DE4131200A1 - Schaltungsanordnung - Google Patents
SchaltungsanordnungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung gemäß dem
Oberbegriff des Anspruches 1.
Eine derartige Schaltungsanordnung ist aus der DE 35 08 456
bekannt. Dort ist die Trägerplatte, auf welcher mindestens
ein zu kühlendes chipförmiges Bauelement vorgesehen ist, in
ein Gehäuse eingeklebt und die Andrückvorrichtung mittels
Justierschrauben und Zwischenstücken gebildet. Die Justier
schrauben sind durch Verstrebungen des Gehäuses durchge
schraubt. Bei einer solchen Ausbildung der Schaltungsanord
nung kann insbesondere bei einer langzeitig gegebenen Wärme
belastung der Schaltungsanordnung nicht zuverlässig sicher
gestellt werden, daß der Anpreßdruck der Andrückvorrichtung
konstant aufrechterhalten wird, weil es zu einem Nachgeben,
z. B. Fließen, des Kunststoffmaterials des Gehäuses kommen
kann. Desgleichen kann es infolge mechanischer Toleranzen der
nicht nachgiebigen Zwischenstücke der Andrückvorrichtung zu
einem Kontakt-Druckverlust kommen.
Die DE 36 28 556 beschreibt eine Schaltungsanordnung, bei
welcher mindestens ein zu kühlendes chipförmiges Bauelement
auf einer Trägerplatte angeordnet und in eine Isolierstoff
masse eingekapselt ist. Stromleiterteile des zu kühlenden
chipförmigen Bauelementes sind wenigstens stellenweise als
Kontaktstücke zur Druckkontaktierung ausgebildet. Die Strom
leiterteile ragen auf der von der Trägerplatte abgewandten
Seite des Bauelementes aus der Isolierstoffkapselung heraus.
Diese Schaltungsanordnung ist mit einem Kühlbauteil und mit
einer Kontaktplatte ausgebildet. Die Kontaktstücke sind vom
Bauelement getrennt auf der Trägerplatte angeordnet. Die
Druckkontaktierung der Kontaktstücke ist außerhalb der Isolier
stoffkapselung vorgesehen und die Kontaktplatte ist allen
Kontaktstücken gemeinsam.
Ein Leistungshalbleitermodul, bestehend aus einer beidseitig
metallisierten Trägerplatte, die auf der Oberseite mit Bau
elementen bestückt, in ein Kunststoffgehäuse eingesetzt und
mit Vergußmasse abgedeckt ist, ist aus der DE 35 21 572
bekannt. Dort wird vorgeschlagen, daß im Modul mindestens eine
Stütze auf dem Trägerkörper oder einem Bauelement angeordnet
ist, als ein erster Weichverguß eine elastomere Masse vorge
sehen ist, aus dem ein oberer Teil der Stütze/Stützen heraus
ragt, und als ein zweiter Verguß ein duroplastischer Kunst
stoff vorgesehen ist, der den oberen Teil der mindestens einen
Stütze überdeckt und mit dem Gehäuse verbindet.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schaltungsan
ordnung der eingangs genannten Art zu schaffen, die auch bei
zeitlich wechselnder mechanischer und thermischer Belastung
einen konstanten Anpreßdruck gewährleistet, und die ein ein
faches mechanisches Zusammenbauen der Schaltungsanordnung
erlaubt und die einfach herstellbar ist, dabei soll die Mög
lichkeit des zerstörungsfreien Auswechselns einzelner Schal
tungselemente möglich sein.
Diese Aufgabe wird bei einer Schaltung der eingangs genannten
Art durch die Merkmale des kennzeichnenden Teiles des Anspru
ches 1. gelöst. Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Schal
tungsanordnung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Durch das wärme- und formstabile und in sich elastische
Brückenelement ergibt sich der Vorteil, daß auch bei langzei
tig einwirkenden und/oder wechselnden mechanischen und/oder
thermischen Belastungen ein Nachgeben oder Fließen des Mate
riales ausgeschlossen ist, so daß der Preßdruck der Andrück
vorrichtung auf das mindestens eine zu kühlende Bauelement
und/oder auf die mindestens eine Trägerplatte jederzeit zuver
lässig aufrechterhalten und konstant bleibt. Das Brückenele
ment besteht vorzugsweise aus formstabilem Kunststoff. Das
Kühlbauteil kann einfach ebenflächig plattenförmig ausgebildet
sein, es ist jedoch auch möglich, Kühlrippen vorzusehen.
Insgesamt ist erfindungsgemäß eine Schaltungsanordnung mit
relativ kleinem Volumen und großer Leistungsdichte realisier
bar.
Eine bevorzugte Ausbildung der erfindungsgemäßen Schaltungs
anordnung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Drückeinrich
tung aus einem elektrisch isolierenden formstabilen und in
sich elastischem Material besteht, das direkt die zu drücken
den Schaltungsinnenaufbauten und auch die Schaltungsaußenauf
bauten miteinander funktionsgerecht und funktionssicher ver
bindet. Das als Andrückvorrichtung dienende Brückenelement
hat auf der dem Kühlbauteil zugewandten Seite in mindestens
annähernder Anpassung an die Profilierung der mindestens
einen Trägerplatte Ausnehmungen und Erhebungen ausgebildet.
Bei einer Schaltungsanordnung der zuletzt genannten Art kann
eine Ausnehmung oder können Ausnehmungen zur Fixierung und
Justierung einer Trägerplatte oder von Trägerplatten relativ
zueinander oder zum Kühlkörper vorgesehen werden. Desgleichen
können bei einer solchen Schaltungsanordnung Ausnehmungen zur
Fixierung und Justage von starren loslösbaren Verbindungsele
menten relativ zu der mindestens einen Trägerplatte vorgesehen
sein. Erhebungen können bei einer derartigen Schaltungsanord
nung unmittelbar gegen die mindestens eine Trägerplatte oder
gegen das mindestens eine an der entsprechenden Trägerplatte
angeordnete Bauelement drücken.
Die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung weist außerdem die
besonderen Vorteile auf, daß sie sehr montage- und reparatur
freundlich ist, weil es problemlos möglich ist, eine schadhafte
Trägerplatte durch eine ungebrauchte neue oder andere funk
tionssichere Trägerplatte zu ersetzen. Zu diesem Zweck ist es
lediglich erforderlich, die Andrückvorrichtung vom Kühlbauteil
zu entfernen und die schadhafte Trägerplatte durch eine andere
entsprechende Trägerplatte zu ersetzen, wonach die Andrück
vorrichtung wiederum am Kühlbauteil befestigt werden kann.
Das erfolgt beispielhaft durch Schraub- und/oder Klemmver
bindungen. Vorteilhaft kann es sein, das Brückenelement mit
dem Kühlbauteil mittels federnder Verbindungselemente zu
verbinden, wodurch jegliches Nachgeben zwischen diesen Teilen
ausgeglichen werden kann.
Eine gegen Einflüsse von außen zuverlässig schützende Schal
tungsanordnung ergibt sich, wenn wenigstens eine Erhebung als
in sich geschlossener Dichtungswulst ausgebildet ist. Damit
können einzelne Bauelemente oder einzelne Trägerplatten oder
die gesamte Schaltungsanordnung abgedichtet und geschützt
werden.
Um eine zuverlässige Anpreßkraft zu gewährleisten, mit welcher
die mindestens eine Trägerplatte gegen das Kühlbauteil gedrückt
wird, um einen guten, großflächigen Wärmekontakt von der Trä
gerplatte zum Kühlbauteil zu erhalten und zu gewährleisten, ist
es vorteilhaft, wenn das Brückenelement in seinen für die Ver
bindung mit der Kühlplatte vorgesehenen Bezirken kompakt aus
geführt ist.
Bei der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung kann das mindes
tens eine, auf der Trägerplatte angeordnete, zu kühlende Bau
element vollständig mit einer Vergußmasse bedeckt sein, wie
es in Form des Weichvergusses mittels Silikongummimasse üblich
ist.
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile ergeben sich aus
der nachfolgenden Beschreibung von der Zeichnung, die in einem
vergrößerten Maßstab einen Schnitt durch eine erste Ausführungs
form der Schaltungsanordnung darstellt.
Fig. 1 zeigt in einer Schnittdarstellung eine Schaltungsan
ordnung mit einem Kühlbauteil 12. Das Kühlbauteil 12 ist bei
dem in dieser Figur gezeichneten Ausführungsbeispiel der
Schaltungsanordnung als einfache Platte dargestellt. Auf dem
Kühlbauteil 12 ist eine Trägerplatte 14 angeordnet, die mit
Kontaktflächen 16 und auf der von den Kontaktflächen 16 abge
wandten Seite mit einer Metallschicht 18 versehen ist, um
zwischen Trägerplatte 14 und dem Kühlbauteil 12 eine gute
Wärmeleitung zu gewährleisten.
Auf der Trägerplatte 14 ist ein chipförmiges Bauelement 20
angeordnet, das Kontakte 22 und 24 aufweist. Der Kontakt 24
ist mit einer zugehörigen Kontaktfläche 16 der Trägerplatte 14
verbunden. Die Kontakte 22 des chipförmigen Bauelementes 20
sind mittels flexibler Verbindungselemente 26, z. B. mittels
Bonddrähten, mit zugehörigen Kontaktflächen 16 der Trägerplatte
14 elektrisch verbunden.
Von der Trägerplatte 14 getrennt ist auf dem Kühlbauteil 12
ein Substrat 28 mit Anschüssen 30, die voneinander mittels
einer Isolierung 34 galvanisch voneinander getrennt sind, ge
zeichnet. Dieses, auch in Form einer durchkontaktierten
Leiterplatte mit metallisierten Durchbohrungen 32 ausgebildete
Verbindungselement 40 kann über ein starres Verbindungselement 36
mit den entsprechenden Kontaktflächen 16 der Trägerplatte 14
elektrisch leitend verbunden werden.
Die Schaltungsanordnung weist eine Andrückvorrichtung 38, die
aus einer Drückeinrichtung 42 besteht, auf. Die Drückeinrich
tung 42 ist an der dem Kühlbauteil 12 zugewandten Seite pro
filiert. Das Kühlbauteil und die Drückeinrichtung können lös
bar mechanisch miteinander verbunden werden, was durch die
dünnen strichpunktierten Linien 44 zwischen den axial fluch
tenden Durchgangslöchern 46, 48 angedeutet ist. Diese mechani
sche Verbindung kann durch Federelemente (nicht gezeichnet)
erfolgen, durch welche ein bestimmter Anpreßdruck aufrecht
erhalten wird. Bei diesen Federelementen handelt es sich
z. B. um an sich bekannte Federscheiben.
In Fig. 1 ist eine Schaltungsanordnung im nicht zusammenge
bauten Zustand angedeutet, bei welcher die Drückeinrichtung
42 aus einem elektrisch isolierenden, wärme- und formstabilem
und in sich elastischem Material besteht. Als solches Material
eignet sich z. B. die an sich bekannte Formmasse aus ungesät
tigtem Polyester und/oder aus Polyester-Melamin. Das als
Drückeinrichtung dienende Brückenelement 42 ist auf seiner dem
Kühlbauteil zugewandten Seite 56 in mindestens annähernder An
passung an die Höhenprofilierung der Trägerplatte 14, des auf
der Trägerplatte angeordneten chipförmigen Bauelementes 20, der
Verbindungselemente 36 zwischen Trägerplatte 14 und der durchkon
taktierter Leiterplatte 40 mit Ausnehmungen 58, 60 und mit
Erhebungen 62 und 64 ausgebildet.
Die Ausnehmungen 58 , d. h. die in sich zusammenhängende Aus
nehmung 58 dient insbesondere der Justierung der Trägerplatte
14 in bezug auf das Kühlbauteil 12 während die/jede Ausnehmung
60 zur Justierung eines zugehörigen starren Verbindungselemen
tes 36 dient. Mit Hilfe der Andrückvorrichtung 38 wird also
nicht nur die Trägerplatte 14 mit dem chipförmigen Bauelement
20 sowie die Leiterplatte 40 genau passend zum Kühlbauteil 12
festgelegt, sondern gleichzeitig mit den starren Verbindungs
elementen 36 der entsprechende galvanische Kontakt zwischen
Kontaktflächen 16 an der Trägerplatte 14 und bspw. dem Anschluß
30 hergestellt.
Die Erhebungen 62 dienen zum Andrücken der Trägerplatte 14
entweder unmittelbar oder über das chipförmige Bauelement 20
an das Kühlbauteil 12. Eine in sich geschlossene umlaufende
Erhebung 66 ist als Dichtungswulst ausgebildet, ebenso wie ein
äußerer umlaufender Dichtungswulst 64. Eine Weichvergußmasse 68
bedeckt das auf dem Trägerkörper 14 befestigte chipförmige
Bauelement 20.
Claims (12)
1. Schaltungsanordnung mit wenigstens einer Trägerplatte
(14), auf der mindestens ein zu kühlendes chipförmiges
Bauelement (20), insbesondere Halbleiterbauelement, und
Kontaktflächen (22) vorgesehen sind, wobei das/jedes
Bauelement (20) mit dazugehörenden Kontaktflächen
mittels Verbindungselementen (26) elektrisch leitend
verbunden ist, mit einem Kühlbauteil (12), auf dem die
mindestens eine Trägerplatte (14) angeordnet ist, und mit
einer die mindestens eine Trägerplatte gegen das Kühlbau
teil (12) drückenden Andrückvorrichtung (38), die zumin
dest gegen das eine zu kühlende Bauelement (20) und/oder
in dessen Nachbarschaft gegen die mindestens eine Träger
platte (14) drückt,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Andrückvorrichtung aus mindestens einem Brückenelement
(42) aus wärme- und formstabilem in sich elastischem
Material besteht und mittels Erhebungen (62) auf das
mindestens eine zu kühlende Bauelement (20) und/oder
gegen die mindestens eine Trägerplatte (14) und/oder
gegen das Substrat (28) mit Anschlüssen (36) drückt und/
oder fixiert.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß jedes Brückenelement (42) aus einem Kunststoff
als elektrisch isolierendem Material besteht.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeich
net, daß jedes Brückenelement aus Kunststoffzubereitungen
der Familie ungesättigter Polyester- und/oder Polyester-
Melamin- Formmassen besteht.
4. Schaltungsanordnung nach Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß mindestens eines der Brückenelemente
(42) an seiner dem Kühlbauteil zugewandten Seite mit
einer an die Profilierung der mindestens einen Träger
platte (14) und/oder der Verbindungselemente (26) und/
oder des Substrates (28) mit Anschlüssen (36) angepaßten
Oberflächenkontur mit entsprechenden Einsenkungen (58)
und Erhebungen (62) ausgebildet ist.
5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Brückenelemente (42) als voneinander
unabhängige, getrennte Elemente ausgebildet sind.
6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß zumindest einige der Brückenelemente aus
elektrisch leitendem Material bestehen.
7. Schaltungsanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß mehrere Brückenelemente (42) miteinander
flexibel zu einer Einheit verbunden sind.
8. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß das/die Verbindungselemente (26, 36) als
Federkörper ausgebildet sind.
9. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß mindestens eine Erhebung (64, 66) als in
sich geschlossener Dichtungswulst ausgebildet ist.
10. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß das mindestens eine Brückenelement (42)
mit dem Kühlbauteil (12) mechanisch verbunden ist, wobei
die Verbindung (46, 48, 50, 52) mindestens ein Federelement
aufweist.
11. Schaltungsanordnung nach Ansprüche 1 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß das mindestens eine, auf der Träger
platte angeordnete, zu kühlende Bauelement (20) voll
ständig mit einer Weichvergußmasse (68) bedeckt ist.
12. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß ein Verbindungselement (40) als durch
kontaktierte Leiterplatte ausgebildet ist, bei der auf
einer Isolierstoffplatte (34) metallisierte Bohrungen (32)
vorgesehen sind, die metallische Leiterbahnen (30) beid
seits der Isolierplatte schaltungsgerecht elektrisch
untereinander verbinden.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE9113498U DE9113498U1 (de) | 1991-09-19 | 1991-09-19 | Schaltungsanordnung |
| DE4131200A DE4131200C2 (de) | 1991-09-19 | 1991-09-19 | Schaltungsanordnung |
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| DE4131200A DE4131200C2 (de) | 1991-09-19 | 1991-09-19 | Schaltungsanordnung |
Publications (2)
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| DE4131200C2 DE4131200C2 (de) | 1995-05-11 |
Family
ID=6440992
Family Applications (1)
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| DE4131200A Expired - Lifetime DE4131200C2 (de) | 1991-09-19 | 1991-09-19 | Schaltungsanordnung |
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