DE4203541B4 - Anfahrhilfe für eine fluidbetätigte Bremsvorrichtung eines Fahrzeuges - Google Patents
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Abstract
Anfahrhilfe
für eine
fluidbetätigte Bremsvorrichtung
eines Fahrzeuges, mit einem Betriebsbremsventil, mit einem Sperrventil
und mit wenigstens einem Radbremszylinder, dadurch gekennzeichnet,
dass zum wenigstens annähernden
Konstanthalten des bei Fahrzeugstillstand eingestellten Bremsdruckes
im Bremskreis Drucküberwachungsglieder
(4, 7, 9) und Druckmittelnachfüllglieder
(1, 10, 11) angeordnet sind, wobei die Drucküberwachungsglieder einen Drucksensor
(7) aufweisen, der im Bremskreis zwischen dem Sperrventil (2) und dem
Radbremszylinder (3) angeordnet ist, wobei der Drucksensor (7) mit
einem Steuerglied (9) und einem Nachspeiseventil (10) verbunden
ist, dessen Druckleitung (6) mit dem Bremskreis in Verbindung steht.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Anfahrhilfe für eine fluidbetätigte Bremsvorrichtung eines Fahrzeuges, mit einem Betriebsbremsventil, mit einem Sperrventil und mit wenigstens einem Radbremszylinder.
- Eine Anfahrhilfe dieser Art ist z. B. in der
DE 34 25 956 C2 beschrieben. - Durch eine derartige Anfahrhilfe wird das Anfahren von Kraftfahrzeugen ohne Benutzung der Feststellbremse erleichtert. Durch ein Speichern bzw. Absperren des eingestellten Bremsdruckes, welcher durch die Stellung des Gaspedals oder über die Position der Kupplung beim Anfahren wieder abgebaut wird, ist ein Anfahren an Steigungen ohne Zurückrollen des Fahrzeuges möglich.
- Aus der
DE 35 40 305 A1 ist eine Steuerschaltung bekannt geworden, die den automatischen Betrieb einer Bremssteuervorrichtung, der dazugehörigen Relais, Lampen und anderer Bauelemente, die unter verschiedenen Arbeitsbedingungen unterschiedlich betrieben werden, beispielsweise beim Bremsen während der Fahrt, beim Bremsen zum Anhalten, bei der Freigabe des Bremspedals nach dem Bremsen, beim Starten, beim Parken nach einem Bremsvorgang und einem Betrieb, wenn das Fahrzeug im halbautomatischen Betrieb anhält, gestattet. - Die
DE 32 05 846 C2 zeigt eine Fahrzeugbremsanlage, mit der adaptiv eine Bremsung vorgenommen werden kann. Damit soll also ein sich bewegendes Fahrzeug zum Stillstand gebracht werden. - Ein Nachteil der bekannten Anfahrhilfen liegt jedoch darin, dass sich bei Leckagen im Bremskeis das ursprünglich gespeicherte Bremsmoment aufgrund eines abfallenden Bremsdruckes reduziert. Dies kann insbesondere bei einem längeren Stillstand zum ungewollten Wegrollen des Fahrzeuges führen, was bei unbeaufsichtigten Fahrzeugen ein erhebliches Unfallrisiko darstellt, wenn z. B. der Fahrer vergessen hat, das Fahrzeug auf andere Weise zu sichern.
- Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Anfahrhilfe der eingangs erwähnten Art derart zu verbesern, dass es nicht zu einem ungewollten Zurückrollen des Fahrzeuges kommen kann bzw. dass sichergestellt ist, dass das Fahrzeug in seiner Halteposition verbleibt.
- Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die im Anspruch 1 genannten Merkmale gelöst.
- Erfindungsgemäß wird nun dafür gesorgt, dass der ursprünglich eingestellte Bremsdruck, der zum Halten an der entsprechenden Steigung erforderlich ist, aufrechterhalten bleibt. Dies bedeutet, eventuelle Leckagen können ausgeglichen werden, wodurch es nicht zu einem abfallenden Bremsdruck und damit zu einem ungewollten Wegrollen des Fahrzeuges kommen kann.
- Wenn der ursprünglich eingestellte Druck abfällt, ist es lediglich erforderlich, in einfacher Weise durch Druckmittelnachfüliglieder dafür zu sorgen, dass automatisch der Druck entsprechend erhöht wird, ohne dass der Fahrer eingreifen muß.
- Drucküberwachungs- und/oder Druckmittelnachfüllglieder sind zwischen dem Sperrventil und dem Radbremszylinder angeordnet. Die Druckmittelnachfüllglieder weisen einen Drucksensor auf der im Bremskreis zwischen dem Sperrventil und dem Radbremszylinder angeordnet ist, wobei der Drucksensor mit einem Steuerglied und einem Nachspeiseventil verbunden ist, dessen Druckleitung mit dem Bremskreis in Verbindung steht.
- Durch den Drucksensor wird der bei Fahrzeugstillstand auftretende Bremsdruck, das ist der ursprünglich eingestellte Druck, mit dem das Fahrzeug zum Stillstand gebracht wurde, dem Steuerglied mitgeteilt. Dieser Druck wird dann bei Druckverlust im Bremskreis durch Zuschalten eines Nachspeiseventils konstant gehalten.
- Das Steuerglied kann dabei bevorzugt als ein an sich bekanntes μP-Steuerglied (Mikrocomputer-Steuerglied) ausgebildet sein.
- Nachfolgend ist anhand der Zeichnung ein Ausführungsbeispiel der Erfindung prinzipmäßig beschrieben.
- Die einzige Figur zeigt die erfindungsgemäße Anfahrhilfe mit einem Drucksensor und einem Nachspeiseventil.
- Da grundsätzlich Aufbau und Funktionsweise einer Anfahrhilfe allgemein bekannt sind, werden nachfolgend nur die für die Erfindung wesentlichen Teile näher beschrieben.
- Gemäß dem Ausführungsbeispiel nach der einzigen Figur weist die Anfahrhilfe ein nach einem üblichen Betriebsbremsventil
1 im Bremskreis angeordnetes Sperrventil2 auf, mit einem parallel dazu in Entlüftungsrichtung sperrenden Rückschlagventil15 , an das sich ein Radbremszylinder3 anschließt. In die Druckleitung5 zwischen dem Sperrventil2 und dem bzw. den Radbremszylindern(n)3 mündet eine Druckleitung6 , in der ein Drucksensor7 angeordnet ist. Der Drucksensor7 ist zusätzlich über eine Steuerleitung8 mit einem Steuerglied9 verbunden, das als μP-Steuerglied ausgebildet ist. In der Druckleitung6 ist weiterhin ein Nachspeiseventil10 angeordnet, das eingangsseitig mit einem Druckmittelbehälter11 verbunden ist, der im allgemeinen bei schweren Lastkraftwagen ein Druckluftbehälter ist. Bei Verwendung von Öl als Bremsmittel würde sich selbstverständlich an dieser Stelle statt einem Luftbehälter ein Öldruckspeicher befinden. - Die Anfahrhilfe funktioniert auf folgende Weise:
Das Sperrventil2 ist in Sperrstellung gezeichnet. Im Normalbetrieb ist es auf "Durchgang" geschaltet und der durch einen Druck auf das Fußbremspedal erzeugte Druck wirkt über die Druckleitung5 auf den bzw. die Radbremszylinder3 . Damit das Sperrventil2 in die gezeichnete Position gelangt und damit die Vorrichtung als Anfahrhilfe wirkt, müssen verschiedene Bedingungen erfüllt sein, wie z. B. Stillstand des Fahrzeuges und eine bereits vorangegangene Aktivierung der Bremse. Die Bedingungen werden entsprechend in dem Steuerglied9 überprüft und das Sperrventil2 wird über eine Steuerleitung12 angesteuert und, wenn die entsprechenden Voraussetzungen gegeben sind, in Sperrstellung gebracht. Damit ist der über das Rückschlagventil15 eingespeiste Bremsdruck zwischen dem Sperrventil2 und dem Radbremszylinder3 "eingesperrt" und der Fahrer kann den Fuß vom Bremspedal nehmen, während der Radbremszylinder3 weiterhin betätigt ist. - Sobald der Druck p2 zwischen dem Sperrventil
2 und dem Radbremszylinder3 unter den ursprünglich eingestellten Druck abfällt, spricht der Drucksensor7 an. Über das Steuerglied9 und eine damit verbundene Steuerleitung13 , die zu dem Nachspeiseventil10 führt, wird dieses aus der dargestellten Sperrposition in die Nachfüllposition geschaltet, wobei Druckluft au dem Druckmittelbehälter11 in die Druckleitung6 und damit auch die Druckleitung5 eingebracht wird. -
- 1
- Betriebsbremsventil
- 2
- Sperrventil
- 3
- Radbremszylinder
- 5
- Druckleitung
- 6
- Druckleitung
- 7
- Drucksensor
- 8
- Steuerleitung
- 9
- Steuerglied
- 10
- Nachspeiseventil
- 11
- Druckmittelbehälter
- 12
- Steuerleitung
- 13
- Steuerleitung
- 15
- Rückschlagventil
Claims (2)
- Anfahrhilfe für eine fluidbetätigte Bremsvorrichtung eines Fahrzeuges, mit einem Betriebsbremsventil, mit einem Sperrventil und mit wenigstens einem Radbremszylinder, dadurch gekennzeichnet, dass zum wenigstens annähernden Konstanthalten des bei Fahrzeugstillstand eingestellten Bremsdruckes im Bremskreis Drucküberwachungsglieder (
4 ,7 ,9 ) und Druckmittelnachfüllglieder (1 ,10 ,11 ) angeordnet sind, wobei die Drucküberwachungsglieder einen Drucksensor (7 ) aufweisen, der im Bremskreis zwischen dem Sperrventil (2 ) und dem Radbremszylinder (3 ) angeordnet ist, wobei der Drucksensor (7 ) mit einem Steuerglied (9 ) und einem Nachspeiseventil (10 ) verbunden ist, dessen Druckleitung (6 ) mit dem Bremskreis in Verbindung steht. - Anfahrhilfe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerglied (
9 ) als μP-Steuerglied ausgebildet ist.
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