DE4219164A1 - Verfahren und Vorrichtung zur Aufwandsminimierung von Anlagen zum Reinigen von und/oder Rückgewinnen von Wärme aus Abgasen und/oder Abwässern oder dergleichen Prozeßfluida - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Aufwandsminimierung von Anlagen zum Reinigen von und/oder Rückgewinnen von Wärme aus Abgasen und/oder Abwässern oder dergleichen ProzeßfluidaInfo
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Description
Viele Industriezweige geben Abgase bzw. Abwässer ab, welche
die Umwelt zumindest belästigen. Solche Abgase und/oder Ab
wässer werden im folgenden als "Prozeßfluida" bezeichnet, da
sie sich aus Bearbeitungs- oder Arbeitsprozessen bestimmter
Vorrichtungen ergeben. Beispiele solcher Industrien und Pro
zesse sind Lackierungsanlagen mit vielen einzelnen Sprühka
binen und Öfen, Textilveredelungsbetriebe mit einer Mehrzahl
von Spannrahmen, Dämpfern und Kondensierungsmaschinen, Be
schichtungsanlagen für Latex, PVC und dergleichen in der Fuß
boden- und Wandbelagherstellung, Druckereien, Textil- und Pa
pierverarbeitungsanlagen, Trocknungs- und Aushärtungsöfen, Wä
schereiindustrie mit einzelnen Reinigungsanlagen, Trocknern und
dergleichen, Gießereien usw.
Es ist bekannt, jede einzelne solcher Verunreinigungen bzw.
wärmeerzeugenden Vorrichtungen mit einer Reinigungseinrich
tung oder Wärmerückgewinnungseinrichtung zu versehen, obwohl die
Vorrichtungen wegen Umrüst- und anderen Stillstandszeiten oft
nur zu etwa 30-80% der gesamten Betriebszeit ausgenutzt werden.
Die Anschaffungs- und Betriebskosten sind dabei allerdings sehr
hoch. Um diese Kosten zu begrenzen, muß man Einschränkungen in
der produktionstechnischen Flexibilität akzeptieren, indem
man nur gewisse Maschinen mit Reinigungsanlagen ausstattet
und die Waren/Prozesse, die die schwierigsten Emissionen ver
ursachen, auf diesen mit Reinigungsvorrichtungen versehenen
Maschinen fährt.
Darüber hinaus ist es auch bekannt, Prozeßfluida verschiede
ner solcher Vorrichtungen zusammenzuführen und in einer ge
meinsamen Zentralanlage zu reinigen bzw. deren Wärme dort rück
zugewinnen. Hierdurch können zwar die Anschaffungs- und Unter
haltskosten der zahlreichen einzelnen Reinigungs-/Wärmerück
gewinnungs-Vorrichtungen vermieden werden, die Zentralanlage
wird jedoch auf den maximalen Anfall von Prozeßfluida aus al
len angeschlossenen Vorrichtungen gleichzeitig ausgelegt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein solches Verfah
ren bzw. eine solche Vorrichtung mit einfachen Mitteln dahin
gehend zu optimieren, daß mit geringeren Anschaffungs- und
ggf. Betriebs- und Unterhaltskosten eine noch vertretbare Rei
nigung und/oder Wärmerückgewinnung möglich ist.
Die Erfindung ist in den Patentansprüchen 1 und 8 gekennzeich
net und in Unteransprüchen sind bevorzugte Ausbildungen der
selben beansprucht. Auch anhand der folgenden Beschreibung
und Zeichnung werden bevorzugte Ausbildungen der Erfindung
noch erläutert.
Es hat sich gezeigt, daß die Erfindung eine wesentliche Ver
minderung der Anschaffungs- und Unterhaltskosten einer sol
chen Zentralanlage verursacht, ohne daß ein nennenswerter Ver
lust an bearbeitungs- oder verarbeitungstechnischer, d. h. pro
duktionstechnischer Flexibilität entsteht. Dabei wird die Ka
pazität der Zentralanlage zweckmäßigerweise aufgrund statis
tischer/ökonomischer Berechnungen gewählt und kann daher erheblich
kleiner als dann ausgelegt werden, wenn die Zentralanlage auf
die Gesamtkapazität aller gleichzeitig wirksamen Vorrichtungen,
die an die Zentralanlage angeschlossen sind, ausgelegt ist. Es
hat sich nämlich gezeigt, daß dann, wenn die gemeinsame Zen
tralanlage auf den maximalen Anfall von Prozeßfluida ausgelegt
wird, die Zentralanlage durch Stillstands- und Umrüstzeiten
der einzelnen Maschinen nur sehr selten voll belastet und daher
üblicherweise völlig überdimensioniert ist, was wegen der hohen
Anschaffungskosten unwirtschaftlich ist. Durch die Erfindung kann
dagegen eine gleichmäßige Auslastung der Zentralanlage erreicht
werden, was besonders in Verknüpfung mit Wärmerückgewinnung
ökonomisch günstig ist.
Bei der Erfindung wird die Belastung der Zentralanlage ermittelt
und mit einem Belastungs-Grenzwert verglichen. Bei Überschrei
ten des Belastungs-Grenzwerts wird die Menge von Prozeßfluidum
mindestens einer angeschlossenen Vorrichtung zur Zentralanlage
zumindest so weit gedrosselt, daß der Belastungs-Grenzwert
nicht mehr überschritten wird. Der Belastungs-Grenzwert kann
die maximale Kapazität der Zentralanlage, aber auch ein an
derer niedrigerer Zwischenwert sein.
Es empfiehlt sich, die Zuordnung von Prozeßfluida zur Zentral
anlage nach Gewichtungsfaktoren vorzunehmen, die vom Verschmut
zungsgrad und/oder dem Wärmeinhalt jedes der Prozeßfluida ab
hängen. Bei Überschreiten des Belastungs-Grenzwerts empfiehlt
es sich dann, diejenigen Prozeßfluida teilweise oder ganz vom
Zustrom zur Zentralanlage abzuschalten, welche den geringsten
Beitrag an der Verschmutzung und den geringsten Wärmeinhalt
aufweisen. Bleibt der Verschmutzungsgrad bzw. die Wärmerück
gewinnung verhältnismäßig niedrig, kann das betreffende Pro
zeßfluidum unter Umgehung der Zentralanlage abgegeben werden,
da eine Reinigung überflüssig ist bzw. eine Wärmerückgewinnung
sich nicht rentiert. Überschreitet der Verschmutzungsgrad je
doch noch einen zulässigen, beispielweise gesetzlichen Wert,
dann wird die betreffende Vorrichtung entweder zurück oder
vorübergehend ganz ausgeschaltet, bis der Belastungs-Grenzwert
der Zentralanlage wieder genügend weit unterschritten ist.
In Sonderfällen kann auch die eine oder andere Vorrichtung
mit eigenen kleinen Reinigungsvorrichtungen und/oder Wärme
tauschern ausgerüstet werden, falls ein nur eingeschränkter
oder ganz abgeschalteter Betrieb nicht vertretbar ist. Die
vorliegende Patentanmeldung betrifft daher ein Verfahren und
eine Vorrichtung, die es ermöglichen, die hohen Investitions
kosten, die schlechte Kapitalnützung und die wärmetechnische
Suboptimierung - die sich bei Verwendung einer Vielzahl von
individuellen Reinigungs- und Rückgewinnungsanlagen ergeben -
zu vermeiden, und zwar ohne nennenswerten Verlust an produktions
technischer Flexibilität.
Es kann sich auch empfehlen, das Überschreiten des Belastungs
grenzwerts optisch und/oder akustisch anzuzeigen, insbeson
dere einen Alarm auszulösen, so daß der Betriebsleiter über
die Sondersituation informiert wird und ggf. manuell in das
Gesamtsystem eingreifen kann.
Die Zuordnung der individuellen verschmutzten und/oder erhitzten
Prozeßfluida zur Zentralanlage erfolgt bevorzugt mittels Zwei-
Parameter-Prioritäten-Algorithmen, bei denen der Verschmut
zungsgrad einen Parameter und der Wärmeinhalt einen anderen
Parameter des Prozeßfluidums darstellt. Die schmutzigsten bzw.
energiereichsten Prozeßfluida werden der Zentralanlage dann
mit Vorrang zugeführt.
Der Verschmutzungsgrad ci ist z. B. der Anteil der Verschmutzung
(in mg) an einer bestimmten Menge (z. B. m3 des betreffenden
Prozeßfluidums. Solche Verschmutzungen können Kohlenwasser
stoffe, wie Lösungsmittel, Formaldehyd, Isocyanat und derglei
chen, bei gasförmigen Prozeßfluida, wie Abgasen, sein, während
bei flüssigen Prozeßfluida, wie Abwässern, der Verschmutzungs
grad in mg/l von CSB oder BSB bemessen sein kann. Ist der Ver
schmutzungsgrad ci größer als ein Verschmutzungs-Grenzwert
cgi, dann kann die Menge i des betreffenden Prozeßfluidums
als Gewichtungsfaktor benutzt werden, so daß eine Prioritäts
ordnung nach i·(ci-cgi) erfolgt, wobei Prozeßfluida, deren
i·(ci-cgi) größer ist, der Vorrang bei der Reinigung ein
geräumt wird. Wird zufälligerweise die installierte Kapazität ,
d. h. der Belastungs-Grenzwert g der Zentralanlage überschritten,
weil die Gesamtbelastung Σi zu groß ist, wird ein Teil der
angeschlossenen Vorrichtungen gemäß deren geringstem Beitrag an
zu reinigendem Prozeßfluidum bzw. zu kühlendem Prozeßfluidum
abgeschaltet und wird zweckmäßigerweise Alarm ausgelöst. Bei An
näherung an den Belastungs-Grenzwert empfiehlt es sich, einen
Voralarm auszulösen, so daß werksseitig bereits Vorkehrungen
getroffen werden können, damit eine evtl. Abschaltung einzel
ner Vorrichtungen nicht zu erheblichen Nachteilen führt.
Anhand der Zeichnung wird ein Ausführungsbeispiel für die Er
findung erläutert. Dabei sind die durchgezogenen Linien prozeß
fluidumführende Leitungen, unterbrochene Linienzüge Steuer
leitungen und mit Doppelpunkten unterbrochene Linien solche
Leitungen, welche Meßdaten von Fühlern leiten.
In den einzelnen Vorrichtungen V1-V5 werden insbesondere
heiße und verschmutzte Abgase (hierunter ist auch verschmutzte
Abluft zu verstehen) erzeugt, deren Verschmutzungsgrad ci
und Temperatur Ti ist und die in einer Menge i nicht immer
konstant, sondern in mehrmals täglich wechselnden Mengen, Tempe
raturen und Verschmutzungen anfallen. Der Index "i" entspricht
der jeweiligen Zahl 1-5 der nach diesem Beispiel beteiligten
Vorrichtungen. Die einzelnen Ableitungen Ab1-Ab5 von den Vor
richtungen V1-V5 führen zu einer gemeinsamen Zuleitung Zu zu
der gemeinsamen Zentralanlage ZA, können aber auch über bei
spielsweise Dachklappen DKL1-DKL5 unmittelbar zur Atmosphäre
führen. Die Dachklappen DKL sind über Klappensteuerungen
D1-D5 steuerbar von einer völlig abgeschalteten bis zu einer völlig
geöffneten Stellung. Umgekehrt können auch die Reinigungs-/
Rückgewinnungsklappen RKL1-RKL5 den Durchstrom von Prozeßfluidum
von der betreffenden Ableitung Ab zur gemeinsamen Zuleitung Zu
steuern. Die Steuerung kann kontinuierlich oder stufenförmig,
manuell oder gemäß der Zeichnung durch Steuerbefehle erfolgen,
welche über die unterbrochenen Linien von entsprechenden An
schlüssen 1-5 der Steuervorrichtung St ausgehen. Diese wird
von einer Datenverarbeitungsanlage DV gesteuert, die einerseits
von Ausgangswerten des Druckfühlers P in der Zuleitung Zu und
andererseits von den Ausgangswerten der Fühler F1-F5 abhängen,
welche an die Eingangsanschlüsse 1-5 durch die mit Doppelpunkten
unterbrochenen Linienzüge geführt sind. Hierdurch sind die
Verschmutzungsgrade ci, die Temperaturen Ti bzw. Wärmeinhalte
Cpi×TTi und die Mengen i der zugeleiteten Prozeßfluida
auswertbar.
In der Zentralanlage ZA befindet sich eine Kühl- und Konden
sationsstufe 10, ein Naßwäscher 11 und ein Tropfen- und Aero
solabscheider 12, von dem aus die gereinigte und gekühlte Pro
zeßfluida über den Abluftventilator 13 ins Freie gelangen.
VL ist der Vorlauf und RL der Rücklauf des durch die Pumpen
P1, P2 in die Kühlungsvorrichtung 10 bzw. in den Naßwäscher
11 geleiteten Mediums.
An die Steuereinrichtung St (oder auch unmittelbar an die Da
tenverarbeitungsanlage DV) ist eine Alarmeinrichtung A ange
schlossen.
Die installierte Kapazität der Zentralanlage ZA ist erheblich
kleiner als die maximal auftretende Gesamtmenge Σi aller
von den Vorrichtungen V1-V5 gleichzeitig maximal auf treten
den Prozeßfluida; sie beträgt zweckmäßigerweise zwischen 50
und 80% der maximalen Kapazität, da erfahrungsgemäß nur äußerst
selten alle Vorrichtungen V1-V5 gleichzeitig in Funktion
mit allzu verschmutzten Fluida sind. Durch die Wärmerückgewinnung
erhält der Vorlauf VL eine höhere Temperatur als der Rücklauf RL,
so daß die zurückgewonnene Wärme wieder zu Heizzwecken ver
wendet werden kann, beispielsweise zur Erwärmung von Prozeßbrauch
waser, Kesselspeisewaser, Prozeßzuluft, Ventilationszuluft
etc. in der Fabrik, wobei die Erwärmung von Fluida zu den wär
meabgebenden Maschinen V1-V5 einen Teil der Wärmewiederver
wendung darstellen kann.
Die Wärme, die vom Wärmeträgermedium auf genommen wird, kann also
im Sinne eines Fernheizungssystems an verschiedenen Stellen
der Fabrik und für verschiedene Zwecke (Brauchwassererwärmung,
Prozeßzulufterwärmung, Speisewassererwärmung, Hallenheizung,
etc.) wie oben erwähnt verwendet werden.
Die Vorrichtungen V1-V5 werden unabhängig benutzt und haben
verschiedene Stillstands-/Umrüstungszeiten. Die effektive Be
triebszeit einer Maschine, auf Dreischichtbetrieb (24 h/Tag)
bezogen, ist z. B. 30-80 Prozent (verändert sich von Tag zu
Tag).
Es empfiehlt sich, in der Zentralanlage ZA Reinigungs- bzw.
Wärmerückgewinnungsvorrichtungen nach Art der deutschen Pa
tentanmeldungen P 31 52 371.4, P 31 52 372.2 und P 31 52 439.7
bzw. der europäischen Patentanmeldung 8 48 50 026.0 zu verwen
den, um die Reinigungs-/Rückgewinnungsfunktion noch weiter zu
begünstigen.
Um einen Stau in der Zuleitung Zu zu vermeiden, soll an der
Meßstelle des Druckfühlers P stets ein bestimmter Unterdruck
herrschen, damit der vollständige Abtransport von Prozeßfluida
durch die Zentralanlage stattfindet. Der sich beim Druckmesser
P ergebende Druck ist von der Menge Σi der zuströmenden Pro
zeßfluida einerseits und der Kapazität der Zentralanlage ZA
andererseits abhängig. Der Unterschied zwischen dem Ist-Wert
dieses Druckes und einem Soll-Wert desselben kann der Daten
verarbeitungsanlage DV zugeleitet werden oder der Ist-Wert
des Druckes wird allein dorthin gelenkt, um dort mit einem Druck-
Sollwert verglichen zu werden.
Solange der Ist-Wert des Druckes geringer ist als der Soll-Wert,
werden alle der Zuleitung Zu über die Ableitungen Ab1-Ab5
zugeleiteten Prozeßfluida durch die Zentralanlage ZA geleitet.
Wird ein höherer Ist-Wert des Druckes als dessen Soll-Wert
festgestellt, findet neben einer Alarmanzeige auf manuellem oder
automatisch instrumentellem Wege eine wenigstens teilweise
Abschaltung bestimmter der Vorrichtungen V1-V5 statt. Die
Auswahl erfolgt in Abhängigkeit von den durch die Fühler F1-F5
ermittelten Werten. So können Rechner in der Datenverarbeitungs
anlage DV Berechnungen der Größen
i·(ci-cgi) bzw.
Σi·Ti·cpi
vornehmen. Ist der Ist-Wert des Druckes größer als dessen Soll- Wert, was gleichbedeutend ist mit
Σi<
dann wird der Druck am Druckmesser P entlastet durch entweder teilweises öffnen bestimmter Dachklappen DKL1-DKL5 und/oder durch Drosseln oder gar Abstellen bestimmter Vorrichtungen V1-V5 und zwar derjenigen mit den geringsten Werten i·(ci-cgi).
i·(ci-cgi) bzw.
Σi·Ti·cpi
vornehmen. Ist der Ist-Wert des Druckes größer als dessen Soll- Wert, was gleichbedeutend ist mit
Σi<
dann wird der Druck am Druckmesser P entlastet durch entweder teilweises öffnen bestimmter Dachklappen DKL1-DKL5 und/oder durch Drosseln oder gar Abstellen bestimmter Vorrichtungen V1-V5 und zwar derjenigen mit den geringsten Werten i·(ci-cgi).
Im entgegengesetzten Fall können auch leicht verschmutzte Pro
zeßfluida, für die ci cgi gilt, der Zentalanlage ZA zuge
führt werden, wobei Prozeßfluidumströmen mit dem höchsten Wert
i·Ti·cpi Vorrang eingeräumt wird, bis Dist = Dsoll
erreicht ist.
Zwischen diesen Extremfällen sind im Rahmen der Erfindung auch
Zwischenlösungen möglich. So kann statt der Messung von Qi, Ti
und ci auch ein zehnstelliger Schalter für jede dieser Größen
verwendet werden, wobei Erfahrungswerte für die jeweils durch
geführten Prozesse eingespeichert werden, wodurch eine voll
automatische Steuerung ohne die genannten Messungen möglich
ist.
Für die praktische Durchführung der Zweiparametersteuerung
werden die Vorrichtungen V1-V5 mittels der Datenverarbei
tungseinheit DV in zwei Gruppen eingeteilt, wobei die Maschi
nen, deren Verschmutzungsniveau einen z. B. gesetzlich vorgege
benen Grenzwert cgi überschreitet, der Gruppe I zugeordnet
werden. Die übrigen Vorrichtungen werden der Gruppe II zuge
ordnet.
Die oben beschriebenen Steuerungsfunktionen können in einem
Steuerungsalgorithmus gemäß dem folgenden Diagramm zusammenge
faßt werden:
Claims (8)
1. Verfahren zum Reinigen von und/oder Rückgewinnen von Wärme
aus Abgasen und/oder Abwässern oder dergleichen Prozeßfluida
von mehreren solche Prozeßfluida erzeugenden Vorrichtungen
(V), bei dem die Prozeßfluida mehrerer Vorrichtungen (V)
zusammengeführt und die zusammengeführten Prozeßfluida in
einer gemeinsamen Zentralanlage (ZA) gereinigt und/oder
von Wärmeenergie entlastet werden,
dadurch gekennzeichnet,
- a) daß die Belastung (Σi) der Zentralanlage (ZA) an Pro zeßfluida ermittelt und
- b) mit einem Belastungs-Grenzweft (g) verglichen wird und
- c) daß bei Überschreiten des Belastungs-Grenzwerts (g) die Menge (i) von Prozeßfluidum mindestens einer Vor richtung (V) zur Zentralanlage (ZA) zumindest so weit gedrosselte wird, daß der Belastungs-Grenzwert (g) nicht mehr überschritten wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Verschmutzungsgrad (ci) und/oder die Wärme (Ti)
jedes der Prozeßfluida ermittelt und mit je einem Vergleichs
wert verglichen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Drosselung des Zustroms von Prozeßfluidum zur Zen
tralanlage (ZA) nach einem Gewichtungsfaktor erfolgt, der
von der Gesamtverschmutzungsmenge bzw. Gesamtwärmemenge
der einzelnen Prozeßfluida, bezogen auf die Gesamtmenge
bzw. Belastung (Σi) der der Zentralanlage (ZA) zugeführ
ten Prozeßfluida abhängt, und daß das Prozeßfluidum bzw.
die Prozeßfluida zumindest gedrosselt wird/werden, welche(s)
die geringste Gesamtverschmutzungsmenge (ci·i) bzw. Ge
samtwärmemenge (Ti·i) aufweist.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß diejenige Vorrichtung (V) zumindest vorübergehend still
gelegt wird, von welcher kein Prozeßfluidum zur Zentralan
lage (ZA) gelangen soll.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß Prozeßfluida derjenigen Vorrichtungen (V) zumindest
vorübergehend an der Zentralanlage (ZA) vorbeigeleitet
werden, welche den geringsten Verschmutzungsgrad bzw.
Wärmeinhalt aufweisen.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß Prozeßfluida erst über eine Reinigungsvorrichtung bzw.
Wärmerückgewinnungsvorrichtung zumindest teilweise gerei
nigt bzw. gekühlt werden, ehe sie in die Zentralanlage
(ZA) geleitet werden.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei Überschreiten des Belastungs-Grenzwerts (g) ein
optischer und/oder akustischer Alarm ausgelöst wird.
8. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem oder
mehreren der vorhergehenden Ansprüche mit je einer Ablei
tung (Ab) von Prozeßfluidum von jeder Vorrichtung (V) und
mit einer Zuleitung (Zu) für zusammengeführte Prozeßfluida
zur Zentralanlage (ZA),
dadurch gekennzeichnet,
daß jede einzelne Ableitung (Ab) je einen Fühler (F) für
den Verschmutzungsgrad bzw. die Wärme aufweist und jeder
Fühler (F) zur Übertragung von Meßdaten mit einer Daten
verarbeitungsanlage (DV) verbunden ist, daß die Zuleitung
(Zu) zur Zentralanlage (ZA) einen Druckfühler (P) oder
Mengenmesser aufweist, der mit der Datenverarbeitungsanlage
(DV) in Datenübertragungsverbindung steht, daß die Daten
verarbeitungsanlage (DV) einen Rechner aufweist, der eine
Gewichtung der von den Fühlern (F) eintreffenden Meßdaten
nach dem Verschmutzungsgrad (ci), der Wärme (Ti) und/oder
der Menge (i) des betreffenden Prozeßfluidums vornimmt,
und daß die Datenverarbeitungsanlage (DV) eine Steuervor
richtung (St) betätigt, welche die Abgabe von Prozeßfluidum
der Vorrichtungen (V) zur Zuleitung (Zu) zur Zentralanlage
(ZA) und/oder den Betrieb der Vorrichtungen (V) steuert.
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| DE4219164A DE4219164A1 (de) | 1992-06-11 | 1992-06-11 | Verfahren und Vorrichtung zur Aufwandsminimierung von Anlagen zum Reinigen von und/oder Rückgewinnen von Wärme aus Abgasen und/oder Abwässern oder dergleichen Prozeßfluida |
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| DE4219164A DE4219164A1 (de) | 1992-06-11 | 1992-06-11 | Verfahren und Vorrichtung zur Aufwandsminimierung von Anlagen zum Reinigen von und/oder Rückgewinnen von Wärme aus Abgasen und/oder Abwässern oder dergleichen Prozeßfluida |
Publications (1)
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|---|---|
| DE4219164A1 true DE4219164A1 (de) | 1993-12-16 |
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Family Applications (1)
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| DE4219164A Ceased DE4219164A1 (de) | 1992-06-11 | 1992-06-11 | Verfahren und Vorrichtung zur Aufwandsminimierung von Anlagen zum Reinigen von und/oder Rückgewinnen von Wärme aus Abgasen und/oder Abwässern oder dergleichen Prozeßfluida |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4219164A1 (de) |
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| EP0215966A1 (de) * | 1985-09-12 | 1987-04-01 | Klemens Waterkotte | Wärmerückgewinnungsanlage |
| US4680941A (en) * | 1986-05-21 | 1987-07-21 | Richardson Elvet M | Waste heating recovery system |
| EP0476201A1 (de) * | 1990-09-17 | 1992-03-25 | Miriam S. Mozes | Verfahren zur Kontrolle von Säuregasenemissionen in Kraftwerkabgasen |
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1992
- 1992-06-11 DE DE4219164A patent/DE4219164A1/de not_active Ceased
Patent Citations (5)
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