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Schwimmdock mit durchlaufenden Seitenkasten. Die vorliegende Erfindung
betrifft eine besondere Ausbildung von Schwimmdocks zum Zwecke der Selbstdockung.
Unter den verschiedenen Arten von selbstdockenden Schwimmdocks ist eine größere
Anzahl solcher bekannt, bei denen die Selbstdockung dadurch erzielt wird, daß einzelne
Teile des Bodenkastens Ioslösbar sind. Alle diese Arten haben aber entweder den
Nachteil einer stark verringerten Längenfestigkeit dadurch, daß, wie z. B. bei dem
bekannten Typ des Pontondocks, die nutzbare Höhe der Seitenkasten stark verringert
ist, oder aber sie machen eine komplizierte Querschnittsform nötig, um mit Hilfe
des Trimmens alle Teile des Bodens zugänglich zu machen. Die vorliegende Erfindung
betrifft ein Schwimmdock, bei dem mit Hilfe einzelner losnehmbarer Teile des Bodenkastens,
unter Beibehaltung von auf ganzer Länge und insbesondere im mittleren Teil auf voller
Höhe durchlaufenden Seitenkasten, eine Selbstdockungsmöglichkeit geschaffen wird.
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Zu diesem Zwecke werden einzelne Teile des zwischen den Seitenkasten
liegenden Teiles des Bodenkastens so ausgebildet, daß sie für sich geschlossene
Pontons bilden, die sowohl durch Absenken des Docks in demselben gehoben werden
können als auch innerhalb des übrigen Docks abgesenkt werden können. Hierdurch ist
es möglich, einmal diese Kastenteile im Dock selbst ohne Schwierigkeiten zu docken,
ferner aber auf den abgesenkten Teilen des Bodenkastens das Restdock aufzulagern
und durch Auspumpen derselben das Dock so hoch zu heben, daß der Dockboden über
dem Wasser liegt und zwischen beiden genügend Zwischenraute vorhanden ist, um von
einem Kasten aus Überholungsarbeiten und Reparaturen am Dockboden vornehmen zu können.
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Die Erfindung ist in der beiliegenden Zeichnung veranschaulicht. Abb.
z und a stellen ein Dock dieses Systems im Längsschnitt und in Aufsicht, Abb. 3
im Querschnitt dar. Aus dem zwischen den Seitenkasten z liegenden Bodenkasten z
sind zwei in sich geschlossene Kasten 3 herausgeschnitten. Diese liegen im vorliegenden
Falle an dem statisch günstigsten Punkte in einer Entfernung von etwa ein Fünftel
bis ein Viertel der Docklänge von den Dockenden ab, so daß beim Heben des Docks
die Längsbeanspruchung desselben möglichst gering wird. Abb.4 zeigt einen Querschnitt
des Docks durch einen der lösbaren Kasten, und zwar im ausgepumpten Zustande ohne
Belastung. Die Seitenwände der Kasten haben ebenso wie die gegenüberliegenden Teile
der unteren inneren Seitenwände des Docks konsolartige Ansätze 4. Die Konsolen der
Kasten und der Seitenwände sind leicht lösbar derart miteinander verbunden, daß
die hier auftretenden Belastungs- und Auftriebskräfte aufgenommen werden können.
In dem gehobenen Zustande des leeren Docks, wie in Abb.4 gezeigt, liegen die zu
lösenden Verbindungen oberhalb des Wassers und sind leicht zugänglich. Durch Fluten
`,-erden dann die Kasten 3 so weit abgesenkt, daß sie die im Querschnitt Abb.5 dargestellte
Lage einnehmen. Die Decke der Kasten 3 liegt hierbei entweder
eben
oberhalb der Wasseroberfläche oder aber auch unterhalb derselben. Im ersteren Falle
kann (las Absinken ohne jede Schwierigkeit erfolgen. Im letzteren Falle dagegen
verlieren die abzusenkenden Bodenlasten 3 in dem Augenblick, wo ihre Decke unter
die Wasseroberfläche eintaucht, ihre Schwimmstabilität und erhalten heim weiteren
Absinken deshalb die Neigung, sich schief zu stellen. Außerdem geht von diesem Augenblick
an das Absinken der Kasten 3, auch wenn nicht «-eiter geflutet wird, selbsttätig
finit wachsender Geschwindigkeit vor sich. Beides kann beispielsweise dadurch verhindert
werden, daß die Kasten 3 an allen vier Ecken kurz vor dem Eintauchen ihrer Decke
an Winden oder Davits, die an oder auf den Seitenkasten i angebracht werden können.
aufgehängt `-erden. Bei weiterem Fluten hängen diese Kasten 3 dann an den Winden
oller Dav its, und durch gleichmäßiges Nachlassen derselben kann, auch wenn sich
die Kasten 3 völlig unter der Wasseroberfläch,befinden, jederzeit die horizontale
Lage derselben sichergestellt und ihre Absenktiefe beliebig begrenzt werden. Um
die Beanspruchung dieser Winden oder Davits möglichst gering zu halten, wird das
Eigengewicht der abzusendenden Kasten 3 durch eingebaute Luftkasten so weit ausgeglichen,
daß unter Wasser nur ein geringes Übergewicht verbleibt, das eben genügt, um die
Kasten 3 zum Absinken zu bringen. Während des Absenkens dienen die Konsolen gleichzeitig
als Führungen. Gegen völliges Wegsinken sind die Kasten noch dadurch geschützt,
daß sie sich in der tiefsten Lage an kleinen Konsolen, die an der Unterkante der
inneren Seitenwände angebracht sind, aufhängen.
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Auf den abgesenkten Kasten 3 wird nun mit Hilfe der beiderseitigen
Konsolen eine feste -Auflagerung für das im wesentlichen aus den Seitenkasten i
und dem festen Teil 2 des Bodenkastens bestehende Dock geschaffen. Durch Auspumpen
der Kasten 3 setzt sich dann das Dock auf den Kasten ab. Die Größe der Kasten 3
wird so bemessen, daß durch Leerpumpen derselben das Dock so weit gehoben werden
kann, daß der Boden 5 desselben genügend hoch über dem Wasserspiegel liegt, um von
unten zum Zwecke der Überholung und zur Ausführung von Reparaturen zugänglich zu
sein. Abb. 6 zeigt diesen Zustand. In Abb.7 ist die Eindockung der Einzelkasten
dargestellt. Dies kann, wie in Abb. 7 dargestellt, so geschehen, daß gleichzeitig
beide Kasten gedockt werden, indem einer in dem mittleren Teil des Docks, der andere
in dein Endteil desselben eingelagert wird.. Es können aber auch beide Kasten nacheinander
gedockt werden, wobei der Vorteil besteht, daß die eine Hälfte des Docks gleichzeitig
zum Eindocken eines kleineren Schiffes benutzt werden kann.
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In Abb. 8, 9 und io ist ein kleineres Dock mit Selbstdockungseinrichtung
nach der vorliegenden Erfindung dargestellt, bei dem nur ein selbständiger, zwischen
den festen Teilen 2 des Bodenkastens eingelagerter Kasten 3 vorgesehen ist. Abb.
8 zeigt den Mittellängsschnitt des Docks, Abb.9 die Aufsicht auf das Dock. Abb.
io gibt den Zustand wieder, bei welchem das Dock auf dem vorher abgesenkten und
dann leer gepumpten Kasten 3 so weit gehoben ist, daß der Boden 5 des Schwimmdocks
etwa i m hoch über dem Wasserspiegel liegt. Der Seitenkasten i hat in der Mitte
seine volle Höhe, so däß trotz der Unterbrechung- des Bodenkastens die Längsfestigkeit
des Docks eine sehr hohe ist.
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Ein wesentlicher Vorteil des vorbeschriebenen Systems liegt noch darin,
daß bei Lösung der Verbindung zwischen den eingelagerten Kasten 3 und den Seitenkasten
i keinerlei Niete oder Schrauben in der Blechwand entfernt werden müssen. Die Blechwand
selbst bleibt völlig unberührt, so daß keine Beeinträchtigung der Dichtigkeit entstehen
kann.