DE4232489A1 - Gurtstraffer für einen Sicherheitsgurt eines Kraftfahrzeugs - Google Patents
Gurtstraffer für einen Sicherheitsgurt eines KraftfahrzeugsInfo
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- B60R22/1952—Transmission of tensioning power by cable; Return motion locking means therefor
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Description
Die Erfindung betrifft einen Gurtstraffer für einen
Sicherheitsgurt eines Kraftfahrzeugs nach dem Oberbe
griff des Patentanspruchs 1.
Ein derartiger Gurtstraffer ist aus der EP 0 398 010
A2 bekannt. Beim bekannten Gurtstraffer wird die als
Kraftspeicher für die Antriebseinrichtung dienende
Schraubendruckfeder als bewegliche, fahrzeugsensitive
Masse zum Lösen ihres gesperrten Zustandes ausge
nützt. Beim Lösen des Sperrzustandes bewegt sich die
Schraubendruckfeder zusammen mit Sperrhebeln, welche
die Sperre bilden, gegenüber einem gehäusefesten An
schlag bzw. mehreren gehäusefesten Anschlägen um eine
bestimmte Freigabestrecke, so daß die Sperrhebel um
ihre Drehachsen sich verschwenken können und ein Rie
gelteil, mit welchem sie in sperrendem Eingriff ste
hen, freigeben.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen Gurtstraffer der
eingangs genannten Art zu schaffen, bei dem das An
sprechverhalten auf überhöhte Beschleunigung bzw.
Abbremsung weitgehend unabhängig von der den Kraft
speicher bildenden Schraubendruckfeder ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kenn
zeichnenden Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.
Hierbei erreicht man unter Wahrung des, beim bekann
ten Gurtstraffer erreichten, Vorteils der direkten
Einwirkung der fahrzeugsensitiven Sensorik auf die
Sperre den Vorteil, daß man die als Kraftspeicher
wirkende Schraubendruckfeder unabhängig von der, für
die Sensorik benötigten trägheitssensitiven Masse,
ausbilden kann. Man kann beispielsweise auch relativ
leichte Federn verwenden um die, für den Antrieb beim
Gurtstraffen erforderliche, Zugkraft zu erreichen.
Dadurch, daß jedoch die die Sperre bildenden Sperrhebel
mit der fahrzeugsensitiven Sensormasse, d. h. mit
dem Sensormassekörper über die Anschläge am Sensor
massekörper direkt gekoppelt bleiben, erreicht man
wie beim bekannten Gurtstraffer ein unmittelbares
Zusammenwirken von Sperre und Sensorik, ohne daß
hierzu Zwischenglieder in Form von zusätzlichen He
beln und ähnlichen Übertragungsmitteln erforderlich
sind. Außerdem läßt sich unter Beibehaltung des er
wähnten Vorteils eine Anpassung an die jeweilige Aus
lösecharakteristik der verschiedenen Fahrzeugtypen
ermöglichen.
Der Sensormassekörper kann so angeordnet werden, daß
er in Richtung auf die Drehachsen der Sperrhebel zu
beweglich ist. Die Bewegung des Sensormassekörpers
kann gegen eine Sensorfeder erfolgen, die entgegen
gesetzt zur Richtung der Antriebskraft wirkt, welche
von der Schraubendruckfeder für die Gurtstraffung
erzeugt wird. Die Sensorfeder wirkt dabei in axialer
Richtung und ist bevorzugt in der Achse der Schrau
bendruckfeder angeordnet. Auf diese Weise kann
erreicht werden, daß die Sensorfeder ihre Wirkung auf
den Massenschwerpunkt der Sensormasse ausübt.
Am Sensormassekörper können ferner Ausnehmungen vor
gesehen sein, in die an den Anschlägen anliegende
Nebelteile, insbesondere die Hebelarmenden, sich be
wegen können, wenn die Sensormasse eine bestimmte
Freigabestrecke, welche durch die axialen Ausdehnun
gen der Anschläge und der daran anliegenden Hebelar
menden bestimmt ist, sich bewegt hat. Verschiebungen
der Sensormasse, die kürzer als die Freigabestrecke
sind, führen nicht zur Freigabe der Sperrhebel, so daß
die Sensormasse wieder in ihre Ausgangslage, insbe
sondere aufgrund der Wirkung der Sensorfeder, zurück
kehrt.
Sowohl die Schraubenfeder als auch die Sensorfeder
können über einen gemeinsamen Träger am Fahrzeugauf
bau abgestützt sein. An diesem gemeinsamen Träger
kann ferner eine Rollenlagerung für den Sensormasse
körper vorgesehen sein. Die Rollenlagerung gewährlei
stet, daß der Sensormassekörper gegenüber dem Fahr
zeugaufbau reibungsarm beweglich gelagert ist. Die
Rollenlagerung kann ferner zur axialen Führung des
Sensormassekörpers dienen.
Um eine möglichst reibungsarme Auflage der Sperrhebel
am beweglichen Sensormassekörper zu erreichen, können
für jedes Sperrhebelende zwei Anschläge am Sensormas
sekörper vorgesehen sein, so daß der Anlagedruck des
Sperrhebels an jedem der Anschläge halbiert ist.
Hierzu kann das jeweilige Hebelarmende des Sperrhe
bels T-förmig ausgebildet sein und die beidseits des
Hebelarms vorgesehenen, querverlaufenden Stege auf
den beiden Anschlägen aufliegen.
Der Auflagedruck der Hebelarmenden auf den Sensormas
sekörper wird vermittelt durch die Antriebskraft der
in vorgespanntem Zustand gehaltenen Schraubenfeder,
wobei die Schraubenfeder in Richtung der Antriebs
kraft auf den zweiseitigen Sperrhebel an den, zu den
Anschlägen entgegengesetzt liegenden Hebelarmen der
zweiseitigen Sperrhebel wirkt.
Anhand der Figuren wird an einem Ausführungsbeispiel
die Erfindung noch näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch ein Ausführungs
beispiel eines Gurtstraffers in Seitenan
sicht;
Fig. 2 einen Längsschnitt durch das Ausführungs
beispiel der Fig. 1 in Draufsicht (An
sicht Z in Fig. 1;
Fig. 3 einen Schnitt entlang der Schnittlinie A-A
in Fig. 1;
Fig. 4 einen Schnitt entlang der Schnittlinie B-B
in Fig. 1;
Fig. 5 einen Schnitt entlang der Schnittlinie C-C
in Fig. 1;
Fig. 6 einen Schnitt entlang der Schnittlinie D-D
in Fig. 1; und
Fig. 7 einen Schnitt entlang der Schnittlinie E-E
in Fig. 1.
Bei dem in den Figuren dargestellten Ausführungsbei
spiel für einen Gurtstraffer sind die wesentlichen
Bestandteile des Gurtstraffers in einem als Schutz
rohr 2 ausgebildeten Gehäuse, das an einem Ende mit
einem Deckel 16 verschlossen ist, untergebracht. Als
Kraftspeicher für die Antriebseinrichtung des Gurt
straffers dient eine Schraubendruckfeder 13. Die
Schraubendruckfeder 13 wird durch Sperrhebel 7, in
dem in den Fig. 1 und 2 dargestellten vorge
spannten Zustand, gehalten. Die Sperrhebel sind als
zweiseitige Sperrhebel ausgebildet und sind im we
sentlichen so geformt wie es in der EP 0 398 010 A2
dargestellt ist. Es können drei Sperrhebel 7 in glei
chen Winkelabständen (120°) um die Schraubenfederach
se A angeordnet sein.
Die Schraubendruckfeder 13 ist um ein Führungsrohr 12
angeordnet. Das eine Ende (ortsfeste Ende) der
Schraubendruckfeder 13 ist an einem Federteller 9
abgestützt. Der Federteller 9 stützt sich gegen einen
Träger 3 ab, der am Gehäuseaufbau befestigt ist. Der
Träger 3 besitzt hierfür eine Bohrung 30, so daß er
mit Hilfe einer nicht näher dargestellten Schraubver
bindung mit dem Fahrzeugaufbau verbunden werden kann.
Das andere Ende der Schraubendruckfeder 13 liegt an
einem Federanker 14 an, dessen Form sich noch aus den
Fig. 2 und 7 im einzelnen ergibt. Der Federanker
14 besitzt seitliche Verankerungsflächen 31 und 32,
die beidseits des Führungsrohres 12 angeordnet sind.
Gegen die Verankerungsflächen 31 und 32 ist das Ende
der Schraubendruckfeder 13 angedrückt. Ferner besitzt
der Federanker 14 ein mittleres Verankerungsteil 33,
daß mit einem Seilnippel, der mit einem Ende des Zug
seils 28 fest verbunden ist, verankert ist. Hierzu
ist das mittlere Verankerungsteil 33 durch den Seil
nippel 34 hindurchgesteckt. Um den Seilnippel 34 am
Führungsrohrende 12 exakt zu positionieren ist eine
Nippelaufnahme 15 vorgesehen. Diese kann aus Kunst
stoff bestehen. In diese Nippelaufnahme kann der
Seilnippel 34 formschlüssig eingesetzt werden, wobei
die Öffnung des Nippels mit Öffnungen am Ende des Füh
rungsrohres fluchtet. Zur Verbindung des Zugseils 28
und des Führungsrohres 12 mit dem Federanker 14 wird
das mittlere Verankerungsteil 33 durch die beiden
Öffnungen im Führungsrohr 12 und die Öffnung im Seil
nippel 34 hindurchgesteckt, wie das aus den Fig.
1, 2 und 7 zu ersehen ist.
Das andere Ende des Führungsrohres 12 ist mit einem
Riegelteil 11 fest verbunden. Das Riegelteil 11 ist
ringförmig ausgebildet und durch seine Innenbohrung
wird das Zugseil 28, welches vom anderen Ende des
Führungsrohres durch das Führungsrohr verläuft, nach
außen zum zu straffenden Gurtband, beispielsweise zum
Gurtschloß geführt, wobei wie aus der EP 0 398 010 A2
bekannt ist, eine Rücklaufsperre zwischengeschaltet
sein kann.
Am Riegelteil 11 sind die Sperrhebel 7 um Drehachsen
17 schwenkbar abgestützt, wie es bereits aus der EP 0
398 010 A2 bekannt ist. Jeder Sperrhebel 7 besitzt an
der einen Hebelseite, welche zwischen dem Riegelteil
11 und dem Federteller 9 angeordnet ist, eine Ab
stützstelle 22, mit welcher er an dem Riegelteil 11
anliegt bzw. mit dem Riegelteil 11 in Eingriff steht,
und ferner eine zweite Abstützstelle 23, welche am
Federteller 9 anliegt. Die beiden Abstützstellen 22
und 23 erstrecken sich im wesentlichen senkrecht zur
Achse A der Schraubenfeder bzw. senkrecht zur Rich
tung der Antriebskraft, welche von der Schrauben
druckfeder 13 vermittelt wird. Das Riegelteil 11 und
der Federteller 9 besitzen entsprechende Abstützstel
len, so daß Formschluß zwischen den Abstützstellen am
Sperrhebel 7 und den Abstützstellen am Riegelteil 11
und Federteller 9 besteht. Die Abstützstellen 22 und
23 sind bezüglich der Achse A der Schraubendruckfeder
13 versetzt zueinander angeordnet, wobei die Abstütz
stelle 22 am Riegelteil 11 näher zur Achse A als die
Abstützstelle 23 am Federteller 9 liegt. Die Drehach
se 17 des Sperrhebels 7 liegt bezüglich des Abstandes
zur Achse A zwischen den Abstützstellen 22 und 23.
Die Drehachse 17 liegt am kreisförmigen Außenumfang
des Riegelteils 11, d. h. die Drehachsen 17 der Sperr
hebel 7 sind auf einem Kreis um die Achse A der
Schraubendruckfeder 13 angeordnet. Wie schon erläu
tert ist der Federteller 9 ortsfest gegen den Träger
3, welcher mit dem Fahrzeugchassis verbunden ist,
abgestützt. Die Andrückkräfte, welche an den Abstütz
stellen 22 und 23 zwischen dem einen Sperrhebelarm
und dem Riegelteil 11 und dem Federteller 9 zur Aus
wirkung kommen, werden durch die Antriebskraft in
Antriebsrichtung (Pfeil B in den Fig. 1 und 2) von
der vorgespannten Schraubendruckfeder 13 vermittelt.
Hierzu ist das Riegelteil 11 über das Führungsrohr 12
mit dem anderen Federende mittels des Federankers 14,
wie oben erläutert, verbunden. Durch diese Anordnung
wird ein jeweiliges Drehmoment, das auf den Sperrhe
bel 7 um die Drehachse 17 wirkt, erreicht.
Der Sperrhebel 7 besitzt zwischen den Abstützstellen
22 und 23 an seinem zwischen Riegelteil 11 und Feder
teller 9 liegenden Eingriffsteil 19 eine schräge Flä
che bzw. schräge Kante 20, die einer, bezüglich der
Achse A außerhalb der Abstützstelle 23 liegenden
schrägen Fläche 21 am Federteller 9, bezüglich ihrer
Formgebung entspricht. Wie im einzelnen noch erläu
tert wird, wirken die beiden schrägen Flächen 20 und
21 am Sperrhebel 7 und am Federteller 9 in einem die
dargestellte Sperrstellung lösenden Sinne, nach über
höhter Abbremsung bzw. Beschleunigung des Kraftfahr
zeugs.
Für eine vereinfachte Montage kann ein Montagering 8
vorgesehen sein, welcher die drei in gleichen Winkel
abständen um die Achse A angeordnete Sperrhebel 7 in
Position hält. Hierzu kann der Montagering 8 zunächst
in eine Montageausnehmung 10 eingelegt werden und
nach der Endmontage der anderen Bauteile, insbesonde
re einer noch zu erläuternden Sensormasse 4 in die in
den Fig. 1 und 2 darstellte Stellung gebracht wer
den.
Die Hebelarme an der anderen Hebelseite der zweisei
tigen Sperrhebel 7 sind an der schon erwähnten Sen
sormasse, welche durch einen Sensormassekörper 4 ge
bildet wird, abgestützt. Hierzu besitzt der Sensor
massekörper 4 Anschläge 25 und 26, die, wie in Fig.
6 dargestellt ist, in entsprechenden Winkelabständen
am Sensormassekörper in den Winkel lagen der drei
Sperrhebel 7 um die Achse A angeordnet sind. Wie ins
besondere aus den Fig. 2 und 4 zu ersehen ist,
sind die Hebelarmenden 27 T-förmig mit seitlichen,
querverlaufenden Endstücken 35, 36 ausgebildet. Auf
diese Weise werden zu beiden Seiten des Hebelarmes am
Ende Arischlagflächen am Hebelarm gebildet, die an
Anschlägen 25 und 26 der Sensormasse 4 anliegen (Fig.
6). Auf diese Weise wird eine Halbierung der An
druckkraft, mit welcher jeder Sperrhebel am Sensor
massekörper anliegt, an den zwei Anschlägen 25 und 26
erreicht. Die Andruckkraft des Sperrhebels 7 am Sen
sormassekörper 4 wird erzeugt durch die vorgespannte
Schraubendruckfeder 13, welche, wie schon erläutert,
über das Riegelteil 11 auf den anderen Hebelarm an
der anderen Hebelseite des Sperrhebels 7 im Bereich
des Eingriffs des Sperrhebels 7, d. h. an der Abstütz
stelle 22 zur Auswirkung kommt. Durch die Antriebs
kraft der Schraubendruckfeder 13 wird das schon er
wähnte Drehmoment um die Drehachse 17 erzeugt, aus
welchem die jeweils halbe Andrückkraft des Hebelar
mendes 27 an den beiden Anschlägen 25 und 26 resul
tiert.
Der Sensormassekörper 4 ist für eine reibungsarme
Lagerung beim dargestellten (Fig. 1, 3) Ausführungs
beispiel auf einer Rolle 5 in axialer Richtung beweg
lich gelagert. Durch eine als Schraubendruckfeder
ausgebildete Sensorfeder 6 ist der Sensormassekörper
4 in eine Richtung entgegengesetzt zur Richtung der
Antriebskraft der Schraubendruckfeder 13 vorgespannt.
In dieser vorgespannten Stellung liegt der Sensormas
sekörper 4, wie aus der Fig. 2 zu ersehen ist, an
den beiden querverlaufenden Endstücken 35, 36 des
Hebelarmendes 27 an. Die beiden querverlaufenden End
stücke 35 und 36 bilden daher einen Anschlag zur De
finition der Endstellung im vorgespannten Zustand
bzw. Ruhezustand. Die querverlaufenden Endstücke 35
und 36, welche, wie oben erläutert, ferner mit ent
sprechenden Anschlagflächen an den Anschlägen 25 und
26 noch anliegen, haben mithin beim dargestellten
Ausführungsbeispiel eine Doppelfunktion. Es ist na
türlich auch möglich, den Anschlag für die Endstel
lung des Sensormassekörpers 4 anderweitig zu definie
ren, beispielsweise durch Anliegen an eine Endfläche
einer Sensormasseabdeckung 1, welche mit dem Schutz
rohr 2 verbunden ist und an die Form des Sensormasse
körpers 4 angepaßt ist, wie die Fig. 1 bis 6 zei
gen. Der durch die querverlaufenden Endstücke 35 und
36 definierte Anschlag ist jedoch bevorzugt. Hier
durch erreicht man eine exakte Dimensionierung der
Freigabestrecke F von der Ruhestellung des Sensormas
sekörpers 4 in die Position, in welcher die T-förmi
gen Hebelarmenden 27 in Ausnehmungen 24 am Sensormas
sekörper 4 zur Freigabe des Eingriff des Sperrhebels
7 in das Riegelteil 11 sich bewegen. Die Freigabe
strecke F ist in den Fig. 1 und 2 dargestellt.
Die Sensorfeder 6 ist an einem Sensorträger 18 ange
ordnet, der an Träger 3 abgestützt ist oder mit die
sem einstückig ausgebildet ist.
Am Träger 3 sind beim dargestellten Ausführungsbei
spiel ferner in Form von Lagerarmen 37 bis 40 Rollen
lagerungen vorgesehen. Die Fig. 1 zeigt eine Seiten
ansicht dieser Rollenlagerungen an einer Seite, wäh
rend in den Fig. 3 und 4 Schnitte durch die Rol
lenlageranordnung gezeigt sind. Die Rolle 5 ist in
den Rollenlagerarmen 37, 38 und 39, 40 geführt und
rollend gelagert. Auf der Rolle 5 ist der Sensormas
sekörper 4 ebenfalls abrollend gelagert. Auf diese
Weise erreicht man eine reibungsarme Lagerung des
Sensormassekörpers 4 gegenüber dem am Fahrzeugaufbau
befestigten Träger 3. An der Unterseite kann der Sen
sormassekörper 4 an die Formgebung der Rolle 5 ange
paßt sein (Fig. 3). Hierzu können an die Unterseite
des Sensormassekörpers 4 abgeschrägte Führungsschie
nen 41 und 42 angeformt sein. An der Rolle 5 sind an
beiden Enden entsprechend angepaßte, abgeschrägte
Abrollflächen vorgesehen. In Zusammenwirkung mit zu
sätzlichen Führungselementen 45 und 46, welche an den
Sensormassekörper 4 angeformt sind und entsprechend
angeformten Führungselementen 47, 48 an der Untersei
te der Abdeckung 1 (schnittbildliche Darstellung in
Fig. 5) wird eine exakte axiale Führung des Sensormas
sekörpers 4 erreicht. Es ist jedoch auch möglich, an
der Rolle 5 an den Enden entsprechende Flansche vor
zusehen, die mit entsprechend angeformten Ausnehmun
gen an der Unterseite des Sensormassekörpers 4 in
Eingriff stehen um die gewünschte axiale Führung zu
erreichen.
Wenn auf das Fahrzeug, infolge beispielsweise eines
Unfalls, eine überhöhte Beschleunigung oder Abbrem
sung einwirkt, wirkt sich diese unmittelbar auf die
am Träger 3 und damit am Fahrzeugchassis gelagerte
Sensormasse 4 aus, so daß diese entgegen der Kraft der
Sensorfeder 6 zumindest um die Freigabestrecke F be
wegt wird. Dabei werden die, in den Fig. 1 und 2
linken Kanten der querverlaufenden Endstücke 35 und
36 der Hebelarmenden 27 über die rechten Kanten der
Anschläge 25 und 26 hinausbewegt und in die Ausneh
mungen 24 im Sensormassekörper 4 aufgrund des von der
Schraubendruckfeder 13 vermittelten Drehmoments ge
schwenkt werden. Diese Schwenkbewegung erfolgt um die
am Riegelteil 11 definierten Drehachsen 17, so daß die
schräge Fläche 20 am Sperrhebel 7 in den Bereich der
schrägen Fläche 21 am Federteller 9 kommt. Das Rie
gelteil 9 liegt dann noch in äußeren Randbereichen
der Abstützstellen 22 der Sperrhebel 7 an und durch
die auf das Riegelteil 11 wirkende Antriebskraft in
Richtung des Pfeiles B werden die Sperrhebel 7, wel
che mit ihren schrägen Flächen 20 an den schrägen
Flächen 21 an den Federteller 9 anliegen, bezüglich
der Achse A radial nach außen bewegt. Für das Lösen
der Sperre finden zwei Bewegungsabläufe statt, näm
lich die Schwenkbewegung der Sperrhebel 7 um ihre
Drehachsen 17 und die radiale Bewegung der Sperrhebel
nach außen, aufgrund des Zusammenwirkens des schrägen
Flächen 20 und 21 an den Sperrhebeln 7 und am Feder
teller 9. Die erforderliche Kraft wird in Antriebs
richtung (Pfeil B in den Fig. 1 und 2) von der
Schraubendruckfeder 13 geliefert. Der Beginn der
rückstraffend über das Zugseil 28 auf das Gurtband
wirkenden Bewegung wird dabei ausgenützt zu Lösen
des Eingriffs der Sperrhebel 7 aus dem Riegelteil 11.
Der erforderliche Schwenkwinkel, den die Hebelarmen
den 27 zum Lösen des sperrenden Eingriffs ausführen
müssen, kann relativ klein bemessen werden, weil die
endgültige Lösebewegung der Sperrhebel 7 durch die
zusammenwirkenden schrägen Flächen 20 und 21 erreicht
wird.
Bei der Bewegung der Sensormasse 4 rollt die Rolle 5
sowohl an der Unterseite des Sensormassekörpers als
auch an den unteren Lagerarmen 38 und 40 ab. Wenn die
einwirkende Beschleunigung bzw. Abbremsung unterhalb
einer vorgegebenen Schwelle liegt, kann der Sensor
massekörper 4 axiale Bewegungen ausführen, die kürzer
bemessen sind als die Freigabestrecke F. Der Sensor
massekörper 4 wird dann jeweils wieder aufgrund der
Wirkung der Sensorfeder 6 in seine Ausgangsposition,
in welcher er an den querverlaufenden Endstücken 35
und 36 der Sperrhebel 7 anliegt, zurückgebracht. Die
se Bewegung beeinflußt den Sperrzustand nicht.
Die Antriebsbewegung der gelösten Schraubendruckfeder
13 wird auf das Zugseil 28 übertragen. Das Zugseil 28
ist durch eine Bowdenzughülle 43 aus dem Gurtstraffer
herausgeführt. Die Bowdenzughülle 43 ist mit einem
Befestigungsclip 44 (Fig. 1 und 6) am Träger 3 befe
stigt. Eine Sicherungsgabel 49 dient zum Entschärfen
(Sichern) der Auslöseeinrichtung des Gurtstraffers
während der Montage. Nach der Montage wird die Siche
rungsgabel 49 entfernt, so daß der Gurtstraffer in
Bereitschaft bzw. aktiviert ist.
Claims (19)
1. Gurtstraffer für einen Sicherheitsgurt eines
Kraftfahrzeugs mit einer vorgespannten Schrauben
druckfeder als Kraftspeicher für eine, auf den
Sicherheitsgurt straffend wirkende Antriebskraft,
einer die Schraubenfeder in vorgespanntem Zustand
haltenden Sperre, in Form mehrerer um die Achse der
Schraubendruckfeder angeordneter zweiseitiger Sperr
hebel, deren Drehachsen auf einem Kreis um die
Schraubendruckfederachse an einem bei der Freigabe
der Schraubendruckfeder durch die Antriebskraft be
wegten Riegelteil, in das die Sperrhebel an ihren
einen Hebelseiten eingreifen, angeordnet sind und die
Sperrhebel mit ihren anderen Hebelseiten an jeweili
gen Anschlägen anliegen, wobei zur Freigabe der An
triebskraft der vorgespannten Schraubendruckfeder die
Anschläge und die Sperrhebel relativ zueinander be
wegt werden und die Sperrhebel um ihre auf dem Rie
gelteil liegenden Drehachsen geschwenkt werden,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Anschläge (25, 26) an einem Sensormassekörper
(4), der durch eine auf ihn einwirkende überhöhte
Beschleunigung bzw. Abbremsung in axialer Richtung
(A) der Schraubendruckfeder (13) gegenüber dem Fahr
zeugaufbau beweglich gelagert ist.
2. Gurtstraffer nach Abspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß der Sensormassekörper (4) in Richtung auf
die Drehachsen (17) der Sperrhebel (7) zu beweglich
ist.
3. Gurtstraffer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß am Sensormassekörper (4) Ausnehmun
gen (24) vorgesehen sind, in welche die an den An
schlägen (25, 26) anliegenden Hebelteile (Hebelarmen
den 27) für die Freigabe des Riegelteils (11) bewegt
sind, wenn der Sensormassekörper (4) eine bestimmte
Strecke (Freigabestrecke F) sich bewegt hat.
4. Gurtstraffer nach Anspruch 3, dadurch gekennzeich
net, daß die an den Anschlägen (25, 26) anliegenden
Hebelteile (Hebelarmenden 27) durch die Antriebskraft
der Schraubendruckfeder (13) in die Ausnehmungen (24)
des Sensormassekörpers (4) bewegt sind.
5. Gurtstraffer nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebskraft der
Schraubendruckfeder (13) an den zu den Anschlägen
(25, 26) entgegegesetzten Seiten der zweiseitigen
Sperrhebel (7) nur in Antriebskraftrichtung auf die
Sperrhebel (7) einwirkt.
6. Gurtstraffer nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß der Sensormassekörper (4)
gegen die Kraft einer Sensorfeder (6) bewegbar ist,
die am Fahrzeugaufbau abgestützt ist.
7. Gurtstraffer nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die Schraubendruckfeder
(13) an ihrem einen Federende am Fahrzeugaufbau ab
gestützt ist.
8. Gurtstraffer nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß die von der Sensorfeder
(6) auf den Sensormassekörper (4) ausgeübte Kraft
entgegengerichtet ist zur Richtung der Antriebskraft
der Schraubendruckfeder (13).
9. Gurtstraffer nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß jeder Sperrhebel an je
weils zwei Anschlägen (25, 26) anliegt, so daß der
Anlagedruck des Sperrhebels (7) an jedem Anschlag
(25, 26) halbiert ist.
10. Gurtstraffer nach Anspruch 9, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Hebelarmende (27) des Sperrhebels
(7), welches an den beiden Anschlägen (25, 26) an
liegt, T-förmig ausgebildet ist.
11. Gurtstraffer nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß die Freigabestrecke F
bestimmt ist durch die axialen Ausdehnungen der An
schläge (25, 26) und der Anlageflächen der Hebelar
menden (27) an den Anschlägen (25, 26).
12. Gurtstraffer nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß der Sensormassekörper (4)
gegenüber dem Fahrzeugaufbau mittels einer Rollenla
gerung (5) beweglich gelagert ist.
13. Gurtstraffer nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, daß das auf das Zugseil (28)
wirkende Ende der Schraubendruckfeder (13) über ein
zusätzliches Verbindungsmittel mit dem Riegelteil
(11) verbunden ist.
14. Gurtstraffer nach Anspruch 13, dadurch gekenn
zeichnet, daß das zusätzliche Verbindungsmittel als
im Inneren der Schraubendruckfeder (13) angeordnetes
Führungsrohr (12) ausgebildet ist und daß das Zugseil
(28) durch das Führungsrohr (12) und eine Bohrung
(29) im Riegelteil (11) in Richtung zum zu straffen
den Gurtbandteil geführt ist.
15. Gurtstraffer nach einem der Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, daß die Schraubendruckfeder
(13) und die Sensorfeder (6) über einen gemeinsamen
Träger (3) am Fahrzeugaufbau abgestützt sind.
16. Gurtstraffer nach einem der Ansprüche 1 bis 15,
dadurch gekennzeichnet, daß die Sensorfeder (6) etwa
in der Achse (A) der Schraubendruckfeder (13) ange
ordnet ist.
17. Gurtstraffer nach einem der Ansprüche 1 bis 16,
dadurch gekennzeichnet, daß die Rollenlagerung (5)
für den Sensormassekörper (4) am gemeinsamen Träger
(3) vorgesehen ist.
18. Gurtstraffer nach einem der Ansprüche 1 bis 17,
dadurch gekennzeichnet, daß die Rollenlagerung (5)
ferner zur Führung des Sensormassekörpers (4) in
axialer Richtung (A) dient.
19. Gurtstraffer nach einem der Ansprüche 1 bis 18,
dadurch gekennzeichnet, daß die Rollenlagerung (5)
eine oder mehrere Rollen aufweist, von denen wenig
stens eine Rolle am gemeinsamen Träger (3) abrollt.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4232489A DE4232489A1 (de) | 1992-09-28 | 1992-09-28 | Gurtstraffer für einen Sicherheitsgurt eines Kraftfahrzeugs |
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