DE4220048A1 - Regel- und steuerbares Auftragssystem für viskose Medien - Google Patents
Regel- und steuerbares Auftragssystem für viskose MedienInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein regel- und steuerbares Auftragssystem für
viskose Medien gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Ein steuerbares Auftragssystem, mit dem beispielsweise ein Kleber, eine
Dichtmasse oder eine Kunststoffmasse auf ein Produkt aufgetragen werden
kann, ist zusammen mit einer Auftragvorrichtung aus der DE-PS 35 06 135
bekannt. Es ist erforderlich, die Abgabe des zähflüssigen Mediums
schnell sich wechselnden Auftragsgeschwindigkeiten anzupassen. Damit muß
das Auftragssystem eine hohe Ansprechempfindlichkeit aufweisen.
Es ist Aufgabe der Erfindung, ein regel- und steuerbares Auftragssystem
für viskose Medien zu schaffen, bei dem die Abgabegeschwindigkeit des
viskosen Mediums schnell mit hoher Ansprechempfindlichkeit steuer- oder
regelbar ist.
Die Aufgabe der Erfindung wird durch die Merkmale des kennzeichnenden
Teils des Patentanspruchs 1 gelöst.
Erfindungsgemäß besteht das regel- und steuerbare Auftragssystem aus
einem Wegmeßsystem, das den Verstellweg eines Dosierkolbens detektiert,
einem Regler, der eingangsseitig mit dem Wegmeßsystem verbunden ist und
der ausgangsseitig das Verstellsystem ansteuert, und aus einem
Führungsgrößengeber, der den Regler ansteuert.
Mit der Erfindung läßt sich eine Volumenstromregelung des an der
Austrittsdüse z. B. austretenden Klebemediums schaffen. Das
Auftragssystem nach der Erfindung arbeitet wesentlich schneller und
empfindlicher als das bekannte System, das mit Zahnrädern arbeitet.
Weitere vorteilhafte Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen, der
Beschreibung und der Zusammenfassung beschrieben.
Alle dort offenbarten erfindungswesentlichen Merkmale sind in beliebiger
sinnvoller Weise miteinander kombinierbar. Nachfolgend wird die
Erfindung anhand der Zeichnung näher beschrieben.
Es zeigen:
Fig. 1 ein Blockschaltbild eines regel- und steuerbaren Auftrags
systems nach der Erfindung,
Fig. 2 eine erfindungsgemäße Auftragvorrichtung aus Fig. 1 im Längs
schnitt, und
Fig. 3 ein Düsenstück mit Blick in die Düsenbohrung der
Auftragvorrichtung aus Fig. 2.
Fig. 1 zeigt ein steuer- und regelbares Auftragssystem, das eine
Auftragvorrichtung 1 mit einer Austrittsdüse 2 aufweist. An der
Austrittsdüse 2 tritt beispielsweise ein zähflüssiges Klebemedium aus,
das auf ein Produkt 3 aufzubringen ist. Das Produkt 3 wird
beispielsweise auf Rollen 4 entsprechend der Pfeilrichtung 5 bewegt.
Durch kontinuierlichen Austritt des Klebers aus der Austrittsdüse 2 wird
ein Klebestrang auf das Produkt 3 übertragen.
Ändert sich die Bewegungsgeschwindigkeit des Produktes 3, wird der
aufgetragene Klebestrang dünner, wenn sich die Produktbewegungsge
schwindigkeit erhöht. Umgekehrt wird der Klebestrang bei konstantem
Austritt aus der Austrittsdüse 2 dicker, wenn sich die Produktführungs
geschwindigkeit verlangsamt. Mittels der Erfindung lassen sich bei
unterschiedlichen Geschwindigkeiten des Produktes 3 gleichmäßig dicke
Klebestränge auftragen.
Daß das Produkt 3 bewegt wird, ist beispielhaft gewählt. In anderen
Ausführungsformen kann die Auftragvorrichtung 1 beispielsweise an einem
Roboter befestigt sein, während das Produkt 3 still steht. Über eine
Zufuhreinrichtung 7 wird das viskose Medium mit konstantem Druck der
Auftragvorrichtung 1 zugeführt. Ein Sensor 9 tastet hierbei die
Geschwindigkeit zwischen dem Produkt 3 und der Auftragdüse 2 ab.
Ändert sich die Geschwindigkeit, wird dies von dem Sensor 9 detektiert
und einem Regler 6 zugeführt. Der Regler 6 gibt ausgangsseitig ein
Signal 8 ab, das auf ein Verstellsystem innerhalb der Auftragvorrichtung
1 einwirkt. Das Verstellsystem wird in Fig. 2 näher beschrieben.
Von der Auftragvorrichtung 1 führt eine Verbindung zurück zu dem Regler
6, die den Regelkreis schließt. Bei dem Signal 8 kann es sich um einen
Öl- oder Luftvolumenstrom handeln, wenn ein hydraulisches oder
pneumatisches Verstellsystem eingesetzt wird. Nach Fig. 1 wird der
Regler 6 zusätzlich von einer Steuerung 10 angesteuert. Die Steuerung 10
dient beispielsweise dazu, das Signal 8 in Einzelimpulsen zu verändern
oder zu modulieren. So lassen sich beispielsweise einzelne Klebetropfen
oder ein Strang auftragen, dessen Dicke bzw. Breite periodisch schwankt.
Zusätzlich kann die Steuerung 10, die manuell betätigt oder von einem
Mikroprozessor angesteuert wird, für Testzwecke und zum Einstellen der
Auftragvorrichtung 1 durch Abgabe von Einzelimpulsen herangezogen
werden.
Weiter ist ein Sensor 45 vorgesehen, der die Steuerung 10 ansteuert.
In anderen Ausführungsformen kann der Sensor 45 den Regler 6 direkt
ansteuern. Der Sensor 45 hat die Aufgabe, markante Punkte des Produkts 3
zu detektierten, was beispielhaft durch die Vertiefung 46 dargestellt
ist. Somit läßt sich erreichen, daß nach Ausgleich des Abstandes
zwischen dem Sensor 45 und der Austrittsdüse 2 wesentlich mehr Klebstoff
abgegeben wird, um die Vertiefung 46 aufzufüllen. Mittels des Sensors
45, der die Position und Lage des Produkts detektiert, lassen sich auch
Kanten und problematische Klebebereiche erfassen, die mit mehr oder
weniger Kleber zu versehen sind. Die beiden Sensoren 9, 45 können in
anderen Ausführungsformen auch im Bereich der Austrittsdüse 2 angeordnet
sein, um den Abstand zu vermeiden, der über das Erfassen der
Geschwindigkeit auszugleichen ist, um die Klebepunkte exakt an die
gewünschte Stelle zu setzen.
Fig. 2 zeigt eine Auftragvorrichtung 1 nach der Erfindung im
Längsschnitt. Erfindungswesentlich umfaßt die Auftragvorrichtung 1 ein
Düsensystem, ein Verstellsystem und ein Wegmeßsystem 35, die längs der
Achse 41 hintereinander und teils mechanisch in Reihe geschaltet sind.
Das Wegmeßsystem 35 ist in einem Oberteil 37 untergebracht. Das Oberteil
37 grenzt über ein Dichtteil 38 an ein Verstellkammerteil 39, das das
Verstellsystem aufweist. Weiter grenzt an das Verstellkammerteil 39 ein
Unterteil 40, das das Düsensystem enthält. Das Verstellsystem ist
zwischen dem Wegmeßsystem 35 und dem Düsensystem angeordnet. Die
einzelnen Teile 37, 38, 39, 40, die baulich die drei Systeme aufnehmen,
bilden ein sich längs der Achse 41 erstreckendes stabförmiges Gebilde.
Die Teile 37, 38, 39, 40 sind in nicht näher bezeichneter Weise lösbar
miteinander verschraubt.
Bei dem Wegmeßsystem 35 handelt es sich bevorzugt um berührungslos
arbeitende Sonden, und insbesondere um kapazitive oder induktive
Wegmeßsonden. In Fig. 2 ist ein kapazitives Wegmeßsystem mit einer
Meßplatte 36 dargestellt.
Die Meßplatte 36 ist über ein zapfenförmiges Ende 34 mit einem
Verstellkolben 26 verbunden, der über eine Dichtung 31 in einem Zylinder
32 längs der Achse 41 verschiebbar gelagert ist. Der tellerförmige
Verstellkolben bildet eine verschiebbare Trennwand, die den Zylinder 32
in eine erste und zweite Steuerkammer 29, 30 unterteilt. In der in Fig.
2 gezeigten Stellung ist die zweite Kammer 30 bis auf einen geringen
Spalt verringert, weshalb der Verstellkolben im wesentlichen an das
Dichtteil 38 anstößt und sich in seiner oberen Endposition befindet.
In dieser oberen Endposition weist die Meßplatte 36 den kleinsten Spalt
des kapazitiven Wegmeßsystems auf.
Die erste Kammer 29 weist eine Austrittsöffnung 28 auf, der über einen
Anschluß 27 Öl oder Luft zugeführt wird. Die Zufuhr von Luft oder Öl
über den Anschluß 27 entspricht dem Signal 8 aus Fig. 1. In gleicher
Weise weist die zweite Kammer 30 eine der Austrittsöffnung 28
vergleichbare Austrittsöffnung (nicht dargestellt) auf, die in der Nähe
des Dichtteils 38 liegt und in der in Fig. 2 gezeigten Stellung durch
den Verstellkolben 26 abgedeckt wird. Die obere Austrittsöffnung für die
Kammer 30 weist wiederum einen Anschluß entsprechend dem Anschluß 27
auf, dem wiederum entsprechend dem Signal 8 beispielsweise Öl oder Luft
zugeführt wird. Je nachdem, ob die obere Kammer 30 oder die untere
Kammer 29 aufgefüllt wird, verschiebt sich der Kolben 26 längs der
Längsachse 41. Damit läßt sich der Kolben 26 innerhalb des Verfahrweges
durch den Regler 6 verstellen. Bei dem Regler 6 handelt es sich
bevorzugt um einen Proportionalregler. Das soweit beschriebene
Verstellsystem mit dem Kolben 26 und dem Wegmeßsystem 35 bildet zusammen
mit dem Regler 6 über die Leitung, die das Signal 8 zuführt, einen
funktionell geschlossenen Kreis.
Der Regler 6, der beispielsweise den Kolben 26 in 255 diskreten
Einzelschritten verstellen kann, wird durch den Sensor 9, den Sensor 45
oder die Steuerung 10 als Führungsgrößen angesteuert. Ausgangsgröße des
beschriebenen Regelkreises ist der Hub des Kolbens 26, der mit seinem
vorderen zapfenförmigen Ende 33 über einen Halter 21 mit einem
Dosierkolben 18 des Dosiersystems verbunden ist. Der Dosierkolben 18,
der aufgrund der Hubbewegung des Kolbens 26 längs der Achse 41
verschiebbar ist, wird über einen querliegenden Zylinderstift 23 in dem
hülsenförmigen Halter 21 gehalten. Zum Wechseln des Dosierkolbens 18
wird das Verstellkammerteil 39 von dem Unterteil 40 gelöst und der
freiliegende Zylinderstift 23 durchgestoßen. Im zusammengebauten
Zustand wird der Zylinderstift 23 durch die Wandung der Bohrung des
Unterteils 40 gegen Herausfallen gesichert, in der der Halter 21
längsverschiebbar gelagert ist.
In Richtung der Achse 41 erstreckt sich der zylindrische Dosierkolben 18,
der auch rechteckförmig sein kann, mit seinem freien Ende bis zu
einem Dosierstück 14. Das Dosierstück 14 weist eine Längsbohrung 15 auf,
in der der Dosierkolben entsprechend der Hubbewegung gleiten kann.
Weiter weist das Dosierstück 14 eine Dosierdüse 16 auf, die mit ihrem
Öffnungsquerschnitt parallel zu der Achse 41 liegt und so entsprechend
dem Verfahrweg des Dosierkolbens 18 geöffnet und geschlossen werden
kann. In der in Fig. 2 gezeigten Stellung ist die Dosierdüse 16
voll ständig geöffnet.
Der Dosierdüse 16 wird über eine Eintrittsöffnung 20 das aufzubringende
viskose Medium von der Zufuhreinrichtung 7 (Fig. 1) mit konstantem
Druck zugeführt.
In Fig. 3 ist das Dosierstück 14 mit Blickrichtung in die Dosierdüse 16
dargestellt. Die Dosierdüse 16 besitzt bevorzugt eine dreieckförmige
Gestalt, die sich in Richtung der Austrittsdüse 2 verjüngt. Hierdurch
wird erzielt, daß die Dosierdüse 16 bei der Abwärtsbewegung des
Dosierkolbens 18 verschlossen wird. In anderen Ausführungsformen können
andere Öffnungsformen von Dosierdüsen 16 verwendet werden, so daß bei
der Abwärtsbewegung des Dosierkolbens 18 ein Öffnen und verstärkter
Durchfluß des Mediums erfolgt. Die Bohrung 43 in Fig. 3 kennzeichnet
die schrägliegende Bohrung der Eintrittsöffnung 20 in dem Anschlußstück
17, die wie in dem Anschlußstuck 25 unter einem Winkel zu der Achse 41
stehen. Dementsprechend ergibt sich in der Ansicht in Fig. 3 eine
ellipsenförmige Bohrung 43, die in eine Bohrung 44 mündet, an die in
Strömungsrichtung des Mediums die Dosierdüse 16 anschließt.
Bevorzugt bildet die Vorderkante des Dosierkolbens 18, die an einer
Seite als Scherkante wirkt, einen konkaven Anschnitt 19, um den Übergang
und Durchtritt des Mediums in die Längsbohrung 15 strömungstechnisch zu
erleichtern. In Fig. 2 ist die geschlossene Position, bei der die
Scherkante des Dosierkolbens 18 die Dosierdüse 16 vollkommen
überstrichen hat, strichpunktiert dargestellt.
Das Dosierstück 14 und die Halterung 21 sind bezogen auf die Längsachse
41 verdrehsicher gelagert. Hierzu greift ein Zylinderstift 22 in eine
Vertiefung an der Oberseite des Distanzstückes 14 ein und ein
Zylinderstift 24 sichert über eine Längsnut 42 den Halter 21 gegen
Drehung. Damit wird erreicht, daß der Dosierkolben die in Fig. 2
gezeigte Lage - bezogen auf die Dosierdüse 16 - verdrehungsfrei
einnimmt.
An der Auftragvorrichtung 1 ist im unteren Bereich an dem Unterteil 40
ein Zwischenstück 13 angeschraubt. Das Zwischenstück 13 bildet mit einem
Innenkanal eine Fortführung der Längsbohrung 15, über die das Medium
weiter zu der Austrittsdüse 2 vordringt. Wird das Zwischenstück 13
abgeschraubt, läßt sich das Distanzstück in axialer Richtung nach unten
herausdrücken. Auf diese Weise lassen sich schnell verschiedene
Distanzstücke 14 mit unterschiedlichen Dosierdüsen 16 einsetzen.
Die Austrittsdüse 2 ist über eine Überwurfmutter 12 und eine Dichtung 11
an dem Zwischenstück 13 angeschraubt. In anderen Ausführungsformen kann
das Zwischenstuck 13 auch abgeknickt sein, so daß die Austrittsdüse 2
unter einem Winkel zu der Längsachse 41 steht. Hierbei ist der
Strömungskanal für das Medium so gehalten, daß das Medium leicht
abfließen kann, um Druckstöße auf den Dosierkolben 18 zu vermeiden.
Daher ist es gleichfalls vorteilhaft, das Medium über die
Zufuhreinrichtung 7 mit einem konstanten Druck zuzuführen. Über die
beschriebene Vorrichtung wird der Volumenstrom des Mediums geregelt.
Zeichnungs-Legende
1 Auftragvorrichtung
2 Austrittsdüse
3 Produkt
4 Rollen
5 Pfeilrichtung
6 Regler
7 Zufuhreinrichtung für das Medium
8 Öl- oder Luftvolumenstrom
9 Sensor
10 Steuerung
11 Dichtung
12 Überwurfmutter
13 Zwischenstück
14 Dosierstück
15 Längsbohrung
16 Dosierdüse
17 Anschlußstück
18 Dosierkolben
19 konkaver Anschnitt
20 Eintrittsöffnung
21 Halter
22 Zylinderstift
23 Zylinderstift
24 Zylinderstift
25 Anschlußstück
26 Verstellkolben
27 Anschluß
28 Austrittsöffnung
29 erste Kammer
30 zweite Kammer
31 Dichtung
32 Zylinder
33 vorderes Ende
34 hinteres Ende
35 Wegmeß-System
36 Meßplatte
37 Oberteil
38 Dichtteil
39 Verstellkammer-Teil
40 Unterteil
41 Längsachse
42 Längsnut
43 schräg liegende Bohrung
44 Bohrung
45 Sensor
46 Vertiefung
2 Austrittsdüse
3 Produkt
4 Rollen
5 Pfeilrichtung
6 Regler
7 Zufuhreinrichtung für das Medium
8 Öl- oder Luftvolumenstrom
9 Sensor
10 Steuerung
11 Dichtung
12 Überwurfmutter
13 Zwischenstück
14 Dosierstück
15 Längsbohrung
16 Dosierdüse
17 Anschlußstück
18 Dosierkolben
19 konkaver Anschnitt
20 Eintrittsöffnung
21 Halter
22 Zylinderstift
23 Zylinderstift
24 Zylinderstift
25 Anschlußstück
26 Verstellkolben
27 Anschluß
28 Austrittsöffnung
29 erste Kammer
30 zweite Kammer
31 Dichtung
32 Zylinder
33 vorderes Ende
34 hinteres Ende
35 Wegmeß-System
36 Meßplatte
37 Oberteil
38 Dichtteil
39 Verstellkammer-Teil
40 Unterteil
41 Längsachse
42 Längsnut
43 schräg liegende Bohrung
44 Bohrung
45 Sensor
46 Vertiefung
Claims (24)
1. Regel- und steuerbares Auftragssystem für viskose Medien, das eine
Auftragvorrichtung (1) mit einem Düsensystem, das einen Düsenkolben (18)
und ein Düsenstück (14) mit einer Längsbohrung (15) für den Düsenkolben
(18) und eine Dosierdüse (16) enthält, deren Öffnungsquerschnitt über
Verstellen des Dosierkolbens (18) zur Ausgabe des viskosen Mediums
veränderbar ist und mit einem Verstellsystem, das an dem Dosierkolben
(18) gekoppelt ist,
dadurch gekennzeichnet, daß weiter vorgesehen sind:
- - ein Wegmeßsystem (35), das den Verstellweg des Dosierkolbens (18) detektiert,
- - ein Regler (6), der eingangsseitig mit dem Wegmeßsystem (35) verbunden ist und der ausgangsseitig das Verstellsystem ansteuert und
- - ein Führungsgrößengeber, der den Regler (6) ansteuert.
2. Auftragssystem nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß das Wegmeßsystem (35), das
Verstellsystem und das Dosiersystem baulich in der Auftragvorrichtung
(1) ausgebildet sind.
3. Auftragssystem nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß das Dosiersystem, das Verstellsystem
und das Wegmeßsystem längs einer gemeinsamen Längsachse (41) hinter
einander angeordnet sind.
4. Auftragssystem nach Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, daß das Verstellsystem zwischen dem
Dosiersystem und dem Wegmeßsystem angeordnet ist.
5. Auftragssystem nach Anspruch 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß das Verstellsystem ein
hydraulisches Steuerventil mit einem Verstellkolben (26) ist, der in
einem Zylinder (32) verschiebbar angeordnet zwei Steuerkammern (29, 30)
bildet.
6. Auftragssystem nach Anspruch 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß das Wegmeßsystem (35)
ein beruhrungslos wirkendes System, insbesondere eine induktive oder
kapazitive Wegmeßsonde ist.
7. Auftragssystem nach Anspruch 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß der Dosierkolben (18)
in dem Dosierstück (14), das die Dosierdüse (16) aufweist, längs der
Achse des Dosierkolbens (18) verschiebbar gelagert ist.
8. Auftragssystem nach Anspruch 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die Dosierdüse (16) als Querbohrung in
dem Dosierstück (14) ausgebildet ist, deren Bohrachse senkrecht zu der
Achse des Dosierkolbens (18) liegt.
9. Auftragssystem nach Anspruch 8, dadurch
gekennzeichnet, daß das freie Ende des Dosierkolbens (18),
das die Dosierdüse (16) öffnet und verschließt, einen konkaven Anschnitt
(19) aufweist.
10. Auftragssystem nach Anspruch 7 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß der Dosierkolben (18)
bei Bewegung in Richtung auf die Austrittsdüse (2) die Dosierdüse (16)
verschließt, die vorzugsweise eine dreieckförmige Öffnungsfläche
aufweist.
11. Auftragssystem nach Anspruch 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß der Dosierkolben (18)
über einen Halter (21) mit dem Verstellsystem verbunden ist.
12. Auftragssystem nach Anspruch 11, dadurch
gekennzeichnet, daß der Halter (21) eine hülsenförmige
Gestalt aufweist und der Dosierkolben (18) durch einen einschiebbaren
Zylinderstift (23) in dem Halter (21) befestigt ist.
13. Auftragssystem nach Anspruch 3 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß der Düsenkolben (18)
und das Düsenstück (14) bezogen auf die Achse des Düsenkolbens (18)
verdrehsicher gelagert sind.
14. Auftragssystem nach Anspruch 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, daß der Regler (6) ein
Proportionalventil von vorzugsweise hydraulischer Bauart ist.
15. Auftragssystem nach Anspruch 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, daß der Führungsgrößengeber
einen Sensor (9) aufweist, der die Geschwindigkeit zwischen der
Auftragvorrichtung (1) und einem Produkt (3) detektiert, daß mit dem
viskosen Medium zu beschichten ist.
16. Auftragssystem nach Anspruch 1 bis 15,
dadurch gekennzeichnet, daß der
Führungsgrößengeber eine Steuerung (10) aufweist, die den Regler (6)
moduliert oder zusätzlich impulsförmig ansteuert.
17. Auftragssystem nach Anspruch 1 bis 16,
dadurch gekennzeichnet, daß der
Führungsgrößengeber zusätzlich einen Sensor (45) aufweist, der die
Position des Produktes (3), bezogen auf die Austrittsdüse (2),
detektiert.
18. Auftragssystem nach Anspruch 15 bis 17,
dadurch gekennzeichnet, daß die Sensoren (9, 45) an
der Auftragvorrichtung (1), insbesondere im Bereich der Austrittsdüse
(2), angeordnet sind.
19. Auftragssystem nach Anspruch 1 bis 18,
dadurch gekennzeichnet, daß der Regler (6) das
Verstellsystem in diskreten Schritten, vorzugsweise mit 255 Schritten,
ansteuert.
20. Auftragssystem nach Anspruch 4 bis 19,
dadurch gekennzeichnet, daß die Auftragvorrichtung
(1) aus einem Oberteil (37), das das Wegmeßsystem (35) aufweist aus
einem Ventilkammerteil (39), das das Verstellsystem aufweist und aus
einem Unterteil (40) besteht, das das Dosiersystem aufweist, wobei das
Oberteil (37), das Ventilkammerteil (39) und das Unterteil (40)
miteinander lösbar verschraubt sind.
21. Auftragssystem nach Anspruch 20,
dadurch gekennzeichnet, daß an dem Unterteil (40)
ein Zwischenstück (13) mit einer Längsbohrung zum Durchtritt des Mediums
angeschraubt ist, daß die Austrittsdüse (2) trägt und das Dosierstück
(14) in dem Unterteil (40) in Richtung der Achse des Dosierkolbens (18)
sichert.
22. Auftragssystem nach Anspruch 21,
dadurch gekennzeichnet, daß das Zwischenstück (13)
die Austrittsdüse (2) in einem Winkel zu der Achse (41) der
Auftragvorrichtung (1) anordnet.
23. Auftragssystem nach Anspruch 20,
dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Oberteil
(37) und dem Ventilkammerteil (39) ein Dichtteil (38) angeordnet ist.
24. Auftragssystem nach Anspruch 1 bis 23,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Zufuhreinrichtung
(7) vorgesehen ist, die das viskose Medium mit einem konstanten Druck zu
der Dosierdüse (16) zuführt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4220048A DE4220048A1 (de) | 1992-06-19 | 1992-06-19 | Regel- und steuerbares Auftragssystem für viskose Medien |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4220048A DE4220048A1 (de) | 1992-06-19 | 1992-06-19 | Regel- und steuerbares Auftragssystem für viskose Medien |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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