DE4118577C2 - Luftfeder mit einem Schlauchrollbalg aus elastomerem Werkstoff - Google Patents
Luftfeder mit einem Schlauchrollbalg aus elastomerem WerkstoffInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Luftfeder mit einem
Schlauchrollbalg aus elastomerem Werkstoff, an dessen
Enden jeweils ein Befestigungsteil dicht angebracht ist,
wobei mindestens ein Balgende auf einen stutzenförmigen
Ansatz des entsprechenden Befestigungsteiles aufgeschoben
ist.
Gegenüber den für höhere Belastungen in größeren
Fahrzeugen mit Dichtwülsten und darin eingebetteten
formsteifen Kernringen versehenen üblichen Luftfederbälgen
bieten die hauptsächlich für den Einsatz in
Personenkraftfahrzeugen vorgesehenen einfach-zylindrischen
Schlauchrollbälge den Vorteil besonders kostengünstiger
Herstellung mit der Möglichkeit, sie durch einfaches
mechanisches Abtrennen von größeren Schlauchlängen zu
gewinnen. Für die Befestigung der untereinander gleich
großen wulstlosen Balgenden hat sich das Anbringen
geschlossener metallischer Spannringe bewährt. Der
Spannring wird durch plastisches, radiales Verformen fest
aufgebracht. Ein zu starkes Pressen durch den Spannring
auf den Endabschnitt des Schlauchrollbalges kann aber
nachteilig sein, da es zu einer Beschädigung des
elastomeren Werkstoffes und der Festigkeitsträgerlage
kommen kann.
Der einmal plastisch verformte Spannring ist nicht
wiederverwendbar. Bei einer Entsorgung der Luftfedern ist
zudem ein separater Arbeitsvorgang zur
Befestigungszerstörung notwendig. Die einen
Präzisionsartikel darstellenden Spannringe sind teuer.
Aus DE-GM 18 81 813 ist eine Endverbindung für Schläuche
oder biegsame Leitungen bekannt, die eine auf ihrer ge
samten Länge durchgehend geschlitzte Hülse zur klemmenden
Umfassung des Schlauchendes aufweist. Die Klemmhülse ist
nicht in sich geschlossen. Würde eine derartige, durch
gehend geschlitzte Hülse bei der Befestigung von als
Schlauchrollbälgen ausgebildeten Luftfederbälgen
angewandt, würde dies zu einem Einklemmen der dünnen,
weichen Balgwand in dem Längsschlitz der Klemmhülse
führen. Das bei der radialen Verengung der Klemmhülse
entstehende Einklemmen der dünnen, weichen Balgwand führt
zu einer Beschädigung der selben. Weiter liegt die Klemm
wirkung nicht gleichmäßig über den Umfang der Klemmhülse
vor.
Aus DE-GM 19 36 778 ist ein Schlauchanschluß bekannt, der
zwei Halbschalen aufweist, die von der Elastizität des
Schlauchmaterials gegen eine äußere Klemmhülse angepreßt
werden. Die zweiteilige Schale besteht aus zwei Gußhalb
schalen, die nicht umfangselastisch sind. Die Gußhalb
schalen pressen die Schlauchwand ungleichmäßig über den
Umfang. Eine gleichmäßige umfangselastische Klemmung ist
nicht vorhanden. Diese Schlauchverbindung für die Ver
bindung eines Luftfederrollbalges anzuwenden, ist schon
deshalb nicht möglich, da eine äußere Abrollfläche für die
Rollfalte fehlt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Luftfeder
der eingangs beschriebenen Art derart auszugestalten, daß
eine sichere, lösbare Befestigung des Schlauchrollbalges
geschaffen wird, die einfach montiert werden kann und eine
Wiederverwendbarkeit der Befestigungsmittel ermöglicht.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Kennzeichen
des Anspruchs 1 genannten Merkmale gelöst.
Zur Befestigung des Endabschnittes eines
Schlauchrollbalges wird zunächst der Spannring über den
Schlauchrollbalg geschoben. Besteht das Halteprofil aus
einem Endlosring, wird damit ebenso verfahren. Der
Endabschnitt des Schlauchrollbalges wird dann auf den
stutzenförmigen Ansatz des Befestigungsteiles geschoben.
Das Halteprofil wird nun derart ringförmig positioniert,
daß es den aufgeschobenen Endabschnitt des
Schlauchrollbalges umgibt und einen Formschluß mit dem
stutzenförmigen Ansatz bzw. dem jeweiligen
Befestigungsteil eingeht. Durch folgendes Herabschieben
des Spannringes in Richtung des Befestigungsteiles wird
der Endabschnitt des Schlauchrollbalges auf dem
stutzenförmigen Ansatz festgeklemmt, da das ringförmige
Halteprofil nach innen gedrückt wird. Die axialen Kräfte
des Schlauchrollbalges werden formschlüssig durch das
Halteprofil auf das Befestigungsteil übertragen. Der
Spannring wird nur radial, nicht aber axial belastet.
Zur Lösung der Befestigung wird der Spannring in
entgegengesetzter Richtung vom Halteprofil abgezogen. Das
Halteprofil springt elastisch auf, so daß der Endabschnitt
des Schlauchrollbalges abgezogen werden kann.
Das ringförmige Halteprofil ist mit dem Befestigungsteil
formschlüssig verbunden. Durch die umfangselastische
Ausbildung führt das ringförmige Halteprofil bei
Aufschieben des Spannringes eine radiale Bewegung aus, die
zur Klemmung des Endabschnittes des Schlauchrollbalges
führt. Alle Balgwandzugkräfte werden über den Formschluß
von ringförmigem Halteprofil und Befestigungsteil
eingeleitet.
Durch die vorteilhaften Ausgestaltungen der Luftfeder
gemäß den Ansprüchen 2 und 3 wird das Halteprofil aus
einem längselastischen Streifen hergestellt und kann nach
dem Herumlegen um den Endabschnitt des Schlauchrollbalges
im Durchmesser verkleinert werden.
In vorteilhafter Ausgestaltung ist das Halteprofil gemäß
Anspruch 4 als geschlossener Haltering ausgebildet. Dieses
führt zu einer vereinfachten Montage, da weniger Aufwand
zum Positionieren des Halteprofils beim Herabschieben des
Spannrings benötigt wird.
Wird das Halteprofil gemäß den Merkmalen des Anspruchs 5
mit Rippen auf der Innenseite versehen, wird die Klemmung
aufgrund der Durchmesserverringerung des Halteprofils
zusätzlich unterstützt.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung wird durch die
Merkmale des Anspruchs 6 gekennzeichnet. Die nach innen
gerichtete Nase bzw. Nasen des Halteprofils dienen zum
Einleiten der Zugkraft in das Befestigungsteil.
Die durchlaufend konische Ausbildung von Halteprofil und
Spannring gemäß Anspruch 7 bietet die Möglichkeit der
selbsthemmenden Verriegelung.
Die vorteilhafte Ausbildung gemäß Anspruch 8 verstärkt die
auf den Endabschnitt des Schlauchrollbalges wirkende
Klemmung.
Durch die Erfindung wird eine lösbare Befestigung der
Endabschnitte von Schlauchrollbälgen an den
Befestigungsteilen geschaffen, die durch die zweiteilige
Ausbildung der Befestigungsmittel eine Verriegelung des
den Endabschnitt direkt klemmenden Halteprofils bewirken.
Das umfangelastische Halteprofil ist entweder geschlossen
oder ringförmig umgebend ausgebildet. Es wird dadurch das
nachteilige Einklemmen des Luftfederbalges beim Verspannen
verhindert.
Anhand der Zeichnung werden nachstehend zwei
Ausführungsbeispiele der Erfindung näher erläutert. Es
zeigt
Fig. 1 die Klemmung eines Endabschnittes eines
Schlauchrollbalges auf einem zylindrischen,
stutzenförmigen Ansatz eines Abrollkolbens,
Fig. 2 die Klemmung eines Schlauchrollbalges mit konische
Spannflächen aufweisenden Klemmitteln.
In der Fig. 1 wird der Endabschnitt 5 eines
Schlauchrollbalges 6 gezeigt, der auf einen zylindrischen
Ansatz 7 eines Abrollkolbens 8 geschoben ist. Der
zylindrische Ansatz 7 springt gegenüber dem Abrollkolben 8
im Durchmesser ein und bildet so eine Stufe 9. Der
zylindrische Ansatz 7 weist im unteren Bereich einen
umlaufenden Vorsprung 11 auf, hinter den Rastnasen 12
eines längenelastischen Halteprofils 13 fassen, das um den
Ansatz 7 ringförmig herumgelegt ist.
Das Halteprofil 13, das neben dem Abrollkolben 8 zur Ver
deutlichung in einer Teilabwicklung gezeigt ist, besteht
aus einem Metallstreifen und ist durch abwechselnd von
oben und unten fast durchgesägte Schnitte 14 mit etwa 5 mm
Basisabstand umfangs- bzw. längselastisch gemacht. Im
oberen Bereich weist das Halteprofil 13 auf seiner inneren
Seite zwei keilartige Rippen 15 und 16 auf, denen eine
stufenförmige Rippe 17 des stutzenförmigen Ansatzes 7
gegenüberliegt.
Das Halteprofil 13 weist oben am Außenumfang eine
Einlaufschräge 21 auf, die das Aufschieben eines das
Halteprofil 13 umgebenden Spannringes 22 erleichtert. Der
Spannring 22 weist aus dem gleichen Grund eine sich zu
seinem Ende hin verjüngende Einlaufabrundung 23 auf.
Die inneren freien Abmessungen des Spannringes 22 sind
derart gewählt, daß das Halteprofil 13 durch das
Aufschieben des Spannringes 22 im Durchmesser reduziert
und der Endabschnitt 5 des Schlauchrollbalges zwischen
Halteprofil 13 und Abrollkolben 8 geklemmt wird. Die
Klemmung wird durch die Anordnung der Rippen 15, 16, 17 am
Abrollkolben 8 und am Halteprofil 13 unterstützt.
Das Halteprofil 13 kann geschlossen oder offen eingesetzt
werden. Das bedeutet, daß das Halteprofil 13 aus einem
Profilstreifen durch Umlegen um den aufgeschobenen
Endabschnitt 5 des Schlauchrollbalges gebildet werden
kann. Es ist aber auch ein bereits zu einem Endlosring
geschlossenes Halteprofil einsetzbar.
Bei der Befestigung eines Schlauchrollbalges 6 gemäß Fig.
2 ist das Halteprofil als Haltering 33 ausgebildet und im
Querschnitt gesehen schräg nach oben und innen verlaufend
ausgebildet, so daß eine konische, äußere Klemmfläche 34
vorhanden ist. Der auf den Haltering 33 wirkende Spannring
35 hat eine entsprechende konische Innenfläche und drückt
den Haltering 33 damit nach innen. Durch die Wahl eines
passenden Konuswinkels wird die Verbindung selbsthemmend,
kann aber leicht wieder gelöst und erneut montiert werden.
Claims (8)
1. Luftfeder mit einem Schlauchrollbalg aus elastomerem
Werkstoff, an dessen Enden jeweils ein
Befestigungsteil dicht angebracht ist, wobei
mindestens ein Balgende auf einen stutzenförmigen
Ansatz des entsprechenden Befestigungsteils
aufgeschoben ist,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
- - der aufgeschobene Endabschnitt (5) des Schlauchrollbalges (6) ist von einem umfangselastischen Halteprofil (13) ringförmig umgeben,
- - das Halteprofil (13) ist formschlüssig mit dem Befestigungsteil (8) verbunden,
- - ein das ringförmige Halteprofil (13) umfassender Spannring (22; 35) ist in der gleichen Höhe angeordnet,
- - die Abmessungen von Spannring (22; 35) und Halteprofil (13; 33) sind so ausgelegt, daß der Spannring (22; 35) auf das innere Halteprofil (13; 33) eine radiale Preßkraft ausübt,
- - der Endbereich (5) des Schlauchrollbalges ist zwischen dem Halteprofil (13) und dem stutzenförmigen Ansatz (7) des Befestigungsteiles (8) eingeklemmt.
2. Luftfeder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das ringförmig angeordnete Halteprofil (13) aus einem
längselastischen Materialstreifen besteht.
3. Luftfeder nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
das Halteprofil (13) abwechselnd von dem einen und dem
anderen Rand ausgehende, fast durchlaufende Schnitte
aufweist.
4. Luftfeder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Halteprofil (33) als geschlossener Haltering
ausgebildet ist.
5. Luftfeder nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß das Halteprofil (13; 33) auf der
Innenseite eine oder mehrere quer zur Längsachse
verlaufende Rippen (15,16) aufweist.
6. Luftfeder nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß das Halteprofil (13; 33) an dem der
Austrittsseite des Balges abgewandten Rand mit einer
nach innen gerichteten Rastnase oder mit Rastnasen
(12) ausgebildet ist, die hinter einen entsprechenden
umlaufenden Vorsprung (11) des stutzenförmigen
Ansatzes (7) des Befestigungsteiles (8) fassen.
7. Luftfeder nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß das ringförmig angeordnete
Halteprofil (33) zum Schlauchrollbalg hin sich konisch
verjüngend ausgebildet ist,
und daß der das Halteprofil (33) umfassende Spannring
(35) mit einer entsprechenden durchlaufend konischen
Innenklemmfläche versehen ist.
8. Luftfeder nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß der stutzenförmige Ansatz (7) mit
einer oder mehreren Umfangsrippen (17) versehen ist.
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