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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren gemäß dem Oberbegriff von Anspruch
1 zum Befeuchten einer Papier- oder Pappebahn während verschiedener Schritte
der Herstellung von Papier.
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Die
Erfindung betrifft auch eine Anordnung, welche zur Durchführung des
Verfahrens geeignet ist.
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Bei
der Herstellung von Papier oder Pappe wird das fasrige Material
der Bahn auf verschiedene Arten unter der Einwirkung der Herstellungsausrüstung verarbeitet.
Die wichtigsten Auswirkungen der Kräfte sind: auf die Bahn aufgebrachte
Spannung, der Druck und die Wärme, die
aufgebracht werden, um Wasser aus der Bahn zu entfernen, sowie der Druck,
die Wärme
und die Befeuchtung, welche beim Kalandrieren verwendet werden.
Die unterschiedlichen Streich- und Leimungstechniken bewirken auch bestimmte
Effekte, insbesondere in Verbindung mit der Verwendung einer Schaberklinge
oder -stange. Das Bearbeiten der einzelnen Fasern und die in dem Herstellungsverfahren
daraus gebildete Bahn legen die Eigenschaften und Qualität des Endprodukts
fest. Das Bearbeiten von Fasern wird besonders stark durch den Feuchtigkeitsgehalt
der Fasern beeinflusst. Ein weiterer Faktor, der zu der Deformation
der Fasern beiträgt,
ist die Temperatur der Fasern. In Kombination legen diese Variablen
den Schwellenpunkt fest, an welchem die Deformation der Fasern dauerhaft
bleibt. Somit können
die Bahntemperatur und der Feuchtigkeitsgehalt modifiziert werden,
so dass große
Variationen in den Qualitäten
des Endprodukts bewirkt werden können.
Auf der anderen Seite bewirken Veränderungen des Feuchtigkeitsgehalts
oder der Temperatur der Bahn Veränderungen in
den Bahneigenschaften, zum Beispiel führen Veränderungen des Profils des Feuchtigkeitsgehalts
in der Querrichtung der Bahn zu Veränderungen der Bahndicke. Diese
Beziehung kann sogar durch das Steuern des Feuchtigkeitsgehaltsprofils
oder des Temperaturprofils der Bahn aktiv genutzt werden, so dass
Veränderungen
des Bahndickenprofils ausgeglichen werden.
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Das
Befeuchten einer Papierbahn wird im allgemeinen sowohl mit Hilfe
von Dampfkästen
als auch mit Wassernebelsprays ausgeführt. In dem Dampfkasten wird
Dampf aus einem Dampfkastenhohlraum, welcher einen geschlossenen
Raum mit der Ausnahme einer Schlitzöffnung in Richtung der Bahn bildet,
auf die Oberfläche
der Bahn gerichtet. Der auf der Oberfläche der trockenen Papierbahn
kondensierende Dampf befeuchtet und erwärmt die Papierbahn. Die Effizienz
der Behandlung mit Dampf nimmt jedoch abrupt ab, wenn sich die Oberflächentemperatur
der Bahn über
60 bis 80°C
erhöht,
wodurch die Kondensation geringer wird. Zum Beispiel erhöht sich
beim Mehrwalzenspalt-Kalandrieren die Bahntemperatur aufgrund des
Effekts der beheizten Walzen und der intensiven Faserbearbeitungskräfte sehr stark.
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Während Sprühen von
Wasserdampf das Aufbringen von großen Mengen an Wasser auf die Bahn
erlaubt, beträgt
die typischerweise aufgebrachte Menge an Wasser nur 1 – 4 g/m2. Weil große Wassertröpfchen die Bahnoberfläche durch
das Erzeugen von Schäden,
wie zum Beispiel Sprenkelung, ruinieren, muss das Wasser auf die
Bahnoberfläche
in der Form von fein zerstäubten
Tröpfchen übertragen werden.
Konventionell wird Wasser aus luftunterstützten Düsen ausgestoßen, welche
in der Lage sind, Wasser in ausreichend kleine Tröpfchen zu
zerstäuben.
Das zu den Düsen
gepumpte Wasser ist kalt und in der Praxis ist die Verwendung von
erwärmtem Wasser
nicht möglich,
weil der zerstäubte
Wassernebel unmit telbar nach dem Verlassen der Düse als zerstäubte Tröpfchen abkühlen würde. Nichtsdestotrotz wäre das Erwärmen des
Wassers, um zerstäubt
zu sein, theoretisch vorteilhaft, insbesondere wenn große Mengen
von Wasser zur Anwendung kommen müssen. Die Verwendung von heißem Wasser
ist jedoch durch das schnelle Abkühlen des zerstäubten Wassers
und die Verdampfung desselben in die umgebende Luft mit geringerer
relativer Feuchtigkeit beschränkt.
Aus diesen Gründen
ist das Ausstoßen
von heißem
Befeuchtungswasser aus konventionellen Aufbringungsdüsen nicht
möglich.
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Es
ist eine Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zu schaffen, welches
in der Lage ist, zerstäubtes
Wasser, welches auf eine höhere
Temperatur als die Umgebungstemperatur erwärmt ist, gegen die Oberfläche einer
Papier- oder Pappebahn auszustoßen.
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Die
Erfindung basiert auf dem Sprühen
des Wassers auf die sich bewegende Bahn in einem geschlossenen Kasten,
welcher sich in Richtung der Bahn öffnet und mit ausreichend gesättigtem
Dampf gefüllt
ist.
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Insbesondere
ist das Verfahren gemäß der Erfindung
durch das gekennzeichnet, was in dem kennzeichnenden Teil von Anspruch
1 angegeben ist.
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Des
weiteren ist die Anordnung gemäß der Erfindung
durch das gekennzeichnet, was in dem kennzeichnenden Teil von Anspruch
6 angegeben ist.
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Die
Erfindung bietet bedeutsame Vorteile.
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Mittels
der Anordnung gemäß der Erfindung kann
die Bahn sogar noch effektiver befeuchtet und erwärmt werden
als dies gemäß dem Stand
der Technik möglich
war. Das erwärmte
Wasser überträgt bereits
selbst Wärme
zu der Bahn und weil gesättigter Dampf
als das die Zerstäubung
unterstützende
Gas verwendet werden kann, erwärmt
auch der auftreffende Dampf die Bahn auf dieselbe Art und Weise wie
in einem Dampfblassystem. Heißes
Wasser weist eine niedrigere Viskosität auf und die Oberflächenspannung
von heißem
Wasser ermöglicht
ein besseres Eindringen des heißen
Wassers in die Bahn. Ein besonders vorteilhafter Nutzen der Erfindung
ist die Möglichkeit,
das Bahnprofil mittels einer Reihe von Sprühdüsen zu steuern, was es möglich macht,
die Temperatur und das Feuchtigkeitsgehaltsprofil der Bahn gleichzeitig
zu steuern. Zusätzlich
zur Steuerung der Aufbringung von befeuchtendem Wasser wird eine
neuartige Steuermöglichkeit
in der Form der Steuerung der Temperatur des aufgebrachten Wassers
angeboten. Im allgemeinen ist eine effektive Steuerung des Feuchtigkeitsgehalts und
des Temperaturprofils der Bahn in dem Trocknungsabschnitt einer
Papier- oder Pappeerzeugungsmaschine schwierig und, weil die Bahn
in diesem Abschnitt sehr heiß ist,
bleibt die Fähigkeit
zur Befeuchtung durch die Dampfkästen
aufgrund der minimalen Kondensation mittelmäßig. Auf der anderen Seite
modifiziert die Aufbringung von kaltem Wasser das Temperaturprofil
der Bahn und ein solches Kühlen
der Bahn macht eine erhöhte
Menge an Verdampfungsenergie notwendig. Wenn jedoch die Bahn unter
Verwendung von heißem
Wasser befeuchtet wird, wird mehr Energie auf die Bahn übertragen
und die Effizienz von Aufbringung von Wasser ist gut. Somit ist
die Erfindung gut geeignet zum Steuern der Qualität einer
Papier- oder Pappebahn sowie des Herstellungsprozesses derselben
auf einem Trockner oder Kalandrierungsabschnitt. Die Erfindung kann
in effizienter Weise für
die Verringerung von Spannungen in einer Papier- oder Pappebahn mittels
des Befeuchtens einer übertrockneten
Papier- oder Pappebahn eingesetzt werden.
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Die
Erfindung kann so angepasst werden, dass sie in Verbindung mit jeder
Art der Konstruktion eines Dampfkastens betrieben werden kann. Das einzig
notwendige Erfordernis besteht darin, dass der gesprühte Wassernebel
nicht in die umgebende Atmosphäre
verdampfen oder vor dem Auftreffen auf die Bahn abkühlen kann.
Somit muss das Aufsprühen
des Wassers in einem Raum stattfinden, der in der Lage ist, eine
in ausreichender Weise mit Dampf gesättigte Atmosphäre aufzunehmen,
was in der Praxis in einem geschlossenen Kasten durchgeführt werden
kann, in dem die behandelte Bahn als eine der Kastenwände agiert.
Dampfkästen
sind z. B. in den Patenten Nr. FI 91,301 und
US 6,207,020 beschrieben.
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Im
Folgenden wird die Erfindung mit Hilfe der beigefügten Zeichnungen
untersucht, wobei
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1 eine
diagrammartige Ansicht einer Ausführungsform eines Dampfkastens
gemäß der Erfindung
ist;
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2 eine
teilweise Schnittansicht eines Details des Dampfkastens von 1 ist;
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3 eine
Schnittansicht ist, welche 2 entspricht;
und
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4 eine
Schnittansicht einer Düse
ist, welche zur Verwendung in dem Dampfkasten gemäß der Erfindung
geeignet ist.
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Im
Folgenden wird eine bevorzugte Ausführungsform des Dampfkastens
beschrieben, welche zur Verwendung in Verbindung mit der Erfindung
geeignet ist. Insbesondere ist diese Konstruktion in den gleichzeitig
anhängigen
Patenten Nr. FI 91,301 und
US
5,355,595 beschrieben.
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Der
Dampfkasten kann unter einer laufenden Papierbahn 1 oder
alternativ oberhalb der Bahn angeordnet sein, wie in 1.
Der Dampfkasten wird von einer diesen umgebenden Struktur 2 umgeben, innerhalb
welcher die Bauteile des Dampfkastens angeordnet sind. Dampf wird
in den Dampfkasten über eine
Zuführleitung 3 eingeführt und
die Menge des auf die Bahn 1 ausgestoßenen Dampfes wird mittels Ventilen 5 bis 7 gesteuert.
Der Dampf wird über
ein Verteilungsgitter 4 gegen die Bahn 1 geblasen.
Die Ventile 5 bis 7 sind in Gruppen von drei Ventilen
angeordnet. Jede Gruppe beinhaltet drei Ventile mit unterschiedlicher
Größe und jedes
Steuersegment entlang der Länge
des Dampfkastens in Querrichtung der Maschine ist mit einer solchen
Ventilgruppe versehen. Die Verwendung von Ventilen mit unterschiedlicher
Größe führt zu einem
großen
Steuerbereich der Menge des aufgebrachten Dampfes. Die kinetische
Energie des gegen die Bahn 1 geblasenen Dampfstrahls muss
so hoch eingestellt werden, dass er die Luftrandschicht, welche
sich mit der Bahn 1 mitbewegt, wegschabt, wodurch es ermöglicht wird, dass
der Dampf die Bahn erwärmt.
Bei niedrigen Fließraten
(2–20
kg/m/h) bleibt die Fließgeschwindigkeit
des Dampfes in einem Ventil mit einem großen Durchmesser so gering,
dass kein Dampf auf die Bahn 1 geblasen werden kann. Die
Verwendung eines kleineren Ventils ermöglicht jedoch, dass die kinetische
Energie des Dampfstroms auch bei geringen Fließraten ausreichend hoch eingestellt
werden kann.
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In 2 ist
ein Steuersegment des Dampfkastens 1 von 1 in
einer Schnittansicht dargestellt. Die Ventile 5–7 sind
auf einer Tragschiene 8 montiert, durch welche Dampfblaskanäle 10 verlaufen.
Die Dampfblaskanäle 10 treten
in einem Dampfkasten 16 aus, der von der Tragschiene 8,
Trennwänden 11 und
einem gebohrten Dampfverteilungsgitter abgegrenzt ist. Gegenüberliegend
zu den Austrittsöffnungen
der Dampfblaskanäle 10 und
um einen Abstand davon verschoben, ist ein die Strömung ausgleichendes
Leitblech 13 angepasst, auf welchem die von den Dampfblaskanälen 10 ausgestoßenen Dampfstrahlen
auftreffen. Das die Strömung
ausgleichende Leitblech 13 verteilt den Dampfstrom gleichmäßig über die
Fläche
des Steuersegments und verhindert gleichzeitig, dass große Wassertröpfchen, welche
sich möglicherweise
noch immer mit dem Dampf bewegen, die Bahn 1 erreichen.
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Die
Temperatur des Dampfes in dem Dampfkasten 16 wird mittels
eines Sensors 14 überwacht. Die
Tragschiene 8 weist des weiteren Kanäle 9 und 15 auf.
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In 3 ist
eine Anordnung der Dampfblaskanäle
in dem Dampfkasten dargestellt. An beiden Seiten des Dampfblashohlraums 16 des
Kastens sind Dampfräume 25 und 26 angepasst.
Diese Räume 25, 26 werden
durch einen Verbindungskanal 15 verbunden. An einem Dampfraum 25 ist
eine Dampfbeschickungsleitung 3 angeschlossen. Von dem
diesem gegenüberliegenden
Dampfraum 26 besteht eine Dampfeinlassleitung 9,
welche zu dem Ventil 5 führt, und mit dem oberen Teil
des Ventils 5 ist eine Dampfrückführleitung 27 verbunden, über welche
der für
die Erwärmung
der Ventile verwendete Dampf zu einer Kondensatrückführleitung geführt wird.
Von dem Ventil 5 beginnt ein Dampfblaskanal 10,
der in dem Dampfblashohlraum 16 austritt. Wenn unter Druck
stehender Dampf über
die Beschickungsleitung 3 in den ersten Dampfraum 25 eingeführt wird, erwärmt sich
der Raum. Der Dampf strömt
weiter über
die Verbindungsleitung zu dem zweiten Dampfraum 26 und
wärmt auch
diesen Raum auf. Somit haben beide Seiten des Dampfblashohlraums 16 und die
der Bahn 1 zugerichteten Wände kontinuierlich erwärmte Oberflächen, welche
eine Kondensation auf denselben verhindern, und außerdem wird
die Temperatur des Dampfblashohlraums 16 kontinuierlich
im wesentlichen gleich zu der Temperatur der Dampfräume 25, 26 gehalten.
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Wenn
die oben beschriebene Konstruktion des Dampfkastens modifiziert
wird, um für
die Aufbringung von Befeuchtungswasser geeignet zu sein, benötigt sie
eine Anpassung der darin enthaltenen Wassersprühdüsen oder alternativ müssen die Dampfdüsen 5, 6, 7 vollständig oder
teilweise durch Wassersprühdüsen von
der Art ersetzt werden, die in der Lage sind, Wassernebel unter
Verwendung von Dampf als das die Zerstäubung unterstützende Gas zu
erzeugen. Die in dem System benötigte
Dampfatmosphäre
wird teilweise mit der Hilfe des die Zerstäubung unterstützenden
Gases erzeugt. Zusätzlich müssen die
Strukturen des die Strömung
ausgleichenden Leitblechs 13 und des Verteilungsgitters 4 geändert werden,
um ein Wasserbeschickungssystem aufnehmen zu können. In Anbetracht der Tatsache,
dass das Befeuchten und Erwärmen
der Bahn bei dieser Anordnung hauptsächlich mit der Hilfe von heißem Wasser
stattfinden, ist es möglich,
ein komplettes Weglassen des strömungsausgleichenden Leitblechs 13 und
des Verteilungsgitters 4 zu erwägen. Eine alternative Möglichkeit
besteht darin, das strömungsausgleichende
Leitblech 13 und das Verteilungsgitter 4 mit Öffnungen
zu versehen, welche das Ausstoßen
des Wassersprays durch dieselben ermöglichen. Falls der Dampfkasten
mit separaten Sprühdüsen für Wassernebel
ausgestattet ist, zum Beispiel von der mit Hochdruck unterstützten Bauweise,
können
die Düsen
in dem Dampfblashohlraum 16 frei angeordnet sein. Der Zwischenraum zwischen
den Düsen
und die Abdeckung ihres Sprühmusters
muss derart eingestellt werden, dass eine homogene Abdeckung über die
gesamte Fläche der
Bahn erreicht wird.
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Das über die
Düsen zu
versprühende
Wasser wird vorteilhafterweise auf eine Temperatur von ungefähr 70 – 95°C erwärmt. Das
Erwärmen
des Wassers auf eine höhere
Temperatur erfordert das Unterdrucksetzen der Wasserzuführleitung
und führt in
einfacher Weise zu der Verdampfung in der Düse an einem Punkt mit niedrigem
Druck und Temperatur, wodurch das Erwärmen von Wasser auf eine höhere Temperatur
im allgemeinen nachteilig wird. In der Tat können niedrigere Wassertemperaturen
für die
Steuerung der Bahntemperatur verwendet werden. In diesem Zusammenhang
sollte die Temperatur des zugeführten
Wassers steuerbar sein, falls dies technisch möglich ist. Eine mögliche Art
der Steuerung der Wassertemperatur besteht darin, erwärmte Düsen zu verwenden.
Darin wird das Wasser beispielsweise mittels eines elektrischen
Heizers erwärmt
und jeder Düse
wird Wasser zugeführt,
welches auf dieselbe Temperatur erwärmt wurde. Im Gegensatz dazu
wird, falls die Steuerung der Wassertemperatur stattfinden soll,
bevor das Wasser in die Düsen
eintritt, ein kompliziertes Wärmetauscher-
und Wasserzuführsystem für das zugeführte Wasser
benötigt.
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Heißes Wasser
ist ein effizientes Medium zum Erwärmen der Bahn, wobei die Aufbringung
von z. B. 5 g/m2 auf 90°C erwärmtem Wasser auf eine Bahn
von 50 g/m2 Grundgewicht, welche mit einer Temperatur
von 30°C
läuft,
dafür sorgt,
dass die durchschnittliche Temperatur der Bahn um 10 bis 15°C ansteigt.
Der sofortige Anstieg der Temperatur der Oberfläche der Bahn ist sogar höher. Zusätzlich erwärmen der
als das zerstäubende
Gas in den Wassernebeldüsen
eingesetzte Dampf und die Dampfatmosphäre des Dampfblashohlraums die
Bahn auf dieselbe Art und Weise wie ein konventioneller Dampfkasten.
Um einen Vorteil durch die Erwärmung des
aufgebrachten Wassers zu erzielen, muss das Wasser auf eine Temperatur
oberhalb der Bahntemperatur erwärmt
werden. In bestimmten Fällen
kann es vorteilhaft sein, das Profil der Bahntemperatur durch die
Verwendung von Wasser, dessen Temperatur unterhalb der Bahntemperatur
liegt, auf eine niedrigere Temperatur herunterzusteuern. In dem
Zusammenhang dieser Erfindung bezieht sich der Begriff "erwärmtes Wasser" auf Wasser, dessen
Temperatur aktiv von der normalen Temperatur des Prozesswassers,
welches in der Anlage vor der Aufbringung des Wassers auf die sich
bewegende Bahn verwendet wird, erhöht wurde.
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In 4 ist
eine Ausführungsform
einer Sprühdüse dargestellt,
welche für
die Verwendung bei der Durchführung
der vorliegenden Erfindung geeignet ist. Die Düse weist einen zentralen Düsenkörper 28 zur
Einspritzung von Wasser auf, welcher von einer Umhüllung umgeben
ist, so dass ein ringförmiger
Kanal 29 für
die Einspritzung eines zerstäubenden
Gases gebildet ist. Bei der vorliegenden Ausführung wird als das zerstäubende Gas
gesättigter Dampf
verwendet, um zu verhindern, dass das eingespritzte Wasser einem
Verdampfungsverlust oder einer Verdampfung in Dampf ausgesetzt ist,
wenn es die Sprühdüse verlässt. Offensichtlich
kann anstelle der Kombination von Wasser mit gesättigtem Dampf auch die Anwendung
von anderen einspritzbaren Medien erwägt werden. Hierbei schließen die
nächstliegenden,
machbaren Alternativen die Modifikation von eingespritztem Wasser
mit Zusätzen
ein, welche die Tröpfchenbildung/-absorption
oder die Bahnqualitäten
beeinflussen. Solche Zusätze
sind z. B. Reinigungsmittel und Viskoseverringerer, antistatische
Zusätze
und sogar Farbstoffe/Pigmente.
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Die
Erfindung kann auf verschiedene Arten bei der Herstellung von Papier
oder Pappe angewendet werden. Die möglicherweise wichtigste Anwendung
kann bei dem Befeuchten einer zu kalandrierenden Bahn gefunden werden,
und zwar angesichts der Tatsache, dass insbesondere beim Kalandrieren das
Ergebnis sehr stark durch den Feuchtigkeitsgehalt der Bahn beeinflusst
wird. Nun bietet die vorliegende Erfindung ein sehr gutes Werkzeug
zum Steuern des Feuchtigkeitsprofils der Bahn und die Erfindung
kann unter der Voraussetzung der guten Zugänglichkeit einer vielseitig
verwendbaren Messausrüstung
zum Messen des Feuchtigkeitsgehalts der Bahn die Messergebnisse
bei der Verbesserung der Produktqualität effektiv verwenden. Während das
Befeuchten der Bahn auf den Press- und Trocknungsabschnitten einer
Papiermaschine üblicherweise kompliziert
war, wird nun ein effizienteres Befeuchten auch auf diesen Abschnitten
aufgrund der einfacheren Eindringung von heißem Wasser in die Bahn machbar.
Des weiteren wird die Temperatur der Bahn durch die Aufbringung
von heißem
Wasser nicht verringert, sondern die Temperatur der Bahn bleibt
vielmehr sogar dann hoch, wenn sie dem Befeuchten ausgesetzt wird.
Wie bekannt ist, ist die Steuerung des Trocknungseffekts in der
Querrichtung der Maschine in einem Trocknungsabschnitt sehr schwierig, wodurch
nur beschränkte
Möglichkeiten
der Profilsteuerung in dem Trocknungsabschnitt geboten werden. Die
vorliegende Erfindung bietet nun wesentliche Verbesserungen bezüglich der
Effizienz der Steuerung des Bahnprofils. Zum Beispiel macht das Trocknen
von bestimmten Papiersorten in den abschließenden Schritten der Bahnherstellung
die Bahn übertrocken,
das heißt
so knochentrocken, dass sie anfängt,
die Feuchtigkeit von der umgebenden Atmosphäre zu absorbieren. Als ein
Ergebnis hieraus entwickelt die Bahn innere Spannungen, welche von
den vorhergehenden Produktionsschritten und der abschließenden Trocknung
stammen. Die Erfindung macht es nun einfach, die Bahn vor dem Aufwickeln
zu befeuchten, so dass die inneren Spannungen verringert werden.
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Zusätzlich zu
dem oben Beschriebenen kann die Erfindung alternative Ausführungsformen
haben.
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Das
Sprühen
des Wassernebels kann unter Verwendung jeder Art von Sprühdüse ausgeführt werden,
welche in der Lage ist, ein Sprühmuster
mit der gewünschten
Form und einer ausreichend geringen Größe der zerstäubten Tröpfchen zu
erzeugen. Unterschiedliche Arten von Düsenstrukturen sind in der Literatur
des Standes der Technik und in Produktkatalogen von Düsenherstellern
beschrieben. Die Anordnung der Düsen
in dem Dampfblashohlraum wird durch die Konstruktion des Blashohlraums festgelegt.
In jedem Fall besteht die einfachste Anordnung darin, die konventionellen
Dampfblasdüsen
mit Düsen
zum Einspritzen zweier Medien zu ersetzen, welche anstelle der existierenden
Dampfblasdüsen montiert
werden können.
Im Prinzip kann es sich bei dem Dampfkasten um eine Haubenöffnung in
Richtung der Bahn handeln, diese Konstruktion weist jedoch den Nachteil
der Kondensation des Dampfes an seinen nicht erwärmten Wänden auf, wodurch größere Wassertröpfchen auf
der sich bewegenden Bahn landen können, wodurch die Oberfläche der
Bahn verunstaltet wird. Der oben beschriebene Dampfkasten ist jedoch
frei von diesem Problem. Die Atmosphäre des Dampfblashohlraums des
Dampfkastens wird vorteilhafterweise mit gesättigtem Dampf gefüllt gehalten,
um das Verdampfungsrisiko der Wassertröpfchen auf ein Minimum zu reduzieren.
Der Feuchtigkeitsgehalt und die Temperatur der Dampfatmosphäre können jedoch,
falls dies gewünscht
ist, geringfügig
niedriger eingestellt werden. Anstelle von Wasser kann auch andere
Flüssigkeit
oder eine Mischung aus Flüssigkeitsbestandteilen
auf die Bahn gesprüht
werden, wobei offensichtlich die Atmosphäre, welche die Mischung umgibt,
kompatibel mit der Flüssigkeitsmischung
sein muss, um ein Verdampfen der Flüssigkeitsmischung zu verhindern.
Abhängig von
der Art der Flüssigkeitsmischung
und dem von ihrer Anwendung erwünschten
Effekt kann die Temperatur der Flüssigkeitsmischung bzw, des
flüssigen Eintrags
in dem Bereich von 30–99°C liegen.
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Zusammenfassung
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Verfahren
und Anordnung zum Befeuchten einer Papier- oder Pappebahn
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Es
wird ein Verfahren und eine Anordnung zum Befeuchten einer Papier-
oder Pappebahn beschrieben, wobei die Anordnung einen in Richtung der
sich bewegenden Bahn (1) geöffneten Dampfblashohlraum aufweist.
Der Dampfblashohlraum nimmt Düsen
(5, 6, 7) zum Zuführen von wenigstens Dampf in
den Hohlraum auf, um eine Dampfatmosphäre darin zu bilden. Zusätzlich nimmt
der Dampfblashohlraum Düsen
(5, 6, 7) zum Sprühen eines Nebels einer erwärmten Flüssigkeit
auf die Bahn (1) innerhalb der somit gebildeten Dampfatmosphäre auf.
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