DE4118896C2 - Vorrichtung zur Überwachung und Anzeige eines Pegels - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Überwachung
und Anzeige eines bei verschiedenen Betriebszuständen
einer Maschine, z. B. eines Schraubenkompressors, unter
schiedlichen Pegels, insbesondere eines Betriebsmittel
vorrates, wobei während eines Referenz-Betriebszustandes
der jeweilige Istwert des Pegels und bei anderen Betriebs
zuständen ein dem Referenz-Betriebszustand zugeordneter
Pegel angezeigt werden.
Bei Kraftfahrzeugen kann sich der Pegel des Treibstoff
vorrates stark verändern, wenn das Fahrzeug beschleunigt
oder verzögert wird. Damit wird vorübergehend ein deutlich
zu hoher oder zu niedriger Pegel angezeigt. Um dies zu
vermeiden, ist gemäß der DE-OS 31 48 534 vorgesehen, die
durch Beschleunigungskräfte od. dgl. des Fahrzeuges hervor
gerufenen Störungen durch einen Sensor auszuschalten, der
die Verbindung zwischen einem Anzeigeinstrument und dem
jeweiligen Pegelstandsfühler unterbricht. Während der Zeit
dieser Unterbrechung wird weiterhin der Pegel angezeigt,
welcher vor Eintritt der Störung vorhanden war.
Auch die DE-OS 29 28 767 steht im Zusammenhang mit der
Füllstandsanzeige für den Kraftstoffvorrat eines Kraft
fahrzeuges. Hier ist vorgesehen, daß das Meßsignal eines
Pegelstandsfühlers zunächst in einem Speicher aufgenommen
wird, dessen Ausgang mit dem Anzeigeinstrument verbunden
ist. Sobald eine beschleunigungsabhängige Änderung des
Pegels auftritt, wird die Verbindung zwischen dem Pegel
standsfühler und dem Speicher unterbrochen. Auch hier
wird bei einer beschleunigungsbedingten Störung letzt
endlich der zuletzt vor der Störung ermittelte Pegel
weiterhin angezeigt. Gegebenenfalls kann die Speicherung
der Pegelsignale zu einer Mittelwertbildung ausgenutzt
werden, um auch bei beschleunigungsfreiem Fahrbetrieb
unvermeidliche Bewegungen des Pegels bei der Anzeige zu
unterdrücken.
Nach der ebenfalls im Zusammenhang mit der Anzeige des
Flüssigkeitspegels in einem Kraftfahrzeugtank stehenden
DE-OS 37 25 752 sind wiederum ein Pegelstandsfühler und
ein nachgeschaltetes Anzeigeinstrument vorgesehen. Die
Meßwerte des Pegels werden in vorgebbaren Zeitabständen
zwischengespeichert und mit den aktuellen Meßwerten
verglichen. Dabei werden während der Fahrt durch den
Vergleich festgestellte zunehmende Meßwerte nicht ange
zeigt.
Der vorangehend abgehandelte Stand der Technik steht
also im Zusammenhang mit dem Problem, bei Füllstandsan
zeigen für Kraftfahrzeugtanks ein Ansteigen der ange
zeigten Füllwerte beim Bremsen bzw. Beschleunigen zu
vermeiden.
Diese bekannten Vorrichtungen sind ungeeignet, den
Betriebsmittelvorrat einer Arbeitsmaschine, wie z. B.
eines Schraubenkompressors, beim Wechsel von Betriebs
zuständen wie Stillstand, Leerlauf und Lastbetrieb
in der Weise wiederzugeben, daß jeweils ein einem Refe
renzbetriebszustand zugeordneter Pegel angezeigt und
gleichzeitig der Verbrauch des Betriebsmittels beim
jeweiligen Betriebszustand berücksichtigt wird.
Aufgabe der Erfindung ist es nun, eine Anzeige- bzw.
Überwachungsvorrichtung für diesen Zweck zu schaffen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
beim Wechsel von Betriebszuständen wie Stillstand,
Leerlauf und Lastbetrieb einer Arbeitsmaschine auf
tretende Pegeländerungen größenordnungsmäßig erfaßbar
und speicherbar sind, und daß zur Anzeige des sich
beim als Referenz-Betriebszustand dienenden Lastbetrieb
einstellenden Pegels während eines davon verschiedenen
Ist-Betriebszustandes jeweils der zuletzt ermittelte
Wert der Pegeländerung als Korrektur des jeweiligen
Istwertes des Pegels berücksichtigt wird.
Bei der Erfindung ist also eine adaptive Regelung der
Füllstandsanzeige vorgesehen, derart, daß die bei Änderung
des Betriebszustandes - Lastbetrieb, Leerlauf usw. - auf
tretenden Pegeländerungen auch dann richtig berücksichtigt
werden, wenn sich das Maß der Pegeländerung mit zunehmen
den Alter des Gerätes oder aufgrund sonstiger Einflüsse
ändert. Damit wird gleichzeitig die Möglichkeit geboten,
den Betriebsmittelverbrauch ständig anzuzeigen. Es erfolgt
also keine Unterbrechung der den jeweiligen Ist-Pegel
wiedergebenden Signale. Mit der Erfindung kann also ohne
weiteres berücksichtigt werden, daß beispielsweise bei
Schraubenkompressoren der Pegel des Ölvorrates in einem
Vorratsbehälter beim Lastbetrieb einen vergleichsweise
geringen Wert hat, der beim Übergang in den Leerlauf
bzw. Stillstand relativ schnell und stark ansteigt.
Dies beruht darauf, daß sich im Lastbetrieb wesentlich
mehr Öl im Ölkreislauf außerhalb des Vorratsbehälters
befindet. Für die Betriebssicherheit des Schraubenkompres
sors ist der relativ geringe Pegel des Ölvorrates beim
Lastbetrieb wesentlich. Hier soll ein Mindestpegel keines
falls unterschritten werden. Da nun der Pegel beim Leer
laufbetrieb bzw. Stillstand des Schraubenkompressors
einen relativ hohen Wert hat, kann der Fall eintreten,
daß im Stillstand bzw. Leerlauf der Pegel des Ölvorrates
deutlich oberhalb eines Mindestpegels liegt und beim
nachfolgenden Umschalten auf den Lastbetrieb unter diesen
Mindestpegel abfällt. Durch die erfindungsgemäße Vor
richtung kann dies ohne weiteres festgestellt werden, weil
auch beim Leerlauf bzw. Stillstand jeweils derjenige Pegel
hochgenau angezeigt wird, welcher sich beim Lastbetrieb
einstellen würde.
Vorteilhaft ist, daß die erfindungsgemäße Vorrichtung
ohne weiteres derart ausgebildet werden kann, daß sie sich
automatisch an unterschiedliche Arbeitsmaschinen bzw.
Änderungen im Betriebsverhalten anzupassen vermag. In
dieser Beziehung wird kein größerer konstruktiver Aufwand
erforderlich.
Da moderne Arbeitsmaschinen in der Regel ohnehin eine durch
Mikroprozessor überwachte Steuerung aufweisen, kann dieser
Mikroprozessor gegebenenfalls auch für die Anzeige- bzw.
Überwachungsvorrichtung herangezogen werden.
Im übrigen wird hinsichtlich bevorzugter Merkmale der Erfin
dung auf die rückbezogenen Ansprüche sowie die nachfolgende Erläuterung
vorteilhafter Ausführungsformen anhand der Zeichnung
verwiesen.
Dabei zeigt
Fig. 1 ein schematisiertes Blockschaltbild einer Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Überwachungs- und
Anzeigevorrichtung und
Fig. 2 ein Flußdiagramm zur Erläuterung der
Betriebsweise dieser Vorrichtung.
Gemäß Fig. 1 wird eine Arbeitsmaschine 1, beispielsweise ein
Kompressor, beim Betrieb mit Öl aus einem Vorratsbehälter 3
versorgt, in den das Öl aus der Arbeitsmaschine 1 über eine
Rücklaufleitung zurückfließt. Ein Teil des Öls wird in der
Arbeitsmaschine 1 verbraucht, so daß der Pegel des Öls im
Vorratsbehälter 3 im Laufe der Zeit absinkt.
Im Vorratsbehälter 3 ist ein Füllstandsmesser 4 angeordnet,
welcher jeweils ein den Pegel des Öls im Vorratsbehälter 3
entsprechendes Signal erzeugt und an einen Eingang eines
Rechners 5 weiterleitet.
Über einen weiteren Eingang erhält der Rechner 5 Signale,
die den jeweiligen Betriebszustand der Arbeitsmaschine 1
- beispielsweise Lastbetrieb, Leerlauf oder Stillstand -
wiedergeben.
Ausgangsseitig ist der Rechner 5 mit einer Steuerung 7
der Arbeitsmaschine 1 verbunden, so daß deren Betriebsweise
in Abhängigkeit von vorgebbaren Parametern gesteuert werden
kann, die über einen Steuereingang 8 dem Rechner 5 als
Signale zugeführt werden.
Des weiteren ist der Rechner 5 ausgangsseitig mit einer
Anzeige 9 verbunden, die vom Rechner 5 so betätigt wird,
daß unabhängig vom jeweils tatsächlich vorliegenden Betriebs
zustand der Arbeitsmaschine 1 jeweils der Wert des Pegels
angezeigt wird, der sich beim Lastbetrieb der Arbeitsmaschine
1 für das Öl im Vorratsbehälter 3 einstellen würde.
Damit wird berücksichtigt, daß sich der Pegel des Öls im
Vorratsbehälter 3 relativ stark ändert, wenn die Arbeits
maschine zwischen Lastbetrieb und Leerlauf bzw. Stillstand
umgeschaltet wird; im Lastbetrieb ergibt sich ein relativ
geringer Pegel.
Da erfindungsgemäß jeweils der sich beim Lastzustand
einstellende Pegel des Ölvorrates angezeigt wird, läßt sich
in allen Betriebszuständen ohne weiteres feststellen, ob der
Ölvorrat noch für einen längeren Lastbetrieb ausreicht.
Damit die Anzeige 9 in der angegebenen Weise gesteuert
werden kann, besitzt der Rechner 5 verschiedene Speicher 5′,
5′′ usw. Ein Speicher 5′ dient zur ständigen Aufzeichnung des
sich beim Lastbetrieb der Arbeitsmaschine 1 einstellenden Wer
tes des Pegels des Ölvorrates. Dabei genügt es, den jeweils
letzten Wert dieses Pegels aufzuzeichnen. Die jeweils voran
gehenden Werte können gelöscht bzw., wenn der Speicher 5′
als Schieberegister ausgebildet ist, aus dem Register ausge
schoben werden. Ein weiterer Speicher 5′′ dient dazu, die
jeweils zuletzt berechnete Pegeldifferenz K aufzuzeichnen,
welche sich beim Umschalten vom Lastbetrieb in den Leerlauf
nach einer vorgebbaren Zeitspanne einstellt. Der Wert dieser
Pegeldifferenz kann ständig aktualisiert werden, wenn im
Laufe des Betriebes der Arbeitsmaschine 1 erneut vom
Lastbetrieb in den Leerlauf umgeschaltet und der Leerlauf
betrieb über mindest die vorgegebene Zeitspanne beibehalten
wird.
In analoger Weise kann verfahren werden, wenn vom Lastbetrieb
in den Stillstand umgeschaltet wird. Hier kann eine Pegel
differenz K* ermittelt werden.
Auf diese Weise "kennt" der Rechner 5 ständig aktualisierte
Werte für Pegeldifferenz zwischen dem Ölvorrat beim Lastbe
trieb und dem Ölvorrat beim Leerlauf bzw. Stillstand. Damit ist
der Rechner 5 grundsätzlich in der Lage, beim Leerlauf bzw.
beim Stillstand den jeweiligen Istwert des Pegels des
Ölvorrates im Vorratsbehälter 3 zur entsprechenden Steuerung
der Anzeige 9 auf denjenigen Pegel umzurechnen, der sich
beim Lastbetrieb einstellen würde.
Wird beispielsweise während des Stillstandes oder Leerlaufes
Öl in den Vorratsbehälter 3 nachgefüllt, so kann auch der
aufgrund der Nachfüllung veränderte Pegel im Vorratsbehälter 3
auf den entsprechenden Pegel beim Lastbetrieb umgesetzt
werden.
Zusätzlich oder alternativ ist es auch möglich, jeweils den
Istwert des Pegels im Vorratsbehälter 3 nach längerem Leer
laufbetrieb bzw. nach längerem Stillstand der Arbeitsmaschine
1 in einem Speicher aufzuzeichnen und dann die Pegeldifferenz
zu bestimmen, die sich beim Umschalten in den Lastbetrieb
ergibt. Auch auf diese Weise lassen sich die Werte für K
und K* ermitteln, um die Istwerte des Pegels in allen
Betriebszuständen in den entsprechenden Wert des Pegels
beim Lastbetrieb umzurechnen.
Nachfolgend wird die Betriebsweise anhand des in Fig. 2
dargestellten Flußdiagramms erläutert.
Sobald das System gestartet wird, Pos. 100, wird gemäß
Pos. 101 der Istwert Iist des Pegels des Ölvorrates im
Vorratsbehälter 3 mittels des Füllstandsmessers 4 ermittelt,
wobei die entsprechenden Signale dem Rechner 5 zugeführt
werden.
Nunmehr werden gemäß Pos. 102 die Betriebsart bzw. der
Zustand der Arbeitsmaschine 1 abgefragt.
Für die weitere Betrachtung sei zunächst davon ausgegangen,
daß der Lastbetrieb vorliegt.
Im Lastbetrieb wird zunächst gemäß Pos. 103 ein Zustands
register für Leerlauf und Stillstand jeweils auf den Wert 0
gesetzt.
Danach wird in Pos. 104 abgefragt, ob das Zustandsregister
für Lastbetrieb den Wert 1 gespeichert hat oder nicht.
Zunächst wird davon ausgegangen, daß dies nicht der Fall ist.
Daraufhin wird in Pos. 105 abgefragt, ob die Dauer des
Lastbetriebes oberhalb eines Schwellwertes t (beispielsweise
5 bis 30 Sekunden) liegt bzw. ob der Istwert Iist des
Ölpegels einen "Beharrungszustand" erreicht hat und sich
allenfalls nur noch langsam ändert.
Falls dies nicht der Fall ist, wird gemäß Pos. 106 der
anzuzeigende Wert I des Pegels gleich dem bisher angezeigten
Wert A gesetzt, mit der Folge, daß die Anzeige in Pos. 107
unverändert bleibt. Auf diese Weise wird durch die Abfrage
in Pos. 105 gewährleistet, daß kurzzeitige, relativ schnelle
Schwankungen des Pegels beim Umschalten zwischen Leerlauf
bzw. Stillstand und Lastbetrieb für die Anzeige unberück
sichtigt bleiben.
Sobald bei der Abfrage in Pos. 105 festgestellt wird, daß
die Dauer des Lastbetriebes oberhalb des Schwellwertes t
liegt bzw. daß der Istwert des Ölpegels einen gewissen
"Beharrungszustand" erreicht hat, wird in Pos. 108 das
Zustandsregister für den Lastbetrieb auf 1 gesetzt.
Außerdem wird nunmehr in Pos. 109 für den anzuzeigenden
Wert I des Pegels der tatsächliche Istwert Iist verwendet,
so daß in Pos. 107 die Anzeige A den Wert I = Iist anzeigt.
Wenn nun im nachfolgenden Abfragetakt noch immer der Last
betrieb vorliegt, wird bei der Abfrage in Pos. 104 festge
stellt, daß das Zustandsregister für den Lastbetrieb den
Wert 1 zeigt. Dementsprechend wird von Pos. 104 direkt zu
Pos. 109 übergegangen, d. h. der anzuzeigende Wert I des
Ölpegels wird mit dem zuletzt festgestellten Istwert Iist
identifiziert.
Nachfolgend möge die Arbeitsmaschine 1 nun auf Leerlauf
umgeschaltet werden.
Damit wird gemäß Pos. 103′ das Zustandsregister für Last
betrieb auf 0 gesetzt.
Nachfolgend wird bei Pos. 104′ abgefragt, ob das Zustands
register für Leerlauf den Wert 1 anzeigt.
Wenn dies nicht der Fall ist, wird bei Pos. 105′ abgefragt,
ob die zeitliche Dauer des Leerlaufbetriebes oberhalb eines
Schwellwertes T, beispielsweise 60 bis 90 Sekunden, liegt,
bzw. ob der Pegel des Ölstandes einen gewissen "Beharrungs
zustand" erreicht hat.
Sollte diese Abfrage zu der Antwort "nein" führen, so wird
der anzuzeigende Wert I des Ölpegels mit dem bisher ange
zeigten Wert A identisch gemacht, mit der Folge, daß
Anzeige in Pos. 107 unverändert bleibt.
Auf diese Weise wird berücksichtigt, daß kurz nach dem
Einschalten des Leerlaufbetriebes relativ schnelle
Schwankungen des Ölpegels auftreten können, bis sich
schließlich wiederum ein "Beharrungszustand" einstellt,
bei dem sich der Ölpegel nur noch allenfalls langsam
ändern kann. Da es nicht sinnvoll ist, die kurzzeitigen
Schwankungen beim Umschalten zwischen den Betriebsarten
bzw. den Zuständen der Arbeitsmaschine anzuzeigen, werden
diese Schwankungen bei der Anzeige unterdrückt.
Sobald bei einem späteren Abfragetakt bei Pos. 105′
festgestellt wird, daß die Dauer des Leerlaufes den
Schwellwert T überschritten hat bzw. daß sich ein
"Beharrungszustand" eingestellt hat, wird gemäß Pos. 108′
das Zustandsregister für Leerlauf auf den Wert 1 gesetzt.
Nachfolgend wird dann bei Pos. 110 ein Korrekturwert K
= Iist - I ermittelt und gespeichert, d. h. es wird die
Differenz zwischen dem zuletzt ermittelten Istwert Iist
des Ölpegels und dem zuletzt angezeigten Wert I des
Ölpegels ermittelt.
Nachfolgend wird dann in Pos. 111 der für den Ölpegel
anzuzeigende Wert I bestimmt als I = Iist - K, d. h. abwei
chend von dem derzeit - im Leerlaufbetrieb - tatsächlich
vorliegenden Istwert Iist wird der um die Korrektur K
veränderte Wert I angezeigt, welcher somit dem Wert
entspricht, der sich beim Lastbetrieb einstellen würde.
Wenn im nachfolgenden Abfragetakt noch weiterhin Leerlauf
betrieb vorliegt, führt die Abfrage in Pos. 104′ zur Antwort
"ja", so daß nachfolgend in Pos. 111 der anzuzeigende Wert I
für den Ölpegel immer dem um die zuletzt ermittelte Korrektur
K veränderten Istwert Iist entspricht.
Sollte die Arbeitsmaschine in den Stillstand geschaltet
werden, so wird in völlig analoger Weise zum Leerlaufbetrieb
verfahren. Es wird lediglich anstelle der Korrektur K eine
veränderte Korrektur K* ermittelt, welche die typische
Pegeldifferenz des Ölstandes zwischen Lastbetrieb und
Stillstand wiedergibt.
Die Korrekturen K (bzw. K*) werden automatisch von Zeit
zu Zeit aktualisiert, sobald der Leerlaufbetrieb bzw. der
Stillstand bezüglich ihrer zeitlichen Dauer einen Schwellwert
(T) überschreiten bzw. der Ölpegel beim Leerlaufbetrieb bzw.
im Stillstand einen "Beharrungszustand" erreicht hat.
Da bei der Erfindung die Korrekturwerte K und K* ständig
aktualisiert werden, paßt sich die erfindungsgemäße Über
wachungs- und Anzeigevorrichtung automatisch an die jeweilige
Arbeitsmaschine 1 an. Bei der Herstellung brauchen also die
Korrekturwerte K und K* nicht berücksichtigt zu werden.
Vielmehr können diese Werte beim Probebetrieb der Arbeits
maschine 1 selbsttätig ermittelt werden.
Gleichwohl ist es grundsätzlich möglich, in den Rechner 5
bzw. dessen Speicher einen Grundwert K0 bzw. K0* fest einzu
speichern, wobei diese Werte so gewählt sind, daß sie zumin
dest im groben die Verhältnisse bei der jeweiligen Arbeits
maschine 1 wiedergeben. Beim Betrieb der Arbeitsmaschine 1
werden diese Werte dann ständig berichtigt bzw. aktualisiert.
Anzumerken ist noch, daß im Stillstand der Arbeitsmaschine
ohne weiteres Öl nachgefüllt werden darf, ohne daß eine
längerfristig unrichtige Anzeige auftreten kann. Sobald
nämlich der Ölpegel einen "Beharrungszustand" erreicht
hat bzw. der Sillstand bereits während einer Zeitdauer
vorgelegen hat, die oberhalb des Schwellwertes T liegt,
wird jeweils in Analogie zu Pos. 111 für den anzuzeigenden
Wert I des Pegels ein Betrag errechnet, der dem um die
zuletzt ermittelte Korrektur K* veränderten Istwert Iist
des Ölpegels entspricht und damit die Verhältnisse
wiedergibt, die sich bei dem jeweiligen Ölvorrat im Last
betrieb einstellen würden.
Im übrigen kann noch vorgesehen sein, daß bei Unterschrei
tung von - gegebenenfalls betriebsartabhängigen - Mindest
pegeln des Ölstandes in jedem Falle ein Abschaltsignal für
die Arbeitsmaschine 1 erzeugt wird. Auf diese Weise ist
auch dann Sicherheit gegeben, wenn das die Arbeitsmaschine 1
betreibende Personal die Anzeige- bzw. Überwachungseinrich
tung nicht beachten sollte.
Die Erfindung ist auch für sogenannte ölüberflutete Kompres
soren gut geeignet, bei denen der Vorratsbehälter 3 mit dem
Kompressor 1 direkt, ohne zwischengeschaltete Pumpe, verbun
den ist.
Claims (6)
1. Vorrichtung zur Überwachung und Anzeige eines bei
verschiedenen Betriebszuständen einer Arbeitsmaschine, z. B. eines Schraubenkompressors,
unterschiedlichen Pegels, insbesondere eines
Betriebsmittelvorrates, wobei während eines
Referenz-Betriebszustandes der jeweilige Istwert des
Pegels und bei anderen Betriebszuständen ein dem
Referenz-Betriebszustand zugeordneter Pegel angezeigt
werden,
mit den Merkmalen,
daß beim Wechsel von Betriebszuständen wie Stillstand,
Leerlauf und Lastbetrieb der Arbeitsmaschine
auftretende
Pegeländerungen (K) größenordnungsmäßig erfaßbar
und speicherbar sind und daß zur Anzeige des sich
beim als Referenz-Betriebszustand dienenden Lastbetrieb
einstellenden Pegels während eines davon verschiedenen
Ist-Betriebszustandes jeweils
der zuletzt ermittelte Wert der
Pegeländerung (K) als Korrektur des jeweiligen Ist
wertes des Pegels (Iist) berücksichtigt wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß während des Referenz-
Betriebszustandes der Istwert des Pegels
(Iist) ständig aufgezeichnet und der aufgezeichnete
Wert ständig aktualisiert werden, und daß beim Wechsel
vom Referenz-Betriebszustand in einen
anderen Betriebszustand nach
Ablauf eines vorgebbaren Zeitintervalles (T) bzw. nach
Erreichen eines zumindest angenäherten Beharrungs
zustandes des Pegels die Differenz (K) zwischen dem
Istwert des Pegels (Iist) und dem zuletzt während des
Referenz-Betriebszustandes (Lastbetrieb) aktualisierten
Wert des Pegels (I) als aktualisierte Differenz zwischen
den Pegeln bei den genannten Betriebszuständen aufge
zeichnet wird.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Anzeige (9) bis zum
Ablauf eines vorgegebenen Zeitinter
valles (T) bzw. nach Erreichen eines zumindest ange
näherten Beharrungszustandes des Pegels nach Umschalten
vom Referenz-Betriebszustand in einen
anderen Betriebszustand den
letzten während des Referenz-Betriebszustandes ermittel
ten Istwert des Pegels anzeigt.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß ein Fehlersignal
eingeschaltet wird, wenn die Pegeländerung bei Umschaltung
aus dem Referenz-Betriebszustand in einen
anderen Betriebszustand eine von
der zu erwartenden Tendenz abweichende Tendenz
aufweist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß bei Unterschreitung eines
Mindestpegels ein Fehlersignal gesetzt bzw. die Maschine
stillgesetzt wird.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß beim Wechsel von einem
anderen Betriebszustand in den
Referenz-Betriebszustand die dem Wechsel
vorangehende Anzeige (A) während eines vorgegebenen
Zeitintervalles (t) bzw. bis zum Erreichen eines
zumindest angenäherten Beharrungszustandes des Pegels
unverändert bleibt.
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