DE4119104A1 - Unterflurhydrant - Google Patents
UnterflurhydrantInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Unterflurhydranten gemäß
dem Oberbegriffs des Anspruchs 1.
Ein derartiger Unterflurhydrant ist an einer im Erdboden
verlegten Wasserleitung anschließbar. An seinem oberen
Ende weist er üblicherweise eine Betätigungseinrichtung
zum Öffnen und Schließen eines Hauptventils sowie eine
Kupplung zum Anschluß eines Standrohrs für eine Entnahme
leitung, beispielsweise einen Schlauch auf. Der Unterflur
hydrant ist im wesentlichen senkrecht eingebaut und besitzt
ein Mantelrohr und ein daran nach unten anschließendes
Ventilgehäuse. In dem Ventilgehäuse bzw. in dem daran
anschließenden Bereich des Mantelrohres ist ein Hauptventil
mit einem Hauptventilkörper angeordnet, das bei Entnahme
von Wasser mittels der Betätigungseinrichtung, beispiels
weise einer im Mantelrohr geführten Spindel, geöffnet wird.
Unterhalb des Hauptventils ist ein Rückschlag- bzw. Siche
rungsventil angeordnet, das unter dem Druck in der Wasserleitung
schließt und auf diese Weise das Hauptventil entlasten
kann. Die Ventilkörper sind dabei so angeordnet,
daß beim Öffnen des Hauptventils dessen Ventilkörper zu
gleich den Rückschlag-Ventilkörper gegen den Wasserdruck
der Wasserleitung in die Öffnungslage bewegt.
Zur Verminderung des konstruktiven Aufwandes ist das Mantel
rohr bei einem Unterflurhydranten vorzugsweise mit dem
Ventilgehäuse als einstückiges Gußteil ausgebildet. Die
untere Öffnung, d. h. die Zulauföffnung des Ventilgehäuses
muß deshalb so groß sein, daß sowohl beide Ventilkörper
als auch die entsprechenden Ventilsitze durch diese Öffnung
in das Ventilgehäuse eingesetzt werden können. Dabei ist
es insbesondere schwierig, die Ventilsitze am Mantelrohr
bzw. dem Ventilgehäuse zu befestigen, da der innerhalb
des Mantelrohres bzw. des Ventilgehäuses für die An
wendung von Werkzeugen zur Verfügung stehende Raum sehr
beschränkt ist.
Es ist ein Unterflurhydrant mit einem das Mantelrohr und
das Ventilgehäuse bildenden Gußteil bekannt, bei dem für
die Dichtung des Rückschlagventils an dem Rückschlag-Ventil
körper eine ringförmige Nase aus einem gummielastischen
Werkstoff angeformt ist, die sich in der Schließstellung
des Rückschlagventils gegen einen Wandabschnitt des Ventil
gehäuses anlegt. Auf diese Weise ist zwar die separate
Ausbildung eines Ventilsitzes vermieden, jedoch ist durch
die Anlage der gummielastischen Nase an der Oberfläche des
gegossenen Ventilgehäuses keine gute Dichtwirkung zu er
zielen. Dies gilt um so mehr, als Fremdkörper, wie Sand- und
Kiespartikel, die im Wasser mitgeführt werden, die Dicht
wirkung beeinträchtigen können. Darüber hinaus muß bei dem
bekannten Unterflurhydranten zur Erzielung der Dichtwirkung
dafür gesorgt sein, daß die Nase sich immer an der vorbe
stimmten Stelle an das Ventilgehäuse anlegt. Zu diesem
Zweck ist der Rückschlag-Ventilkörper innerhalb des Ventil
gehäuses mittels einer Haltevorrichtung geführt, die von
einem quer durch den Strömungsquerschnitt verlaufenen Steg
mit einer mittigen Gewindehülse und einer in diese einge
schraubten Stange gebildet ist. Die Stange dient als Füh
rung für den Rückschlag-Ventilkörper und gleichzeitig als
Führung und Abstützung für eine Feder, mit der der Ventil
körper belastet ist. Auf diese Weise ist der konstruktive
Aufwand relativ groß und darüber hinaus ist dieser Aufbau
strömungstechnisch ungünstig, da quer zu dem Strömungsquer
schnitt verlaufende Einbauten vorhanden sind, die zum
Aufbau von Strömungsschwingungen beitragen und zu Druck
verlusten führen können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Unterflur
hydranten zu schaffen, der eine einfache und zuverlässige
Montage des Haupt- und des Rückschlagventils ermöglicht
und bei dem eine einwandfreie Abdichtung im Bereich der
Ventilsitze gewährleistet ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen Unterflur
hydranten mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst.
Erfindungsgemäß werden der Ventilsitz des Hauptventils
und der Ventilsitz des Rückschlagventils an einem einzigen
Bauteil in Form einer Zylinderbüchse ausgebildet. Die
Zylinderbüchse als solche dient dabei als Ventilsitz für
das Hauptventil, wie es bei Unterflurhydranten, die kein
Rückschlagventil aufweisen, an sich bekannt ist (DE-OS
26 21 163). An ihrem unteren Ende lagert die Zylinderbüchse
eine Ringdichtung, die als Ventilsitz für das Rückschlag
ventil dient. Auf diese Weise ist es möglich, die Ringdich
tung in einer Vormontage an der Zylinderbüchse anzubringen
und diese Baueinheit dann in einem einzigen Montageschritt
in das Mantelrohr bzw. das Ventilgehäuse einzusetzen und
festzulegen. Da die beiden Ventilsitze eine vormontierte
Baueinheit bilden und da eine fabrikmäßige Vormontage
üblicherweise mit einer sehr hohen Präzision ausgeführt
werden kann, kann für die Ventilsitze eine vorbestimmte
Position zueinander zuverlässig erreicht werden. Somit
wird es erfindungsgemäß möglich, bei einfacher Montage
sowohl für das Hauptventil als auch für das Rückschlagven
til einen separaten Ventilsitz auszubilden, und diese
jeweils an die baulichen Gegebenheiten sowie die wahrzu
nehmenden Dichtfunktionen anzupassen.
Eine Anordnung der Ringdichtung in einer Ausnehmung des
Ventilgehäuses gewährleistet deren exakte Positionierung
und stellt einen vollflächigen Kontakt der Ringdichtung
mit dem Ventilgehäuse sicher, so daß die vom Rückschlag-
Ventilkörper auf die Ringdichtung einwirkenden Kräfte
in das Ventilgehäuse und das Mantelrohr abgeleitet werden
und die Schließkraft des Rückschlag-Ventilkörpers zugleich
die Abdichtung gegenüber dem Gehäuse unterstützt.
Vorteilhafterweise ist die Ringdichtung U-förmig ausge
bildet und umgreift einen sich im wesentlichen radial nach
außen erstreckenden Ansatz der Zylinderbüchse. Da die Ring
dichtung in bekannter Weise aus einem elastischen, vor
zugsweise einem gummielastischen Werkstoff besteht, kann
auf diese Weise eine Festlegung der Ringdichtung an der
Zylinderbüchse durch die Federkraft der U-Schenkel erreicht
werden. Da sich der Ansatz der Zylinderbüchse im wesent
lichen radial nach außen erstreckt und die Ringdichtung
somit in Form eines liegenden, zur Mittelachse des Unter
flurhydranten öffnenden U angeordnet ist, wirkt die von
den U-Schenkeln in erzeugte Klemm- bzw. Federkraft im wesent
lichen in axialer Richtung. Eine Anlage des Rückschlag-Ventil
körpers an den Ventilsitz erfolgt üblicherweise in
axialer Richtung, so daß die von dem Rückschlag-Ventil
körper auf die Ringdichtung ausgeübte Schließkraft im
wesentlichen die Wirkungsrichtung hat.
Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung
ist vorgesehen, daß ein unterer sich im wesentlichen radial
erstreckender Schenkel der U-förmigen Ringdichtung länger
als ein oberer, sich ebenfalls im wesentlichen radial
erstreckender Schenkel der Ringdichtung ist und den Ven
tilsitz für den Ventilkörper des Rückschlagventils bildet.
Der längere Schenkel auf der dem Rückschlag-Ventilkörper
zugewandten Seite sorgt für eine ausreichend große, gege
benenfalls entsprechend strukturierte Dichtzone, während
der kürzere Schenkel im wesentlichen nur eine Haltefunktion
bei der Montage erfüllt.
Die konkave Ausbildung der Ringdichtung an ihrer dem Ventil
gehäuse zugewandten Außenfläche gemäß Anspruch 5 führt
dazu, daß die Ringdichtung im wesentlichen über zwei Ring
zonen an der Wandung der Ausnehmung im Ventilgehäuse
anliegt. Dies bringt gute Dichtwirkung zwischen der Ring
dichtung und dem Ventilgehäuse mit sich. Auf diese Weise
wirkt die Ringdichtung zusätzlich als untere Abdichtung
der Zylinderbüchse, mittels der der Spalt zwischen der
Innenwand des Ventilgehäuses und der Außenseite der Zylin
derbüchse abgedichtet ist.
Wenn die Ringdichtung formschlüssig an der Zylinderbüchse
gehalten ist, sind weitere Befestigungsmaßnahmen für die
Ringdichtung nicht notwendig, wodurch die Montage der Ring
dichtung besonders einfach ist. Sollten jedoch beispiels
weise die durch den Rückschlag-Ventilkörper auf die Ring
dichtung einwirkenden Kräfte mittels einer durch die Form
gebung der Ringdichtung bestimmten Halterung nicht aus
reichend sicher aufgenommen werden können, kann es vorteil
haft sein, die Ringdichtung mittels einer Klebverbindung
an der Zylinderbüchse zu befestigen. Üblicherweise wird
es aber ausreichen, wenn die U-förmige Ringdichtung unter
Vorspannung auf den Ansatz an der Zylinderbüchse aufge
zogen ist.
Der Eingriff einer spitz zulaufenden Nase der Ringdichtung
in eine entsprechend geformte Rille der Zylinderbüchse
gemäß Anspruch 8 stabilisiert die Halterung der Ringdich
tung an der Zylinderbüchse in einfacher Weise und ver
meidet ein radiales Ausweichen des längeren Schenkels
unter der Schließkraft des Rückschlag-Ventilkörpers.
Wie bereits beschrieben wurde, wird die Zylinderbüchse
zusammen mit der an ihr befestigten Ringdichtung durch die
Zulauföffnung in das Ventilgehäuse bzw. das Mantelrohr
eingeführt und dort befestigt. Eine konstruktive einfache
Befestigung kann erreicht werden, wenn die Zylinderbüchse
an einem Hinterschnitt an dem Mantelrohr festgelegt ist.
Dabei kann die Befestigung auf vielfältige Art erfolgen.
Vorzugsweise jedoch hintergreift die Zylinderbüchse den
Hinterschnitt mit einer im wesentlichen radial nach außen
gerichteten Aufweitung, die sich nach dem Einsetzen der
Zylinderbüchse problemlos ausformen läßt. Somit ist die
Zylinderbüchse mit der an ihr befestigten Ringdichtung in
dem Mantelrohr zuverlässig gehalten.
Durch die Anordnung eines Dichtrings in dem oberen Bereich
der Zylinderbüchse zwischen deren Außenseite und der Innen
seite des Mantelrohrs ist der Spalt zwischen dem Mantel
rohr und der Zylinderbüchse wirksam abgedichtet. Dabei
kann durch Ausbildung einer Ausnehmung an der Außenseite
der Zylinderbüchse, in die der Dichtring eingesetzt ist,
eine sichere und genaue Positionierung des Dichtrings
erreicht werden.
Wenn der Rückschlag-Ventilkörper eine Kugel ist, ist eine
Zwangsführung nicht notwendig, da eine Verkantung oder
Schiefstellung des Rückschlag-Ventilkörpers aufgrund der
Kugelform nicht möglich ist, so daß stets eine einwandfreie
und funktionssichere Abdichtung gewährleistet ist. Darüber
hinaus ist die Anordnung von Bauteilen innerhalb des Strö
mungsquerschnittes vermieden, so daß die Strömung im Ven
tilgehäuse nicht negativ beeinflußt wird.
Dabei besteht die Kugel gemäß einer vorteilhaften Ausfüh
rungsform aus einem formstabilen Kern sowie einem gummi
elastischen Mantel. Der Kern kann beispielsweise aus Stahl
oder einem harten Duroplast bestehen, während für den
Mantel vorzugsweise ein Elastomer Verwendung findet. Wenn
die Gesamtstabilität der Kugel gewährleistet ist, kann
diese auch als Hohlkugel ausgebildet werden, wodurch eine
Gewichtsersparnis erreicht und die Kugel schon bei niedri
gem Gegendruck in die Schließlage gedrängt wird, gleich
wohl durch den gummielastischen Mantel eine einwandfreie
Abdichtung erzielt wird, und zwar auch dann, wenn Fremd
körper im Dichtsitz eingeklemmt werden sollten.
Eine bauchförmige Erweiterung des Ventilgehäuses im Bereich
des Rückschlag-Ventilkörpers stellt sicher, daß trotz
der Anordnung des Rückschlag-Ventilkörpers ein ausreichen
der Strömungsquerschnitt im Ventilgehäuse vorhanden ist.
In vorteilhafter Weise kann vorgesehen sein, den Rückschlag-
Ventilkörper in der bauchförmigen Erweiterung des Ventil
gehäuses axial frei beweglich zu führen, so daß eine defi
nierte Bewegungsrichtung des Rückschlag-Ventilkörpers und
eine einwandfreie Abdichtung in der Schließstellung gegeben
sind. Nach dem Anbau des Unterflurhydranten an der Wasser
leitung ist sichergestellt, daß der Rückschlag-Ventilkörper
in vorbestimmter Weise mit der Ringdichtung in Anlage tritt.
Beim Öffnen des Hauptventils durch Betätigen der Spindel
gelangt der Hauptventilkörper mit dem Rückschlag-Ventil
körper in Anlage und bewegt diesen gegen den Wasserdruck
in der Wasserleitung in die Öffnungslage. Um den Eingriff
zwischen dem Hauptventilkörper und dem Rückschlag-Ventil
körper zuverlässig sicherzustellen, ist es vorteilhaft,
wenn der Hauptventilkörper auf seiner dem Rückschlag-Ventil
körper zugewandten Fläche entsprechend dessen Krümmung
konkav ausgebildet ist. Auf diese Weise ist eine voll
flächige Anlage des Rückschlag-Ventilkörpers an dem Haupt
ventilkörper erreicht.
In der Schließlage des Unterflurhydranten sollte der ober
halb des Hauptventil befindliche Raum des Mantelrohrs
entwässert werden können, wie dies an sich bekannt ist
(DE-OS 26 21 163). Dies kann in einfacher Weise dadurch
erreicht werden, daß das Wasser über einen an der Außen
seite des Hauptventilkörpers umlaufenden Kanal, der in der
Schließstellung des Hauptventils mit einer in der Zylinder
büchse ausgebildeten Radialbohrung sowie einer sich daran
anschließenden Entwässerungsleitung zusammenwirkt, abge
leitet werden kann.
Im folgenden wird unter Bezugnahme auf die beigefügten
Zeichnungen ein Ausführungsbeispiel der Erfindung näher
erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 den unteren Abschnitt eines
Unterflurhydranten im Schnitt
und
Fig. 2 die Zylinderbüchse und die Ring
dichtung in einem vergrößerten
Detailschnitt.
Ein Unterflurhydrant 10 weist gemäß Fig. 1 ein einstück
iges Gehäuse auf, das ein oberes Mantelrohr 12 und ein sich
nach unten anschließendes Ventilgehäuse 12a umfaßt. Am
unteren Ende des Ventilgehäuses 12a ist ein Flansch 14
ausgebildet. Der Unterflurhydrant 10 wird mit nicht gezeig
ten Befestigungsmitteln über den Flansch 14 an ein Wasser
leitungsnetz angeschlossen. Die Abdichtung zwischen dem
Unterflurhydranten 10 und der Wasserleitung geschieht durch
eine Dichtung 16. Zur Aufrechterhaltung eines ausreichenden
Strömungsquerschnittes weist das Ventilgehäuse 12a eine
bauchförmige Erweiterung auf.
In das Mantelrohr 12 ist eine Zylinderbüchse 26 eingesetzt,
die innenseitig den Ventilsitz für einen kolbenartigen
Hauptventilkörper 20 und zusammen mit diesem das Hauptven
til bildet. Der Hauptventilkörper 20 ist mit einer Spindel
18 verbunden, die in dem nicht dargestellten oberen Bereich
des Unterflurhydranten mittels eines Handrades oder der
gleichen betätigt werden kann. Der Hauptventilkörper 20 ist
zusätzlich mit flossenartigen Ansätzen in der Zylinder
büchse 26 geführt. Er besteht aus einem formstabilen Kern,
der allseitig von einem gummielastischem Material, bei
spielsweise einem Überzug 22 aus Gummi oder einem Elastomer
umgeben ist.
Unterhalb des Hauptventils ist in der bauchförmigen Er
weiterung des Ventilgehäuses 12a ein Rückschlag-Ventil
körper in Form einer Kugel 38 angeordnet, die mit Hilfe
von Führungselementen, beispielsweise in Form von Rippen,
in dem Ventilgehäuse 12a axial frei beweglich geführt ist.
Die Kugel 38 ist Bestandteil eines Rückschlagventils, das
geschlossen ist, wenn sich der Ventilkörper 20 des Haupt
ventils in der auf der rechten Seite der Fig. 1 darge
stellten Absperrstellung befindet und die Kugel 38 sich
in Folge des im Leitungsnetz herrschenden Drucks, dessen
Wirkungsrichtung durch den Pfeil D angedeutet ist, in
Anlage mit einer als Ventilsitz dienenden Ringdichtung 40
befindet, die am unteren Ende der Zylinderbüchse 26 ange
bracht bzw. festgelegt ist. Die Kugel 38 besteht in nicht
dargestellter Weise aus einem formstabilen, gegebenenfalls
hohlen Kern sowie einem gummielastischen Mantel.
Wird der Hauptventilkörper 20 mittels der Spindel 18 aus
der Absperrstellung nach unten in die Offenstellung be
wegt, kommt eine am unteren Ende des Hauptventilkörpers
20 ausgebildete konkave Fläche 34 in Anlage mit der Kugel
38 und bewegt diese aus der Schließstellung in die auf der
linken Seite der Fig. 1 dargestellte Lage. Somit sind
beide Ventile geöffnet und das Wasser kann über die untere
Zulauföffnung des Unterflurhydranten 10 zu einer im oberen
Bereich des Unterflurhydranten 10 angeordneten, nicht
gezeigten Entnahmeöffnung bzw. in ein an diese angeschlos
senes Standrohr gelangen.
Auf der Außenseite des Hauptventilkörpers 20 ist ein um
laufender Kanal 24 ausgebildet, der in der Absperrstellung
des Hauptventils mit einer in der Zylinderbüchse 26 ausge
bildeten Radialbohrung 32 und einer sich daran anschließen
den, seitlich am Mantelrohr 12 ansetzenden Entwässerungsleitung
30 zusammenwirkt. Somit wird eine Entwässerung und
Druckentlastung des Mantelrohrs nach der Wasserentnahme
erreicht.
Die Zylinderbüchse 26 ist an ihrem unteren Ende mit einem
sich radial nach außen erstreckenden Ansatz 26c und an
ihrer Stirnseite mit einer umlaufenden Rille 26b versehen
(Fig. 2). Die Ringdichtung 40 weist einen U-förmigen Quer
schnitt auf, der von einem sich im wesentlichen radial
erstreckenden oberen U-Schenkel 41, einem sich ebenfalls
im wesentlichen radial erstreckenden unteren U-Schenkel
43 sowie einen die beiden U-Schenkel 41 bzw. 43 miteinander
verbindenden Steg 42, der im wesentlichen axial verläuft,
gebildet ist. Das U-förmige Querschnittsprofil der Ring
dichtung 40 öffnet sich nach innen, während der Steg 42
an seiner Außenseite 45 konkav geformt ist. Der untere
U-Schenkel 43 ist länger als der obere U-Schenkel 41 ausge
bildet, wobei sich auf seiner der Zylinderbüchse 26 zuge
wandten Innenseite eine spitz zulaufende Nase 44 befindet,
die mit der an der Stirnseite der Zylinderbüchse 26 ausge
bildeten Rille 26b in Eingriff treten kann. Das U-förmige
Querschnittsprofil bildet eine Aufnahme 47 für den Ansatz
26c an der Zylinderbüchse 26. Nach der Montage übergreift
der obere U-Schenkel 41 den Ansatz 26c, während die Nase
44 des unteren U-Schenkels 43 mit der Rille 26b in Eingriff
kommt. Auf diese Weise ist die Ringdichtung 40 formschlüs
sig an der Zylinderbüchse 26 festgelegt.
Die aus der Zylinderbüchse 26 und der Ringdichtung 40
bestehende Baueinheit wird vor dem Einsetzen der Flansch
dichtung 16 gemäß Fig. 1 in das Ventilgehäuse 12a des
Unterflurhydranten 10 durch die untere Zulauföffnung axial
eingeführt, wobei die Zylinderbüchse 26 mit ihrer Außen
seite in Anlage an die zylinderische Innenwand des Mantel
rohrs 12 gelangt, während die mit der Zylinderbüchse 26
verbundene Ringdichtung 40 in eine Ausnehmung 36 des
Ventilgehäuses 12a zu liegen kommt. Durch den Ansatz 26c
und die Ringdichtung 40 bzw. durch den Boden der Ausnehmung
36 ist zugleich ein Begrenzungsanschlag für die Einschub
bewegung der Baueinheit gegeben.
Im oberen Bereich der Zylinderbüchse 26 ist auf deren
Außenseite ein Dichtring 28 angeordnet, der eine obere
Abdichtung für den Spalt zwischen Mantelrohr 12 und Zylin
derbüchse 26 bildet. Die untere Abdichtung wird durch die
Ringdichtung 40 gebildet, die dichtend in der Ausnehmung
36 angeordnet ist, wobei die konkav geformte Außenseite
45 mit der Seitenwand der Ausnehmung 36 in Kontakt kommt.
Hierbei werden vornehmlich die in Fig. 2 gezeigten ring
förmigen Bereich 46a und 46b wirksam. Um den Dichtring
28 gegenüber der Zylinderbüchse 26 zu positionieren, kann
der Dichtring 28 in einer Ausnehmung oder an einer Stufe
an der Außenseite der Zylinderbüchse 26 angeordnet sein.
Auf diese Weise kann auch der Dichtring 28 an der Zylinder
büchse 26 vormontiert werden.
Nachdem die Zylinderbüchse 26 mit dem Dichtring und der
Ringdichtung 40 in den Unterflurhydranten eingesetzt ist
und ihre in Fig. 1 dargestellte Lage eingenommen hat,
wird die Zylinderbüchse 26 in ihrem oberen Bereich radial
aufgeweitet. Die so entstehende Aufweitung 26a hinter
greift einen an der Innenseite des Mantelrohrs 12 ausge
bildeten Hinterschnitt, der beispielsweise durch einen
Wulst 12b, eine ringförmige Vertiefung od. dgl. gebildet
sein kann.
Durch die dargestellte Positionierung und Anbringung so
wohl des Ventilsitzes für das Hauptventil als auch des
Ventilsitzes für das Rückschlagventil ist eine schnelle
und zuverlässige Montage in einen einzigen Montageschritt
möglich.
Claims (22)
1. Unterflurhydrant mit einem Mantelrohr und einem mit
diesem einstückig ausgebildeten Ventilgehäuse, das
unter Zwischenschaltung einer Dichtung an eine Wasser
leitung anschließbar ist, sowie mit einem Hauptventil,
dessen Ventilkörper mit einem Ventilsitz zusammenwirkt
und mittels einer im Mantelrohr geführten Spindel
betätigbar ist, und einem unterhalb des Hauptventils
angeordneten Rückschlagventil, dessen Ventilkörper mit
einem weiteren Ventilsitz zusammenwirkt und im Ventil
gehäuse geführt ist, dadurch gekennzeichnet, daß
der Ventilsitz des Hauptventils von einer in das Mantel
rohr (12) eingesetzten und an diesem festgelegten
Zylinderbüchse (26) und der Ventilsitz des Rückschlag
ventils von einer Ringdichtung (40) gebildet ist, die
an dem dem Ventilgehäuse (12c) zugekehrten unteren
Ende der Zylinderbüchse (26) festgelegt ist.
2. Unterflurhydrant nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die Ringdichtung (40) in eine Ausnehmung
(36) des Ventilgehäuses (12a) gegen dieses dichtend
eingesetzt ist.
3. Unterflurhydrant nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Ringdichtung (40) im wesent
lichen U-förmig ausgebildet ist und einen sich im
wesentlichen radial nach außen erstreckenden Ansatz
(26c) der Zylinderbüchse (26) umgreift.
4. Unterflurhydrant nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß ein unterer, sich im
wesentlichen radial erstreckender Schenkel (43) der
U-förmigen Ringdichtung (40) länger als ein oberer,
sich wesentlichen radial erstreckender Schenkel (41)
der Ringdichtung (40) ist und den Ventilsitz für den
Ventilkörper des Rückschlagventils bildet.
5. Unterflurhydrant nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die U-förmige Ringdichtung
(40) an ihrer der Wandung der Ausnehmung (36) im Ventil
gehäuse (12a) zugewandten Außenseite (45) des U-Stegs
konkav ausgebildet ist.
6. Unterflurhydrant nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die Ringdichtung (40)
formschlüssig an der Zylinderbüchse (26) festgelegt
ist.
7. Unterflurhydrant nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die Ringdichtung (40)
unter Vorspannung auf den sich radial erstreckenden
Ansatz (26c) der Zylinderbüchse (26) aufgezogen ist.
8. Unterflurhydrant nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß die Ringdichtung (40)
mittels einer Klebverbindung an der Zylinderbüchse
(26) festgelegt ist.
9. Unterflurhydrant nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß eine spitz zulaufende
Nase (44) an der Innenseite des unteren Schenkels (43)
der Ringdichtung (40) in eine entsprechend geformte
Rille (26b) an der Zylinderbüchse (26) eingreift.
10. Unterflurhydrant nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß die Zylinderbüchse (26)
zusammen mit der Ringdichtung (40) von der Zulauf
öffnung des Ventilgehäuses (12a) her in dieses einge
setzt und an einen Hinterschnitt an dem Mantelrohr (12)
festgelegt ist.
11. Unterflurhydrant nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß die Zylinderbüchse (26)
mittels einer im wesentlichen radial nach außen gerich
teten Aufweitung (26a) den Hinterschnitt an dem Mantel
rohr (12) hintergreift.
12. Unterflurhydrant nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb der Aufweitung
(26a) der Zylinderbüchse (26) zwischen deren Außen
seite und der Innenseite des Mantelrohrs (12) ein
Dichtring (28) angeordnet ist.
13. Unterflurhydrant nach Anspruch 12, dadurch gekennzeich
net, daß der Dichtring (28) in einer Ausnehmung an der
Außenseite der Zylinderbüchse (26) angeordnet ist.
14. Unterflurhydrant nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, daß der Rückschlag-Ventilkörper
(38) eine Kugel ist.
15. Unterflurhydrant nach Anspruch 14, dadurch gekennzeich
net, daß die Kugel (38) eine Hohlkugel ist.
16. Unterflurhydrant nach Anspruch 14 oder 15, dadurch
gekennzeichnet, daß die Kugel aus einem formstabilen
Kern und einem gummielastischen Mantel besteht.
17. Unterflurhydrant nach Anspruch 16, dadurch gekennzeich
net, daß der Kern der Kugel aus Stahl oder einem form
stabilen Kunststoff besteht.
18. Unterflurhydrant nach Anspruch 16 oder 17, dadurch
gekennzeichnet, daß der Mantel der Kugel aus einem
Elastomer besteht.
19. Unterflurhydrant nach einem der Ansprüche 1 bis 18,
dadurch gekennzeichnet, daß das Ventilgehäuse (12a)
eine bauchförmige Erweiterung zur Aufnahme des Rück
schlag-Ventilkörpers (38) aufweist.
20. Unterflurhydrant nach Anspruch 19, dadurch gekennzeich
net, daß der Rückschlag-Ventilkörper (38) in der bauch
förmigen Erweiterung des Ventilgehäuses (12a) axial
frei beweglich geführt ist.
21. Unterflurhydrant nach einem der Ansprüche 1 bis 20,
dadurch gekennzeichnet, daß der Hauptventilkörper
(20) auf seiner dem Rückschlag-Ventilkörper (38) zu
gewandten Fläche (34) entsprechend dessen Krümmung
konkav ausgebildet ist.
22. Unterflurhydrant nach einem der Ansprüche 1 bis 21,
dadurch gekennzeichnet, daß der Hauptventilkörper
(20) auf seiner Außenfläche einen umlaufenden Kanal
(24) aufweist, der in der Schließstellung des Haupt
ventils mit einer in der Zylinderbüchse (26) ausge
bildeten Radialbohrung (32) und einer sich daran an
schließenden Entwässerungsleitung (30) zusammenwirkt,
wobei der Dichtring (28) oberhalb und die Ringdichtung
(40) unterhalb der Radialbohrung (32) angeordnet ist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE4119104A DE4119104C2 (de) | 1991-03-22 | 1991-06-10 | Unterflurhydrant |
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| DE4119104C2 DE4119104C2 (de) | 1996-03-28 |
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ID=6427915
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