DE4244283A1 - First- und/oder Gratabdeckung - Google Patents
First- und/oder GratabdeckungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine First- und/oder Gratabdeckung,
bestehend aus einem rollbaren Abdeckband, das im verlegten
Zustand an einer First- und/oder Gratlatte fixiert ist und ein
äußerer Abschnitt bzw. äußere Abschnitte des Abdeckbandes der
Profilierung an angrenzende Dacheindeckungsplatten anpaßbar ist
bzw. sind, wobei der oder die äußeren Abschnitte mit einer
oder beiden Seiten eines ersten Abschnitts verbunden sind, der
als Auflager an der First- und/oder Gratlatte befestigbar an
liegt.
Eine derartige Abdeckung ist durch die DE 38 16 015 C2 bekannt
geworden.
Die bekannte First- und/oder Gratabdeckung weist einen Mittel
streifen aus einem luftdurchlässigen wasserabweisenden und
flugschneesicheren Vlies auf und die Seitenstreifen sind jeweils
aus einem weichen, dehnbaren Polyisobutylen-Folienstreifen
gebildet. In diesem Folienstreifen ist ein Streckmetallgitter
eingebettet, das in Längsrichtung eine Dehnbarkeit von 50 bis
150% und in Querrichtung eine Dehnbarkeit 20% und ein Rück
stellvermögen 5% aufweist. Das Streckmetallgitter ist auch
in den Mittelstreifen eingearbeitet. Auf der Unterseite weist
die bekannte First- und/oder Gratabdeckung eine Selbstklebe
schicht auf, über die der bekannte Dichtungsstreifen an den
Dacheindeckungsplatten befestigbar ist. Der bekannte Dichtungs
streifen ist rollbar.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine neue First- und/oder Gratab
deckung zu schaffen, die die Vorteile von an sich bekannten
formfesten First- und/oder Gratabdeckelementen und die Vorteile
von flexiblen und rollbaren Abdeckelementen nutzt.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Ab
deckband neben dem ersten Abschnitt einen zweiten Abschnitt
und einen dritten Abschnitt aus Hartkunststoff aufweist, an
den der äußere oder die äußeren Abschnitte angrenzen.
Das erfindungsgemäße Abdeckband hat damit den Vorteil, daß die
schon bei formfest ausgebildeten Firstabdeckelementen bekannten
guten Be- und Entlüftungseigenschaften im Bereich des Firstes
und des Grates auch auf an sich rollbare Abdeckbänder übertragen
werden können. Die Mittel-, ersten und zweiten Seitenelemente
des Abdeckbandes werden aus einem formfesten aber dennoch roll
baren Hartkunststoffband hergestellt, an dessen Außenseiten
die äußeren Abschnitte angebracht sind. Die äußeren Abschnitte
sind leicht biegbar und lassen sich gut an die Profilierung der
Dacheindeckungsplatten anpassen und somit ist der First- bzw.
Gratbereich gut abgedichtet. An den Hartkunststoffteilen lassen
sich Strömungskörper und Durchbrüche definiert anordnen, so
daß eine gezielte Be- und oder Entlüftung des Daches stets
gewährleistet ist. Ist der zweite Abschnitt beispielsweise aus
einem formfesten und rollbaren Material ausgebildet, so lassen
sich in diesem Abschnitt definierte Durchbrüche anbringen,
durch die aus dem Dachinnenraum Luft ausströmen und durch das
Abdeckband hinddurchströmen kann, um danach in die Umgebung
abzuströmen. An den ersten, zweiten und dritten Streifenab
schnitt grenzt ein hochflexibles Band als äußerer Abschnitt
an, über das auch große Wellentäler in den Dacheindeckungs
platten dichtend überbrückt werden können.
In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung sind der äußere
Abschnitt bzw. die äußeren Abschnitte als dünne Metallstreifen
ausgebildet. Die Metallstreifen sind bevorzugt aus Kupfer oder
Blei gefertigt. Dies hat den Vorteil, daß diese Metallstreifen
hoch geschmeidig sind und auch sehr tiefe Wellentäler einer
Dacheindeckung ausgleichen können. Ferner werden diese Materia
lien schon mit großem Erfolg im Dachbereich eingesetzt. Weiter
hin ist beispielsweise Kupfer einer natürlichen Oxydation unter
worfen. Die Oxydationsschicht wird durch den Regen vom Metall
abgewaschen und verteilt sich durch die Lage des witterungsaus
gesetzten äußeren Abschnitts am höchsten Punkt des Daches,
nämlich an dem First, über das ganze Dach. Das vom Regen abge
waschene Kuperoxid verhindert eine Bemoosung der Dacheinde
ckungsplatten und vermittelt über einen langen Zeitraum den
Eindruck einer stets neuwertigen Dacheindeckung. Dieser Effekt
ergibt sich auch bei dem Einsatz von Bleistreifen.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung sind die äußeren Ab
schnitte im Querschnitt mehrschichtig aufgebaut, indem die
äußere, der Witterung unmittelbar ausgesetzte Schicht eine
Metallfolie ist, die auf ein dehn- und streckbares Untergrund
band aufgebracht ist. Eine derartige Ausgestaltung des äußeren
Abschnitts hat den Vorteil, daß für den äußeren Abschnitt Ma
terialien eingesetzt werden können, die ein sehr ausgeprägtes
Streck- und Dehnverhalten aufweisen, ohne daß dabei zu große
Rückstellwerte auftreten. Wird die Metallfolie sehr dünn ausge
bildet, so kann sie sich den Verformungen der Untergrundbahn
noch besser anpassen.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung weisen der oder die
äußeren Abschnitte auf den den Dacheindeckungsplatten zugekehr
ten Seiten Haftmittel, wie beispielsweise eine Klebstoffschicht,
auf. Dies hat den Vorteil, daß der äußere Abschnitt nicht nur
an die Kontur der Dacheindeckungsplatten angepaßt werden kann,
sondern er kann auch mit den Dacheindeckungsplatten verklebt
werden. Dabei ist es vorteilhaft, wenn die Klebstoffschicht
schon vor der Verlegung am Dach auf die Unterseite des äußeren
Abschnitts aufgebracht wird. Mittels einer Klebstoffschicht
vereinfacht sich die Verlegung des erfindungsgemäßen Abdeck
bandes und eine Verschmutzung der Dacheindeckungsplatten durch
Klebstoffspritzer kann verhindert werden.
Eine weitere Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Abdeckbandes
besteht darin, daß der äußere Abschnitt auf dem oder den dritten
Abschnitten befestigbar ist. Mit einer derartigen Ausgestaltung
ist es möglich, daß an dem oder den dritten Abschnitten, je
nach Einsatzzweck und Bedarf, unterschiedliche äußere Abschnitte
angebracht werden können. Dies kann darin bestehen, daß unter
schiedlich breite äußere Abschnitte eingesetzt werden müssen,
oder daß die äußeren Abschnitte je nach Kundenwunsch beschich
tete Schaumstoffkörper sein sollen oder auch Bürstenelemente,
über die der Spalt zwischen den Dacheindeckungsplatten und den
daran angrenzenden Abdeckelementen dichtend überbrückt werden
soll.
Besonders kostengünstig kann das erfindungsgemäße Abdeckband
dann hergestellt werden, wenn der dritte oder die dritten Ab
schnitte mit dem oder den äußeren Abschnitten materialschlüssig
in einem kontinuierlich betriebenen Verfahren hergestellt und
verbunden werden können. Ein sehr festes und dennoch rollbares
Material wird mit einem gut dehn- und verformfähigen Material
koextrudiert. Dies hat den Vorteil, daß die an sich unterschied
lichen Kunststoffmaterialien fest miteinander verbunden sind
und es ist möglich, diese unterschiedlichen Materialeigenschaf
ten für den Einsatz im First- bzw. Gratbereich positiv zu
nutzen. Unter der First- bzw. Gratkappe ist ein formstabiler
und fester Materialabschnitt günstiger plaziert und im Bereich
der Anlage an den Dacheindeckungsplatten soll das Material
sehr biegsam und weich sein und es soll sich schon unter gering
ster Krafteinwirkung an die Kontur der Dacheindeckungsplatten
dichtend anschmiegen.
Es ist auch möglich, den äußeren oder die äußeren Abschnitte
aus einem bürstenartigen Element zu fertigen, das an dem oder
den dritten Abschnitten befestigt wird. Das bürstenartige Ele
ment weist einzelne Borstenlängen auf, die sowohl in den Wellen
täler der Dacheindeckungsplatten bis auf den Grund reichen
können und im Bereich der höchsten Erhebung werden die Fasern
bzw. Borsten gespreizt bzw. weggedrückt. Ein derartiges Bürsten
element kann sich gut an verschiedenste Konturen dichtend an
schmiegen, und es lassen sich durch diese Bürstenelemente im
Dachbereich optische Effekte erzielen, die nahezu nicht erkenn
en lassen, daß im First- bzw. Gratbereich Kunststoffmaterialien
eingesetzt werden.
Es ist besonders vorteilhaft, wenn in dem bürstenartigen Element
auf der der Witterung ausgesetzten Seite noch Metalldrähte,
beispielsweise aus Kupfer, eingearbeitet sind. Das Metalloxid
ist der Witterung ausgesetzt und der Regen kann diese Oxid
schicht über die Dacheindeckung spülen und damit wird eine
Bemoosung auf den Dacheindeckungsplatten verhindert.
Besonders gut legt sich ein bürstenartiges Element an die Kontur
der Dacheindeckungsplatten dann an, wenn es zu den Dacheinde
ckungsplatten hin abgestuft ist. An Steildächern lassen sich
damit die Borstenanpreßwerte verringern und die einzelnen Fasern
der Bürste liegen gleichmäßig und flach an der Kontur der Dach
eindeckungsplatten an.
Ist das bürstenartige Element auf der Innenseite, die zu den
Dacheindeckungsplatten hinweist, mit einem Haftmittel versehen,
so können die Bürstenhaare, beispielsweise über ein beidseitig
klebendes Klebeband, mit den Firsteindeckungsplatten verklebt
werden.
Sind die Fasern des bürstenartigen Elements auf ein Gummiband
aufgefädelt, so können diese bürstenartigen Elemente unmittelbar
schon in der Fertigung mit dem dritten Abschnitt des Abdeck
bandes zusammengeheftet werden. Das mit einem derartigen äußeren
Abschnitt versehene Abdeckband ist dennoch rollbar und somit
auch in beliebigen Längen herstellbar. Das erfindungsgemäße
Abdeckband kann über die gesamte Firstlänge ausgerollt werden
und einzelne First- bzw. Gratabdeckungselemente müssen nicht
mehr, wie bekannt, aneinander gesetzt werden.
Sind der erste, zweite und dritte Abschnitt aus einem Hartkunst
stoff, beispielsweise PVC, gefertigt, so lassen sich im zweiten
Abschnitt schon in der Fertigung Auswölbungen ausbilden, in
denen die Durchbrüche vorgesehen sind. Die Durchbrüche können
so über die gesamte Länge des Abdeckbandes eine einheitliche
Größe aufweisen und somit sind auch die Strömungsverhältnisse
im gesamten Firstbereich gleichmäßig erfaßbar.
Neben der Ausbildung der Durchbrüche und der Auswölbungen können
gleichzeitig am dritten Abschnitt Vorsprünge ausgebildet sein,
die gewährleisten, daß immer eine definierte Spaltbreite
zwischen dem Abdeckband und der Innenseite der angrenzenden
First- oder Gratkappen besteht.
Sind am Abdeckband an einem oder mehreren Abschnitten Falzmittel
ausgebildet, so ist es verbessert möglich, daß sich das Abdeck
band über den Druck der First- bzw. Gratkappe an die Dachneigung
bzw. Dachkontur anpaßt. Das Abdeckband läßt sich in dem relativ
steifen Teil des ersten, zweiten und dritten Abschnittes besser
verformen oder das Abdeckband kann von Hand, bevor es am First-
bzw. Grat angebracht wird, vorgefalzt werden.
Weitere Vorteile ergeben sich aus der Beschreibung und der
beigefügten Zeichnung. Ebenso können die vorstehend genannten
und die noch weiter aufgeführten Merkmale erfindungsgemäß je
weils einzeln oder in beliebigen Kombinationen miteinander
verwendet werden. Die erwähnten Ausführungsformen sind nicht
als abschließende Aufzählung zu verstehen, sondern haben viel
mehr beispielhaften Charakter.
Die Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird anhand
von Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 einen flach ausgelegten rollbaren Ausschnitt eines
erfindungsgemäßen Abdeckbandes, mit einem ersten,
zweiten, dritten und äußeren Abschnitt;
Fig. 2 einen vorgefalzten abgekanteten Abschnitt eines er
findungsgemäßen Abdeckbandes, wie es sich einstellen
läßt, wenn das Abdeckband an den Falzmitteln gebogen
ist;
Fig. 3 einen Abschnitt eines erfindungsgemäßen Abdeckbandes,
bestehend aus Hartkunststoffabschnitten und einem
hochflexiblen äußeren Abschnitt, der ein sehr weiches
Materialverhalten aufweist und in einem hohen Maße
Quer- und Längsdehnungen aussetzbar ist;
Fig. 4 ein erfindungsgemäßes Abdeckband, das im Firstbereich
angeordnet ist und zeigt, wie über Vorsprünge eine
definierte Beabstandung zu einer Firstkappe stets
gegeben ist, und wie der äußere Abschnitt entweder
über die Firstkappe hinaus vorstehen kann oder inner
halb der Firstkappe an einer Dacheindeckungsplatte
dichtend anliegend endet.
Die einzelnen Figuren der Zeichnung zeigen teilweise stark
schematisiert den erfindungsgemäßen Gegenstand und sind nicht
maßstäblich zu verstehen. Die Gegenstände der einzelnen Figuren
sind so dargestellt, daß ihr Aufbau bestmöglich gezeigt werden
kann.
In Fig. 1 ist eine First- und/oder Gratabdeckung als ebenes
Abdeckband gezeigt, wobei nur eine Hälfte der erfindungsgemäßen
First- und/oder Gratabdeckung gezeigt ist. Das Abdeckband ist
in einem ersten Abschnitt 1, in einem zweiten Abschnitt 2 und
in einem dritten Abschnitt 3 aus einem Kunststoffprofil
konstanten Querschnittes gefertigt, bei dem sich an den ersten
Abschnitt 1 zu beiden Seiten, wobei in der Fig. 1 nur eine
Seite gezeigt ist, jeweils der zweite Abschnitt 2 anschließt,
dem wiederum der dritte Abschnitt 3 benachbart ist. An den
dritten Abschnitt 3 schließt sich der äußere Abschnitt 4 an,
der beispielsweise über ein Koextrudierverfahren am dritten
Abschnitt 3 befestigt wird. Der erste Abschnitt 1, der zweite
Abschnitt 2 und der dritte Abschnitt 3 bestehen aus einem
harten, formfesten, rollbaren Hartkunststoffmaterial und der
äußere Abschnitt 4 ist aus einem leicht nachgiebigen, biegbaren
und sehr dehnfähigen Material gefertigt. Der äußere Abschnitt
4 läßt sich leicht an die Außenkontur von Dacheindeckungsplatten
anpassen. Wird der äußere Abschnitt 4 gemäß den Konturen von
angrenzenden Dacheindeckungsplatten verformt, so behält der
äußere Abschnitt 4 diese Form bei und liegt in dieser Form
bleibend an den Dacheindeckungsplatten an. Die einzelnen Ab
schnitte 1, 2, 3, 4 weisen in ihren jeweiligen Übergangsberei
chen Falzmittel 5, 6, 7 auf, beispielsweise geringfügig in das
Material eingedrückte längsverlaufende Einkerbungen, über die
die einzelnen Abschnitte 1, 2, 3, 4 zueinander verformt werden
können. Am Übergangsbereich vom dritten Abschnitt 3 zum äußeren
Abschnitt 4, 4′ müssen nicht zwingend Falzmittel vorgesehen
sein, weil das Material des äußeren Abschnitts 4, 4′ sehr bieg
sam ist und kleinsten Druckeinwirkungen nachgibt.
Mit dem ersten Abschnitt 1 wird die erfindungsgemäße First-
und/oder Gratabdeckung an einer Firstlatte oder einer Gratlatte
befestigt, in dem beispielsweise dieser erste Abschnitt 1 an
die entsprechende Latte genagelt wird. Im zweiten Abschnitt 2
sind längs des Abdeckbandes Auswölbungen 8 vorgesehen, in denen
Durchbrüche 9 ausgebildet sind. Über die Durchbrüche 9 kann
Luft aus dem Dachinnern in den Bereich der Firstkappe strömen.
In dem dritten Abschnitt 3 sind längs des Abdeckbandes Vor
sprünge 10 ausgebildet, die als Abstandshalter gewährleisten,
daß zwischen der Firstkappe und dem Abdeckband ein ausreichender
Zwischenraum besteht.
Das in der Fig. 1 gezeigte Abdeckband ist in Längsrichtung
gesehen rollbar und in Querrichtung jeweils an den Falzmitteln
5, 6, 7 definiert abkantbar oder verformbar und somit einer
vorgegeben Dachkontur im Firstbereich anpaßbar.
Fig. 2 zeigt ein erfindungsgemäßes Abdeckband, das im Bereich
der Falzmittel 5, 6, 7 jeweils definiert abgekantet ist. Der
erste Abschnitt 1 bildet zum zweiten Abschnitt 2 einen stumpfen
Winkel α, der dritte Abschnitt 3 bildet zum zweiten Abschnitt
2 einen stumpfen Winkel β und der äußere Abschnitt 4 bildet zum
dritten Abschnitt 3 einen ebenfalls stumpfen Winkel γ. Wird das
erfindungsgemäße Abdeckband, beispielsweise wie in der Fig. 2
gezeigt, auf der Baustelle abgekantet, so ist es bestmöglich
an die Form des Firstes oder Grates eines Daches anpaßbar. Der
äußere Abschnitt liegt dabei noch unverformt auf den Wölbungen,
d. h. den höchsten Erhebungen, der Dacheindeckungsplatten an.
Der äußere Abschnitt 4 ist entweder materialschlüssig mit dem
Abschnitt 3 verbunden oder der äußere Abschnitt ist an dem
dritten Abschnitt 3 befestigbar. In der Fig. 2 ist der äußere
Abschnitt 4 mehrschichtig aufgebaut, in dem er ein extrem dehn
fähiges Untergrundband 11 aufweist, das sowohl in Längsrichtung
wie in Querrichtung stark dehnbar ist und eine Rückstellcharak
teristik aufweist, die gegenüber der Dehnbarkeit vernachlässig
bar klein ist. Auf der Außenseite des Untergrundbandes 11 ist
eine Metallfolie 12, beispielsweise eine Kupferfolie, aufge
bracht, die der Witterung im First- bzw. Gratbereich ausgesetzt
ist. Auf der Innenseite des Untergrundbandes 11 ist eine Kleb
stoffschicht 13 vorgesehen, über die das Untergrundband 11 mit
den Dacheindeckungsplatten verklebt werden kann. Das Untergrund
band 11 und die Metallfolie 12 können derart verfalzt sein,
daß sie ohne Kraftaufwand an die Kontur der Dacheindeckungs
platten anpaßbar sind (Quer-, Längsfalze).
Über die Kombination von Abschnitten aus formfesten Hartkunst
stoff und einem äußeren Abschnitt, der extrem einfach verformbar
ist, lassen sich alle Vorzüge der schon bekannten Hartkunst
stoff-First- und/oder Gratabdeckelementen mit den Vorteilen
von rollbaren Weichbändern verbinden, ohne daß dabei zusätzliche
Abdichtungselemente gegenüber den angrenzenden Dacheindeckungs
platten notwendig sind.
Fig. 3 zeigt ein erfindungsgemäßes First- und/oder Gratab
deckungselement, das über einen kurzen Abschnitt von einer
Rolle abgeschnitten ist. Gleichzeitig ist das erfindungsgemäße
Abdeckband an den vorgegebenen Falzmitteln 5, 6, 7 abgekantet.
Bei dem in der Fig. 3 gezeigten Abdeckband handelt es sich um
ein Endlosband, von dem nur ein kurzer Abschnitt in Längsrich
tung gezeigt ist. Mit dem ersten Abschnitt 1 wird das erfin
dungsgemäße Abdeckband auf die Firstlatte beziehungsweise die
Gratlatte genagelt und der zweite Abschnitt 2 beziehungsweise
dritte Abschnitt 3 übergreifen den Freiraum zwischen Firstlatte
beziehungsweise Gratlatte und den daran angrenzenden Dachein
deckungsplatten. Mit dem äußeren Abschnitt 4 liegt das erfin
dungsgemäße Abdeckband auf den Dacheindeckungsplatten auf und
daß äußere Abschnitt 4 des Abdeckbandes wird durch leichte
Krafteinwirkung an die Kontur der jeweils eingrenzenden Dach
eindeckungsplatten angepaßt. Die Auswölbungen 8 gewährleisten,
daß kein Kondenswasser in die Durchbrüche 9 unbeabsichtigt
einströmen kann und über die Vorsprünge 10 ist es gewährleistet,
daß die First- beziehungsweise Gratkappen eine ausreichende
Beabstandung von dem Abdeckband über die gesamte First- be
ziehungsweise Gratlänge aufweisen. Die schon in der Fig. 2
gezeigte Metallfolie 12 und die auf der Innenseite aufgebrachte
Klebstoffschicht 13 ist in der Fig. 3 nicht gezeigt. Mit 14
sind Pfeile in der Fig. 3 eingezeichnet, die den Schnitt de
finieren, der in der Fig. 1, beziehungsweise in der Fig. 2
gezeigt ist.
Fig. 4 zeigt ein im Firstbereich angeordnetes erfindungsgemäßes
Abdeckband. Dabei sind das Abdeckband und Teile des Dachstuhls
im Querschnitt gezeigt. Das Abdeckband liegt an Dacheindeckungs
platten 15 über äußere Abschnitte 4 beziehungsweise alternativ
über gestrichelt dargestellte äußere Abschnitte 4′ auf. Die
äußeren Abschnitte 4, 4′ sind an die Profilierung der angren
zenden Dacheindeckungsplatten 15 angepaßt. Die Dacheindeckungs
platten 15 liegen auf Dachlatten 16 des Dachstuhles auf und das
erfindungsgemäße Abdeckband ist über den ersten Abschnitt 1
auf einer Firstlatte 17 befestigt. Ebenfalls sind an der First
latte 17 über Klammern 18 Firstkappen 19 befestigt, die mit
ihren Rändern 20 in den Bereich der äußeren Abschnitte 4, 4′
des Abdeckbandes ragen. Ragen die äußeren Abschnitte 4′ über
die Ränder 20 hinaus, so kann eine auf der Außenseite der
äußeren Abschnitte 4′ ausgebildete Oxidschicht vom Regen abge
waschen werden und sie verteilt sich gleichmäßig auf der ganzen
Dachfläche. Ist die abgewaschene Oxidschicht ein Kupferoxid
oder Bleioxid, so verhindert diese Oxidschicht eine Bemoosung
des Daches und vermittelt stets einen optisch neuwertigen Ein
druck der gesamten Dacheindeckung. Über die Klammern 18 ist
die Firstkappe 19 von dem Abdeckband beabstandet gehalten und
es ist ein definierter Spalt 21 zwischen dem Abdeckband und
der Unterseite der Firstkappe 19 ausgebildet. Ein Luftstrom 22
kann in den Spalt 21 einströmen und dabei auf strömende Luft
aus dem Dachinnenraum mitreißen und an die Umgebung abführen.
Die aus dem Dachinnenraum auf strömende Luft verläßt über die
Durchbrüche 9 den Dachinnenraum. Wie die Fig. 4 deutlich zeigt,
läßt sich das Abdeckband über die Falzmittel 5, 6, 7 und über
einen Druck, den die Firstkappe 19 über den Vorsprung 10 auf
das Abdeckband ausübt, an die Verhältnisse im Firstbereich gut
anpassen.
Der äußeren Abschnitte 4, 4′ können aus verfalzten Metallbän
dern, Bürsten oder dergleichen gebildet sein. Die einzelnen
Bürstenhaare sind dabei auf ein rollbares Band aufgefädelt.
Eine First- oder Gratabdeckung ist aus einem rollbaren Abdeck
band gebildet, das im Querschnitt gesehen mehrere Abschnitte
1, 2, 3, 4 aufweist. Die Abschnitte 1 bis 3 sind aus einem form
steifen Hartkunststoffmaterial hergestellt und der äußere Ab
schnitt 4, 4′ ist aus einem leicht biegbaren und dehnbaren
Material hergestellt, das entweder mit dem dritten Abschnitt 3
materialschlüssig verbunden ist oder an dem Abschnitt 3 befes
tigbar ist. Auf der Außenseite des äußeren Abschnitts 4, 4′
ist eine Metallschicht, bevorzugt Kupfer oder Blei, aufgebracht.
Der äußere Abschnitt 4, 4′ läßt sich in einem weiten Umfang
sowohl längs wie auch quer dehnen und kann in bevorzugter Aus
gestaltung auch Quer- und/oder Längsfalzungen aufweisen, die
dieses Verform- und/oder Dehnverhalten unterstützen.
Claims (14)
1. First- und/oder Gratabdeckung, bestehend aus einem roll
baren Abdeckband, das im verlegten Zustand an einer First
und/oder Gratlatte (17) fixiert ist und ein äußerer Ab
schnitt (4, 4′) beziehungsweise äußere Abschnitte (4, 4′)
des Abdeckbandes der Profilierung an angrenzende Dachein
deckungsplatten (15) anpaßbar ist beziehungsweise sind,
wobei der oder die äußeren Abschnitte (4, 4′) an einer
oder beiden Seiten mit einem ersten Abschnitt (1) verbunden
sind, der als Auflager an der First- und/oder Gratlatte
(17) befestigbar anliegt, dadurch gekennzeichnet, daß das
Abdeckband neben dem ersten Abschnitt (1) einen zweiten
Abschnitt (2) und einen dritten Abschnitt (3) aus Hart
kunststoff aufweist, an den der äußere oder die äußeren
Abschnitte (4, 4′) angrenzen.
2. First- und/oder Gratabdeckung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der äußere Abschnitt (4, 4′) bezie
hungsweise die äußeren Abschnitte (4, 4′) als dünne Metall
streifen bevorzugt aus Kupfer oder Blei, ausgebildet sind.
3. First- und/oder Gratabdeckung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die äußeren Abschnitte (4, 4′) im
Querschnitt mehrschichtig aufgebaut sind, in dem die
äußere, der Witterung unmittelbar ausgesetzte Schicht,
eine Metallfolie (12) ist, die auf ein dehn- und streck
bares Untergrundband (11) aufgebracht ist.
4. First- und/oder Gratabdeckung nach einem der Ansprüche 1
bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der oder die äußeren
Abschnitte (4, 4′) auf der zu den Dacheindeckungsplatten
(15) weisenden Seite Haftmittel, wie beispielsweise eine
Klebstoffschicht (13), aufweisen.
5. First- und/oder Gratabdeckung nach einem der Ansprüche 1
bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der oder die äußeren
Abschnitte (4, 4′) auf dem oder den dritten Abschnitten
(3) befestigbar sind.
6. First- und/oder Gratabdeckung nach einem der Ansprüche 1
bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der oder die dritten
Abschnitte (3) mit dem oder den äußeren Abschnitten (4,
4′), über ein Koextrudierverfahren hergestellt, material
schlüssig verbunden sind.
7. First- und/oder Gratabdeckung nach einem der Ansprüche l
bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der oder die äußeren
Abschnitte (4, 4′) aus einem bürstenartigen Element be
stehen.
8. First- und/oder Gratabdeckung nach Anspruch 7, dadurch
gekennzeichnet, daß das bürstenartige Element auf der der
Witterung ausgesetzten Seite eingearbeitete Metalldrähte
aufweist.
9. First- und/oder Gratabdeckung nach einem der Ansprüche 7
oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß das bürstenartige
Element zu den Dacheindeckungsplatten (15) hinweisend
abgestuft ist.
10. First- und/oder Gratabdeckung nach einem der Ansprüche 7,
8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß das bürstenartige
Element über Haftmittel (13) an den Dacheindeckungsplatten
(15) fixierbar angeordnet ist.
11. First- und/oder Gratabdeckung nach einem der Ansprüche 7
bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Fasern
des bürstenartigen Elementes auf ein rollbares Band, bei
spielsweise auf ein Gummiband, aufgefädelt sind.
12. First- und/oder Gratabdeckung nach einem der Ansprüche 1
bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Abschnitt
(2) Auswölbungen (8) aufweist, in denen Durchbrüche 9
vorgesehen sind.
13. First- und/oder Gratabdeckung nach einem der Ansprüche 1
bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß im dritten Abschnitt
(3) zu den Firstkappen hinweisende Vorsprünge (10) vorge
sehen sind.
14. First- und/oder Gratabdeckung nach einem der Ansprüche 1
bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß einer oder mehrere
Abschnitte (1, 2, 3, 4, 4′) in Längsrichtung des Abdeck
bandes gesehen Falzmittel (5, 6, 7) aufweisen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19924244283 DE4244283A1 (de) | 1992-12-28 | 1992-12-28 | First- und/oder Gratabdeckung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19924244283 DE4244283A1 (de) | 1992-12-28 | 1992-12-28 | First- und/oder Gratabdeckung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4244283A1 true DE4244283A1 (de) | 1994-06-30 |
Family
ID=6476675
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19924244283 Withdrawn DE4244283A1 (de) | 1992-12-28 | 1992-12-28 | First- und/oder Gratabdeckung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4244283A1 (de) |
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- 1992-12-28 DE DE19924244283 patent/DE4244283A1/de not_active Withdrawn
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