß eine Kollision mit den auf dem Drehteller kreisenden
Teilen bei einer Bewegungssteuerung möglich ist. Auf diese Weise kann der
Flachfolienstreifen in jeder beliebigen Höhe an das Packgut der Palette angelegt und
durchschnitten werden. Die Anbringung zusätzlicher Schneidwerkzeuge und/oder
Folienklammern entfällt. Eine Formatanpassung bezüglich der von dem Synchronlift
getragenen Schneid- und Halteelemente kann leicht durch horizontales Verschieben des
Synchronliftes (19) erfolgen, wodurch die Halte- und Schneidelemente immer in gleichbleibendem Ab
stand zum Packgut fahren können, so daß sich eine immer gleichbleibende Endlänge
des Flachfolienstreifens ergibt.
Eine vorteilhaft stabile Ausbildung des vertikalen mehrteiligen Führungsschenkels des
Synchronliftes (19) geht aus Anspruch 3 hervor. Die Führungen des bevorzugt drei- oder
mehrteiligen Führungschenkels haben aufgrund der speziellen Ausführung der
Führungsprofile eine starke Führungsbasis, die eine präzise, verkantungsfreie Führung
der Teile aneinander erlaubt.
Durch die Merkmale des Anspruchs 4 kann die Wickelvorrichtung gegenüber der
Senkrechten bzw. der beladenen Palette beim Umwicklungsvorgang vorteilhaft
nach Maßgabe der gewählten Steigung der Wendelwicklung so geschwenkt werden,
daß der Flachfolienstreifen ohne Faltenbildung um das Packgut der beladenen
Palette gewickelt werden kann, dies gilt sowohl für Aufwärts- als auch für Abwärts
wicklungen, während bei Kopf- und Fußwicklungen wie auch beim Wickeln von
Banderolen die Wickelvorrichtung gegenüber der Senkrechten nicht verschwenkt ist.
Zweckmäßig sind entsprechend Anspruch 5 am Synchronlift (19) zusätzlich noch eine
Ansiegelvorrichtung (31) und/oder eine Anstreichbürste (32) vorgesehen. Da diese
zusätzlichen Elemente zusammen mit dem Synchronlift bewegt werden, können sie
ebenfalls in jeder Höhe des Packgutes zur Anwendung kommen.
Da der Synchronlift (19) auch horizontal verschiebbar geführt ist, können die vom Lift
getragenen Elemente in horizontaler Richtung nahezu an die Palette herangefahren
werden. Daher eignet sich die so ausgestaltete Folienwickelmaschine für einen großen
Palettenformatbereich.
Zur Anbringung von Banderolen ist die Wickelvorrichtung entsprechend Anspruch 6
vorteilhaft mit einer weiteren Wickelrolle ausgerüstet, welche einen vergleichsweise
schmaleren Flachfolienstreifen liefert. Beispielsweise kann die eine Wickelrolle einen
Folienstreifen von 500 mm Breite tragen, während die für die Wicklung von Banderolen
verwendete, weitere Wickelrolle einen Folienstreifen von 100 mm Breite trägt.
Weitere Einzelheiten der Erfindung werden nachfolgend anhand der ein Ausführungs
beispiel darstellenden Zeichnungen näher erläutert. In den weitgehend schematischen
Zeichnungen zeigt:
Fig. 1 eine Seitenansicht der vollständigen Folienwickelmaschine
Fig. 2 die Draufsicht auf die Folienwickelmaschine gemäß Fig. 1
Fig. 3 eine perspektivische Ansicht des Synchronliftes
ist ausgefahrenem Führungsschenkel und arbeitsbereiter
Folienklammer (9) links und Schneideinheit (12) rechts
Fig. 4 die Vorderansicht des Synchronliftes mit ausgefahrenem
Führungsschenkel und arbeitsbereiter Folienklammer (9)
wobei die beiden Arme (33) über einen gemeinsamen Druckmittel
zylinder (39) angetrieben werden und weitere Details
Fig. 5 die Vorderansicht des Synchronliftes mit ausgefahrenem
Führungsschenkel und arbeitsbereiter Folienklammer (9)
mit 2 Armen (33) jeweils angetrieben über einen eigenen Druck
mittelzylinder (39) und weitere Details
Fig. 6 die Vorderansicht des Synchronliftes mit ausgefahrenem Führungs
schenkel und arbeitsbereiter Folienklammer (9) links, der
Schneideinheit (12) rechts wobei die beiden Arme (33) jeweils
über einen eigenen Druckluftzylinder (39) getrennt angetrieben
werden und weitere Details
Fig. 7 die Draufsicht auf die Folienklammer/Schneideinheit
Fig. 8 die Ansicht eines Ausführungsbeispiels der Wickelvorrichtung
entsprechend dem Ansichtspfeil (VIII) in Fig. 1 und
Fig. 9 eine Seitenansicht der Wickelvorrichtung gemäß Fig. 8
Fig. 10 die Vorderansicht des Synchronliftes mit ausgefahrenem Führungs
schenkel und arbeitsbereiter Folienklammer (9) links, Schneideinheit (12)
rechts und der Ansiegeleinheit (31) mitte, jeweils über einen eigenen Druck
mittelzylinder (39) angetrieben und weitere Details
Die Zeichnungen zeigen die Folienwickelmaschine und deren hier wesentlichen
Einzelvorrichtungen in unterschiedlichen Verkleinerungsmaßstäben.
Die in Fig. 1 dargestellte Folienwickelmaschine ist eine Drehtellermaschine
zum vollständigen oder teilweisen Umwickeln einer mit Packgut beladenen Palette
(6) mittels eines Flachfolienstreifens (14) der eingangs angegebenen Art. Die
Maschine weist einen Maschinenturm (3) auf, der im wesentlichen aus einem
verkleideten Rahmengestell besteht. Daran befestigt ist der Drehteller (1). Der
Drehteller ist mit einem Förderelement (15) als Rollen- oder Kettenförderer
zum Transport der Palette ausgestattet.
Der Drehteller (1) nimmt die beladene Palette auf; dieser Teller ist durch einen
Drehantrieb um die senkrechte Drehachse (2) antreibbar. Auf einem neben dem
Drehteller angeordneten Turm (3) ist ein horizontaler Arm (4) beweglich montiert.
Der Arm (4) trägt einen Stabilisator (5) der ebenfalls um die senkrechte Achse
drehbar ist. Der Stabilisator (5) kann auf die Palette (6) abgesenkt werden, um
sie bei der Drehung zu stabilisieren.
Am Turm (3) ist der Folienschlitten (7) mit der Wickelvorrichtung (21) und der
Folienrolle (8) senkrecht verfahrbar. Die in Form eines Flachbandes von der Wickel
rolle (8) abgezogenen Folie wird bei der Drehung des Drehtellers (1) um die beladene
Palette gewickelt. Während der Folienschlitten (7) entlang dem Turm (3) vertikal
verfahren wird, werden die Windungen des Folienbandes um die Palette (6) gelegt.
Am oberen horizontalen Arm (4) ist ein um die vertikale Achse drehbar gelagerter
Synchronlift (19) angebracht, der mit dem Drehteiler (1) synchron läuft. Als Antrieb
des Synchronlifts dient entweder eine mechanische Übertragung mittels Ketten/
Stangenverbindung oder eine elektrische Synchronsteuerung z. B. über 2 Motore.
Der Synchronlift (19) trägt an seinem oberen Ende einen starr daran befestigten,
nach unten ragenden Führungsschenkel (160), der mehrteilig nach Art einer zusammen
zieh- und ausfahrbaren Leiter ausgebildet ist, wie Fig. 1 und 3 verdeutlichen. Der
Führungsschenkel (160) ist z. B. aus drei eigensteifen Teilen (16, 17, 18) gebildet, die
jeweils aus zwei seitlichen Führungsprofiten und dazwischen angeordneten Quer
streben bestehen können (Fig. 3). Das obere Teil (16) ist starr am Synchronlift (19)
befestigt und führt an seinen beiden seitlichen Führungsprofilen die beiden seitlichen
Führungsprofile des mittleren verschiebbar angeordneten Teils (17). Das mittlere Teil führt
an seinen beiden seitlichen Führungsprofilen die seitlichen Führungsprofile des ebenfalls
verschiebbaren unteren Teils (18). An dem unteren Teil (18) sind die Folienklammer
einheit (9) und die Schneideinheit (12) befestigt. Die Kombination Folienklammer (9)
und Schneideinheit (12) kann in unterschiedlichen Varianten erfolgen. Auf diese Weise sind
diese Einheiten mittels des in seiner Länge variablen Führungsschenkels (160) vertikal
verschiebbar am Synchronlift (19) geführt. Der Schiebeantrieb der Teile (17 und 18)
gegenüber dem unverschiebbaren Teil (16) kann auf verschiedene Weise erfolgen (nicht
dargestellt), wobei entweder beide Teile (17 und 18) gleichzeitig oder einzeln nacheinander
angetrieben werden. Selbstverständlich kann der Schiebeantrieb in jeder vertikalen Stellung
unterbrochen werden, um die Einheiten (9 und 12) dem jeweiligen Wickelprogramm
entsprechend gegenüber der Palette (6) in der Höhe einzustellen.
Vor dem Wickelvorgang wird die Palette (6) in eine bezüglich der Drehachse des
Drehtellers (1) zentrale Position mittels der Förderbahn (15) eingefahren, wie die Fig. 1
und 2 veranschaulichen. Bei in dieser Position stehender Palette (6) erfolgt je nach Wickel
programm die vollständige oder partielle Umwicklung des Packguts durch den drehend
angetriebenen Drehteller (1), der dabei an der am Turm befestigten Folienrolle (8)
vorbeidreht, wie das in Fig. 2 durch den Kreis (20) dargestellt ist, fortlaufend den Flachfolienstreifen
(14) abzieht und unter einstellbarer Spannung um das Packgut wickelt. Wird hierbei
der Folienschlitten (7) durch entsprechende vertikale Verschiebung verschoben, so läuft
der Flachfolienstreifen (14) je nach Schiebebewegung des Folienschlittens (7) aufwärts
oder abwärts in wendelförmigen, gegebenenfalls an den Rändern überlappenden
Windungen auf das Packgut auf. Zur Zentrierung der Folienbahn in der Mitte zwischen
Folienklammer und/oder Schneideinheit kann ein Zentrierarm (120) auf dem Folien
schlitten (7) mitfahren.
Die Wickelvorrichtung (21) kann bezüglich der Achse der Wickelrolle (8) gegenüber der
Senkrechten sowohl auf die beladene Palette zu als auch in der Gegenrichtung um
etwa 10-30° schwenkbar am Turm (3) befestigt sein, wie Fig. 1 für die max. Grenz
stellungen von jeweils 30° zur Nullstellung angedeutet ist. Befindet sich die Achse
der Wickelrolle (8) in der linken Stellung der Zeichnung, wird unter Aufwärtsverlagerung
der Wickelvorrichtung (21) aufwärts gewickelt, und zwar jeweils faltenarm. Beim Wickeln
von Kopfwicklungen, Fußwicklungen und Banderolen befindet sich die Wickelrolle (8)
bezüglich ihrer Achse in der Nullstellung, und die Wickelvorrichtung (21) ist auf die
entsprechende Höhe eingefahren und verändert diese während des betreffenden
Umwicklungsvorgangs nicht.
Zum Wickeln von Banderolen ist an der Wickelvorrichtung (21) zusätzlich eine weitere
Wickelrolle aufgenommen, wobei die beiden Wickelrollen unterschiedlich breite Flach
folienstreifen aufweisen, die wahlweise zum Umwickeln verwendbar sind. Eine derartig
ausgebildete Wickelvorrichtung (21) ist in den Fig. 8 und 9 dargestellt. Der Aufnahme der
größeren Wickelrolle von z. B. 500 mm Breite dient eine längerer Aufnahmedom (22),
während ein kürzerer Aufnahmedom (23) zur Aufnahme einer kleineren Wickelrolle von
z. B. 100 mm Breite bestimmt ist. Die Aufnahmedorne (22 + 23) sind in Fig. 9 nicht
eingezeichnet. Die Wickelvorrichtung (21) weist eine Montageplatte (24) zur Befestigung
an dem Folienschlitten (7) auf. Weiterhin sind den Fig. 8 und 9 noch folgende Elemente
der Wickelvorrichtung (21) zu entnehmen: ein Rahmen (25) zur Halterung bzw. Lagerung
aller schwenkbaren Teile der Wickelvorrichtung (21), zwei Umlenkrollen (26), eine
Bremswalze (27) zur Erzeugung einer konstanten Spannung im ablaufenden Flachfolien
streifen, eine Abzugswalze (28) für die Vorstreckung, ein das beschriebene Verschwenken
der Wickelvorrichtung ermöglichendes Kugelgelenk (29), einen Schneckenantrieb (30)
für die Schwenkbewegung am Rahmen (25). Außerdem können an der Wickelvorrichtung
(21) auch noch eine Breitstreckwalze mit konvex-balliger Mantelfläche oder
wirkungsentsprechende gummibelegte Ringwalzen (nicht dargestellt) vorgesehen sein,
um den Flachfolienstreifen vor dem Auflaufen auf das Packgut in die Breite zu ziehen,
wodurch Faltenbildungen vermieden werden. Je nach Material des zu wickelnden
Flachfolienstreifens (14) wird dieser so über die verschiedenen Rollen und Walzen gelegt,
daß der Streifen nicht unter hoher Zugbeanspruchung aus der Wickelvorrichtung gezogen
werden muß, wodurch Folienriß und zu starke Zugbelastung an der Palette vermieden
werden.
Am unteren Teil des Synchronliftes (19) sind eine Folienklammer (9) zum Festhalten des
Folienendes des Folienstreifens (14) und eine schwenkbar gelagerte Schneideinheit (12)
zum Durchtrennen des Streifens (14) angebracht, die in Fig. 1 und 2 nur prinzipiell
eingezeichnet sind. Entsprechendes gilt für eine am Synchronlift (19) zusätzlich angeordnete
Ansiegelvorrichtung (31) und eine Anstreichbürste (32) zum Festlegen der Enden des
Streifens am Packgut der Palette (6). Mit der Ansiegelvorrichtung (31) wird das Ende des
Streifens unter Einwirkung von Druck und Wärme an die vorher gelegte Windung
angesiegelt. Die Bürste (32) wird bei Stretchfolie verwendet. Wie aus Fig. 1 hervorgeht, sind
die Folienklammer (9) und die Schneideinheit (12) so an dem Synchronlift (19) angebracht,
daß sich die Schneideinheit mit ihrem Schneidwerkzeug in der Arbeitsstellung zwischen der
Palette (6) und der Folienklammer (9) befinden.
Die in Fig. 4 dargestellte Folienklammer (9) besitzt zwei Arme (33) und wird mit einer am
Synchronlift (19) befestigenden Grundplatte (34) schwenkbar gelagert. Gleichzeitig mit den
Schwenkachsen (35) sind zwei miteinander eingreifende Zahnräder (36) angeordnet, die
jeweils drehfest mit dem Arm (33) verbunden sind.
An den Betätigungshebeln greift die Kolbenstange (38) eines an der Grundplatte (34)
angebrachten Druckmittelzylinders (39) an. Durch die Zahnräder (36) sind die beiden Arme
miteinander gekuppelt. An den Armen (33) sind zum sicheren Festhalten des Streifens
Klemmgummielemente (40) befestigt.
Die in Fig. 5 dargestellte Folienklammer (9) besitzt 2 Arme (33) und wird mit einer
am Synchronlift (19) befestigten Grundplatte (34) schwenkbar gelagert. Gleichzeitig
mit der Schwenkachse (35) sind 2 Betätigungshebel mit den Kolbenstangen (38)
verbunden. Die Druckmittelzylinder (39) betätigen getrennt und einzeln
die Folienklammerarme (33) und sind somit zeitlich getrennt zu betätigen.
Die in den Fig. 4 dargestellte Kombi-Einheit ist über die Montageplatte (34)
schwenkbar am unteren Führungsschenkel (18) gelagert.
Zu diesem Zweck ist an der Schneideinheit (12) ein Gelenkhebel angebracht, an welchem die
Kolbenstange (38) vom Druckmittelzylinder (39) gelenkig angreift. Der DM-Zylinder (39) ist
an den Synchronlift (19) angelenkt (nicht dargestellt). Die äußeren Enden der
Schneideinheit (12) tragen nicht näher gezeigte Spann- und Schneidelemente. Die
Schwenkbewegungsrichtungen der Schneideinheit sind durch Pfeile markiert.
Die Folienklammer (9) ist ebenfalls schwenkbar am unteren Führungsschenkel (18)
gelagert, die mit der Schwenkachse (35) drehfest mit der Folienklammer (9) in
Verbindung stehen kann. Es ist aber auch eine getrennte, einzeln steuerbare, nicht
über die Zahnräder (36) gekoppelte Bewegung der Folienklammer (9) und der Schneid
einheit (12) möglich.
Durch die besondere Bauart des Führungsschenkels (160) des Synchronliftes (19) kann der
Lift weit nach oben gefahren werden, um der Wickelvorrichtung (21) freie Fahrt über die volle
Palettenhöhe zu gewähren. Auf diese Weise können an der Palette bzw. dem Packgut
alle denkbaren Umwicklungsarten in programmierten Bewegungsabläufen realisiert werden,
wobei der Flachfolienstreifen in jeder Höhe angelegt und auch praktisch verlustfrei
durchtrennt werden kann.
Die in Fig. 10 dargestellte Kombi-Einheit ist schwenkbar am unteren Führungsschenkel (18)
gelagert. Zu diesem Zweck ist an der Schneideinheit (12) ein Gelenkhebel angebracht,
an welchem die Kolbenstange (38) vom Druckmittelzylinder (39) gelenkig angreift. Die
Folienklammer (9) ist ebenfalls schwenkbar am unteren Führungsschenkel (18) gelagert.
Zu diesem Zweck ist an der Folienklammer (9) ein Gelenkhebel angebracht, an welchem
die Kolbenstange (38) vom Druckmittelzylinder (39) gelenkig angreift. Die Ansiegeleinheit
(31) ist ebenfalls an einem Arm (33) schwenkbar am unteren Führungsschenkel (18)
gelagert. Zu diesem Zweck ist an der Ansiegeleinheit (31) ein Gelenkhebel angebracht,
an welchem die Kolbenstange (38) vom Druckmittelzylinder (39) gelenkig angreift.
Alle drei Einheiten sind getrennt und einzeln steuerbar. Alle drei Gelenkhebel (38) und
Schwenkachsen (35) sind auf einer Montageplatte (34) befestigt.
Claims (10)
1. Folienwickelmaschine zum Umwickeln von mit Packgut beladenen Paletten (6)
mit einem Flachfolienstreifen (14), bestehend aus
einem Drehteller (1) der die beladene Palette (6) aufnimmt und um eine senkrechte Drehachse (2) drehbar ist,
eine neben dem Drehteller (1) angeordnete Wickelvorrichtung (21) zur Halterung und Abgabe des zu einer Rolle (8) aufgewickelten Flachfolienstreifens (14),
einem Maschinenturm (3) mit einen horizontalen Arm (4) und
einem am horizontalen Arm (4) um die vertikale Drehachse (2) ebenfalls drehbar gelagerten, mit dem Drehteller (1) synchron umlaufenden, horizontalen Schwenkarm (Synchronlift 19), der an seinem einen Ende einen nach unten ragenden Führungsschenkel (160) trägt, an dem eine Folienklammer (9) zum Festhalten des Ende des Folienstreifens (14) sowie eine Einrichtung zum Durchtrennen des Flachfolienstreifens (14) vertikal bewegbar angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet
daß die Wickelvorrichtung (21) vertikal verfahrbar ist,
daß der als Synchronlift (19) ausgebildete Schwenkarm in horizontaler Richtung zur Palette (6) hin- und wegbewegbar ist und
daß der Führungsschenkel (160) aus mehreren teleskopartig verschiebbaren, nach unten ausfahrbaren, zueinander unverdrehbar geführten Teilen (16, 17, 18) gebildet ist, wobei die Folienklammer (9) und die als eine Schneideinheit (12) aus gebildete Durchtrenneinrichtung an dem am weitesten nach unten ausfahrbaren Teil (18) des Führungsschenkels (160) befestigt ist.
einem Drehteller (1) der die beladene Palette (6) aufnimmt und um eine senkrechte Drehachse (2) drehbar ist,
eine neben dem Drehteller (1) angeordnete Wickelvorrichtung (21) zur Halterung und Abgabe des zu einer Rolle (8) aufgewickelten Flachfolienstreifens (14),
einem Maschinenturm (3) mit einen horizontalen Arm (4) und
einem am horizontalen Arm (4) um die vertikale Drehachse (2) ebenfalls drehbar gelagerten, mit dem Drehteller (1) synchron umlaufenden, horizontalen Schwenkarm (Synchronlift 19), der an seinem einen Ende einen nach unten ragenden Führungsschenkel (160) trägt, an dem eine Folienklammer (9) zum Festhalten des Ende des Folienstreifens (14) sowie eine Einrichtung zum Durchtrennen des Flachfolienstreifens (14) vertikal bewegbar angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet
daß die Wickelvorrichtung (21) vertikal verfahrbar ist,
daß der als Synchronlift (19) ausgebildete Schwenkarm in horizontaler Richtung zur Palette (6) hin- und wegbewegbar ist und
daß der Führungsschenkel (160) aus mehreren teleskopartig verschiebbaren, nach unten ausfahrbaren, zueinander unverdrehbar geführten Teilen (16, 17, 18) gebildet ist, wobei die Folienklammer (9) und die als eine Schneideinheit (12) aus gebildete Durchtrenneinrichtung an dem am weitesten nach unten ausfahrbaren Teil (18) des Führungsschenkels (160) befestigt ist.
2. Folienwickelmaschine nach Anspruch 1, durdurch gekennzeichnet, daß die
Wickelvorrichtung (21) mit einem Folienschlitten (7) am Maschinenturm (3) vertikal
verfahrbar ist.
3. Folienwickelmaschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß
der Führungsschenkel (160) mindestens aus zwei eigensteifen Teilen (16, 17, 18)
etwa gleicher Länge gebildet ist, die jeweils aus zwei seitlichen Führungsprofilen und
dazwischen angeordneten Querstreben bestehen können, daß das obere Teil (16)
starr an dem Synchronlift (19) befestigt ist und an seinen beiden seitlichen Führungs
profilen die beiden Führungsprofile des mittleren Teils (17) führt, und daß das mittlere
Teil (17) an seinen beiden seitlichen Führungsprofilen die seitlichen Führungsprofile
des verschiebbaren unteren Teils (18) führt, an welchem die Folienklammer (9) und
die Schneideinheit (12) befestigt sind.
4. Folienwickelmaschine nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Wickelvorrichtung (21) bezüglich der Achse der Wickelrolle (8) gegenüber der
Senkrechten sowohl in Richtung auf die beladene Palette (6) zu als auch in Gegenrichtung
um etwa 10 bis 30° schwenkbar am Folienschlitten (7) bzw. an der Wickelvorrichtung
(21) befestigt ist.
5. Folienwickelmaschine nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß am
Synchronlift (19) zusätzlich eine Ansiegelvorrichtung (31) und/oder eine Anstreichbürste
(32) zum Festlegen der Enden des Flachfolienstreifens (14) am Packgut der Palette (6)
angeordnet ist/sind.
6. Folienwickelmaschine nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zum
Wickeln von Banderolen an der Wickelvorrichtung (21) zusätzlich eine weitere Wickelrolle
vorgesehen ist, wobei die beiden Aufnahmedome (22, 23) unterschiedlich breite Flachfolien
streifen (14) aufnehmen können.
7. Folienwickelmaschine nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Folienklammer (9) zwei synchron gegenläufig um horizontale Schwenkachsen
(35) und Zahnräder (36) schwenkbare Arme (33) aufweist, die in ihre senkrechte
Arbeitsstellung über einen Druckmittelzylinder (39) geschwenkt den Folienstreifen (14)
zwischen sich halten.
8. Folienwickelmaschine nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die
Folienklammer (9) zwei horizontale Schwenkachsen (35) schwenkbare Arme (33)
aufweist, die über einen Druckmittelzylinder (39) und die Kolbenstangen (38) gleich
zeitig in ihre senkrechte Arbeitsstellung gebracht und/oder über zwei Druckmittelzylinder
(39) und die Kolbenstangen (38) getrennt oder zeitversetzt in ihre senkrechte Arbeits
stellung gebracht werden.
9. Folienwickelmaschine nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die
Folienklammer (9) und die Schneideinheit (12) zwei synchron gegenläufig um horizontale
Schwenkachsen (35) schwenkbare Arme (33) aufweisen, die über Druckmittelzylinder
(39) in ihre senkrechte Arbeitsstellung geschwenkt den Folienstreifen (14) zwischen sich
halten und gleichzeitig über die Schneideinheit (12) diese durchtrennen und/oder über die
Ansiegeleinheit (31) und/oder die Bürste (32) die Folienbahn verschweißen oder anbürsten
kann, wobei beide Einheiten einzeln und zeitversetzt oder auch gemeinsam steuerbar sind.
10. Folienwickelmaschine nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Fo
lienklammer (9) eine horizontale Schwenkachse (35) mit einen Arm (33) aufweist, der über
einen Druckmittelzylinder (39) und die Kolbenstange (38) in eine senkrechte Arbeits
stellung gebracht wird, daß die Schneideinheit (12) eine horizontale Schwenkachse (35)
mit einem Arm (33) aufweist und über die Kolbenstange (38) und einen Druckmittel
zylinder (39) in eine senkrechte Arbeitsstellung gebracht wird, und daß die Ansiegel
einheit (31) eine horizontale Schwenkachse (35) mit einem Arm (33) aufweist, der über
einen Druckmittelzylinder (39) die Kolbenstange (38) in eine horizontale Arbeitsstellung
gebracht wird, wobei alle drei Einheiten einzeln und zeitversetzt oder gemeinsam
steuerbar sind.
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| DE19622620A DE19622620C2 (de) | 1996-01-05 | 1996-05-31 | Folienwickelmaschine zum Umwickeln beladener Paletten |
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| DE4234662A1 (de) * | 1992-10-15 | 1994-04-21 | Sanpack Lagertech Gmbh | Verfahren und Vorrichtung zum mindestens teilweisen Umwickeln einer Ware mit einer Folienbahn (Banderole) |
| DE4244221A1 (de) * | 1992-12-24 | 1994-08-25 | Sima Regel Und Anlagentechnik | Verfahren zum Herstellen einer Schrumpffolienhülle für beladene Paletten |
| DE19505240C1 (de) * | 1995-02-16 | 1996-03-14 | Sitec Ges Fuer Prozes Und Anla | Folienwickelmaschine zum Umwickeln beladener Paletten |
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1996
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