DE4231480A1 - Verfahren und vorrichtung zur erzeugung von kontaminationsarmen nebel - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zur erzeugung von kontaminationsarmen nebelInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Erzeugung von
kontaminationsarmem Nebel. Sie findet ihre besondere Bedeutung auf dem Gebiet der
Reinraumtechnik.
Reinräume sind Räume und Bereiche, die gegenüber der Umgebung staubärmer sind,
z. B. Operationssäle, Fertigungsstätten der Pharmaindustrie oder der
Elektronikindustrie zur Herstellung von Halbleitern. Definitionen und
Abnahmeprozeduren der Reinraumtechnik sind in Richtlinien des VDI beschrieben.
Die Schaffung der Staubfreiheit in Reinräumen geschieht mittels der Filtration von
Luft, die in die entsprechenden Räume eingeblasen wird. Somit herrscht in den
Reinräumen, insbesondere in Abhängigkeit von der Reinheitsklasse, eine mehr oder
weniger kontinuierliche Strömung, die nur mit Meßgeräten quantitativ erfaßbar ist. In
vielen Fällen ist es jedoch erforderlich, die qualitativen Strömungsverhältnisse zu
beurteilen. Hierzu sollten die Luftströmungen sichtbar gemacht werden können.
Bei der Strömungssichtbarmachung in Reinräumen darf nur so wenig wie möglich
Kontamination, so z. B. luftgetragene Tröpfchen oder Feststoffe, in den Raum
eingebracht werden. Alle in der Luft befindlichen Verunreinigungen können sich auf
Oberflächen im Reinraum niederschlagen, was nicht erwünscht ist.
Bisher angewandte Verfahren und Vorrichtungen zur Strömungssichtbarmachung
beruhen darauf, einen feinen Nebel zu erzeugen, der sich entsprechend den
Strömungsverhältnissen im Raum verteilt und so die Beurteilung dieser
Strömungsverhältnisse ermöglicht.
Bekannt ist z. B. ein Gerät, das unter Ausnutzung von Ultraschall Wasser vernebelt.
Versuche mit diesem Gerät haben jedoch ergeben, das dabei eine große Wassermenge
in den Reinraum eingetragen wird, was insbesondere im Zusammenhang mit der
Pharmazie-Technik nicht erwünscht ist.
Aus der US-PS 47 71 608 ist eine Vorrichtung zur Erzeugung von Nebel bekannt, bei
der in einem großen erhitzten Behälter Dampf erzeugt wird, der über eine Leitung in
einen Behälter mit flüssigem Kältemittel gelangt, über die freiliegende Oberfläche des
Kältemittels geleitet wird und sich dabei in einen Nebel umwandelt, der
Wassertröpfchen enthält. Die Nebelerzeugung kann dabei durch mehr oder weniger
weites Einschieben eines Dampfabgaberohrs in den Kältemittelbehälter in der Weise
beeinflußt werden, daß sich der Abstand des Dampfaustritts aus dem Rohr zur
Kältemitteloberfläche ändert. Zusätzlich ist auch noch ein Regelventil in der
Dampfleitung vorgesehen.
Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es Ziel der Erfindung, ein verbessertes
Verfahren und eine verbesserte Vorrichtung zur Erzeugung von kontaminationsarmem
Nebel anzugeben, wobei die Verbesserungen insbesondere die Voraussetzungen zur
Erfüllung der nachstehenden Forderungen bieten sollen:
- a) Gute Regelbarkeit der Temperatur, der Menge und der Konsistenz des erzeugten Nebels;
- b) Die Temperatur des erzeugten Nebels soll insbesondere auf Raumtemperatur regelbar sein;
- c) Es soll so wenig wie möglich Kontamination mit dem Nebel eingetragen werden.
Die gestellte Aufgabe wird hinsichtlich des Verfahrens mit den im Anspruch 1 und
hinsichtlich der Vorrichtung mit den im Anspruch 30 angegebenen Mitteln gelöst.
Die Unteransprüche geben jeweils weitere Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen
Verfahrens und der Vorrichtung nach der Erfindung an.
Das besondere Charakteristikum der Erfindung gegenüber dem oben angeführten
Stand der Technik liegt darin, daß der aus kontinuierlich zugeführter Flüssigkeit
erzeugte Dampf in einer Mischstrecke mit einem Kaltgas zusammengeführt wird. Es
ergeben sich daraus vielfältige, in den Unteransprüchen näher angegebene
Regelungsmöglichkeiten zur Beeinflussung des Dampfes, des Kaltgases und des sich
in der Mischstrecke aufgrund der Kondensation des Dampfes bildenden Nebels.
Nachstehend wird die Erfindung hinsichtlich des Verfahrens und der Vorrichtung im
Rahmen von Ausführungsbeispielen näher erläutert. Dabei ist auf die Zeichnung
Bezug genommen, die eine Vorrichtung nach der Erfindung in schematischer
Darstellung zeigt, und zwar
Fig. 1 im Rahmen eines ersten und
Fig. 2 im Rahmen eines zweiten Ausführungsbeispiels.
Mit 1 ist in Fig. 1 ein Verdampfer dargestellt. Er kann zur Umgebung offen sein, so
daß ein Überdruckventil nicht unbedingt erforderlich ist. Der Dampf kann auf
irgendeine Art gewonnen werden. Im hier beschriebenen Ausführungsbeispiel wird
Dampf durch Erhitzen von Wasser mittels dem Verdampfer 1 zugeführter elektrischer
Energie erzeugt.
Aus dem Verdampfer 1 führt im wesentlichen senkrecht nach oben ein Dampfführrohr
2, an dessen Ende der erzeugte Dampf in die Mischstrecke 3 abgegeben wird.
Der Verdampfer 1 ist über einen Wasserzulauf mit einem Reinstwasser enthaltenden
Vorratsbehälter 4 verbunden. Die Regelung der im Verdampfer 1 erzeugten
Dampfmenge erfolgt durch Regelung einer im Wasserzulauf angeordneten Pumpe 5.
Alternativ kann anstelle der Pumpe 5 im Wasserzulauf auch ein Ventil vorgesehen
sein, dem das Wasser aufgrund der Schwerkraft aus dem höher gelegenen
Vorratsbehälter zufließt. In diesem Fall erfolgt die Regelung der Dampfmenge durch
Regelung des Wasserdurchflusses mit Hilfe des Ventils. Die Oberflächentemperatur
T1 des Verdampfers 1 wird in beiden Fällen auf einem solchen Niveau gehalten, daß
das Wasser sowohl bei niedriger als auch bei hoher Wasserzufuhr sofort verdampft.
Für die Kondensation des Dampfes in der Mischstrecke 3 wird ein Kaltgas benötigt.
Dieses wird dadurch gewonnen, daß ein Verdichter 6, der z. B. ein ölfreier
Kompressor oder ein Ventilator sein kann, aus der Umgebung Luft ansaugt. Diese
wird nach dem Verdichteraustritt durch ein erstes Aerosolfilter 7 in einen Vorrats-
oder Pufferbehälter 8 geleitet. Dieser Behälter ist mit einem Kondensatablaß 9 und aus
Sicherheitsgründen auch mit einem Überdruckventil 10 ausgestattet. Zur
Verbesserung der Aerosolreinheit der aus dem Vorratsbehälter 8 ausströmenden Luft
wird diese in einem zweiten Filter 11 nochmals gefiltert.
Zur Regelung des Gasdurchflusses und damit der Kaltgaszufuhr zur Mischstrecke 3 ist
ein elektrisch geregeltes Ventil 12 vorgesehen, daß z. B. in der Gasleitung zwischen
dem Vorratsbehälter 8 und dem zweiten Filter 11 angeordnet sein kann. Die mit dem
Ventil 12 zu regulierende Gasmenge richtet sich zum einen nach der gewünschten
Temperatur T2 des aus der erfindungsgemäßen Vorrichtung austretenden Nebels und
zum anderen nach der benötigten Nebelmenge. Ist die Nebeltemperatur T2 zu hoch,
wird mehr Luft zugeführt und umgekehrt. Aufgrund dieser Gasmengenregelung kann
der Verdampfer 1 vorteilhaft immer im selben Betriebspunkt arbeiten.
Wie oben ausgeführt, kann zwar zur Beeinflussung des erzeugten Nebels auch die
Dampfzufuhr zur Mischstrecke 3 geregelt werden, die Regelung der Luftmenge bietet
jedoch den Vorteil, mit einer geringeren Totzeit behaftet zu sein als die Regelung der
Dampfmenge. Grundsätzlich besteht aber die Möglichkeit, sowohl die Gas- als auch
die Dampfzufuhr oder auch nur die Dampfzufuhr zur Mischstrecke 3 zu regeln.
Die Abkühlung der gefilterten Luft erfolgt durch ihre Einleitung in eine kalte, in
einem Dewargefäß 14 aufgenommene Flüssigkeit 13, die z. B. flüssiger Stickstoff sein
kann. Zweckmäßig ist jedoch, die Luft vorher zu trocknen. Hierzu passiert sie eine
Kühlfalle 15, in der ihr ein hoher Prozentsatz Feuchtigkeit entzogen wird. Die
Kühlfalle befindet sich, wie die Zeichnung zeigt, innerhalb des Dewargefäßes 14 und
wird von dem flüssigen Stickstoff 13 gekühlt. Ist die Kühlfalle 15 durch Vereisung
von der aus der Luft abgeschiedenen Feuchtigkeit gesättigt, wird sie aus dem
Dewargefäß 14 herausgezogen und durch Einstecken einer zweiten ersetzt.
Alternativ zur Kühlfalle 15 könnte die Luft auch durch eine Adsorptionstrocknung
geleitet werden. In jedem Fall bietet der Einsatz einer Entfeuchtung aber den Vorteil,
daß die in der Luft enthaltene Feuchtigkeit nicht den als Kältemittel verwendeten
flüssigen Stickstoff 13 vereist, was eine regelmäßige Enteisung des Dewargefäßes 14
erfordern würde.
Alternativ zur bisher beschriebenen Gaszufuhr mittels des aus der Umgebung Luft
ansaugenden Verdichters 6 besteht im Rahmen der Erfindung auch die Möglichkeit,
aus einem Gasdruckbehälter oder einem Gasversorgungssystem hochreines und
trockenes Gas zu entnehmen und direkt in den flüssigen Stickstoff 13 in dem
Dewargefäß 14 einzuleiten. Eine vorherige Gasentfeuchtung erübrigte sich dann.
Aus der Kühlfalle 15 gelangt die nun trockene und gefilterte Luft in ein
Gaszuführrohr 16, das in den flüssigen Stickstoff 13 eintaucht und in diesem frei
endet. Aus dem Ende des Gaszuführrohrs 16 strömt die Luft über mehrere Öffnungen
in den flüssigen Stickstoff 13 aus. Um eine möglichst starke Abkühlung zu erreichen,
soll die Gasaustrittsstelle so tief wie möglich unter der Oberfläche des flüssigen
Stickstoffs 13 liegen. Aufgrund der Mehrzahl von Öffnungen am Ende des
Gaszuführrohrs 16 bilden sich kleine Gasblasen, die eine tiefere Temperatur
annehmen als große.
Die gekühlte Luft tritt an der Oberfläche des flüssigen Stickstoffs 13 aus und wird
über die in der Zeichnung dargestellte Gasaustragsleitung 19 aus dem Dewargefaß 14
zur Mischstrecke 3 geleitet.
Zum verstärkten Austrag abgekühlten Gases kann mit einem regelbaren Ventilator 20
ein zusätzlicher Luftstrom in das Dewargefäß 14 eingeleitet und auf die Oberfläche
des flüssigen Stickstoffs aufgeblasen werden. Diese Luft kühlt sich an der Oberfläche
des flüssigen Stickstoffs ab, jedoch nicht soweit wie die über das Gaszuführrohr 16
eingebrachte Luft. Der zusätzliche Luftstrom mischt sich in der Gasaustragsleitung 19
mit der übrigen Luft und gelangt mit dieser zur Mischstrecke 3.
Nicht immer wird der zusätzliche Luftstrom erforderlich sein, er ist aber dann von
Vorteil, wenn in bestimmten Anwendungsfällen der Volumenstrom des aus der
Vorrichtung hinter der Mischstrecke 3 austretenden Nebels bei alleiniger Verwendung
des vom Verdichter 6 erzeugten Luftstroms zu gering wäre. Über den zusätzlichen,
mit dem regelbaren Ventilator 20 erzeugten Luftstrom läßt sich überdies der gesamte
Kaltluftstrom besser regeln.
Der in Fig. 1 dargestellte Deckel 17 des Dewargefäßes 14 ist mit einer
Einfüllöffnung für den flüssigen Stickstoff 13, einer Halterung für die Kühlfalle 15
und mit einer Durchführung für die Gasaustragsleitung 19 versehen.
Das kalte Gas wird in der Mischstrecke 3 mit dem aus dem Dampfführrohr 2
austretenden Dampf zusammengeführt. Dabei kondensiert der Dampf. Es bildet sich
ein über den gesamten Querschnitt der an die Mischstrecke 3 anschließenden
Rohrführung 22 verteilter Nebel der entsprechend geregelten Temperatur T2. Statt
einer Rohrführung 22 kann selbstverständlich auch ein Schlauch vorgesehen sein, über
den der erzeugte Nebel zum gewünschten Ort der Strömungssichtbarmachung gelangt.
Wie Fig. 1 erkennen läßt, ist im Bereich der Mischstrecke eine Kondensatabführung
23 vorgesehen, über die in der Mischstrecke 3 sich bildende Wassertropfen in den
Vorratsbehälter 4 zurückgeführt werden.
Mit Bezug auf Fig. 2 wird die Erfindung nachstehend im Rahmen eines zweiten
Ausführungsbeispiels näher erläutert, wobei gleiche Bezugszeichen die gleiche
Bedeutung wie bei dem zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiel haben.
Die Erzeugung des Dampfes und seine Zufuhr zur Mischstrecke 3 erfolgt unverändert.
Wie beim ersten Ausführungsbeispiel.
Unterschiedlich ist jedoch die Erzeugung und die Zufuhr des Kaltgases, das dadurch
gewonnen wird, daß ein Kältvergaser 25 im Dewargefaß 14 aufgenommenen flüssigen
Stickstoff, in den der Kältvergaser 25 eintaucht, in die Gasphase überführt.
Der Kaltvergaser 25 besteht aus Metall, dessen Oberfläche mit einem elektrischen
Heizdraht versehen ist.
Durch Einbringen elektrischer Energie in den Heizdraht erwärmt dieser das Metall
und der flüssige Stickstoff vergast.
Über eine Öffnung im Deckel 17 des Dewargefäßes wird der gasförmige Stickstoff in
ein Führungsrohr 26 eingeleitet.
Mit Hilfe eines Ventilators 28 wird Luft aus der Umgebung, zum Beispiel aus dem
Reinraum, dessen Strömungsverhältnisse untersucht werden sollen, in die
Luftzuführleitung 29 eingeleitet, mit dem aus dem Führungsrohr 26 austretenden
kalten Stickstoff in Gasphase zusammengeführt und bei 27 gemischt.
Das kalte Gasgemisch gelangt danach, insbesondere aufgrund der Förderwirkung des
Ventilators 28, zur Mischstrecke 3, in der es zur Nebelbildung mit dem heißen Dampf
zusammengeführt wird.
Diese Art der Kaltgaserzeugung bietet die Möglichkeit, durch Regelung der
Heizleistung des Kaltvergasers 25 direkt die Menge des gasförmigen Stickstoffs und
damit die Temperatur des der Mischstrecke 3 zugeleiteten Kaltgasgemisches zu
beeinflussen.
Überdies kann die Temperatur und die Menge des von der Mischstelle 27 abgeführten
Kaltgasgemisches zusätzlich oder auch allein durch eine Beeinflussung des Ventilators
28 geregelt werden.
Das Verfahren und die Vorrichtung nach dem zweiten Ausführungsbeispiel bieten
gegenüber dem zuerst erläuterten Ausführungsbeispiel den Vorteil, daß mit dem
Einleiten von Luft in die kalte Flüssigkeit einhergehende, bzw. beim Aufblasen von
Außenluft auf die Oberfläche der kalten Flüssigkeit auftretende Eisbildung nicht
erfolgen kann.
Dafür ist allerdings der Verbrauch von flüssigem Stickstoff, der in die Gasphase zu
überführen ist, in Kauf zu nehmen.
Wie dargelegt, erfolgt die Nebelerzeugung nach der Erfindung durch Mischen von
Kältgas mit Heißdampf in einer Mischstrecke. Aufbauend auf diesem Prinzip
ermöglicht die Erfindung eine einfach aufgebaute und zuverlässig arbeitende
Vorrichtung und ein einfach durchführbares Verfahren, das eine Vielzahl von
Regelungsmöglichkeiten zur Beeinflussung des erzeugten Nebels bietet.
Insgesamt sind damit aufgrund der Erfindung gegenüber dem Stand der Technik
verbesserte Möglichkeiten zum Sichtbarmachen von Strömungen, insbesondere in
Reinräumen, gegeben.
Bezugszeichenliste
1 Verdampfer
2 Dampfführrohr
3 Mischstrecke
4 Vorratsbehälter
5 Pumpe
6 Verdichter
7 erstes Aerosolfilter
8 Vorrats- oder Pufferbehälter
9 Kondensatablaß
10 Überdruckventil
11 zweites Filter
12 elektrisch regelbares Ventil
13 kalte Flüssigkeit
14 Dewargefäß
15 Kühlfalle
16 Gaszuführrohr
17 Deckel
19 Gasaustragsleitung
20 regelbarer Ventilator
22 Rohrführung
23 Kondensatablaß
25 Kaltvergaser
26 Führungsrohr
27 Mischstelle
28 Ventilator
29 Luftzuführleitung
2 Dampfführrohr
3 Mischstrecke
4 Vorratsbehälter
5 Pumpe
6 Verdichter
7 erstes Aerosolfilter
8 Vorrats- oder Pufferbehälter
9 Kondensatablaß
10 Überdruckventil
11 zweites Filter
12 elektrisch regelbares Ventil
13 kalte Flüssigkeit
14 Dewargefäß
15 Kühlfalle
16 Gaszuführrohr
17 Deckel
19 Gasaustragsleitung
20 regelbarer Ventilator
22 Rohrführung
23 Kondensatablaß
25 Kaltvergaser
26 Führungsrohr
27 Mischstelle
28 Ventilator
29 Luftzuführleitung
Claims (61)
1. Verfahren zur Erzeugung von kontaminationsarmem Nebel, bei dem aus einer einem
Verdampfer kontinuierlich zugeführten Flüssigkeitsmenge erzeugter Dampf einerseits und
kontinuierlich in eine Abkühlvorrichtung eingeleitetes und mit dieser Vorrichtung
abgekühltes Gas andererseits einer Mischstrecke zugeführt werden, wobei der Dampf in
dem Kaltgas kondensiert und das so erzeugte Gemisch als Nebel aus der Mischstrecke
abführbar ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem die Temperatur und/oder die Menge des aus der
Mischstrecke austretenden Nebels durch Beeinflussung des der Abkühlvorrichtung
zugeführten Gases und/oder des der Mischstrecke zugeführten Dampfes geregelt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, bei dem zur Regelung die Dampfmenge beeinflußt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, bei dem zur Regelung über die Dampfmenge die dem
Verdampfer kontinuierlich zugeführte Flüssigkeitsmenge beeinflußt wird.
5. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 4, bei dem zur Regelung die
Gasmenge beeinflußt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, bei dem die Regelung mittels eines Regelventils erfolgt, dem
der Gasstrom von einem Verdichter zugeführt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, bei dem das Ventil elektrisch geregelt wird.
8. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, bei dem das Gas durch
Einleiten in eine kalte Flüssigkeit gekühlt wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, bei dem die Flüssigkeit flüssiger Stickstoff ist.
10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, bei dem das Gas vor dem Einleiten in die kalte
Flüssigkeit eine Kühlfalle passiert, in der ihm Feuchtigkeit entzogen wird.
11. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, bei dem das Gas vor dem Einleiten in die kalte
Flüssigkeit zum Entzug von Feuchtigkeit durch eine Adsorptionstrocknung geleitet wird.
12. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 8 bis 11, bei dem das Gas aus einer in
die kalte Flüssigkeit eingetauchten Gasleitung über mehrere Öffnungen in diese Flüssigkeit
eingeleitet wird.
13. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 8 bis 12, bei dem zusätzlich zu dem
in die kalte Flüssigkeit eingeleiteten Gas ein weiterer, mit einem Ventilator erzeugter
Gasstrom auf die Oberfläche der kalten Flüssigkeit aufgeblasen und so gekühlt wird, und
daß das in die kalte Flüssigkeit eingeleitete Gas und das auf die Oberfläche der kalten
Flüssigkeit aufgeblasene Gas als vereinigter Gasstrom der Mischstrecke zugeführt wird.
14. Verfahren nach Anspruch 13, bei dem der Ventilator zur Beeinflussung der aufgeblasenen
Gasmenge geregelt wird.
15. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 14, bei dem die dem
Verdampfer kontinuierlich zugeführte Flüssigkeit Wasser ist.
16. Verfahren nach Anspruch 15, bei dem das Wasser Reinstwasser ist und dem Verdampfer
aus einem Vorratsbehälter zufließt.
17. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9 und 12 bis 16, bei dem das
kontinuierlich in die Abkühlvorrichtung eingeleitete Gas als hochreines und trockenes Gas
aus einem Gasdruckbehälter oder einem Gasversorgungssystem entnommen wird.
18. Verfahren nach Anspruch 17, bei dem das Gas Stickstoff oder Luft ist.
19. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 16, bei dem das kontinuierlich
in die Abkühlvorrichtung eingeleitete Gas Luft ist.
20. Verfahren nach Anspruch 19, bei dem die Luft aus der Umgebung entnommen wird.
21. Verfahren nach Anspruch 20, bei dem die Luft der Abkühlvorrichtung über wenigstens ein
Aerosolfilter zugeführt wird.
22. Verfahren nach Anspruch 20 oder 21, bei dem die Luft der Abkühlvorrichtung über einen
Vorrats- oder Pufferbehälter zugeführt wird.
23. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, sowie 15 und 16, bei dem das
der Mischstrecke zugeführte Kältgas ein an einer Mischstelle zusammengeführtes Gemisch
aus Luft und in die Gasphase überführtem kaltem Stickstoff ist.
24. Verfahren nach Anspruch 23, bei dem der von dem gasförmigen kalten Stickstoff
gebildete Kaltgasanteil mittels eines in in einem Dewargefäß aufgenommenen flüssigen
Stickstoff eintauchenden Kaltvergasers gewonnen wird, der diesen flüssigen Stickstoff in
die Gasphase überführt.
25. Verfahren nach Anspruch 24, bei dem der Kältvergaser aus Metall besteht, dessen
Oberfläche mit einem elektrischen Heizdraht versehen ist, der das Metall zur Vergasung
des flüssigen Stickstoffs erhitzt.
26. Verfahren nach Anspruch 25, bei dem der von der Luft gebildete Kältgasanteil der
Umgebung, insbesondere einem Reinraum, entnommen wird.
27. Verfahren nach Anspruch 26, bei dem die Luft mit einem Ventilator zur Mischstelle
gefördert wird.
28. Verfahren nach Anspruch 27, bei dem die Regelung der Kaltgasmenge bzw. der
Kaltgastemperatur über den Luftanteil durch Beeinflussung der Förderleistung des
Ventilators erfolgt.
29. Verfahren nach Anspruch 27 oder nach Anspruch 28, bei dem zur Regelung der
Kaltgasmenge bzw. der Kaltgastemperatur über den Stickstoffanteil die Heizleistung des
Kaltvergasers beeinflußt wird.
30. Vorrichtung zur Erzeugung von kontaminationsarmem Nebel, mit einer Einrichtung
(1, 4, 5) zum Verdampfen einer Flüssigkeit, insbesondere von Wasser, mit einer Einrichtung
(13, 14; 25, 26, 27) zum Abkühlen eines Gases, insbesondere von Luft, und mit Mitteln
(2, 19) zum Zuführen des Dampfes und des abgekühlten Gases zu einer Mischstrecke (3),
aus welcher das Gemisch als sich aufgrund der Kondensation des Dampfes in dem Kaltgas
bildender Nebel abführbar ist.
31. Vorrichtung nach Anspruch 30, mit Mitteln (5, 12, 20; 28) zum Beeinflussen des der
Abkühleinrichtung (13, 14; 25, 26, 27) zugeführten Gases und/oder des der Mischstrecke (3)
zugeführten Dampfes zur Regelung der Temperatur und/oder der Menge des aus der
Mischstrecke (3) abführbaren Nebels.
32. Vorrichtung nach Anspruch 30 oder 31, bei der die Einrichtung (1, 4, 5) zum Verdampfen
der Flüssigkeit einen Vorratsbehälter (4) und einen mit diesem über eine Leitung
verbundenen Verdampfer (1) umfaßt, dem kontinuierlich Flüssigkeit aus dem
Vorratsbehälter (4) zufließt und der kontinuierlich Wärmeenergie an diese Flüssigkeit
abgibt.
33. Vorrichtung nach Anspruch 32, bei der in der Leitung eine Pumpe (5) integriert ist, welche
die Flüssigkeit aus dem Vorratsbehälter (4) zum Verdampfer (1) fördert.
34. Vorrichtung nach Anspruch 33, bei der die Pumpe (5) zur Regelung der Dampfmenge
regelbar ist.
35. Vorrichtung nach Anspruch 32, bei der in der Leitung ein Ventil integriert ist, mit
welchem der Flüssigkeitszulauf zum Verdampfer (1) regelbar ist.
36. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 30 bis 35, bei der zwischen dem
Verdampfer (1) und der Mischstrecke (3) ein im wesentlichen vertikal angeordnetes
Dampfführrohr (2) vorgesehen ist, durch das der Dampf vom Verdampfer (1) zur
Mischstrecke (3) abführbar ist.
37. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 30 bis 36, bei der die Einrichtung
(13, 14) zum Abkühlen des Gases ein zum Teil mit einer kalten Flüssigkeit (13),
insbesondere mit flüssigem Stickstoff, gefülltes Dewargefäß (14) umfaßt.
38. Vorrichtung nach Anspruch 37, bei der das Gas mittels eines in die kalte Flüssigkeit (13)
eintauchenden Gaszuführrohres (16) in die kalte Flüssigkeit einleitbar ist.
39. Vorrichtung nach Anspruch 38, bei der das in der kalten Flüssigkeit (13) endende
Gaszuführrohr (16) an seinem Mündungsende mehrere Gasausströmöffnungen aufweist.
40. Vorrichtung nach Anspruch 38 oder 39, bei der das Gas mit einem Verdichter (6) dem
Gaszuführrohr (16) zugeführt wird.
41. Vorrichtung nach Anspruch 40, bei der im Strömungsweg zwischen dem Verdichter (6)
und dem Gaszuführrohr (16) ein erstes Aerosolfilter (7) angeordnet ist.
42. Vorrichtung nach Anspruch 41, bei der im Strömungsweg zwischen dem ersten
Aerosolfilter (7) und dem Gaszuführrohr (16) ein Vorrats- oder Pufferbehälter (8)
angeordnet ist.
43. Vorrichtung nach Anspruch 42, bei der der Vorrats- bzw. Pufferbehälter (8) mit einem
Kondensatablaß (9) versehen ist.
44. Vorrichtung nach Anspruch 42 oder 43, bei der der Vorrats- bzw. Pufferbehälter (8) ein
Überdruckventil (10) aufweist.
45. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 35 bis 37, bei der im
Strömungsweg zwischen dem Vorrats- bzw. Pufferbehälter (8) und dem Gaszuführrohr
(16) ein zweites Filter (11) angeordnet ist.
46. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 42 bis 44, bei der im
Strömungsweg zwischen dem Verdichter (6) und dem Gaszuführrohr (16) ein elektrisch
regelbares Ventil (12) zur Regelung der Gasmenge angeordnet ist.
47. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 38 bis 46, bei der innerhalb des
Dewargefäßes (14) eine in die kalte Flüssigkeit (13) eintauchende und von dieser
Flüssigkeit gekühlte Kühlfalle (15) angeordnet ist, in die das abzukühlende Gas zu seiner
Trocknung einleitbar ist und aus der dieses Gas dem Gaszuführrohr (16) zuleitbar ist.
48. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 38 bis 46, bei der im
Strömungsweg zwischen dem Verdichter (6) und dem Gaszuführrohr (16) eine
Adsorptionstrocknung zur Trocknung des Gases vorgesehen ist.
49. Vorrichtung nach Anspruch 38 oder 39, bei der das abzukühlende Gas dem Gaszuführrohr
(16) aus einem mit hochreinem und trockenen Gas beschickten Gasdruckbehälter oder
Gasversorgungssystem zuführbar ist.
50. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 38 bis 49, bei der ein regelbarer
Ventilator (20) vorgesehen ist, mit dem zusätzlich zu dem in das Gaszuführrohr (16)
eingeleiteten Gasstrom ein weiterer Gasstrom über eine weitere Gaszuführleitung (24) in
den Raum oberhalb der kalten Flüssigkeit (13) in das Dewargefaß (14) einleitbar ist, wobei
dieser weitere Gasstrom an der Oberfläche der kalten Flüssigkeit (13) abkühlbar ist.
51. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 38 bis 49 oder nach Anspruch 43,
bei der eine Gasaustragsleitung (19) in den Raum im Dewargefäß (14) oberhalb der kalten
Flüssigkeit (13) einmündet und diesen Raum mit der Mischstrecke (3) verbindet, wobei
der in das Gaszuführrohr (16) eingeleitete und an der Oberfläche der kalten Flüssigkeit
(13) austretende Gasstrom und ggf. der weitere Gasstrom durch diese Gasaustragsleitung
(19) der Mischstrecke (3) zuführbar ist.
52. Vorrichtung nach Anspruch 51, bei der das Dewargefäß (14) einen Deckel (17) aufweist,
der mit einer Öffnung zum Einfüllen der kalten Flüssigkeit (13) versehen ist, der eine
Halterung für die Kühlfalle (15) aufweist und durch den die Gasaustragsleitung (19)
geführt ist.
53. Vorrichtung nach Anspruch 51 oder 52, bei der im Bereich des Übergangs der
Gasaustragsleitung (19) in die Mischstrecke (3) ein Kondensatablaß (23) vorgesehen ist,
über den Kondensat in den Vorratsbehälter (4) abführbar ist.
54. Vorrichtung nach Anspruch 37, mit flüssigem Stickstoff als kalter Flüssigkeit, bei der in
den flüssigen Stickstoff ein Kaltvergaser (25) eintaucht.
55. Vorrichtung nach Anspruch 54, bei der der Kältvergaser (25) aus Metall besteht, dessen
Oberfläche mit einem elektrischen Heizdraht versehen ist, wobei durch Einbringen von
elektrischer Energie in den Heizdraht das Metall zur Vergasung des flüssigen Stickstoffs
erwärmbar ist.
56. Vorrichtung nach Anspruch 55, bei der ein Führungsrohr (26) vorgesehen ist, über das der
mit dem Kältvergaser (25) gebildete gasförmige Stickstoff aus dem Dewargefäß einer im
Strömungsweg des Kaltgases stromaufwärts von der Mischstrecke (3) gelegenen
Mischstelle (27) zuführbar ist.
57. Vorrichtung nach Anspruch 56, bei der das Führungsrohr (26) durch den Deckel (17) des
Dewargefäßes (14) geführt ist.
58. Vorrichtung nach Anspruch 56 oder nach Anspruch 57, bei der eine Luftzuführleitung
vorgesehen ist, über die der Umgebung, insbesondere einem Reinraum, entnommene Luft
zum Zusammenführen mit dem gasförmigen Stickstoff der Mischstelle (27) zuführbar ist.
59. Vorrichtung nach Anspruch 58, bei der zur Förderung der Luft in der Luftzuführleitung
(29) und zur Förderung des an der Mischstelle (27) aus der Luft und dem gasförmigen
Stickstoff gebildeten Kaltgases zur Mischstrecke (3) ein Ventilator (28) vorgesehen ist.
60. Vorrichtung nach Anspruch 59, bei der zur Regelung der Kaltgasmenge bzw. der
Kältgastemperatur Mittel zum Beeinflussen der Förderleistung des Ventilators (28)
vorgesehen sind.
61. Vorrichtung nach Anspruch 59 oder nach Anspruch 60, bei der zur Regelung der
Kältgasmenge bzw. der Kaltgastemperatur Mittel zum Beeinflussen der Heizleistung des
Kaltvergasers (25) vorgesehen sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4231480A DE4231480A1 (de) | 1992-09-20 | 1992-09-20 | Verfahren und vorrichtung zur erzeugung von kontaminationsarmen nebel |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4231480A DE4231480A1 (de) | 1992-09-20 | 1992-09-20 | Verfahren und vorrichtung zur erzeugung von kontaminationsarmen nebel |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4231480A1 true DE4231480A1 (de) | 1993-04-15 |
Family
ID=6468409
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE4231480A Ceased DE4231480A1 (de) | 1992-09-20 | 1992-09-20 | Verfahren und vorrichtung zur erzeugung von kontaminationsarmen nebel |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4231480A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102012101182A1 (de) * | 2012-02-14 | 2013-08-14 | Carl Zeiss Smt Gmbh | Kondensat-Inspektionsverfahren und entsprechendes Inspektionsgerät zur Inspektion von glatten Oberflächen |
| CN109059298A (zh) * | 2018-07-05 | 2018-12-21 | 中国矿业大学 | 流体自混匀装置 |
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- 1992-09-20 DE DE4231480A patent/DE4231480A1/de not_active Ceased
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