DE4241070C1 - First- oder Gratabdeckungselement - Google Patents
First- oder GratabdeckungselementInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein First- oder
Gratabdeckungselement, welches mit seinem einen
Luftdurchtritt ermöglichenden Mittelbereich auf
der First- oder Gratlatte eines mit
Dacheindeckungsplatten eingedeckten Daches
befestigt ist und mit seinen beiden Randbereichen
die Bauwerksspalte zwischen First- oder Gratlatte
und den beidseitig angrenzenden
Dacheindeckungsplatten abdeckt, wobei der
Mittelbereich von einem Kunststoffelement gebildet
ist, welches in regelmäßigen Abständen
fensterartige Öffnungen, Abstandhalter zur First- oder
Gratlatte sowie Abstandhalter zur
Auflagerung der Längskanten eines Firststeines
aufweist.
Ein bekanntes First- oder
Gratabdeckungselement dieser Art ist aus dem
DE 91 08 658 U1 bekannt geworden. Dabei bestehen
die beiden Randbereiche aus biegsamen
Randstreifen, die in ihrer Querschnittsansicht
einen stumpfen Winkel bilden, dessen kurzer
Schenkel mit den Längsseiten verbunden ist und
dessen langer Schenkel die angrenzenden
Dacheindeckungsplatten überdeckt und gemeinsam mit
einem Schaumstoffstreifen den Bauwerksspalt
abdichtet. Dieses First- oder
Gratabdeckungselement weist zwar eine
ausgezeichnete Belüftungsfunktion auf und schützt
auch den Schaumstoffstreifen vor schädlichen
Einflüssen der Sonneneinstrahlung, ist jedoch mit
dem Nachteil einer sehr aufwendigen Fertigung und
mit dem Schaumstoffstreifen versehen, der unter
Temperaturwechselbelastungen zu Versprödungen,
Verhärtungen und damit zu Undichtigkeiten neigt.
Außerdem ist dieser Schaumstoffstreifen bei
niedrig liegenden Dächern sichtbar und wird
zuweilen von Bauherren aus optischen Gründen
abgelehnt.
Dies haben offenkundig die Erfinder der
EP 0 341 343 B1 und des DE 88 16 544 U1 erkannt
und ein First- oder Gratabdeckungselement
geschaffen, dessen Mittelbereich ein
luftdurchlässiges, wasserabweisendes und
flugschneesicheres Vlies aufweist und dessen
Randbereiche jeweils aus weichen, dehnbaren
Polyisobutylen-Folienstreifen bestehen, in welchen
ein Streckmetallgitter eingebettet ist, das in
Längsrichtung eine Dehnbarkeit von 50% bis 150%
und in Querrichtung eine Dehnbarkeit ≦ 20% und
ein Rückstellvermögen ≦ 5% aufweist. Dieses
First- oder Gratabdeckungselement zeichnet sich
zwar durch eine flache und leicht zu einer
sogenannten "Gratrolle" aufwickelbaren Gestaltung
aus, ist jedoch mit dem Nachteil behaftet, daß
sich einerseits das Vlies relativ rasch mit
Flugstaub zusetzt, wodurch die Dachentlüftung
beeinträchtigt wird, und daß andererseits das
Streckmetallgitter in den Randbereichen als
relativ starres Korsett wirkt, welches gerade der
parallel zur First- oder Gratlatte gewünschten
Dehnbarkeit entgegensteht. Dies liegt insbesondere
daran, daß die Öffnungen des Streckmetallgitters
von dem Polyisobutylen-Kunststoff zugesetzt sind
und ihre Rauten sich von Hand entweder nicht oder
nur in unbedeutendem Maße verschieben lassen. Dies
führt bei angrenzenden Dacheindeckungsplatten mit
ausgeprägten Krempen zu einer Verkürzung der
Randbereiche bei gleichzeitiger Verwerfung des gut
dehnbaren und vom Vlies nicht in seiner
Dehnbarkeit beeinträchtigten Mittelbereiches. Dies
kann zu Spannungen zwischen dem Mittelbereich und
den beiden Randbereichen sowie durch die
zusätzlichen Temperaturwechselbelastungen zu
ungleichmäßigen Anlagen der Randbereiche auf den
Dacheindeckungsplatten, damit zu Undichtigkeiten
und zu beeinträchtigenden Strömungskurzschlüssen
der Belüftung führen.
Von diesem Stand der Technik ausgehend, liegt
der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein First- oder
Gratabdeckungselement der eingangs genannten
Gattung zu schaffen, welches einerseits die eine
gleichmäßige Dachbelüftung durch fensterartige
Öffnungen im Mittelbereich gewährleistet und
welches andererseits flexible, anschmiegsame,
preiswert herstellbare und gegenüber
Temperaturwechselbelastungen unempfindliche,
dauerhaft gut abdichtende Randbereiche
sicherstellt.
Diese Aufgabe wird in Verbindung mit dem
eingangs genannten Gattungsbegriff erfindungsgemäß
dadurch gelöst, daß die Randbereiche aus
dehnbaren, an die Oberflächenkonfiguration der
Dacheindeckungsplatten anschmiegsamen Streifen aus
beidseitig mit einem thermoplastischen Polymer
beschichteten Kreppapierstreifen bestehen, daß die Randbereiche in
Richtung parallel zur First- oder Gratlatte eine
Dehnbarkeit bis zu 35%, senkrecht dazu eine
Dehnbarkeit bis zu 3% und ein Rückstellvermögen
des gedehnten Bereiches bis zu 2% aufweisen und daß die
Randbereiche an ihrer den Dacheindeckungsplatten zugekehrten
Unterseite mit mindestens einem zur First- bzw. Gratlatte
längsverlaufenden Klebestreifen versehen sind, der von einem
leicht von Hand abziehbaren Deckstreifen abgedeckt ist.
Aufgrund der guten Dehnbarkeit des
Kreppapierstreifens in Verbindung mit dem
thermoplastischen Polymer können die Randbereiche
bei guter Dehnbarkeit von Hand der
Oberflächenkonfiguration der angrenzenden
Dacheindeckungsplatten bequem angepaßt werden,
wohingegen der nicht dehnbare Mittelbereich mit
seinen fensterartigen Öffnungen eine dauerhaft
gute Belüftung sicherstellt.
Zur sicheren Abdichtung der Bauwerksspalte
und damit zur Vermeidung von
Strömungskurzschlüssen der Luft sowie zur
Sicherstellung einer gleichbleibenden,
windunempfindlichen Lage der Randbereiche sind
diese an ihrer den Dacheindeckungsplatten
zugekehrten Unterseite mit mindestens einem zur
First- oder Gratlatte längsverlaufenden
Klebestreifen versehen, der von einem leicht von
Hand abziehbaren Deckstreifen abgedeckt ist.
Sowohl Klebestreifen wie Deckstreifen sind aus
dem Stand der Technik nach Anspruch 4 des
DE 88 16 544 U1 bekannt.
Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der
Erfindung ist der Klebestreifen nicht nur
geradlinig, sondern vorteilhaft wellenförmig oder
mäanderförmig an der Unterseite des Randbereiches
durchgehend angeordnet. Dadurch kann je nach
Breite des Bauwerksspaltes ein beliebiger Teil des
Randbereiches mittels einer Schere oder eines
Messers abgeschnitten werden und dennoch aufgrund
der wellenförmig oder mäanderförmig verlaufenden
Klebestreifen eine sichere Haftung des
Randbereiches auf der Oberfläche der
Dacheindeckungsplatten gewährleistet werden.
Es versteht sich, wenngleich dies auch nicht
so vorteilhaft wie eine durchgehende Anordnung
ist, daß der Klebestreifen in Klebebereiche oder
Klebepunkte aufgelöst werden kann. Dieser
Klebestreifen besteht vorteilhaft aus einem
Silikon und der Deckstreifen aus einem
wasserabweisenden Papier.
Die Randbereiche sind mit dem Mittelbereich durch eine
Klebung, Schweißung, Nietung, Heftung oder Prägung
verbunden.
Die Oberseite der Längsseitenbereiche des
Mittelbereiches ist mit bekannten Abstandshaltern
in Form von Stegen, Wülsten, Noppen oder sonstigen
Ausformungen für eine belüftende Auflagerung der
Längskanten des Firststeines versehen, wodurch
gleichbleibend große Luftdurchtrittsöffnungen
sichergestellt werden. Das First- oder
Gratabdeckungselement ist zur First- bzw.
Gratlatte in an sich bekannter Weise
axialsymmetrisch ausgebildet, wobei es an der
Unterseite seines Mittelbereiches wie beim
DE 91 08 658 U1 Abstandsstege zur Auflagerung auf
der Oberseite der First- oder Gratlatte aufweist und in
demselben Bereich mit den fensterartigen Öffnungen zur
Belüftung versehen ist.
Nach einer besonders vorteilhaften
Weiterbildung der Erfindung ist der Mittelbereich
von einer derartigen Materialdicke und einem
derartigen entropieelastischen Polymer beschaffen,
daß das First- oder Gratabdeckungselement
gemeinsam mit den Randbereichen nach Art einer
Rolle gemäß der DE 26 49 790 A1 aufwickelbar ist.
Es versteht sich jedoch, daß das erfindungsgemäße
First- oder Gratabdeckungselement auch in
konventionellen Längen von 1000 mm bis 1500 mm
herstellbar ist.
Dabei kann der Mittelbereich eine Dicke von
0,5 mm bis 1,0 mm und die Randbereiche eine Dicke
von 0,5 mm bis 2,0 mm aufweisen. Die Breite
beträgt vorteilhaft zwischen 270 mm und 400 mm,
wobei innerhalb dieses Breitenspektrums die
Randbereiche mittels einer Schere oder eines
Messers leicht verkürzt werden können. Die Breite
des Mittelbereiches beträgt etwa 150 mm bis 200 mm
und die sich daran anschließende Breite eines
Randbereiches 60 mm bis 100 mm.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in
den Zeichnungen dargestellt. Dabei zeigen:
Fig. 1 Eine perspektivische Teilansicht des
neuen Firstabdeckungselementes zur
Abdeckung eines Bauwerksspaltes
zwischen einer Firstlatte und den
beidseitig angrenzenden
Dacheindeckungsplatten,
Fig. 2 die Querschnittsansicht von Fig. 1
entlang der Linie II-II in
vergrößerter Darstellung,
Fig. 3 die Stirnansicht des neuen First- oder
Gratabdeckungselementes vor
seinem Einbau und
Fig. 4 das erfindungsgemäße
Gratabdeckungselement nach seinem
Einbau.
Gemäß den Fig. 1 und 2 ist das First- oder
Gratabdeckungselement 1 mit einem Abstand A auf
der Firstlatte 2 eines mit Dacheindeckungsplatten 3 eingedeckten
Daches 4 mit Nägeln bzw. Schrauben 5 befestigt. Das First- oder
Gratabdeckungselement 1 weist als Abstandhalter
zur Firstlatte 2 entweder unterschiedlich breite
Stege 6 oder sickenartige Vertiefungen 6a auf.
Dadurch werden die fensterartigen Öffnungen 7
freigehalten - und nicht etwa von der
Oberfläche 2a der Firstlatte 2 ganz oder teilweise
verdeckt - um Luft aus dem Dachraum 8 in den
Raum 9 zwischen der Unterseite 10 des
Firststeines 11 und der Oberseite 12 des First- oder
Gratabdeckungselementes 1 austreten zu
lassen. Auf den beiden Seitenbereichen 13, 14
des Mittelbereiches 15 des Abdeckungselementes 1
befinden sich Rippen 16 zur Auflagerung der
Längsränder 17, 18 des Firststeines 11. Dadurch
entsteht gemäß Fig. 2 zwischen der Oberseite 12
des First- oder Gratabdeckungselementes 1 und der
Unterseite 10 des Firststeines 11 ein
Luftdurchtrittsspalt 19, durch welchen der
darunter befindliche Dachraum 8 entweder durch
natürliche Konvektion und/oder durch eine
Außenluftströmung und des dadurch bedingten
Strahlpumpeneffektes mittels Unterdruck belüftet
werden kann. Diese Art der Belüftung ist in dem
DE 91 08 658 U1, Seite 9 und 10 ausführlich
beschrieben.
Weitere Auflager für den Firststein 11
können - möglicherweise - angeformte Noppen 20 auf
der Oberfläche 12 des First- oder
Gratabdeckungselementes 1 bilden.
Die Randbereiche 21, 22 des First- oder
Gratabdeckungselementes 1 bestehen erfindungsgemäß
aus dehnbaren, an die Oberflächenkonfiguration 23
der Dacheindeckungsplatten 3 formschlüssig
anschmiegsamen und diese Lage auch beibehaltende
Streifen aus beidseitig mit einem
thermoplastischen Polymer beschichteten
Kreppapierstreifen, die in Richtung (Pfeil 24)
parallel zur First- oder Gratlatte 2 eine
Dehnbarkeit bis zu 35%, senkrecht dazu (Pfeil 25)
eine Dehnbarkeit bis zu 3% und ein
Rückstellungsvermögen des gedehnten Bereiches von
höchsten 2% aufweisen. Dadurch können die
anschmiegsamen, flexiblen Randbereiche 21, 22
ähnlich einem dünnen Bleiblech formgerecht der
Oberflächenkonfiguration 23 der angrenzenden
Dacheindeckungsplatten 3 angepaßt und trotz der
Einwirkung von Temperatur-Wechselbelastungen und
sonstigen Witterungseinflüssen diese Lage
beibehalten.
Außerdem ist jeder Randbereich 21, 22 an seiner den
Dacheindeckungsplatten 3 zugekehrten Unterseite 28
mit mindestens einem Klebestreifen 29 versehen,
der von einem leicht von Hand abziehbaren
Deckstreifen 30 abgedeckt ist. Die
Klebestreifen 29 können in der Nähe der von der
First- bzw. Gratlatte 2 abgewandten
Längsränder 31 der Randstreifen 21, 22
oder auch wellenförmig oder mäanderförmig dazu an
der Unterseite 28 angeordnet werden. Dabei hat
eine geradlinig verlaufende Form des
Klebestreifens 29 den Vorzug einer vollständigen
Abdichtung, und zwar auch einer luftdichten
Abdichtung, insbesondere dann, wenn der
Klebestreifen aus einem Silikon besteht, so daß
zwischen der Unterseite 28 der Randstreifen 21, 22
und der Oberfläche 32 der Dacheindeckungsplatten 3
unerwünscht eintretende und die Belüftungsfunktion
des First- oder Gratabdeckungselementes 1
beeinträchtigende Luftkurzschlüsse unterbunden
werden.
Es ist jedoch auch möglich, den
Klebestreifen 29 wellenförmig oder mäanderförmig
an der Unterseite 28 der Randbereiche 21, 22
anzuordnen, um bei der Abdeckung unterschiedlich
breiter Bauwerksspalte S die sichtbare Oberfläche
der Randstreifen 21, 22 durch Abschneiden mittels
einer Schere oder eines Messers gleichgestalten zu
können. In diesem Fall erweisen sich entweder
mehrere parallel zur First- oder Gratlatte 2 in
Richtung des Pfeiles 24 verlaufende
Klebestreifen 29 oder beispielsweise über die
gesamte Breite der Unterseite 28 sinusförmig
verlaufender Klebestreifen 29 als nützlich.
Der Klebestreifen 29 besteht vorteilhaft aus
einem Silikon und der Deckstreifen 30 aus einem
wasserabweisenden Papier.
Gemäß Fig. 3 sind die Randbereiche 21, 22 mit
dem Mittelbereich 15 entweder durch eine
Klebung 26 gemäß der rechten Bildhälfte oder durch
eine Schweißung 27 in Form einer durchgehenden
Naht oder von Punkten gemäß der linken Bildhälfte
oder eine Nietung oder Prägung oder eine sonstige
Verklammerung miteinander verbunden.
Auf der Oberseite 12 der
Seitenbereiche 13, 14 des Mittelbereiches 15
sind Abstandhalter in Form von Stegen 16, Wülsten
oder Noppen 20 für eine belüftende Auflagerung der
Längsränder 17, 28 des Firststeines 11 vorgesehen.
Wie aus Fig. 4 entnehmbar ist, kann der
Erfindungsgegenstand nicht nur gemäß den Fig. 1
und 2 als Firstabdeckungs- sondern auch als
Gratabdeckungselement 1 Verwendung finden, und
zwar auch dann, wenn durch zwei sich überlagernde
Raumformen, nämlich des First- bzw. Gratsteines 11
einerseits und den angrenzenden
Dacheindeckungsplatten 3 andererseits
Bauwerksspalte S abzudecken sind, die nicht in
einer Ebene liegen.
Das First- oder Gratabdeckungselement 1
verläuft stets zur First- bzw. Gratlatte 2
axialsymmetrisch, weist an der Unterseite 35 der
Mitte seines Mittelbereiches 15 Abstandsstege 6
unterschiedliche Breite oder sickenartige
Vertiefungen 6a zur Auflagerung auf der
Oberseite 2a der First- oder Gratlatte 2 auf. In
demselben Bereich ist das First- oder
Gratabdeckungselement 1 mit den fensterartigen
Öffnungen 7 zur Belüftung versehen. Dabei ist die
Axialsymmetrie allerdings dahingehend zu verstehen,
daß die Breite b der Randbereiche 21, 22 bei
unterschiedlicher Größe der Bauwerksspalte S durch
einen nachträglichen Abschnitt unterschiedlich
konfiguriert sein kann.
Nach einer besonders vorteilhaften
Weiterbildung der Erfindung, wie insbesondere aus
Fig. 3 entnehmbar ist, wird der Mittelbereich 15
mit einer derartigen Materialdicke und aus einem
derartigen entropieelastischen Polymer gefertigt,
daß das First- oder Gratabdeckungselement 1
gemeinsam mit seinen Randbereichen 21, 22 nach Art
einer Rolle aufwickelbar ist. Dabei weisen der
Mittelbereich 15 je nach Art des verwendeten
Kunststoffes und der darin enthaltenen Weichmacher
eine Dicke von 0,5 mm bis 1,0 mm und die
Randbereiche 21, 22 eine Dicke von 0,5 mm bis
2,0 mm auf. Die Breite des First- oder
Gratabdeckungselementes 1 kann zwischen 270 mm und
400 mm betragen und innerhalb dieses
Breitenspektrums die Randbereiche 21, 22 mittels
einer Schere oder eines Messers abschneidbar sein.
Die Breite B des Mittelbereiches 15 beträgt etwa
150 mm bis 200 mm und die sich daran anschließende
Breite b eines Randbereiches 21, 22 etwa 60 mm
bis 100 mm.
Es versteht sich, daß das erfindungsgemäße
First- oder Gratabdeckungselement 1 auch
zahlreiche Änderungen zuläßt, ohne den
Erfindungsgedanken zu verlassen. Das gilt
insbesondere dann, wenn das First- oder
Gratabdeckungselement 1 nicht mehr gleichzeitig
auch als First- oder Gratbelüftungselement dienen
soll und somit auf die fensterartigen Öffnungen 7
und die Abstandshalter 6, 6a und 16 verzichtet
werden kann. In diesem Fall ist eine besonders
flache und leicht aufrollbare Form des neuen
First- oder Gratabdeckungselementes 1 gegeben.
Auch für den Fall einer Firstbelüftung sind
neben der beschriebenen Ausführungsform des First- oder
Gratabdeckungselementes 1 auch weitere
Ausgestaltungen möglich, soweit sie die Form des
Mittelbereiches 15 betreffen. Erfindungswesentlich
ist in jedem Fall die spezielle Ausbildung der
Randbereiche 21, 22 mit einem Kreppapierstreifen, die mit einem
thermoplastischen Polymer von solcher
Beschaffenheit beschichtet sind, so daß eine
leichte, von Hand gegebene Verlegung und
Anpaßbarkeit der Randstreifen an die
unterschiedlichsten Oberflächenkonfigurationen 23
der angrenzenden Dacheindeckungsplatten 3 ähnlich
einem dünnen Bleiblech gegeben ist.
Hierzu steht ein breites Spektrum von geeigneten
thermoplastischen Polymeren zur Verfügung, die
entsprechende Beimischungen enthalten oder aus
UV-strahlungs-unempfindlichen Silikonen bestehen
können. Und schließlich ist es auch möglich, den
Mittelbereich 15 beispielsweise als
Einzelfertigung in Stücklängen zwischen 1 m und
1,50 m zu fertigen und die beiden
Randbereiche 21, 22 - ähnlich dem
Ausführungsbeispiel in der rechten Hälfte der
Fig. 3 - auf deren Oberseiten 34 mit einem
Silikon-Klebestreifen 26 ähnlich dem auf der
Unterseite 28 befindlichen
Silikon-Klebestreifen 29 zu versehen und diesen
Silikon-Klebestreifen 26 gleichfalls mit einem
Deckpapier 30 abzudecken, in der gewünschten Länge
von einer Rolle abzuwickeln und durchgehend an die
Unterseite 33 der Seitenbereiche 13, 14 des
Mittelbereiches 15 zu kleben. Eine derartige Rolle
aus einem beidseitig mit einem thermoplastischen
Polymer beschichteten Kreppapierstreifen (21, 22)
kann auch die bis heute zur Abdichtung von Dächern
verwendeten Bleistreifen bzw. Bleibleche ersetzen.
Claims (13)
1. First- oder Gratabdeckungselement, welches
mit seinem einen Luftdurchtritt ermöglichenden
Mittelbereich auf der First- oder Gratlatte eines
mit Dacheindeckungsplatten eingedeckten Daches
befestigt ist und mit seinen beiden mit dem Mittelbereich verbundenen
Randbereichen die Bauwerksspalte zwischen First- oder Gratlatte
und den beidseitig angrenzenden
Dacheindeckungsplatten abdeckt, wobei der
Mittelbereich von einem Kunststoffelement gebildet
ist, welches in regelmäßigen Abständen
fensterartige Öffnungen, Abstandhalter zur First- oder
Gratlatte sowie Abstandhalter zur
Auflagerung der Längskanten eines Firststeines
aufweist, dadurch
gekennzeichnet,
daß die Randbereiche (21, 22) aus dehnbaren, an die Oberflächenkonfiguration (23) der Dacheindeckungsplatten (3 ) anschmiegsamen Streifen aus beidseitig mit einem thermoplastischen Polymer beschichteten Kreppapierstreifen bestehen, daß die Randbereiche in Richtung (Pfeil 24) parallel zur First- oder Gratlatte (2) eine Dehnbarkeit bis zu 35%, senkrecht dazu (Pfeil 25) eine Dehnbarkeit bis zu 3% und ein Rückstellvermögen des gedehnten Bereiches bis zu 2% aufweisen und
daß die Randbereiche (21, 22) an ihrer den Dacheindeckungsplatten (3) zugekehrten Unterseite (28) mit mindestens einem zur First- bzw. Gratlatte (2) längsverlaufenden Klebestreifen (29) versehen sind, der von einem leicht von Hand abziehbaren Deckstreifen (30) abgedeckt ist.
daß die Randbereiche (21, 22) aus dehnbaren, an die Oberflächenkonfiguration (23) der Dacheindeckungsplatten (3 ) anschmiegsamen Streifen aus beidseitig mit einem thermoplastischen Polymer beschichteten Kreppapierstreifen bestehen, daß die Randbereiche in Richtung (Pfeil 24) parallel zur First- oder Gratlatte (2) eine Dehnbarkeit bis zu 35%, senkrecht dazu (Pfeil 25) eine Dehnbarkeit bis zu 3% und ein Rückstellvermögen des gedehnten Bereiches bis zu 2% aufweisen und
daß die Randbereiche (21, 22) an ihrer den Dacheindeckungsplatten (3) zugekehrten Unterseite (28) mit mindestens einem zur First- bzw. Gratlatte (2) längsverlaufenden Klebestreifen (29) versehen sind, der von einem leicht von Hand abziehbaren Deckstreifen (30) abgedeckt ist.
2. First- oder Gratabdeckungselement nach
Anspruchs 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der
Klebestreifen (29) in der Nähe des von der First- bzw.
Gratlatte (2) abgewandten
Längsrandes (31) des
Randstreifens (21, 22) angeordnet ist.
3. First- oder Gratabdeckungselement nach
Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der
Klebestreifen (29) geradlinig, wellenförmig oder
mäanderförmig an der Unterseite (28) des
Randbereiches (21, 22) angeordnet ist.
4. First- oder Gratabdeckungselement nach
einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß der
Klebestreifen (29) durchgehend gestaltet ist.
5. First- oder Gratabdeckungselement nach
einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß der
Klebestreifen (29) in Klebebereiche oder
Klebepunkte aufgelöst ist.
6. First- oder Gratabdeckungselement nach
einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß der
Klebestreifen (29) aus einem Silikon und der
Deckstreifen (30) aus einem wasserabweisenden
Papier besteht.
7. First- oder Gratabdeckungselement nach einem der
Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die
Randbereiche (21, 22) mit dem Mittelbereich (15)
durch eine Klebung (26), Schweißung (27), Nietung
oder Prägung miteinander verbunden sind.
8. First- oder Gratabdeckungselement nach
einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß auf der
Oberseite (12) der Längsseitenbereiche (13, 14)
des Mittelbereiches (15) Abstandshalter in Form
von Stegen (16), Wülsten, Noppen (20) oder
sonstigen Ausformungen für eine belüftende
Auflagerung der Längsränder (17, 18) des
Firststeines (11) vorgesehen sind.
9. First- oder Gratabdeckungselement nach
einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß es (1) zur
First- bzw. Gratlatte (2) axialsymmetrisch
ausgebildet ist, an der Unterseite (32) seines
Mittelbereiches (15) Abstandsstege (6, 6a) zur
Auflagerung auf der Oberseite (2a) der First- oder
Gratlatte (2) aufweist und in demselben Bereich
mit den fensterartigen Öffnungen (7) zur Belüftung
versehen ist.
10. First- oder Gratabdeckungselement nach
einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß der
Mittelbereich (15) von einer derartigen
Materialdicke und einem derart entropieelastischen
Polymer beschaffen ist, daß das First- oder
Gratabdeckungselement (1) insgesamt
nach Art einer Rolle
aufwickelbar ist.
11. First- oder Gratabdeckungselement nach
einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß der
Mittelbereich (15) eine Dicke von 0,5 mm bis
1,0 mm und die Randbereiche (21, 22) eine Dicke
von 0,5 mm bis 2,0 mm aufweisen.
12. First- oder Gratabdeckungselement nach
einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, daß seine
Gesamtbreite (B + 2b) zwischen 270 mm und 400 mm
beträgt.
13. First- oder Gratabdeckungselement nach
einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch
gekennzeichnet, daß die
Breite (B) des Mittelbereiches (15) etwa 150 mm
bis 200 mm und die sich daran anschließende
Breite (b) eines Randbereiches (21, 22) 60 mm bis
100 mm beträgt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19924241070 DE4241070C1 (de) | 1992-12-05 | 1992-12-05 | First- oder Gratabdeckungselement |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19924241070 DE4241070C1 (de) | 1992-12-05 | 1992-12-05 | First- oder Gratabdeckungselement |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4241070C1 true DE4241070C1 (de) | 1994-02-17 |
Family
ID=6474543
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19924241070 Expired - Fee Related DE4241070C1 (de) | 1992-12-05 | 1992-12-05 | First- oder Gratabdeckungselement |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4241070C1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102005029361B3 (de) * | 2005-06-24 | 2006-09-21 | Oskar Fleck | First- oder Gratabdeckung |
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| DE2649790A1 (de) * | 1976-10-29 | 1978-05-03 | Braas & Co Gmbh | Dichtungsstreifen fuer eine first- oder gratabdeckung |
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-
1992
- 1992-12-05 DE DE19924241070 patent/DE4241070C1/de not_active Expired - Fee Related
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